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Aktualisiert am Sonntag, 26. Mai 2019 - Gegenwärtig 34 Termine , 30.05.2019 :

www.hiergeblieben.de: Veranstaltungskalender

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Übersicht Veranstaltungen:


- Mai 2019 -

26.05.2019: Paderborn: Ausstellung: Synagogen in Deutschland - Eine virtuelle Rekonstruktion
26.05.2019: Bielefeld: Stadtführung: Jüdisches Leben in Bielefeld
26.05.2019: Detmold: "Auf jüdischen Spuren" - Stadtrundgang mit Gudrun Mitschke-Buchholz
26.05.2019: Wewelsburg: Öffentliche Themenführung: Fußball im Nationalsozialismus

28.05.2019: Paderborn: Ausstellung: Synagogen in Deutschland - Eine virtuelle Rekonstruktion

29.05.2019: 3sat: "Rechtsrockland" - Ein Film von Johanna Hemkentokrax und Axel Hemmerling
29.05.2019: 3sat: Adrian Oeser: "Themar - Die Kleinstadt und der Rechtsrock" - Erstausstrahlung

- Juni 2019 -

01.06.2019: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

03.06.2019: Herford: Ausstellung: "Der Arm der Bewegung" - Die "Alternative für Deutschland"
03.06.2019: Herford: Geschichte des Verhältnisses von Jüdinnen und Christinnen in der NS-Zeit

04.06.2019: Herford: Vortrag: Die Grauzone - Rechte Lebenswelten in Punk, OI und Deutschrock
04.06.2019: Lage: Weimarer Republik - Musste Deutschlands erste Demokratie zwangsläufig scheitern?

05.06.2019: Herford: Lesung mit Max Czollek: "Desintegriert euch!"

06.06.2019: Paderborn: Vortrag: 128 Todesopfer? Der Novemberpogrom 1938 des heutigen Landes NRW

09.06.2019: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"

13.06.2019: Wewelsburg: Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und England im 19. Jahrhundert

19.06.2019: Bielefeld: Filmvorführung: "Iuventa. Seenotrettung - Ein Akt der Menschlichkeit"

23.06.2019: Detmold: "Auf jüdischen Spuren" - Stadtrundgang mit Gudrun Mitschke-Buchholz
23.06.2019: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"

27.06.2019: Wewelsburg: Vortrag von Sandra Franz: "Strange people in a strange, enemy country"

30.06.2019: Detmold: Führung über den jüdischen Friedhof mit Volker Buchholz


- Juli 2019 -

11.07.2019: Wewelsburg: Vortrag: 100 Jahre Novemberrevolution: Gedenken, Erinnern, Vergessen

21.07.2019: Wewelsburg: Eröffnung der LWL-Wanderausstellung "Briten in Westfalen"


- August 2019 -

03.08.2019: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

18.08.2019: Wewelsburg: Öffentliche Führung: Verschwörungstheorien rund um die Wewelsburg

31.08.2019: Büren: Großdemonstration: 100 Jahre Abschiebehaft für immer beenden!


- September 2019 -

07.09.2019: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

08.09.2019: Bad Nenndorf: 16. Kulturtag der Jüdischen Kultusgemeinde im Landkreis Schaumburg e.V.

14.09.2019: Wewelsburg: 11. Symposium: "Demokratie und Diktatur in Deutschland aus britischer Sicht"

19.09.2019: Wewelsburg: Deutsche Orchester, "Volksgemeinschaft", Verfolgung der Jüdinnen und Juden


- Oktober 2019 -

10.10.2019: Wewelsburg: Die britischen Nachrichtendienste im besetzten Deutschland (1945 - 1955)


- November 2019 -

02.11.2019: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

17.11.2019: Wewelsburg: Öffentliche Führung: Verschwörungstheorien rund um die Wewelsburg

28.11.2019: Wewelsburg: Vortrag: NS-Arbeitskräftepolitik im besetzten Europa und Geschlecht

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- Sonntag, 26. Mai 2019 von 10.00 bis 18.00 Uhr -


Ausstellung: Synagogen in Deutschland - Eine virtuelle Rekonstruktion


Veranstaltungsort:

Stadtmuseum Paderborn
Am Abdinghof 11
33098 Paderborn

www.paderborn.de/stadtmuseum


Ausstellungsdauer: Vom 30. März bis 30. Juni 2019, dienstags bis sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr.


Das Projekt: virtuelle Rekonstruktion zerstörter Synagogen

An der Technischen Universität Darmstadt werden seit 1995 Synagogen, die 1938 von den Nationalsozialisten zerstört worden sind, am Computer rekonstruiert. Mit den Rekonstruktionen, die unter der Leitung von Dr.-Ing. Marc Grellert erfolgen, soll der kulturelle Verlust aufgezeigt werden. Gleichzeitig gilt es, die bauhistorische Bedeutung der Bauwerke in Erinnerung zu rufen, die Teil deutscher Städte und Straßenbilder waren, Teil der deutschen Kultur. Das Projekt geht der Frage nach, wie mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien neue Formen des kulturellen Gedächtnisses gebildet werden können. Über 60 Studierende der Technischen Universität Darmstadt haben bisher an den Rekonstruktionen gearbeitet und durch ihren Einsatz das Projekt zum Erfolg getragen.

Die Zerstörung der Paderborner Synagoge

1882 weihte die Jüdische Gemeinde mit Beteiligung der Öffentlichkeit eine neue Synagoge mitten in der historischen Altstadt ein. Ein sichtbares Zeugnis der Integration in die Stadtgesellschaft. Sie war bis zur Pogromnacht das Zentrum der circa 300 Personen starken Jüdischen Gemeinde. In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in Deutschland mehr als 1.000 Synagogen zerstört, Häuser geplündert und Menschen in Konzentrationslager verschleppt.

So auch in Paderborn, wo sich eine Menschenmenge versammelte und zusah, wie SS-Männer die Synagoge in Brand setzten. Die anwesende Feuerwehr verhinderte lediglich das Übergreifen des Feuers auf die Nachbarhäuser. Wenige Wochen später wurde die ausgebrannte Ruine abgebrochen. Heute erinnert ein Mahnmal an das Geschehen und die ermordeten Paderborner Jüdinnen und Juden.

Die Rekonstruktion der Paderborner Synagoge

Einige wenige Postkarten sowie Fotos der Zerstörung zeigen die Paderborner Synagoge. Baupläne oder detaillierte Zeichnungen sind nicht mehr erhalten. Der Innenraum ist nur durch Fotos dokumentiert, die das Feuer der Pogromnacht zeigen.

Dennoch ist es dem Team von Architectura Virtualis, Kooperationspartner der Technischen Universität Darmstadt mit Unterstützung des Stadt- und Kreisarchivs Paderborn gelungen, grundlegende Informationen für die Rekonstruktion zu sammeln. Hierbei spielten auch die Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen eine Rolle, zum Beispiel für die Farbgebung der Außenfassade. Der Innenraum konnte in seiner farbigen Ausgestaltung nicht mehr ermittelt werden, so dass hier eine monochrome Fassung gewählt wurde.

Die Ausstellung

Im Zentrum der Ausstellung stehen 17 rekonstruierte Synagogen aus ganz Deutschland. Hinzu kommt ganz aktuell die Paderborner Synagoge, die für das Stadtmuseum rekonstruiert wurde und erstmals als 3 D-Architekturmodell gezeigt wird. Eingeleitet wird die Ausstellung durch einen Bereich "Wahrnehmung", der die zunehmende Ausgrenzung der deutschen Jüdinnen und Juden 1933 bis 1938 darstellt. Anschließend kommt der Bereich "Eskalation".

Fotos von in der Reichspogromnacht zerstörten Synagogen sowie die über 1.000 Namen der Städte sind dort zu sehen.

Nach einer kurzen Information über die Geschichte jüdischer Sakralbauten betreten die Besuchenden den Hauptbereich "Rekonstruktion". Die Besuchenden können hier in einer simulierten Arbeitsatmosphäre die Arbeitsschritte und Ergebnisse der Rekonstruktion erfahren.

Die Ausstellung wurde vom Institut für Auslandsbeziehungen realisiert und von der Kulturstiftung der Deutschen Bank finanziell gefördert. Ein Begleitband dokumentiert die Ausstellung.

Museumspädagogik

Zur Ausstellung werden Programme für Schulklassen der Sekundarstufe I und II angeboten mit den Schwerpunkten "Paderborn in der NS-Zeit" beziehungsweise "Synagoge und Jüdische Gemeinde in Paderborn". Die Programme können um einen Stadtrundgang erweitert werden.

