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Aktualisiert am Mittwoch, 18. Oktober 2017 - Gegenwärtig 36 Termine , 20.10.2017 :

www.hiergeblieben.de: Veranstaltungskalender

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Übersicht Veranstaltungen:


- Oktober 2017 -

19.10.2017: Bielefeld: Bürokratie und Ideologie - Die Verwaltung als Verfolgungsinstrument im NS-Alltag
19.10.2017: Minden: Vortrag von Dr. Karsten Wilke: Lifestyle, Zeichen und Codes der extremen Rechten
19.10.2017: Bielefeld: Buchpräsentation mit Dr. Irene Below: Die Kunsthistorikerin Hanna Levy-Deinhard

20.10.2017: Schötmar: Auf den Spuren jüdischen Lebens: Stadtrundgang mit Franz Meyer

21.10.2017: Bielefeld: Raus aus der Subkultur, rein in die Gesellschaft - Für neu organisiert Praxen
21.10.2017: Bielefeld: Demonstration: Keine Abschiebungen nach Afghanistan!
21.10.2017: Bünde: Mehr Licht! Lesung gegen Rassismus und für ein schönes Leben

22.10.2017: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS

23.10.2017: Bielefeld: Walk of Fem - Feministischer Universitäts- und Fachhochschule-Rundgang

24.10.2017: Bielefeld: Filmvorführung: "Mr. Gaga" (Israel, Schweden, Deutschland, Niederlande 2016)

27.10.2017: Bielefeld: Filmvorführung: "Tardi - Schwarz auf Weiß" ("Tardi en noir et blanc")

29.10.2017: Stukenbrock: Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne


- November 2017 -

03.11.2017: Detmold: Vortrag von Elad Lapidot: Aus Israel in Berlin - Grundzüge einer neuen Bewegung

04.11.2017: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins
04.11.2017: Bielefeld: Kohle gegen Kohle! - Party gegen die Tristesse der Repression

05.11.2017: Bielefeld: "Herzkeime" - Eine szenische Reise

06.11.2017: Bielefeld: Dr. Wolfgang Neumann: "Der Krieg ist in uns!" - Fundort Psychotherapie

08.11.2017: Detmold: Lesung mit Maren Westermann: "Das Massaker von Sant‘Anna di Stazzema"
08.11.2017: Wewelsburg: Gespräch mit der Holocaust-Überlebenden Rozette Kats (Amsterdam)

09.11.2017: Bielefeld: Vortrag: Anti-Genderismus, Antisemitismus und MuslimInnen-Feindlichkeit
09.11.2017: Hüllhorst: Vortrag von Norbert Ellermann: Die Konzentrationslager in Porta Westfalica
09.11.2017: Höxter: Vortrag von Thomas B. Schumann: Deutsche Künstler im Exil 1933 - 1945

11.11.2017: Bielefeld: Antifa-Weekend OWL - 1. Tag
11.11.2017: Minden: "Solange wir dichten und schreiben, geschieht uns nichts"

12.11.2017: Bielefeld: Antifa-Weekend OWL - 2. Tag
12.11.2017: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS
12.11.2017: Petershagen: "Solange wir dichten und schreiben, geschieht uns nichts"

15.11.2017: Schloß Holte-Stukenbrock: Sowjetische Kriegsgefangene im Arbeitseinsatz 1941 - 1945
15.11.2017: Minden: Ausstellung: "Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof am Ner"

16.11.2017: Bielefeld: Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof - Geschichte und Erinnerung

20.11.2017: Bielefeld: Lesung mit Niklas Frank: "Dunkle Seele, Feiges Maus"
20.11.2017: Bielefeld: 17.07.2017: Bielefeld: FLTI*Kneipe

26.11.2017: Stukenbrock: Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne
26.11.2017: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS

27.11.2017: Bielefeld: Plenum von "Bielefeld stellt sich quer - Bündnis gegen Rechts"


- Januar 2018 -

22.01.2018: Bielefeld: Lesung: Erben des Holocaust: Leben zwischen Schweigen und Erinnerung


- März 2018 -

14.03.2018: Bielefeld: Vortrag: Der evangelische Pfarrer und Christ jüdischer Herkunft Hans Ehrenberg

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- Donnerstag, 19. Oktober 2017 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Dr. Jochen Rath: Bürokratie und Ideologie - Die Verwaltung als Verfolgungsinstrument im NS-Alltag


Veranstaltungsort:

Volkshochschule Bielefeld
Historischer Saal
Ravensberger Park 1
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Der Referent: Dr. Jochen Rath, Leiter des Instituts Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld.


Eine Veranstaltung der Volkshochschule Bielefeld in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld und der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld im Rahmen der Ausstellung "Leben nach dem Überleben - Überlebende des Holocaust und ihre Familien in Israel" vom 10. Oktober bis zum 20. November 2017 in der Volkshochschule Bielefeld.

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- Donnerstag, 19. Oktober 2017 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Dr. Karsten Wilke: Lifestyle, Zeichen und Codes der extremen Rechten


Veranstaltungsort:

Freie Waldorfschule Minden
Haberbreede 37
32429 Minden

www.waldorfschule-minden.de


Wie erkenne ich frühzeitig Anzeichen einer solchen Beeinflussung?

Die rechte Szene ist vielgestaltig organisiert. Hier finden sich unter anderem Parteien, so genannte "Kameradschaften", Verlags- und Zeitschriften-Projekte, Bands oder Jugendverbände. An Hand ausgewählter Beispiele gibt die Veranstaltung zunächst einen Überblick über extrem rechte Netzwerke in der Region Ostwestfalen-Lippe.

In einem zweiten Schritt soll für die oftmals geschickten Öffentlichkeitsstrategien der extremen Rechten sensibilisiert werden. Dabei wird insbesondere die Ansprache der Szene an Jugendliche in den Blick genommen, und es wird aufgezeigt, welche Anzeichen Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Angehörige auf eine beginnende Radikalisierung hinweisen können.


Die Veranstaltung ist öffentlich und richtet sich an alle Interessierten wie Eltern, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher oder diejenigen, die einfach allgemein an diesem Thema Interesse haben.


Der Historiker Dr. Karsten Wilke ist für die "Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold" tätig und berät in ganz Ostwestfalen-Lippe Schulen, Kommunen, Vereine oder Familien im Umgang mit extrem rechten Aktivitäten.


Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verein "Minden - Für Demokratie und Vielfalt e.V."

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- Donnerstag, 19. Oktober 2017 um 20.00 Uhr -


Buchpräsentation mit der Mitherausgeberin Dr. Irene Below, Werther: "Schade, dass ich unter den Deutschen nicht leben kann ... " - Die Kunsthistorikerin Hanna Levy-Deinhard


Veranstaltungsort:

Buchhandlung Mondo
Elsa-Brändstrom-Straße 23
33602 Bielefeld

www.mondo-bielefeld.de


Die Kunsthistorikerin, Kunstsoziologin und Emigrantin Hanna Levy-Deinhard (geboren 1912 in Osnabrück, gestorben 1984 in Basel) hinterließ ein inhaltlich reiches, heute vergessenes Werk, das seiner Zeit weit voraus war. Der neue Band stellt Leben und Werk der Wissenschaftlerin vor und fragt nach dessen aktuellem Stellenwert.

