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Aktualisiert am Freitag, 22. Januar 2021 - Gegenwärtig 8 Termine , 29.01.2021 :

www.hiergeblieben.de: Veranstaltungskalender

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Übersicht Veranstaltungen:


Januar 2012:

24.01.2021: Hamburg: Livestream: Gegen das Vergessen: Dass Auschwitz nicht noch einmal sei
24.01.2021: phoenix: Jahrhundertzeugen - Margot Friedländer. Eine Graphic-Novel-Erzählung

26.01.2021: Herford: Solidarisch bleiben im Kreis Herford während Corona!

27.01.2021: WDR-Fernsehen: "Die Story": Wenn Rechtsextremisten freie Schulen unterwandern

Februar 2021:

02.02.2021: Rheda-Wiedenbrück: Populismus aus der Mitte der Gesellschaft. Wie kann man kontern?

27.02.2020: Herford: Ausstellungseröffnung: "Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford"

April 2021:

27.04.2021: Lage: Online-Vortrag: Neonazis und Antisemitismus: Wie groß ist die Gefahr von rechts?

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- Sonntag, 24. Januar 2021 um 12.00 Uhr -


Livestream: Gegen das Vergessen: Dass Auschwitz nicht noch einmal sei


www.auschwitz-komitee.de/gegen-das-vergessen-dass-auschwitz-nicht-noch-einmal-sei


Das zweite Leben nach dem Überleben Lesung - Film - Gespräch


Das Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. lädt ein zu einer Online-Veranstaltung anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945.


Mit:

Esther Bejarano, Überlebende der KZ Auschwitz und Ravensbrück

Éva Fahidi-Pusztai, Überlebende der KZ Auschwitz und Buchenwald

Eva Stocker, Budapest und Bern, Regisseurin

Sylvia Wempner, Schauspielerin

Rolf Becker, Schauspieler und Gewerkschafter


Mit Lesungen von Sylvia Wempner und Rolf Becker und Ausschnitten aus der Dokumentarfilm-Trilogie "Das zweite Leben" (noch unvollendet), Teil 1: "Der Krieg gegen die Juden", Regie: Eva Stocker (2020 / 2021).

Eva Stocker weiß nicht, wer sie wirklich ist, sie wuchs bei ungarischen Adoptiveltern auf. Ein zufällig entdeckter Zettel in einem Schuhkarton wurde Jahrzehnte später zu ihrer Motivation für den Film: Denn Eva Stocker wurde als Säugling aus einem der Deportationszüge gereicht, die nach Auschwitz fuhren. Ein Bahnbeamter nahm sie entgegen und rettete so ihr Leben.

Esther Bejarano und Éva Fahidi-Pusztai berichten zum Abschluss vom Tag ihrer Befreiung im Mai 1945.


Mit Unterstützung durch die Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg.

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- Sonntag, 24. Januar von 16.15 bis 17.00 Uhr -


phoenix: Jahrhundertzeugen - Margot Friedländer. Eine Graphic-Novel-Erzählung


Ein Film von Martin Priess und Michaela Kolster

Margot Friedländer ist heute eine der letzten Überlebenden der Shoah. Fast 65 Jahre nach ihrer Befreiung aus dem Ghetto / Konzentrationslager von Theresienstadt und ihrer Emigration in die USA ist sie im Jahr 2010 dauerhaft nach Deutschland zurückgekehrt - in ihre Heimatstadt Berlin. 2021 wird Margot Friedländer 100 Jahre alt - ein Jahrhundertleben.

Aus diesem langen, besonderen Leben, das sie schon früh selbst in die Hand nehmen musste, um es zu retten, berichtet Margot Friedländer seit ihrer Rückkehr als Zeitzeugin des Holocausts jungen Menschen in Deutschland.

Auch sie versucht dabei nicht zu erklären, was aus ihrer tiefsten Überzeugung nicht erklärbar ist:

"Wir hätten doch nie, nie uns vorstellen können, nie, was wirklich mit den Menschen geschieht! Wie konnte man sich das menschlich vorstellen? Und weil mir das so unvorstellbar ist, kann ich das den jungen Menschen vermitteln, dass es unmöglich ist, es zu erklären - unmöglich ist zu fassen, wie so etwas möglich war. Ich sage zu ihnen: Ihr seht so nett aus, ich kann mir nicht vorstellen, dass einer von euch jemals seine Hand geben würde für so etwas. Seid vorsichtig! Es ist für euch, nicht für uns, nicht was war - es war."

Das sagt Margot Friedländer eindringlich und aus tiefster Überzeugung in ihrem langen biografischen Zeitzeugin-Gespräch mit phoenix. Ihre hier geschilderten Lebenserinnerungen bilden auch die Vorlage für die zweite Ebene dieser nun dritten Folge der "Oral-History"-"Jahrhundertzeugen" auf phoenix.

