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Aktuell 8 Termine , 13.12.2021 :

www.hiergeblieben.de: Veranstaltungskalender

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Übersicht Veranstaltungen:


Januar 2022:

06.01.2022: Ausstellung: Krankenmorde und Deportationen aus Bielefeld und Bethel in der NS-Zeit

Dezember 2021:

26.12.2021: Büren-Wewelsburg: Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"

19.12.2021: Büren-Wewelsburg: Öffentliche Themenführung: Fußball im Nationalsozialismus

12.12.2021: Herford: Ausstellung: Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford
12.12.2021: Büren-Wewelsburg: Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"

11.12.2021: Herford: Ausstellung: Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford

09.12.2021: Herford: Filmvorführung: "Wir haben es doch erlebt ... " - Das Ghetto von Riga

07.12.2021: Online Vortrag von Jim G. Tobias: Jüdische Displaced Persons 1945 bis 1949

November 2021:

27.11.2021: Herford: Ausstellung: Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford

21.11.2021: Büren-Wewelsburg: Ein Einblick in die Geschichte jüdischen Lebens im Paderborner Land
21.11.2021: Herford: Ausstellung: Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford

20.11.2021: Herford: Ausstellung: Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford
20.11.2021: Stukenbrock: Führung: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K), Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstote

17.11.2021: Enger: Vortragsabend mit Igal Avidan: Die "Jeckes" - Deutsche Juden in Israel

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- Donnerstag, 6. Januar 2022 um 18.00 Uhr -


Eröffnung der Ausstellung: Krankenmorde und Deportationen aus Bielefeld und Bethel in der NS-Zeit


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Wie sahen Lebenswelten und Lebenswege jüdischer Personen aus Bielefeld aus? Wann erfolgten Deportationen in Tötungseinrichtungen?

Wie sahen im Nationalsozialismus Lebenswege von Kindern und Erwachsenen aus, die als "behindert", "nicht bildungsfähig", "nicht arbeitsfähig" oder als krank eingestuft wurden?

In Biografien dieser Personen und Chronologien institutioneller Praxen wird sowohl der jüdischen Personen im Nationalsozialismus als auch der Opfer der Krankenmorde ("Euthanasie") gedacht.


Die Ausstellung wurde erstellt von der Forschungsgruppe Bethel im Nationalsozialismus an der Fachhochschule Bielefeld.


Veranstalterin: Volkshochschule Bielefeld: www.vhs-bielefeld.de

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- Sonntag, 26. Dezember 2021 von 15.00 bis 17.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz; Teilnahmebeitrag: 3 Euro pro Person.


Hinweise:

Für die Teilnahme wird ein offizieller 2G-Nachweis benötigt. Der Nachweis ist nur in Verbindung mit einem Ausweisdokument gültig.

Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende gelten während der Schulzeit als geimpft oder genesen. In den Ferien gilt das nicht, da wird ein aktueller Corona-Test (nicht älter als 24 Stunden) benötigt. Kinder bis zum Schuleintritt gelten als geimpft oder genesen.

Erwachsene, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, müssen ein ärztliches Attest sowie einen tagesaktuellen Schnelltest (nicht älter als 24 Stunden) vorzeigen.

Die Masken-Pflicht bleibt bestehen.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume. Sie informieren sowohl über die lokalen Ereignisse in Wewelsburg als auch über die europäischen Dimensionen der SS Aktivitäten

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Sonntag, 19. Dezember 2021 von 11.00 bis 13.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Themenführung: Fußball im Nationalsozialismus


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Hinweise:

Für die Teilnahme wird ein offizieller 2G-Nachweis benötigt. Der Nachweis ist nur in Verbindung mit einem Ausweisdokument gültig.

Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende gelten während der Schulzeit als geimpft oder genesen. Kinder bis zum Schuleintritt gelten als geimpft oder genesen.

Erwachsene, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, müssen ein ärztliches Attest sowie einen tagesaktuellen Schnelltest (nicht älter als 24 Stunden) vorzeigen.

Die Masken-Pflicht bleibt bestehen.


Fußball in Deutschland hat eine über hundert Jahre alte Tradition. Schon in den 1920er Jahren wurden die Spiele zu einem Zuschauer-Magneten. Es gab eine große Vielfalt an Vereinen und Wettbewerben. Diese Tradition wurde mit der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 zerschlagen. Viele Sportvereine wurden verboten und Mitglieder und Fans ausgeschlossen. In den "gleichgeschalteten" Vereinen sollte sich die "deutsche Volksgemeinschaft" zeigen. Fußball musste sich der Politik und Ideologie des Nationalsozialismus unterordnen. Die zwölf Jahre NS-Herrschaft haben die Kultur des Fußballs in Deutschland nachhaltig verändert.

Bei der öffentlichen Führung steht der Fußball in der Zeit des Nationalsozialismus im Mittelpunkt. Wie haben sich die Vereine in der Zeit verhalten? Was ist mit den Fußballern passiert? Und wie spiegelt sich diese Zeit noch heute in der Verbandsstruktur und einzelnen Begriffen wider?

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- Sonntag, 12. Dezember 2021 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Eva, Simon und die Anderen" - Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford


Veranstaltungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.kuratorium-herford.de
www.zellentrakt.de
www.instagram.com/gedenkstaettezellentrakthf/?hl=de
www.twitter.com/HFzellentrakt


Hinweis:

Jeweils samstags und sonntags ist die Gedenkstätte unter den jeweils aktuell geltenden Bedingungen der Corona-Schutzverordnung von 14.00 bis 16.00 Uhr für höchstens zehn Besucherinnen, Besucher gleichzeitig zugänglich. Erforderlich ist eine Anmeldung unter (05221) 189257 oder info@zellentrakt.de.


