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Aktualisiert am Donnerstag, 18. Oktober 2018 - Gegenwärtig 76 Termine , 20.10.2018 :

www.hiergeblieben.de: Veranstaltungskalender

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Übersicht Veranstaltungen:


- Oktober 2018 -

18.10.2018: Minden: Ausstellung: "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten"
18.10.2018: Bielefeld: Treffen von Seebrücke Bielefeld - Für sichere Häfen und solidarische Städte
18.10.2018: Bielefeld: Filmvorführung mit Gast: "Mr. Gay Syria" (Frankreich, Deutschland, Türkei 2018)

19.10.2018: Minden: Ausstellung: "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten"

20.10.2018: Minden: Ausstellung: "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten"
20.10.2018: Herford: Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma

21.10.2018: Herford: Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma

23.10.2018: Minden: Ausstellung: "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten"

24.10.2018: Minden: Ausstellung: "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten"
24.10.2018: Paderborn: Historische Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe
25.10.2018: Bünde: Vortrag von Bernd Langer: Deutschland 1918/19 - Die Flamme der Revolution
25.10.2018: Bielefeld: Treffen von Seebrücke Bielefeld - Für sichere Häfen und solidarische Städte

25.10.2018: Minden: Ausstellung: "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten"

26.10.2018: Minden: Letzter Tag: Ausstellung: "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten"

27.10.2018: Herford: Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma

28.10.2018: Herford: Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma
28.10.2018: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS

29.10.2018: Detmold: Michael Rubinstein: Wie und warum jüdisches Leben wieder deutsch sein kann
29.10.2018: Bielefeld: Koordinationstreffen von "Bielefeld stellt sich quer - Bündnis gegen Rechts"


- November 2018 -

01.10.2018: Bielefeld: Vortrag: Die doppelte Vernichtung - die Relativierung und Leugnung des Holocaust

04.11.2018: Lemgo: Gang: Auf den Spuren der Lemgoer Heimatfront während des Ersten Weltkrieges
04.11.2018: Bielefeld: Aktionstraining

05.11.2018: Bielefeld: Eröffnung der Ausstellung: "Warum schreibst du mir nicht"
05.11.2018: Bielefeld: Vortrag und Diskussion mit "Redical M": Kritik der Konsumkritik

06.11.2018: Bielefeld: Ausstellung: "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht"
06.11.2018: Wewelsburg: Niedergebrannt, verhaftet, verschleppt - Die Jüdische Gemeinde in Salzkotten
06.11.2018: Stadthagen: Vortrag von Bernd Gelderblom: Vom "Reichserntedankfest" auf dem Bückeberg
06.11.2018: Bielefeld: Buchpräsentation mit Marc Grimm: "Antisemitismus im 21. Jahrhundert"

07.11.2018: Bielefeld: Ausstellung: "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht"
07.11.2018: Bielefeld: Filmvorführung: "Nacht und Nebel" ("Nuit et brouillard")
07.11.2018: Petershagen: Vortrag: Erscheinungsformen der extremen Rechten in Ostwestfalen-Lippe
07.11.2018: Bielefeld: Lesung gegen das Vergessen mit Digitalcourage e.V.

08.11.2018: Bielefeld: Ausstellung: "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht"
08.11.2018: Bielefeld: Vorbesprechung der Demonstration

09.11.2018: Bielefeld: Ausstellung: "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht"
09.11.2018: Bielefeld: Gedenkveranstaltung zum Novemberpogrom
09.11.2018: Bielefeld: Antifaschistische Gedenkdemonstration
09.11.2018: Beverungen: Stadtführung: Die Reichspogromnacht in Beverungen 1938
09.11.2018: Bückeburg: Frank Werner: Nationalsozialismus und Novemberpogrom 1938 in Schaumburg
09.11.2018: Paderborn: Dr. Ludger Heid: Der Novemberpogrom 1938 und sein Platz in der Geschichte
09.11.2018: Höxter: Lesung: Erben des Holocaust: Leben zwischen Schweigen und Erinnerung

10.11.2018: Bielefeld: Ausstellung: "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht"
10.11.2018: Bielefeld: Protest: Keine Solidarität mit der Shoah-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel
- Aufruf von Antifaschistisches Bündnis Bielefeld
- Aufruf von Bielefeld stellt sich quer - Bündnis gegen Rechts
10.11.2018: Minden: Vortrag: Joachim-Felix Leonhard: Der Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963 bis 1965

11.11.2018: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS
11.11.2018: Bad Salzuflen: Gedenkkonzert zum 80. Jahrestag des Novemberpogroms
11.11.2018: Petershagen: Joachim-Felix Leonhard: Der Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963 bis 1965

13.11.2018: Bielefeld: Lesung gegen das Vergessen

15.11.2018: Bad Oeynhausen: Mehmet Daimagüler: Empörung reicht nicht! Der NSU-Prozess
15.11.2018: Herford: Lesung mit Tobias Ginsburg: "Die Reise ins Reich: Unter Reichsbürgern"

16.11.2018: Bielefeld: Antifa-Weekend OWL - 1. Tag

17.11.2018: Bielefeld: Antifa-Weekend OWL - 2. Tag
17.11.2018: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS

18.11.2018: Bielefeld: Antifa-Weekend OWL - 3. Tag
18.11.2018: Bielefeld: Lesung mit Rabbinerin Natalia Verzhbovska u.a.: "Nicht nur eine Begegnung"

20.11.2018: Bielefeld: Offenes Antifa-Treffen Bielefeld

21.11.2018: Paderborn: Konzert mit Ira Givol und Nare Karoyan: Zwischen den Welten

23.11.2018: Detmold: "Ama la Vita": Lesung und Konzert mit Esther Bejarano und Microphone Mafia

24.11.2018: Bielefeld: Konzert mit Esther Bejarano und Microphone Mafia: "La Vita Continua"

25.11.2018: Schloß Holte-Stukenbrock: Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne
25.11.2018: Wewelsburg: Öffentliche Themenführung: Fußball im Nationalsozialismus

27.11.2018: Wewelsburg: Eröffnung der Ausstellung "Justiz und Nationalsozialismus"
27.11.2018: Detmold: Ausstellungseröffnung: "Grenzen des Vergessens"
27.11.2018: Bielefeld: Joachim Käppner: 1918 - Aufstand für die Freiheit: Die Revolution der Besonnenen


- Dezember 2018 -

03.12.2018: Bad Driburg: Film "Wir sind Juden aus Breslau" in Anwesenheit der Regisseurin Karin Kaper

04.12.2018: Bad Driburg: Film "Wir sind Juden aus Breslau" in Anwesenheit der Regisseurin Karin Kaper

05.12.2018: Porta Westfalica: Vortrag: Ulrike Jensen: Die spezifische Situation weiblicher KZ-Häftlinge

09.12.2018: Bielefeld: Gespräch mit der Holocaust Überlebenden Rozette Kats (Amsterdam)
09.12.2018: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS

18.12.2018: Bielefeld: Offenes Antifa-Treffen Bielefeld

23.12.2018: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS


- Januar 2019 -

22.01.2018: Bielefeld: Vortrag und Diskussion mit Klaus Gietinger: Eine Leiche im Landwehrkanal

26.01.2019: Lage: Jüdischer Friedhof vom 17. Jahrhundert bis heute: Begehung mit Erläuterungen

27.01.2019: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Ausstellung "Justiz und Nationalsozialismus"


- Februar 2019 -

24.02.2019: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Ausstellung "Justiz und Nationalsozialismus"

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- Donnerstag, 18. Oktober 2018 von 08.00 bis 18.00 Uhr -


Ausstellung: "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten"


Veranstaltungsort:

St. Martinikirche
Martinikirchhof 7
32423 Minden

www.martinigemeinde.de


Ausstellungsdauer: Vom 25. September bis zum 26. Oktober 2018, dienstags bis freitags von 08.00 bis 18.00 Uhr und samstags von 08.00 bis 13.00 Uhr.


Stereotype sind ein gängiges Element unserer Kommunikationskultur. Sie dienen dazu, komplizierte Zusammenhänge zu vereinfachen, indem sie sie kategorisieren. Aber wann wird ein Stereotyp zum Vorurteil? Wo zieht man die Grenze?

Der Berliner Sammler Wolfgang Haney hat fast 1.000 antisemitische Postkarten zusammengetragen, die meisten stammen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. In der Ausstellung wird eine kleine Auswahl unter vier Themenschwerpunkten gezeigt: "Antisemitismus im Bild - Mittel der Darstellung", "Juden in der Gesellschaft - Drei Stereotype", "Antisemitische Haltungen und Wunschvorstellungen" sowie "Staatlich geduldeter und propagierter Antisemitismus".

Am Beispiel der Postkarte als dem ersten modernen Massenmedium wird ersichtlich, wie harmlos erscheinende Alltagsstereotype in blanken Hass oder übelste Diffamierung ausarten können. Die Ausstellung verfolgt nicht nur das Ziel, etwas Vergangenes zu präsentieren, sondern möchte auch über Motive und Bildsprachen aufklären, um Besucherinnen und Besucher dafür zu sensibilisieren, Antisemitismus und andere Formen diskriminierender Etikettierungen auch in der Gegenwart zu erkennen.


Die Ausstellung "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten" wurde 1999 vom Jüdischen Museum Frankfurt am Mai und dem Museum für Kommunikation Frankfurt am Main als Wechselausstellung erarbeitet und wird in einer von Prof. Dr. Thomas Goll, TU Dortmund, überarbeiteten und deutlich komprimierten Fassung von der Bundeszentrale für politische Bildung als Wanderausstellung zur Verfügung gestellt.


Eine Veranstaltung in Kooperation des Lokalen Aktionsplanes Minden (LAP), der St. Martini-Gemeinde Minden und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden e.V.

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- Donnerstag, 18. Oktober 2018 um 19.00 Uhr -


Offenes Treffen von Seebrücke Bielefeld - Für sichere Häfen und solidarische Städte


- www.facebook.com/seebrueckeBi/

- http://sb-bi.apgw.de/


Veranstaltungsort:

Welthaus Bielefeld e.V.
August-Bebel-Straße 62
33602 Bielefeld

www.welthaus.de


Offenes Organisationstreffen der Bewegung "Seebrücke" in Bielefeld. Wir planen mögliche Aktionen, um die Solidarität mit der Seenotrettung zu zeigen oder auch den Druck auf die Politik zu erhöhen.

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- Donnerstag, 18. Oktober 2018 um 20.30 Uhr -


Filmvorführung mit Gast: "Mr. Gay Syria" (Frankreich, Deutschland, Türkei 2018, Regie: Ayse Toprak, 88 Minuten, Originalfassung mit Untertiteln)


Veranstaltungsort:

Offkino Bielefeld
August-Bebel-Straße 94
33602 Bielefeld

www.offkino.de


Mahmoud Hassino, einer der Hauptprotagonisten, wird an dem Filmabend per Skype für ein Filmgespräch zur Verfügung stehen.


Mahmoud ist ein Journalist aus Damaskus und der Gründer des ersten Schwulen-Blogs in Syrien. Nach seiner Flucht erhält er Asyl in Deutschland, lebt in Berlin und arbeitet dort für die Schwulen-Beratung.

Der Friseur Husein lebt in Istanbul, wohin er mit seiner Familie aus Aleppo geflohen ist.

Die beiden verbindet der Traum, als Syrer erstmals am Wettbewerb "Mr. Gay World" teilzunehmen. Davon erhoffen sie sich, international Aufmerksamkeit für das Schicksal schwuler Geflüchteter zu wecken und ein Zeichen für Menschenrechte und gegen Homophobie zu setzen. Husein sehnt sich außerdem danach, in einer Gesellschaft zu leben, die ihn akzeptiert.


"Mr Gay Syria" ist ein hochaktueller Film über Homophobie und Flucht - und über den Mut, die Beständigkeit und den Humor der Protagonisten. Der Film wurde bisher auf über 45 Festivals gezeigt und mit zwölf internationalen Preisen ausgezeichnet, unter anderem der Human Rights Award.


Ein Filmabend in Kooperation mit dem AK Asyl e.V., Bielefeld und dem Allgemeinen Studierendenausschuss der Universität Bielefeld.

www.ak-asyl.info

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- Freitag, 19. Oktober 2018 von 08.00 bis 18.00 Uhr -


Ausstellung: "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten"


Veranstaltungsort:

St. Martinikirche
Martinikirchhof 7
32423 Minden

www.martinigemeinde.de


Ausstellungsdauer: Vom 25. September bis zum 26. Oktober 2018, dienstags bis freitags von 08.00 bis 18.00 Uhr und samstags von 08.00 bis 13.00 Uhr.


Stereotype sind ein gängiges Element unserer Kommunikationskultur. Sie dienen dazu, komplizierte Zusammenhänge zu vereinfachen, indem sie sie kategorisieren. Aber wann wird ein Stereotyp zum Vorurteil? Wo zieht man die Grenze?

Der Berliner Sammler Wolfgang Haney hat fast 1.000 antisemitische Postkarten zusammengetragen, die meisten stammen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. In der Ausstellung wird eine kleine Auswahl unter vier Themenschwerpunkten gezeigt: "Antisemitismus im Bild - Mittel der Darstellung", "Juden in der Gesellschaft - Drei Stereotype", "Antisemitische Haltungen und Wunschvorstellungen" sowie "Staatlich geduldeter und propagierter Antisemitismus".

Am Beispiel der Postkarte als dem ersten modernen Massenmedium wird ersichtlich, wie harmlos erscheinende Alltagsstereotype in blanken Hass oder übelste Diffamierung ausarten können. Die Ausstellung verfolgt nicht nur das Ziel, etwas Vergangenes zu präsentieren, sondern möchte auch über Motive und Bildsprachen aufklären, um Besucherinnen und Besucher dafür zu sensibilisieren, Antisemitismus und andere Formen diskriminierender Etikettierungen auch in der Gegenwart zu erkennen.


Die Ausstellung "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten" wurde 1999 vom Jüdischen Museum Frankfurt am Mai und dem Museum für Kommunikation Frankfurt am Main als Wechselausstellung erarbeitet und wird in einer von Prof. Dr. Thomas Goll, TU Dortmund, überarbeiteten und deutlich komprimierten Fassung von der Bundeszentrale für politische Bildung als Wanderausstellung zur Verfügung gestellt.


Eine Veranstaltung in Kooperation des Lokalen Aktionsplanes Minden (LAP), der St. Martini-Gemeinde Minden und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden e.V.

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- Samstag, 20. Oktober 2018 von 08.00 bis 13.00 Uhr -


Ausstellung: "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten"


Veranstaltungsort:

St. Martinikirche
Martinikirchhof 7
32423 Minden

www.martinigemeinde.de


Ausstellungsdauer: Vom 25. September bis zum 26. Oktober 2018, dienstags bis freitags von 08.00 bis 18.00 Uhr und samstags von 08.00 bis 13.00 Uhr.


Stereotype sind ein gängiges Element unserer Kommunikationskultur. Sie dienen dazu, komplizierte Zusammenhänge zu vereinfachen, indem sie sie kategorisieren. Aber wann wird ein Stereotyp zum Vorurteil? Wo zieht man die Grenze?

Der Berliner Sammler Wolfgang Haney hat fast 1.000 antisemitische Postkarten zusammengetragen, die meisten stammen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. In der Ausstellung wird eine kleine Auswahl unter vier Themenschwerpunkten gezeigt: "Antisemitismus im Bild - Mittel der Darstellung", "Juden in der Gesellschaft - Drei Stereotype", "Antisemitische Haltungen und Wunschvorstellungen" sowie "Staatlich geduldeter und propagierter Antisemitismus".

Am Beispiel der Postkarte als dem ersten modernen Massenmedium wird ersichtlich, wie harmlos erscheinende Alltagsstereotype in blanken Hass oder übelste Diffamierung ausarten können. Die Ausstellung verfolgt nicht nur das Ziel, etwas Vergangenes zu präsentieren, sondern möchte auch über Motive und Bildsprachen aufklären, um Besucherinnen und Besucher dafür zu sensibilisieren, Antisemitismus und andere Formen diskriminierender Etikettierungen auch in der Gegenwart zu erkennen.


Die Ausstellung "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten" wurde 1999 vom Jüdischen Museum Frankfurt am Mai und dem Museum für Kommunikation Frankfurt am Main als Wechselausstellung erarbeitet und wird in einer von Prof. Dr. Thomas Goll, TU Dortmund, überarbeiteten und deutlich komprimierten Fassung von der Bundeszentrale für politische Bildung als Wanderausstellung zur Verfügung gestellt.


Eine Veranstaltung in Kooperation des Lokalen Aktionsplanes Minden (LAP), der St. Martini-Gemeinde Minden und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden e.V.

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- Samstag, 20. Oktober 2018 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung


Ausstellungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer: Vom 31. August bis zum 18. Dezember 2018, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr, sowie für Gruppen / Schulklassen etc. nach Vereinbarung: info@zellentrakt.de


Ausgangs- und Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Den Täter-Dokumenten werden historische Privat- und Familienfotos der von Verfolgung betroffenen Menschen entgegengesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Er zeigt, welchen maßgeblichen Anteil die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma daran hatte, die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des "Dritten Reiches" zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte zu machen.

Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti- und Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.


Die Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, wird in Herford um lokale Verfolgungsbeispiele ergänzt.

Zu dieser Ausstellung gibt es in der Gedenkstätte pädagogische Begleitmaterialien und Bildungsangebote.

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- Sonntag, 21. Oktober 2018 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung


Ausstellungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer: Vom 31. August bis zum 18. Dezember 2018, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr, sowie für Gruppen / Schulklassen etc. nach Vereinbarung: info@zellentrakt.de


Ausgangs- und Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Den Täter-Dokumenten werden historische Privat- und Familienfotos der von Verfolgung betroffenen Menschen entgegengesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Er zeigt, welchen maßgeblichen Anteil die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma daran hatte, die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des "Dritten Reiches" zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte zu machen.

Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti- und Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.


Die Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, wird in Herford um lokale Verfolgungsbeispiele ergänzt.

Zu dieser Ausstellung gibt es in der Gedenkstätte pädagogische Begleitmaterialien und Bildungsangebote.

