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Nachrichten , 14.01.2021 :

Tages-Chronologie von Donnerstag, 14. Januar 2021

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Pressespiegel überregional


Jüdische Allgemeine Online, 14.01.2021:
Berlin / Washington / Haft für Randalierer mit "Camp Auschwitz"-Shirt begrüßt

Jüdische Allgemeine Online, 14.01.2021:
IHRA / Handbuch für Europa

Jüdische Allgemeine Online, 14.01.2021:
Skandinavien / "Fremde Rassen deportieren"

Jüdische Allgemeine Online, 14.01.2021:
Rodeln in KZ-Gedenkstätte Buchenwald: Sicherheit wird verstärkt

Mindener Tageblatt, 14.10.2021:
NS-Raubkunst übergeben

die tageszeitung Online, 14.01.2021:
Plädoyer im Lübcke-Prozess verschoben / Das Urteil verzögert sich

die tageszeitung Online, 14.01.2021:
Mutmaßlich rechter Terror im Jahr 2000 / Wehrhahn-Anschlag bleibt ungesühnt

Blick nach Rechts, 14.01.2021:
Militaria-Neonazi bleibt unbehelligt

Jüdische Allgemeine Online, 14.01.2021:
Tatverdächtiger des Wehrhahn-Anschlags freigesprochen

Zeit Online, 14.01.2021:
BGH bestätigt Freispruch nach Wehrhahn-Anschlag

Spiegel Online, 14.01.2021:
Bombenanschlag an Düsseldorfer S-Bahnhof / BGH bestätigt Freispruch in Wehrhahn-Prozess

Westdeutscher Rundfunk Köln, 14.01.2021:
Bundesgerichtshof bestätigt Freispruch im Wehrhahn-Prozess

Rheinische Post Online, 14.01.2021:
BGH zu Anschlag in Düsseldorf / Wehrhahn-Freispruch bleibt bestehen

Süddeutsche Zeitung Online, 14.01.2021:
BGH verkündet Urteil zu Düsseldorfer Wehrhahn-Anschlag

Westdeutsche Zeitung Online, 14.01.2021:
Gedenken in Düsseldorf / Gedenktafel am Wehrhahn beschmiert

Spiegel Online, 14.01.2021:
Chemnitz / Angriff auf Wirt von jüdischem Restaurant - Anklage gegen 29-Jährigen erhoben

Jüdische Allgemeine Online, 14.01.2021:
Zweieinhalb Jahre später: Anklage nach Angriff auf jüdischen Wirt in Chemnitz

Neues Deutschland Online, 14.01.201:
Chemnitz / Anklage wegen Angriff auf Wirt von jüdischem Restaurant

MDR Sachsen, 14.01.2021:
Chemnitz / Anklage nach Angriff auf Wirt von jüdischem Restaurant erhoben

Jüdische Allgemeine Online, 14.01.2021:
Einspruch / Rechtsfrieden braucht Klartext

MiGAZIN, 14.01.2021:
HRW-Jahresbericht / Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit in Deutschland weiterhin besorgniserregend

Jüdische Allgemeine Online, 14.01.2021:
Zweieinhalb Jahre später: Anklage nach Angriff auf jüdischen Wirt in Chemnitz

Neues Deutschland Online, 14.01.2021:
Störaktion im Parlament / Hausverbot im Bundestag: Gäste der AfD-Fraktion hatten Politiker bedrängt

t-online.de, 14.01.2021:
Hannover / Ex-AfD-Landeschefin Dana Guth wechselt zu LKR

tagesschau.de, 14.01.2021:
AfD wie Trump / Die Mär von der gestohlenen Wahl

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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Donnerstag, 14. Januar 2021


Am 16. November 2016 stellte Prof. Dr. Guy Stern aus Detroit, auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen e.V., seine Autobiografie, Titel: "Chance Encounters, zufällige Begegnungen", vor.

Am 24. September 2020 publizierte das "Westfalen-Blatt", dass in Lübbecke "in der vergangenen Woche" Flugblätter der "Reichsbürger"-Organisation "ewiger Bund" (in Briefkästen im Kutscherweg) verteilt wurden.

Am 1. August 2020 hat die Polizei eine Zusammenkunft von circa 20 bis 25 Personen der "Reichsbürger"-Organisation "ewige Bund" - unterhalb des Kaiser-Wilhelm-Denkmals, an der Porta Westfalica - aufgelöst.