Die Ausstellung:

Die Ausstellung ist der Beitrag des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V. und der Gedenkstätte Zellentrakt zum Festival-Jahr "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland": Am 11. Dezember 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin ein Edikt. Es legt fest, dass jüdische Menschen städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Dieses Edikt belegt eindeutig, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. 2021 steht Deutschland in besonderem Fokus, denn in diesem Jahr werden Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1.700 Jahren auf dem Territorium des heutigen Deutschlands leben.

1988 wurde in Herford die Ausstellung "Juden in Herford - 700 Jahre jüdische Geschichte und jüdische Kultur in Herford" gezeigt, die erste umfassende Darstellung zum Thema. Aus Anlass des Festival-Jahres zeigt das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V., das in Folge der damaligen Ausstellung entstanden ist, eine um zahlreiche neue Forschungen und Aspekte ergänzte Ausstellung, die auch die Jüdischen Gemeinden Vlotho, Bünde und Enger mit in den Blick nimmt.

Das Design der Ausstellung nimmt sich das "Denkmal für die ermordeten Juden Europas", kurz "Holocaust-Mahnmal" in Berlin zum Vorbild. Graue Stelen versinnbildlichen den Verlust für Deutschland und den Raum Herford durch den Holocaust. In der Ausstellung stehen aber nicht die Verfolgungs- und Vernichtungs-Zeiten, sondern gerade die fragile "Normalität" und der Alltag der Juden in der Stadt Herford, in Bünde, Vlotho, Enger und Spenge im Mittelpunkt. Kulturelle und wirtschaftliche Höhen und Verluste werden dargestellt und der Beitrag der Juden zur Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft gezeigt. Der Wiederbeginn nach 1945 und die aktuelle Situation der jüdischen Gemeinschaft im Raum Herford sowie Entwicklungen des Antisemitismus in Deutschland und dem Raum Herford stehen am Ende der Ausstellung.

Die Ausstellung besteht aus zwölf chronologisch und thematisch angeordneten Stelen mit je vier Seiten. Der Rundgang in der Ausstellung ist markiert und die Stelen sind unten nummeriert. Sie sollten von rechts aus umgangen und betrachtet werden. In acht Vitrinen finden sich Exponate, die Beschriftungen dazu sind jeweils links neben / hinter den Vitrinen angebracht. Auf drei Touchscreen-Stationen können kurze Filmsequenzen zu verschiedenen Themen abgerufen werden. Im Flur außerhalb des Zellentraktes finden sich Tafeln zur historischen Juden-Feindschaft und dem aktuellen Antisemitismus.

Im Zellenflur verdeutlichen eine Installation und zahlreiche Exponate Beispiele der jüdischen Kultur: Ein gedeckter Tisch zum Shabbat-Mahl, eine Platte mit Mazzen für Pessach, das Modell der Herforder Synagoge und am Ende des Flurs das Heiligste in der Synagoge, die Thora. Der hier gezeigte, aus dem Feuer der Pogromnacht gerettete, Rest steht zugleich für den Versuch der Zerstörung der jüdischen Kultur ab 1933.


Ergänzungen zur Ausstellung:

Die Ausstellung im Zellentrakt wird ergänzt durch an 20 Orten jüdischen Lebens im Kreis Herford (Synagogen, Friedhöfen und Wohnorten) angebrachte QR-Codes mit Hörtexten zur Selbsterkundung, die auch über www.zellentrakt.de abgerufen werden können.

Auf www.youtube.com/watch?v=uD6KsDkeOfg sind erste Einblicke in die Ausstellung sowie zahlreiche Original-Dokumente und viele Exponate zur über 700-jährigen jüdischen Geschichte und Kultur im Raum Herford, die zu einem Besuch anregen sollen, zu sehen.


Schirmherrschaft der Ausstellung:

Landrat Jürgen Müller, Herford
Bürgermeister Tim Kähler, Herford


Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung NRW und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.


Leihgeber und Unterstützerinnen:

Landesarchiv NRW Westfalen, Münster; Landesarchiv NRW Ostwestfalen, Detmold; Centrum Judaicum Berlin (CJ); The Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem; Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland, Heidelberg; Widukind-Museum Enger; Städtisches Museum Herford; Jüdisches Museum Westfalen in Dorsten; Netzwerk-Gruppe Bünde; Christina Whitelaw (NB); Werner Brakensiek, Enger; Norbert Sahrhage, Spenge; Günter Schölzel, Geschichte Vlotho; Jörg Militzer, Bünde; Lutz Brade, Herford


Kooperationspartnerinnen:

Jüdische Gemeinde Herford-Detmold
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V.
Evangelische Erwachsenenbildung - Kirchenkreisverband Herford-Lübbecke-Minden-Vlotho
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold
Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford
Mendel-Grundmann-Gesellschaft e.V., Vlotho
Kreisheimatverein Herford
Museen und Archive im Kreis Herford

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- Sonntag, 12. Dezember 2021 von 15.00 bis 17.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz; Teilnahmebeitrag: 3 Euro pro Person.


Hinweise:

Für die Teilnahme wird ein offizieller 2G-Nachweis benötigt. Der Nachweis ist nur in Verbindung mit einem Ausweisdokument gültig.

Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende gelten während der Schulzeit als geimpft oder genesen. Kinder bis zum Schuleintritt gelten als geimpft oder genesen.

Erwachsene, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, müssen ein ärztliches Attest sowie einen tagesaktuellen Schnelltest (nicht älter als 24 Stunden) vorzeigen.

Die Masken-Pflicht bleibt bestehen.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume. Sie informieren sowohl über die lokalen Ereignisse in Wewelsburg als auch über die europäischen Dimensionen der SS Aktivitäten

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Samstag, 11. Dezember 2021 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Eva, Simon und die Anderen" - Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford


Veranstaltungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.kuratorium-herford.de
www.zellentrakt.de
www.instagram.com/gedenkstaettezellentrakthf/?hl=de
www.twitter.com/HFzellentrakt


Hinweis:

Jeweils samstags und sonntags ist die Gedenkstätte unter den jeweils aktuell geltenden Bedingungen der Corona-Schutzverordnung von 14.00 bis 16.00 Uhr für höchstens zehn Besucherinnen, Besucher gleichzeitig zugänglich. Erforderlich ist eine Anmeldung unter (05221) 189257 oder info@zellentrakt.de.


Die Ausstellung:

Die Ausstellung ist der Beitrag des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V. und der Gedenkstätte Zellentrakt zum Festival-Jahr "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland": Am 11. Dezember 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin ein Edikt. Es legt fest, dass jüdische Menschen städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Dieses Edikt belegt eindeutig, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. 2021 steht Deutschland in besonderem Fokus, denn in diesem Jahr werden Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1.700 Jahren auf dem Territorium des heutigen Deutschlands leben.

1988 wurde in Herford die Ausstellung "Juden in Herford - 700 Jahre jüdische Geschichte und jüdische Kultur in Herford" gezeigt, die erste umfassende Darstellung zum Thema. Aus Anlass des Festival-Jahres zeigt das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V., das in Folge der damaligen Ausstellung entstanden ist, eine um zahlreiche neue Forschungen und Aspekte ergänzte Ausstellung, die auch die Jüdischen Gemeinden Vlotho, Bünde und Enger mit in den Blick nimmt.

Das Design der Ausstellung nimmt sich das "Denkmal für die ermordeten Juden Europas", kurz "Holocaust-Mahnmal" in Berlin zum Vorbild. Graue Stelen versinnbildlichen den Verlust für Deutschland und den Raum Herford durch den Holocaust. In der Ausstellung stehen aber nicht die Verfolgungs- und Vernichtungs-Zeiten, sondern gerade die fragile "Normalität" und der Alltag der Juden in der Stadt Herford, in Bünde, Vlotho, Enger und Spenge im Mittelpunkt. Kulturelle und wirtschaftliche Höhen und Verluste werden dargestellt und der Beitrag der Juden zur Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft gezeigt. Der Wiederbeginn nach 1945 und die aktuelle Situation der jüdischen Gemeinschaft im Raum Herford sowie Entwicklungen des Antisemitismus in Deutschland und dem Raum Herford stehen am Ende der Ausstellung.

Die Ausstellung besteht aus zwölf chronologisch und thematisch angeordneten Stelen mit je vier Seiten. Der Rundgang in der Ausstellung ist markiert und die Stelen sind unten nummeriert. Sie sollten von rechts aus umgangen und betrachtet werden. In acht Vitrinen finden sich Exponate, die Beschriftungen dazu sind jeweils links neben / hinter den Vitrinen angebracht. Auf drei Touchscreen-Stationen können kurze Filmsequenzen zu verschiedenen Themen abgerufen werden. Im Flur außerhalb des Zellentraktes finden sich Tafeln zur historischen Juden-Feindschaft und dem aktuellen Antisemitismus.

Im Zellenflur verdeutlichen eine Installation und zahlreiche Exponate Beispiele der jüdischen Kultur: Ein gedeckter Tisch zum Shabbat-Mahl, eine Platte mit Mazzen für Pessach, das Modell der Herforder Synagoge und am Ende des Flurs das Heiligste in der Synagoge, die Thora. Der hier gezeigte, aus dem Feuer der Pogromnacht gerettete, Rest steht zugleich für den Versuch der Zerstörung der jüdischen Kultur ab 1933.


Ergänzungen zur Ausstellung:

Die Ausstellung im Zellentrakt wird ergänzt durch an 20 Orten jüdischen Lebens im Kreis Herford (Synagogen, Friedhöfen und Wohnorten) angebrachte QR-Codes mit Hörtexten zur Selbsterkundung, die auch über www.zellentrakt.de abgerufen werden können.

Auf www.youtube.com/watch?v=uD6KsDkeOfg sind erste Einblicke in die Ausstellung sowie zahlreiche Original-Dokumente und viele Exponate zur über 700-jährigen jüdischen Geschichte und Kultur im Raum Herford, die zu einem Besuch anregen sollen, zu sehen.


Schirmherrschaft der Ausstellung:

Landrat Jürgen Müller, Herford
Bürgermeister Tim Kähler, Herford


Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung NRW und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.