Levy-Deinhard brach 1933 ihr Studium in München ab und emigrierte nach Paris, wo sie ihre Doktorarbeit über Heinrich Wölffin schrieb, und weiter nach Brasilien und in die USA. Als Mitbegründerin der brasilianischen Denkmalpflege verfasste Levy-Deinhard fundierte Artikel über koloniale Kunst und die Architektur des Barock in Brasilien. Seit ihrer 1967 in der Bundesrepublik veröffentlichten Schrift "Bedeutung und Ausdruck. Zur Soziologie der Malerei" (1967) war sie mit dem Aufbruch der Kunstgeschichte nach 1968 in Deutschland verbunden.

Mit Aufsätzen namhafter internationaler Vertreterinnen und Vertreter der Kunstgeschichte und Soziologie unterschiedlicher Generationen versteht sich Band 9 der Reihe Frauen und Exil als Korrektiv zur Wissenschaftsgeschichte, in der Kunsthistorikerinnen bis heute nur eine marginale Rolle spielen. Die Beiträge widmen sich verschiedenen Aspekten von Hanna Levy-Deinhards Wirken, der Rezeption in Frankreich, Brasilien, den USA und Deutschland und deren Aktualität heute. Nicht zuletzt möchte das Buch dazu beitragen, die Aktualität von Hanna Levy-Deinhards Position im Kontext einer postkolonialen Kunstgeschichte aufzuzeigen.

Hanna Levy-Deinhard (1912 bis 1984), Kunstsoziologin mit jüdischen Wurzeln, wurde in Osnabrück geboren. Dort war sie Teil der Kunstszene und gehörte zum Freundeskreis des Bildhauers Fritz Szalinski. Ihr Leben war bestimmt durch Vertreibung und Exil, aber auch durch Leidenschaft für die Kunst und Kunstgeschichte sowie durch beeindruckende Leistungen als Wissenschaftlerin und Pädagogin in sechs Ländern und fünf Sprachen.


Das Buch:

Frauen und Exil, herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg, Irene Below / Burcu Dogramaci (Hg.), Band 9: Kunst und Gesellschaft zwischen den Kulturen. Die Kunsthistorikerin Hanna Levy-Deinhard im Exil und ihre Aktualität heute, November 2016, 358 Seiten, ISBN 978-3-86916-491-5, Euro: 32,00.


Mit ihrem Vortrag möchte Dr. Irene Below auf der Grundlage des Buches einen Einblick geben in das Leben, Denken, Schreiben und Lehren von Hanna Levy-Deinhard, die nach dem Verlassen Deutschlands in fünf weiteren Ländern gelebt und in fünf Sprachen publiziert hat.

www.irenebelow.de

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- Freitag, 20. Oktober 2017 um 15.30 Uhr -


Auf den Spuren jüdischen Lebens: Stadtrundgang in Schötmar mit Franz Meyer


Treffpunkt:

Marktplatz Schötmar
Begastraße
32105 Bad Salzuflen


Während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft (1933 bis 1945) wurde auch in Bad Salzuflen und Schötmar die im Januar 1933 insgesamt 117 Personen zählende jüdische Minderheit durch zahlreiche Sondergesetze und Verordnungen systematisch aller Rechte beraubt und aus der Gesellschaft ausgegrenzt. Nur etwa die Hälfte der in beiden Orten ansässigen Jüdinnen und Juden konnte sich durch eine Flucht in das Ausland vor den Nationalsozialisten in Sicherheit bringen. 63 Männer, Frauen und Kinder wurden ab Herbst 1941 in die Ghettos und Konzentrationslager im Osten verschleppt, dort erschossen, vergast oder durch Zwangsarbeit in den Tod getrieben.

Auf zwei Stadtrundgängen sollen die Spuren jüdischen Lebens in Bad Salzuflen (13. Oktober 2017) und Schötmar erkundet werden. Angesteuert werden hierbei: die durch "Stolpersteine" kenntlich gemachten letzten Wohnsitze der ermordeten jüdischen Männer, Frauen und Kinder, ehemalige jüdische Geschäftshäuser, der Ort der ersten Vertreibung von Jüdinnen und Juden aus Lippe (das historische Rathaus in Salzuflen), der Ausgangspunkt der ersten Deportation (Marktplatz Schötmar), die Standorte der Synagogen, die beiden Friedhöfe sowie die Gedenkstätte in der Mauerstraße.

Die Rundgänge sollen dazu beitragen, die Erinnerung an die 63 Opfer des Holocaust aus Bad Salzuflen und Schötmar wach zu halten.


Eine Veranstaltung des Naturwissenschaftlichen und Historischer Vereins für das Land Lippe e.V.

www.nhv-lippe.de

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- Samstag, 21. Oktober 2017 von 11.30 bis 18.45 Uhr -


Raus aus der Subkultur, rein in die Gesellschaft - Für neu organisiert Praxen


- Aktuelle Informationen: www.agsoli.wordpress.com


Veranstaltungsort:

BI Bürgerwache e.V.
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld

www.bi-buergerwache.de


In Anbetracht der Tatsache, dass unsere Gesellschaft gegenwärtig durch die Zunahme rechter, rassistischer und faschistischer Mobilisierungen geprägt ist, die die Lebens- und Arbeitswirklichkeit von vielen Menschen für sich vereinnehmen (zum Beispiel Altersarmut), wird uns auch die gesellschaftliche Marginalität der Linken schmerzhaft vor Augen geführt. Durch den fehlenden Dialog miteinander und das Verharren in subkulturellen Ausrichtung sowie der expliziten Abgrenzung von der Gesellschaft können keine Antworten auf gesellschaftliche Problemlagen gefunden werden.

Anschließend an die zahlreichen veröffentlichten Strategiepapieren der letzten Monate finden wir, dass es Zeit ist sich der wachsenden Unzufriedenheit zu stellen und neue Perspektiven zu eröffnen. Beeinflusst durch die Erfahrungen und Berichte der erfolgreichen gesellschaftlichen Basisorganisierung (beispielsweis Rojava / Argentinien) möchten wir die Frage diskutiert, wie eine Praxis aussehen könnte, die eine gesellschaftliche Wirkung entfaltet und Konzepte für eine lokale Praxis zu entwickeln.

Vor diesem Hintergrund haben wir, die AG Solidarität International (AG Sol-I), die Veranstaltung "Raus aus der Subkultur, rein in die Gesellschaft - Für neu organisiert Praxen" geplant.