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- Dienstag, 23. Oktober 2018 von 08.00 bis 18.00 Uhr -


Ausstellung: "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten"


Veranstaltungsort:

St. Martinikirche
Martinikirchhof 7
32423 Minden

www.martinigemeinde.de


Ausstellungsdauer: Vom 25. September bis zum 26. Oktober 2018, dienstags bis freitags von 08.00 bis 18.00 Uhr und samstags von 08.00 bis 13.00 Uhr.


Stereotype sind ein gängiges Element unserer Kommunikationskultur. Sie dienen dazu, komplizierte Zusammenhänge zu vereinfachen, indem sie sie kategorisieren. Aber wann wird ein Stereotyp zum Vorurteil? Wo zieht man die Grenze?

Der Berliner Sammler Wolfgang Haney hat fast 1.000 antisemitische Postkarten zusammengetragen, die meisten stammen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. In der Ausstellung wird eine kleine Auswahl unter vier Themenschwerpunkten gezeigt: "Antisemitismus im Bild - Mittel der Darstellung", "Juden in der Gesellschaft - Drei Stereotype", "Antisemitische Haltungen und Wunschvorstellungen" sowie "Staatlich geduldeter und propagierter Antisemitismus".

Am Beispiel der Postkarte als dem ersten modernen Massenmedium wird ersichtlich, wie harmlos erscheinende Alltagsstereotype in blanken Hass oder übelste Diffamierung ausarten können. Die Ausstellung verfolgt nicht nur das Ziel, etwas Vergangenes zu präsentieren, sondern möchte auch über Motive und Bildsprachen aufklären, um Besucherinnen und Besucher dafür zu sensibilisieren, Antisemitismus und andere Formen diskriminierender Etikettierungen auch in der Gegenwart zu erkennen.


Die Ausstellung "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten" wurde 1999 vom Jüdischen Museum Frankfurt am Mai und dem Museum für Kommunikation Frankfurt am Main als Wechselausstellung erarbeitet und wird in einer von Prof. Dr. Thomas Goll, TU Dortmund, überarbeiteten und deutlich komprimierten Fassung von der Bundeszentrale für politische Bildung als Wanderausstellung zur Verfügung gestellt.


Eine Veranstaltung in Kooperation des Lokalen Aktionsplanes Minden (LAP), der St. Martini-Gemeinde Minden und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden e.V.

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- Mittwoch, 24. Oktober 2018 von 08.00 bis 18.00 Uhr -


Ausstellung: "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten"


Veranstaltungsort:

St. Martinikirche
Martinikirchhof 7
32423 Minden

www.martinigemeinde.de


Ausstellungsdauer: Vom 25. September bis zum 26. Oktober 2018, dienstags bis freitags von 08.00 bis 18.00 Uhr und samstags von 08.00 bis 13.00 Uhr.


Stereotype sind ein gängiges Element unserer Kommunikationskultur. Sie dienen dazu, komplizierte Zusammenhänge zu vereinfachen, indem sie sie kategorisieren. Aber wann wird ein Stereotyp zum Vorurteil? Wo zieht man die Grenze?

Der Berliner Sammler Wolfgang Haney hat fast 1.000 antisemitische Postkarten zusammengetragen, die meisten stammen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. In der Ausstellung wird eine kleine Auswahl unter vier Themenschwerpunkten gezeigt: "Antisemitismus im Bild - Mittel der Darstellung", "Juden in der Gesellschaft - Drei Stereotype", "Antisemitische Haltungen und Wunschvorstellungen" sowie "Staatlich geduldeter und propagierter Antisemitismus".

Am Beispiel der Postkarte als dem ersten modernen Massenmedium wird ersichtlich, wie harmlos erscheinende Alltagsstereotype in blanken Hass oder übelste Diffamierung ausarten können. Die Ausstellung verfolgt nicht nur das Ziel, etwas Vergangenes zu präsentieren, sondern möchte auch über Motive und Bildsprachen aufklären, um Besucherinnen und Besucher dafür zu sensibilisieren, Antisemitismus und andere Formen diskriminierender Etikettierungen auch in der Gegenwart zu erkennen.


Die Ausstellung "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten" wurde 1999 vom Jüdischen Museum Frankfurt am Mai und dem Museum für Kommunikation Frankfurt am Main als Wechselausstellung erarbeitet und wird in einer von Prof. Dr. Thomas Goll, TU Dortmund, überarbeiteten und deutlich komprimierten Fassung von der Bundeszentrale für politische Bildung als Wanderausstellung zur Verfügung gestellt.


Eine Veranstaltung in Kooperation des Lokalen Aktionsplanes Minden (LAP), der St. Martini-Gemeinde Minden und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden e.V.

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- Mittwoch, 24. Oktober 2018 um 18.00 Uhr -


Vortrag: Prof. Dr. Frank Göttmann: Das "Historische Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe" - Ziele, Struktur, Ergebnisse


Veranstaltungsort:

Universität Paderborn
Raum L 1.201
Warburger Straße 100
33098 Paderborn

www.uni-paderborn.de


Das im Jahre 2016 vorläufig abgeschlossene fünfbändige lexikalische Nachschlagewerk der Historischen Kommission für Westfalen repräsentiert die Entwicklung der Jüdischen Gemeinden und Gemeinschaften in den drei Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster. Diese Teilbände enthalten über die circa 270 Ortsartikel hinaus Überblicksartikel über Entwicklung des jüdischen Lebens in den einzelnen Territorien.

Ein eigener Band gilt der jüdischen Geschichte in Westfalen nach dem Ende des Alten Reiches. Alle Bände werden durch einen elektronisch veröffentlichten Index in einem fünften Band erschlossen:

www.historische-kommission.lwl.org/de/projekte/hhjg/


Das Referat schildert Entstehung und Durchführung des Langzeitprojektes, erläutert den Aufbau und geht auf Probleme und wesentliche Ergebnisse ein.


Frank Göttmann, Univ.-Prof. Dr. phil. (geboren 1946): Studium der Fächer Geschichte, Germanistik und Erziehungswissenschaften an der Universität Frankfurt; Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien 1973; Promotion 1976; Zweites Staatsexamen 1977; Habilitation in Mittlerer und Neuerer Geschichte an der Universität Konstanz 1985; Lehrtätigkeit an Grundschule und Gymnasium sowie an den Universitäten Konstanz und Köln, zwischenzeitlich Archivdienst; 1994-2011 Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit, 2011-2015 Senior-Professor an der Universität Paderborn.

Ordentliches Mitglied der "Historischen Kommission für Westfalen", stellvertretender Vorsitzender des "Fördervereins Kreismuseum Wewelsburg".


Eine Veranstaltung des Arbeitsbereichs Zeitgeschichte an der Universität Paderborn im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungsreihe "80 Jahre Pogromnacht - Gemeinsam gegen Antisemitismus" vom 12. Oktober bis zum 4. Dezember 2018 im Kreis Paderborn der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Paderborn e.V., der Jüdischen Kultusgemeinde Paderborn, dem Kreismuseum Wewelsburg, der Universität Paderborn sowie Stadt und Kreis Paderborn.

www.kw.uni-paderborn.de/historisches-institut/zeitgeschichte

https://80jahrepogrom.jgpb.de

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- Donnerstag, 25. Oktober 2018 von 08.00 bis 18.00 Uhr -


Ausstellung: "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten"


Veranstaltungsort:

St. Martinikirche
Martinikirchhof 7
32423 Minden

www.martinigemeinde.de


Ausstellungsdauer: Vom 25. September bis zum 26. Oktober 2018, dienstags bis freitags von 08.00 bis 18.00 Uhr und samstags von 08.00 bis 13.00 Uhr.


Stereotype sind ein gängiges Element unserer Kommunikationskultur. Sie dienen dazu, komplizierte Zusammenhänge zu vereinfachen, indem sie sie kategorisieren. Aber wann wird ein Stereotyp zum Vorurteil? Wo zieht man die Grenze?

Der Berliner Sammler Wolfgang Haney hat fast 1.000 antisemitische Postkarten zusammengetragen, die meisten stammen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. In der Ausstellung wird eine kleine Auswahl unter vier Themenschwerpunkten gezeigt: "Antisemitismus im Bild - Mittel der Darstellung", "Juden in der Gesellschaft - Drei Stereotype", "Antisemitische Haltungen und Wunschvorstellungen" sowie "Staatlich geduldeter und propagierter Antisemitismus".

Am Beispiel der Postkarte als dem ersten modernen Massenmedium wird ersichtlich, wie harmlos erscheinende Alltagsstereotype in blanken Hass oder übelste Diffamierung ausarten können. Die Ausstellung verfolgt nicht nur das Ziel, etwas Vergangenes zu präsentieren, sondern möchte auch über Motive und Bildsprachen aufklären, um Besucherinnen und Besucher dafür zu sensibilisieren, Antisemitismus und andere Formen diskriminierender Etikettierungen auch in der Gegenwart zu erkennen.


Die Ausstellung "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten" wurde 1999 vom Jüdischen Museum Frankfurt am Mai und dem Museum für Kommunikation Frankfurt am Main als Wechselausstellung erarbeitet und wird in einer von Prof. Dr. Thomas Goll, TU Dortmund, überarbeiteten und deutlich komprimierten Fassung von der Bundeszentrale für politische Bildung als Wanderausstellung zur Verfügung gestellt.


Eine Veranstaltung in Kooperation des Lokalen Aktionsplanes Minden (LAP), der St. Martini-Gemeinde Minden und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden e.V.

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- Donnerstag, 25. Oktober 2018 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Bernd Langer: Deutschland 1918/19 - Die Flamme der Revolution


Veranstaltungsort:

Aleviten Gemeinde Bünde und Umgebung e.V.
Kaiser-Wilhelm-Straße 2
32257 Bünde

www.aleviten-buende.de


Im Jahr 1919 entwickelt sich im Deutschen Reich ein Bürgerkrieg, der nicht als solcher in den Geschichtsbüchern verzeichnet ist. Wie kommt es dazu?

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 radikalisieren sich die sozialen Verhältnisse. Weil die SPD den Kriegskurs des Kaiserreiches mitträgt, spaltet sich die Partei und es entsteht die Unabhängige Sozialdemokratie. Auftrieb erhält die Antikriegsstimmung durch die Revolution in Russland 1917. Doch erst mit der militärischen Niederlage bricht das Kaiserreich 1918 zusammen, und ein Matrosenaufstand in Kiel wird zum Auslöser der Novemberrevolution.

Der zunächst friedliche Verlauf ist bald von blutigen Konfrontationen überschattet. Während die radikalen Kräfte die Sozialisierung der Industrie und die Räte-Republik wollen, verteidigen die SPD und andere bürgerliche Parteien die kapitalistischen Besitzverhältnisse mit Hilfe der Freikorps.

Detailreich und lebendig wird in diesem Buch (Unrast Verlag, Oktober 2018) die Geschichte jener Tage erzählt, die eine grundlegende politische Weichenstellung bedeuten. Denn die weltweite Spaltung in Kommunistische Parteien mit revolutionärem Anspruch einerseits und eine reformistische Sozialdemokratie andererseits sowie die verhängnisvolle Entwicklung am Vorabend des Faschismus sind ohne diese Ereignisse nicht zu begreifen.


Bernd Langer, geboren 1960 in Bad Lauterberg im Harz, seit 1977 mit der autonomen Szene verbunden. Seit Mitte der 80er Jahre Mitinitiator der Initiative KuK (Kunst und Kampf), die einen neuen Kunstbegriff propagiert, und in deren Rahmen zahlreiche Plakate und Ölgemälde entstehen und Agitprop-Aktionen stattfinden. Darüberhinaus viele Publikationen zum Thema antifaschistischer Widerstand. Seit 1990 beteiligt an der Wanderausstellung "Kunst als Widerstand". 1997 erscheint Langers Buch "Kunst als Widerstand", 1998 Herausgabe einer überarbeiteten und aktualisierten Fassung in englischer Sprache unter dem Titel "Art as Resistance". 2004 erscheint sein autobiographischer Roman "Operation 1653 - stay rude, stay rebel". Bernd Langer lebt und arbeitet heute in Berlin.


Eine Vortrag der Initiative 9. November Bünde im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Erinnern heißt Partei ergreifen" vom 3. Oktober bis zum 22. November 2018.

www.facebook.com/9NovemberBuende/

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- Donnerstag, 25. Oktober 2018 um 19.00 Uhr -


Offenes Treffen von Seebrücke Bielefeld - Für sichere Häfen und solidarische Städte


- www.facebook.com/seebrueckeBi/

- http://sb-bi.apgw.de/


Veranstaltungsort:

Welthaus Bielefeld e.V.
August-Bebel-Straße 62
33602 Bielefeld

www.welthaus.de


Offenes Organisationstreffen der Bewegung "Seebrücke" in Bielefeld. Wir planen mögliche Aktionen, um die Solidarität mit der Seenotrettung zu zeigen oder auch den Druck auf die Politik zu erhöhen.

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- Freitag, 26. Oktober 2018 von 08.00 bis 18.00 Uhr -


Letzter Tag der Ausstellung: "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten"


Veranstaltungsort:

St. Martinikirche
Martinikirchhof 7
32423 Minden

www.martinigemeinde.de


Ausstellungsdauer: Vom 25. September bis zum 26. Oktober 2018, dienstags bis freitags von 08.00 bis 18.00 Uhr und samstags von 08.00 bis 13.00 Uhr.


Stereotype sind ein gängiges Element unserer Kommunikationskultur. Sie dienen dazu, komplizierte Zusammenhänge zu vereinfachen, indem sie sie kategorisieren. Aber wann wird ein Stereotyp zum Vorurteil? Wo zieht man die Grenze?

Der Berliner Sammler Wolfgang Haney hat fast 1.000 antisemitische Postkarten zusammengetragen, die meisten stammen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. In der Ausstellung wird eine kleine Auswahl unter vier Themenschwerpunkten gezeigt: "Antisemitismus im Bild - Mittel der Darstellung", "Juden in der Gesellschaft - Drei Stereotype", "Antisemitische Haltungen und Wunschvorstellungen" sowie "Staatlich geduldeter und propagierter Antisemitismus".

Am Beispiel der Postkarte als dem ersten modernen Massenmedium wird ersichtlich, wie harmlos erscheinende Alltagsstereotype in blanken Hass oder übelste Diffamierung ausarten können. Die Ausstellung verfolgt nicht nur das Ziel, etwas Vergangenes zu präsentieren, sondern möchte auch über Motive und Bildsprachen aufklären, um Besucherinnen und Besucher dafür zu sensibilisieren, Antisemitismus und andere Formen diskriminierender Etikettierungen auch in der Gegenwart zu erkennen.


Die Ausstellung "abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten" wurde 1999 vom Jüdischen Museum Frankfurt am Mai und dem Museum für Kommunikation Frankfurt am Main als Wechselausstellung erarbeitet und wird in einer von Prof. Dr. Thomas Goll, TU Dortmund, überarbeiteten und deutlich komprimierten Fassung von der Bundeszentrale für politische Bildung als Wanderausstellung zur Verfügung gestellt.


Eine Veranstaltung in Kooperation des Lokalen Aktionsplanes Minden (LAP), der St. Martini-Gemeinde Minden und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden e.V.

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- Samstag, 27. Oktober 2018 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung


Ausstellungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer: Vom 31. August bis zum 18. Dezember 2018, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr, sowie für Gruppen / Schulklassen etc. nach Vereinbarung: info@zellentrakt.de


Ausgangs- und Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Den Täter-Dokumenten werden historische Privat- und Familienfotos der von Verfolgung betroffenen Menschen entgegengesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Er zeigt, welchen maßgeblichen Anteil die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma daran hatte, die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des "Dritten Reiches" zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte zu machen.

Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti- und Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.


Die Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, wird in Herford um lokale Verfolgungsbeispiele ergänzt.

Zu dieser Ausstellung gibt es in der Gedenkstätte pädagogische Begleitmaterialien und Bildungsangebote.

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- Sonntag, 28. Oktober 2018 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung


Ausstellungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer: Vom 31. August bis zum 18. Dezember 2018, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr, sowie für Gruppen / Schulklassen etc. nach Vereinbarung: info@zellentrakt.de


Ausgangs- und Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Den Täter-Dokumenten werden historische Privat- und Familienfotos der von Verfolgung betroffenen Menschen entgegengesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Er zeigt, welchen maßgeblichen Anteil die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma daran hatte, die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des "Dritten Reiches" zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte zu machen.

Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti- und Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.


Die Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, wird in Herford um lokale Verfolgungsbeispiele ergänzt.

Zu dieser Ausstellung gibt es in der Gedenkstätte pädagogische Begleitmaterialien und Bildungsangebote.

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- Sonntag, 28. Oktober 2018 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Montag, 29. Oktober 2018 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Michael Rubinstein: Ohne mit und aber! Wie und warum jüdisches Leben wieder deutsch sein kann


Veranstaltungsort:

Haus Münsterberg
Hornsche Straße 38
32756 Detmold

www.gfcjz-lippe.de


Moderation: Bettina Hanke-Postma


Michael Rubinstein ist Deutscher. Bekennender deutscher Jude - oder jüdischer Deutscher, je nach Betrachtungsweise. Jüdisch und Deutsch klingt auch im Jahr 2018 noch fremd für viele Ohren, oder zumindest ist die Reaktion darauf eher distanziert als selbstverständlich. In seinem von persönlichen Eindrücken und Erfahrungen geprägten Vortrag gewährt Michael Rubinstein hintergründige Einblicke in das heutige jüdische (Gemeinde-)Leben und berichtet offen seine Sicht der Dinge.

Geboren 1972 in Düsseldorf wurde Rubinstein Diplom-Medienwirt und übernahm 2004 die Geschäftsführung der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim / Ruhr-Oberhausen, der viertgrößten Jüdischen Gemeinde in Nordrhein-Westfalen. 2010 wurden die Verantwortlichen der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim / Ruhr-Oberhausen, darunter auch Michael Rubinstein, mit dem Preis für Toleranz und Zivilcourage Duisburg ausgezeichnet. 2012 rückte er durch seine Kandidatur als unabhängiger Oberbürgermeister für die Stadt Duisburg in einen breiteren Fokus der Öffentlichkeit und beendete die Wahl auf dem dritten Platz. Gemeinsam mit der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor veröffentlichte er 2013 das Buch "So fremd und doch so nah - Juden und Muslime in Deutschland". Seit Mitte 2015 ist er als Geschäftsführer des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein mit Sitz in Düsseldorf tätig.


Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. im Rahmen der Reihe "Religionen im Gespräch".

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- Montag, 29. Oktober 2018 um 19.30 Uhr -


Koordinationstreffen von "Bielefeld stellt sich quer - Bündnis gegen Rechts"


Veranstaltungsort:

Haus der Kirche
Markgrafenstraße 7
33602 Bielefeld


Am 10. November 2018 wird eine Demonstration "Freiheit für Ursula Haverbeck: Geburtstagsdemo am 10. November in Bielefeld!", zum 90. Geburtstag (8. November 1928) der (inhaftierten) Antisemitin beworben.


- Vorbereitung: Antifaschistische Demonstrationen und Mahnwachen


Weitere Informationen unter: www.bielefeldstelltsichquer.wordpress.com

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- Donnerstag, 1. November 2018 um 18.00 Uhr -


Vortrag: Die doppelte Vernichtung - die Relativierung und Leugnung des Holocaust


Veranstaltungsort:

BI Bürgerwache e.V.
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld

www.bi-buergerwache.de


Der Zivilisationsbruch des Holocaust ist es, der den Nationalsozialismus am deutlichsten diskreditiert. Auschwitz und das Wissen um den Holocaust ist für die Akteure der extremen Rechten ein zentrales Hindernis für das Anknüpfen an den Nationalsozialismus. Um dieses zu überwinden, wurde und wird versucht, die Wahrheit zu unterdrücken und der Holocaust geleugnet oder relativiert.

Menschen wie Ursula Haverbeck-Wetzel stellen Auschwitz als Propaganda-Lüge dar, und versuchen mit pseudowissenschaftlichen Gutachten oder Berechnungen die historische Faktizität des Holocaust zu widerlegen.

Der Vortrag wird über die Bedeutung der Leugnung des Holocaust, seine Strategien und seine personellen Netzwerke informieren.


Eine Veranstaltung von "Offenes Antifa-Treffen Bielefeld" im Rahmen von "Gedenken heißt kämpfen! - Veranstaltungsreihe gegen den Nazi-Aufmarsch am 10. November" vom 1. bis zum 10. November 2018 in Bielefeld.

www.offenesantifatreffenbi.noblogs.org

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- Sonntag, 4. November 2018 von 11.30 bis 13.45 Uhr -


Öffentlicher Stadtrundgang: "Auf den Spuren der Lemgoer Heimatfront während des Ersten Weltkrieges"


Treffpunkt:

Rathaus der Alten Hansestadt
Marktplatz 1
- Eingang Mittelstraße -
32657 Lemgo


Anlässlich des Endes des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren (1918) bietet das Stadtarchiv Lemgo einen öffentlichen Stadtrundgang auf den Spuren der Lemgoer Heimatfront an. Treffpunkt ist das Rathaus (Laube, Eingang Mittelstraße). Bei schlechtem Wetter führt ein Bildervortrag im Rathaus virtuell zu den Orten des Rundganges.


Anschließend kann die aktuelle Archivausstellung "Heimatfront - Lemgo in Krieg und Niederlage (1914 - 1919)" (vom 31. Oktober bis zum 21. Dezember 2018) im Stadtarchiv, Rampendal 20 a besucht werden.

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- Sonntag, 4. November 2018 um 13.00 Uhr -


Aktionstraining


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Wer an Protesten gegen Neonazi-Aufmärsche oder anderen Demonstrationen und Veranstaltungen teilnimmt, läuft immer auch Gefahr, mit Polizei und Justiz konfrontiert zu werden. Damit diese Begegnung nicht zum Desaster wird, wollen wir uns an diesem Tag auf solche Situationen vorbereiten.

Für gelingende Aktionen benötigen wir Vorbereitung, Erfahrungsaustausch und Techniken, die erlernbar sind. Das Training ist dafür gedacht, euch in Aktionen sicher zu fühlen, euch selbst zu schützen - und entschlossen die vereinbarten Ziele zu verfolgen.

Außerdem wird es einen Rechtshilfe-Workshop zum Umgang mit den staatlichen Repressionsorganen in brenzligen Situationen geben. Angefangen mit der Vorbereitung auf eine Demonstration, über das Verhalten bei Übergriffen, Hausdurchsuchungen und bei Festnahmen, bis hin zu den Nachwehen wie Strafbefehlen, Gerichtsverfahren und DNA-Entnahmen. Gemeinsam wollen wir einen sicheren Umgang mit Polizei und Justiz erarbeiten.


Eine Veranstaltung von "Offenes Antifa-Treffen Bielefeld" im Rahmen von "Gedenken heißt kämpfen! - Veranstaltungsreihe gegen den Nazi-Aufmarsch am 10. November" vom 1. bis zum 10. November 2018 in Bielefeld.

www.offenesantifatreffenbi.noblogs.org

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- Montag, 5. November 2018 um 19.00 Uhr -


Eröffnung der Ausstellung: "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht"


- Wanderausstellung basierend auf Post aus Lagern des Nationalsozialismus


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Historischer Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Ausstellungsdauer: 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019; täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, zu den Veranstaltungsterminen und nach Vereinbarung. Ausstellungsführungen auch für Schulklassen nach Vereinbarung. Kontakt über die Volkshochschule Bielefeld, Gerd Kurbjuhn (0521) 513490 oder r.kula@t-online.de.


- Einführung in die Ausstellung durch Mirjam Huffener, Projektleiterin, Lotty Veffer Foundation

- Musikalische Begleitung durch die Gruppe "Lebenslaute"


Die niederländisch-deutsche Wanderausstellung "Waarom schrijf je me niet" / "Warum schreibst du mir nicht" handelt vom Leben von fünf Menschen vor und während des Zweiten Weltkriegs: Wanda Verduin, Jules Schelvis, Nico Peeters, Wolfgang Maas und Thea Windmüller - eine jüdische Jugendliche, ein jüdischer junger Mann, ein Widerstandskämpfer, ein Flüchtling aus Deutschland und seine Freundin.

Wir folgen ihnen durch Deutschland, die Niederlande, die Lager und Ghettos in Polen bis zu ihrem Tod oder der Befreiung. Die Ausstellung verdeutlicht, wie ihnen ihre Privatsphäre und ihre Identität genommen wurde, dass sie keine Ahnung hatten, was sie erwarten würde und keine Chance hatten, ihrem Schicksal zu entkommen.

Die Lebensgeschichten der Hauptpersonen werden in kurzen Filmen durch vier Erzähler aufgezeigt. Sie gehen dabei auch darauf ein, welche Bedeutung die Geschichten für uns heute haben. Am Ende der Ausstellung steht die Beantwortung aktueller Fragen über Freiheit, Kommunikation, Meinungsfreiheit, Privatsphäre damals und Privatsphäre heute im Internet, Widerstand, Flüchtlinge. Das sind keine einfachen Fragen, und es gibt keine vorgefertigten Antworten.

Das deutsch-niederländische Konzept zu dieser Ausstellung wurde von der Lotty Veffer Foundation in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Untertauchermuseum Markt 12 in Aalten und dem Zentrum für Niederlande-Studien in Münster realisiert und durch Unterstützung von Interreg, der Provinz Gelderland, dem vfonds und der Mondriaan-Stiftung ermöglicht.

- Weitere Informationen unter: www.pudv.nl/?lang=de


Sie riskieren ihr Leben für mich

Einer der Erzähler ist der deutsche Schauspieler Rauand Taleb. Als fünfjähriger Junge flüchtete er mit seiner Familie nach Deutschland. Er erzählt über den jungen Wolfgang Maas, einem jüdischen Jungen, der als 16-Jähriger 1936 von Gelsenkirchen aus in die Niederlande flüchtet, und zwar nach Winterswijk, direkt hinter der Grenze. Einige Jahre später verliebt er sich in ein jüdisches Mädchen, Thea Windmüller. Was als eine schöne, romantische Geschichte beginnt, endet schrecklich. Gemeinsam erleben sie die Verfolgung der Jüdinnen und Juden in den Niederlanden, die sie letztendlich zwingt, unter zu tauchen.

Thea schreibt 1943 in ihrem Tagebuch über die Widerstandsbewegung: "Wie gut sind diese Menschen, bei denen ich jetzt bin! Sie riskieren ihr Leben für mich. Welche Strafe erwartet die Menschen, die uns beherbergen? Die Todesstrafe? Die Kugel?"

Wir können uns kaum vorstellen, was zwischen 1933 und 1945 geschehen ist, wie so etwas geschehen konnte. Hätten wir unser eigenes Leben und das unserer Nächsten in die Waagschale geworfen? Was die Ausstellung erreichen möchte, ist, dass wir auf jeden Fall über die Entscheidungen nachdenken, die wir jetzt treffen, wenn es um Freiheit, Demokratie und Mitmenschlichkeit geht.


Veranstalterinnen:

Fritz Bornemeyer und Raphaela Kula in Kooperation mit der Volkshochschule Bielefeld, Arbeit und Leben Bielefeld e.V. - DGB / VHS, Atelier-Ostbahnhof, Buchladen Eulenspiegel, Buchladen Die Kronenklauer, Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld, DGB-Arbeitskreis "Zwangsarbeit in Bielefeld", "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." - Sektion Bielefeld, Digitalcourage e.V., Künstlerinnenforum Bielefeld-OWL e.V. | Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V., Offkino Bielefeld, Projektgruppe Ravensbrück.


Dank für die Unterstützung an:

Deutsches Jugendherbergs-Werk - Landesverband Westfalen-Lippe e.V., Internationales Autonomes Feministische Referat für Frauen Lesben Transgender an der Universität Bielefeld, Gruppe "Lebenslaute", Trio Fain.

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- Montag, 5. November 2018 um 20.00 Uhr -


Vortrag und Diskussion mit "Redical M": Kritik der Konsumkritik


Veranstaltungsort:

Extra Blues Bar
Siekerstraße 20
33602 Bielefeld

www.extrablues.wordpress.com


Um etwas gegen die schlimmen Zustände (Hunger, Ausbeutung, Umweltverschmutzung etc.) auf dieser Welt zu unternehmen, ändern manche Menschen ihren Konsum: Es soll weniger und wenn, dann Bio, Fairtrade oder nicht bei bestimmten Konzernen gekauft werden. "Unechte" Bedürfnisse sollen erkannt werden, back to basics.

Wir wollen diskutieren, warum diese Antwort notwendigerweise zu kurz greift und Strategien besprechen, um wirklich endlich Schluss zu machen mit Armut, Hunger und Krieg.

Der Vortrag ist so konzipiert, dass kein Vorwissen nötig ist, sondern jede und jeder kommen und mitdiskutieren kann.


www.redicalm.org:

"Redical M" ist eine kommunistische und antinationale Gruppe aus Göttingen: "Seit 2004 setzen wir uns kritisch mit dem Kapitalismus innewohnenden Macht- und Herrschaftsverhältnissen auseinander. Neben klassisch antifaschistischen Aktionsfeldern wie Rassismus und Nationalismus befassen wir uns jedoch auch mit Themen wie etwa Feminismus, Gesundheit im Kapitalismus, gesellschaftlicher Reproduktion oder der Frage nach bezahlbarem Wohnraum.

Wir streben eine alternative Gesellschaft an, ein gutes Leben ohne Kapitalismus. Wir wollen ein freies Leben, in dem alle, ohne Angst haben zu müssen, verschieden sein können. Dieses Konzept nennen wir Kommunismus und meinen damit nicht die bisherigen autoritären Versuche."


Organisiert von der Antinationalen Linken Bielefeld (ALiBi) - www.alibi.noblogs.org

im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Roter Montag":

www.facebook.com/pages/Roter-Montag/121215931303394

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- Dienstag, 6. November 2018 von 10.00 bis 18.00 Uhr -


Ausstellung: "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht"


- Wanderausstellung basierend auf Post aus Lagern des Nationalsozialismus


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Historischer Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Ausstellungsdauer: 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019; täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, zu den Veranstaltungsterminen und nach Vereinbarung. Ausstellungsführungen auch für Schulklassen nach Vereinbarung. Kontakt über die Volkshochschule Bielefeld, Gerd Kurbjuhn (0521) 513490 oder r.kula@t-online.de.


Die niederländisch-deutsche Wanderausstellung "Waarom schrijf je me niet" / "Warum schreibst du mir nicht" handelt vom Leben von fünf Menschen vor und während des Zweiten Weltkriegs: Wanda Verduin, Jules Schelvis, Nico Peeters, Wolfgang Maas und Thea Windmüller - eine jüdische Jugendliche, ein jüdischer junger Mann, ein Widerstandskämpfer, ein Flüchtling aus Deutschland und seine Freundin.

Wir folgen ihnen durch Deutschland, die Niederlande, die Lager und Ghettos in Polen bis zu ihrem Tod oder der Befreiung. Die Ausstellung verdeutlicht, wie ihnen ihre Privatsphäre und ihre Identität genommen wurde, dass sie keine Ahnung hatten, was sie erwarten würde und keine Chance hatten, ihrem Schicksal zu entkommen.

Die Lebensgeschichten der Hauptpersonen werden in kurzen Filmen durch vier Erzähler aufgezeigt. Sie gehen dabei auch darauf ein, welche Bedeutung die Geschichten für uns heute haben. Am Ende der Ausstellung steht die Beantwortung aktueller Fragen über Freiheit, Kommunikation, Meinungsfreiheit, Privatsphäre damals und Privatsphäre heute im Internet, Widerstand, Flüchtlinge. Das sind keine einfachen Fragen, und es gibt keine vorgefertigten Antworten.

Das deutsch-niederländische Konzept zu dieser Ausstellung wurde von der Lotty Veffer Foundation in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Untertauchermuseum Markt 12 in Aalten und dem Zentrum für Niederlande-Studien in Münster realisiert und durch Unterstützung von Interreg, der Provinz Gelderland, dem vfonds und der Mondriaan-Stiftung ermöglicht.

- Weitere Informationen unter: www.pudv.nl/?lang=de


Sie riskieren ihr Leben für mich

Einer der Erzähler ist der deutsche Schauspieler Rauand Taleb. Als fünfjähriger Junge flüchtete er mit seiner Familie nach Deutschland. Er erzählt über den jungen Wolfgang Maas, einem jüdischen Jungen, der als 16-Jähriger 1936 von Gelsenkirchen aus in die Niederlande flüchtet, und zwar nach Winterswijk, direkt hinter der Grenze. Einige Jahre später verliebt er sich in ein jüdisches Mädchen, Thea Windmüller. Was als eine schöne, romantische Geschichte beginnt, endet schrecklich. Gemeinsam erleben sie die Verfolgung der Jüdinnen und Juden in den Niederlanden, die sie letztendlich zwingt, unter zu tauchen.

Thea schreibt 1943 in ihrem Tagebuch über die Widerstandsbewegung: "Wie gut sind diese Menschen, bei denen ich jetzt bin! Sie riskieren ihr Leben für mich. Welche Strafe erwartet die Menschen, die uns beherbergen? Die Todesstrafe? Die Kugel?"

Wir können uns kaum vorstellen, was zwischen 1933 und 1945 geschehen ist, wie so etwas geschehen konnte. Hätten wir unser eigenes Leben und das unserer Nächsten in die Waagschale geworfen? Was die Ausstellung erreichen möchte, ist, dass wir auf jeden Fall über die Entscheidungen nachdenken, die wir jetzt treffen, wenn es um Freiheit, Demokratie und Mitmenschlichkeit geht.


Veranstalterinnen:

Fritz Bornemeyer und Raphaela Kula in Kooperation mit der Volkshochschule Bielefeld, Arbeit und Leben Bielefeld e.V. - DGB / VHS, Atelier-Ostbahnhof, Buchladen Eulenspiegel, Buchladen Die Kronenklauer, Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld, DGB-Arbeitskreis "Zwangsarbeit in Bielefeld", "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." - Sektion Bielefeld, Digitalcourage e.V., Künstlerinnenforum Bielefeld-OWL e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V., Offkino Bielefeld, Projektgruppe Ravensbrück.


Dank für die Unterstützung an:

Deutsches Jugendherbergs-Werk - Landesverband Westfalen-Lippe e.V., Internationales Autonomes Feministische Referat für Frauen Lesben Transgender an der Universität Bielefeld, Gruppe "Lebenslaute", Trio Fain.

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- Dienstag, 6. November 2018 um 10.00 Uhr -


Historisches Museum des Hochstifts Paderborn: Eröffnung der Lichtinstallation im Verlies der Wewelsburg: Niedergebrannt, verhaftet, verschleppt - Die Jüdische Gemeinde in Salzkotten


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Lichtinstallation im Hexenkeller vom 6. bis 30. November 2018

Während des Novemberpogroms 1938 wurden mehr als 1.000 Synagogen und Bethäuser zerstört. Auch die Synagoge in Salzkotten wurde niedergebrannt. Die jüdischen Bürgerinnen und Bürger der Stadt wurden am 10. November von der Gestapo verhaftet und in das Verlies der Wewelsburg gebracht. Nach einer Nacht voller Angst, Schrecken und Demütigung wurden sie am nächsten Morgen über Bielefeld in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert.


Zur Erinnerung an den 80. Jahrestag des Novemberpogroms zeigt das Kreismuseum eine von Schülerinnen und Schülern der Salzkottener Gesamtschule erarbeitete Ausstellung aus Lichtobjekten im Verlies der Wewelsburg.

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- Dienstag, 6. November 2018 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Bernd Gelderblom: Vom "Reichserntedankfest" auf dem Bückeberg bei Hameln und den Chancen und Schwierigkeiten, daran zu erinnern


Veranstaltungsort:

Ehemalige Synagoge
Gasse zur Alten Synagoge
31655 Stadthagen

www.stadthagen-synagoge.de


Die Reichserntedankfeste auf dem Bückeberg - Die Bedeutung des NS-Kultortes Bückeberg

Der Bückeberg bei Hameln war in den Jahren 1933 bis 1937 ein NS-Versammlungs- und Festort von hohem Rang. Hier versammelten sich 500.000 bis eine Million Menschen, um in einer kultischen Feier auf den "Führer", die "Volksgemeinschaft" und den "Wehrgedanken" eingeschworen zu werden. Der Gedanke des Festes geht auf Josef Goebbels zurück, der Albert Speer mit seiner Ausgestaltung beauftragt hatte.