Kontakt:

Carolin Ferres
Telefon: (05251) 881695
E-Mail: c.ferres@paderborn.de

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- Sonntag, 26. Mai 2019 von 11.00 bis 13.00 Uhr -


Stadtführung: Jüdisches Leben in Bielefeld


Treffpunkt:

Historisches Museum
Ravensberger Park 2
33607 Bielefeld

www.historisches-museum-bielefeld.de


Historischer Stadtrundgang zu Orten jüdisch-deutscher Geschichte

Die Teilnehmenden begeben sich auf die Spuren der Geschichte der seit dem 14. Jahrhundert in Bielefeld lebenden Menschen jüdischen Glaubens. Der Weg führt vorbei am Gedenkstein für die zerstörte Synagoge in die Altstadt, wo sich auf engem Raum die wechselvolle Geschichte der Bielefelder Jüdinnen und Juden an authentischen Orten verdeutlichen lässt.


Veranstalterin: Historisches Museum Bielefeld.

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- Sonntag, 26. Mai 2019 um 11.00 Uhr -


"Auf jüdischen Spuren" - Stadtrundgang durch Detmold mit Gudrun Mitschke-Buchholz


Treffpunkt:

Rathaus
Marktplatz 5
32756 Detmold


Im Mittelpunkt dieser Führung stehen Stätten der religiösen Kultur, Orte der öffentlichen Erinnerung an das jüdische Leben in Detmold und ehemalige jüdische Wohn- und Geschäftshäuser. Gezeigt werden auch die jüdische Volksschule, einige der so genannten Judenhäuser, sowie Orte der NS-Institutionen, die in Detmold für die Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.


Am 4. Dezember 2017 wurde das - "Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold" - der Historikerin Gudrun Mitschke-Buchholz aus Detmold, als digitale Fassung freigeschaltet:

www.gedenkbuch-detmold.de


2008 veröffentlichte Gudrun Mitschke-Buchholz zudem den Band "Auf jüdischen Spuren - Zwei Stadtrundgänge durch Detmold", 2013 das Buch "Lebenslängliche Reise: Briefe der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold".


Gudrun Mitschke-Buchholz: "Lebenslängliche Reise: Briefe der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold 1939 - 1946", Verlag für Regionalgeschichte, Gütersloh, 18. November 2013 (Panu Derech - Bereitet den Weg. Schriften der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V., Band 28.) ISBN: 9783895349287.


Der Rundgang wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. angeboten:

www.gfcjz-lippe.de

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- Sonntag, 26. Mai 2019 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Themenführung: Fußball im Nationalsozialismus


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren

Fußball in Deutschland hat eine über hundert Jahre alte Tradition. Schon in den 1920er Jahren wurden die Spiele zu einem Magneten für Zuschauende. Es gab eine große Vielfalt an Vereinen und Wettbewerben. Diese Tradition wurde mit der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 zerschlagen. Viele Sportvereine wurden verboten und Mitglieder und Fans ausgeschlossen. In den "gleichgeschalteten" Vereinen sollte sich die "deutsche Volksgemeinschaft" zeigen. Fußball musste sich der Politik und Ideologie des Nationalsozialismus unterordnen. Die zwölf Jahre NS-Herrschaft haben die Kultur des Fußballs in Deutschland nachhaltig verändert.

Bei der öffentliche Führung steht der Fußball in der Zeit des Nationalsozialismus im Mittelpunkt. Wie haben sich die Vereine in der Zeit verhalten? Was ist mit den Fußballern passiert? Und wie spiegelt sich diese Zeit noch heute in der Verbandsstruktur und einzelnen Begriffen wider?

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- Dienstag, 28. Mai 2019 von 10.00 bis 18.00 Uhr -


Ausstellung: Synagogen in Deutschland - Eine virtuelle Rekonstruktion


Veranstaltungsort:

Stadtmuseum Paderborn
Am Abdinghof 11
33098 Paderborn

www.paderborn.de/stadtmuseum


Ausstellungsdauer: Vom 30. März bis 30. Juni 2019, dienstags bis sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr.


Das Projekt: virtuelle Rekonstruktion zerstörter Synagogen

An der Technischen Universität Darmstadt werden seit 1995 Synagogen, die 1938 von den Nationalsozialisten zerstört worden sind, am Computer rekonstruiert. Mit den Rekonstruktionen, die unter der Leitung von Dr.-Ing. Marc Grellert erfolgen, soll der kulturelle Verlust aufgezeigt werden. Gleichzeitig gilt es, die bauhistorische Bedeutung der Bauwerke in Erinnerung zu rufen, die Teil deutscher Städte und Straßenbilder waren, Teil der deutschen Kultur. Das Projekt geht der Frage nach, wie mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien neue Formen des kulturellen Gedächtnisses gebildet werden können. Über 60 Studierende der Technischen Universität Darmstadt haben bisher an den Rekonstruktionen gearbeitet und durch ihren Einsatz das Projekt zum Erfolg getragen.

Die Zerstörung der Paderborner Synagoge

1882 weihte die Jüdische Gemeinde mit Beteiligung der Öffentlichkeit eine neue Synagoge mitten in der historischen Altstadt ein. Ein sichtbares Zeugnis der Integration in die Stadtgesellschaft. Sie war bis zur Pogromnacht das Zentrum der circa 300 Personen starken Jüdischen Gemeinde. In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in Deutschland mehr als 1.000 Synagogen zerstört, Häuser geplündert und Menschen in Konzentrationslager verschleppt.

So auch in Paderborn, wo sich eine Menschenmenge versammelte und zusah, wie SS-Männer die Synagoge in Brand setzten. Die anwesende Feuerwehr verhinderte lediglich das Übergreifen des Feuers auf die Nachbarhäuser. Wenige Wochen später wurde die ausgebrannte Ruine abgebrochen. Heute erinnert ein Mahnmal an das Geschehen und die ermordeten Paderborner Jüdinnen und Juden.

Die Rekonstruktion der Paderborner Synagoge

Einige wenige Postkarten sowie Fotos der Zerstörung zeigen die Paderborner Synagoge. Baupläne oder detaillierte Zeichnungen sind nicht mehr erhalten. Der Innenraum ist nur durch Fotos dokumentiert, die das Feuer der Pogromnacht zeigen.

Dennoch ist es dem Team von Architectura Virtualis, Kooperationspartner der Technischen Universität Darmstadt mit Unterstützung des Stadt- und Kreisarchivs Paderborn gelungen, grundlegende Informationen für die Rekonstruktion zu sammeln. Hierbei spielten auch die Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen eine Rolle, zum Beispiel für die Farbgebung der Außenfassade. Der Innenraum konnte in seiner farbigen Ausgestaltung nicht mehr ermittelt werden, so dass hier eine monochrome Fassung gewählt wurde.

Die Ausstellung

Im Zentrum der Ausstellung stehen 17 rekonstruierte Synagogen aus ganz Deutschland. Hinzu kommt ganz aktuell die Paderborner Synagoge, die für das Stadtmuseum rekonstruiert wurde und erstmals als 3 D-Architekturmodell gezeigt wird. Eingeleitet wird die Ausstellung durch einen Bereich "Wahrnehmung", der die zunehmende Ausgrenzung der deutschen Jüdinnen und Juden 1933 bis 1938 darstellt. Anschließend kommt der Bereich "Eskalation".

Fotos von in der Reichspogromnacht zerstörten Synagogen sowie die über 1.000 Namen der Städte sind dort zu sehen.

Nach einer kurzen Information über die Geschichte jüdischer Sakralbauten betreten die Besuchenden den Hauptbereich "Rekonstruktion". Die Besuchenden können hier in einer simulierten Arbeitsatmosphäre die Arbeitsschritte und Ergebnisse der Rekonstruktion erfahren.

Die Ausstellung wurde vom Institut für Auslandsbeziehungen realisiert und von der Kulturstiftung der Deutschen Bank finanziell gefördert. Ein Begleitband dokumentiert die Ausstellung.

Museumspädagogik

Zur Ausstellung werden Programme für Schulklassen der Sekundarstufe I und II angeboten mit den Schwerpunkten "Paderborn in der NS-Zeit" beziehungsweise "Synagoge und Jüdische Gemeinde in Paderborn". Die Programme können um einen Stadtrundgang erweitert werden.