Wir sind Menschen, die Selbstorganisation der Gesellschaft von unten anstoßen und stärken möchten. Dabei interessieren wir uns für die Konstruktion neuer unabhängiger Praxen wie Selbstverwaltung und Basisarbeit. Wir kommen aus unterschiedlichen ideologischen und geographischen Hintergründen und sind auf der Suche nach weiteren Menschen, mit denen wir Erfahrungen austauschen, uns gemeinsam bilden und uns die Fähigkeiten aneignen können, die wir für eine gesellschaftliche Praxis benötigen

Daher möchten wir allen Interessierten einen Raum bieten, in dem wir miteinander auf Augenhöhe ins Gespräch über Herausforderungen und Grenzen aber vor allem Ziele und Umsetzungen gemeinsamer Arbeit kommen möchten.


Programm:


12.00 bis 13.30 Uhr:

Vorträge zu Selbstverwaltungsstrukturen in Rojava (Kurdistan), Argentinien, Stadtteilpolitik vom Bremer Kollektiv.


14.00 bis 16.00 Uhr:

Arbeit in Kleingruppen zur Selbstverwaltung in Europa und neue Praxen.


16.45 bis 18.15 Uhr:

Neue Praxen: Resultate zusammentragen und diskutieren.

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- Samstag, 21. Oktober 2017 um 13.00 Uhr -


Demonstration: Keine Abschiebungen nach Afghanistan!


Auftaktkundgebung:

Hauptbahnhof
Am Bahnhof 1 D
33602 Bielefeld


Nach einem vorübergehenden Stopp haben wieder Abschiebungen nach Afghanistan begonnen. Dabei ist Afghanistan nicht sicher! Der Alltag in Afghanistan ist geprägt durch Selbstmordattentate, sexualisierte Gewalt, Zwangsrekrutierungen durch die Taliban, Verfolgung konvertierter Christen und weitere Grausamkeiten.

Ablehnungen und Abschiebungen

Auch wenn die Lage in Afghanistan nicht sichererer wird, geht die Anerkennungsquote zurück. Das ist politisch gewollt und geht einher mit der Theorie von der Bundesregierung, dass es sichere Regionen geben würde.

Afghanistan ist nicht sicher

Die Lageberichte der NGOs besagen, dass es keine sicheren Gebiete gibt. Nachzulesen ist dies in den Berichten vom UNHCR, amnesty international und auch bei Pro Asyl (www.proasyl.de).

Die deutsche Botschaft in Kabul ist auf unbestimmte Zeit geschlossen, das Auswärtige Amt rät von Reisen nach Afghanistan dringend ab und Politikerinnen und Politiker tragen auf ihren Reisen schusssichere Westen!

Besondere Gefahren für Rückkehrerinnen und Rückkehrer

Rückkehrerinnen und Rückkehrer werden besonders bedroht und verfolgt, zum Beispiel wegen vermutetem Abfall vom Glauben, unislamischen Lebensweisen oder Kollaboration mit dem Feind. Kein Mensch darf dorthin abgeschoben werden!

Wir von dem Bündnis "Trugbild Sicheres Afghanistan" rufen mit der Unterstützung von verschiedenen Aktivistinnen und Aktivisten, Flüchtlingsinitiativen, Organisationen und Verbänden zu einer Demonstration auf, um gemeinsam gegen Abschiebungen nach Afghanistan zu demonstrieren.

Abschiebungen nach Afghanistan sind für uns ein Sinnbild einer menschenverachtenden Politik gegen Flüchtlinge, die nicht hingenommen werden kann. Wir fordern Bleiberecht, Unterstützung und Perspektiven für Geflüchtete!

Frieden und gleiche Rechte für alle Menschen - weltweit!
Afghanistan hat keine sicheren Gebiete!
Stoppt alle Abschiebungen nach Afghanistan und anderswo


Veranstalterin: Bündnis "Trugbild sicheres Afghanistan".

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- Samstag, 21. Oktober 2017 um 19.30 Uhr -


Mehr Licht! Lesung gegen Rassismus und für ein schönes Leben


Veranstaltungsort:

Villa Kunterbunt
Kaiser-Wilhelmstraße 2
32257 Bünde


Der Eintritt ist frei - eine Spende für die Arbeit des Jugendzentrums ist erwünscht.


Unter dem Titel "Mehr Licht!" veranstalten der "Verein International" sowie die "Initiative 9. November" eine Lesung gegen Rassismus mit der Herforder AutorInnen-Gruppe in der Villa Kunterbunt in Bünde. Die Lesung ist Auftakt zur Veranstaltungsreihe "Erinnern heißt Partei ergreifen" anlässlich des 9. November 1938, an dem der nationalsozialistische Terror gegen jüdische MitbürgerInnen einen vorläufigen Höhepunkt fand.

Nicht nur gegen Rassismus, sondern ebenso für ein schönes Leben lesen sechs namhafte AutorInnen aus dem Herforder Kreis, die sich Anfang 2017 zur Herforder AutorInnen-Gruppe zusammengeschlossen haben.

Mit dabei ist der langjährig in Enger lebende und mit dem Bürgermedienpreis NRW ausgezeichnete Autor Michael Helm. Er liest aus dem Buch "Wir freuen uns und wir weinen" zum Wiederaufbau der Herforder Synagoge. Michael Helm ist in der Region bekannt durch viele Literaturabende und Lesungen zu verschiedenen klassischen Autoren.

Ebenfalls dabei ist Ralf Burnicki, Lehrkraft für Philosophie an einem Bünder Gymnasium und für seine bildhafte und zugleich gesellschaftskritische Prosadichtung von der Gesellschaft für neue Literatur (NGL Berlin) als "Erbe Orwells" ausgelobt. Ralf Burnicki liest neue Gedichte, die sich unter anderem gegen das Vergessen der deutschen Geschichte richten.

Die Autorin Petra Czernitzki, die lange Zeit in Spenge lebte, setzt in ihrer Lyrik oft auf das beschwingte Wortspiel. Zu den Veröffentlichungen der Autorin zählt der viel beachtete Roman "Dating ist kein Zuckerschlecken", verfasst vom Schreibkollektiv "Fairy Gold" (Droemer Knaur 2015).

Wie Petra Czernitzki ist auch der Autor Artur Rosenstern in mehreren Genres zu Hause, auch er schreibt Lyrik und Prosa, auch er hat einen Roman veröffentlicht, aus dem er lesen wird. In "Planet Germania" schildert er die Erlebnisse des aus Kasachstan eingewanderten Andrej, der alles daran setzt, hier "etwas zu werden". Zusammen mit seinem Freund Murat erlebt er die Freuden und Leiden der Integration. In Rosensterns Roman geht es um das Fremdsein als Chance für neue Perspektiven.

Ebenso liest die Jungautorin Christine Zeides aus Bünde. Sie studiert derzeit in Berlin und gilt als Multitalent in Sachen Wortkunst, Fotografie und Malerei. Sie ist Preisträgerin beim Berliner Literaturwettbewerb des "Literaturpodiums", und ihre poetische Performance ist stets ein eindrückliches Ereignis. An diesem Abend widmet sie sich dem Thema Angst und Sicherheitsverlangen.

