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Neue Westfälische 15 - Paderborn (Kreis) ,
12.07.2012 :
Studenten hinterfragen die Gedenkstättenkultur / Verantwortung für ein gesellschaftliches Miteinander übernehmen / Ausstellung in der Katholischen Hochschule an der Leostraße
Paderborn. An der Abteilung Paderborn der Katholischen Hochschule fand in diesem Semester eine Veranstaltung zur Erinnerungspädagogik und Gedenkstättenarbeit statt, welche drei verschiedene Perspektiven beinhaltete: Kulturpädagogik, Politik und Soziale Arbeit. Die Ergebnisse der Veranstaltung sind nun in einer Ausstellung in den Räumlichkeiten der KatHO Paderborn zu besichtigen.
Kunst- und Kulturpädagogik fördern eine aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte und haben ihre Einsatzmöglichkeiten in der Gedenkstättenpädagogik. Durch die Beschäftigung mit Bildern und Vorstellungen, durch das Hinterfragen der Gedenkstättenkultur sowie das Handeln mit ästhetischen Mitteln sollen die Wahrnehmungs-, Handlungs- und Entwicklungsmöglichkeiten der Besucher erweitert werden.
Erinnerung, Gedächtnis und Gedenken sind Begriffe, die nicht nur in der Betrachtung der historischen Entwicklung der Sozialen Arbeit wichtig sind, sondern auch aktuell immer wieder in der Auseinandersetzung mit Ausgrenzung und Integration von Einzelnen und Gruppen als Konsequenzen herangezogen werden sollten. Dazu gehört auch das Ziel, Verantwortung für ein gesellschaftliches Miteinander zu übernehmen.
Drei Exkursionen zur Gedenkstätte Bergen-Belsen, zur Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg sowie zu dem Erinnerungsort Villa ten Hompel in Münster waren wesentliche Anteile der Veranstaltung. Die Exponate dokumentieren Bildkompetenz (insbesondere Fotoarbeiten von Yousra Khechine, Studentin 6. Semester), Sprachkompetenz und Handlungskompetenz als Ziele der Gedenkstättenpädagogik und Erinnerungsarbeit in der Sozialen Arbeit. Die Ausstellung wird bis Oktober 2012 gezeigt. Informationen: Prof. Hermann Böning, h.boening@katho-nrw.de oder Diplom Sozialarbeiter/-Sozialpädagoge Karl-Heinz Martinß, kh.martinss@katho-nrw.de.
paderborn@neue-westfaelische.de
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