Der riesige Festplatz, der durch sehr umfangreiche Baumaßnahmen in den Jahren 1933 bis 1937 gestaltet wurde, ist weitgehend erhalten und ein Zeugnis hohen Ranges für die Methoden, mit denen die Nationalsozialisten die Massen zu beeinflussen suchten. Im oberen Bereich des ebenmäßig planierten Geländes sind die Fundamente der "Ehrentribüne" erhalten. Im Umfeld des Festplatzes befinden sich weitere wichtige Relikte wie zahlreiche Straßen, mehrere Bahnhöfe, ein Wasserbehälter etc. Die gesamte Landschaft rings um den Festplatz hat damals eine Gestaltung erfahren.

Die Unfassbarkeit der nationalsozialistischen Massenverbrechen hat im historischen Bewusstsein lange Zeit alle anderen Erscheinungsformen der nationalsozialistischen Diktatur in den Hintergrund gedrängt. Dies hat eine rationale Auseinandersetzung mit dem historischen Geschehen erschwert. Denn wenn der Nationalsozialismus eindimensional mit Auschwitz assoziiert wird, dann können die jetzt lebenden Generationen, insbesondere die jungen Menschen, schwerlich begreifen, warum eine große Mehrheit ihrer Vorfahren Hitler über einen beträchtlichen Zeitraum unterstützt und in Teilen sogar frenetisch gefeiert hat. Für die Attraktivität des Regimes bei den Massen war neben den anfänglichen außenpolitischen, wirtschafts- und sozialpolitischen Erfolgen vor allem sein immenses Verführungspotenzial maßgebend, seine Fähigkeit, sich und seine Politik so zu inszenieren, dass Massen davon ergriffen und fasziniert wurden. Erst beide Seiten zusammen ergeben ein komplettes und überzeugendes Geschichtsbild.

Während "Bergen-Belsen" das furchtbare Ende und die immer vorhandene Zielsetzung des Regimes zeigt, liefert der Bückeberg die Erklärung, warum "Bergen-Belsen" möglich war, warum Hitler so viele Menschen derart blind gefolgt sind. Das letztere ist heute gerade jüngeren Generationen gegenüber immer dringlicher klarzumachen. Insofern liegen im Bückeberg sehr große pädagogische Potentiale.

Seit 2011 steht der Bückeberg unter Denkmalschutz. Damit ist endlich die Voraussetzung dafür geschaffen, diesen Ort von NS-Kult und NS-Propaganda der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Kreistag stimmt für Gestaltungskonzept

Der Kreistag Hameln Pyrmont hat in seiner Sitzung am 13. März 2018 mit 22 zu 27 Stimmen für die Realisierung des Gestaltungsentwurfs der Arbeitsgemeinschaft Jung / Ermisch / Kerck auf dem Bückeberg gestimmt. In der entsprechenden Beschlussvorlage heißt es dazu: "Der Entwurf ist im Hinblick auf eine deutliche Erweiterung barrierefreier Erschließung und die Notwendigkeit einer Sanitäranlage zu überarbeiten. Der Entwurf ist in mindestens zwei kreisweiten Veranstaltungen mit den o.g. Änderungen in einem Bürgerdialog zu präsentieren, an dem das Projekt nicht nur vorgestellt wird sondern auch die Möglichkeit besteht, weitere Anregungen zu platzieren. Ein sich aus den Änderungen ergebender weiterer Finanzierungsbedarf soll über weitere Drittmittel dargestellt werden."


Der Hamelner Historiker Bernhard Gelderblom ist der Leiter des Konzeptionsprojekts "Dokumentation Bückeberg".


Internetseiten zum NS-Kultort Bückeberg:

www.geschichte-hameln.de

www.dokumentation-bueckeberg.de

www.initiativegedenkortbueckeberg.wordpress.com


Eine Veranstaltung des Fördervereins ehemalige Synagoge Stadthagen e.V. in Kooperation mit der "Schaumburger Landschaft".

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- Dienstag, 6. November 2018 um 20.00 Uhr -


Buchpräsentation mit Marc Grimm: "Antisemitismus im 21. Jahrhundert. Virulenz einer alten Feindschaft in Zeiten von Islamismus und Terror"


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Raum 240
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


In den vergangenen Jahren vollzog sich eine deutlich beobachtbare Radikalisierung des Antisemitismus in Europa, die mit den islamistisch motivierten Terroranschlägen von Paris, Toulouse, Brüssel und Kopenhagen auch mörderische Konsequenzen hatte. Als Indikator für eine neue Qualität und Virulenz des Antisemitismus kann jedoch nicht der islamistische Antisemitismus gesehen werden, sondern auch die Zunahme von Antisemitismus in politisch und sozial arrivierten Kreisen und Milieus.

Zugleich ist die Hemmschwelle für die Äußerung und Akzeptanz antisemitischer Ressentiments gesunken, sofern diese als "Israel-Kritik" camoufliert sind. Die Beiträge des vom Herausgeber Marc Grimm präsentieren Sammelbandes untersuchen Aspekte dieser Entwicklungen und befassen sich schwerpunktmäßig mit Antisemitismus in der öffentlichen Kommunikation, islamischen Antisemitismus und Antisemitismus in politischen Bewegungen.


Marc Grimm, Dipl. Pol., Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter der Universität Bielefeld. Forschung zu Sozialisationsbedingungen in Zeiten gesellschaftlicher Krisen, zu Fragen der Gedenkstätten-Pädagogik, Antisemitismus und extremer Rechter.

Zuletzt erschien der mit Bodo Kahmann verfasste Aufsatz: "AfD und Juden-Bild. Eine Partei im Spannungsfeld von Antisemitismus, Schuldabwehr und instrumenteller Israel-Solidarität", in Grigat , Stephan (Hg.): AfD und FPÖ. Antisemitismus, völkischer Nationalismus und Geschlechterbilder, Nomos, 2017.


Eine Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld im Rahmen der Ausstellung "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht" vom 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019 in der Volkshochschule Bielefeld.

www.dig-bielefeld.de

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- Mittwoch, 7. November 2018 von 10.00 bis 18.00 Uhr -


Ausstellung: "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht"


- Wanderausstellung basierend auf Post aus Lagern des Nationalsozialismus


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Historischer Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Ausstellungsdauer: 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019; täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, zu den Veranstaltungsterminen und nach Vereinbarung. Ausstellungsführungen auch für Schulklassen nach Vereinbarung. Kontakt über die Volkshochschule Bielefeld, Gerd Kurbjuhn (0521) 513490 oder r.kula@t-online.de.


Die niederländisch-deutsche Wanderausstellung "Waarom schrijf je me niet" / "Warum schreibst du mir nicht" handelt vom Leben von fünf Menschen vor und während des Zweiten Weltkriegs: Wanda Verduin, Jules Schelvis, Nico Peeters, Wolfgang Maas und Thea Windmüller - eine jüdische Jugendliche, ein jüdischer junger Mann, ein Widerstandskämpfer, ein Flüchtling aus Deutschland und seine Freundin.

Wir folgen ihnen durch Deutschland, die Niederlande, die Lager und Ghettos in Polen bis zu ihrem Tod oder der Befreiung. Die Ausstellung verdeutlicht, wie ihnen ihre Privatsphäre und ihre Identität genommen wurde, dass sie keine Ahnung hatten, was sie erwarten würde und keine Chance hatten, ihrem Schicksal zu entkommen.

Die Lebensgeschichten der Hauptpersonen werden in kurzen Filmen durch vier Erzähler aufgezeigt. Sie gehen dabei auch darauf ein, welche Bedeutung die Geschichten für uns heute haben. Am Ende der Ausstellung steht die Beantwortung aktueller Fragen über Freiheit, Kommunikation, Meinungsfreiheit, Privatsphäre damals und Privatsphäre heute im Internet, Widerstand, Flüchtlinge. Das sind keine einfachen Fragen, und es gibt keine vorgefertigten Antworten.

Das deutsch-niederländische Konzept zu dieser Ausstellung wurde von der Lotty Veffer Foundation in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Untertauchermuseum Markt 12 in Aalten und dem Zentrum für Niederlande-Studien in Münster realisiert und durch Unterstützung von Interreg, der Provinz Gelderland, dem vfonds und der Mondriaan-Stiftung ermöglicht.

- Weitere Informationen unter: www.pudv.nl/?lang=de


Sie riskieren ihr Leben für mich

Einer der Erzähler ist der deutsche Schauspieler Rauand Taleb. Als fünfjähriger Junge flüchtete er mit seiner Familie nach Deutschland. Er erzählt über den jungen Wolfgang Maas, einem jüdischen Jungen, der als 16-Jähriger 1936 von Gelsenkirchen aus in die Niederlande flüchtet, und zwar nach Winterswijk, direkt hinter der Grenze. Einige Jahre später verliebt er sich in ein jüdisches Mädchen, Thea Windmüller. Was als eine schöne, romantische Geschichte beginnt, endet schrecklich. Gemeinsam erleben sie die Verfolgung der Jüdinnen und Juden in den Niederlanden, die sie letztendlich zwingt, unter zu tauchen.

Thea schreibt 1943 in ihrem Tagebuch über die Widerstandsbewegung: "Wie gut sind diese Menschen, bei denen ich jetzt bin! Sie riskieren ihr Leben für mich. Welche Strafe erwartet die Menschen, die uns beherbergen? Die Todesstrafe? Die Kugel?"

Wir können uns kaum vorstellen, was zwischen 1933 und 1945 geschehen ist, wie so etwas geschehen konnte. Hätten wir unser eigenes Leben und das unserer Nächsten in die Waagschale geworfen? Was die Ausstellung erreichen möchte, ist, dass wir auf jeden Fall über die Entscheidungen nachdenken, die wir jetzt treffen, wenn es um Freiheit, Demokratie und Mitmenschlichkeit geht.


Veranstalterinnen:

Fritz Bornemeyer und Raphaela Kula in Kooperation mit der Volkshochschule Bielefeld, Arbeit und Leben Bielefeld e.V. - DGB / VHS, Atelier-Ostbahnhof, Buchladen Eulenspiegel, Buchladen Die Kronenklauer, Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld, DGB-Arbeitskreis "Zwangsarbeit in Bielefeld", "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." - Sektion Bielefeld, Digitalcourage e.V., Künstlerinnenforum Bielefeld-OWL e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V., Offkino Bielefeld, Projektgruppe Ravensbrück.


Dank für die Unterstützung an:

Deutsches Jugendherbergs-Werk - Landesverband Westfalen-Lippe e.V., Internationales Autonomes Feministische Referat für Frauen Lesben Transgender an der Universität Bielefeld, Gruppe "Lebenslaute", Trio Fain.

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- Mittwoch, 7. November 2018 um 19.00 Uhr -


Filmvorführung: "Nacht und Nebel" ("Nuit et brouillard", Frankreich 1956, Regie: Alain Resnais, 32 Minuten)


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Als Mahnmal gegen das Vergessen schuf Alain Resnais 1956 mit "Nacht und Nebel" eine eindringliche Dokumentation über das Geschehen in den Konzentrationslagern. Neben seiner Bedeutung als zeitloses Zeugnis über den unmenschlichen Lagerkosmos stellt der Film ein herausragendes Kunstwerk dar: Einprägsame Bilder verbinden sich mit der Musik Hanns Eislers und den Texten des französischen Schriftstellers Jean Cayrol und des Lyrikers Paul Celan, die beide den Holocaust überlebten. So entsteht das gelungene Beispiel einer neuen Ästhetik, die das Dokumentarische zum Essay wandelt, ein Film von zeitloser Aktualität und erbarmungsloser Eindringlichkeit.


Eine Veranstaltung von "Offenes Antifa-Treffen Bielefeld" im Rahmen von "Gedenken heißt kämpfen! - Veranstaltungsreihe gegen den Nazi-Aufmarsch am 10. November" vom 1. bis zum 10. November 2018 in Bielefeld.

www.offenesantifatreffenbi.noblogs.org

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- Mittwoch, 7. November 2018 um 19.30 Uhr -


Bebilderter Vortrag von Jan Raabe, Bielefeld und Dr. Karsten Wilke, Herford: Erscheinungsformen der extremen Rechten in Ostwestfalen-Lippe


Veranstaltungsort:

Altes Amtsgericht
Mindener Straße 16
32469 Petershagen


In Ostwestfalen-Lippe existiert seit Jahrzehnten eine ausdifferenzierte, aber gut vernetzte extrem rechte Szene. Dazu gehören unter anderem militante Neonazis, eine im bürgerlichen Gewande auftretende Holocaust-Leugnung und organisierte Familienzusammenschlüsse, die ihre Kinder im Geiste des Nationalsozialismus erziehen.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Erscheinungsformen der extremen Rechten in Ostwestfalen-Lippe und betrachtet hierbei auch die völkisch-extrem rechte Szene um die "Ahnenstätte Seelenfeld" in Petershagen.

Neben der Darstellung von Organisationen und Szenen geht es auch darum, Politikansätze der extremen Rechten herauszuarbeiten. Hervorzuheben ist hierbei die Agitation gegen Geflüchtete und gegen das Grundrecht auf Asyl, die nicht zuletzt über einen erstarkenden Rechtspopulismus zunehmend Einfluss auf gesellschaftliche Debatten gewinnt.


Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe ""Ahnenstätten", völkische Bewegung und extreme Rechte" vom 27. Juni bis 7. November 2018 im Alten Amtsgericht in Petershagen in Kooperation von LWL-Industriemuseum - Glashütte Gernheim, Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen e.V., Minden - Für Demokratie und Vielfalt e.V., Stadt Petershagen, Mindener Geschichtsverein - Historischer Verein für den Kreis Minden-Lübbecke e.V.

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- Mittwoch, 7. November 2018 um 19.30 Uhr -


Lesung gegen das Vergessen


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Historischer Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Erfassen, identifizieren und deportieren, untertauchen und überleben - Was Datenschutz mit der Shoah zu tun hat

Stellen wir uns einmal vor, die Gestapo hätte die technischen Möglichkeiten von heute und Zugriff auf den Datenschatz von Google, Facebook und Amazon. Lieber nicht?

Digitalcourage e.V. findet, das ist ein verdammt guter Grund, sich für Datenschutz Bürgerinnenrechte und Bürgerrechte einzusetzen.

Digitalcourage e.V. präsentiert eine Mischung aus Lesung und Geschichtenerzählen.


Eine Lesung von Digitalcourage e.V. im Rahmen der Ausstellung "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht" vom 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019 in der Volkshochschule Bielefeld.

www.digitalcourage.de

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- Donnerstag, 8. November 2018 von 10.00 bis 18.00 Uhr -


Ausstellung: "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht"


- Wanderausstellung basierend auf Post aus Lagern des Nationalsozialismus


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Historischer Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Ausstellungsdauer: 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019; täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, zu den Veranstaltungsterminen und nach Vereinbarung. Ausstellungsführungen auch für Schulklassen nach Vereinbarung. Kontakt über die Volkshochschule Bielefeld, Gerd Kurbjuhn (0521) 513490 oder r.kula@t-online.de.


Die niederländisch-deutsche Wanderausstellung "Waarom schrijf je me niet" / "Warum schreibst du mir nicht" handelt vom Leben von fünf Menschen vor und während des Zweiten Weltkriegs: Wanda Verduin, Jules Schelvis, Nico Peeters, Wolfgang Maas und Thea Windmüller - eine jüdische Jugendliche, ein jüdischer junger Mann, ein Widerstandskämpfer, ein Flüchtling aus Deutschland und seine Freundin.

Wir folgen ihnen durch Deutschland, die Niederlande, die Lager und Ghettos in Polen bis zu ihrem Tod oder der Befreiung. Die Ausstellung verdeutlicht, wie ihnen ihre Privatsphäre und ihre Identität genommen wurde, dass sie keine Ahnung hatten, was sie erwarten würde und keine Chance hatten, ihrem Schicksal zu entkommen.

Die Lebensgeschichten der Hauptpersonen werden in kurzen Filmen durch vier Erzähler aufgezeigt. Sie gehen dabei auch darauf ein, welche Bedeutung die Geschichten für uns heute haben. Am Ende der Ausstellung steht die Beantwortung aktueller Fragen über Freiheit, Kommunikation, Meinungsfreiheit, Privatsphäre damals und Privatsphäre heute im Internet, Widerstand, Flüchtlinge. Das sind keine einfachen Fragen, und es gibt keine vorgefertigten Antworten.

Das deutsch-niederländische Konzept zu dieser Ausstellung wurde von der Lotty Veffer Foundation in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Untertauchermuseum Markt 12 in Aalten und dem Zentrum für Niederlande-Studien in Münster realisiert und durch Unterstützung von Interreg, der Provinz Gelderland, dem vfonds und der Mondriaan-Stiftung ermöglicht.

- Weitere Informationen unter: www.pudv.nl/?lang=de


Sie riskieren ihr Leben für mich

Einer der Erzähler ist der deutsche Schauspieler Rauand Taleb. Als fünfjähriger Junge flüchtete er mit seiner Familie nach Deutschland. Er erzählt über den jungen Wolfgang Maas, einem jüdischen Jungen, der als 16-Jähriger 1936 von Gelsenkirchen aus in die Niederlande flüchtet, und zwar nach Winterswijk, direkt hinter der Grenze. Einige Jahre später verliebt er sich in ein jüdisches Mädchen, Thea Windmüller. Was als eine schöne, romantische Geschichte beginnt, endet schrecklich. Gemeinsam erleben sie die Verfolgung der Jüdinnen und Juden in den Niederlanden, die sie letztendlich zwingt, unter zu tauchen.

Thea schreibt 1943 in ihrem Tagebuch über die Widerstandsbewegung: "Wie gut sind diese Menschen, bei denen ich jetzt bin! Sie riskieren ihr Leben für mich. Welche Strafe erwartet die Menschen, die uns beherbergen? Die Todesstrafe? Die Kugel?"

Wir können uns kaum vorstellen, was zwischen 1933 und 1945 geschehen ist, wie so etwas geschehen konnte. Hätten wir unser eigenes Leben und das unserer Nächsten in die Waagschale geworfen? Was die Ausstellung erreichen möchte, ist, dass wir auf jeden Fall über die Entscheidungen nachdenken, die wir jetzt treffen, wenn es um Freiheit, Demokratie und Mitmenschlichkeit geht.