Ebenfalls aus Bünde kommt der Autor Nicolas Bröggelwirth, der in seinen Kurzgeschichten das Leben augenzwinkernd aufs Korn nimmt. Bröggelwirth arbeitet als Journalist und wurde mit dem Hörfunkpreis "Bobby" der Landesanstalt für Rundfunk und der Deutschen Hörfunkakademie ausgezeichnet. Die Zuhörerschaft erwartet mithin ein kreatives und vielseitiges Literaturereignis, das zum Nachdenken anregt, aber auch unterhaltsam ist, denn es geht der Literatur ja stets darum, das Leben ein wenig zu feiern.

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- Sonntag, 22. Oktober 2017 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Montag, 23. Oktober 2017 von 15.00 bis 17.00 Uhr -


Walk of Fem - Feministischer Universitäts- und Fachhochschule-Rundgang


Treffpunkt:

Vor Bäckerei Farina
Haupthalle
Universität Bielefeld
Universitätsstraße 25
33615 Bielefeld

www.uni-bielefeld.de


In unserem Rundgang wollen wir euch die Universität und die Fachhochschule aus der Perspektive feministischer Inhalte, Kämpfe und Entwicklungen zeigen. Dabei steuern wir Orte und Räume an, in denen Menschen aktiv sind mit feministischen, antisexistischen und gleichstellungspolitischen Inhalten und Anliegen beschäftigen, wie zum Beispiel das Feministische Referat (FemRef*), das Café Anaconda oder die Gender Studies.

Wichtig: Zu unserem Rundgang sind alle Menschen eingeladen. Wir besuchen auch Orte, die nicht für alle Geschlechter geöffnet sind. An diesen Orten gelten die jeweiligen Reglungen der Orte / Gruppen.

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- Dienstag, 24. Oktober 2017 um 19.00 Uhr -


Filmvorführung: "Mr. Gaga" (Israel, Schweden, Deutschland, Niederlande 2016; Regie: Tomer Heymann, 103 Minuten)


Veranstaltungsort:

Lichtwerk Filmtheater
Ravensberger Park 7
33607 Bielefeld

www.lichtwerkkino.de


Ohad Naharin, aufgewachsen in Israel, gilt als einer der besten gegenwärtigen Choreographen. "Mr. Gaga" wird in renommierte Häuser wie die Staatsoper Berlin eingeladen, er erfand eine komplett neue Bewegungssprache, die den Modern Dance revolutionierte: "Gaga". In diesem Tanzstil geht es um die Interaktion zwischen den Beteiligten, um das gemeinsame Erarbeiten eines freien Bewegungsraumes. Naharin will Leidenschaft, herausbrechende Kraft, das Extreme und die Lust des Moments zeigen.

Regisseur Tomer Heymann möchte mit seinem Dokumentarfilm deutlich machen, dass hinter den Auftritten des von Naharin geleiteten Ensembles Batsheva Dance Company sehr harte Arbeit steckt. Außerdem zeichnet er nach, wie Naharin zu dem wurde, der er ist, und nutzt dazu bisher unveröffentlichte Probenaufnahmen und Archivmaterial.


Eine Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld im Rahmen der 7. Bielefelder Tage des israelischen Films vom 26. September bis 24. Oktober 2017.

www.dig-bielefeld.de

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- Freitag, 27. Oktober 2017 um 20.00 Uhr -


Filmvorführung: "Tardi - Schwarz auf Weiß" ("Tardi en noir et blanc", Frankreich 2006, 50 Minuten, Originalfassung mit Untertiteln, Regie: Pierre-André Sauvageot)


Veranstaltungsort:

Gewerkschaftsbüro der FAU
Metzer Straße 20
33607 Bielefeld

www.fau.org/ortsgruppen/bielefeld/


Er ist einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Comic-Kunst: Jacques Tardi. Der Regisseur Pierre-André Sauvageot hat ihm zwei Jahre lang über die Schulter geschaut. Tardi arbeitete in dieser Zeit an dem Band "Killer stellen sich nicht vor" ("Le petit bleu de la côte Ouest" / 2005) nach dem Roman von Jean-Patrick Manchette und an "Das Geheimnis des Würgers" ("Le secret de l’étrangleur" / 2006), eine Pierre Siniac-Adaptation.

Auch unabhängig von den konkreten Werken portraitiert der Film "Tardi" in den Wegen seiner Recherchen, seiner Art zu arbeiten. Ein thematischer Schwerpunkt des Films sind überdies die Aufzeichnungen des Vaters zu Krieg und Kriegsgefangenschaft. Tardi ist noch in den Anfängen ihrer künstlerischen Umsetzung, erläutert das geplante Erzählverfahren und spricht darüber, wie sehr ihn das Vorhaben herausfordert und was ihn gleichzeitig schon Jahre zögern lässt. Zur Sprache kommen auch die Erlebnisse des Großvaters aus dem Ersten Weltkrieg und ihr Nachhall im Band "Grabenkrieg".


Veranstaltung des Anarchistischen Forums OWL in Kooperation mit "Sabcat Media" (Berlin) im Rahmen des "Schwarzen Freitags" in Kooperation mit der FAU Bielefeld.

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- Sonntag, 29. Oktober 2017 von 15.00 bis 17.00 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt um 14.45 Uhr:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Dia-Serie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941/42 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräberreihen angelegt. Jede Massengrabreihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstaltung des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne e.V.: www.stalag326.de

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- Freitag, 3. November 2017 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Prof. Elad Lapidot: Aus Israel in Berlin - Grundzüge einer neuen Bewegung


Veranstaltungsort:

Haus Münsterberg
Hornsche Straße 38
32756 Detmold


Prof. Elad Lapidot wird das überraschende Phänomen, dass zur Zeit so viele junge Menschen aus Israel ganz bewusst nach Berlin ziehen, näher beleuchten. Durch seine Wurzeln in Israel und Deutschland und seine Arbeit im "Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg" (ZJS) hat er sehr viel Kontakt zu jungen Menschen und sich mit dem Zuzug junger Israelis in besonderer Weise auseinandergesetzt.


Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.:

www.gfcjz-lippe.de

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- Samstag, 4. November 2017 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

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- Samstag, 4. November 2017 um 22.00 Uhr -


Kohle gegen Kohle! - Party gegen die Tristesse der Repression


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Digger, tanz! Party gegen die Tristesse der Repression

Mondlandschaft, riesige Krater und Jeeps mit Securitys - nein, das ist nicht der neue Mad Max-Film, sondern Realität im rheinischen Braunkohlerevier. Jedes Jahr stellen sich dem Klima-AktivistInnen entgegen, deshalb feiern wir eine Party und verwandeln das AJZ in unsere eigene Mondlandschaft, mit Strobo, shiny floor und Geröll oder so ähnlich.

Wir feiern die Party zur Unterstützung der von Repression betroffenen AktivistInnen, die sich in den letzten Jahren im Rahmen von "Ende Gelände" - www.ende-gelaende.org/de - an den Protesten gegen den Braunkohleabbau im Rheinland beteiligt haben. RWE fordert seitdem Unterlassungserklärungen ein und versucht mit Zivilklagen den Protest zu unterbinden. Dies kann Gerichtskosten für die Betroffenen von bis zu 10.000 Euro bedeuten.

