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Neue Westfälische - Tageblatt für Schloß Holte-Stukenbrock , 30.11.2019 :

Das Schicksal sowjetischer Soldaten

Schloß Holte-Stukenbrock (nw). Sowjetische Kriegsgefangene waren von Anfang an einem doppelten Verfolgungsschicksal ausgesetzt. Sie wurden zu Opfern der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Und sie wurden nach ihrer Befreiung aus der Gefangenschaft von ihrem eigenen Staat für angeblichen Verrat und Kollaboration mit dem Feind bestraft. Aus der Erinnerungsgemeinschaft der Veteranen schloss die Sowjetunion sie aus.

Jörg Morré wird an diesem Mittwoch, 4. Dezember, in seinem Vortrag mit dem Titel "Das Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg in der deutsch-russischen Erinnerung" über die langen Nachwirkungen der Stigmatisierung und Ächtung sprechen, der sich ehemalige sowjetische Kriegsgefangene in Russland und auch in Deutschland ausgesetzt sahen.

Jörg Morré (55) hat über osteuropäische Geschichte promoviert und ist seit 2009 Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst. Seinen Vortrag hält er in der ehemaligen Entlausung der Gedenkstätte Stalag 326 am Lippstädter Weg 26.

Beginn ist um 18.30 Uhr, Treffpunkt und Einlass ist am Eingang der Polizeiwache um 18.15 Uhr. Der Vortrag dauert etwa eine Stunde, der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

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- Mittwoch, 4. Dezember 2019 um 18.30 Uhr -


Vortrag von Dr. Jörg Morré: Das Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg in der deutsch-russischen Erinnerung


Veranstaltungsort:

Vortragsraum in der ehemaligen "Entlausung"
Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne


Treffpunkt um 18.15:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Sowjetische Kriegsgefangene waren von Anfang an einem doppelten Verfolgungsschicksal ausgesetzt. Sie wurden zu Opfern der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Und sie wurden nach ihrer Befreiung aus der Gefangenschaft von ihrem eigenen Staat für angeblichen Verrat und Kollaboration mit dem Feind bestraft. Aus der Erinnerungsgemeinschaft der Veteranen schloss die Sowjetunion sie aus.

In dem Vortrag werden die langen Nachwirkungen der Stigmatisierung und Ächtung thematisiert, der sich ehemalige sowjetische Kriegsgefangene in Russland und auch Deutschland ausgesetzt sahen.


Dr. Jörg Morré, geboren 1964, Studium der Geschichtswissenschaften, Russistik und Erziehungswissenschaften an der Freien Universität Berlin und der Universität Hamburg; anschließend Referendariat im Hamburger Schuldienst; Promotion in osteuropäischer Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum; 1996 bis 2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Gedenkstätten Sachsenhausen und Bautzen, seit 2009 Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst. Mitglied der deutsch-russischen Historiker-Kommission, im wissenschaftlichen Beirat des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und im Kuratorium der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße (Potsdam).


Eine Veranstaltung des Fördervereins Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne e.V.

www.stalag326.de

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Am 4. Dezember 2019 referiert Dr. Jörg Morré über: "Das Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg in der deutsch-russischen Erinnerung" - in der "Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne".

Am 2. April 1945 befreiten amerikanische Soldaten die im "Stammlager 326 (VI K) Senne" Überlebenden, etwa 8.500 Gefangenen, bis dahin hatten insgesamt 307.679 Rotarmisten das Stalag Senne durchlaufen.

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www.stalag326.de

www.blumen-fuer-stukenbrock.eu/arbeitskreis.php

30.11./01.12.2019

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