Am 20. März 2020 wurde in Bünde ein Schreiben - Absender ist eine Adresse in Holsen ("Stellvertretenden Ortsvorsteher und Gebietsverweser im Notstand der Gemeinde Holsen") - vom: 12. August 2017 - verteilt.

Am 19. März 2020 fanden nach Verbot der "Reichsbürger"-Gruppe "Geeinte deutsche Völker und Stämme" wie auch "Osnabrücker Landmark", Durchsuchungen in Preußisch Oldendorf-Harlinghausen, in Bünde statt.

Am 27. Februar 2020 bezifferte das Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen die "Zahl der Reichsbürger und Selbstverwalter" im Kreis Herford mit 105, 34 in der Stadt Herford, Drucksache 17/8725.

Am 2. Dezember 2019 bezifferte die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen (17/8039), die Anzahl von "Reichsbürgern" und "Selbstverwaltern" im Kreis Minden-Lübbecke mit 81 - hiervon 20 in Porta Westfalica.

Am 12. August 2017 definiert ein Brief, von dem "Stellvertretenden Ortsvorsteher und Gebietsverweser im Notstand der Gemeinde Holsen", die Einwohnenden zu Bürgerinnen und Bürgern des "Freistaats Preußen".

Am 14. und 13. Januar 2021 erhielten Politiker, sowie ein Journalist, gefälschte Quarantäne-Anordnungen des Kreises Minden-Lübbecke, gezeichnet von "Helmut Gregor" - Deckname des KZ-Arztes Josef Mengele.

Am 13. Januar 2021 unterrichtete Rechtsaußen-"AfD"-Bundestagsabgeordneter Udo Hemmelgarn, dass er sein Ratsmandat in Harsewinkel niederlege - für Udo Hemmelgarn rückt Eugen Penner (1960) in den Rat.

Am 13. September 2020 erlangte die Partei "AfD" bei der Ratswahl in der Stadt Harsewinkel 4,63 Prozent, 516 Stimmen, und erreichte über die Reserveliste mit Udo Hemmelgarn (Reservelistenplatz 1) einen Sitz.

Am 30. Juli 2020 ließ der Wahlausschuss der Stadt Harsewinkel die Wahlvorschläge der "AfD" für die Wahl am 13. September 2020 in 14 von 16 Wahlbezirken zu, die "AfD" hat die Bezirke 01 und 14 nicht besetzt.


www.synagoge-petershagen.de

www.facebook.com/synagoge.petershagen

www.holocaustcenter.org

www.landtag.nrw.de/Dokumentenservice/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-8725.pdf

www.landtag.nrw.de/Dokumentenservice/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-8039.pdf

www.minden-luebbecke.de/Service/Integration/NRWeltoffen

www.gegenrechts.info

www.facebook.com/pages/category/Personal-Blog/Mindentr%C3%A4gtmaske-107983864488651

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www.minden-luebbecke.de/Service/Integration/NRWeltoffen

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Artikel-Einträge in der Datenbank:


Mindener Tageblatt, 14.01.2021:
Vor den Nazis gerettet

Endstation Rechts, 14.01.2021:
"Armeekorps-Bezirke": Reichsbürger planen groß

Radio Gütersloh, 14.01.2021:
AfD-Bundestagsabgeordneter Udo Hemmelgarn gibt Ratsmandat in Harsewinkel ab

Gütersloher Volkszeitung / Die Glocke Online, 14.01.2021:
Udo Hemmelgarn (AfD) gibt Ratsmandat ab

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Mindener Tageblatt, 14.01.2021:

Vor den Nazis gerettet

Guy Stern begeht heute seinen 99. Geburtstag

Petershagen (plö). Er ist ein gerne gesehener Gast in Petershagen: Guy Stern, ehemaliger Ritchie Boy, Literaturprofessor und Direktor des Holocaust-Museums in Detroit. Am heutigen 14. Januar begeht er seinen 99. Geburtstag.