Leihgeber und Unterstützerinnen:

Landesarchiv NRW Westfalen, Münster; Landesarchiv NRW Ostwestfalen, Detmold; Centrum Judaicum Berlin (CJ); The Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem; Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland, Heidelberg; Widukind-Museum Enger; Städtisches Museum Herford; Jüdisches Museum Westfalen in Dorsten; Netzwerk-Gruppe Bünde; Christina Whitelaw (NB); Werner Brakensiek, Enger; Norbert Sahrhage, Spenge; Günter Schölzel, Geschichte Vlotho; Jörg Militzer, Bünde; Lutz Brade, Herford


Kooperationspartnerinnen:

Jüdische Gemeinde Herford-Detmold
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V.
Evangelische Erwachsenenbildung - Kirchenkreisverband Herford-Lübbecke-Minden-Vlotho
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold
Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford
Mendel-Grundmann-Gesellschaft e.V., Vlotho
Kreisheimatverein Herford
Museen und Archive im Kreis Herford

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- Donnerstag, 9. Dezember 2021 um 20.00 Uhr -


Filmvorführung: "Wir haben es doch erlebt ... " - Das Ghetto von Riga (Premiere: Münster, 14. Mai 2013, Regie: Jürgen Hobrecht, 98 Minuten)


Veranstaltungsort:

Capitol Kino
Elisabethstraße 1a
32052 Herford

www.capitol-herford.de


Hinweise:

Anmeldung erforderlich unter (0522) 189257 oder info@zellentrakt.de

Die dann gültigen Corona-Schutzregeln, zur Zeit Nachweis von 2G sind einzuhalten.


80 Jahre nach der ersten Deportation jüdischer Menschen aus Herford

Am 9. Dezember 1941 mussten sich erstmals 33 Herforder Bürgerinnen und Bürger, insbesondere Familien mit Kindern vor der Kleinen Markthalle auf dem Herforder Rathausplatz einfinden. Sie waren "zum Arbeitseinsatz Ost" vorgesehen, was aber in Wahrheit eine Deportation in das in Riga eingerichtete Ghetto bedeutete. Sie wurden auf Lastwagen zur Sammelstelle in Bielefeld, der Gaststätte "Kyffhäuser" am Kesselbrink, verbracht. Der Reichsbahnzug mit Personenwagen dritter Klasse fuhr mit ihnen und weiteren 1.000 Menschen am 13. Dezember ab und kam am 15. Dezember 1941 am Rangierbahnhof Šķirotava bei Riga ankommen. Keiner der Herforderinnen und Herforder hat die Deportation und den Aufenthalt in weiteren Lagern überlebt.

Jürgen Hobrechts Dokumentarfilm "Wir haben es doch erlebt ... " ist eine Reise in die Erinnerung. Er erzählt von der Verschleppung von circa 25.000 Jüdinnen und Juden aus dem Deutschen Reich in das lettische Riga. 20.000 werden in das so genannte "Reichsjudenghetto" gesperrt, tausende erschossen, unter ihnen 89 Waisenkinder. In "Wir haben es doch erlebt ... ", der ohne jegliche Beteiligung eines TV-Senders finanziert worden ist, sprechen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus der ganzen Welt vom Leben und Sterben im Ghetto, vom Überleben mit dem Trauma und erstmals auch über das Massaker von Rumbula.

Insbesondere die Schicksale von Jüdinnen und Juden aus Herford, welche ab dem Jahre 1941 ebenfalls nach Riga deportiert worden sind, wollen wir mit der Ausstrahlung dieses Films in Erinnerung rufen.

Nach dem Film gibt es die Möglichkeit, via Zoom mit dem Regisseur Jürgen Hobrecht zu diskutieren.


Veranstalterin: Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V.: www.zellentrakt.de

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- Dienstag, 7. Dezember 2021 um 18.30 Uhr -


Online Vortrag von Jim G. Tobias: Jüdische Displaced Persons 1945 bis 1949


Online über Zoom Cloud Meetings, Anmeldung erforderlich: lehrhaus@jg-wi.de


Nach der Niederschlagung des Nationalsozialismus strandeten in Westdeutschland, insbesondere in der US-amerikanischen Besatzungszone, rund 200.000 Jüdinnen und Juden, vornehmlich aus Polen. Sie hatten die Shoa überlebt oder flüchteten vor neuen Pogromen in Osteuropa in den von den Alliierten eingerichteten jüdischen Displaced Persons (DPs) Camps.

Das waren selbstverwaltete Lager mit eigenen Schulen, Theatern, Krankenhäusern, Sportvereinen, Parteien und Zeitungen. Doch der Aufenthalt im "Land der Täter" war nur temporär, die meisten Jüdinnen und Juden hatten ein klares Ziel vor Augen: Das Land Israel, den in Gründung befindlichen jüdischen Staat.


Über dieses fast vergessene Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte spricht der Historiker und Journalist Jim Tobias. Er ist Leiter und Mitbegründer des Nürnberger Instituts für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt seiner Forschungen steht die Geschichte der jüdischen DPs. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, TV-Beiträge und Web-Angebote, wie etwa das Portal www.after-the-shoah.org, in dem rund 300 jüdische DP Centers verzeichnet sind.

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- Samstag, 27. November 2021 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Eva, Simon und die Anderen" - Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford


Veranstaltungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.kuratorium-herford.de
www.zellentrakt.de
www.instagram.com/gedenkstaettezellentrakthf/?hl=de
www.twitter.com/HFzellentrakt


Hinweis:

Jeweils samstags und sonntags ist die Gedenkstätte unter den jeweils aktuell geltenden Bedingungen der Corona-Schutzverordnung von 14.00 bis 16.00 Uhr für höchstens zehn Besucherinnen, Besucher gleichzeitig zugänglich. Erforderlich ist eine Anmeldung unter (05221) 189257 oder info@zellentrakt.de.


