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Westfalen-Blatt / Zeitung für Schloß Holte-Stukenbrock , 30.11.2019 :

Schulterschluss zum Festakt

Am 2. April vor 75 Jahren wurde das Stalag 326 befreit

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Hubert Kniesburges, Vorsitzender des Arbeitskreises "Blumen für Stukenbrock" schlägt vor, den 75. Jahrestages der Befreiung des sowjetischen Kriegsgefangenenlager Stalag 326 (VI K) am 2. April 2020 gemeinsam zu würdigen. Mit dem Vorschlag wendet sich der Arbeitskreis an den Präsidenten des Landtages NRW, André Kuper, den Landrat des Kreises Gütersloh, den Bürgermeister der Stadt Schloß Holte Stukenbrock, an den Geschäftsführer der Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne, den Vorsitzenden des Fördervereins der Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne und an die Sprecher der Regionalen Arbeitsgruppe Stalag 326 im Verein "Gegen Vergessen - für Demokratie".

"In wenigen Wochen, am 2. April 2020 jährt sich zum 75. Mal der Tag, an dem die vorwiegend sowjetischen Kriegsgefangenen des Stalag 326 (VI K) in Stukenbrock von Soldaten der US-Armee befreit wurden. Der 2. April 1945 war aber auch der Tag der Befreiung Stukenbrocks und weiterer Orte der Region Ostwestfalen-Lippe von den Schrecken des Krieges und der Nazi-Herrschaft. Wir meinen, dass dieser Tag als bedeutender Gedenktag der Region gewürdigt werden sollte. Wir schlagen vor, eine gemeinsame Veranstaltung mit Kranzniederlegung am oder auf dem Gelände des ehemaligen Stalag vorzubereiten und durchzuführen", sagt Kniesburges. "Es geht uns mit der Würdigung dieses Tages um einen Dank an die Befreier des Lagers, dessen Insassen alle vom Tode bedroht waren. Sie retteten nicht nur das Leben von mehreren tausend Gefangenen, sondern auch unser Land vor weiteren Zerstörungen und viele Menschen vor der der Nazi-Willkür." Kniesburges sagt, er sehe mit Sorge, wie es "neonazistischen Kräften immer wieder mit Duldung und Hilfe staatlicher Stellen gelingt, offen faschistisches Gedankengut zu verbreiten und Ausländerfeindlichkeit zu propagieren. Morddrohungen, Morde, Beleidigungen, Brandstiftungen und Hetze sind ihre Mittel, um Aufmerksamkeit zu erregen."

"Es geht uns mit der Würdigung dieses Tages um einen Dank an die Befreier des Lagers."

Die Wahlergebnisse machten das deutlich. "Wie auch die Tatsache, dass Neonazis am 9. November mit ausdrücklicher Genehmigung durch Gerichtsbeschluss und unter Polizeischutz in Bielefeld für die Freilassung einer Auschwitz-Leugnerin marschieren konnten." Ermutigend sei allerdings das Auftreten von mehr als 14.000 Demokraten gegen die Provokation. "Es bedarf mehr und öfter ein offenes Engagement gegen die Kräfte der unseligen Vergangenheit. Das sind unsere Beweggründe für den Vorschlag, gemeinsam den 2. April als Tag der Befreiung des Lagers und unserer Region zu würdigen."

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Am 2. April 1945 befreiten amerikanische Soldaten die im "Stammlager 326 (VI K) Senne" Überlebenden, etwa 8.500 Gefangenen, bis dahin hatten insgesamt 307.679 Rotarmisten das Stalag Senne durchlaufen.

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30.11./01.12.2019

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