Zuletzt sprach Stern auf Einladung des Mindener Kreises und der Alten Synagoge 2016 in Petershagen. Sein Thema: die Mitgliedschaft in der jüdischen Jugend "Schwarzes Fähnlein", seine Verwandtschaft in Vlotho, das eigene Schicksal und das seiner Familie. Eindringlich berichtete er von den anfänglich ungetrübten Kinderjahren in Hildesheim und den Besuchen bei den Großeltern in Vlotho. Als die Nazis wüteten, kam für Günther Stern, wie er damals noch hieß, die Rettung durch eine Organisation aus St. Louis: 1.000 Kinder wollten sie retten, 1.200 wurden es - Günther war dabei und wurde Guy. Seine Eltern und Geschwister wurden ins Warschauer Ghetto deportiert und kamen dort ums Leben.

Ritchie Boys - das waren jene Absolventen aus dem "Camp Ritchie" bei Washington, die als Verhörspezialisten ausgebildet wurden. Stern saß in der Normandie Kriegsgefangenen gegenüber, schlüpfte dazu in die Rolle des sowjetischen Verbindungsoffiziers Kommissar Krukov. Vor nichts, so Stern, fürchteten sich die deutschen Soldaten so sehr wie vor der russischen Kriegsgefangenschaft.

Guy Stern wurde später angesehener und international renommierter Literaturprofessor. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen kam 2017 eine dazu: Das P.E.N.-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland verlieh ihm den Ovid-Preis für sein Lebenswerk.

Mit seiner Frau, der Schriftstellerin Susanna Piontek, lebt Stern heute bei Detroit.

Bildunterschrift: Guy Stern bei seinem Besuch 2016 in Petershagen.

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Endstation Rechts, 14.01.2021:

"Armeekorps-Bezirke": Reichsbürger planen groß

Von Andreas Landauer

Hunderte Reichsbürger haben sich zusammengeschlossen, um das Deutsche Kaiserreich neu aufzubauen. Dazu haben sie den "Vaterländischen Hilfsdienst" gegründet. Zu den Aufgaben sollen auch Polizeieinsätze gehören.

"Melde dich jetzt freiwillig zum Vaterländischen Hilfsdienst und beteilige dich an der Reorganisation des Vaterlandes!" So steht es auf Flugblättern und Postkarten einer neuen bundesweiten Gruppierung aus der Reichsbürger-Szene, Interessenten sollen sich bei einer Dresdner beziehungsweise einer Berliner Telefonnummer melden. Der "Vaterländische Hilfsdienst" (VHD) orientiert sich dabei an einem Gesetz aus dem Ersten Weltkrieg, das Männer im Alter zwischen dem 17. und 60. Lebensjahr, die nicht als Soldaten dienten, zur Arbeit in kriegswichtigen Betrieben verpflichtete.

Weil im Glauben der Reichsbürger der Kriegszustand niemals aufgehoben und Wilhelm II. als Deutscher Kaiser niemals abgesetzt worden sein soll, sollen damalige Gesetze bis heute gelten. Im vergangenen Jahr wurde deshalb der VHD neu aufgebaut. Mit ihm soll das Kaiserreich, im Wording der Reichsbürger der "ewige Bund", wieder handlungsfähig gemacht werden.

Einsatz als "Polizeivollstreckungsbeamte - überall, wo Bedarf besteht"

Inzwischen haben sich im gesamten Bundesgebiet mindestens 13 VHD-Regionalgruppen, so genannte "Armeekorps-Bezirke", gegründet. Auf Gruppenfotos dieser "Armeekorps-Bezirke" sind jeweils zwischen 10 und 30 Erwachsene zu sehen, die trotz Corona-Pandemie weder Maske tragen noch Abstände einhalten.

Welche Aufgaben die VHD-Mitglieder übernehmen sollen, ist auf einer Website beschrieben: Sie können von der Leitung des VHD "in allen Bereichen des staatlichen Lebens und Wirkens eingesetzt werden: In Wirtschaft und Produktion, in Landwirtschaft und Verwaltung, selbst als Polizeivollstreckungsbeamte - überall, wo Bedarf besteht."

Was passieren kann, wenn Reichsbürger hoheitliche Aufgaben ausüben wollen, zeigte sich 2012 im sächsischen Bärwalde. Damals versuchten uniformierte Reichsbürger des "Deutschen Polizei Hilfswerks" einen Gerichtsvollzieher zu fesseln und gefangen zu nehmen. 13 Personen wurden daraufhin wegen gemeinschaftlicher Freiheitsberaubung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und dem Missbrauch von Amtszeichen zu mehrmonatigen Haftstrafen verurteilt.

