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1 Veranstaltung - Nachrichten , 02.12.2019 :

Tages-Chronologie von Montag, 2. Dezember 2019

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Veranstaltungskalender:



- Montag, 2. Dezember 2019 um 20.00 Uhr -


Wach bleiben! - Keine Abschiebungen aus Lippe nach Afghanistan!


- Informationen unter: www.wachbleiben.info


Veranstaltungsort:

Versöhnungskirche
Martin-Luther-Straße 39
32756 Detmold


Regelmäßig treffen Attentate und Anschläge in Afghanistan die Zivilbevölkerung und machen dieses Land zu einem der gefährlichsten Aufenthaltsorte der Welt. Trotzdem ist ein weiterer Abschiebeflug für den 3. Dezember 2019 geplant. Umso erschütternder ist es, zu wissen, dass Menschen zu diesem Zweck inhaftiert werden, um aus dem Abschiebehaftgefängnis heraus abgeschoben zu werden. Für Nordrhein-Westfalen ist das zuletzt bei einem inhaftierten jungen Afghanen im Sommer 2019 bekannt.

Aus diesem Anlass wird zu einer Mahnwache eingeladen. Es wird eingeladen zum Friedensgebet und anschließendem Beisammensein.


Zu der Mahnwache laden neben der der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Detmold-West, die Lippische Landeskirche, der Afghanische Kulturverein Lippe e.V., die Flüchtlingshilfe Lippe e.V. und die Initiative Fluchtpunkt ein.

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Pressespiegel überregional:


Jüdische Allgemeine Online, 02.12.2019:
Italien / Universität geht nach Hitler-Tweets gegen Professor vor

Dresdner Neueste Nachrichten, 02.12.2019:
Erinnerungskultur / Neue Stolpersteine für Dresden - auch für einen Pionier der Kleinbildfotografie

die tageszeitung Online, 02.12.2019:
Innenministerkonferenz zu rechten Netzen / Der Feind in den eigenen Reihen

MiGAZIN, 02.12.2019:
Nordrhein-Westfalen / Fünf Polizisten unter "Reichsbürger"-Verdacht

Mitteldeutscher Rundfunk, 02.12.2019:
Hakenkreuze in Meerane geschmiert - Polizei sucht Zeugen

Express Online, 02.12.2019:
Eindeutiges Foto / Mann zeigt Hitlergruß vor Kölner Dom: Das ist seine Strafe

Spiegel Online, 02.12.2019:
Nach Parteitag / NPD erwägt Umbenennung

Frankfurter Allgemeine Zeitung Online, 02.12.2019:
Gießener NPD-Urteil / Ein Richter radikalisiert sich

Gießener Allgemeine Zeitung Online, 02.12.2019:
Irritierende Details zu Urteilsbegründung / Gießen: Richter sorgt mit Urteil zu NPD-Plakat für heftige Diskussionen

Frankfurter Rundschau Online, 02.12.2019:
AfD, NPD und DVU / Rechtsextreme in Deutschland: Die Hunde schlafen nicht mehr

Belltower.News, 02.12.2019:
AfD-Parteitag in Braunschweig / Der rechtsextreme Flügel baut seinen Einfluss weiter aus

Blick nach Rechts, 02.12.2019:
AfD: Konsolidierter Rechtsruck

Stern.de, 02.12.2019:
Meinung / Neuer Parteisprecher Chrupalla / Die AfD nach dem Parteitag: Das Braune scheint durch

MiGAZIN, 02.12.2019:
Braun, schweig! / Zehntausende demonstrieren gegen AfD-Parteitag

Jüdische Allgemeine Online, 02.12.2019:
Niedersachsen / "Das ist hoch antisemitisch"

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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Montag, 2. Dezember 2019


Am 1. Dezember 2019 übergab der Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln, am jüdischen Friedhof in Hameln, der Jüdischen Kultusgemeinde im Landkreis Hameln-Pyrmont eine Informationstafel.

Für den 5. Dezember 2019 ist ein weihnachtlicher Nachmittag der "Frauengruppe", der - revanchistischen - "Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen" im "Kreisverband Herford" in Herford, 14.30 Uhr beworben.

Am 2. Dezember 2019 präsentierte der völkisch-nationalistische "AfD"-"Kreisverband Minden-Lübbecke" in der Stadthalle Lübbecke einen Vortrag von Artur Abramovych (zu dem Thema "Was Juden zur AfD treibt").

Am 30. November 2019 kündigte der (völkisch-nationalistische) "AfD"-"Kreisverband Minden-Lübbecke" in Lübbecke eine Veranstaltung mit Artur Abramovych "Was Juden zur AfD treibt", am 2. Dezember 2019 an.

