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Neue Westfälische , 03.09.2001 :

Gedenken an NS-Opfer / Mahn- und Gedenkveranstaltung in Stukenbrock

Schloß Holte-Stukenbrock (Dok). "Gedenken ist Mahnung zugleich. Gedenken und Mahnen ist Auseinandersetzung mit unserer Geschichte. Begreifen wir das Gedenken als einen lebendigen Prozess gegen das Vergessen."

Ursula Engelen-Kefer, stellvertretende Vorsitzende des DGB, erinnerte in ihrer Gedenkansprache anlässlich des Antikriegstages auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof Stukenbrock/Senne an die Opfer des Nazi-Terrors, die 65.000 im Stalag 326 zu Tode gequälten sowjetischen Kriegsgefangenen und die zahlreichen Zwangsverschleppten aus der UdSSR, aus Polen, Frankreich, Italien und Jugoslawien. Der Arbeitskreis "Blumen für Stukenbrock" hatte zur Mahn- und Gedenkveranstaltung aufgerufen. Im Anschluss an einen Gottesdienst wurden Blumen und Kränze an zwei Gedenkstätten, dem von ehemaligen Kriegsgefangenen errichteten Obelisken und einer Gedenktafel, niedergelegt. "Wir wollen unseren Beitrag leisten, um das Vermächtnis der Toten zu erfüllen", betonte Werner Höner vom Arbeitskreis.


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