Wie schon in den beiden ersten Folgen haben auch hier die beiden renommierten Illustratoren und Graphic-Novellists Reinhard Kleist und Matthias Lehmann in Zusammenarbeit mit den Autoren viele Szenen der mündlichen Erzählung Margot Friedländers zeichnerisch, respektvoll und mit Zustimmung der Zeitzeugin umgesetzt und szenisch animiert.

So ist eine "Oral-Graphic-Biography" der Jahrhundertzeugin Margot Friedländer entstanden, die nach Deutschland zurückkehrte, um in ihrer Geburtsstadt Berlin gegen das Vergessen und für eine bessere Zukunft zu kämpfen.

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- Dienstag, 26. Januar 2021 um 19.00 Uhr -


Treffen im Online-Format: Solidarisch bleiben im Kreis Herford während Corona!


Wir bitten um kurze Anmeldung unter: post@gegenrechts.info


Die Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford lädt zum ersten Treffen im neuen Jahr 2021 ein.

Dabei sind alle willkommen, die sich gegen Rassismus und Rechtsextremismus engagieren (wollen) und ihre Ideen mit anderen aus dem Kreis Herford teilen wollen.

Wir wollen besprechen, wie 2021 mit Aktivitäten und Veranstaltungen aussehen kann. Neue Ideen sind gefragt.


www.gegenrechts.info

www.facebook.com/Fachstelle-NRWeltoffen-im-Kreis-Herford-103137998115964/?fref=tag

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- Mittwoch, 27. Januar 2021 von 22.15 bis 23.00 Uhr -


WDR-Fernsehen: "Die Story": Wenn Rechtsextremisten freie Schulen unterwandern


Eine Dokumentation von Caterina Woj und Andrea Röpke zum Jahrestag der Auschwitz-Befreiung, dem Holocaust-Gedenktag

Redaktion: Gudrun Wolter


Keine Noten und wenig Leistungsdruck, Entfaltung der Persönlichkeit und Förderung künstlerischer und handwerklicher Kreativität: pädagogische Grundsätze von Schulen in freier Trägerschaft. Sie sind meistens kleiner und überschaubarer und vor allem selbst verwaltet von Lehrern und Eltern. Immer mehr Familien entscheiden sich für diese privaten Bildungseinrichtungen: Ihre Zahl steigt - seit Anfang der 1990er Jahre um 80 Prozent.

Doch immer häufiger engagieren sich auch Lehrer oder Eltern mit rechtsextremer Gesinnung in Schulen freier Trägerschaft. Schleichend und zunächst unbemerkt nutzen sie die besonderen Möglichkeiten, die Selbstverwaltung und Mitspracherechte bieten - für ideologische Einflussnahme auf Kinder und Lehrinhalte.

In einer Waldorfschule in Minden hatte sich ein Lehrer vom Hausmeister zu einem besonders beliebten Handwerkslehrer und schließlich zu einer Art inoffiziellem Schulleiter hochgearbeitet, dessen Meinung bei wichtigen Entscheidungen zählte. In Mecklenburg wurde einer freien Schule ihr Umfeld zum Problem - geprägt von rechten Kameradschaften und so genannten völkischen Siedlern, deren Kinder diese Schule besuchten und deren Eltern sich dort engagierten. Und eine freie Bildungseinrichtung in Berlin geriet unter den Einfluss eines rechtsextremen Vaters und Holocaust-Leugners.

Hinweise auf solche Entwicklungen erfolgen fast immer anonym. Auch das macht es den Schulaufsichtsbehörden schwer, einzugreifen. Die Autorinnen der "Story" haben Fälle wie diese verfolgt und bei ihren Recherchen festgestellt, wie groß die Angst betroffener Eltern und Lehrer ist, offen darüber zu sprechen.

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- Dienstag, 2. Februar 2021 um 19.00 Uhr -


Digitaler Vortrag von Professor Dr. Klaus-Peter Hufer: Populismus aus der Mitte der Gesellschaft. Wie kann man kontern?


Anmeldung bei der Volkshochschule Reckenberg-Ems unter: www.vhs-re.de, (05242) 9030-125 oder lorena.fast@vhs-re.de. Anmeldeschluss ist am Veranstaltungstag um 16.00 Uhr.


Populismus aus der Mitte der Gesellschaft

"Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg" - "Asylanten sind Sozialschmarotzer" - "Wer Arbeit will, der findet auch welche" - "Ausländer sind kriminell" - "Wegen der vielen Flüchtlinge kann sich keine Frau mehr auf die Straße trauen" - "Das sind doch alles nur Wirtschaftsflüchtlinge": Stammtischparolen wie diese kommen meistens plötzlich, unerwartet und aus der Mitte der Gesellschaft. Manch einer fühlt sich überrumpelt, will reagieren, aber es fällt ihm nichts Passendes ein. Was kann man sagen, was tun? Was steckt hinter diesen Parolen?