Kontakt:

Carolin Ferres
Telefon: (05251) 881695
E-Mail: c.ferres@paderborn.de

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- Mittwoch, 29. Mai 2019 von 20.15 bis 21.00 Uhr -


3sat: "Rechtsrockland" - Ein Film von Johanna Hemkentokrax und Axel Hemmerling

(Erstsendung am 01.10.2018)


Seit Jahren steigt die Zahl extrem rechter Konzerte in Deutschland, vor allem in Mitteldeutschland. Bei den Festivals handelt es sich nicht einfach nur um Treffs von Neonazis.

Sie bieten die Gelegenheit, sich zu vernetzen. Die Dokumentation analysiert diese Netzwerke, die Neonazis in Deutschland und in ganz Europa verbinden. Sie stellt die wichtigsten Vertreter vor und beschreibt besorgniserregende Entwicklungen.

Allein zwischen Juli und September 2017 besuchten 11.000 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet und dem europäischen Ausland Neonazi-Konzerte in Deutschland. Im Vorjahreszeitraum waren es 5.000. Die Hälfte der 34 bundesweiten Konzerte im dritten Quartal 2017 fand in Sachsen und Thüringen statt. Besonders der kleine Ort Themar in Südthüringen hat sich in der Szene einen Namen gemacht.

Gleichzeitig reagieren die Behörden oft hilflos. Während die Szene etwa in Bayern und Baden-Württemberg auf kleine, eher konspirativ organisierte Konzerte setzt, muss sie sich in Sachsen und Thüringen kaum verstecken. Konspirative Planung ist unnötig, staatlichen Verfolgungsdruck gibt es nicht. Die Behörden sind nicht selten überfordert und haben den rechten Netzwerken nichts entgegenzusetzen.

Ein genauer Blick auf die Konzertteilnehmer lohnt sich, denn im Hintergrund ziehen alte Kader und Szenegrößen die Fäden - die "Paten des Rechtsterrorismus". Sie sind zum Teil seit Jahrzehnten in der Szene aktiv - erst unauffällig, jetzt immer offensiver. Ihre Netzwerke sind international und funktionieren erfolgreich - in Deutschland und im europäischen Ausland.

Der Einfluss der deutschen Neonazi-Netzwerker ist dort groß. Auch Gruppen wie "Combat 18", verantwortlich unter anderem für Bombenanschläge in London, sind wieder aktiv. Ihre Strukturen sind untrennbar mit dem Musikgeschäft verbunden. Und die Behörden sehen hilflos zu.

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- Mittwoch, 29. Mai 2019 von 21.00 bis 22.00 Uhr -


3sat: "Themar - Die Kleinstadt und der Rechtsrock" - Film von Adrian Oeser - Erstausstrahlung


Seit im thüringischen Themar 2017 ein Rechtsrock-Konzert mit über 6.000 Neonazis stattfand, gehen Risse durch die Kleinstadt: zwischen Neonazis, ihren Gegnerinnen und Gegnern und denen, die wegsehen.

Auf der einen Seite gibt es einen bunten Protest, trotz der Gefahr, die von den rechten Strukturen ausgeht. Doch es gibt auch viele Menschen im Ort, die kein Problem mit den Rechten haben - sondern mit den Gegenprotesten. Themar ist eine gespaltene Stadt geworden.


Filmautor Adrian Oeser lebte drei Wochen in Themar und hat die Stimmung vor Ort eingefangen. Wie konnte eine beschauliche Kleinstadt zu einer Hochburg der rechten Musik-Szene werden? Wie hat sich das Leben ihrer Einwohnerinnen und Einwohner seitdem verändert? Der Film ermöglicht Einblicke in eine rechte Parallelwelt, die sich vor Ort etablierte. So lässt sich wie durch ein Brennglas beobachten, wie sich antidemokratisches Gedankengut in der Gesellschaft Themars manifestierte.

Doch wie kann mit extrem Rechten vor der Kamera umgegangen werden? Können sie unkommentiert sprechen gelassen werden, oder wird so auf ihre Selbstinszenierung hereingefallen und ihnen eine Plattform geboten?

Doch nicht nur die Organisatoren und Anhänger des Rechtsrock kommen zu Wort. Es regt sich auch aktiver und kreativer Protest innerhalb der Bevölkerung. An vorderster Front durch Thomas Jakob, den Sprecher des Bündnisses "Themar gegen Rechts", der sich für seine medienwirksamen Auftritte gern in ein Aufsehen erregendes Superman-Kostüm zwängt.

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- Samstag, 1. Juni 2019 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

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- Montag, 3. Juni 2019 um 19.00 Uhr -


Eröffnung der Ausstellung "Der Arm der Bewegung" - Die "Alternative für Deutschland"


Veranstaltungsort:

Fla Fla
Diebrocker Straße 2
32051 Herford

www.facebook.com/FlaFlaHerford/


Ausstellungsdauer: Vom 3. bis zum 28. Juni 2019.


Die "AfD" als Partei der Bewegung

"Fundamentaloppositonelle Bewegungsfraktion" - mit diesem von Björn Höcke geprägten Wortungetüm ist der zentrale innere Widerspruch der "Alternative für Deutschland" und mit ihr des ganzen völkisch-nationalistischen Milieus zum Ausdruck gebracht worden.

Sie wollen beides zugleich sein: Teil des parlamentarischen Systems mit allen seinen Möglichkeiten, gleichzeitig die Partei eben gegen dieses System. Das Gründungspersonal der AfD um Bernd Lucke wollte 2013 um alles in der Welt verhindern, dass ihre neue Partei als "NPD light", neofaschistisch oder "rechtsextrem" gilt. Die historische Schuld des deutschen Faschismus und die Erinnerung an seine unfassbaren Verbrechen sind bis heute ein wesentliches Hindernis dafür, sich "ganz frei" zu Nationalismus, Autoritarismus und Rassismus bekennen zu können.

Das extrem rechte Potential an Wählerinnen und Wählern von 15 bis 20 Prozent - in immer neuen Untersuchungen seit Anfang der 1980er Jahre belegt - zeigt sich mit den sich bereits verfestigenden AfD-Wahlerfolgen der letzten Jahre in nie dagewesener Deutlichkeit. Extrem rechts sein zu wollen, aber nicht als solches zu gelten, das war mit dem herbeiströmenden Parteivolk nicht auf Dauer zu machen.

Auf Bernd Lucke folgte Frauke Petry, die im Pakt mit noch weiter rechts stehenden Funktionären 2015 dafür sorgte, dass sich die AfD bis zur Kenntlichkeit zu verändern begann. 2017 sorgten die von Petry gerufenen Geister um Höcke und Gauland dafür, dass Deutschland das bekommt, was in vielen europäischen Ländern bereits Alltag ist.

Und doch ist etwas anders als in den Niederlanden oder Dänemark. Deutschland ist nicht nur das Land der historischen Haupttäter, sondern heute ökonomisch, politisch und in Zukunft vielleicht auch militärisch die führende Macht Europas. Die Vorstellung, dass dieses Deutschland von einer AfD mitregiert werden könnte, ist unerträglich.

"Mehr Verantwortung" zu übernehmen heißt deshalb nicht, noch mehr deutsches Militär in alle Richtungen des Globus zu senden, sondern hier bei uns den Aufstieg der AfD in ihrer immer deutlicheren völkisch-nationalistischen Form zu behindern und zu verhindern.

Die Ausstellung "Der Arm der Bewegung" der VVN-BdA, Ortsgruppe Bielefeld und Umgebung beschreibt und kritisiert die sich aus den Widersprüchen der AfD ergebende Dynamik und insbesondere die Beziehungen der Partei, ihrer Funktionäre und Mitglieder in eine breite völkische Bewegung in Deutschland.


Die Ausstellung kann im Juni 2019 jeweils ab 19.00 Uhr an folgenden weiteren Tagen besichtigt werden:

Mittwoch 05., Freitag, 07., Dienstag, 11., Freitag, 14., Donnerstag, 20., Freitag 21. und Dienstag bis Freitag: 25. bis 28.


Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.


Eine Veranstaltung im Rahmen der zweiten "Aktionswochen gegen Rassismus im Kreis Herford" vom 23. Mai bis zum 11. Juli 2019, organisiert von der Fachstelle "NRWeltoffen" im Kreis Herford.


www.gegenrechts.info

www.gegenrechts.info/aktionswochen.html

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- Montag, 3. Juni 2019 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Dr. Wolfgang Otto: Aspekte der Geschichte des Verhältnisses von Jüdinnen, Juden und Christinnen, Christen in der NS- und frühen Nachkriegszeit im Kirchenkreis Herford


Veranstaltungsort:

Ernst-Lohmeyer-Haus
Stiftbergstraße 33
32049 Herford


Im vorigen Jahr fand eine festliche Veranstaltung statt: 200 Jahre Kirchenkreis Herford. Ein Jahrzehnt bevor der Kirchenkreis Herford gegründet wurde den Jüdinnen und Juden Herfords unter der französischen Herrschaft im damaligen Königreich Westfalen die völlige Gleichstellung mit den übrigen Bürgerinnen und Bürgern gewährt.