Die Ausstellung:

Die Ausstellung ist der Beitrag des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V. und der Gedenkstätte Zellentrakt zum Festival-Jahr "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland": Am 11. Dezember 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin ein Edikt. Es legt fest, dass jüdische Menschen städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Dieses Edikt belegt eindeutig, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. 2021 steht Deutschland in besonderem Fokus, denn in diesem Jahr werden Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1.700 Jahren auf dem Territorium des heutigen Deutschlands leben.

1988 wurde in Herford die Ausstellung "Juden in Herford - 700 Jahre jüdische Geschichte und jüdische Kultur in Herford" gezeigt, die erste umfassende Darstellung zum Thema. Aus Anlass des Festival-Jahres zeigt das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V., das in Folge der damaligen Ausstellung entstanden ist, eine um zahlreiche neue Forschungen und Aspekte ergänzte Ausstellung, die auch die Jüdischen Gemeinden Vlotho, Bünde und Enger mit in den Blick nimmt.

Das Design der Ausstellung nimmt sich das "Denkmal für die ermordeten Juden Europas", kurz "Holocaust-Mahnmal" in Berlin zum Vorbild. Graue Stelen versinnbildlichen den Verlust für Deutschland und den Raum Herford durch den Holocaust. In der Ausstellung stehen aber nicht die Verfolgungs- und Vernichtungs-Zeiten, sondern gerade die fragile "Normalität" und der Alltag der Juden in der Stadt Herford, in Bünde, Vlotho, Enger und Spenge im Mittelpunkt. Kulturelle und wirtschaftliche Höhen und Verluste werden dargestellt und der Beitrag der Juden zur Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft gezeigt. Der Wiederbeginn nach 1945 und die aktuelle Situation der jüdischen Gemeinschaft im Raum Herford sowie Entwicklungen des Antisemitismus in Deutschland und dem Raum Herford stehen am Ende der Ausstellung.

Die Ausstellung besteht aus zwölf chronologisch und thematisch angeordneten Stelen mit je vier Seiten. Der Rundgang in der Ausstellung ist markiert und die Stelen sind unten nummeriert. Sie sollten von rechts aus umgangen und betrachtet werden. In acht Vitrinen finden sich Exponate, die Beschriftungen dazu sind jeweils links neben / hinter den Vitrinen angebracht. Auf drei Touchscreen-Stationen können kurze Filmsequenzen zu verschiedenen Themen abgerufen werden. Im Flur außerhalb des Zellentraktes finden sich Tafeln zur historischen Juden-Feindschaft und dem aktuellen Antisemitismus.

Im Zellenflur verdeutlichen eine Installation und zahlreiche Exponate Beispiele der jüdischen Kultur: Ein gedeckter Tisch zum Shabbat-Mahl, eine Platte mit Mazzen für Pessach, das Modell der Herforder Synagoge und am Ende des Flurs das Heiligste in der Synagoge, die Thora. Der hier gezeigte, aus dem Feuer der Pogromnacht gerettete, Rest steht zugleich für den Versuch der Zerstörung der jüdischen Kultur ab 1933.


Ergänzungen zur Ausstellung:

Die Ausstellung im Zellentrakt wird ergänzt durch an 20 Orten jüdischen Lebens im Kreis Herford (Synagogen, Friedhöfen und Wohnorten) angebrachte QR-Codes mit Hörtexten zur Selbsterkundung, die auch über www.zellentrakt.de abgerufen werden können.

Auf www.youtube.com/watch?v=uD6KsDkeOfg sind erste Einblicke in die Ausstellung sowie zahlreiche Original-Dokumente und viele Exponate zur über 700-jährigen jüdischen Geschichte und Kultur im Raum Herford, die zu einem Besuch anregen sollen, zu sehen.


Schirmherrschaft der Ausstellung:

Landrat Jürgen Müller, Herford
Bürgermeister Tim Kähler, Herford


Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung NRW und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.


Leihgeber und Unterstützerinnen:

Landesarchiv NRW Westfalen, Münster; Landesarchiv NRW Ostwestfalen, Detmold; Centrum Judaicum Berlin (CJ); The Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem; Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland, Heidelberg; Widukind-Museum Enger; Städtisches Museum Herford; Jüdisches Museum Westfalen in Dorsten; Netzwerk-Gruppe Bünde; Christina Whitelaw (NB); Werner Brakensiek, Enger; Norbert Sahrhage, Spenge; Günter Schölzel, Geschichte Vlotho; Jörg Militzer, Bünde; Lutz Brade, Herford


Kooperationspartnerinnen:

Jüdische Gemeinde Herford-Detmold
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V.
Evangelische Erwachsenenbildung - Kirchenkreisverband Herford-Lübbecke-Minden-Vlotho
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold
Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford
Mendel-Grundmann-Gesellschaft e.V., Vlotho
Kreisheimatverein Herford
Museen und Archive im Kreis Herford

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- Sonntag, 21. November 2021 um 11.00 Uhr -


Historisches Museum des Hochstifts Paderborn: Themenführung: Ein Einblick in die Geschichte jüdischen Lebens im Paderborner Land


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer des Historischen Museums des Hochstifts Paderborn; Teilnahmebeitrag: 3 Euro pro Person.


