www.hiergeblieben.de

Aktualisiert am Mittwoch, 28. März 2018 - Gegenwärtig 36 Termine , 29.03.2018 :

www.hiergeblieben.de: Veranstaltungskalender

_______________________________________________


Übersicht Veranstaltungen:


- März 2018 -

28.03.2018: Detmold: Ausstellung: "Detmold und das Warschauer Ghetto - Opfer und Täter"

29.03.2018: Detmold: Ausstellung: "Detmold und das Warschauer Ghetto - Opfer und Täter"
29.03.2018: Bielefeld: Diskussion: Kritisches Weißsein - Rassistische Verflechtungen und Privilegien
29.03.2018: Bünde: Vortrag von Hendrik Puls: Ganz weit rechts - "III. Weg" und "Die Rechte"


- April 2018 -

02.04.2018: Büren: Gedenkfeier: 73. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Niederhagen

03.04.2018: Paderborn: Vortrag: Fankulturen in Deutschland

04.04.2018: Paderborn: Filmvorführung: "Ultras im arabischen Frühling"
04.04.2018: Herford: "Nach dem Sturm" - Lesung mit Sören Kohlhuber

05.04.2018: Paderborn: Sören Kohlhuber: Zwischen Fahnen und Bengalo - Rechte im deutschen Fußball

06.04.2018: Paderborn: Filmvorführung: "Fußball radikal - ein linker Verein und seine Gegner"

07.04.3018: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

08.04.2018: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"

11.04.2018: Porta Westfalica: Vortrag von Jens-Christian Hansen: Überleben in der Häftlingsgesellschaft
11.04.2018: Detmold: Arnold Schönberg: "Ein Überlebender aus Warschau" - Musik zum Ghettoaufstand

12.04.2018: Bielefeld: Yom haShoa - Namenslesung: Jede Ermordete, jeder Ermordete, hat einen Namen
12.04.2018: Wewelsburg: Vortrag von Michael Sturm: Geschichtspolitik als Kulturkampf
12.04.2018: Paderborn: Vortrag: "Schwule Fotzen" - Sexismus und Homophobie im Fußball

13.04.2018: Gütersloh: Vortrag von Friedrich Burschel: NSU: Blick in den Abgrund

16.04.2018: Detmold: Vortrag: Ein Mörder aus Detmold - Jürgen Stroop und das Warschauer Ghetto

18.04.2018: Bielefeld: Informationsveranstaltung mit der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

22.04.2018: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"
22.04.2018: Bielefeld: Konzert: Valeriya Shishkova und Di Vanderer: Jiddische Lieder und Klezmer


- Mai 2018 -

05.05.3018: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

08.05.2018: Detmold: Stadtrundgang: Auf den Spuren der NS-Zeit in Detmold

13.05.2018: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"

27.05.2018: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


- Juni 2018 -

07.06.2018: Detmold: Symposion: 50 Jahre 1968 - Neue Soziale Bewegungen im Archiv

09.06.2018: Bad Nenndorf: 12. Internationales Kulturfest - "Bad Nenndorf ist bunt"

10.06.2018: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"

17.06.2018: Schloß Holte-Stukenbrock: Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne

24.06.2018: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"

27.06.2018: Minden: Mod Helmy: Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete


- Juli 2018 -

22.07.2018: Schloß Holte-Stukenbrock: Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne


- August 2018 -

19.08.2018: Schloß Holte-Stukenbrock: Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne


- September 2018 -

16.09.2018: Bielefeld: Führung über den Friedhof der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld


- November 2018 -

09.11.2018: Höxter: Lesung: Erben des Holocaust: Leben zwischen Schweigen und Erinnerung

_______________________________________________


- Mittwoch, 28. März 2018 von 08.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Detmold und das Warschauer Ghetto - Opfer und Täter"


Veranstaltungsort:

Landesarchiv NRW
Abteilung Ostwestfalen-Lippe
Willi-Hofmann-Straße 2
32756 Detmold


Ausstellungsdauer: Vom 16. Januar bis zum 27. April 2018; montags von 08.00 bis 19.00 Uhr, dienstags bis donnerstags von 08.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 08.00 bis 13.00 Uhr.


Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Seit 1996 wird bundesweit dieses Ereignisses gedacht. Auch das Landesarchiv NRW - Abteilung Ostwestfalen-Lippe und das Stadtarchiv Detmold beteiligen sich regelmäßig mit Veranstaltungen und Ausstellungen daran.

In diesem Jahr erinnern wir an die Niederschlagung des Aufstandes im Warschauer Ghetto vor 75 Jahren. Aus Ostwestfalen-Lippe und auch aus Detmold wurde eine nicht geringe Zahl jüdischer Menschen nach Warschau deportiert. Nur ein Mann aus der Region überlebte.

Verantwortlich für die brutale Zerstörung des Ghettos und die Tötung tausender Menschen war ein Detmolder, Jürgen Stroop. Durch seine Taten wurde der Name der Stadt auf unrühmliche Weise vielerorts in der Welt bekannt.

Jürgen Stroop wurde durch ein polnisches Gericht zum Tode verurteilt und 1952 hingerichtet. An seine Taten erinnern Museen und Gedenkstätten in den USA, Polen und Israel.

_______________________________________________


- Donnerstag, 29. März 2018 von 08.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Detmold und das Warschauer Ghetto - Opfer und Täter"


Veranstaltungsort:

Landesarchiv NRW
Abteilung Ostwestfalen-Lippe
Willi-Hofmann-Straße 2
32756 Detmold


Ausstellungsdauer: Vom 16. Januar bis zum 27. April 2018; montags von 08.00 bis 19.00 Uhr, dienstags bis donnerstags von 08.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 08.00 bis 13.00 Uhr.


Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Seit 1996 wird bundesweit dieses Ereignisses gedacht. Auch das Landesarchiv NRW - Abteilung Ostwestfalen-Lippe und das Stadtarchiv Detmold beteiligen sich regelmäßig mit Veranstaltungen und Ausstellungen daran.

In diesem Jahr erinnern wir an die Niederschlagung des Aufstandes im Warschauer Ghetto vor 75 Jahren. Aus Ostwestfalen-Lippe und auch aus Detmold wurde eine nicht geringe Zahl jüdischer Menschen nach Warschau deportiert. Nur ein Mann aus der Region überlebte.