Digger, tanz für ein Klima der Gerechtigkeit!

System change not climate change!


Organisiert von der Interventionistischen Linke Bielefeld: www.facebook.com/iLBielefeld/

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- Sonntag, 5. November 2017 um 18.00 Uhr -


"Herzkeime" - Eine szenische Reise durch die Welten der beiden deutsch-jüdischen Dichterinnen Nelly Sachs und Selma Meerbaum-Eisinger


Veranstaltungsort:

Lydia-Kirchengemeinde
Johanniskirche
Johanniskirchplatz
33615 Bielefeld

www.lydia-bielefeld.de


"Herzkeime" ist eine Art imaginäre Begegnung der beiden jüdischen Lyrikerinnen Nelly Sachs und Selma Meerbaum-Eisinger. Die 1924 in Czernowitz geborene und mit 18 Jahren im Lager Michailowka gestorbene Selma Meerbaum-Eisinger und die 30 Jahre ältere spätere Nobelpreisträgerin Nelly Sachs kommunizieren über ihre Texte. In beider Leben gab es früh eine tragisch unerfüllte, in höchstem Maße prägende Liebe. Beide eint der historische Hintergrund : Nationalsozialismus, Ausgrenzung, Verfolgung, Angst.


In die wunden Seelen beider Frauen legen die Schauspielerin Martina Roth und der Gitarrist Johannes Conen behutsame Fährten, bringen dabei ihre melancholische Poesie zum Blühen. Der Blick der Zuschauenden geht durch ein Souterrainfenster hinaus auf die Straße. Diese verändert sich, wird zum träge dahinfließenden Fluss, zur weiten Steppe, zur klirrend kalten Winterlandschaft. Die Zuschauenden werden gefangen genommen von der Magie dieses steten, auf die Texte fein abgestimmten Wandels.


Veranstalterinnen: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld in Kooperation mit der Lydia-Kirchengemeinde und der Erwachsenenbildung im Evangelischen Kirchenkreis Bielefeld.

www.gcjz-bielefeld.de

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- Montag, 6. November 2017 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Dr. Wolfgang Neumann: "Der Krieg ist in uns!" - Fundort Psychotherapie


Veranstaltungsort:

Volkshochschule Bielefeld
Historischer Saal
Ravensberger Park 1
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Eine Veranstaltung der Volkshochschule Bielefeld in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld und der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld im Rahmen der Ausstellung "Leben nach dem Überleben - Überlebende des Holocaust und ihre Familien in Israel" vom 10. Oktober bis zum 20. November 2017 in der Volkshochschule Bielefeld.

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- Mittwoch, 8. November 2017 um 19.00 Uhr -


Buchvorstellung mit der Mitherausgeberin Maren Westermann: "Das Massaker von Sant‘Anna di Stazzema" mit den Erinnerungen von Enio Mancini


Veranstaltungsort:

Volkshochschule
Krumme Straße 20
32756 Detmold

www.vhs-detmold-lemgo.de


Erinnerungen von Enio Mancini, Zeitzeuge, Leiter des Widerstandsmuseums in Sant’Anna bis 2006

12. August 1944 - der Tag des Massakers im toskanischen Sant`Anna di Stazzema. In deutscher Sprache sind die Erinnerungen von Enio Mancini erschienen, in denen er das Leben in dem kleinen Dorf während des Krieges, die Aufnahme der vielen Flüchtlingsfamilien und schließlich die Ereignisse des 12. August 1944 beschreibt. Mancini überlebte als Sechsjähriger mit seiner Familie das Massaker, weil ein deutscher Soldat in die Luft geschossen hatte. Mancini war einer der Ersten, die sich ausdrücklich für Versöhnung einsetzten.


Das Buch:

"Das Massaker von Sant’Anna di Stazzema - Mit den Erinnerungen von Enio Mancini", Laika Verlag August 2014, 144 Seiten, ISBN: 978-3-944233-27-7, Euro 19,00.


Maren und Horst Westermann riefen in 2002 die Initiative "Eine Orgel für Sant`Anna ins Leben, mit dem Ziel, eine neue Orgel als Zeichen der Versöhnung zu stiften. Seit 2007 organisiert der Verein "Freunde der Friedensorgel" jeden Sommer vor Ort Festivals für Orgelmusik.


Eine Veranstaltung der Deutsch-Italienische Gesellschaft Lippe-Detmold e.V.

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- Mittwoch, 8. November 2017 um 19.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Gespräch mit der Holocaust-Überlebenden Rozette Kats (Amsterdam): "Untergetaucht, um zu überleben"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
Burgsaal
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Die Niederländerin Rozette Kats, Jahrgang 1942, erfährt am Vorabend ihres sechsten Geburtstages, dass sie das Kind jüdischer Eltern, die den Holocaust nicht überlebt haben, ist. Ihr Onkel, der einzige weitere Überlebende der Familie, vermag nicht, über die ermordeten Verwandten zu sprechen. Ihren Rettern und Pflegeeltern spielt Rozette das fröhliche Kind vor, doch es plagen sie Ängste und mit zunehmendem Alter auch Fragen über das Leben und Sterben ihrer Eltern. Erst Mitte der 1980er Jahre bekommt sie von ihrem Onkel, der schwer erkrankt ist, das Hochzeitsbild ihrer Eltern.

Später findet sie heraus, dass circa drei Monate vor der Deportation der Eltern von Westerbork nach Auschwitz-Birkenau ihr Bruder geboren wurde. Es ist ein langer und schmerzlicher Prozess für Rozette Kats, mit dem Schatten der Vergangenheit leben zu lernen, der ihr vor allem durch ein vielfältiges Engagement in der Erinnerungsarbeit auf beeindruckende Weise gelungen ist.

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- Donnerstag, 9. November 2017 um 18.00 Uhr -


Vortrag von Sebastian Winter: Anti-Genderismus, Antisemitismus und MuslimInnen-Feindlichkeit


Veranstaltungsort:

Universität Bielefeld
Universitätsstraße 25
Hörsaal 10
33615 Bielefeld

www.uni-bielefeld.de


Sozialpsychologische Überlegungen zum ideologischen Syndrom der extremen Rechten

Der Kampf gegen den "Genderismus" vereint die extreme Rechte von AfD bis NPD und findet Anklang bis hin zu Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Spiegel. Bereits die "Konservative Revolution" der 1920er Jahre propagierte den Kampf gegen als "verjudet" interpretierte Transformationsprozesse der Geschlechterordnung.

Im Nationalsozialismus wurde dann unter dem Vorzeichen der Volksgemeinschaft eine "neue Synthese" der Geschlechter verhießen, die frei sei von den zersetzenden Einflüssen der Frauenemanzipation, aber auch von "Lüsternheit" und allem Künstlichem.