Veranstalterinnen:

Fritz Bornemeyer und Raphaela Kula in Kooperation mit der Volkshochschule Bielefeld, Arbeit und Leben Bielefeld e.V. - DGB / VHS, Atelier-Ostbahnhof, Buchladen Eulenspiegel, Buchladen Die Kronenklauer, Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld, DGB-Arbeitskreis "Zwangsarbeit in Bielefeld", "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." - Sektion Bielefeld, Digitalcourage e.V., Künstlerinnenforum Bielefeld-OWL e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V., Offkino Bielefeld, Projektgruppe Ravensbrück.


Dank für die Unterstützung an:

Deutsches Jugendherbergs-Werk - Landesverband Westfalen-Lippe e.V., Internationales Autonomes Feministische Referat für Frauen Lesben Transgender an der Universität Bielefeld, Gruppe "Lebenslaute", Trio Fain.

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- Donnerstag, 8. November 2018 um 19.00 Uhr -


Vorbesprechung der Demonstration


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Wir treffen uns gemeinsam ein letztes mal vor der antifaschistischen Gedenkdemonstration am 9. November und den Aktionen am Tag des Neonazi-Aufmarsches am 10. November 2018, um letzte Informationen auszutauschen. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich untereinander zu besprechen und Bezugspersonen zu finden.

Kommt alle vorbei - Gedenken heißt kämpfen!


Eine Veranstaltung von "Offenes Antifa-Treffen Bielefeld" im Rahmen von "Gedenken heißt kämpfen! - Veranstaltungsreihe gegen den Nazi-Aufmarsch am 10. November" vom 1. bis zum 10. November 2018 in Bielefeld.

www.offenesantifatreffenbi.noblogs.org

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- Freitag, 9. November 2018 von 10.00 bis 18.00 Uhr -


Ausstellung: "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht"


- Wanderausstellung basierend auf Post aus Lagern des Nationalsozialismus


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Historischer Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Ausstellungsdauer: 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019; täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, zu den Veranstaltungsterminen und nach Vereinbarung. Ausstellungsführungen auch für Schulklassen nach Vereinbarung. Kontakt über die Volkshochschule Bielefeld, Gerd Kurbjuhn (0521) 513490 oder r.kula@t-online.de.


Die niederländisch-deutsche Wanderausstellung "Waarom schrijf je me niet" / "Warum schreibst du mir nicht" handelt vom Leben von fünf Menschen vor und während des Zweiten Weltkriegs: Wanda Verduin, Jules Schelvis, Nico Peeters, Wolfgang Maas und Thea Windmüller - eine jüdische Jugendliche, ein jüdischer junger Mann, ein Widerstandskämpfer, ein Flüchtling aus Deutschland und seine Freundin.

Wir folgen ihnen durch Deutschland, die Niederlande, die Lager und Ghettos in Polen bis zu ihrem Tod oder der Befreiung. Die Ausstellung verdeutlicht, wie ihnen ihre Privatsphäre und ihre Identität genommen wurde, dass sie keine Ahnung hatten, was sie erwarten würde und keine Chance hatten, ihrem Schicksal zu entkommen.

Die Lebensgeschichten der Hauptpersonen werden in kurzen Filmen durch vier Erzähler aufgezeigt. Sie gehen dabei auch darauf ein, welche Bedeutung die Geschichten für uns heute haben. Am Ende der Ausstellung steht die Beantwortung aktueller Fragen über Freiheit, Kommunikation, Meinungsfreiheit, Privatsphäre damals und Privatsphäre heute im Internet, Widerstand, Flüchtlinge. Das sind keine einfachen Fragen, und es gibt keine vorgefertigten Antworten.

Das deutsch-niederländische Konzept zu dieser Ausstellung wurde von der Lotty Veffer Foundation in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Untertauchermuseum Markt 12 in Aalten und dem Zentrum für Niederlande-Studien in Münster realisiert und durch Unterstützung von Interreg, der Provinz Gelderland, dem vfonds und der Mondriaan-Stiftung ermöglicht.

- Weitere Informationen unter: www.pudv.nl/?lang=de


Sie riskieren ihr Leben für mich

Einer der Erzähler ist der deutsche Schauspieler Rauand Taleb. Als fünfjähriger Junge flüchtete er mit seiner Familie nach Deutschland. Er erzählt über den jungen Wolfgang Maas, einem jüdischen Jungen, der als 16-Jähriger 1936 von Gelsenkirchen aus in die Niederlande flüchtet, und zwar nach Winterswijk, direkt hinter der Grenze. Einige Jahre später verliebt er sich in ein jüdisches Mädchen, Thea Windmüller. Was als eine schöne, romantische Geschichte beginnt, endet schrecklich. Gemeinsam erleben sie die Verfolgung der Jüdinnen und Juden in den Niederlanden, die sie letztendlich zwingt, unter zu tauchen.

Thea schreibt 1943 in ihrem Tagebuch über die Widerstandsbewegung: "Wie gut sind diese Menschen, bei denen ich jetzt bin! Sie riskieren ihr Leben für mich. Welche Strafe erwartet die Menschen, die uns beherbergen? Die Todesstrafe? Die Kugel?"

Wir können uns kaum vorstellen, was zwischen 1933 und 1945 geschehen ist, wie so etwas geschehen konnte. Hätten wir unser eigenes Leben und das unserer Nächsten in die Waagschale geworfen? Was die Ausstellung erreichen möchte, ist, dass wir auf jeden Fall über die Entscheidungen nachdenken, die wir jetzt treffen, wenn es um Freiheit, Demokratie und Mitmenschlichkeit geht.


Veranstalterinnen:

Fritz Bornemeyer und Raphaela Kula in Kooperation mit der Volkshochschule Bielefeld, Arbeit und Leben Bielefeld e.V. - DGB / VHS, Atelier-Ostbahnhof, Buchladen Eulenspiegel, Buchladen Die Kronenklauer, Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld, DGB-Arbeitskreis "Zwangsarbeit in Bielefeld", "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." - Sektion Bielefeld, Digitalcourage e.V., Künstlerinnenforum Bielefeld-OWL e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V., Offkino Bielefeld, Projektgruppe Ravensbrück.


Dank für die Unterstützung an:

Deutsches Jugendherbergs-Werk - Landesverband Westfalen-Lippe e.V., Internationales Autonomes Feministische Referat für Frauen Lesben Transgender an der Universität Bielefeld, Gruppe "Lebenslaute", Trio Fain.

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- Freitag, 9. November 2018 um 14.00 Uhr -


Gedenkveranstaltung zum Novemberpogrom


Veranstaltungsorte:

Standort der ehemaligen Synagoge
Turnerstraße 5
33602 Bielefeld


Im Anschluss:

Neues Rathaus
Großen Saal
Niederwall 23
33602 Bielefeld


In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 begann mit dem organisierten Pogrom die offene Verfolgung der jüdischen Bevölkerung. In Bielefeld ging in den frühen Morgenstunden des 10. November 1938 die Synagoge in der Turnerstraße in Flammen auf und wurde völlig zerstört. Aber auch jüdische Bürgerinnen und Bürger sowie jüdische Geschäfte waren Ziele von Terroraktionen der Nationalsozialisten.


Zur Erinnerung an den Pogrom in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 richtet die Stadt Bielefeld zusammen mit Bielefelder Schulen, der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld, der Evangelischen und Katholischen Kirche, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld diese Gedenkveranstaltung aus.

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- Freitag, 9. November 2018 um 18.00 Uhr -


Antifaschistische Gedenkdemonstration


- Aktuelle Informationen:


www.antifabuendnisbielefeld.noblogs.org

www.offenesantifatreffenbi.noblogs.org


Auftaktkundgebung:

Jahnplatz
33602 Bielefeld


Gedenken heißt kämpfen!

Aufruf zur antifaschistischen Gedenkdemonstration

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannte die Synagoge in der Bielefelder Turnerstraße. Nationalsozialisten zündeten sie in einer organisierten Aktion an. Weder die Feuerwehr noch Anwohnerinnen / Anwohner löschten den Brand, sondern ließen die Synagoge, sowie das Gemeindehaus vollständig abbrennen. Zeitgleich wurden im gesamten Stadtgebiet jüdische Geschäfte angegriffen und zerstört. In den folgenden Tagen verhaftete die Polizei zahlreiche Bielefelder Jüdinnen und Juden und deportierte sie ins Konzentrationslager Buchenwald. Der antisemitische Hass entlud sich im gesamten Deutschen Reich und äußerte sich in der Ermordung von mehr als 400 Jüdinnen und Juden, der Zerstörung von mehr als 1.400 Synagogen, der Verwüstung und Plünderung von etwa 7.500 jüdischen Geschäften und Wohnhäusern sowie der Verhaftung und Deportation von über 30.000 Jüdinnen und Juden. Die unfassbaren Gewaltaktionen werden heute als Novemberpogrome bezeichnet und markieren den Übergang von der Diskriminierung und Entrechtung zur systematischen Verfolgung und Vernichtung jüdischer Menschen. Die 1924 in Bielefeld geborene Helga Ravn erinnert sich: " … von da an wurde das Leben für uns Juden mehr und mehr unerträglich."

Heute, 80 Jahre später, bezeichnet Alexander Gauland die Zeit des deutschen Faschismus mit der damit einhergehenden Ermordung von über 6 Millionen Jüdinnen und Juden, der Verfolgung politischer Gegnerinnen / Gegner und den brutalen Angriffskriegen "als Vogelschiss in der Geschichte". Das Mahnmal für die Opfer der Shoah bezeichnet sein Parteifreund Björn Höcke als "Denkmal der Schande, welches sich das deutsche Volk in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat" und fordert eine "180-Grad-Wende der deutschen Erinnerungskultur". Die AfD, aus der solche Aussagen kommen, hat aktuell laut Umfragen von Infratest dimap 18 Prozent der deutschen wahlberechtigten Bevölkerung hinter sich hat.

In Deutschland findet ein Rechtsruck statt, der sich nicht nur in allen Parteien und in den Parlamenten ausdrückt. Brennende Unterkünfte für Geflüchtete oder die rassistische Ausschreitungen wie zuletzt in Chemnitz, bei denen vermeintlich Nicht-Deutsche durch die Straßen gejagt wurden und ein jüdisches Restaurant angegriffen wurde, sind Ausdruck der reaktionären Entwicklungen dieser Gesellschaft. Im Fahrwasser der nationalistischen Mobilmachung der so genannten "Mitte" erfahren auch Nationalsozialisten alter Schule wieder Aufwind. Schulter an Schulter mit "besorgten Bürgern" marschieren sie durch die Straßen, mit dem Gefühl, dass ihr Zeit gekommen sei und ihre menschenverachtende Ideologie endlich wieder Gehör findet.

Um die Verbrechen ihrer politischen Vorfahren zu relativieren und ihre Ideologie der Vernichtung wieder salonfähig zu machen, leugnen Anhängerinnen und Anhänger des Nationalsozialismus die historische Tatsache der Shoah. Die vielleicht populärste Vertreterin dieser Lüge ist die seit Mai 2018 in Bielefeld-Quelle inhaftierte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck. Mit ihren Äußerungen über die Vernichtungslager des Deutschen Reiches findet sie zahlreiche Sympathisantinnen / Sympathisanten im faschistischen, antisemitischen und verschwörungstheoretischen Milieu in Deutschland und darüber hinaus. Der deutsche Faschismus mit der industriellen Vernichtung von Menschen in Tötungsfabriken ist ein in dieser Form einzigartiges und grausames Verbrechen und kann durch nichts relativiert oder in Abrede gestellt werden!

Am 8. November feiert Ursula Haverbeck ihren Geburtstag. Wir hingegen feiern Georg Elser. Am 8. November 1939 versuchte er durch eine Bombe Adolf Hitler und die Führungsriege des Nationalsozialismus bei einer Propagandaveranstaltung im München zu beseitigen, was ihm leider nicht gelang. Wenn wir den Opfern des Faschismus gedenken, wollen wir auch an die Menschen erinnern, die versucht haben, den Faschismus zu verhindern oder ihm ein Ende zu setzen. So leisteten beispielsweise 13 Bielefelder Arbeiter der Dürkopp- und Benteler-Werke Widerstand gegen den Faschismus und wurden wie insgesamt 50 weitere Bielefelder / Bielefelderinnen wegen Hochverrat und Widerstand verurteilt und ermordet.

Am 10. November 2018, fast auf den Tag genau 80 Jahre nach der Reichspogromnacht, wollen Faschistinnen / Faschisten durch Bielefeld marschieren und sich mit der Holocaust-Leugnerin und Antisemitin Ursula Haverbeck solidarisieren. Unser Gedenken kann nur mit der kompromisslosen Forderung verbunden sein: Nie wieder!

Das bedeutet, wir müssen uns organisieren, auf die Straße gehen und kämpfen, gegen Rechtsruck, Nationalismus und Faschismus. Es liegt an uns, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten und uns auch heute Faschistinnen / Faschisten in den Weg zu stellen.

Wir rufen daher auf:

9. November 2018: Antifaschistische Demonstration mit anschließendem Gedenken um die Opfer des Faschismus nicht zu vergessen.

10. November 2018: Nazi-Aufmarsch verhindern!

"Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel." (Schwur von Buchenwald)

Gedenken heißt Kämpfen!


Veranstalterin: Antifaschistisches Bündnis Bielefeld

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- Freitag, 9. November 2018 von 18.00 bis 19.30 Uhr -


Stadtführung mit Christoph Reichardt: Die Reichspogromnacht in Beverungen 1938


Treffpunkt:

Cordt-Holstein-Haus
Weserstraße 10 - 12
37688 Beverungen


In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in vielen Städten Deutschlands die Synagogen, wurden jüdische Geschäfte geplündert und Jüdinnen und Juden willkürlich verhaftet. Auch in Beverungen. Zwar wurde die Synagoge nicht angezündet, wohl aber geschändet, mehrere Jüdinnen und Juden wurden im Rathauskeller über Nacht eingesperrt und misshandelt, einige von ihnen kamen auch für Wochen in das Konzentrationslager Buchenwald.

Die Stadtführung beleuchtet die Hintergründe dieses Gewaltausbruchs, stellt die lokalen Ereignisse in den Kontext der allgemeinen Geschehnisse und führt an Orte, die in Beverungen damit verbunden sind.


Eine Veranstaltung der Volkshochschule Beverungen: www.vhs-diemel-egge-weser.de

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- Freitag, 9. November 2018 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Frank Werner: Nationalsozialismus und Novemberpogrom 1938 in Schaumburg


Veranstaltungsort:

Niedersächsisches Landesarchiv
Standort Bückeburg
Schloßplatz 2
31675 Bückeburg


Frank Werner, ehemaliger Chefredakteur der Schaumburger Zeitung und später der Deister- und Weserzeitung; aktuell verantwortet er die Arbeit der "Zeit"-Geschichtsredaktion in Hamburg. Herausgeber des Sammelbandes "Schaumburger Nationalsozialisten: Täter, Komplizen, Profiteure", Verlag für Regionalgeschichte, 2010.


Veranstaltung im Rahmen der von der Historischen Arbeitsgemeinschaft für Schaumburg organisierten Vortragsreihe "Entscheidungsjahre in Schaumburg" vom 12. September bis zum 22. November 2018 in Bückeburg.

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- Freitag, 9. November 2018 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Dr. Ludger Heid: Der Novemberpogrom 1938 und sein Platz in der Geschichte


Veranstaltungsort:

Historisches Rathaus
Rathausplatz 1
33098 Paderborn


Die "Reichskristallnacht", so die zynisch-poetische Zuschreibung für den groß angelegten, monströsen Pogrom vom 9. / 10. November 1938, markiert innerhalb der blutigen Dynamik der NS-Gewaltherrschaft so etwas wie einen Wendepunkt, in dem sich die Weichenstellung für die Vernichtung des europäischen Judentums anzeigte.


Dr. Ludger Heid, Universität Duisburg-Essen, Historiker, Literaturwissenschaftler und Publizist ist vor allem durch Veröffentlichungen zur Sozialgeschichte, zur Arbeiterbewegung und zur deutsch-jüdischen Geschichte bekannt.


Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Paderborn e.V.

www.gcjz-paderborn.de

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- Freitag, 9. November 2018 um 19.30 Uhr -


Lesung mit Andrea von Treuenfeld: Erben des Holocaust: Leben zwischen Schweigen und Erinnerung


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Um ihrer Vernichtung zu entkommen, mussten sie ständig neue Verstecke finden, in den Untergrund gehen, sich Partisanninen und Partisanen anschließen oder in Länder fliehen, deren Kultur ihnen fremd war. Sie verloren Heimat und Familie und durchlitten Ghettos, Arbeitslager und Auschwitz. Sie überlebten, aber sie waren Gezeichnete.

Die Schatten der Vergangenheit begleiteten sie und prägten auch die Kindheit der "Zweiten Generation". Wie sind diese Nachgeborenen mit den Traumata der Eltern umgegangen? Und wie war es für sie, in einem Land aufzuwachsen, das noch wenige Jahre zuvor ihre jüdische Familie auslöschen wollte?


Andrea von Treuenfeld hat prominente Söhne und Töchter befragt. Marcel Reif, Nina Ruge, Ilja Richter, Andreas Nachama, Sharon Brauner, Robert Schindel und andere berichten von der Herausforderung, mit dem Ungeheuerlichen leben zu müssen. Obwohl sie ihn nicht selbst erlebt haben, blieb der Holocaust ein wesentliches Element in ihrer Biografie. In diesem Buch erzählen sie davon - offen und sehr berühren


Andrea von Treuenfeld: Erben des Holocaust: Leben zwischen Schweigen und Erinnerung; Gütersloher Verlagshaus, Februar 2017, 224 Seiten.

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- Samstag, 10. November 2018 von 10.00 bis 18.00 Uhr -


Ausstellung: "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht"


- Wanderausstellung basierend auf Post aus Lagern des Nationalsozialismus


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Historischer Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Ausstellungsdauer: 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019; täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, zu den Veranstaltungsterminen und nach Vereinbarung. Ausstellungsführungen auch für Schulklassen nach Vereinbarung. Kontakt über die Volkshochschule Bielefeld, Gerd Kurbjuhn (0521) 513490 oder r.kula@t-online.de.


Die niederländisch-deutsche Wanderausstellung "Waarom schrijf je me niet" / "Warum schreibst du mir nicht" handelt vom Leben von fünf Menschen vor und während des Zweiten Weltkriegs: Wanda Verduin, Jules Schelvis, Nico Peeters, Wolfgang Maas und Thea Windmüller - eine jüdische Jugendliche, ein jüdischer junger Mann, ein Widerstandskämpfer, ein Flüchtling aus Deutschland und seine Freundin.