Verantwortlich für die brutale Zerstörung des Ghettos und die Tötung tausender Menschen war ein Detmolder, Jürgen Stroop. Durch seine Taten wurde der Name der Stadt auf unrühmliche Weise vielerorts in der Welt bekannt.

Jürgen Stroop wurde durch ein polnisches Gericht zum Tode verurteilt und 1952 hingerichtet. An seine Taten erinnern Museen und Gedenkstätten in den USA, Polen und Israel.

_______________________________________________


- Donnerstag, 29. März 2018 um 18.00 Uhr -


Vorträge und Diskussion: Kritisches Weißsein - Rassistische Verflechtungen und Privilegien


Veranstaltungsort:

Welthaus Bielefeld e.V.
1. Obergeschoss, Neubau
August-Bebel-Straße 62
33602 Bielefeld.

www.welthaus.de


Die Veranstaltung wird durch Frau Dr. Julia Roth (Universität Bielefeld) mit einer kurzen Einführung in die Begriffswelt des Rassismus und den durch Übersetzungen bedingten semantischen Verschiebungen unter einer kritischen Weißseins-Perspektive eröffnet. Daraufhin folgt ein Kurzvortrag zum institutionellen und strukturellen Rassismus in unserer Gesellschaft durch Frau Prof. Dr. Claudia Rademacher (Fachhochschule Bielefeld). Auf dieser Basis aufbauend erhoffen wir uns eine rege Diskussion mit den Gästen zum Thema rassistischer Verflechtungen als "Realität der Ungleichheit".


Veranstaltung von Welthaus Bielefeld e.V. in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft "Uni ohne Vorurteile" an der Universität Bielefeld im Rahmen der Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus vom 1. bis zum 31. März 2018.

www.ki-bielefeld.de

_______________________________________________


- Donnerstag, 29. März 2018 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Hendrik Puls: Ganz weit rechts - "III. Weg" und "Die Rechte"


Veranstaltungsort:

Villa Bünde
Kaiser-Wilhelm-Straße 2
32257 Bünde

www.facebook.com/villabuende


Nach den Vereinsverboten von vier bedeutenden nordrhein-westfälischen Neonazi-Kameradschaften und weiteren Repressionsmaßnahmen setzte im Jahr 2012 ein Wandel der Neonazi-Szene ein: Die Mehrzahl der sich selbst auch als "Freie Kräfte" bezeichnenden Neonazi-Kameradschaften löste sich auf und schloss sich in der Folge zwei neuen Organisationen an, die formal als Parteien auftreten. Diese Parteien, "Die Rechte" und "Der III. Weg" stehen im Mittelpunkt dieser Vortragsveranstaltung.

"Die Rechte" wurde im Mai 2012 vom Neonazi-Führer Christian Worch und ehemaligen Funktionären der "Deutsche Volksunion" (DVU) gegründet. Nach den Verboten in NRW wurde sie zum Auffangbecken der Mitglieder von Kameradschaften, die den größten, nordrhein-westfälischen Landesverband dominieren.

"Der III. Weg" wurde 2013 von ehemaligen NPD-Kadern gegründet und ist seit dem Verbot des "Freien Netzes Süd" im Jahr 2014 vor allem in Bayern und Ostdeutschland aktiv. Die Partei versteht sich selbst als "nationalrevolutionär".

Beide Parteien sind auch schon in Bünde aktiv geworden - der "III. Weg" durch Propagandaaktionen, unter anderem beim CDU-Sommerfest im September 2017, "Die Rechte" mit ihrer Beteiligung beim "Biegida"-Aufzug im Oktober 2015.

Der Referent Hendrik Puls geht in seinem Vortrag auf Entstehung, Ideologie und Aktivitäten dieser beiden Organisationen ein und wirft zudem die Frage auf, welche Einflussmöglichkeiten sie in Zeiten des Rechtsruck haben.


Hendrik Puls ist Soziologe. Er forscht und publiziert zum Thema Neonazismus, unter anderem über ""Die Rechte" als neue Bewegungspartei des Neonazismus" (Forschungsjournal Soziale Bewegungen, 2015) und zum "Antikapitalismus von rechts? Wirtschafts- und sozialpolitische Positionen der NPD" (Verlag Edition Assemblage, 2012).


Veranstaltung der Initiative 9. November Bünde: www.facebook.com/9NovemberBuende/

_______________________________________________


- Montag 2. April 2018 um 15.00 Uhr -


Gedenkfeier: 73. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Niederhagen


Veranstaltungsort:

Mahnmal auf dem ehemaligen Appellplatz
des Konzentrationslagers Niedernhagen
Ahornstraße
33142 Büren-Wewelsburg


- Ansprache: Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer, Gründer des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld (IKG)


- Musik: Lomir Danzen


Das ehemalige Konzentrationslager Niederhagen

Das Konzentrationslager Niederhagen war ein temporäres nationalsozialistisches Konzentrationslager am Ortsrand von Büren-Wewelsburg. Es entstand 1941 aus dem Außenlager Wewelsburg, einem Nebenlager des Konzentrationslagers Sachsenhausen.

Seit 1939 setzte der Reichsführer SS Himmler KZ-Häftlinge zum Umbau des Bergschlosses Wewelsburg ein. Gemäß Himmlers Vorstellungen sollte nach dem "Endsieg" die Wewelsburg Mittelpunkt der Weltwerden. Aus dem Konzentrationslager Sachsenhausen wurden Häftlinge in das Außenkommando Wewelsburg geschickt. Auch beim Bau des Führerhauses I, der Villa des Architekten Hermann Bartels, in der Waldsiedlung, im Straßenbau und im Steinbruch setzte die SS die KZ-Häftlinge als Zwangsarbeiter ein.

Die Arbeitsgruppe, die zunächst noch als Außenkommando arbeitete, war den Wetterverhältnissen schutzlos ausgesetzt. Daher wurde schließlich ein Schutzhaftlager in Niederhagen neu erbaut, genannt Außenlager Wewelsburg. In das neue Lager wurden weitere Häftlinge geschickt. 1941 erklärte die SS dieses Lager, das noch zum Konzentrationslager Sachsenhausen gehörte und etwa 480 Gefangene zählte, zum eigenständigen Konzentrationslager.