Heute richtet sich die Stoßrichtung gegen staatliche Gleichstellungspolitik, liberalen Sexualkundeunterricht, feministische Kritik und jede Denaturalisierung des Geschlechtlichen. Verschwörungstheoretisch wird eine "Gender-Lobby" als dahinter treibende dunkle Kraft vermutet, welche die Deutschen umerziehen will - und wieder finden sich (strukturell) antisemitische Assoziationen. Scheinbar paradox wird gleichzeitig oftmals die Ablehnung von "Frauenunterdrückung" und Juden-Feindschaft demonstrativ betont. Man stehe hier als gute Deutsche oder guter Deutscher ganz im Gegensatz zu "den Moslems" und "NAFRIs". Die MuslimInnen-Feindlichkeit dient als Ausweis der Anti-Nazi-Gesinnung.


Eine Veranstaltung des Feministischen Referats (FemRef*) und der Antifa-AG an der Universität Bielefeld.

www.femref.blogsport.de
www.facebook.com/Antifa-AG-an-der-Uni-Bielefeld-289631527842463/

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- Donnerstag, 9. November 2017 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Norbert Ellermann: Rüstungsproduktion unter Tage gegen Ende des Zweiten Weltkrieges - Die Konzentrationslager in Porta Westfalica


Veranstaltungsort:

Heimatmuseum Hüllhorst
Schnathorster Straße 3
32609 Hüllhorst


1944/45 wurden in Porta Westfalica mehrere Konzentrationslager als Außenkommandos des Konzentrationslagers Neuengamme bei Hamburg errichtet. Die dort befindlichen männlichen und weiblichen Häftlinge erweiterten auf Befehl der SS unter menschenfeindlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen bereits vorhandene Bergbaustollen, damit dort geschützt vor alliierten Luftangriffen die bereits schwer getroffene deutsche Kriegsindustrie ihre Rüstungsproduktion fortsetzen sollte.

Der mit Plänen, Zeichnungen, historischen und aktuellen Fotos sowie Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen versehene Vortrag zeigt die so genannte Unterverlagerung der deutschen Kriegsindustrie und das KZ-Lagersystem am Beispiel von Porta Westfalica auf. Hierbei werden Täter und Opfer aber auch die benachbarte Zivilbevölkerung sowie die spätere Aufarbeitung der Geschichte einschließlich der aktuellen Erinnerungsarbeit vorgestellt.


Norbert Ellermann ist Historiker und Mitarbeiter des Kreismuseums Wewelsburg.


Eine Veranstaltung der Volkshochschule Lübbecker Land.

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- Donnerstag, 9. November 2017 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Thomas B. Schumann: Deutsche Künstler im Exil 1933 - 1945


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


"Man emigriert eben auf Lebenszeit." (Georg Stefan Troller)

Der Autor, Verleger und Sammler Thomas B. Schumann berichtet an Hand seiner Publikation "Deutsche Künstler im Exil 1933 - 1945" von der Kulturvernichtung der Nationalsozialisten und gibt Einblick in die Entstehung und inhaltliche Ausrichtung seiner Exil-Sammlung.


Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung Deutsche Künstler im Exil - Werke aus der "Sammlung Memoria" von Thomas B. Schumann vom 8. Oktober bis 30. November 2017 im Forum Jacob Pins.

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- Samstag, 11. November 2017 -


Antifa-Weekend OWL - 1. Tag


- Aktuelle Informationen in Kürze:

www.antifaweekendowl.wordpress.com

www.facebook.com/antifaweekendowl/



Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Über uns:

Wir sind eine Gruppe von Menschen, die bis 2015 das "Antifa-Workcamp" am ehemaligen Kriegsgefangenenlager Stalag 326 in Stukenbrock organsierte. Seit 2016 veranstalten wir nun zweimal im Jahr, im Mai und November, das "Antifa-Weekend OWL" im AJZ Bielefeld. Dort bieten wir neben Workshops und Vorträgen zu antifaschistischer Theorie und Praxis einen Raum zur Vernetzung und Diskussion.

Wir verstehen das Wochenende als Mitmach-Veranstaltung, die durch das Engagement aller Beteiligten geprägt wird. So freuen wir uns neben tatkräftiger Unterstützung in der Umsetzung des Wochenendes vor allem über inhaltliche Beiträge, beispielsweise in Form von eigenen Workshops, denn das Antifa-Weekend soll den Wünschen und Bedürfnissen aller Beteiligten entsprechend zur Weiterentwicklung der antifaschistischen Bewegung beitragen.

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- Samstag, 11. November 2017 um 16.00 Uhr -


"Solange wir dichten und schreiben, geschieht uns nichts": Der Briefwechsel von Manuel Goldschmidt und Claus Victor Bock (1945 bis 1951) - Die Freundschaft zweier Exilanten


Veranstaltungsort:

Bildungszentrum Mer Ketne
Königstraße 3
32423 Minden

www.sintiroma-minden.de


Veranstalterin: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden ( Westfalen) e.V.

www.gcjz-minden.de

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- Sonntag, 12. November 2017 -


Antifa-Weekend OWL - 2. Tag


- Aktuelle Informationen in Kürze:

www.antifaweekendowl.wordpress.com

www.facebook.com/antifaweekendowl/



Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Über uns:

Wir sind eine Gruppe von Menschen, die bis 2015 das "Antifa-Workcamp" am ehemaligen Kriegsgefangenenlager Stalag 326 in Stukenbrock organsierte. Seit 2016 veranstalten wir nun zweimal im Jahr, im Mai und November, das "Antifa-Weekend OWL" im AJZ Bielefeld. Dort bieten wir neben Workshops und Vorträgen zu antifaschistischer Theorie und Praxis einen Raum zur Vernetzung und Diskussion.

Wir verstehen das Wochenende als Mitmach-Veranstaltung, die durch das Engagement aller Beteiligten geprägt wird. So freuen wir uns neben tatkräftiger Unterstützung in der Umsetzung des Wochenendes vor allem über inhaltliche Beiträge, beispielsweise in Form von eigenen Workshops, denn das Antifa-Weekend soll den Wünschen und Bedürfnissen aller Beteiligten entsprechend zur Weiterentwicklung der antifaschistischen Bewegung beitragen.

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- Sonntag, 12. November 2017 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Sonntag, 12. November 2017 um 16.00 Uhr -


"Solange wir dichten und schreiben, geschieht uns nichts": Der Briefwechsel von Manuel Goldschmidt und Claus Victor Bock (1945 bis 1951) - Die Freundschaft zweier Exilanten


Veranstaltungsort:

Alte Synagoge Petershagen
Goebenstraße 5
32469 Petershagen

www.synagoge-petershagen.de


Veranstalterin: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden ( Westfalen) e.V.

www.gcjz-minden.de

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- Mittwoch, 15. November 2017 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Jan Tiemann: Sowjetische Kriegsgefangene im Arbeitseinsatz in Ostwestfalen-Lippe 1941 - 1945

- Fallbeispiele aus dem Stalag 326 (VI K) Senne


Veranstaltungsort:

Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne
Lippstädter Weg 26
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Ein "Arbeitskommando"? Was ist das? Wer hat wo wann gearbeitet und warum? An Hand des "Arbeitskommandos Himmighausen" und weiteren Beispielen aus OWL wird Jan Tiemann dies in seinem Vortrag beantworten und seltene, konkrete Einblicke in "Arbeitskommandos" geben. Der regionale Arbeitseinsatz von Kriegsgefangenen zieht teilweise bis heute noch seine Nachwirkungen in der Städtelandschaft und städtischen Erinnerung mit sich.