Der Vortrag von Dr. Wolfgang Otto greift einige Aspekte aus dieser zweihundertjährigen Geschichte auf - insbesondere die Stellungnahme der evangelischen Christinnen und Christen zu der neu gebildeten Synagogengemeinde und den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, besonders in den Jahren 1933 bis 1945.


Dr. Wolfgang Otto war langjähriger Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V. und Pastor an der Marien-Kirchengemeinde Herford.


Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V.

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- Dienstag, 4. Juni 2019 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Michael Weiss: Subkulturelle Farbenlehre: Die Grauzone - Rechte Lebenswelten in Punk, OI und Deutschrock


Veranstaltungsort:

Fla Fla
Diebrocker Straße 2
32051 Herford

www.facebook.com/FlaFlaHerford/


"Gegen Nazis" sind viele, die sich in Subkulturen oder in der Populärkultur bewegen - "Frei.Wild"-Anhängende und auch OI-Fans, die Politik sowieso ablehnen. Doch jenseits der "White-Power"-Rockmusik etablieren sich rechte Lebenswelten, für die die Kategorie "Nazis" genau so wenig zutrifft wie das Label "unpolitisch". Sie sind irgendwo dazwischen, in der so genannten Grauzone. Diese Grauzone reicht weit hinein in "alternative" Szenen und bedeutet einen zunehmenden Raumverlust für emanzipatorische Ideen.

Die Veranstaltung wird den folgenden Fragen nachgehen: Wo beginnt die "Grauzone", wo hört sie auf? Wieso erlebt sie heute Dynamik? Und was sind eigentlich "rechte Lebenswelten"? Entsprechende Strömungen in Punk und OI werden ebenso Thema sein wie die Popkultur von "Böhse Onkelz" und "Frei.Wild".

Zum einen wird an Hand von Beispielen aufgezeigt, wie eng manch "unpolitische" Künstlerinnen und Künstler mit extrem rechten Milieus verwoben sind. Zum anderen gibt es unappetitliche Einblicke in reaktionäre Männerwelten,
spießbürgerliche Rebellionsfantasien und in Wertebilder, die auf Ballermann-Partys besser aufgehoben wären als in alternativ codierten Szenen.


Der Referent Michael Weiss ist für die "Agentur für soziale Perspektiven e.V."und das "Antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e.V." tätig.


Eine Veranstaltung im Rahmen der zweiten "Aktionswochen gegen Rassismus im Kreis Herford" vom 23. Mai bis zum 11. Juli 2019, organisiert von der Fachstelle "NRWeltoffen" im Kreis Herford.


www.gegenrechts.info

www.gegenrechts.info/aktionswochen.html

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- Dienstag, 4. Juni 2019 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Mathias Vehrkamp: 100 Jahre Weimarer Republik - Musste Deutschlands erste Demokratie zwangsläufig scheitern?


Veranstaltungsort:

Volkshochschule Lippe-West
Lange Straße 124
Raum 409
32791 Lage

www.vhs-lw.de


Anmeldung unter www.vhs-lw.de erbeten.


Im Jahr 1919 wurde die erste deutsche Demokratie gegründet. Die Geschichtsschreibung zur Weimarer Republik steht seit ihren Anfängen nach 1945 und dem ersten großen Werk von Karl Dietrich Bracher aus dem Jahre 1955 unter der unausweichlichen Fragestellung: Warum ist die erste deutsche Demokratie gescheitert und in die Schreckenszeit des Nationalsozialismus gemündet? War der "Auflösungsprozess der Jahre 1930 bis 1933" (Bracher) etwa zwangsläufig? War der Weimarer Staat von vornherein mit derart vielen und schwerwiegenden Belastungsfaktoren versehen, die sein dauerhaftes Bestehen wenn nicht unmöglich, so doch unwahrscheinlich gemacht haben? Oder hatte Weimar immer eine Chance? Haben vielleicht nur die damaligen Verantwortungsträger leichtfertig oder sogar falsch gehandelt?

Diese Diskussion hält bis heute an und wird im Vortrag verständlich und nachvollziehbar aufgefächert. Anschließend steht der Referent gerne für Fragen und Austausch zur Verfügung.

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- Mittwoch, 5. Juni 2019 um 19.00 Uhr -


Lesung mit Max Czollek: "Desintegriert euch!"


Veranstaltungsort:

Objektgesellschaft Elsbach Areal
Elsbach-Haus
Goebenstraße 3 - 7
32052 Herford

www.elsbach-haus.de


Ein verblüffender Denkanstoß, der die Debatte um Integration und Zugehörigkeit verändert - ein wildes Zeugnis der jüdischen Szene.

Max Czollek ist dreißig, jüdisch und wütend. Denn hierzulande herrschen seltsame Regeln: Ein guter Migrant ist, wer aufgeklärt über Frauenunterdrückung, Islamismus und Demokratiefähigkeit spricht. Ein guter Jude, wer stets zu Antisemitismus, Holocaust und Israel Auskunft gibt. Dieses Integrationstheater stabilisiert das Bild einer geläuterten Gesellschaft - während eine völkische Partei Erfolge feiert.

Max Czolleks Streitschrift entwirft eine Strategie, das Theater zu beenden: Desintegration. "Desintegriert euch!" ist ein Schlachtruf der neuen jüdischen Szene und zugleich eine Attacke gegen die Vision einer alleinseligmachenden Leitkultur. Dieses furios streitbare Buch ist die Polemik der Stunde.

Max Czollek wurde 1987 in Berlin geboren, wo er bis heute lebt. Bis 2006 besuchte er die Jüdische (Ober-) Schule Berlin und schloss ein Studium der Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin an, das er mit einer
Promotion am Zentrum für Antisemitismus-Forschung beendete. Mit Sasha Marianna Salzmann kuratierte er 2016 die Veranstaltung "Desintegration. Ein Kongress zeitgenössischer jüdischer Positionen". Seit 2009 ist er Mitglied des Lyrikkollektivs "G13", organisiert gemeinsame Lesetouren und Veröffentlichungen und ist Kurator des internationalen Lyrikprojekts "Babelsprech".

Außerdem ist Max Czollek Mitherausgeber der Zeitschrift "Jalta - Positionen zur jüdischen Gegenwart". Im Verlagshaus Berlin erschienen bislang seine beiden Gedichtbände "Druckkammern" (2012) und "Jubeljahre" (2015).


Max Czollek: "Desintegriert euch!"; Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 6 (20. August 2018), ISBN-13: 978-3446260276.


Eine Veranstaltung in Kooperation von Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB / VHS e.V., Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford und dem Buchladen Auslese im Herforder Elsbach-Haus im Rahmen der zweiten "Aktionswochen gegen Rassismus im Kreis Herford" vom 23. Mai bis zum 11. Juli 2019, organisiert von der Fachstelle "NRWeltoffen" im Kreis Herford.


www.aul-herford.de

www.gegenrechts.info

www.gegenrechts.info/aktionswochen.html

www.provinzbuchladen.de

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- Donnerstag, 6. Juni 2019 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Dr. Bastian Fleermann: 128 Todesopfer? Der Novemberpogrom 1938 des heutigen Landes Nordrhein-Westfalen


Veranstaltungsort:

Stadtmuseum Paderborn
Am Abdinghof 11
33098 Paderborn

www.paderborn.de/stadtmuseum


Während der Pogromnacht am 9. November 1938 und in den Tagen danach wurden in ganz Deutschland Jüdinnen und Juden verfolgt, misshandelt und getötet. Die Nationalsozialisten setzten zahlreiche Synagogen in Brand und zerstörten jüdische Wohnungen, Geschäfte und Büros. Auch über 80 Jahre nach den Novemberpogromen gibt es nur Schätzzahlen zu den Todesopfern im gesamten damaligen Reichsgebiet. Nordrhein-Westfalen hat als erstes Bundesland auf Basis einer wissenschaftlichen Studie die tatsächliche Opferzahl ermittelt.

Mindestens 128 Menschen kamen im Zuge der Novemberpogrome von 1938 auf dem Gebiet des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen ums Leben - das ist das Ergebnis eines landesweiten Forschungsprojekts der Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf. Die Ergebnisse des vom Land geförderten Projekts belegen, dass die bisher kursierende Zahl von 91 Toten im gesamten damaligen Deutschen Reich viel zu niedrig ist.

