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Lippische Landes-Zeitung , 13.10.2017 :

Initiative gegen Nazis in Weimar

Lage (co). Die Lagenser "Initiative gegen Neonazis der Road Crew OWL" folgt an diesem Wochenende einer Einladung von "Filmfaktum" und dem Filmemacher Peter Ohlendorf ("Blut muss fließen"). In Weimar findet vom 13. bis 15. Oktober ein bundesweites Treffen von Initiativen und Bündnissen statt, die sich gegen Neonazismus und Rassismus und für zivilgesellschaftliches Engagement einsetzen.

Michael Sieberts, Sprecher der Initiative, die sich gegen die neonazistische Road Crew OWL im Bahnhof Ehlenbruch bis zu deren Auszug engagiert hatte, freut sich über die Einladung.

"In Weimar treffen sich viele engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich gegen den erneuten Rechtsruck entschieden wehren und sich für Demokratie einsetzen. Es wird ein Vernetzungstreffen sein, auf dem auch wir in einem Vortrag unsere Aktivitäten gegen rechte Umtriebe vorstellen werden."

Sicherlich würden die Akteure der Initiative auch Ideen und Anregungen mitnehmen, denn das Wochenende beinhalte mehrere Vorträge von verschiedensten Bündnissen. Auch ein Besuch der Gedenkstätte Buchenwald ist vorgesehen.

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Lippische Landes-Zeitung, 30.11.2015:

Initiative behält die Neonazis im Blick / Aktion: "Road Crew"-Gegner treffen sich am alten Bahnhof Ehlenbruch und verteilen 1.000 Flyer

Lage-Ehlenbruch (sc). Die vor einem Jahr gegründete Initiative gegen Neonazis im Bahnhof Ehlenbruch hat ihr Ziel erreicht: Die "Road Crew" hat sich im September dieses Jahres aus ihrem Clubhaus zurückgezogen, das Gebäude wurde von der Stadt Lage gekauft (die LZ berichtete).

Doch die Initiative, die aus Anwohnern, engagierten Bürgern sowie Vertretern von Vereinen und Organisationen aus Lage und Umgebung besteht, will weiter machen, die "Road Crew OWL" im Blick behalten und auch die Öffentlichkeit weiterhin informieren. Darum wurden am Samstag rund um Kachtenhausen 1.000 Flyer verteilt.

"Die Rechtsextremen sind zwar aus dem Bahnhofsgebäude in Ehlenbruch raus, aber sie sind deshalb ja nicht komplett von der Bildfläche verschwunden", sieht Manfred Hilbrink-Späth eine Gefahr, die noch längst nicht gebannt sei. "Viele der "Road Crew"-Mitglieder wohnen hier in unmittelbarer Nachbarschaft. Wir gehen davon aus, dass neue Räumlichkeiten in der Umgebung für Treffen, Konzerte oder sonstige Veranstaltungen gesucht und gekauft werden."

Auf dem Flyer hat die Initiative gegen Neonazis der "Road Crew OWL", wie sie sich jetzt umfirmiert hat, zusammengefasst, welche Verbindungen das Chapter pflegt und die wichtigsten Szene-Codes der rechten Szene aufgelistet. "Wir haben die Bürger bei unseren Treffen als sehr aufgeschlossen erlebt, und auch wenn viele erleichtert sind, dass der Spuk hier vor Ort vorbei ist, muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Brüder anderswo weitermachen", so ein Mitglied der Initiative, die zur Vernetzung eine Internetseite freigeschaltet hat.

Die Adresse lautet: www.initiative-gegen-rc-owl.de.

Bildunterschrift: Wollen nicht aufgeben: Manfred Hilbrink-Späth und seine Mitstreiter der Initiative gegen Neonazis der "Road Crew OWL" wollen mit einem Infoblatt die Bürger aufklären.


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