Jan Tiemann forschte im Rahmen seiner Bachelorarbeit an der Universität Bielefeld zum Arbeitseinsatz von sowjetischen Kriegsgefangenen des Stalags 326 (VI K) Senne.


Veranstaltung des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne e.V.: www.stalag326.de

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- Mittwoch, 15. November 2017 um 19.30 Uhr -


Ausstellung: "Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof am Ner - Geschichte und Erinnerung"


- Vortrag von Prof. Dr. Peter Kuhn zur Eröffnung der Ausstellung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas


Veranstaltungsort:

Offene Kirche St. Simeonis
Simeonskirchhof / Weingarten
32423 Minden

www.offene-kirche-st-simeonis.de


- Dauer der Ausstellung: 15. November bis 8. Dezember 2017.


Am 8. Dezember 1941 wurden in dem kleinen Ort Kulmhof am Ner (Chełmno nad Nerem) einige hundert Jüdinnen und Juden mit Motorabgasen ermordet, mit der Technik also, die zuvor bei den Euthanasie-Morden in Deutschland angewendet worden war. Kulmhof lag im "Warthegau", dem vom Deutschen Reich annektierten Teil Polens, etwa siebzig Kilometer nordwestlich von Lodz, damals Litzmannstadt.

Die Inbetriebnahme dieser Vernichtungsstätte durch das SS-Sonderkommando Lange ist der Beginn der nationalsozialistischen Massentötung an den europäischen Jüdinnen und Juden durch Giftgas. Im Vernichtungslager Kulmhof wurden bis 1944 mehr als 150.000 jüdische Menschen getötet, die zum Großteil aus dem Ghetto Litzmannstadt kamen. Aus diesem Ghetto kamen auch einige Tausend Menschen, die den Sinti und Roma angehörten.

Die Kulmhof-Prozesse (1962/63 und 1965) fanden fast zeitgleich mit den Frankfurter Auschwitz-Prozessen statt, wurden aber nicht im gleichen Maße in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Die Sonderausstellung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas trägt deshalb auch den Titel: "Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof am Ner - Geschichte und Erinnerung".

Peter Kuhn studierte in den 1960er Jahren in Bonn und erlebte im dortigen Landgericht als Begleiter seines Lehrers Ch. Horowitz die Verhandlungen des Kulmhof-Prozesses in seiner ersten Phase. Prof. Horowitz war als Dolmetscher für Polnisch und Jiddisch zum Prozess gebeten worden.

Prof. Dr. Kuhn berichtet zur Ausstellungseröffnung über die Geschichte des Vernichtungslagers Kulmhof und insbesondere über seine persönlichen Erinnerungen an den Kulmhof-Prozess in Bonn. Er wird seine Eindrücke vom politischen Klima der damaligen Zeit schildern, in dem es erst zwanzig Jahre nach den Verbrechen dazu kam, dass die Täter in Deutschland zur Rechenschaft gezogen wurden.


Prof. Dr. Peter Kuhn studierte Theologie, Philosophie, Semitistik und Judaistik. Von 1991 bis 2013 war er Professor für Judaistik an der Hochschule der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern.


Veranstalterinnen: Katholisches Bildungswerk Minden in Kooperation mit: Evangelische Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Minden, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden ( Westfalen) e.V., Verein Deutscher Sinti e.V. Minden, Volkshochschule Minden, Minden - Für Demokratie und Vielfalt e.V. mit Unterstützung durch das Bundesprogramm "Demokratie leben".

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- Donnerstag, 16. November 2017 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Prof. Dr. Peter Kuhn, München: Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof - Geschichte und Erinnerung


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Historischer Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Am 8. Dezember 1941 wurden in dem kleinen Ort Kulmhof am Ner (Chełmno nad Nerem) einige hundert Jüdinnen und Juden mit Motorabgasen ermordet, mit der Technik also, die zuvor bei den Euthanasie-Morden in Deutschland angewendet worden war. Kulmhof lag im "Warthegau", dem vom Deutschen Reich annektierten Teil Polens, etwa siebzig Kilometer nordwestlich von Lodz, damals Litzmannstadt.

Die Inbetriebnahme dieser Vernichtungsstätte durch das SS-Sonderkommando Lange ist der Beginn der nationalsozialistischen Massentötung an den europäischen Jüdinnen und Juden durch Giftgas. Im Vernichtungslager Kulmhof wurden bis 1944 mehr als 150.000 jüdische Menschen getötet, die zum Großteil aus dem Ghetto Litzmannstadt kamen. Aus diesem Ghetto kamen auch einige Tausend Menschen, die den Sinti und Roma angehörten.

Die Kulmhof-Prozesse (1962/63 und 1965) fanden fast zeitgleich mit den Frankfurter Auschwitz-Prozessen statt, wurden aber nicht im gleichen Maße in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Die Sonderausstellung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas trägt deshalb auch den Titel: "Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof am Ner - Geschichte und Erinnerung".

Peter Kuhn studierte in den 1960er Jahren in Bonn und erlebte im dortigen Landgericht als Begleiter seines Lehrers Ch. Horowitz die Verhandlungen des Kulmhof-Prozesses in seiner ersten Phase. Prof. Horowitz war als Dolmetscher für Polnisch und Jiddisch zum Prozess gebeten worden.

Prof. Dr. Kuhn berichtet zur Ausstellungseröffnung über die Geschichte des Vernichtungslagers Kulmhof und insbesondere über seine persönlichen Erinnerungen an den Kulmhof-Prozess in Bonn. Er wird seine Eindrücke vom politischen Klima der damaligen Zeit schildern, in dem es erst zwanzig Jahre nach den Verbrechen dazu kam, dass die Täter in Deutschland zur Rechenschaft gezogen wurden.


Prof. Dr. Peter Kuhn studierte Theologie, Philosophie, Semitistik und Judaistik. Von 1991 bis 2013 war er Professor für Judaistik an der Hochschule der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern.


Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld in Kooperation mit der Sektion Bielefeld von "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." und der Volkshochschule Bielefeld.

www.gcjz-bielefeld.de

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- Montag, 20. November 2017 um 19.00 Uhr -


Lesung mit Niklas Frank: "Dunkle Seele, Feiges Maus - Wie skandalös und komisch sich die Deutschen beim Entnazifizieren reinwaschen"


Veranstaltungsort:

Volkshochschule Bielefeld
Historischer Saal
Ravensberger Park 1
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Der Referent: Niklas Frank wurde als Sohn des nationalsozialistischen Politikers Hans Frank und dessen Frau Brigitte (geb. Herbst, 1895 - 1959) geboren. Er hatte vier inzwischen verstorbene Geschwister, zwei Brüder und zwei Schwestern. Sein Vater, der zwischen 1939 und 1945 als Generalgouverneur im von Deutschland besetzten Polen an zahlreichen Kriegsverbrechen beteiligt war, wurde als "Schlächter von Polen" bekannt, seine Mutter als "Königin von Polen". Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde sein Vater im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher angeklagt, 1946 zum Tode verurteilt und gehängt.