Wir folgen ihnen durch Deutschland, die Niederlande, die Lager und Ghettos in Polen bis zu ihrem Tod oder der Befreiung. Die Ausstellung verdeutlicht, wie ihnen ihre Privatsphäre und ihre Identität genommen wurde, dass sie keine Ahnung hatten, was sie erwarten würde und keine Chance hatten, ihrem Schicksal zu entkommen.

Die Lebensgeschichten der Hauptpersonen werden in kurzen Filmen durch vier Erzähler aufgezeigt. Sie gehen dabei auch darauf ein, welche Bedeutung die Geschichten für uns heute haben. Am Ende der Ausstellung steht die Beantwortung aktueller Fragen über Freiheit, Kommunikation, Meinungsfreiheit, Privatsphäre damals und Privatsphäre heute im Internet, Widerstand, Flüchtlinge. Das sind keine einfachen Fragen, und es gibt keine vorgefertigten Antworten.

Das deutsch-niederländische Konzept zu dieser Ausstellung wurde von der Lotty Veffer Foundation in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Untertauchermuseum Markt 12 in Aalten und dem Zentrum für Niederlande-Studien in Münster realisiert und durch Unterstützung von Interreg, der Provinz Gelderland, dem vfonds und der Mondriaan-Stiftung ermöglicht.

- Weitere Informationen unter: www.pudv.nl/?lang=de


Sie riskieren ihr Leben für mich

Einer der Erzähler ist der deutsche Schauspieler Rauand Taleb. Als fünfjähriger Junge flüchtete er mit seiner Familie nach Deutschland. Er erzählt über den jungen Wolfgang Maas, einem jüdischen Jungen, der als 16-Jähriger 1936 von Gelsenkirchen aus in die Niederlande flüchtet, und zwar nach Winterswijk, direkt hinter der Grenze. Einige Jahre später verliebt er sich in ein jüdisches Mädchen, Thea Windmüller. Was als eine schöne, romantische Geschichte beginnt, endet schrecklich. Gemeinsam erleben sie die Verfolgung der Jüdinnen und Juden in den Niederlanden, die sie letztendlich zwingt, unter zu tauchen.

Thea schreibt 1943 in ihrem Tagebuch über die Widerstandsbewegung: "Wie gut sind diese Menschen, bei denen ich jetzt bin! Sie riskieren ihr Leben für mich. Welche Strafe erwartet die Menschen, die uns beherbergen? Die Todesstrafe? Die Kugel?"

Wir können uns kaum vorstellen, was zwischen 1933 und 1945 geschehen ist, wie so etwas geschehen konnte. Hätten wir unser eigenes Leben und das unserer Nächsten in die Waagschale geworfen? Was die Ausstellung erreichen möchte, ist, dass wir auf jeden Fall über die Entscheidungen nachdenken, die wir jetzt treffen, wenn es um Freiheit, Demokratie und Mitmenschlichkeit geht.


Veranstalterinnen:

Fritz Bornemeyer und Raphaela Kula in Kooperation mit der Volkshochschule Bielefeld, Arbeit und Leben Bielefeld e.V. - DGB / VHS, Atelier-Ostbahnhof, Buchladen Eulenspiegel, Buchladen Die Kronenklauer, Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld, DGB-Arbeitskreis "Zwangsarbeit in Bielefeld", "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." - Sektion Bielefeld, Digitalcourage e.V., Künstlerinnenforum Bielefeld-OWL e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V., Offkino Bielefeld, Projektgruppe Ravensbrück.


Dank für die Unterstützung an:

Deutsches Jugendherbergs-Werk - Landesverband Westfalen-Lippe e.V., Internationales Autonomes Feministische Referat für Frauen Lesben Transgender an der Universität Bielefeld, Gruppe "Lebenslaute", Trio Fain.

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- Samstag, 10. November 2018 -


NS-Verherrlichung stoppen - Keine Solidarität mit der Shoah-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel


Aktuelle Informationen unter:


www.bielefeldstelltsichquer.wordpress.com

www.facebook.com/BielefeldStelltSichQuer

www.antifabuendnisbielefeld.noblogs.org

www.offenesantifatreffenbi.noblogs.org


Auftaktkundgebung der Neonazis um 13.00 Uhr:

Hauptbahnhof Bielefeld
Am Bahnhof 1b
33602 Bielefeld


Für den 10. November 2018 wurde bereits seit Mitte Juli 2018 in der Neonazi-Szene eine Demonstration unter dem Motto "Freiheit für alle politischen Gefangenen!" in Bielefeld, zum 90. Geburtstag der notorischen Antisemitin Ursula Haverbeck-Wetzel (8. November 1928) beworben. Nach der polizeilichen Anmeldung wird die Versammlung nun als "Freiheit für Ursula Haverbeck: Geburtstagsdemo am 10. November in Bielefeld!" seit dem 30. Juli 2018 auch öffentlich bundes- und teilweise auch europaweit propagiert.

Die Auftaktkundgebung ist für 13.00 Uhr am Bielefelder Hauptbahnhof anvisiert, die Route einer nachfolgenden Demonstration, beispielsweise zur Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Senne oder durch die Innenstadt, ist noch nicht bekannt.

Protest: Kundgebungen, Mahnwachen und eine Demonstration

Ziel von "Bielefeld stellt sich quer - Bündnis gegen Rechts" ist es, mit neun Kundgebungen und Mahnwachen den Raum, den Neonazis besetzen können, möglichst engzumachen. Mahnende Protestaktionen sind unter anderem vor den Stelen am Hauptbahnhof, die an die Deportationen von Jüdinnen und Juden in Vernichtungslager erinnern, vor dem Gedenkstein für die abgebrannte Bielefelder Synagoge an der Turnerstraße, vor dem Rathaus, auf dem Jahnplatz und Siegfriedplatz, vor der Pauluskirche, ebenso wie eine Demonstration vom Bahnhof Bielefeld-Quelle bis vor die Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Senne, behördlich angemeldet.

Hintergrund:

Die 89-Jährige ist eine der Ikonen der neonazistischen Szene, vor allem, weil sie für eine lange rechte Traditionsbildung steht, sie hat in der extremen Rechten den Status einer Heldin. Als überzeugte Nationalsozialistin der so genannten Erlebnisgeneration, die immer wieder offen den Holocaust leugnet, wird sie verehrt. Schon während der Strafprozesse gegen sie in den letzten Jahren reisten aus dem gesamten Bundesgebiet Unterstützer und Unterstützerinnen an.

Nachdem die wegen mehrfacher Holocaust-Leugnung und auch anderer Straftaten inzwischen rechtskräftig zu drei Jahren und zwei Monaten Haft verurteile Haverbeck-Wetzel - zwei Berufungsverfahren in Hamburg und Berlin stehen noch aus - am 7. Mai 2018 festgenommen wurde und in die Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Senne überstellt wurde, organisierte die militante Neonazi-Partei "Die Rechte" im Bündnis mit bekannten Akteuren aus den Kameradschaften und der NPD schon mehrfach Solidaritäts-Kundgebungen.

Bereits am 10. Mai 2018 demonstrierten im Bielefelder Ortsteil Quelle 450 Neonazis gegen die Inhaftierung Haverbeck-Wetzels.

Kolumne von Norbert Frei:

www.sueddeutsche.de/politik/holocaust-leugner-hitlerliebe-1.4062821


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Aufruf von Antifaschistisches Bündnis Bielefeld:

Gedenken heißt Kämpfen!

10. November 2018 - Nazi-Aufmarsch in Bielefeld verhindern!

Für den 10. November mobilisieren Neonazis bundesweit zu einem so genannten Solidaritätsaufmarsch mit der Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck nach Bielefeld. Die 89-Jährige ist seit Mai in der JVA Bielefeld-Brackwede inhaftiert und sitzt eine Haftstrafe von drei Jahren und zwei Monaten wegen Volksverhetzung ab.

Durch ihre jahrzehntelangen Umtriebe in verschiedenen geschichtsrevisionistischen Organisationen hat sie nicht nur bei rechten Esoterikerinnen / Esoterikern und Verschwörungstheoretikerinnen / Verschwörungstheoretiker zweifelhaften Kultstatus. Indem sie immer wieder öffentlichkeitswirksam den Holocaust leugnet, vereint sie verschiedene Spektren der extremen Rechten. Die Nazis stilisieren sie bereits jetzt als Opfer einer von ihnen erdachten "Gesinnungsjustiz" und versuchen so sie zur Märtyrerin zu machen.

Bereits am Tag ihrer Inhaftierung im Mai riefen Neonazis zu einer ersten Solidaritätsdemo auf: Etwa 450 Anhängerinnen / Anhänger der extremen Rechten beteiligten sich nach 3 Tagen öffentlicher Mobilisierung an dem Aufmarsch im Bielefelder Stadtteil Quelle, während die Polizei einen großen Teil des Gegenprotests mehrere Kilometer vom Aufmarschort entfernt gewaltsam einkesselte.

Für die geplante Demonstration im November rechnen wir, angesichts der langen Vorlaufzeit, mit einer noch größeren Beteiligung von Holocaust-Leugnerinnen / -Leugnern aus dem gesamten Bundesgebiet.

Egal wie viele Nazis kommen werden, wir werden uns ihnen entschlossen entgegen stellen! Insbesondere einen Tag nach dem 9.November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, werden wir es nicht hinnehmen, dass hunderte Nazis durch die Straßen Bielefelds laufen!

Gerade an diesem historischen Datum, wollen wir uns nicht nur gegen die Nazis wenden, sondern auch ihrer Opfer gedenken. Ob es die Millionen Ermordeten des Holocaust sind oder die Opfer des NSU. Sie mussten sterben, weil sie nicht in eine menschenverachtende Ideologie passten, eine Ideologie die Menschen in "lebenswert" und "lebensunwert" einteilt.

Wir leben in einer Zeit des gesellschaftlichen Rechtsrucks, einer Zeit in der die Anhängerinnen / Anhänger dieser Ideologie neuen Aufwind spüren und selbstbewusst auf die Straßen drängen. Wir können diese Entwicklung überall beobachten: Von Chemnitz bis Dortmund, von den USA bis nach Italien.

Doch überall wo sich diese Ideologie zeigt, gibt es auch Widerstand. Mutige Antifaschisten / Antifaschistinnen wie Georg Elser oder Heather Heyer stellten sich ihnen in den Weg und mussten dafür zum Teil mit dem Leben bezahlen. Wir wollen auch diesen Menschen gedenken und uns an ihre Kämpfe erinnern!

Die Schlussfolgerung daraus kann nur heißen: Nie wieder! Gedenken heißt kämpfen!

Beteiligt euch am 9. November 2018 an der Vorabend- und Gedenkdemo!

Kommt am 10. November 2018 nach Bielefeld und verhindert mit uns gemeinsam den Nazi-Aufmarsch!


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Aufruf von Bielefeld stellt sich quer - Bündnis gegen Rechts:

Faschismus und Holocaust-Leugnung sind keine Meinung, sondern Verbrechen!

Mit großer Sorge beobachten wir die aufgeheizte politische Stimmung und den unübersehbaren Rechtsruck in unserer Gesellschaft. Zunehmend müssen wir erleben, dass Nazi-Parolen gerufen, der Hitlergruß gezeigt, Menschen antisemitisch oder rassistisch angefeindet werden. Wir befürchten, dass es zu einer weiteren Enthemmung, steigender körperlicher Gewalt und noch mehr Übergriffen kommt. Dagegen müssen wir gemeinsam Gesicht zeigen!

Wenn die Verfolgung und Ermordung von Millionen von Juden und weiterer Menschen verharmlost und das Nazi-Regime des Dritten Reiches verherrlicht werden, müssen wir dem umso lauter widersprechen.

Für den 10. November 2018 haben Neonazis und Rechtsextremisten anlässlich des 90. Geburtstages von Ursula Haverbeck in Bielefeld eine Demonstration angemeldet, um Solidarität mit der rechtskräftig verurteilten Holocaust-Leugnerin zu bekunden.

Wir rufen alle Demokratinnen und Demokraten auf, dagegen ein Zeichen zu setzen und sich den Demonstrationen für ein buntes und weltoffenes Bielefeld und gegen Holocaust-Leugnung anzuschließen!


Unterzeichnerinnen und Unterzeichner - Name, Vorname beziehungsweise Organisation - bitte an:

bielefeld_stellt_sich_quer@yahoo.de

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- Samstag, 10. November 2018 um 17.00 Uhr -


Vortrag von Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard: Der Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963 bis 1965


Veranstaltungsort:

Bildungszentrum Mer Ketne
Königstraße 3
32423 Minden

www.sintiroma-minden.de


Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard berichtet über die Aufnahme der Ton- und Schriftaufzeichnungen in das Weltdokumentenerbe (Memory of the World) der UNESCO.


Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden e.V. in Kooperation mit dem Verein Deutsche Sinti e.V. Minden.

www.gcjz-minden.de

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- Sonntag, 11. November 2018 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Sonntag, 11. November 2018 um 18.00 Uhr -


"Brücken bauen! Erinnern - Gedenken - Versöhnen": Gedenkkonzert zum 80. Jahrestag des Novemberpogroms


Veranstaltungsort:

Konzerthalle im Kurpark
Parkstraße 20
32105 Bad Salzuflen


- Informationen unter: www.jg-hf-dt.de


Schirmherr: Dr. Felix Klein, Antisemitismus-Beauftragter der Bundesregierung


Werke von Max Bruch, Maurice Ravel und Isaak Tavior:

Ashira Chor (Tel Aviv)
Zamir-Chor Bayreuth
Detmolder Kammerorchester
Isaak Tavior, Dirigent (Tel Aviv)


Eine gemeinsame Veranstaltung von: Lippischer Heimatbund e.V., Kreise Lippe und Herford sowie der Städte Herford, Bad Salzuflen und Detmold in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold.

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- Sonntag, 11. November 2018 um 18.00 Uhr -


Vortrag von Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard: Der Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963 bis 1965


Veranstaltungsort:

Altes Amtsgericht
Mindener Straße 16
32469 Petershagen


Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard berichtet über die Aufnahme der Ton- und Schriftaufzeichnungen in das Weltdokumentenerbe (Memory of the World) der UNESCO.


Eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen e.V.

www.synagoge-petershagen.de

www.facebook.com/synagoge.petershagen

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- Dienstag, 13. November 2018 um 19.30 Uhr -


Lesung gegen das Vergessen


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Eine Veranstaltung von "digitalcourage e.V." im Rahmen der Ausstellung "Warum schreibst du mir nicht" vom 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019 in der Volkshochschule Bielefeld.

www.digitalcourage.de

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- Donnerstag, 15. November 2018 um 19.00 Uhr -


Lesung und Diskussion mit Mehmet Daimagüler: Empörung reicht nicht! Der NSU-Prozess


Veranstaltungsort:

Volkshochschule Bad Oeynhausen
Druckerei Saal
Kaiserstraße 14
32545 Bad Oeynhausen

www.vhs-minden.de


Der NSU-Prozess gehört zu den wichtigsten Verfahren der deutschen Nachkriegsgeschichte. Nun ist das Urteil gesprochen. Doch was ist es wert, wenn die Hintergründe der Mordserie nicht lückenlos aufgeklärt werden? Wenn die Opfer das Vertrauen in den Staat verloren haben?

Mehmet Daimagüler analysiert die Rolle der deutschen Behörden bei der Entstehung der Neonazi-Szene. Er belegt Versäumnisse des Sicherheitsapparates und weist nach, wie sehr das Denken staatlicher Institutionen bei den Morden des NSU rassistisch geprägt war. Es wird deutlich: Ohne das eklatante Fehlverhalten unseres Staates wäre diese beispiellose Mordserie nicht möglich gewesen.

Mit seinem Plädoyer richtet sich Daimagüler an uns alle: Die Frage, wie wir miteinander leben wollen, wie Gerechtigkeit verhandelt wird und was "Deutsch-Sein" heute bedeutet, dürfen wir nicht dem Staat überlassen. Mehmet Daimagüler ist überzeugter Verfassungspatriot, der trotz allem sagt: Deutschland ist ein gutes Land. Aber wir müssen uns für unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat einbringen. Jetzt erst recht.


Mehmet Gürcan Daimagüler, 1968 in Siegen als Kind türkischer Arbeiter geboren, ist promovierter Rechtsanwalt, Kolumnist und Buchautor. Regelmäßig schreibt er für Tageszeitungen und juristische Fachmedien. Er ist einer der bekanntesten Opferanwälte in Deutschland. So vertrat er jüdische Mandanten aus Ungarn im Strafverfahren gegen den "Buchhalter von Ausschwitz", den ehemaligen SS-Mann Oskar Gröning.

2011 erschien sein Buch "Kein schönes Land in dieser Zeit", ein schonungslos offener Beitrag zur Identitätsdebatte. Im NSU-Verfahren vertrat er die Geschwister von Abdurrahim Özüdogru, der 2001 ermordet wurde, und die Tochter von Ismail Yasar, den der NSU 2005 erschossen hatte. Mehmet Daimagüler setzt sich unermüdlich für die Aufklärung der Morde ein. Regelmäßig spricht er in Schulen, Universitäten, Polizeiakademien und vor Vereinen und wirbt dafür, dass ein Staatsversagen wie im Falle des NSU sich nicht wiederholt.


Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Buchhandlung Fritz Scherer.

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- Donnerstag, 15. November 2018 um 19.00 Uhr -


Lesung und Diskussion mit Tobias Ginsburg: "Die Reise ins Reich: Unter Reichsbürgern"


Veranstaltungsort:

Volkshochschule Herford
Münsterkirchplatz 1
Raum 306, Aula
32052 Herford

www.vhsimkreisherford.de


"Die Reichsbürger - das sind verführte Irre und böse Verführer, Sektierer, Rechtsradikale und Hetzer hinter konservativer Fassade. Sie alle glauben an eine Weltverschwörung gegen das deutsche Volk und bekämpfen diesen vermeintlichen Feind."