Am 11. Juli 2019 zeigte ein Mann (Hemd: "Abgestempelt / Weil wir deutsch fühlen / Rechtsterrorist / NAZI / Tätervolk") im Rat von Horn-Bad Meinberg (Thema: "Mitbürger aus Südmittelosteuropa") den Hitlergruß.

Am 2. Dezember 2019 fand in der Detmolder Versöhnungskirche, eine Mahnwache (Motto: "Wach bleiben! - Keine Abschiebungen aus Lippe nach Afghanistan!") gegen Abschiebungen, am 3. Dezember 2019 statt.


www.jg-hameln.org

www.geschichte-hameln.de

www.minden-luebbecke.de/Service/Integration/NRWeltoffen

www.facebook.com/MindenGegenRechts

www.mobile-beratung-owl.de

www.arbeitskreis-gegen-nazis.de

www.facebook.com/agn.hbm/

www.wachbleiben.info

www.fluechtlingshilfe-lippe.de

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Artikel-Einträge in der Datenbank:


Deister- und Weserzeitung, 02.12.2019:
Ein Friedhof ist ein "Haus des Lebens"

Westfalen-Blatt / Herforder Kreisblatt, 02.12.2019:
Preußischer Nachmittag

Mindener Tageblatt, 02.12.2019:
Vortrag über Juden in der AfD

Lippische Landes-Zeitung Online, 02.12.2019:
Hitlergruß auf Bürgerversammlung?

Lippische Landes-Zeitung, 02.12.2019:
Mahnwache in Detmold

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Deister- und Weserzeitung, 02.12.2019:

Ein Friedhof ist ein "Haus des Lebens"

Stele zur Geschichte des jüdischen Friedhofs in der Scharnhorststraße enthüllt

Von Ernst August Wolf

Hameln. "1986 war dieser Friedhof ein Stück abgeschlossener Geschichte. Es gab keine Hoffnung auf neues jüdisches Leben in der Stadt", berichtete Historiker Bernhard Gelderblom. Der Wandel kam unerwartet. Seit 1990 pflegt die Jüdische Kultusgemeinde im Auftrag des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen den ältesten jüdischen Friedhof Hamelns in der Scharnhorststraße. "Anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens hatte unser Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte der Gemeinde vor einem Jahr diese Stele versprochen", so Gelderblom.

In Anwesenheit von Vertretern beider jüdischen Gemeinden Hamelns, der Stadt und zahlreicher Bürger wurde die zwei Meter mal 75 Zentimeter große, aus widerstandsfähigem Kunststoff gefertigte Stele jetzt feierlich enthüllt. Auf einem von Mitarbeitern der Beschäftigungsgesellschaft Impuls erstellten Fundament ruhend, sind auf der im Eingangsbereich des Friedhofs platzierten Stele wichtige Inhalte der von Gelderblom intensiv erforschten Geschichte des Ortes zu lesen. Nach jüdischem Verständnis sei ein Friedhof ein "guter Ort" und ein "Haus des Lebens", so Gelderblom. "Die Erde, in die ein Jude gebettet wird, ist sein Eigentum auf ewig und darf nicht angetastet werden." "Durch seine Forschungen hat Gelderblom den Ort und seine Geschichte wieder lesbar gemacht", stellte Irina Pirogova, Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde, fest. "Wie mit den Stolpersteinen gilt es die Erinnerung mitten in unserer Stadt wachzuhalten", betonte Gelderblom. Es sei "alles andere als selbstverständlich", dass nach der Shoa wieder Juden in Deutschland heimisch wurden, so die Vizepräsidentin des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen, Marina Jalowaja. Es schmerze, dass Neonazis in unseren Städten ihre zerstörerische Ideologie verbreiten könnten. "Gerade deshalb aber ist diese Tafel wichtig, denn nur Information und Wissen können dem momentanen Trend entgegenwirken."

Bildunterschrift: Der Einweihung beiwohnende Besucher setzen sich mit der enthüllten Stele auseinander.

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Westfalen-Blatt / Herforder Kreisblatt, 02.12.2019:

Preußischer Nachmittag

Herford (HK). Einen weihnachtlichen Nachmittag verbringen die Frauen der Ost- und Westpreußen-Gruppe am kommenden Donnerstag, 5. Dezember. Beginn des adventlichen Treffens ist um 14.30 Uhr im Bürgerzentrum Haus unter den Linden. Das nächste Treffen im Bürgerzentrum HudL ist dann erst wieder im kommenden Jahr, teilen die Ost- und Westpreußen mit.