Niklas Frank besuchte vom zwölften Lebensjahr bis zum Abitur das Carl-Hunnius-Internat in Wyk auf Föhr. Zu seinen Mitschülern gehörten die beiden Söhne des ebenfalls in Nürnberg gehängten Reichsaußenministers Joachim von Ribbentrop.

2016 erschien sein Buch "Dunkle Seele - Feiges Maul", in dem Frank an Hand von Entnazifizierungsakten aus verschiedenen Landesarchiven einen weiteren Blick auf die Schuld der Deutschen und den Umgang mit dieser nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wirft. Die von ihm darin vertretene These lautet, "dass ein direkter Weg von der missglückten Entnazifizierung in das schwer rechtslastige Verhalten der schweigenden Mehrheit der Deutschen von heute" führe.


Niklas Frank: "Dunkle Seele, Feiges Maus - Wie skandalös und komisch sich die Deutschen beim Entnazifizieren reinwaschen"; J. H. W. Dietz Verlag, Bonn 2016, ISBN 9783801204051, Gebunden, 584 Seiten.


Eine Veranstaltung der Volkshochschule Bielefeld in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld und der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld im Rahmen der Ausstellung "Leben nach dem Überleben - Überlebende des Holocaust und ihre Familien in Israel" vom 10. Oktober bis zum 20. November 2017 in der Volkshochschule Bielefeld.

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- Montag, 20. November 2017 ab 20.00 Uhr -


FLTI*Kneipe


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Die Frauen-Lesben-Trans*-Inter-Kneipe ist ein Ort zum Treffen, Kontakte knüpfen, einfach Rumhängen, Austauschen, Kickern, Vernetzen, Diskutieren, Aktionen planen, Spielen, lecker vegan Essen …

Heute Abend sind ausschließlich Frauen, Lesben, Trans* und Intersex eingeladen, also Menschen, die von cis-männlichen Privilegien ausgeschlossen sind.

Die Kneipe hat ein queer-feministisches Selbstverständnis. Das bedeutet für uns, einen Schutzraum frei von männlicher Dominanz und jenseits zur Zweigeschlechtlichkeit zu schaffen. Andere Diskriminierungs- und Herrschaftsformen sollen hier auch keinen Platz haben. Wir wünschen uns einen respekt- und rücksichtsvollen Umgang.

Die Kneipe findet jeden 3. Montag im Monat statt. Die Räume (Kneipe und Klo) sind barrierefrei, das heißt ebenerdig und ohne Stufe erreichbar. Komm vorbei! Wenn du darüber hinaus Lust hast dich einzubringen oder Ideen zum Programm hast, mach mit!

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- Sonntag, 26. November 2017 von 15.00 bis 17.00 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt um 14.45 Uhr:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Dia-Serie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941/42 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräberreihen angelegt. Jede Massengrabreihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstaltung des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne e.V.: www.stalag326.de

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- Sonntag, 26. November 2017 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Montag, 27. November 2017 um 19.30 Uhr -


Plenum von "Bielefeld stellt sich quer - Bündnis gegen Rechts"


Veranstaltungsort:

Haus der Kirche
Markgrafenstraße 7
33602 Bielefeld


Weitere Informationen unter: www.bielefeldstelltsichquer.wordpress.com

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- Montag, 22. Januar 2018 um 19.00 Uhr -


Lesung mit Andrea von Treuenfeld: Erben des Holocaust: Leben zwischen Schweigen und Erinnerung


Veranstaltungsort:

Haus der Kirche
Markgrafenstraße 7
33602 Bielefeld


Um ihrer Vernichtung zu entkommen, mussten sie ständig neue Verstecke finden, in den Untergrund gehen, sich Partisanninen und Partisanen anschließen oder in Länder fliehen, deren Kultur ihnen fremd war. Sie verloren Heimat und Familie und durchlitten Ghettos, Arbeitslager und Auschwitz. Sie überlebten, aber sie waren Gezeichnete.

Die Schatten der Vergangenheit begleiteten sie und prägten auch die Kindheit der "Zweiten Generation". Wie sind diese Nachgeborenen mit den Traumata der Eltern umgegangen? Und wie war es für sie, in einem Land aufzuwachsen, das noch wenige Jahre zuvor ihre jüdische Familie auslöschen wollte?


Andrea von Treuenfeld hat prominente Söhne und Töchter befragt. Marcel Reif, Nina Ruge, Ilja Richter, Andreas Nachama, Sharon Brauner, Robert Schindel und andere berichten von der Herausforderung, mit dem Ungeheuerlichen leben zu müssen. Obwohl sie ihn nicht selbst erlebt haben, blieb der Holocaust ein wesentliches Element in ihrer Biografie. In diesem Buch erzählen sie davon - offen und sehr berühren


Andrea von Treuenfeld: Erben des Holocaust: Leben zwischen Schweigen und Erinnerung; Gütersloher Verlagshaus, Februar 2017, 224 Seiten.


Veranstalterin: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld.

www.gcjz-bielefeld.de

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- Mittwoch, 14. März 2018 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Jens Murken: "Halbe Christen gibt es nicht" - Der evangelische Pfarrer und Christ jüdischer Herkunft Hans Ehrenberg (1883 bis 1958)


Veranstaltungsort:

Haus der Kirche
Markgrafenstraße 7
33602 Bielefeld


Am 31. März 2018 jährt sich der Todestag von Hans Ehrenberg zum 60. Mal. Hans Ehrenberg war der bekannteste Christ und Pfarrer jüdischer Herkunft in der Evangelischen Kirche von Westfalen. Er wurde auf Druck der Nationalsozialisten aus seinem Bochumer Pfarramt gedrängt. Später wurde er im Konzentrationslager Sachsenhausen gefangen gehalten. 1939 konnte er auf Grund einer Intervention von Bischof Bell aus Chichester nach England emigrieren.

Nach seiner Rückkehr aus dem Exil fand er wenig Unterstützung in der Evangelische Kirche von Westfalen. Zuletzt zog er nach Heidelberg, wo er 1958 verstorben ist. 1964 wurde das kirchliche Gymnasium in der Sennestadt nach ihm benannt.


Jens Murken, Leiter des Landeskirchlichen Archivs Bielefeld; Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie / Abteilung Geschichte an der Universität Bielefeld.


Eine Veranstaltung im Rahmen der "Woche der Brüderlichkeit" der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Deutschland (Jahresthema: "Angst überwinden - Brücken bauen") vom 11. bis 18. März 2018.


Veranstalterin: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld.

www.gcjz-bielefeld.de

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