Hinweis: Für die Teilnahme an der Führung ist ein offizieller 3G-Nachweis notwendig. "3G" bedeutet geimpft, genesen oder getestet. Ein Test darf nicht älter als 48 Stunden sein. Der Nachweis ist nur in Verbindung mit einem Ausweisdokument (zum Beispiel Personalausweis) gültig. Schulgruppen und Kinder bis 15 Jahre gelten als getestete Personen.


Das ehemalige Hochstift Paderborn hat eine interessante und vielseitige jüdische Geschichte. Mit einem Rundgang sowohl durch das Historische Museum des Hochstifts Paderborn, als auch durch die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945 wollen wir über verschiedene Zugänge gemeinsam diese Geschichte erkunden. Ausgewählte Stationen in den beiden Dauerausstellungen sollen hierfür die Ausgangspunkte bilden. Weitere Informationen werden durch unterschiedliche Objekte und Dokumente spannend vermittelt werden.

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- Sonntag, 21. November 2021 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Eva, Simon und die Anderen" - Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford


Veranstaltungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.kuratorium-herford.de
www.zellentrakt.de
www.instagram.com/gedenkstaettezellentrakthf/?hl=de
www.twitter.com/HFzellentrakt


Hinweis:

Jeweils samstags und sonntags ist die Gedenkstätte unter den jeweils aktuell geltenden Bedingungen der Corona-Schutzverordnung von 14.00 bis 16.00 Uhr für höchstens zehn Besucherinnen, Besucher gleichzeitig zugänglich. Erforderlich ist eine Anmeldung unter (05221) 189257 oder info@zellentrakt.de.


Die Ausstellung:

Die Ausstellung ist der Beitrag des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V. und der Gedenkstätte Zellentrakt zum Festival-Jahr "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland": Am 11. Dezember 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin ein Edikt. Es legt fest, dass jüdische Menschen städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Dieses Edikt belegt eindeutig, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. 2021 steht Deutschland in besonderem Fokus, denn in diesem Jahr werden Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1.700 Jahren auf dem Territorium des heutigen Deutschlands leben.

1988 wurde in Herford die Ausstellung "Juden in Herford - 700 Jahre jüdische Geschichte und jüdische Kultur in Herford" gezeigt, die erste umfassende Darstellung zum Thema. Aus Anlass des Festival-Jahres zeigt das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V., das in Folge der damaligen Ausstellung entstanden ist, eine um zahlreiche neue Forschungen und Aspekte ergänzte Ausstellung, die auch die Jüdischen Gemeinden Vlotho, Bünde und Enger mit in den Blick nimmt.

Das Design der Ausstellung nimmt sich das "Denkmal für die ermordeten Juden Europas", kurz "Holocaust-Mahnmal" in Berlin zum Vorbild. Graue Stelen versinnbildlichen den Verlust für Deutschland und den Raum Herford durch den Holocaust. In der Ausstellung stehen aber nicht die Verfolgungs- und Vernichtungs-Zeiten, sondern gerade die fragile "Normalität" und der Alltag der Juden in der Stadt Herford, in Bünde, Vlotho, Enger und Spenge im Mittelpunkt. Kulturelle und wirtschaftliche Höhen und Verluste werden dargestellt und der Beitrag der Juden zur Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft gezeigt. Der Wiederbeginn nach 1945 und die aktuelle Situation der jüdischen Gemeinschaft im Raum Herford sowie Entwicklungen des Antisemitismus in Deutschland und dem Raum Herford stehen am Ende der Ausstellung.

Die Ausstellung besteht aus zwölf chronologisch und thematisch angeordneten Stelen mit je vier Seiten. Der Rundgang in der Ausstellung ist markiert und die Stelen sind unten nummeriert. Sie sollten von rechts aus umgangen und betrachtet werden. In acht Vitrinen finden sich Exponate, die Beschriftungen dazu sind jeweils links neben / hinter den Vitrinen angebracht. Auf drei Touchscreen-Stationen können kurze Filmsequenzen zu verschiedenen Themen abgerufen werden. Im Flur außerhalb des Zellentraktes finden sich Tafeln zur historischen Juden-Feindschaft und dem aktuellen Antisemitismus.

Im Zellenflur verdeutlichen eine Installation und zahlreiche Exponate Beispiele der jüdischen Kultur: Ein gedeckter Tisch zum Shabbat-Mahl, eine Platte mit Mazzen für Pessach, das Modell der Herforder Synagoge und am Ende des Flurs das Heiligste in der Synagoge, die Thora. Der hier gezeigte, aus dem Feuer der Pogromnacht gerettete, Rest steht zugleich für den Versuch der Zerstörung der jüdischen Kultur ab 1933.


Ergänzungen zur Ausstellung:

Die Ausstellung im Zellentrakt wird ergänzt durch an 20 Orten jüdischen Lebens im Kreis Herford (Synagogen, Friedhöfen und Wohnorten) angebrachte QR-Codes mit Hörtexten zur Selbsterkundung, die auch über www.zellentrakt.de abgerufen werden können.

Auf www.youtube.com/watch?v=uD6KsDkeOfg sind erste Einblicke in die Ausstellung sowie zahlreiche Original-Dokumente und viele Exponate zur über 700-jährigen jüdischen Geschichte und Kultur im Raum Herford, die zu einem Besuch anregen sollen, zu sehen.


Schirmherrschaft der Ausstellung:

Landrat Jürgen Müller, Herford
Bürgermeister Tim Kähler, Herford


Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung NRW und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.


