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Aktualisiert am Mittwoch, 19. September 2018 - Gegenwärtig 62 Termine , 21.09.2018 :

www.hiergeblieben.de: Veranstaltungskalender

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Übersicht Veranstaltungen:


- September 2018 -

20.09.2018: Bielefeld: Treffen von Seebrücke Bielefeld - Für sichere Häfen und solidarische Städte
20.09.2018: Detmold: Vortrag von Michèle Winkler: Nein zum neuen Polizeigesetz NRW

21.09.2018: Bielefeld: Festlicher Kabbalat Shabbat

22.09.2018: Herford: Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma

23.09.2018: Detmold: Stadtrundgang: Auf den Spuren der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold
23.09.2018: Herford: Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma
23.09.2018: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS

25.09.2018: Polle: Vortrag von Bernhard Gelderblom: Jüdisches Leben im Flecken Polle
25.09.2018: Bielefeld: Konzert mit dem Duo Barazik: "Erew Schel Schoschanim"

26.09.2018: Petershagen: Filmvorführung "Bei uns nichts Neues" in Anwesenheit von Astrid Vehstedt

27.09.2018: Bielefeld: Eröffnung der Wanderausstellung "1938 Projekt: Posts from the Past"
27.09.2018: Wewelsburg: Natasha A. Kelly: Rassismus und Sprache - Wie Rassismus aus Wörtern spricht
27.09.2018: Bielefeld: Treffen von Seebrücke Bielefeld - Für sichere Häfen und solidarische Städte
27.09.2018: Detmold: Vortrag von Fred Kaspar: Das vergessene jüdische Bethaus in Detmold von 1633

29.09.2018: Herford: Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma

30.09.2018: Herford: Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma
30.09.2018: Paderborn: Jenny Aloni: " … man müsste einer späteren Generation Bericht geben"


- Oktober 2018 -

01.10.2018: Bielefeld: Vortrag und Diskussion: Neue Lager braucht das Land?

03.10.2018: Bielefeld: Tag der offenen Synagoge
03.10.2018: Bielefeld: Lesung: "Mod Helmy": Wie ein arabischer Arzt in Berlin Jüdinnen und Juden rettete

05.10.2018: Petershagen: Philipp Sonntag: Die Unruhe der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Holocaust

06.10.2018: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

07.10.2018: Detmold: Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold mit Volker Buchholz

10.10.2018: Bielefeld: Jüdische Perspektiven auf den Antisemitismus und die Risse in der Gesellschaft
10.10.2018: Herford: Übergabe der Dokumentation und Edition des jüdischen Friedhofs in Herford

15.10.2018: Herford: Alex Feuerherdt: Über die negative Darstellung Israels in großen deutschen Medien

16.10.2018: Bielefeld: Offenes Antifa-Treffen Bielefeld

17.10.2018: Porta Westfalica: Vortrag: Hans Kammler - Ein Technokrat im Vernichtungsprozess

29.10.2018: Detmold: Michael Rubinstein: Jude sein angesichts des Antisemitismus in Deutschland heute


- November 2018 -

04.11.2018: Lemgo: Gang: Auf den Spuren der Lemgoer Heimatfront während des Ersten Weltkrieges

05.11.2018: Bielefeld: Eröffnung der Ausstellung: "Warum schreibst du mir nicht"
05.11.2018: Bielefeld: Vortrag und Diskussion mit "Redical M": Kritik der Konsumkritik

06.11.2018: Stadthagen: Vortrag von Bernd Gelderblom: Vom "Reichserntedankfest" auf dem Bückeberg
06.11.2018: Bielefeld: Buchpräsentation mit Marc Grimm: "Antisemitismus im 21. Jahrhundert"

07.11.2018: Petershagen: Vortrag: Erscheinungsformen der extremen Rechten in Ostwestfalen-Lippe

09.11.2018: Bielefeld: Gedenkveranstaltung zum Novemberpogrom
09.11.2018: Beverungen: Stadtführung: Die Reichspogromnacht in Beverungen 1938
09.11.2018: Bückeburg: Frank Werner: Nationalsozialismus und Novemberpogrom 1938 in Schaumburg
09.11.2018: Paderborn: Dr. Ludger Heid: Der Novemberpogrom 1938 und sein Platz in der Geschichte
09.11.2018: Höxter: Lesung: Erben des Holocaust: Leben zwischen Schweigen und Erinnerung

