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Blick nach Rechts , 13.02.2018 :

Knast für Volksverhetzerin Haverbeck-Wetzel?

Das Oberlandesgericht hat die Revision der unverbesserlichen Holocaust-Leugnerin zurückgewiesen. Der gerichtsnotorischen Ursula Haverbeck-Wetzel könnte jetzt möglicherweise eine zweijährige Haftstrafe bevorstehen. Am 24. Februar ist sie derweil zu einem Vortrag vor Neonazis an einem nicht näher bezeichnetem Ort in West-Niedersachsen angekündigt.

Die bereits mehrfach verurteilte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel muss jetzt vermutlich doch ins Gefängnis. Das Oberlandesgericht Celle hat eine Revision 89-Jährigen gegen eine Verurteilung durch das Landgericht Verden im August 2017 zu einer zweijährigen Haftstrafe zurückgewiesen. Das Urteil ist damit rechtskräftig. Haverbeck-Wetzel war wegen Volksverhetzung in acht Fällen vom Landgericht Verden schuldig gesprochen worden. In der Neonazi-Zeitschrift "Stimme des Reiches" hatte die Rechtsextremistin mehrfach den systematischen Massenmord an sechs Millionen Juden bestritten (Blick nach Rechts berichtete am 29.08.2017).

In eigener Mission in Neonazi-Kreisen unterwegs

Bisher hatte Ursula Haverbeck-Wetzel hatte alle gegen sie erstinstanzlich oder vor Landgerichten gefällten Urteile rechtlich angefochten. Daher ist es bisher noch zu keiner Inhaftierung der notorischen Holocaust-Leugnerin Jährigen gekommen. Die rüstige Greisin saß zuletzt vor dem Detmolder Landgericht auf der Anklagebank (Blick nach Rechts berichtete am 29.11.2017) und wurde dort zu einer 14-monatigen Haft verurteilt. Auch dagegen legte sie Revision ein, so dass der Fall nun vor das Oberlandesgericht Hamm kommt.

In eigener Mission ist Haverbeck-Wetzel in Neonazi-Kreisen immer wieder zu Vorträgen unterwegs. Der nächste wird für den 24. Februar in West-Niedersachsen angekündigt. Der genaue Ort wird nicht öffentlich publiziert. Zusätzlich wird ein Balladenabend beworben, ohne den oder die Interpreten zu nennen. Es heißt lediglich, weitere Informationen seien "über die üblichen Kanäle" zu erhalten. Zuletzt war insbesondere die Neonazi-Partei "Die Rechte" mit Solidaritätsaufrufen und -bekundungen für Haverbeck-Wetzel in Erscheinung getreten. Mit dem Verkauf von Tragebeuteln und T-Shirts wird Geld eingenommen, womit die rechtlichen Auseinandersetzungen der Holocaust-Leugnerin finanziell unterstützt werden sollen.

Bildunterschrift: Muss möglicherweise jetzt doch in Haft, Ursula Haverbeck-Wetzel.


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