Neubewertung der Pogromnacht

"Die Ergebnisse des Landesprojekts machen deutlich, dass die in der Forschung über Jahrzehnte publizierte Zahl von 91 Toten im gesamten Deutschen Reich viel zu niedrig ist. Diese Zahl stammt von den NS-Behörden selbst und wird bis heute immer noch in Ansprachen oder Darstellungen so kommuniziert", sagte Projektleiter und Leiter der Mahn- und Gedenkstätte Dr. Bastian Fleermann. "Lange hat man die Morde und Misshandlungen der Pogromnacht bagatellisiert, indem man vor allem auf die materiellen Schäden geschaut hat. Dass so viele Personen ermordet wurden oder starben, ist bis heute kaum bewusst", erklärt Dr. Bastian Fleermann weiter.


Ein Vortrag im Rahmen der Ausstellung "Synagogen in Deutschland - Eine virtuelle Rekonstruktion" vom 30. März bis zum 30. Juni 2019 im Stadtmuseum Paderborn.

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- Sonntag, 9. Juni 2019 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Donnerstag, 13. Juni 2019 um 19.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Vortrag von Prof. Dr. David Blackbourn: "Aufeinander angewiesen wie Mann und Weib" - Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und England im 19. Jahrhundert


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
Burgsaal
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


"Diese beiden Nationen sind auf einander angewiesen wie Mann und Weib." So schrieb 1883 der evangelische Pastor Otto Funcke aus Bremen. David Blackbourn beleuchtet in seinem Vortrag die Kulturbeziehungen und den kulturellen Austausch zwischen Großbritannien und Deutschland während des "langen 19. Jahrhunderts" (1789 bis 1914). Von Literatur, Musik und Philosophie bis hin zu Sport und Architektur reicht die Spannweite der angesprochenen Aspekte. Was waren die Quellen für die wechselseitige Faszination und wo stieß sie an ihre Grenzen?


David Blackbourn ist Mitglied der British Academy und einer der führenden internationalen Experten für die deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts.


Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Britische Blicke auf Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert".

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- Mittwoch, 19. Juni 2019 um 18.30 -


Filmvorführung: "Iuventa. Seenotrettung - Ein Akt der Menschlichkeit" (Deutschland 2017, Regie: Michele Cinque, 92 Minuten) in Anwesenheit von "Jugend Rettet e.V."


- www.iuventa-film.de
- www.jugendrettet.org/de


Veranstaltungsort:

Universität Bielefeld
Universitätsstraße 25
Hörsaal 2
33615 Bielefeld

www.uni-bielefeld.de


Wir möchten mit unserer Veranstaltung auf die unhaltbare Situation im Mittelmeer aufmerksam machen. Die behördliche Beschlagnahmung der zivilen Seenotrettungsschiffe, die strafrechtliche Verfolgung und systematische Kriminalisierung ihrer Crew-Mitglieder sowie eine europäische Außenpolitik, die auf Abschottung statt auf Rettung setzt, tragen dazu bei, dass das Mittelmeer zu einer der tödlichsten Außengrenzen der Welt geworden ist.

Der Film

Eine Gruppe junger engagierter Menschen gründet im Herbst 2015 in Berlin die Initiative "Jugend Rettet e.V.". Über eine Crowdfunding-Kampagne kaufen sie einen umgebauten Fischkutter und taufen ihn auf den Namen "Iuventa". Im darauffolgenden Jahr startet ihr Schiff zu seiner ersten Mission und schließt sich den Schiffen verschiedener Nichtregierungsorganisation (NGO), der italienischen Küstenwache sowie der Marine an.

Nach fast zwei Jahren Einsatz und circa 14.000 auf hoher See geretteter Menschen wurde im August 2017 das Schiff plötzlich beschlagnahmt und von den italienischen Behörden in Lampedusa festgesetzt. Seitdem kursiert unter anderen der Vorwurf der Kooperation mit Schlepperbanden. Eine Anklage ist jedoch bis heute nicht erfolgt.

Die bewegende Geschichte wurde von Regisseur Michele Cinque festgehalten. Über ein Jahr lang verfolgt der Film das Leben der jungen Protagonistinnen und Protagonisten, fängt die gesamte Spanne der Mission ein, beginnend mit dem Moment, in dem sie in See stechen und ihr unglaubliches Vorhaben wahr wird, bis zu dem Punkt, an dem dieser mit der politischen Realität kollidiert.


Im Anschluss an die Filmvorstellung laden wir zum gemeinsamen Gespräch und Nachfragen mit "Jugend Rettet e.V." ein.


Veranstalterinnen: amnesty international - Hochschulgruppe Bielefeld und Seebrücke Bielefeld:

www.facebook.com/seebrueckeBi/

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- Sonntag, 23. Juni 2019 um 15.00 Uhr -


"Auf jüdischen Spuren" - Stadtrundgang durch Detmold mit Gudrun Mitschke-Buchholz


Treffpunkt:

Rathaus
Marktplatz 5
32756 Detmold


Im Mittelpunkt dieser Führung stehen Stätten der religiösen Kultur, Orte der öffentlichen Erinnerung an das jüdische Leben in Detmold und ehemalige jüdische Wohn- und Geschäftshäuser. Gezeigt werden auch die jüdische Volksschule, einige der so genannten Judenhäuser, sowie Orte der NS-Institutionen, die in Detmold für die Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.


Am 4. Dezember 2017 wurde das - "Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold" - der Historikerin Gudrun Mitschke-Buchholz aus Detmold, als digitale Fassung freigeschaltet:

www.gedenkbuch-detmold.de


2008 veröffentlichte Gudrun Mitschke-Buchholz zudem den Band "Auf jüdischen Spuren - Zwei Stadtrundgänge durch Detmold", 2013 das Buch "Lebenslängliche Reise: Briefe der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold".


Gudrun Mitschke-Buchholz: "Lebenslängliche Reise: Briefe der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold 1939 - 1946", Verlag für Regionalgeschichte, Gütersloh, 18. November 2013 (Panu Derech - Bereitet den Weg. Schriften der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V., Band 28.) ISBN: 9783895349287.


Der Rundgang wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. angeboten:

www.gfcjz-lippe.de

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- Sonntag, 23. Juni 2019 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Donnerstag, 27. Juni 2019 um 19.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Vortrag von Sandra Franz: "Strange people in a strange, enemy country": Das britische Deutschlandbild 1945 - 1953


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
Burgsaal
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Die britisch-deutschen Beziehungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren einerseits geprägt durch die Erfahrungen von zwei Weltkriegen und den daraus resultierenden Feindbildern, andererseits durch die Realität einer zunehmenden gegenseitigen Abhängigkeit nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Bisher hat sich die Forschung vorrangig auf Militärgeschichte, politische Strategien und die Pläne für den Wideraufbau Deutschlands fokussiert. Diese Ansätze vernachlässigen den Blickwinkel der Personen im Zentrum der Besatzungszone: Britische Soldaten, die tagtäglich mit Deutschen konfrontiert waren. Der Hauptfokus des Vortrages liegt dabei auf dem vermittelte Deutschlandbild durch die britische Regierung und das Militär im Kontrast zu den Reaktionen der Soldaten, basierend unter anderen auf den Unterlagen des Civil Affairs Staff Colleges, des Control Commission Colleges, Artikeln der "British Zone Review" und Egodokumenten britischer Soldaten.

Der transnationale Ansatz des Forschungsprojektes stellt dar, vergleicht und kontrastiert zwei Nationen in ihrem Versuch, sich nach den gewalttätigen Erfahrungen des Krieges neu zu definieren. Großbritanniens Verbindung zu und Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten von Amerika führte zu Reibungen zwischen globalen Zielen im Hinblick auf den Kalten Krieg und Großbritanniens eigener Agenda und Identität. Ein zusätzlicher Reibungspunkt waren die Erfahrungen der Soldaten von zuvor germanophilen Familien. Sie waren nun konfrontiert mit Bildern und Eindrücken, die im krassen Gegensatz zu ihren familiären Narrativen standen. In diesem Spannungsfeld zwischen alten und neuen politischen Interessen auf der einen Seite und einem Feindbild auf der anderen Seite - was war der Standpunkt der Soldaten?