10.11.2018: Bielefeld: Protest: Keine Solidarität mit der Shoah-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel
10.11.2018: Minden: Vortrag: Joachim-Felix Leonhard: Der Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963 bis 1965

11.11.2018: Bad Salzuflen: Gedenkkonzert zum 80. Jahrestag des Novemberpogroms
11.11.2018: Petershagen: Joachim-Felix Leonhard: Der Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963 bis 1965

13.11.2018: Bielefeld: Lesung gegen das Vergessen

15.11.2018: Bad Oeynhausen: Mehmet Daimagüler: Empörung reicht nicht! Der NSU-Prozess
15.11.2018: Herford: Lesung mit Tobias Ginsburg: "Die Reise ins Reich: Unter Reichsbürgern"

16.11.2018: Bielefeld: Antifa-Weekend OWL - 1. Tag

17.11.2018: Bielefeld: Antifa-Weekend OWL - 2. Tag

18.11.2018: Bielefeld: Antifa-Weekend OWL - 3. Tag
18.11.2018: Bielefeld: Lesung mit Rabbinerin Natalia Verzhbovska u.a.: "Nicht nur eine Begegnung"

20.11.2018: Bielefeld: Offenes Antifa-Treffen Bielefeld

21.11.2018: Paderborn: Konzert mit Ira Givol und Nare Karoyan: Zwischen den Welten

23.11.2018: Detmold: Vortrag, Lesung und Konzert mit Esther Bejarano und Microphone Mafia

24.11.2018: Bielefeld: Esther Bejarano und Microphone Mafia: Lieder und Texte gegen rechts

25.11.2018: Schloß Holte-Stukenbrock: Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne


- Dezember 2018 -

03.12.2018: Bad Driburg: Film "Wir sind Juden aus Breslau" in Anwesenheit der Regisseurin Karin Kaper

04.12.2018: Bad Driburg: Film "Wir sind Juden aus Breslau" in Anwesenheit der Regisseurin Karin Kaper

09.12.2018: Bielefeld: Gespräch mit der Holocaust Überlebenden Rozette Kats (Amsterdam)

18.12.2018: Bielefeld: Offenes Antifa-Treffen Bielefeld


- Januar 2019 -

26.01.2019: Lage: Jüdischer Friedhof vom 17. Jahrhundert bis heute: Begehung mit Erläuterungen

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- Donnerstag, 20. September 2018 um 19.00 Uhr -


Offenes Treffen von Seebrücke Bielefeld - Für sichere Häfen und solidarische Städte


- www.facebook.com/seebrueckeBi/

- http://sb-bi.apgw.de/


Veranstaltungsort:

Welthaus Bielefeld e.V.
August-Bebel-Straße 62
33602 Bielefeld

www.welthaus.de


Offenes Organisationstreffen der Bewegung "Seebrücke" in Bielefeld. Wir planen mögliche Aktionen, um die Solidarität mit der Seenotrettung zu zeigen oder auch den Druck auf die Politik zu erhöhen.

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- Donnerstag, 20. September 2018 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Michèle Winkler: Nein zum neuen Polizeigesetz NRW - Kein Angriff auf unsere Freiheit und Grundrechte


Aktuelle Informationen unter: www.no-polizeigesetz-nrw.de


Veranstaltungsort:

Stadthalle Detmold
Kleiner Saal
Schlossplatz 7
32756 Detmold

www.stadthalle-detmold.de


Die NRW-Landesregierung plant eine massive Verschärfung des Polizeigesetzes. Diese Verschärfung hebelt grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien wie die Unschuldsvermutung und Gewaltenteilung aus.

Das neue Polizeigesetz ermöglicht es, Menschen auch ohne konkreten Verdacht anzuhalten und zu durchsuchen, bis zu einen Monat in Präventivgewahrsam zu nehmen oder mit Hausarrest zu belegen. Sie soll Smartphones hacken dürfen, um Messenger wie WhatsApp mitzulesen - nicht nur von vermeintlich verdächtigen Personen, sondern auch in deren sozialem Umfeld. Zudem wird auch die Videoüberwachung des öffentlichen Raums ausgeweitet.