Zu den rund 3.900 Häftlingen zählten so genannte Bibelforscher (Zeugen Jehovas), politische Häftlinge, Roma, Homosexuelle, Jüdinnen und Juden, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus Polen, der Sowjetunion, der Tschechoslowakei, Frankreich, den Niederlanden und Belgien. Fast ein Drittel von ihnen überlebte die Haft nicht.

Nachgewiesen ist der Tod von 1.285 Häftlingen. Sie starben an Hunger, Kälte, Krankheiten und den Folgen von Misshandlungen. Im Jahr 1942 wurde ein lagereigenes Krematorium gebaut.

Die Gestapo nutzte das Konzentrationslager auch als Exekutionsstätte, es wurden hier auf Befehl Heinrich Himmlers insgesamt 56 Menschen, darunter Frauen und Kinder, aus Westfalen-Lippe hingerichtet.

In der Zeit von 1. September 1941 bis 1. Mai 1943 war das Lager selbstständig. Vorher war es als Außenlager dem Konzentrationslager Sachsenhausen, danach als Außenlager dem Konzentrationslager Buchenwald unterstellt. Ab 1943 saßen nur noch etwa 50 Häftlinge im Lager ein.

Am 2. April 1945 wurden die Häftlinge durch Soldaten der 3. US-Armee befreit.

Auf dem Appellplatz des ehemaligen Konzentrationslagers Niederhagen wurde am 2. April 2000 das Mahnmal zum Gedenken an die Befreiung der Gefangenen eingeweiht


Veranstaltung des Vereins Gedenktag 2. April in Wewelsburg e.V. in Kooperation mit der Stadt Büren und dem Kreismuseum Wewelsburg. Im Anschluss an die Gedenkfeier wird zum Gedankenaustausch im Pfarrheim Wewelsburg, Alter Hof 12, 33142 Büren geladen.

www.gedenktag-2-april.de

_______________________________________________


- Dienstag 3. April 2018 um 19.00 Uhr -


Vortrag: Fankulturen in Deutschland


Veranstaltungsort:

BDP-Infoladen
Leostraße 75
33098 Paderborn

www.infoladenpaderborn.blogsport.de


Durch den Vortrag wird in eine Veranstaltungsreihe zum Thema Fankulturen und Fußball eingeleitet. Es wird ein Einblick in die Geschichte der Fankulturen in Deutschland geboten und hierdurch zu der heutigen Situation in den Kurven übergeleitet.

Der Vortrag soll als Argumentationsgrundlage für den weiteren Verlauf der Reihe oder einfach als Informationsquelle über die so viel diskutierten Krawallmachenden, Chaoten und Chaotinnen dienen.


Veranstaltung von Antifa Paderborn - Kritik und Praxis: www.antifa-paderborn.de


Weitere Veranstaltungen zum Thema Fankulturen und Fußball am 4., 5., 6. und 12. April 2018 im BDP-Infoladen.

_______________________________________________


- Mittwoch, 4. April 2018 um 19.00 Uhr -


Filmvorführung: "Ultras im arabischen Frühling"


Veranstaltungsort:

BDP-Infoladen
Leostraße 75
33098 Paderborn

www.infoladenpaderborn.blogsport.de


Die Dokumentation nähert sich der Kultur der Ultras in Ägypten und ihrer Rolle in der ägyptischen Revolution. Hierzu werden Interviews mit beteiligten Personen, ihren Verwandten, Freundinnen und Freunde mit Videos und Bildern der Ereignisse gemischt.

Nach dem Film wird zu einem gemütlichen Miteinander eingeladen und Raum für Diskussion, Getränke und Musik geboten.


Veranstaltung von Antifa Paderborn - Kritik und Praxis: www.antifa-paderborn.de


Weitere Veranstaltungen zum Thema Fankulturen und Fußball am 5., 6. und 12. April 2018 im BDP-Infoladen.

_______________________________________________


- Mittwoch, 4. April 2018 um 19.30 Uhr -


"Nach dem Sturm" - Lesung mit Sören Kohlhuber


Veranstaltungsort:

Kreis Herford
Kreishaus
Amtshausstraße 3
Foyer
32051 Herford


Im Kalenderjahr 2016 dokumentierte Sören Kohlhuber mehr als 50 rechte Versammlungen, darunter einen Großteil in Ostdeutschland. Seit den massenhaften Aufmärschen im Herbst 2015 konnte aber eine Abnahme der Aufmärsche und der Anzahl der Teilnehmenden verzeichnet werden. Der "Pegida"-Hype, der zum Teil europaweit und auch auf anderen Kontinenten Nachahmung fand, konnte sich über die Jahreswende nicht halten.

Gleichzeitig ging die Saat der Rechten auf. Bei Wahlen 2016 konnte die "Alternative für Deutschland" ihren Einfluss in der politischen Landschaft festigen. Verbale Tabus werden gebrochen, rassistisch motivierte Straftaten bleiben konstant hoch und staatliche Strukturen reagieren mit Restriktionen, sowie Sicherheitsverschärfungen gegen Geflüchtete.

Das Buch "Nach dem Sturm - Von den Köpfen, auf die Straße, bis in die Parlamente" (Verlag: epubli, 06.02.2018, ISBN: 9783745093551, 228 Seiten) stellt den Abschluss einer nicht geplanten Trilogie dar. Bereits zuvor erschienen die Bücher "Deutschland deine Nazis" über Neonazi-Aufmärsche im Jahr 2014 und "Retrofieber - Wenn Neonazis die ostdeutschen Straßen zurückerobern" über selbige Veranstaltungen aus dem Jahr 2015.


Sören Kohlhuber wird aus seinem aktuellen Buch lesen und uns dabei mitnehmen auf einen Aufmarsch, uns Einblicke geben, die wir meist als einer der Konfliktparteien bei solchen Veranstaltungen nicht haben. Anschließend wird es Raum für Gespräch, Diskussion und Fragen geben.


Sören Kohlhuber ist Journalist und freier Fotojournalist und dokumentiert regelmäßig rechte Aufmärsche in Deutschland.