Welche Probleme waren dringender aus ihrem Blickwinkel: die Erfahrung mit dem vorherigen "Dritten Reich" oder die Zukunft, in der Verbündete benötigt wurden? Wie berichteten Soldaten über ihre Erfahrungen in der Besatzungszone? Welches Level von Mitschuld wurde der deutschen Bevölkerung grundsätzlich zugesprochen? Gab es unter den Soldaten ein Gefühl der Benachteiligung angesichts der sich bessernden Lage im besetzten Deutschland, während sie gleichzeitig über wirtschaftliche- und Versorgungsprobleme in ihrem Heimatland lasen?


Sandra Franz ist Leiterin der NS-Dokumentationsstelle Villa Merländer in Krefeld - www.villamerlaender.de - und promoviert an der Universität Düsseldorf zum Thema ihres Vortrags.


Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Britische Blicke auf Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert".

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- Sonntag, 30. Juni 2019 um 11.00 Uhr -


Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold mit Volker Buchholz


Treffpunkt:

Eingang des Friedhofes
Spitzenkamptwete 33
32756 Detmold


- Die männlichen Teilnehmenden denken bitte an eine Kopfbedeckung.


Die Jüdische Gemeinde Detmold besaß vor dem Lemgoer Tor einen Friedhof, der schon 1724 zu klein geworden war und 1726 mit der Erlaubnis des lippischen Grafen vergrößert wurde, indem ein Stück Land dazu gekauft wurde.

1883 wurde dann der Friedhof an der Spitzenkamptwete angelegt. Dieses 1.447 Quadratmeter große Areal mit altem Baubestand und einer Einfriedigung mit Eisentoren dokumentiert als Ruhestätte der jüdischen Detmolder Mitbürgerinnen und Mitbürger die Existenz einer großen Jüdischen Gemeinde in der Stadt.

Der Friedhof ist das letzte bauliche Zeugnis der Jüdischen Gemeinde, deren 1907 erbaute Synagoge am 9. November 1938 zerstört wurde. 162 Jüdinnen und Juden aus Detmold wurden während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft umgebracht

Die dicht nebeneinander angeordneten Grabstätten bezeugen mit ihren typischen Grabmonumenten das anspruchsvolle kulturelle Niveau dieser Detmolder Bürgerinnen und Bürger. Darüber hinaus ist dieser jüdische Friedhof geeignet, eine Vorstellung von Bestattungen nach israelitischem Ritus zu vermitteln.


Die Führung wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. angeboten:

www.gfcjz-lippe.de

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- Donnerstag, 11. Juli 2019 um 19.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Vortrag von Dr. Mark Jones: 100 Jahre Novemberrevolution: Gedenken, Erinnern, Vergessen


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
Burgsaal
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Was bleibt in der Erinnerung und wie? In seinem Vortrag betrachtet Mark Jones die Geschichte der Deutschen Revolution von 1918 / 1919 und das Gedenken daran 100 Jahre später. Er behandelt in seinem Vortrag die Beziehungen zwischen der Geschichte, dem Erinnern und der politischen Situation von heute und fragt nach den Lehren die aus der Weimarer Republik für gegenwärtige Herausforderungen zu ziehen sein könnten.


Dr. Mark Jones ist Assistant Professor am University College Dublin und Autor von "Am Anfang war Gewalt: Die deutsche Revolution 1918 / 19 und der Beginn der Weimarer Republik" (2016, Bundeszentrale für politische Bildung 2017).


Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Britische Blicke auf Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert".

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- Sonntag, 21. Juli 2019 um 11.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Eröffnung der LWL-Wanderausstellung "Briten in Westfalen"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
Burgsaal
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Ausstellungsdauer: Bis Sonntag, 8. September 2019.


Befreier, Besatzer, Verbündete, Freunde und was noch? Über siebzig Jahre lebten britische Militärangehörige und Deutsche in Westfalen nebeneinander und miteinander. Die Ausstellung fragt danach, wie Militärfamilien in Westfalen lebten, wo sich Briten und Deutsche begegneten und was sie voneinander dachten.

Etwa 200 Menschen - Briten und Deutsche - haben durch Wissen, Erinnerungen, Objekte und Fotos dazu beigetragen, ein facettenreiches Bild der deutsch-britischen Geschichte in Westfalen zu zeichnen.

Nicht zuletzt fragt die Ausstellung danach, was von der gemeinsamen Zeit in Westfalen bleibt und welche Erinnerungen und Andenken mit nach Großbritannien gehen. Was ist wichtig und was darf nicht vergessen werden?


Begleitprogramm

Veranstaltungsreihe "Britische Blicke auf Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert" im Burgsaal der Wewelsburg vom 13. Juni bis zum 28. November 2019:

Donnerstag, 13. Juni 2019 um 19.00 Uhr:
Vortrag von Prof. Dr. David Blackbourn: "Aufeinander angewiesen wie Mann und Weib" - Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und England im 19. Jahrhundert

Donnerstag, 27. Juni 2019 um 19.00 Uhr:
Vortrag von Sandra Franz: "Strange people in a strange, enemy country": Das britische Deutschlandbild 1945 - 1953

Donnerstag, 11. Juli 2019 um 19.00 Uhr:
Vortrag von Dr. Mark Jones: 100 Jahre Novemberrevolution: Gedenken, Erinnern, Vergessen

Samstag, 14. September 2019 von 14.00 bis 18.00 Uhr:
11. Wissenschaftliches Symposium: "Demokratie und Diktatur in Deutschland aus britischer Sicht"

Donnerstag, 19. September 2019 um 19.00 Uhr:
Vortrag von Prof. Dr. Neil Gregor: Deutsche Orchester, die "Volksgemeinschaft" und die Verfolgung der Jüdinnen und Juden 1933 - 1945

Donnerstag, 10. Oktober 2019 um 19.00 Uhr:
Vortrag von Dr. Paul Maddrell: Die britischen Nachrichtendienste im besetzten Deutschland (1945 - 1955), ihre deutschen Quellen und ihr sowjetisches Ziel

Donnerstag, 28.11.2019 um 19.00 Uhr:
Vortrag von Prof. Dr. Elizabeth Harvey: Nationalsozialistische Arbeitskräftepolitik im besetzten Europa und Geschlecht: Ein Forschungsfeld

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- Samstag, 3. August 2019 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

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- Sonntag, 18. August 2019 um 11.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung: Verschwörungstheorien rund um die Wewelsburg


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Das Renaissance-Schloss Wewelsburg im gleichnamigen Dorf bei Büren ist heute für viele Besucher und Besucherinnen ein geheimnisvoller Schauplatz, ein energetisch aufgeladener Ort oder eine vermeintliche Kultstätte der SS. Doch die Wewelsburg war in der NS-Zeit kein mystischer Ort, sondern Teil des verbrecherischen SS-Herrschaftssystems. Seit den 1950er Jahren ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien und Mythen rund um das Schloss und seinen Nordturm.

In dieser Führung werden die Mythen und Verschwörungsgeschichten, die mit der Geschichte der SS in Wewelsburg verbunden sind und bis heute nachwirken, durchleuchtet.

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- Samstag, 31. August 2019 um 11.00 Uhr -


Großdemonstration: 100 Jahre Abschiebehaft für immer beenden!


Aktuelle Informationen unter:


www.100-jahre-abschiebehaft.de

www.facebook.com/100JahreAbschiebehaft/

www.twitter.com/100JahreAHaft


Veranstaltungsorte:


11.00 Uhr:

Vor der
Abschiebehaftanstalt Büren
Am Stöckerbusch 1
33142 Büren

Shuttlebusse nach Büren ab Hauptbahnhof Paderborn: shuttle@100-jahre-abschiebehaft.de

15.00 Uhr:

Vor dem
Hauptbahnhof Paderborn
Bahnhofstraße 29
33102. Paderborn


Aufruf: 100 Jahre Abschiebehaft für immer beenden!

Seit 100 Jahren …

werden Ausländerinnen, Ausländer inhaftiert - nicht wegen einer Straftat sondern nur, um den Behörden ihre Abschiebung zu erleichtern

Seit 25 Jahren …

ist in Büren der größte Abschiebeknast Deutschlands, in dem außerdem über die Hälfte der Gefangenen unrechtmäßig inhaftiert ist

Vor 20 Jahren …

starb Rashid Sbaai unter nicht endgültig geklärten aber in jedem Fall skandalösen Umständen in Büren!

Das ist Unrecht - das ist Rassismus!

Diese Menschenverachtung darf nicht länger fortbestehen!

Abschiebehaft abschaffen!

Von der Weimarer Republik bis in die Gegenwart

Die zermürbende Praxis der Abschiebehaft stellt eine grausame Tradition in Deutschland dar: Bereits vor 100 Jahren wurden vor allem Jüdinnen und Juden, die hier vor Pogromen in Osteuropa Schutz suchten, willkürlich eingesperrt - mit dem Ziel, sie aus dem Land zu vertreiben.