Mit Reichsfahnen zu Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Ob VHD-Mitglieder bereits versucht haben, ihre Vorstellung von Staatsgewalt auszuüben, ist nicht bekannt. Veröffentlichte Aktivitäten beschränken sich bisher auf Treffen mit Kaffee und Kuchen, Vorträge über die Illegitimität der Bundesrepublik Deutschland und dem Aufstellen von Grablichtern mit VHD-Emblem zum Volkstrauertag.

Ein bundesweites Treffen Anfang August beschäftigte die Polizei. Am Kaiser-Wilhelm-Denkmal stellten die Beamten etwa 20 Personen mit verschiedenen Flaggen, darunter der Reichsflagge, sowie einem Banner mit der Aufschrift "Deutschland kommt zu sich - komm einfach mit" fest. Die Polizei löste die nicht angemeldete Versammlung auf. Bei den Teilnehmern, die aus mehreren Bundesländern angereist waren, wurden ein Messer, ein Tierabwehrspray und Betäubungsmittel gefunden.

Ganz oben in der Hierarchie des VHD steht ein "Generaldirektor", das Pseudoamt bekleidet aktuell ein Mann, der als "Sascha" Vorträge und Reden hält. In einer seiner Reden, die er bei einer Demonstration am 19. November 2019 in Berlin gehalten hatte, sagte er bewundernd über Otto von Bismarck: "Er war der Mann, der erkannt hat, wo die Gefahr der Demokratie liegt und er war der erste, der sie bekämpft hat."

Fachkollegien zu "Militärverwaltung" und "Staatsanwaltschaft"

"Sascha" ist, so steht es auf der Website des VHD, Gründer weiterer Strukturen in der Reichsbürger-Szene, darunter "Bismarcks Erben" und das daran angeschlossene "Preußische Institut". Dieses wird als Struktur von Reichsbürgern und Selbstverwaltern im Bericht des Verfassungsschutzes Mecklenburg-Vorpommern für 2019 erwähnt.

Neben den "Armeekorps-Bezirken" sollen Fachkollegien Gesetze aus dem Kaiserreich recherchieren. Dazu gehören zum Beispiel die Kollegien "Traditionelles Handwerk" und "Manneszucht", aber auch "Polizeirecht", "Militärverwaltung" und "Staatsanwaltschaft". Auf der Grundlage der Arbeit dieser Kollegien soll das Kaiserreich "reorganisiert" - und damit in letzter Konsequenz die Bundesrepublik Deutschland abgeschafft werden.

Bildunterschrift: "Die Deutschen kommen zu sich" - mit Reichsflagge und dem Slogan wird um Mitstreiter geworben.

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Radio Gütersloh, 14.01.2021:

AfD-Bundestagsabgeordneter Udo Hemmelgarn gibt Ratsmandat in Harsewinkel ab

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Udo Hemmelgarn zieht sich aus dem Harsewinkeler Stadtrat zurück. Wie die Glocke Online berichtet, hat Hemmelgarn das gestern im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung mitgeteilt. Es sei zeitlich nicht möglich, die Ratsarbeit in Harsewinkel mit einem Bundestagsmandat zu vereinbaren, begründete der AfD-Politiker. Für Hemmelgarn rückt Eugen Penner in den Harsewinkeler Stadtrat nach.

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Gütersloher Volkszeitung / Die Glocke Online, 14.01.2021:

Udo Hemmelgarn (AfD) gibt Ratsmandat ab

14.01.2021 - 09.59 Uhr

Harsewinkel (jau). Udo Hemmelgarn (AfD) hat am Mittwoch mitgeteilt, dass er sein Ratsmandat niederlegt. "Es hat sich gezeigt, dass es zeitlich nicht möglich ist, die Ratsarbeit in Harsewinkel mit meinem Bundestagsmandat zu vereinbaren", so Hemmelgarn am Donnerstag auf Nachfrage dieser Zeitung.

Der Stuhl der AfD wird im Stadtrat allerdings künftig nicht leer bleiben. Für Udo Hemmelgarn rückt Eugen Penner nach. Penner war zur Kommunalwahl auf Platz zwei der AfD-Reserveliste gesetzt.

Bildunterschrift: Udo Hemmelgarn.

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