Veranstaltung der Initiative 9. November Bünde: www.facebook.com/9NovemberBuende/

_______________________________________________


- Donnerstag, 5. April 2018 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Sören Kohlhuber: Zwischen Fahnen und Bengalo - Rechte im deutschen Fußball


Veranstaltungsort:

BDP-Infoladen
Leostraße 75
33098 Paderborn

www.infoladenpaderborn.blogsport.de


Rechte Hooligans sind ein einfach zu beschreibendes Phänomen. In der öffentlichen Meinung werden ihnen als Counterparts die Ultra-Bewegung vorgesetzt, doch auch hier gibt es offen neonazistische bis rechtsoffene Strukturen. Jenseits der Fankurven endet allerdings nicht das rechte Engagement im Kontext Fußball. Vereine werden unterwandert, Kameradschaften bilden eigene Vereine oder treten als Sponsor von kleinen Dorfvereinen auf, um Akzeptanz in der Bevölkerung zu erzielen. Dahinter steckt natürlich auch die Strategie sich vom negativen Image zu reinigen - und das mit Erfolg.

Sören Kohlhuber beobachtet seit einigen Jahren die rechte Szene im Fußball. Sein Fokus liegt dabei auf Ostdeutschland. Im Vortrag werden Beispiele für die verschiedenen Teilbereiche vorgestellt, in denen Neonazis und Rechte aktiv am Fußball-Geschehen teilnehmen. Daneben gibt es einen Exkurs in türkische Rechte (Graue Wölfe) im deutschen Fußball. Diese treten offener auf und können so innerhalb der migrantischen Community Einfluss geltend machen. Dabei werden sie von deutschen Fußballverbänden ebenso unterstützt, wie von der türkisch-faschistischen MHP.

Der Vortrag dient als Einführung in die Thematik. Anschließend ist Raum für Fragen und Diskussion.


Sören Kohlhuber ist Journalist und freier Fotojournalist und dokumentiert regelmäßig rechte Aufmärsche in Deutschland.


Veranstaltung von Antifa Paderborn - Kritik und Praxis: www.antifa-paderborn.de


Weitere Veranstaltungen zum Thema Fankulturen und Fußball am 6. und 12. April 2018 im BDP-Infoladen.

_______________________________________________


- Freitag, 6. April 2018 um 19.00 Uhr -


Filmvorführung: "Fußball radikal - ein linker Verein und seine Gegner" (arte, 6. Juni 2017, 28 Minuten)


Veranstaltungsort:

BDP-Infoladen
Leostraße 75
33098 Paderborn

www.infoladenpaderborn.blogsport.de


Nach der Filmvorführung über den Verein "SV Babelsberg 03" wird über die Folgen des dort gezeigten Spiels berichtet. Anschließend gibt es eine Solidaritäts-Kneipe, deren Gewinne an die vom "SV Babelsberg 03" initiierte Kampagne "Nazis raus aus den Stadien!" gehen.


Veranstaltung von Antifa Paderborn - Kritik und Praxis: www.antifa-paderborn.de


Weitere Veranstaltung zum Thema Fankulturen und Fußball am 12. April 2018 im BDP-Infoladen.

_______________________________________________


- Samstag, 7. April 2018 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

_______________________________________________


- Sonntag, 8. April 2018 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

_______________________________________________


- Mittwoch, 11. April 2018 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Jens-Christian Hansen: Überleben in der Häftlingsgesellschaft - Dänische Häftlinge in den KZ-Außenlagern Barkhausen und Husum-Schwesing


Veranstaltungsort:

Bürgerhaus Porta Westfalica e.V.
Am Park 1
32457 Porta Westfalica

www.buergerhaus-porta.de


Die KZ-Außenlager Barkhausen und Husum-Schwesing zählten zu den Konzentrationslagern mit den härtesten Überlebensbedingungen. Ursachen waren nicht nur die lebensgefährliche Zwangsarbeit und der Terror der SS. Der größte Feind der Häftlinge waren sie selbst. Die Interaktion und Handlungsspielräume zwischen Häftlingen und Häftlingsgruppen in der Lagergesellschaft definierten somit oft die Überlebenschancen des Einzelnen.


An Hand der dänischen Häftlingsgruppen in den Außenlagern Barkhausen und Husum-Schwesing problematisiert der dänische Historiker Jens-Christian Hansen in seinem Vortrag die Rolle von Individuen und Gruppen im Konzentrationslager.


Veranstaltung der KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica e.V.

www.gedenkstaette-porta.de

_______________________________________________


- Mittwoch, 11. April 2018 um 19.30 Uhr -


Arnold Schönberg: "Ein Überlebender aus Warschau" - Musik zum Ghettoaufstand


Veranstaltungsort:

Haus Münsterberg
Hornsche Straße 38
32756 Detmold


- Werkbetrachtung des siebenminütigen Stückes mit Informationen zum Leben und zur Musik des Komponisten von Thomas Krügler -

Arnold Schönberg (1874 in Wien - 1951 USA), einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, hat mit der Erfindung der Zwölftontechnik (Dodekaphonie) die Musikwelt revolutioniert. Er war österreichisch-amerikanischer Komponist, Musiktheoretiker, Maler und Dichter.

Als Jude emigrierte er bei Anbruch der NS-Diktatur in die USA. Die Nachrichten über die Gräueltaten der Nationalsozialisten veranlassten ihn im Alter von 73 Jahren sein Werk "Ein Überlebender aus Warschau" op. 46 für Sprecher, Männerchor und Orchester zu komponieren. Es vertont den Tatsachenbericht eines polnischen Juden über die Massaker im Warschauer Ghetto.

In nur 12 Tagen vollendet er das Werk am 23. August 1947, das ein Jahr später am 20. Dezember 1948 unter der Leitung von René Leibowitz seine europäische Uraufführung erlebt.

Ein Überlebender aus Warschau gilt als eines der ausdrucksstärksten Werke Schönbergs von erschütternder Realistik in Text und Musik und stellt eine der wichtigsten und meistrezipierten musikalischen Auseinandersetzungen mit dem Holocaust dar.


Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.

www.gfcjz-lippe.de

_______________________________________________


- Donnerstag, 12. April 2018 von 15.00 bis 20.00 Uhr -


Yom haShoa - Namenslesung: Jede Ermordete, jeder Ermordete, hat einen Namen


- Informationen unter: www.juedische-gemeinde-bielefeld.de


Veranstaltungsort:

Platz zwischen Altem und Neuem Rathaus
Niederwall
33602 Bielefeld


Am Donnerstag, den 12. April, findet im Jahr 2018 der Gedenktag für die ermordeten Jüdinnen und Juden Europas statt. An diesem Tag werden in Bielefeld die Namen von mehr als 2.000 Jüdinnen und Juden verlesen, die vom Bielefelder Bahnhof aus in den Jahren 1938 bis 1945 in die Ghettos und Konzentrationslager deportiert oder auf andere Weise ermordet wurden oder umgekommen sind.

Yom haShoa, gibt es in Israel seit 1951, er hat den Charakter eines ernsten nationalen Gedenktages. Zur Eröffnungszeremonie abends zu Beginn von Yom haShoa werden sechs Fackeln entzündet, die symbolisch für die sechs Millionen jüdischen Opfer der Shoa stehen.


Die Namenslesung und die Ausrichtung des Gedenktags wird von der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld organisiert.

_______________________________________________


- Donnerstag, 12. April 2018 um 19.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Vortrag von Michael Sturm: Geschichtspolitik als Kulturkampf - Der Gebrauch von "Geschichte" im aktuellen Rechtspopulismus


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Filmraum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Allenthalben ist momentan von einem "populistischen" Zeitalter die Rede. Auch in Deutschland scheinen rechtspopulistische Bewegungen zunehmend auf Zuspruch zu stoßen. Lautstark polemisieren sie gegen eine vermeintliche "Überfremdung" oder "Islamisierung" Deutschlands oder des "Abendlandes". In diesen Argumentationsmustern spielt der Verweis auf Geschichte eine zentrale Rolle. Entweder, um eine angeblich bessere Vergangenheit zu verklären, oder, um eine gemeinsame "exklusive", kulturell und ethnisch homogene Identität zu beschwören. Immer wieder rückt aber auch die Erinnerung an die NS-Zeit in den Fokus extrem rechter Agitation.

Die Mythen und Erzählmuster auf die sich aktuelle rechtspopulistische und autoritäre Strömungen beziehen sind keineswegs neu. Vielmehr gründet das Geschichtsverständnis, das für den Rechtspopulismus kennzeichnend ist, auf der Überhöhung eines tradierten Bündels immer wieder neu beschworener Kampfbegriffe wie "Volk", "Gemeinschaft" oder "Nation", die ein vermeintlich homogenes und exklusives Kulturverständnis rechtfertigen sollen. Geschichtspolitik ist demnach Ausdruck eines von rechtspopulistischen Strömungen geführten "Kulturkampfes".

Der Vortrag widmet sich den geschichtspolitischen Mythen und Argumentationsmustern des aktuellen Rechtspopulismus. Zu fragen ist auch nach der strategischen Bedeutung, die dem Gebrauch von "Geschichte" zukommt. Auf welche gesellschaftlichen Resonanzen stoßen die geschichtspolitischen Vorstöße des Rechtspopulismus und welche Herausforderungen ergeben sich daraus für eine demokratisch orientierte historisch-politische Bildung?


Michael Sturm ist Historiker und pädagogisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter im Geschichtsort Villa ten Hompel, Münster.

_______________________________________________


- Donnerstag, 12. April 2018 um 19.00 Uhr -


Vortrag: "Schwule Fotzen" - Sexismus und Homophobie im Fußball


Veranstaltungsort:

BDP-Infoladen
Leostraße 75
33098 Paderborn

www.infoladenpaderborn.blogsport.de


Obwohl Gleichberechtigung heute kein Fremdwort mehr ist, viele Frauen und Queers ihren Platz im Stadion scheinbar gefunden haben, zeigt sich oft genug ein anderes Bild: Der Vortrag wird sich an Hand verschiedener Beispiele mit der Problematik von Sexismus und Homophobie im Fußball- und Stadionkontext beschäftigen. Es wird den Fragen nachgegangen, in welcher Form Frauen an unterschiedlichsten Standpunkten mit Vorurteilen und Abwertungen begegnet wird, wie und warum aber auch gegnerischen Fans, Teams oder Schiris gerne sexistische und homophobe Sprüche an den Kopf geknallt werden.

Was das alles mit gesellschaftlichen Bildern von Geschlecht zu tun hat und welche Möglichkeiten Fans bereits gefunden haben, um Beleidigungen, Abwertungen und einem unangenehmen Klima entgegenzuwirken, wird an diesem Abend herausgearbeitet.


Veranstaltung von Antifa Paderborn - Kritik und Praxis: www.antifa-paderborn.de

_______________________________________________


- Freitag, 13. April 2018 um 18.00 Uhr -


Vortrag von Friedrich Burschel: NSU: Blick in den Abgrund


Veranstaltungsort:

Hotel und Restaurant Flussbett
Wiesenstraße 40
33330 Gütersloh

www.flussbett-hotel.de


Anti-demokratische Inlandsgeheimdienste, unkontrolliertes V-Mann-Unwesen, Neonazi-Terror-Szene, rassistische Ermittlungen und Staatsversagen: Zwingende Konsequenzen aus dem NSU-Komplex.

Nachdem der Münchener NSU-Prozess 2016 monatelang auf der Stelle getreten ist, rückt das Ende des Prozesses näher.

Gesellschaftliche und politische Konsequenzen spielen im Alltag vor Gericht und in den (unterdessen zwölf) Parlamentarischen Untersuchungsausschüssen so gut wie keine Rolle.

Hinter dem Agieren des terroristischen NSU und seines wohl Hunderte Personen umfassenden Unterstützerinnen-Netzwerks öffnete sich das Panorama des wohl größten Geheimdienstskandals der Geschichte der BRD und eines unvorstellbaren behördlichen Rassismus in den Mordermittlungen. Gegen die Familien und das soziale Umfeld der Opfer und die Ermordeten selbst wurde über Jahre mit kruden Vorwürfen und rassistischen Anschuldigungen ermittelt. Für die betroffenen Familien eine bis zu einem Jahrzehnt währende Demütigung, ohne dass je auch nur ansatzweise Spuren ins Neonazi-Milieu verfolgt worden wären. Wie weit staatliche Verstrickung in das Geschehen gegangen ist, ist bis heute nicht im Geringsten geklärt.