Mit der von Heinrich Himmler verfassten "Ausländerpolizeiverordnung" wurde die Abschiebehaft 1938 massiv ausgeweitet.

Dieses NS-Gesetz wurde 1951 von der BRD wörtlich übernommen und erst 1965 überarbeitet. Die Gesetzgebung wurde als Reaktion auf die rassistischen Pogrome Anfang der 1990er Jahren weiter verschärft und erneut massiv zur Anwendung gebracht. Gemeinsam mit der Aushebelung des Grundrechts auf Asyl durch den "Asylkompromiss" wurde 1993 die Einrichtung der Abschiebehaft in Büren beschlossen.

Die grundrechtsverletzende Praxis heute

Allein der Verdacht, sich möglicherweise einer Abschiebung zu entziehen, reicht aus, um einen Menschen für bis zu anderthalb Jahre einzusperren. Haft - der massivste Eingriff in die Freiheit des Einzelnen - wird damit von einer Maßnahme gegen verurteilte Straftäterinnen, Straftäter zu einem simplen Verwaltungsakt gegen Unschuldige. Folglich ist Abschiebehaft heute ein gängiges Instrument der Ausländerbehörden und wird routinemäßig angewandt, um den Behörden eine gemütliche Abschiebung zu ermöglichen. Das ungeheure Elend der Betroffenen wird dabei mitleidlos in Kauf genommen.

Anwältinnen, Anwälte, die sich regelmäßig mit Abschiebehaft beschäftigen, stellten fest, dass über die Hälfte der Menschen in Abschiebehaft unrechtmäßig inhaftiert waren.

Betroffenen wird häufig der Zugang zu einem Rechtsbeistand erschwert oder gar verwehrt. Unabhängige Beschwerdestellen oder übergeordnete Kontrollinstanzen existieren nicht. Auch die medizinische Versorgung und psychologische Betreuung wird auf das Nötigste beschränkt. Isolierhaft und Fesselungen sind an der Tagesordnung.

In Büren führte diese Praxis unlängst im Sommer 2018 erneut zum Suizid eines Gefangenen

Kein Ende in Sicht

Statt sich von einer Praxis mit so einer Geschichte zu verabschieden, soll sie sogar noch ausgeweitet werden:

25 Jahre nach Eröffnung der Haftanstalt in Büren möchte Nordrhein-Westfalen die Haftbedingungen weiter verschärfen. Bereits jetzt werden die Aufschlusszeiten massiv eingeschränkt und Hilfsorganisationen der Zugang zu den Gefangenen erschwert. Es gibt Kollektivstrafen und Zwangsmaßnahmen, um den Sicherheitskräften ihre Arbeit auf Kosten der Menschenrechte zu erleichtern.

Auch andere Bundesländer planen Verschärfungen der Haftbedingungen.

Deutschlandweit werden neue Abschiebehaftanstalten geplant. Allein in Passau soll ein neues "Super"-Gefängnis mit über 200 Haftplätzen entstehen.

Die praktischen Konsequenzen der Abschiebehaft:

Rechtswidrige Inhaftierungen, Menschenrechtsverletzungen ohne Aufarbeitung, Brüche von gesetzlich festgelegten Regelungen, Repressionsmaßnahmen ohne Kontrollinstanzen, Isolierhaft und Fesselungen, Trennung von Familien und Zerstörung von Existenzen.

Es wird daher höchste Zeit, sich von dieser tief ins "Dritte Reich" verankerten Gesetzgebung und rassistischen Praxis endgültig zu verabschieden.

Daher verlangen wir:

Keine Sondergesetze, keine unkontrollierte behördliche Praxis mehr!

Abschaffung der Abschiebehaft"

Sofortige Schließung aller Abschiebeknäste!


Unterstützerinnen des Aufrufes bitte im Newsletter eintragen:

www.100-jahre-abschiebehaft.de/de/?page_id=1443

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- Samstag, 7. September 2019 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

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- Sonntag, 8. September 2019 um 14.30 Uhr -


16. Kulturtag der Jüdischen Kultusgemeinde im Landkreis Schaumburg e.V.


Veranstaltungsort:

Wandelhalle
Hauptstraße 4
31542 Bad Nenndorf


Informationen unter: www.bad-nenndorf-ist-bunt.com

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- Samstag, 14. September 2019 von 14.00 bis 18.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: 11. Wissenschaftliches Symposium: "Demokratie und Diktatur in Deutschland aus britischer Sicht"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
Burgsaal
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten, Telefon: (02955) 7622-0 oder info@wewelsburg.de.


Wie haben britische Frauen die Jahre der ersten Demokratie und der beginnenden Diktatur in Deutschland erlebt? Welche Berührungspunkte gab zwischen nationalsozialistischem und britischem Elitenachwuchs in den 1930er Jahren? Wie stellt sich der Umgang der Deutschen mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit seit 1945 aus britischer Sicht dar?

Beim diesjährigen Symposium richten vier britische Historikerinnen ihren Blick auf zumeist bislang wenig beachtete Aspekte des deutsch-britischen Beziehungsgeflechts von der Weimarer Republik bis heute.


Alle Vorträge sind in deutscher Sprache.


Dr. Helen Boak (University of Hertfordshire): British Women’s Views on Germany, 1918 - 1939

Helen Boaks Vortrag beschäftigt sich mit den Eindrücken und Erfahrungen britischer Frauen, die zwischen 1918 und 1939 Deutschland besuchten oder hier lebten. Einige waren mit deutschen Männern verheiratet. Andere kamen als Angehörige der britischen Besatzungssoldaten nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ins Land, manche arbeiteten als Journalistinnen oder sie nutzten als Touristinnen die günstigen Wechselkurse der 1920er Jahre. An Hand ihrer Tagebücher, Briefe, Artikel und Memoiren stellt Boak britische Frauen vor, die sich für den Alltag der Deutschen während der alliierten Besetzung des Rheinlandes interessierten, oder die erfahren wollten, wie es sich in Berlin lebt, der Heimat der "Neuen Frau", berühmt für seine Modernität, Experimentierfreude und Dekadenz. Nicht zuletzt wollten Britinnen mit eigenen Augen sehen und erleben, welche politischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten sich ihren deutschen Geschlechtsgenossinnen durch die Novemberrevolution 1918 und die Weimarer Verfassung vom August 1919 eröffnet hatten.

Am Ende stellt sich die Referentin die Frage, wie britische Frauen bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs den Einfluss wahrnahmen, den die nationalsozialistische Diktatur auf das Leben der deutschen Frauen nahm.


Prof. Dr. Helen Roche (Durham University): "Zwischen Freundschaft und Feindschaft": Exchange programmes between the Nationalpolitische Erziehungsanstalten and British public schools during the 1930s

Zwischen 1934 und 1939 fanden eine Reihe von Schüleraustauschen zwischen zwei sich als elitär verstehenden Schulformen in Deutschland und Großbritannien statt: den nationalsozialistischen Nationalpolitischen Erziehungsanstalten (Napola) auf der einen Seite und den privat finanzierten Public Schools auf der anderen.

Unter Verwendung von zeitgenössischen Quellen und den Augenzeugenberichten ehemaliger beteiligter Schüler analysiert Helen Roche, wie sich die wechselseitigen Sichtweisen der deutschen und britischen Jungen aufeinander in diesem Zeitraum entwickelten. An Hand dieser Detailstudie möchte sie die britisch-deutschen Beziehungen vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs beleuchten. Auch werden die ideologischen Hintergründe des Austauschprogramms erläutert.


Dr. Caroline Pearce (Institut für Zeitgeschichte, München - Berlin): Die Auseinandersetzung mit der "dunklen Vergangenheit" des Nationalsozialismus in Touristenzielen in Deutschland

Mit dem Begriff des "dark tourism" sind Reiseziele verbunden, deren Anziehungskraft auf Besucherinnen und Besucher auf eine scheinbar geheimnisvolle, meist gewalttätige oder verbrecherische Vergangenheit des Ortes zurückzuführen ist.

Dieser Vortrag befasst sich mit der Entwicklung und den Herausforderungen des "dark tourism" in touristischen Zielen in Ostdeutschland, die mit der Geschichte der nationalsozialistischen Verbrechen verbunden sind:

Die Festung Sonnenstein oberhalb von Pirna in Sachsen war während des Zweiten Weltkriegs eine der Tötungsanstalten im Rahmen der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde. In dem nationalsozialistischen "Musterdorf" Alt-Rehse (Mecklenburg-Vorpommern) befand sich die "Führerschule der Deutschen Ärzteschaft", wo Ärzte, Hebammen und weitere Gesundheitsfunktionäre in Themen wie Rassenhygiene "weltanschaulich" geschult wurden.