Leihgeber und Unterstützerinnen:

Landesarchiv NRW Westfalen, Münster; Landesarchiv NRW Ostwestfalen, Detmold; Centrum Judaicum Berlin (CJ); The Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem; Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland, Heidelberg; Widukind-Museum Enger; Städtisches Museum Herford; Jüdisches Museum Westfalen in Dorsten; Netzwerk-Gruppe Bünde; Christina Whitelaw (NB); Werner Brakensiek, Enger; Norbert Sahrhage, Spenge; Günter Schölzel, Geschichte Vlotho; Jörg Militzer, Bünde; Lutz Brade, Herford


Kooperationspartnerinnen:

Jüdische Gemeinde Herford-Detmold
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V.
Evangelische Erwachsenenbildung - Kirchenkreisverband Herford-Lübbecke-Minden-Vlotho
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold
Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford
Mendel-Grundmann-Gesellschaft e.V., Vlotho
Kreisheimatverein Herford
Museen und Archive im Kreis Herford

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- Samstag, 20. November 2021 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Eva, Simon und die Anderen" - Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford


Veranstaltungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.kuratorium-herford.de
www.zellentrakt.de
www.instagram.com/gedenkstaettezellentrakthf/?hl=de
www.twitter.com/HFzellentrakt


Hinweis:

Jeweils samstags und sonntags ist die Gedenkstätte unter den jeweils aktuell geltenden Bedingungen der Corona-Schutzverordnung von 14.00 bis 16.00 Uhr für höchstens zehn Besucherinnen, Besucher gleichzeitig zugänglich. Erforderlich ist eine Anmeldung unter (05221) 189257 oder info@zellentrakt.de.


Die Ausstellung:

Die Ausstellung ist der Beitrag des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V. und der Gedenkstätte Zellentrakt zum Festival-Jahr "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland": Am 11. Dezember 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin ein Edikt. Es legt fest, dass jüdische Menschen städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Dieses Edikt belegt eindeutig, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. 2021 steht Deutschland in besonderem Fokus, denn in diesem Jahr werden Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1.700 Jahren auf dem Territorium des heutigen Deutschlands leben.

1988 wurde in Herford die Ausstellung "Juden in Herford - 700 Jahre jüdische Geschichte und jüdische Kultur in Herford" gezeigt, die erste umfassende Darstellung zum Thema. Aus Anlass des Festival-Jahres zeigt das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V., das in Folge der damaligen Ausstellung entstanden ist, eine um zahlreiche neue Forschungen und Aspekte ergänzte Ausstellung, die auch die Jüdischen Gemeinden Vlotho, Bünde und Enger mit in den Blick nimmt.

Das Design der Ausstellung nimmt sich das "Denkmal für die ermordeten Juden Europas", kurz "Holocaust-Mahnmal" in Berlin zum Vorbild. Graue Stelen versinnbildlichen den Verlust für Deutschland und den Raum Herford durch den Holocaust. In der Ausstellung stehen aber nicht die Verfolgungs- und Vernichtungs-Zeiten, sondern gerade die fragile "Normalität" und der Alltag der Juden in der Stadt Herford, in Bünde, Vlotho, Enger und Spenge im Mittelpunkt. Kulturelle und wirtschaftliche Höhen und Verluste werden dargestellt und der Beitrag der Juden zur Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft gezeigt. Der Wiederbeginn nach 1945 und die aktuelle Situation der jüdischen Gemeinschaft im Raum Herford sowie Entwicklungen des Antisemitismus in Deutschland und dem Raum Herford stehen am Ende der Ausstellung.

Die Ausstellung besteht aus zwölf chronologisch und thematisch angeordneten Stelen mit je vier Seiten. Der Rundgang in der Ausstellung ist markiert und die Stelen sind unten nummeriert. Sie sollten von rechts aus umgangen und betrachtet werden. In acht Vitrinen finden sich Exponate, die Beschriftungen dazu sind jeweils links neben / hinter den Vitrinen angebracht. Auf drei Touchscreen-Stationen können kurze Filmsequenzen zu verschiedenen Themen abgerufen werden. Im Flur außerhalb des Zellentraktes finden sich Tafeln zur historischen Juden-Feindschaft und dem aktuellen Antisemitismus.

Im Zellenflur verdeutlichen eine Installation und zahlreiche Exponate Beispiele der jüdischen Kultur: Ein gedeckter Tisch zum Shabbat-Mahl, eine Platte mit Mazzen für Pessach, das Modell der Herforder Synagoge und am Ende des Flurs das Heiligste in der Synagoge, die Thora. Der hier gezeigte, aus dem Feuer der Pogromnacht gerettete, Rest steht zugleich für den Versuch der Zerstörung der jüdischen Kultur ab 1933.


Ergänzungen zur Ausstellung:

Die Ausstellung im Zellentrakt wird ergänzt durch an 20 Orten jüdischen Lebens im Kreis Herford (Synagogen, Friedhöfen und Wohnorten) angebrachte QR-Codes mit Hörtexten zur Selbsterkundung, die auch über www.zellentrakt.de abgerufen werden können.

Auf www.youtube.com/watch?v=uD6KsDkeOfg sind erste Einblicke in die Ausstellung sowie zahlreiche Original-Dokumente und viele Exponate zur über 700-jährigen jüdischen Geschichte und Kultur im Raum Herford, die zu einem Besuch anregen sollen, zu sehen.


Schirmherrschaft der Ausstellung:

Landrat Jürgen Müller, Herford
Bürgermeister Tim Kähler, Herford


Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung NRW und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.