Aber auch eine kritische und linke Öffentlichkeit hat von dem mörderischen Agieren des NSU keine Notiz genommen und sich von den Medien, die die Polizeiversionen ungeprüft und auflagensteigernd skandalisiert übernahmen, den Bären der kriminellen Machenschaften im "Ausländermilieu" aufbinden lassen: niemand hat gegen die Etikettierung der grausamen Hinrichtungen als "Döner-Morde" je lautstark protestiert oder - außer den Betroffenen - auch nur Zweifel angemeldet.

Es ist wichtig eine öffentliche Diskussion der Skandale, des behördlichen und gesellschaftlichen Rassismus und der enormen Gefahren für das Gemeinwesen, die von den unkontrollierbaren (Inlands-)Geheimdiensten ausgehen, zu erzwingen. Zu dieser Diskussion soll der Vortrag von Friedrich Burschel beitragen.


Friedrich Burschel ist Referent zum Schwerpunkt Neonazismus und Strukturen / Ideologien der Ungleichwertigkeit bei der Akademie für Politische Bildung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin. Er ist akkreditierter Korrespondent des nicht-kommerziellen Lokalsenders Radio Lotte Weimar im NSU-Prozess und Mitarbeiter des Internetprojektes NSU-Watch (nsu-watch.info).


Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der Neonazi-Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.


Veranstaltung des Kreisverbandes Gütersloh der Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken:

www.falken-guetersloh.de

_______________________________________________


- Montag, 16. April 2018 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Dr. Bärbel Sunderbrink, Stadtarchiv Detmold: Ein Mörder aus Detmold - Jürgen Stroop und das Warschauer Ghetto


Veranstaltungsort:

Landesarchiv NRW
Abteilung Ostwestfalen-Lippe
Willi-Hofmann-Straße 2
32756 Detmold


NS-Täter kamen aus allen Schichten, Milieus und Religionen. Die Frage, was sie zu ihren verbrecherischen Handlungen bewogen hat, ist schwer zu beantworten.

In ihrem Vortrag zeichnet Bärbel Sunderbrink den Lebensweg von Jürgen Stroop nach, der in Detmold geboren ist und hier seine prägende Zeit erlebt hat. Der Katasterbeamte machte in der SS Karriere. Im April 1943 erhielt Stroop von Heinrich Himmler den Befehl, den Aufstand im Warschauer Ghetto niederzuschlagen. Sein Bericht über die Zerstörung des Ghettos gehört zu den grausamsten Zeugnissen eines NS-Verbrechers.


Veranstaltung in Kooperation mit dem Stadtarchiv Detmold im Rahmen der Ausstellung "Detmold und das Warschauer Ghetto - Opfer und Täter" vom 16. Januar bis zum 27. April 2018 im Landesarchiv NRW - Abteilung Ostwestfalen-Lippe.

_______________________________________________


- Mittwoch, 18. April 2018 um 18.30 Uhr -


Informationsveranstaltung mit der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh


www.initiativeouryjalloh.wordpress.com


Veranstaltungsort:

Universität Bielefeld
Universitätsstraße 25
Hörsaal 2
33615 Bielefeld

www.uni-bielefeld.de


Oury Jalloh - von der Polizei ermordet, vom Staat vertuscht

Oury Jalloh wurde am 7. Januar 2005 in einer Dessauer Polizeizelle an Händen und Füßen gefesselt, misshandelt und verbrannt. Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh kämpft seitdem für Aufklärung des Mordes und somit gegen den Widerstand von Polizei und Justiz, die von Anfang an behaupteten, dass Oury Jalloh sich selbst angezündet habe.

Nach insgesamt vier Prozessjahren vor den Landgerichten in Dessau und Magdeburg wurde lediglich der damalige Dienstgruppenleiter wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 10.800 Euro verurteilt. Die Brand- und Todesursache wurde von den Gerichten jedoch nicht geklärt.

Deshalb hat die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh zunehmend selbständig Ermittlungsaufgaben übernommen. Zwischen 2013 und 2017 veröffentlichte sie mehrere Gutachten von internationalen Sachverständigen, die allesamt dafür sprechen, dass Oury Jalloh sich nicht selbst angezündet hat.

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh hat in den vergangenen Monaten eine staatlich unabhängige Kommission aufgebaut. Diese hat sich Ende Januar 2018 gegründet und ihre Arbeit aufgenommen.

Aktive der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh berichten und diskutieren über den Stand der Ermittlungen, über ihre Erfahrungen mit der jahrelangen Repression und die Organisation einer Internationalen Unabhängigen Kommission zur Aufklärung des Todes von Oury Jalloh.

Aufklärung braucht Fakten, Protest und Kontinuität!

Oury Jalloh - Das war Mord!

_______________________________________________


- Sonntag, 22. April 2018 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

_______________________________________________


- Sonntag, 22. April 2018 um 16.00 Uhr -


Konzert mit Valeriya Shishkova und Di Vanderer: "Mir gejen zusamen" - Jiddische Lieder und Klezmer


Evangelisch-Lutherische
Lydia-Kirchengemeinde
Johanniskirchplatz 1
33615 Bielefeld

www.lydia-bielefeld.de


Valeriya Shishkova hat sich in den vergangenen Jahren zu einer herausragenden Interpretin jiddischer Lieder entwickelt. Sie ist in Moskau geboren worden und heute in Dresden zuhause. Durch die intensive Begegnung mit jiddischer Musik und Kultur entdeckte sie immer mehr einen wichtigen Teil ihrer eigenen Identität. Sie hat auch international Anerkennung gefunden und ist unter anderem Preisträgerin der 3. International Jewish Music Competition in Amsterdam.

Valeriya Shishkova und Di Vanderer (Sergey Trembitskiy, Klavier und Flöte, Gennady Nepomnjaschiy, Klarinette) spielen in ihrem neuen Programm "Mir gejen zusamen" sowohl traditionelle jiddische Lieder und Klezmer als auch zeitgenössische Kompositionen nach Texten klassischer und moderner jiddischer Autoren.


Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld.

www.gcjz-bielefeld.de

_______________________________________________


- Samstag, 5. Mai 2018 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

_______________________________________________


Dienstag, 8. Mai 2018 von 16.30 bis 18.30 Uhr -


Stadtrundgang: Auf den Spuren der NS-Zeit in Detmold


Treffpunkt:

Landestheater
Theaterplatz 1
32756 Detmold

www.landestheater-detmold.de


"Auf den Spuren der NS-Zeit in Detmold" werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Hand historischer Fotos und an Originalschauplätzen etwas über die Verfolgung von Jüdinnen und Juden, den Widerstand und das gesellschaftliche Klima damals in Detmold erfahren.

Gerade angesichts angestiegener neonazistischer Aktivitäten, dem Antisemitismus und der Diskriminierung von Menschen aus anderen Ländern ist es wichtig, sich mit der NS-Zeit hier in Detmold auseinander zu setzen, denn nur wer bereit ist aus der Vergangenheit zu lernen welche mörderischen Folgen die NS-Ideologie gehabt hat, kann heute die gesellschaftliche Bedeutung des Neonazismus richtig beurteilen und so engagiert auf die Gefahren des Neofaschismus aufmerksam machen.

Der Rundgang informiert darum nicht nur an Hand prägnanter Beispiele über die langsame Ausgrenzung von Jüdinnen und Juden aus dem gesellschaftlichen Leben in Detmold, über die Ereignisse des Novemberpogroms, über die Deportationen in die Vernichtungslager, über die Täter, sondern auch über den mutigen Widerstand gegen die NS-Politik.

Thematisiert wird ebenso das Fortwirken des NS-Gedankenguts in heutigen Neonazi-Gruppen und das von vielen nur mit Erstaunen zur Kenntnis genommene Wirken dieser Gedanken in die Mitte der Gesellschaft.


Veranstaltung des Antifaschistisches Arbeitskreises Detmold: www.antifa-detmold.de

_______________________________________________


- Sonntag, 13. Mai 2018 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

_______________________________________________


- Sonntag, 27. Mai 2018 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

_______________________________________________


- Donnerstag, 7. Juni 2018 von 11.00 bis 19.00 Uhr -


Symposion: 50 Jahre 1968 - Neue Soziale Bewegungen im Archiv


Veranstaltungsort:

Landesarchiv NRW
Abteilung Ostwestfalen-Lippe
Willi-Hofmann-Straße 2
32756 Detmold


- Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten: owl@lav.nrw.de


2018 jährt sich zum 50. Mal der Beginn der Neuen Sozialen Bewegungen im Jahr 1968. In Folge der so genannten 68er-Bewegung prägten zahlreiche Initiativen und Bewegungen die Bundesrepublik Deutschland, allen voran die Ökologie-, Frauen-, Jugendzentrums- oder Friedensbewegung. Auch wenn die Zentren dieser Bewegungen in den Großstädten zu suchen sind, so hat nicht nur der Historiker Hans-Gerd Schmidt für Lippe nachgewiesen, dass auch in der "Provinz" junge Menschen mehr oder minder radikal gesellschaftliche Veränderungen anstrebten und auch neue Lebensweisen ausprobierten (Hans-Gerd Schmidt, Die 68er-Bewegung in der Provinz. Vom Rock `n` Roll und Beat bis zur Gründung der Grünen in Lippe, Bielefeld 2013). Dieses Phänomen soll im Jahr 2018 unter anderem im Ziegeleimuseum Lage als Ausstellung unter dem Titel "Protest und Alternativkultur in Lippe" illustriert werden (vom 18. März bis zum 30. September 2018).

Das Landesarchiv NRW - Abteilung Ostwestfalen-Lippe beteiligt sich mit einem Symposion zu dem Thema "Neue Soziale Bewegungen im Archiv". Der inhaltliche Schwerpunkt liegt dabei auf der archivischen Überlieferungsbildung von Personen und Gruppen der politischen und kulturellen Bewegung in den späten 1960er und 1970er Jahren.


Programm:


Ziegeleimuseum Lage:

11.00 Uhr: Führung durch die Ausstellung "Die 68er-Bewegung in der Provinz" im Ziegeleimuseum Lage durch Dr. Hans-Gerd Schmidt (Historiker, Detmold):

www.lwl.org/industriemuseum/standorte/ziegeleimuseum-lage


Landesarchiv NRW:

14.30 Uhr:

Begrüßung: Dr. Johannes Burkardt (Landesarchiv NRW, Leiter der Abteilung OWL)

Einführung und Moderation: Dr. Clemens Rehm (Landesarchiv Baden-Württemberg, Stuttgart)

15.00 bis 15.45 Uhr:

Bewegte Dörfer - Neue soziale Bewegungen in der Provinz und ihre Quellen, Dr. Julia Paulus (LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte)

15.45 bis 16.30 Uhr:

Emanzipation und Protest in den Beständen der Abt. OWL des Landesarchivs NRW, Dr. Wolfgang Bender (LAV NRW OWL)

16.30 bis 16.45 Uhr: Pause

16.45 bis 17.30 Uhr:

Archive der Neuen Sozialen Bewegungen und des alternativen Schrifttums, Dr. Jürgen Bacia, Duisburg (Archiv für alternatives Schrifttum)

17.30 bis 18.15 Uhr:

Die 1968er Bewegung in der Provinz - die Ausstellung, Dr. Hans-Gerd Schmidt

18.15 bis 19.00 Uhr:

Abschlussdiskussion, Moderation: Dr. Clemens Rehm

_______________________________________________


- Samstag, 9. Juni 2018 von 14.00 bis 22.00 Uhr -


12. Internationales Kulturfest - "Bad Nenndorf ist bunt"


- Informationen unter:

www.bad-nenndorf-ist-bunt.com
www.facebook.com/Bad.Nenndorf.ist.bunt


Veranstaltungsort:

Kurpark
31542 Bad Nenndorf


Eine Aktion im Rahmen von "Schaumburg ist bunt":

Bad Nenndorf ist bunt - Bündnis gegen Rechtsextremismus e.V.
DGB-Region Niedersachsen-Mitte


Hinweis: Neonazis, Mitglieder extrem rechter Organisationen und deren Anhänger haben zu dieser Veranstaltung keinen Zutritt.