Prof. Dr. Mary Fulbrook (University College London): Die NS-Vergangenheit in Ost und West: Juristische Aufarbeitung, Erinnerungslandschaften und intergenerationelle Auswirkungen

Dieser Vortrag stellt folgende Thesen vor:

Unter ehemaligen Tätern, Mittätern, Mitläufern und Mitwissern fand in den ersten Nachkriegsjahren eine breitere Aufarbeitung der NS-Vergangenheit statt, als üblicherweise dargestellt wird. In den Nachkriegsjahrzehnten wurden aber die meisten ehemaligen NS-Anhänger zu guten Demokraten im Westen und DDR-Bürgern im Osten. Und im Laufe der Zeit wurde der Begriff dessen, was es heißt, ein "Täter" zu sein, immer enger definiert. Für Opfer und Überlebende von NS-Verfolgung war aber das Schaffen eines neuen Lebens viel schwieriger.

Ab Ende der 1970er Jahre aber rückte die Auffassung vom "Holocaust" - welcher nun als solcher explizit konzipiert wurde - infolge des wachsenden öffentlichen Interesses an den Vernichtungslagern und der Vernichtung im Osten in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Und just zu diesem Zeitpunkt wurde es vielerseits einfacher, für ehemalige Täter und Mitläufer die eigene Mitschuld oder Verstrickung herunterzuspielen. Immerhin: das Gefühl einer belasteten Vergangenheit plagte manche Mitglieder jüngerer Generationen, die selber nicht an NS-Gewalt beteiligt gewesen waren. Gequält von Gewissensbissen standen sie hinter immer neuen Versuchen, Opfergeschichten zu sammeln, Gedenksteine zu setzen, eine erweiterte Erinnerungslandschaft zu gestalten. Nach der Vereinigung ist Deutschland zum Weltmeister des sichtbaren Gedenkens an die Opfer geworden. Aber die Täter und Mittäter bleiben immer noch etwas im Schatten.

In den ersten und zweiten Generationen war die NS-Vergangenheit auf verschiedenen Weisen unvermeidlich; in der dritten Generation war man schon emotionell etwas ferner davon, konnte sich also etwas leichter an die NS-Vergangenheit annähern und Fragen stellen ohne sich selbst irgendwie in Gefahr zu stellen. Aber mit der vierten oder fünften Generation werden andere Herangehensweisen nötig sein, wenn die NS-Vergangenheit noch irgendwie nah bleiben soll.


Ein Symposium in Kooperation mit dem Förderverein Kreismuseum Wewelsburg e.V. im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Britische Blicke auf Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert" zur Sonderausstellung "Briten in Westfalen".

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- Donnerstag, 19. September 2019 um 19.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Vortrag von Prof. Dr. Neil Gregor: Deutsche Orchester, die "Volksgemeinschaft" und die Verfolgung der Jüdinnen und Juden 1933 - 1945


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
Burgsaal
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Der Vortrag beleuchtet, auf welche Weise sich während der nationalsozialistischen Diktatur Antisemitismus im deutschen Konzert-Leben manifestierte. An Hand vieler Beispiele von prestigeträchtigen städtischen Institutionen wie den Münchner Philharmonikern bis hin zu kleinen Provinztheater-Orchestern zeigt Neil Gregor auf, wie auch das Erlebnis eines Symphoniekonzerts von der rassistischen Agenda der Nationalsozialisten infiziert wurde.


Neil Gregor ist Professor für Moderne Europäische Geschichte an der Universität von Southampton. Er ist Autor zahlreicher Publikationen zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert, unter anderen: Daimler-Benz in the Third Reich (1998; deutsch: Stern und Hakenkreuz. Daimler-Benz im Dritten Reich, Berlin 1997); Haunted City: Nuremberg and the Nazi Past (2008). Der Titel seines neuesten Buches lautet: Dreams of Germany. Musical Imaginaries from the Concert Hall to the Dance Floor, Co-Herausgeber: Thomas Irvine (2019).


Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Britische Blicke auf Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert".

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- Donnerstag, 10. Oktober 2019 um 19.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Vortrag von Dr. Paul Maddrell: Die britischen Nachrichtendienste im besetzten Deutschland (1945 - 1955), ihre deutschen Quellen und ihr sowjetisches Ziel


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
Burgsaal
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Nach der Niederlage des deutschen Reiches im Mai 1945 wurde die Sowjetunion zur größten Gefahr für Großbritannien. Eine noch größere militärische Macht als Hitler-Deutschland entstand nur 500 Kilometer entfernt von der britischen Küste. Jedoch hat die Zeit als Besatzungsmacht in Deutschlands von 1945 bis 1955 den britischen Nachrichtendiensten ein wertvolles Mittel gegeben, mehr über die Sowjetunion zu erfahren und dadurch ihr Land auf die neue Herausforderung vorzubereiten - deutsche Informanten und Quellen.

In dem Vortrag wird erklärt, wie die britischen Nachrichtendienste die Möglichkeit ergriffen haben, sowjetische Ziele mittels deutscher Quellen zu unterwandern und wie die so gewonnenen Informationen Großbritannien bei diesem Vorhaben geholfen haben.


Paul Maddrell ist Dozent für neuere deutsche Geschichte an der Universität-Loughborough, Großbritannien. Seine bekanntesten Bücher sind: "Spying on Science: Western Intelligence in Divided Germany, 1945 - 1961" (2006) sowie (als Herausgeber) "The Image of the Enemy: Intelligence Analysis of Adversaries since 1945" (2015) und "Spy Chiefs" (2018).


Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Britische Blicke auf Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert".

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- Samstag, 2. November 2019 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

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- Sonntag, 17. November 2019 um 11.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung: Verschwörungstheorien rund um die Wewelsburg


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Das Renaissance-Schloss Wewelsburg im gleichnamigen Dorf bei Büren ist heute für viele Besucher und Besucherinnen ein geheimnisvoller Schauplatz, ein energetisch aufgeladener Ort oder eine vermeintliche Kultstätte der SS. Doch die Wewelsburg war in der NS-Zeit kein mystischer Ort, sondern Teil des verbrecherischen SS-Herrschaftssystems. Seit den 1950er Jahren ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien und Mythen rund um das Schloss und seinen Nordturm.

In dieser Führung werden die Mythen und Verschwörungsgeschichten, die mit der Geschichte der SS in Wewelsburg verbunden sind und bis heute nachwirken, durchleuchtet.

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- Donnerstag, 28.11.2019 um 19.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Vortrag von Prof. Dr. Elizabeth Harvey: Nationalsozialistische Arbeitskräftepolitik im besetzten Europa und Geschlecht: Ein Forschungsfeld


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
Burgsaal
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


In der Literatur zum "Einsatz" ausländischer Arbeitskräfte und zur Frauenarbeit in der deutschen Kriegswirtschaft stehen die Gründe für die besonders starke Rekrutierung von weiblichen Arbeitskräften aus Osteuropa oder die unterschiedliche Heranziehung von Männern und Frauen für die Arbeit vor Ort in den besetzten Ländern selten im Vordergrund. Waren nichtdeutsche Frauen verschiedener Nationalität - ob Jüdinnen oder Nichtjüdinnen - eine Ressource erster Wahl oder ein "letzter Rest", den es zu mobilisieren galt? Inwieweit galten sie - im Vergleich zu deutschen Frauen und nichtdeutschen Männern - als flexible Manövriermasse innerhalb der ständig wiederholten Auskämmungen und Umsetzungen von Arbeitskräften in der deutschen Kriegswirtschaft? Hatten die Arbeitgeber und die Arbeitsverwaltung Vorstellungen von geschlechtsspezifischen Beschränkungen, die auch für ausländische Arbeiterinnen galten, oder wurden Geschlechtsunterschiede in Bezug auf Frauen "niedrigstehender Rassen" einfach nivelliert?


Elizabeth Harvey ist Professorin für Geschichte an der University of Nottingham und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Instituts für Zeitgeschichte Berlin - München. Außerdem war sie Mitglied der Unabhängigen Historikerkommission zur Aufarbeitung der Geschichte des Reichsarbeitsministeriums 1933 bis 1945. Zu ihren Publikationen zählt unter anderen ""Der Osten braucht dich!" Frauen und nationalsozialistische Germanisierungspolitik" (2010).


Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Britische Blicke auf Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert".

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