Leihgeber und Unterstützerinnen:

Landesarchiv NRW Westfalen, Münster; Landesarchiv NRW Ostwestfalen, Detmold; Centrum Judaicum Berlin (CJ); The Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem; Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland, Heidelberg; Widukind-Museum Enger; Städtisches Museum Herford; Jüdisches Museum Westfalen in Dorsten; Netzwerk-Gruppe Bünde; Christina Whitelaw (NB); Werner Brakensiek, Enger; Norbert Sahrhage, Spenge; Günter Schölzel, Geschichte Vlotho; Jörg Militzer, Bünde; Lutz Brade, Herford


Kooperationspartnerinnen:

Jüdische Gemeinde Herford-Detmold
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V.
Evangelische Erwachsenenbildung - Kirchenkreisverband Herford-Lübbecke-Minden-Vlotho
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold
Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford
Mendel-Grundmann-Gesellschaft e.V., Vlotho
Kreisheimatverein Herford
Museen und Archive im Kreis Herford

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- Samstag, 20. November 2021 um 14.45 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Sicherheits- und Hygiene-Bestimmungen:

Wir bitten Sie, sich mit Ihren Kontaktdaten verbindlich zur Führung anzumelden:

www.stalag326.de/20-11-2021-oeffentliche-fuehrung

Da sich die Gedenkstätte auf dem Gelände des Polizeiausbildungsinstituts befindet, müssen Sie einen gültigen Personalausweis mit sich führen.

Das Fotografieren auf dem Gelände und in der Gedenkstätte ist nicht erlaubt.

Sie müssen entweder geimpft oder genesen sein beziehungsweise einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 36 Stunden sein darf.

Es dürfen keine Hunde auf dem Gelände und in der Ausstellung mitgeführt werden.


Gedenkstätte:

Die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Diaserie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941 / 1942 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

Friedhof:

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräber-Reihen angelegt. Jede Massengrab-Reihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstalterin: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne: www.stalag326.de

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- Mittwoch, 17. November 2021 um 19.00 Uhr -


Vortragsabend mit Igal Avidan: Die "Jeckes" - Deutsche Juden in Israel


Veranstaltungsort:

Widukind-Gymnasium Enger
Tiefenbruchstraße 22
32130 Enger

www.wg-enger.de


Hinweise:

Die Teilnahme ist nur nach verbindlicher Anmeldung bei der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. möglich, sie gilt als angenommen, wenn Sie keine Absage erhalten:

E-Mail: kas-westfalen@kas.de
Telefon: (0231) 1087777-0
Fax: 0231-1087777-7

Der Einlass wird nur bei Nachweis der vollständigen Corona-Impfung beziehungsweise einer Genesung (2G) gewährleistet. Jugendliche bis 18 Jahre gelten (bei Vorlage ihres Schulausweises) als getestet. Kurzfristige Änderungen auf Grund aktueller Vorschriften sind vorbehalten.


Programm

19.00 Uhr: Begrüßung und Einführung

Dr. Ulrich Henselmeyer, Schulleiter Widukind-Gymnasium Enger

Dr. Andreas Schulze, Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., Leiter des Regionalbüros Westfalen

19.10 bis 20.00 Uhr: Vortrag von Igal Avidan: Die "Jeckes" - Deutsche Juden in Israel

20.00 - 21.00 Uhr: Diskussion mit dem Publikum

Moderation: Gisela Küster, Vorsitzende Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V.


Als "Jeckes" wurden die circa 60.000 deutschsprachigen Jüdinnen und Juden bezeichnet, die vor allem aus dem nationalsozialistischen Deutschland in das damalige Palästina auswanderten. Zunächst verweigerten sie sie Anpassung, galten als überkorrekt, pedantisch, diszipliniert und humorlos.

Inzwischen sind die Kinder und Enkelkinder dieser "Jeckes" stolz auf die Leistung der damals Zugewanderten beim Aufbau des Staates Israel. Trotz ihres schwierigen Starts konnten viele von ihnen wichtige Positionen in der Gesellschaft einnehmen und gestalteten aktiv die Kultur und Politik Israels.

Welche Bedeutung hat das Erbe der "Jeckes" heute für die israelische Gesellschaft? Welche Jeckes gelten im heutigen Israel als Vorbilder? Welche Bedeutung hat ihr Erbe heute für Israelis und Deutsche? Und wie wird an sie erinnert, beispielsweise im Jeckes-Museum? Herzlich laden wir zu einem spannenden Vortragsabend mit Igal Avidan nach Enger ein!


Israelischer Journalist und Buchautor

Igal Avidan wurde 1962 in Tel Aviv geboren, hat in Israel Englische Literatur und Informatik und dann in Berlin Politikwissenschaft studiert. Seit 1990 arbeitet der Nahost-Experte als freier Berichterstatter aus Berlin für israelische und deutsche Zeitungen und Hörfunksender. Avidan ist unter anderen Autor des Buches "Mod Helmy - Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete".


Der Vortrags- und Gesprächsabend ist eine Kooperationsveranstaltung des Regionalbüros Westfalen der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. mit dem Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V., der Gedenkstätte Zellentrakt Herford und dem Widukind-Gymnasium Enger.


www.kas.de/westfalen

www.facebook.com/KASwestfalen

www.kuratorium-herford.de

www.zellentrakt.de

www.instagram.com/gedenkstaettezellentrakthf/?hl=de

www.twitter.com/HFzellentrakt

www.wg-enger.de

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