Der Autor und Regisseur Tobias Ginsburg begibt sich für dieses Buch undercover unter "Reichsbürger". Er besucht quer durch Deutschland verschiedene Gruppierungen, wird Untertan eines Königreichs, macht mit bei Plänen zum Sturz der BRD GmbH und für ein germanisches Siedlungsprojekt in Russland. Er lernt gewaltbereite Neonazis und friedensbewegte Esoteriker kennen, aber auch Biedermänner, von denen manche heute für die "Alternative für Deutschland" im Bundestag sitzen.

"Die Reise ins Reich: Unter Reichsbürgern" (Verlag: Das Neue Berlin; 2. Auflage: 6. Juli 2018) ist Reportage, Sachbuch und aberwitzige Abenteuergeschichte zugleich. Sie liefert kuriose, komische und bedrückende Auskünfte über eine Bedrohung, die längst die Mitte der Gesellschaft erreicht hat.


Tobias Ginsburg, geboren 1986 in Hamburg, ist Theaterregisseur und Autor.


Veranstaltung in Kooperation mit Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB / VHS e.V.

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- Freitag, 16. November 2018 -


Antifa-Weekend OWL - 1. Tag


- www.antifaweekendowl.wordpress.com

- www.facebook.com/antifaweekendowl/


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Über uns: Wir sind eine Gruppe von Menschen, die bis 2015 das "Antifa-Workcamp" am ehemaligen Kriegsgefangenenlager Stalag 326 in Stukenbrock organsierte. Seit 2016 veranstalten wir nun zweimal im Jahr, im Mai und November, das "Antifa-Weekend OWL" im AJZ Bielefeld. Dort bieten wir neben Workshops und Vorträgen zu antifaschistischer Theorie und Praxis einen Raum zur Vernetzung und Diskussion.

Wir verstehen das Wochenende als Mitmach-Veranstaltung, die durch das Engagement aller Beteiligten geprägt wird. So freuen wir uns neben tatkräftiger Unterstützung in der Umsetzung des Wochenendes vor allem über inhaltliche Beiträge, beispielsweise in Form von eigenen Workshops, denn das Antifa-Weekend soll den Wünschen und Bedürfnissen aller Beteiligten entsprechend zur Weiterentwicklung der antifaschistischen Bewegung beitragen.

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- Samstag, 17. November 2018 -


Antifa-Weekend OWL - 2. Tag


- www.antifaweekendowl.wordpress.com

- www.facebook.com/antifaweekendowl/


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Über uns: Wir sind eine Gruppe von Menschen, die bis 2015 das "Antifa-Workcamp" am ehemaligen Kriegsgefangenenlager Stalag 326 in Stukenbrock organsierte. Seit 2016 veranstalten wir nun zweimal im Jahr, im Mai und November, das "Antifa-Weekend OWL" im AJZ Bielefeld. Dort bieten wir neben Workshops und Vorträgen zu antifaschistischer Theorie und Praxis einen Raum zur Vernetzung und Diskussion.

Wir verstehen das Wochenende als Mitmach-Veranstaltung, die durch das Engagement aller Beteiligten geprägt wird. So freuen wir uns neben tatkräftiger Unterstützung in der Umsetzung des Wochenendes vor allem über inhaltliche Beiträge, beispielsweise in Form von eigenen Workshops, denn das Antifa-Weekend soll den Wünschen und Bedürfnissen aller Beteiligten entsprechend zur Weiterentwicklung der antifaschistischen Bewegung beitragen.

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- Samstag, 17. November 2018 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" - in Deutscher Gebärdensprache


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Sonntag, 18. November 2018 -


Antifa-Weekend OWL - 3. Tag


- www.antifaweekendowl.wordpress.com

- www.facebook.com/antifaweekendowl/


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Über uns: Wir sind eine Gruppe von Menschen, die bis 2015 das "Antifa-Workcamp" am ehemaligen Kriegsgefangenenlager Stalag 326 in Stukenbrock organsierte. Seit 2016 veranstalten wir nun zweimal im Jahr, im Mai und November, das "Antifa-Weekend OWL" im AJZ Bielefeld. Dort bieten wir neben Workshops und Vorträgen zu antifaschistischer Theorie und Praxis einen Raum zur Vernetzung und Diskussion.

Wir verstehen das Wochenende als Mitmach-Veranstaltung, die durch das Engagement aller Beteiligten geprägt wird. So freuen wir uns neben tatkräftiger Unterstützung in der Umsetzung des Wochenendes vor allem über inhaltliche Beiträge, beispielsweise in Form von eigenen Workshops, denn das Antifa-Weekend soll den Wünschen und Bedürfnissen aller Beteiligten entsprechend zur Weiterentwicklung der antifaschistischen Bewegung beitragen.

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- Sonntag, 18. November 2018 um 17.00 Uhr -


Lesung mit Rabbinerin Natalia Verzhbovska, Pfarrerin Dorothee Schaper, Kantor Paul Yuval Adam: "Nicht nur eine Begegnung"


Veranstaltungsort:

Synagoge Beit Tikwa
Detmolder Straße 107
33604 Bielefeld

www.juedische-gemeinde-bielefeld.de


Die performative Lesung "Regina und Ina" ist die respektvolle Würdigung einer unerschrockenen und entschlossenen Rabbinerin und einer Pfarrerin des 20. Jahrhunderts und das aktuelle schonungslose Gespräch zwischen einer heutigen Rabbinerin und Pfarrerin, zwischen Jüdin und Christin. Sie erinnern für die Zukunft und leuchten die Gegenwart auf der Bühne aus.

In der heutigen Zeit kämpft die deutsche Gesellschaft für die Stärkung der demokratischen Werte. Die Lebensgeschichten von Rabbinerin Regina Jonas und Pfarrerin Ina Gschlössl können zu einem Vorbild für Treue und Ideale werden. Es ist leicht, sie sich als unsere Nachbarinnen vorzustellen, weil Menschen ihnen in ihren Städten begegnen könnten - sie gingen zur Schule, trafen sich mit ihren Freundinnen und Freunden, kauften Lebensmittel in einem Laden oder Markt ein oder gingen zu einer Bibliothek, um dort Bücher auszuleihen. Aber ihre innerliche Kraft, ihr Glaube und ihr Mut, ihr Verständnis über das Gute und das Böse, ihre Bereitschaft, für die Werte ihrer Religionen zu kämpfen, geben uns die Gelegenheit, über unsere politische und religiöse Position nachzudenken und diese in der heutigen Gesellschaft zu entwickeln.


Veranstalterinnen: Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld und Landesverband Progressiver Jüdischer Gemeinden in Nordrhein-Westfalen e.V.

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- Dienstag, 20. November 2018 um 18.00 Uhr -


Offenes Antifa-Treffen Bielefeld - www.offenesantifatreffenbi.noblogs.org


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Die "Alternative für Deutschland" (AfD) in den Parlamenten, "Pegida" auf den Straßen und Rechtsrock-Großevents. Der braune Mob fühlt sich sicher und die rechte Mobilmachung wirkt: Ausgrenzung und Gewalt gegen alle, die nicht in das rechte Weltbild passen, sowie ein autoritärer Staat, der sich gegen jeglichen linken Protest wendet, sind die Folgen.

Anstatt den Ausgegrenzten und Drangsalierten solidarisch Beiseite zu stehen, wird nach oben gebuckelt und nach unten getreten. Frauen wird das Recht auf Selbstbestimmung abgesprochen und Rechte sehnen sich traditionelle Geschlechterrollen zurück.

Auch in Bielefeld und Umgebung treffen wir auf sie. Rechte Burschenschafter und "Identitäre" organisieren einen rechten Kongress, die AfD führt Kundgebungen und Veranstaltungen durch. Neonazis und völkische Siedler treiben im Umland ihr Unwesen. Und mit der ZAB ("Zentrale Ausländerbehörde") gibt es in Bielefeld eine wesentliche Akteurin des deutschen Abschiebe-Regimes.

Uns macht das alles ziemlich wütend. Geht es dir auch so? Möchtest du Leute kennenlernen und dich mit ihnen organisieren? Dann komm zum Offenen Antifa-Treffen!

Das Offene Antifa-Treffen soll besonders eine Anlaufstelle für junge Menschen sein, die sich gegen den Rechtsruck organisieren wollen. Denn Neonazismus kann nur organisiert wirksam bekämpfen werden. Wir wollen hier gemeinsam Aktionen planen, Informationen und praktische Tipps austauschen. Das Offene Antifa-Treffen soll aber vor allem auch euer Treffen sein! Bringt deswegen gerne eigene Ideen und Wünsche und natürlich eure Freundinnen und Freunde mit.

Wir sehen uns beim offenen Antifa-Treffen!

Ab dem 19. Juni 2018 jeden dritten Dienstag im Monat um 18.00 Uhr im AJZ Bielefeld.

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- Mittwoch, 21. November 2018 um 19.30 Uhr -


Konzert mit Ira Givol und Nare Karoyan: Zwischen den Welten


Veranstaltungsort:

Deelenhaus
Krämerstraße 8 - 10
33098 Paderborn


Der Israeli Ira Givol (Cello) und die Armenierin Nare Karoyan (Klavier) gestalten mit dem Konzert "Zwischen den Welten" einen armenisch-jüdischen Abend.


Nare Karoyan wuchs umgeben von zeitgenössischer Kunst und Dutzenden von Vinyl-Platten in Jerewan auf. Sie hat bereits mit vielen einzigartigen Künstlerpersönlichkeiten zusammengearbeitet und mit Ira Givol eine erfolgreiche Konzertreise nach Armenien unternommen.


Ira Givol hat nach seinem Studium an der Musikhochschule in Köln als Mitglied des Tel-Aviv-Trios und des Trios VIS zahlreiche Preise der Kammermusikwelt gewonnen.


Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Paderborn e.V.

www.gcjz-paderborn.de

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- Freitag, 23. November 2018 um 19.00 Uhr -


"Ama la Vita" - Liebe das Leben: Lesung und Konzert mit Esther Bejarano und Microphone Mafia


Veranstaltungsort:

Geschwister-Scholl-Schule
Sprottauer Straße 9
32756 Detmold

www.gss-dt.de/wordpress


Esther Bejarano wurde 1924 in Saarlouis geboren. Sie wurde nach Auschwitz deportiert und überlebte mit viel Glück die Todesmärsche. Sie spielte im Mädchenorchester von Auschwitz. Mit ihrem Sohn Joram Bejarano und der Band Microphone Mafia rappt die Zeitzeugin auf der Bühne und liest aus ihrem Buch "Erinnerung".

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.


Veranstalterin: Deutsch-Italienische Gesellschaft Lippe-Detmold e.V. in Kooperation mit der Stadt Detmold.

www.dig-lippe.de

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- Samstag, 24. November 2018 von 16.00 bis 19.00 Uhr -


Konzert mit Esther Bejarano und Microphone Mafia: "La Vita Continua"


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Historischer Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Die Familie Bejarano triff Microphone Mafia: ein musikalisches Experiment, das unterschiedliche kulturelle und musikalischen Ansichten über Altersgrenzen hinweg verbindet.

Esther Bejarano überlebte im Mädchenorchester das Konzentrationslager Auschwitz. Auch wenn manche Stücke betroffen machen - "La Vita Continua" - ein uneingeschränktes "Ja" zum Leben!

Eintritt frei, Spende erbeten.


Eine Konzert mit Unterstützung des Kulturamts Bielefeld und der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" im Rahmen der Ausstellung "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht" vom 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019 in der Volkshochschule Bielefeld.

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- Sonntag, 25. November 2018 von 14.45 bis 16.15 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Das ehemalige Kriegsgefangenenlager Stalag 326 (VI K) Senne und der Ehrenfriedhof für Sowjetische Kriegstote stehen für viele Todesopfer des Zweiten Weltkrieges.

Welchen Faktor spielt "Macht" in der Kriegsgefangenschaft? Wo fängt sie an und wo hört sie auf? Die Gedenkstätte gibt die Möglichkeit, das Stalag in seinem System, in Hierarchie und Machtstrukturen von einer anderen Seite zu sehen.

Die Führung beinhaltet den Besuch der zeitgenössischen Ausstellung im ehemaligen Arrestgebäude (heutige Gedenkstätte des Stalag 326 (VI K) Senne) und den Besuch des Ehrenfriedhofs Sowjetischer Kriegstoter.


Veranstaltung des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne e.V. in Kooperation mit der Volkshochschule Verl - Harsewinkel - Schloß Holte-Stukenbrock.

www.stalag326.de

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- Sonntag, 25. September 2018 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Themenführung: Fußball im Nationalsozialismus


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Fußball in Deutschland hat eine über hundert Jahre alte Tradition. Schon in den 1920er Jahren wurden die Spiele zu einem Magneten für Zuschauende. Es gab eine große Vielfalt an Vereinen und Wettbewerben. Diese Tradition wurde mit der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 zerschlagen. Viele Sportvereine wurden verboten und Mitglieder und Fans ausgeschlossen. In den "gleichgeschalteten" Vereinen sollte sich die "deutsche Volksgemeinschaft" zeigen. Fußball musste sich der Politik und Ideologie des Nationalsozialismus unterordnen. Die zwölf Jahre NS-Herrschaft haben die Kultur des Fußballs in Deutschland nachhaltig verändert.

Bei der öffentliche Führung steht der Fußball in der Zeit des Nationalsozialismus im Mittelpunkt. Wie haben sich die Vereine in der Zeit verhalten? Was ist mit den Fußballern passiert? Und wie spiegelt sich diese Zeit noch heute in der Verbandsstruktur und einzelnen Begriffen wider?

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- Dienstag, 27. November 2019 um 10.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Eröffnung der Ausstellung "Justiz und Nationalsozialismus"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
Sonderausstellungsraum
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Ausstellungsdauer: Vom 27. November 2018 bis zum 3. März 2019, dienstags bis freitags von 10.00 bis 17.00 Uhr, samstags und sonntags sowie an Feiertagen von 10.00 bis 18.00 Uhr.


"Der Dolch des Mörders war unter der Robe des Richters verborgen." Dieser Schlüsselsatz aus dem Urteil im Juristen-Prozess, einem der zwölf Nachfolgeprozesse des Nürnberger Kriegsverbrechertribunals, macht deutlich, welche Schuld Juristen während der NS-Diktatur auf sich geladen haben. Unter dem Deckmantel einer unabhängigen Justiz sprachen sie ihre Urteile "im Namen des deutschen Volkes", dienten jedoch einem verbrecherischen System. Als Ministerialbeamte wirkten Juristen an der Ausarbeitung von Rechtsvorschriften mit, die allein die Diskriminierung und Entrechtung von Menschen zum Ziel hatten, um sie aus der Mehrheitsgesellschaft auszuschließen. Als Staatsanwälte verfolgten Juristen Unschuldige; als Richter verhängten sie ungerechte und unmenschlich harte Strafen gegen Andersdenkende.

Die erschreckende Bilanz: Über 16.000 Todesurteile, davon allein 5.000 des Volksgerichtshofs. In vielen Fällen handelte es sich um nichts anderes als Justizmord auf Geheiß der Führung des NS-Staates. Diese Morde blieben nach dem Ende der Diktatur ungesühnt. Kein einziger Richter eines Sondergerichts oder des Volksgerichtshofs ist in der Bundesrepublik Deutschland zur Rechenschaft gezogen worden. Dafür sorgten Richter und Staatsanwälte, die schon während der Zeit des Nationalsozialismus in der Justiz Dienst taten, und ihre Karrieren im neuen Rechtsstaat zumeist unbehelligt fortsetzen konnten.

Die Wanderausstellung der Dokumentations- und Forschungsstelle "Justiz und Nationalsozialismus" NRW. lädt dazu ein, sich mit den vielfältigen Verstrickungen der Justiz in das von den Nationalsozialisten begangene Unrecht selbständig zu beschäftigen. Sie zeigt auch die Nachwirkungen der Diktatur von der Gründung der Bundesrepublik bis in die heutige Zeit auf. Darüber hinaus wird deutlich, wie bereits die Justiz der Weimarer Republik dem nationalsozialistischen Unrechtsregime den Weg ebnete und mit welcher Selbstverständlichkeit nach der Machtübernahme die Gleichschaltung der Justiz gelang.

Es wird deutlich, dass mit dem Justizpersonal des NS-Staates ein echter "Neuanfang" nach dem Ende des Terror-Regimes und eine schonungslose Aufarbeitung der NS-Vergangenheit nicht gelingen konnten. Schließlich wird der mühevolle Weg der Ahndung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen in den Konzentrationslagern nachgezeichnet, der noch immer nicht zu Ende ist.

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- Dienstag, 27. November 2019 um 17.00 Uhr -


Ausstellungseröffnung: "Grenzen des Vergessens"


Veranstaltungsort:

Rathaus Detmold
Marktplatz 5
32756 Detmold


Fotografien aus Detmold von Bernd Lange

Vor 75 Jahren wurde der Warschauer Ghetto-Aufstand niedergeschlagen. Jürgen Stroop, ein Detmolder, war als SS-General verantwortlich für die Zerstörung des Ghettos, die grausame Ermordung von über 60.000 Menschen und für die Deportation der Überlebenden in die Vernichtungslager.

Auch 32 jüdische Menschen aus Detmold waren in das Warschauer Ghetto deportiert worden. Sie überlebten den Holocaust nicht.

Orte, an denen die Opfer, aber auch der Täter lebten und wirkten, lassen sich heute noch in Detmold finden. Bernd Lange (Detmold) dokumentiert mit seinen Fotografien diese historischen Orte in ihrem Zustand im Jahr 2018 und verbindet sie mit Orten des öffentlichen Gedenkens.


Eine Präsentation der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lippe e.V. in Kooperation mit der Stadt Detmold im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Erinnern und Gedenken" zum Novemberpogrom 1938 vom 9. bis zum 27. November 2018.

www.gfcjz-lippe.de

www.gedenkbuch-detmold.de

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- Dienstag, 27. November 2019 um 19.00 Uhr -


Vortrag und Diskussion mit Joachim Käppner: 1918 - Aufstand für die Freiheit: Die Revolution der Besonnenen


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Historischer Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Die Revolution der Arbeiter und Soldaten von 1918 war eine historische Chance - dafür, ein demokratisches Deutschland zu schaffen, das stärker gewesen wäre als die Weimarer Republik. In wenigen Tagen erreichen sie, was der Sozialdemokratie in Jahrzehnten nicht gelungen war: die überlebte, autoritäre Ordnung des Kaiserreichs zu stürzen. Es ist die Tragödie der Revolution, dass ihre eigenen Führer sie fürchteten - zu Unrecht. Denn das Ziel der meisten Revolutionäre war nicht, wie es in der Rückschau oft erschien, ein kommunistisches Regime wie in Russland zu errichten. Das Aufbegehren in Deutschland hatte vor allem die Absicht, die alten Eliten der Kaiserzeit zu entmachten, besonders das Militär und die Kriegstreiber von 1914.