Diese Fragen werden interaktiv in einem Vortrag und mit Bezug auf die Psychologie von Vorurteilen und die Ursachen und Erscheinungsformen von Rassismus, Rechtspopulismus und der extremen Rechten beantwortet.


Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer, an der Universität Duisburg-Essen tätiger Politologe und Erwachsenenbildner, hat ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen entwickelt. Es ist ein vielfach erprobtes, in Deutschland, Österreich und der Schweiz bekanntes Training gegen Populismus, Diskriminierung und Pauschalverunglimpfung.


Gefördert durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!".

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- Samstag, 27. Februar 2021 um ... Uhr -


Ausstellungseröffnung: "Eva, Simon und die Anderen" - Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford"


Veranstaltungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.kuratorium-herford.de
www.zellentrakt.de
www.instagram.com/gedenkstaettezellentrakthf/?hl=de
www.twitter.com/HFzellentrakt


Die Ausstellung ist der Beitrag des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V. und der Gedenkstätte Zellentrakt zum Festivaljahr "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland": Am 11. Dezember 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin ein Edikt. Es legt fest, dass jüdische Menschen städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Dieses Edikt belegt eindeutig, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. 2021 steht Deutschland in besonderem Fokus, denn in diesem Jahr werden Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1.700 Jahren auf dem Territorium des heutigen Deutschlands leben.

1988 wurde in Herford die Ausstellung "Juden in Herford - 700 Jahre jüdische Geschichte und jüdische Kultur in Herford" gezeigt, die erste umfassende Darstellung zum Thema. Aus Anlass des Festivaljahres zeigt das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V., das in Folge der damaligen Ausstellung entstanden ist, eine um zahlreiche neue Forschungen und Aspekte ergänzte Ausstellung, die auch die Jüdischen Gemeinden Vlotho, Bünde und Enger mit in den Blick nimmt.


Rund um die Ausstellung finden zahlreiche Veranstaltungen und weitere Aktivitäten statt.


Schirmherrschaft von Ausstellung und Begleitprogramm:

Landrat Jürgen Müller, Herford
Bürgermeister Tim Kähler, Herford


Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung NRW und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.


Leihgeber und Unterstützerinnen:

Landesarchiv NRW Westfalen, Münster; Landesarchiv NRW Ostwestfalen, Detmold; Centrum Judaicum Berlin (CJ); The Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem; Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland, Heidelberg; Widukind-Museum Enger; Städtisches Museum Herford; Jüdisches Museum Westfalen in Dorsten; Netzwerk-Gruppe Bünde; Christina Whitelaw (NB); Werner Brakensiek, Enger; Norbert Sahrhage, Spenge; Günter Schölzel, Geschichte Vlotho; Jörg Militzer, Bünde; Lutz Brade, Herford


Kooperationspartnerinnen:

Jüdische Gemeinde Herford-Detmold
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V.
Evangelische Erwachsenenbildung - Kirchenkreisverband Herford-Lübbecke-Minden-Vlotho
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold
Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford
Mendel-Grundmann-Gesellschaft e.V., Vlotho
Kreisheimatverein Herford
Museen und Archive im Kreis Herford

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- Dienstag, 27. April 2021 von 19.30 bis 21.00 Uhr -


Online-Vortrag von Alexandra Föderl-Schmid und Annette Ramelsberger: Neonazis und Antisemitismus: Wie groß ist die Gefahr von rechts?


Anmeldung über www.vhs-lw.de - die Kursnummer lautet V1928AU.


Beleidigungen von und Attacken auf jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, extrem rechte Netzwerke bei der Polizei, und eine Partei im Bundestag, die in großen Teilen nicht mehr demokratisch, sondern längst selbst "rechtsextrem" ist. Die Gefahr von Rechtsaußen für Freiheit, Vielfalt und Rechtsstaat ist von großen Teilen der Gesellschaft bis hin zu führenden Politikerinnen und Politikern lange nicht ernst genug genommen, sondern verharmlost worden.

Alexandra Föderl-Schmid und Annette Ramelsberger sprechen darüber, was Deutschland, seine Justiz und vor allem seine Sicherheitsbehörden tun müssen, um rechte Extremisten konsequent zu verfolgen, auch in den eigenen Reihen.


Alexandra Föderl-Schmid ist seit Juli 2020 stellvertretende Chefredakteurin der Süddeutschen Zeitung. Annette Ramelsberger ist Ressortleiterin und Gerichtsreporterin der Süddeutschen Zeitung. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderen über ihre Beiträge zum NSU-Prozess.


Veranstalterinnen:

Volkshochschule Lippe-West in Kooperation mit den Veranstaltern VHS SüdOst im Landkreis München und VHS im Landkreis Erding sowie mit der Süddeutschen Zeitung im Rahmen von "vhs.wissen live".

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