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Mindener Tageblatt, 02.12.2019:

Vortrag über Juden in der AfD

Minden / Lübbecke (mt/dh). Die AfD Minden-Lübbecke lädt am Montag, 2. Dezember, zu einem Vortrag in die Stadthalle Lübbecke, Bohlenstraße 29, ein. Dort wird mit Artur Abramovych ein Vertreter der Vereinigung "Juden in der AfD" sprechen. Er ist Mitherausgeber des Sammelbandes "Was Juden zur AfD treibt". Nach dem Vortrag der um 19 Uhr beginnt, (Einlass ab 18.30 Uhr) besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

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Lippische Landes-Zeitung Online, 02.12.2019:

Hitlergruß auf Bürgerversammlung?

02.12.2019 - 14.54 Uhr

Ermittlungen gegen Mann eingestellt

Erol Kamisli

Horn-Bad Meinberg. Der vermeintliche Hitlergruß auf einer Bürgerversammlung in Horn hat die Justiz fünf Monate beschäftigt - die Ermittlungen gegen einen Mann wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ist durch die Staatsanwaltschaft Detmold "wegen erwiesener Unschuld eingestellt worden", betont Oberstaatsanwalt Ralf Vetter.

Dem Mann war vorgeworfen worden, im Juli während der Einwohnerfragestunde der Stadt Horn-Bad Meinberg, in der es um "Probleme" mit einigen Menschen aus Bulgarien und Rumänien ging, den Hitlergruß gezeigt zu haben. Nach der Veröffentlichung eines Fotos aus der Ratssitzung in der Ausgabe der Lippischen Landes-Zeitung hätten neben zwei Bürgern auch die Stadt Strafanzeige gegen den Mann gestellt, der auf dem Bild inmitten einer Vielzahl weiterer Bürger mit erhobenem rechten Arm zu sehen gewesen sei.

"Es handelte sich eindeutig um eine Wortmeldung"

"Nach der Vernehmung mehrerer Zeugen stellte sich nunmehr heraus, dass es sich bei dem erhobenen Arm auf dem veröffentlichten Bild eindeutig um eine Wortmeldung handelte", so Vetter. So sei auch zunächst niemandem auf der Ratssitzung die angebliche Straftat, die nach Strafgesetzbuch mit Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft werden kann, aufgefallen, fügte der Oberstaatsanwalt hinzu.

Sämtliche vernommene Zeugen, darunter Verantwortliche der Stadt sowie der Fotograf, hätten vielmehr übereinstimmend erklärt, während der Ratssitzung einen "Hitlergruß" nicht beobachtet zu haben. Der Mann sei ihnen erst aufgefallen, als ihm das Mikrofon zu einem Redebeitrag übergeben worden sei. Auch dabei sei etwa eine rechtsradikale Gesinnung nicht zu Tage getreten.

Minutenlanger Vortrag ohne rechtsextremistischen Inhalt

"Stattdessen konnten sich zwei Zeugen unabhängig voneinander auch an die Wortmeldung des Beschuldigten erinnern", sagt Vetter. Ein Polizeibeamter, der an der Ratssitzung als Zuschauer teilgenommen hatte, habe ausgesagt, dass sich der Beschuldigte mit Handzeichen gemeldet habe, um das Mikrofon zu bekommen.

Als er das Mikrofon erhalten habe, habe er einen minutenlangen Vortrag gehalten, der keine ausländerfeindlichen oder rechtsorientierte Aussagen enthalten habe. Nach dem Redebeitrag sei der Arm des Beschuldigten unten geblieben. Die Beobachtung des Polizisten sei durch weitere Zeugen bestätigt worden.

"Ich fand den Aufzug und das Benehmen des Mannes bei diesem Thema etwas auffällig, aber akzeptiere die Entscheidung der Justiz natürlich", so Stefan Rother, Bürgermeister der Stadt Horn-Meinberg.

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Lippische Landes-Zeitung, 02.12.2019:

Mahnwache in Detmold

Detmold (sb). Eine Mahnwache gegen die Abschiebung von Menschen nach Afghanistan findet am heutigen Montag ab 20 Uhr in der Versöhnungskirche Detmold, Martin-Luther-Straße 39 statt. Veranstalter ist ein Trägerbündnis aus der Kirchengemeinde Detmold West, der Lippischen Landeskirche, der Flüchtlingshilfe Lippe, der Initiative Fluchtpunkt und dem Afghanischen Kulturverein in Detmold. Nach dem Friedensgebet sind die Teilnehmer zum Beisammensein eingeladen.

"Regelmäßig treffen Attentate und Anschläge in Afghanistan die Zivilbevölkerung und machen dieses Land zu einem der gefährlichsten Aufenthaltsorte der Welt. Trotzdem ist ein weiterer Abschiebeflug für kommenden Dienstag geplant", schreiben die Veranstalter in einer Pressemitteilung zur Begründung.

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