_______________________________________________


- Sonntag, 10. Juni 2018 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

_______________________________________________


- Sonntag, 17. Juni 2018 von 15.00 bis 17.00 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Dia-Serie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941 und 1942 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräberreihen angelegt. Jede Massengrabreihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstaltung des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne e.V. - www.stalag326.de

_______________________________________________


- Sonntag, 24. Juni 2018 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

_______________________________________________


- Mittwoch, 27. Juni 2018 um 19.00 Uhr -


Lesung von Igal Avidan: "Mod Helmy: Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete"


Veranstaltungsort:

Offene Kirche St. Simeonis
Simeonskirchhof / Weingarten
32423 Minden

www.offene-kirche-st-simeonis.de


Die meisten Menschen im Nationalsozialismus reagierten gleichgültig auf die Verfolgung der Jüdinnen und Juden, viele nahmen aktiv daran teil. Nur 600 von ihnen wurden von Yad Vashem als Retter oder Retterin geehrt und ein einziger war ein Araber. Der Arzt Mod (Mohamed) Helmy.

Helmy wurde von den Nationalsozialisten als "Nichtarier" diskriminiert und als Ägypter inhaftiert. Trotzdem half er jahrelang einer jüdischen Familie aus Rumänien, sich vor der Gestapo zu verstecken. Denn als die Familie den Schutz des rumänischen Staates verloren hatte, ging sie in die Illegalität. Mitten in Berlin gelang es Helmy sogar mit Hilfe von Hitlers Intimfreund, dem Mufti von Jerusalem, eine Jüdin als Muslima in Sicherheit zu bringen.

Igal Avidan fand Helmys ehemalige Patientinnen und Patienten, besuchte seine Verstecke und zeichnet seine einzigartige Geschichte nach.


Igal Avidan: Mod Helmy: Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete, dtv Sachbuch, 13. Oktober 2017, 248 Seiten, ISBN 978-3-423-28146-1


Igal Avidan, 1962 in Tel Aviv geboren, hat Englische Literatur und Informatik studiert. Seit 1990 arbeitet er als freier Journalist aus Berlin für verschiedene israelische und deutsche Zeitungen, Hörfunksender und Nachrichtenagenturen.


Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden e.V.

www.gcjz-minden.de

_______________________________________________


- Sonntag, 22. Juli 2018 von 15.00 bis 17.00 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Dia-Serie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941 und 1942 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräberreihen angelegt. Jede Massengrabreihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstaltung des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne e.V. - www.stalag326.de

_______________________________________________


- Sonntag, 19. August 2018 von 15.00 bis 17.00 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Dia-Serie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941 und 1942 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräberreihen angelegt. Jede Massengrabreihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstaltung des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne e.V. - www.stalag326.de

_______________________________________________


- Sonntag, 16. September 2018 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Führung über den Friedhof der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld


Treffpunkt:

Johannisfriedhof - Friedhofskapelle
Am Botanischen Garten 1d
33617 Bielefeld

sowie

Eingang: Friedhof der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld


- Männer, die an der Führung teilnehmen, werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.


Christliche und jüdische Bestattungskultur

Zunächst führen Katrin Janinhoff und Martina Hollmann vom Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld über den herbstlichen Johannisfriedhof. Dabei gehen sie sowohl auf die Entwicklung von der traditionellen Sarg- zur Urnenbestattung als auf bekannte und weniger bekannte Symbole ein.

Anschließend besteht die Möglichkeit, unter dem Motto "Ein Ort für die Ewigkeit", unter der Leitung von Paul Yuval Adam den Friedhof der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld und seine Geschichte kennenzulernen. Der jüdische Friedhof aus dem Jahre 1891 ist einer der wenigen in Ostwestfalen, auf dem noch bestattet wird

Außerdem ist er ein wichtiges Zeugnis jüdischer Geschichte Bielefelds und der Geschichte der Stadt Bielefeld überhaupt. Auf dem 1891 eingeweihten Friedhof gibt es viele religions-, traditions-, lokal- und kulturgeschichtliche Details zu entdecken. Die von dem alten Friedhof am Bolbrinkersweg überführten Steine sind die ältesten sichtbaren und zugänglichen Denkmäler jüdischen Lebens in Bielefeld, der älteste stammt aus dem Jahr 1663.


Veranstalterinnen: Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld und Umweltbetriebe der Stadt Bielefeld.

www.juedische-gemeinde-bielefeld.de

_______________________________________________


- Freitag, 9. November 2018 um 19.30 Uhr -


Lesung mit Andrea von Treuenfeld: Erben des Holocaust: Leben zwischen Schweigen und Erinnerung


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Um ihrer Vernichtung zu entkommen, mussten sie ständig neue Verstecke finden, in den Untergrund gehen, sich Partisanninen und Partisanen anschließen oder in Länder fliehen, deren Kultur ihnen fremd war. Sie verloren Heimat und Familie und durchlitten Ghettos, Arbeitslager und Auschwitz. Sie überlebten, aber sie waren Gezeichnete.

Die Schatten der Vergangenheit begleiteten sie und prägten auch die Kindheit der "Zweiten Generation". Wie sind diese Nachgeborenen mit den Traumata der Eltern umgegangen? Und wie war es für sie, in einem Land aufzuwachsen, das noch wenige Jahre zuvor ihre jüdische Familie auslöschen wollte?


Andrea von Treuenfeld hat prominente Söhne und Töchter befragt. Marcel Reif, Nina Ruge, Ilja Richter, Andreas Nachama, Sharon Brauner, Robert Schindel und andere berichten von der Herausforderung, mit dem Ungeheuerlichen leben zu müssen. Obwohl sie ihn nicht selbst erlebt haben, blieb der Holocaust ein wesentliches Element in ihrer Biografie. In diesem Buch erzählen sie davon - offen und sehr berühren


Andrea von Treuenfeld: Erben des Holocaust: Leben zwischen Schweigen und Erinnerung; Gütersloher Verlagshaus, Februar 2017, 224 Seiten.

_______________________________________________


zurück