Für einige wenige Wochen hat die Revolutionsregierung, geführt von der SPD, die Gelegenheit dazu - und nutzt sie nur halbherzig. So bleiben die Todfeinde der deutschen Demokratie mächtig, mit fatalen Folgen für die junge Republik. Joachim Käppner wertet Quellen und neueste Forschungsergebnisse aus und zeichnet ein gerechteres Bild der Arbeiter und Matrosen, die eine Welt aus den Angeln hoben.


Joachim Käppner: "1918 - Aufstand für die Freiheit: Die Revolution der Besonnenen", Piper Verlag, München November 2017, 528 Seiten, ISBN 9783492057332.


Joachim Käppner ist Redakteur und Autor bei der Süddeutschen Zeitung. Der promovierte Historiker veröffentlichte unter anderem "Erstarrte Erinnerung. Der Holocaust im Spiegel der DDR-Geschichtswissenschaft" (1999) und ist Herausgeber und Mitautor von "Die letzten 50 Tage: 1945 - als der Krieg zu Ende ging" (2005) und "Befreit, besetzt, geteilt. Deutschland 1945 - 1949" (2006). Im Berlin Verlag erschienen von ihm "Die Familie der Generäle. Eine deutsche Geschichte" (2007) und "Berthold Beitz" (2010). Joachim Käppner lebt in München.


Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Novemberrevolution - Die Geburt der deutschen Demokratie"; ein Kooperationsprojekt der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., des Rosa-Luxemburg-Clubs Bielefeld, der Arbeitsgemeinschaft für Zeitgeschichte des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg e.V., der Volkshochschule Bielefeld, Arbeit und Leben Bielefeld e.V. DGB / VHS und dem DGB Ostwestfalen-Lippe.

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- Montag, 3. Dezember 2018 um 19.00 Uhr -


Filmvorführung: "Wir sind Juden aus Breslau" in Anwesenheit der Regisseurin Karin Kaper


Veranstaltungsort:

Kino Bad Driburg
Rathausstraße 1
33014 Bad Driburg

www.kinodriburg.de


"Wir sind Juden aus Breslau - Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933" (Deutschland 2016, Regie: Karin Kaper und Dirk Szuszies, 108 Minuten)


Protagonistinnen und Protagonisten: Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg sowie eine deutsch-polnische Jugendgruppe aus Bremen und Wrocław.


Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten Jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Jüdinnen und Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

14 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

Eine Rolle im Film spielt auch der Wiederaufbau einer Jüdischen Gemeinde in Wrocław. Diese Einbindung macht die Fallhöhe deutlich, der Kontrast zum Vergangenen, zum unwiderruflich Verlorenen, wird schmerzhaft größer und deutet doch die Möglichkeit eines zarten Neubeginns an.


Veranstaltung des Kinos Bad Driburg in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum Kreis Höxter.

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- Dienstag, 4. Dezember 2018 um 19.00 Uhr -


Filmvorführung: "Wir sind Juden aus Breslau" in Anwesenheit der Regisseurin Karin Kaper


Veranstaltungsort:

Kino Bad Driburg
Rathausstraße 1
33014 Bad Driburg

www.kinodriburg.de


"Wir sind Juden aus Breslau - Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933" (Deutschland 2016, Regie: Karin Kaper und Dirk Szuszies, 108 Minuten)


Protagonistinnen und Protagonisten: Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg sowie eine deutsch-polnische Jugendgruppe aus Bremen und Wrocław.


Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten Jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Jüdinnen und Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

14 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

Eine Rolle im Film spielt auch der Wiederaufbau einer Jüdischen Gemeinde in Wrocław. Diese Einbindung macht die Fallhöhe deutlich, der Kontrast zum Vergangenen, zum unwiderruflich Verlorenen, wird schmerzhaft größer und deutet doch die Möglichkeit eines zarten Neubeginns an.


Veranstaltung des Kinos Bad Driburg in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum Kreis Höxter.

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- Mittwoch, 5. Dezember 2018 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Ulrike Jensen: "Da war keine Ähnlichkeit zu unserem alten Selbst" - Die spezifische Situation weiblicher KZ-Häftlinge


Veranstaltungsort:

Bürgerhaus Porta Westfalica e.V.
Am Park 1
32457 Porta Westfalica

www.buergerhaus-porta.de


Ulrike Jensen, Historikerin und Pädagogin an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme berichtet über die spezifische Situation von Frauen in Konzentrationslagern sowie in den Frauenaußenlagern von Neuengamme in Hamburg und Wedel.

Die Situation weiblicher KZ-Häftlinge, ihre spezifischen Probleme und Überlebensstrategien im Lager sowie ihr Leben nach dem "Überleben" stehen im Mittelpunkt des Vortrages. Darin kommen die betroffenen Frauen selbst zu Wort. Sie schildern sexualisierte Gewalt durch Wachpersonal, den Verlust ihrer Weiblichkeit durch Hunger und entwürdigende Behandlung, aber auch den engen Zusammenhalt der so genannten "Lagerschwestern", ihre spezifischen Überlebensstrategien und ihr Leben nach der Befreiung.


Eine Veranstaltung der KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica e.V.

www.gedenkstaette-porta.de

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- Sonntag, 9. Dezember 2018 um 11.00 Uhr -


Gespräch mit der Holocaust Überlebenden Rozette Kats (Amsterdam)


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Historischer Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Die Niederländerin Rozette Kats, Jahrgang 1942, erfährt am Vorabend ihres sechsten Geburtstages, dass sie das Kind jüdischer Eltern ist, die den Holocaust nicht überlebt haben. Ihr Onkel, der einzige weitere Überlebende der Familie, vermag nicht über die ermordeten Verwandten zu sprechen. Ihren Rettern und Pflegeeltern spielt Rozette das fröhliche Kind vor, doch es plagen sie Ängste und mit zunehmendem Alter auch Fragen über das Leben und Sterben ihrer Eltern.

Erst Mitte der 1980er Jahre bekommt sie von ihrem Onkel, der schwer erkrankt ist, das Hochzeitsbild ihrer Eltern. Später findet sie heraus, dass circa drei Monate vor der Deportation der Eltern von Westerbork nach Auschwitz-Birkenau ihr Bruder geboren wurde. Es ist ein langer und schmerzlicher Prozess für Rozette Kats, mit dem Schatten der Vergangenheit leben zu lernen, der ihr vor allem durch ein vielfältiges Engagement in der Erinnerungsarbeit auf beeindruckende Weise gelungen ist.


Eine Veranstaltung mit Unterstützung der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" im Rahmen der Ausstellung "Warum schreibst du mir nicht" vom 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019 in der Volkshochschule Bielefeld.

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- Sonntag, 9. Dezember 2018 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Dienstag, 18. Dezember 2018 um 18.00 Uhr -


Offenes Antifa-Treffen Bielefeld - www.offenesantifatreffenbi.noblogs.org


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Die "Alternative für Deutschland" (AfD) in den Parlamenten, "Pegida" auf den Straßen und Rechtsrock-Großevents. Der braune Mob fühlt sich sicher und die rechte Mobilmachung wirkt: Ausgrenzung und Gewalt gegen alle, die nicht in das rechte Weltbild passen, sowie ein autoritärer Staat, der sich gegen jeglichen linken Protest wendet, sind die Folgen.

Anstatt den Ausgegrenzten und Drangsalierten solidarisch Beiseite zu stehen, wird nach oben gebuckelt und nach unten getreten. Frauen wird das Recht auf Selbstbestimmung abgesprochen und Rechte sehnen sich traditionelle Geschlechterrollen zurück.

Auch in Bielefeld und Umgebung treffen wir auf sie. Rechte Burschenschafter und "Identitäre" organisieren einen rechten Kongress, die AfD führt Kundgebungen und Veranstaltungen durch. Neonazis und völkische Siedler treiben im Umland ihr Unwesen. Und mit der ZAB ("Zentrale Ausländerbehörde") gibt es in Bielefeld eine wesentliche Akteurin des deutschen Abschiebe-Regimes.

Uns macht das alles ziemlich wütend. Geht es dir auch so? Möchtest du Leute kennenlernen und dich mit ihnen organisieren? Dann komm zum Offenen Antifa-Treffen!

Das Offene Antifa-Treffen soll besonders eine Anlaufstelle für junge Menschen sein, die sich gegen den Rechtsruck organisieren wollen. Denn Neonazismus kann nur organisiert wirksam bekämpfen werden. Wir wollen hier gemeinsam Aktionen planen, Informationen und praktische Tipps austauschen. Das Offene Antifa-Treffen soll aber vor allem auch euer Treffen sein! Bringt deswegen gerne eigene Ideen und Wünsche und natürlich eure Freundinnen und Freunde mit.

Wir sehen uns beim offenen Antifa-Treffen!

Ab dem 19. Juni 2018 jeden dritten Dienstag im Monat um 18.00 Uhr im AJZ Bielefeld.

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- Sonntag, 23. Dezember 2018 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Dienstag, 22. Januar 2019 um 19.00 Uhr -


Vortrag und Diskussion mit Klaus Gietinger: Eine Leiche im Landwehrkanal


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Historischer Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ist eine der großen Tragödien des 20. Jahrhunderts. Kaum ein politischer Mord hat so sehr die Gemüter bewegt und das politische Klima in Deutschland verändert wie jener in der Nacht vom 15. auf den 16. Januar 1919 vor dem Hotel mit dem paradiesischen Namen Eden. Der Mord war Auftakt für weitere politische Morde und nicht nur das.

"Da begann jener schauerliche Zug von Toten, fortgesetzt im März 1919 schon und ging weiter die ganzen Jahre und Jahre, Gemordete und Gemordete", wie Paul Levi es in seinem berühmten Plädoyer drei Jahre vor der NS-Herrschaft ausdrückte.


Klaus Gietinger, geboren 1955 in Lindenberg im Allgäu, ist ein deutscher Buchautor, Drehbuchautor, Filmregisseur und Sozialwissenschaftler.


Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Novemberrevolution - Die Geburt der deutschen Demokratie"; ein Kooperationsprojekt der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., des Rosa-Luxemburg-Clubs Bielefeld, der Arbeitsgemeinschaft für Zeitgeschichte des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg e.V., der Volkshochschule Bielefeld, Arbeit und Leben Bielefeld e.V. DGB / VHS und dem DGB Ostwestfalen-Lippe.

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- Samstag, 26. Januar 2019 von 14.00 bis 16.30 Uhr -


Jüdischer Friedhof in Lage vom 17. Jahrhundert bis heute: Begehung des Geländes mit Erläuterungen


Treffpunkt:

Jüdischer Friedhof
Flurstraße 9
32791 Lage


- Teilnehmende Männer werden gebeten, bei der Besichtigung eine Kopfbedeckung zu tragen.


Im Jahr 2012 / 2013 wurden durch Grabungsarbeiten zahlreiche Grabsteinfragmente mit hebräischen Inschriften freigelegt, restauriert und wieder zu vollständigen Grabsteinen zusammengesetzt. Zwischenzeitlich sind sowohl diese wieder ans Licht geholten sehr alten Grabsteine übersetzt, als auch die 98 Grabsteine des Friedhofteiles zur Flurstraße hin. Die dadurch möglichen Rekonstruktionen der Stammbäume der Familien, die in Lage gewohnt haben und hier beerdigt wurden, sind neuer Bestandteil des Vortrages.


Die Referentin, Dipl.-Ing. Margarete Wißmann von der Stabstelle Umwelt und Klimaschutz der Stadt Lage, kann dabei in die Geschichte des Friedhofs bis ins 17. Jahrhundert zurückblicken. Bei schlechtem Wetter findet nur eine kurze Besichtigung des Friedhofes statt. Der Vortrag würde dann an Hand einer Power-Point-Präsentation im Gemeindehaus der selbst. ev.-luth. Christusgemeinde in der Flurstraße 17 ausführlicher folgen.


Veranstaltung der Volkshochschule Lippe-West anlässlich des Holocaust-Gedenktages in Kooperation mit der Stadt Lage.

www.vhs-lw.de

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- Sonntag, 27. Januar 2019 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Ausstellung "Justiz und Nationalsozialismus"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
Sonderausstellungsraum
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Ausstellungsdauer: Vom 27. November 2018 bis zum 3. März 2019, dienstags bis freitags von 10.00 bis 17.00 Uhr, samstags und sonntags sowie an Feiertagen von 10.00 bis 18.00 Uhr.


"Der Dolch des Mörders war unter der Robe des Richters verborgen." Dieser Schlüsselsatz aus dem Urteil im Juristen-Prozess, einem der zwölf Nachfolgeprozesse des Nürnberger Kriegsverbrechertribunals, macht deutlich, welche Schuld Juristen während der NS-Diktatur auf sich geladen haben. Unter dem Deckmantel einer unabhängigen Justiz sprachen sie ihre Urteile "im Namen des deutschen Volkes", dienten jedoch einem verbrecherischen System. Als Ministerialbeamte wirkten Juristen an der Ausarbeitung von Rechtsvorschriften mit, die allein die Diskriminierung und Entrechtung von Menschen zum Ziel hatten, um sie aus der Mehrheitsgesellschaft auszuschließen. Als Staatsanwälte verfolgten Juristen Unschuldige; als Richter verhängten sie ungerechte und unmenschlich harte Strafen gegen Andersdenkende.

Die erschreckende Bilanz: Über 16.000 Todesurteile, davon allein 5.000 des Volksgerichtshofs. In vielen Fällen handelte es sich um nichts anderes als Justizmord auf Geheiß der Führung des NS-Staates. Diese Morde blieben nach dem Ende der Diktatur ungesühnt. Kein einziger Richter eines Sondergerichts oder des Volksgerichtshofs ist in der Bundesrepublik Deutschland zur Rechenschaft gezogen worden. Dafür sorgten Richter und Staatsanwälte, die schon während der Zeit des Nationalsozialismus in der Justiz Dienst taten, und ihre Karrieren im neuen Rechtsstaat zumeist unbehelligt fortsetzen konnten.

Die Wanderausstellung der Dokumentations- und Forschungsstelle "Justiz und Nationalsozialismus" NRW. lädt dazu ein, sich mit den vielfältigen Verstrickungen der Justiz in das von den Nationalsozialisten begangene Unrecht selbständig zu beschäftigen. Sie zeigt auch die Nachwirkungen der Diktatur von der Gründung der Bundesrepublik bis in die heutige Zeit auf. Darüber hinaus wird deutlich, wie bereits die Justiz der Weimarer Republik dem nationalsozialistischen Unrechtsregime den Weg ebnete und mit welcher Selbstverständlichkeit nach der Machtübernahme die Gleichschaltung der Justiz gelang.

Es wird deutlich, dass mit dem Justizpersonal des NS-Staates ein echter "Neuanfang" nach dem Ende des Terror-Regimes und eine schonungslose Aufarbeitung der NS-Vergangenheit nicht gelingen konnten. Schließlich wird der mühevolle Weg der Ahndung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen in den Konzentrationslagern nachgezeichnet, der noch immer nicht zu Ende ist.

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- Sonntag, 24. Februar 2019 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Ausstellung "Justiz und Nationalsozialismus"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
Sonderausstellungsraum
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Ausstellungsdauer: Vom 27. November 2018 bis zum 3. März 2019, dienstags bis freitags von 10.00 bis 17.00 Uhr, samstags und sonntags sowie an Feiertagen von 10.00 bis 18.00 Uhr.


"Der Dolch des Mörders war unter der Robe des Richters verborgen." Dieser Schlüsselsatz aus dem Urteil im Juristen-Prozess, einem der zwölf Nachfolgeprozesse des Nürnberger Kriegsverbrechertribunals, macht deutlich, welche Schuld Juristen während der NS-Diktatur auf sich geladen haben. Unter dem Deckmantel einer unabhängigen Justiz sprachen sie ihre Urteile "im Namen des deutschen Volkes", dienten jedoch einem verbrecherischen System. Als Ministerialbeamte wirkten Juristen an der Ausarbeitung von Rechtsvorschriften mit, die allein die Diskriminierung und Entrechtung von Menschen zum Ziel hatten, um sie aus der Mehrheitsgesellschaft auszuschließen. Als Staatsanwälte verfolgten Juristen Unschuldige; als Richter verhängten sie ungerechte und unmenschlich harte Strafen gegen Andersdenkende.

Die erschreckende Bilanz: Über 16.000 Todesurteile, davon allein 5.000 des Volksgerichtshofs. In vielen Fällen handelte es sich um nichts anderes als Justizmord auf Geheiß der Führung des NS-Staates. Diese Morde blieben nach dem Ende der Diktatur ungesühnt. Kein einziger Richter eines Sondergerichts oder des Volksgerichtshofs ist in der Bundesrepublik Deutschland zur Rechenschaft gezogen worden. Dafür sorgten Richter und Staatsanwälte, die schon während der Zeit des Nationalsozialismus in der Justiz Dienst taten, und ihre Karrieren im neuen Rechtsstaat zumeist unbehelligt fortsetzen konnten.

Die Wanderausstellung der Dokumentations- und Forschungsstelle "Justiz und Nationalsozialismus" NRW. lädt dazu ein, sich mit den vielfältigen Verstrickungen der Justiz in das von den Nationalsozialisten begangene Unrecht selbständig zu beschäftigen. Sie zeigt auch die Nachwirkungen der Diktatur von der Gründung der Bundesrepublik bis in die heutige Zeit auf. Darüber hinaus wird deutlich, wie bereits die Justiz der Weimarer Republik dem nationalsozialistischen Unrechtsregime den Weg ebnete und mit welcher Selbstverständlichkeit nach der Machtübernahme die Gleichschaltung der Justiz gelang.

Es wird deutlich, dass mit dem Justizpersonal des NS-Staates ein echter "Neuanfang" nach dem Ende des Terror-Regimes und eine schonungslose Aufarbeitung der NS-Vergangenheit nicht gelingen konnten. Schließlich wird der mühevolle Weg der Ahndung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen in den Konzentrationslagern nachgezeichnet, der noch immer nicht zu Ende ist.

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