Kern des neuen Polizeigesetzes ist die Einführung des Rechtsbegriffes der "drohenden Gefahr". Durch die "drohende Gefahr", also die bloße Vermutung einer Gefahr, wird die Polizeitätigkeit vorverlagert in einen Bereich, in dem noch gar keine konkrete Gefahr droht. Verbrechen so weit im Vorfeld zu verhindern, mag im ersten Moment wünschenswert erscheinen, erhebt aber unverdächtiges, grundrechtlich geschütztes Handeln in den Bereich des verdächtigen und bedroht damit die Unschuldsvermutung. Strafbefugnisse im Polizeigesetz und der Eingriff bei Verdacht auf Gefahr verwischen die Grenze zwischen polizeilicher und nachrichtendienstlicher Tätigkeit und stellen auch die Gewaltenteilung insgesamt in Frage.

Betroffen von diesen Eingriffen in Grundrechte sind potentiell alle Menschen. Es reicht schon, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Doch muss klar sein: manche wird es früher und härter treffen als andere - nämlich diejenigen, die bereits besonderes Ziel polizeilicher Eingriffe sind. Durch den im Polizeigesetz vorgesehen Ausbau von Strategischen Fahndungen werden von Rassismus betroffene Menschen noch weit mehr als jetzt von "Racial Profiling"-Kontrollen getroffen werden. Auch Wohnungslose, psychisch Kranke, politisch Aktive, Streikende, Fußball-Fans und viele weitere werden die Maßnahmen verstärkt zu spüren bekommen.

2017 hatte Deutschland die niedrigste Kriminalitätsrate seit einem Vierteljahrhundert. Trotzdem werden derzeit in mehreren Bundesländern die Polizeigesetze verschärft. Den Landesregierungen reichen vage Terrorängste und ein diffuses Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung als Rechtfertigung. Das ist der Weg in den Polizei- und Überwachungsstaat!


Michèle Winkler arbeitet in der Geschäftsstelle des Komitees für Grundrechte und Demokratie e.V.


Veranstaltung des Antifaschistischer Arbeitskreis Detmold in Kooperation mit "Detmolder Alternative - Opposition von unten".

www.antifa-detmold.de

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- Freitag, 21. September 2018 um 19.00 Uhr -


Festlicher Kabbalat Shabbat


Veranstaltungsort:

Synagoge Beit Tikwa
Detmolder Straße 107
33604 Bielefeld

www.juedische-gemeinde-bielefeld.de


Mit Landesrabbiner em. Dr. Henry G. Brandt, Rabbinerin Natalia Verzhbovska, Kantor Paul Yuval Adam und Prof. Ralph Selig an der Orgel.


Wichtiger Hinweis: Bitte melden Sie sich bis zum 13. September 2018 schriftlich unter info@juedische-gemeinde-bielefeld.de mit Angabe Ihrer Anschrift an. Ohne schriftliche Anmeldung ist zu diesem Gottesdienst kein Zutritt möglich. Bitte bringen Sie Ihren Personalausweis zur Überprüfung Ihrer gemeldeten Personalien mit.


Kabbalat Shabbat im Rahmen des Jubiläumsprogramms "10 Jahre Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld Beit Tikwa an der Detmolder Straße" vom 13. September bis zum 3. Oktober 2018.

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- Samstag, 22. September 2018 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung


Ausstellungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer: Vom 31. August bis zum 18. Dezember 2018, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr, sowie für Gruppen / Schulklassen etc. nach Vereinbarung: info@zellentrakt.de


Ausgangs- und Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Den Täter-Dokumenten werden historische Privat- und Familienfotos der von Verfolgung betroffenen Menschen entgegengesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Er zeigt, welchen maßgeblichen Anteil die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma daran hatte, die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des "Dritten Reiches" zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte zu machen.

Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti- und Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.


Die Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, wird in Herford um lokale Verfolgungsbeispiele ergänzt.

Zu dieser Ausstellung gibt es in der Gedenkstätte pädagogische Begleitmaterialien und Bildungsangebote.

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- Sonntag, 23. September 2018 um 11.00 Uhr -


Auf den Spuren der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold - Stadtrundgang durch Detmold mit Gudrun Mitschke-Buchholz


Treffpunkt:

Rathaus
Marktplatz 5
32756 Detmold


Am Beispiel der Familie Herzberg soll der jüdischen Geschichte von Detmold mit ihren religiösen Stätten und den ehemals jüdischen Geschäfts- und Wohnhäusern nachgegangen werden. Ebenso werden Detmolder NS-Institutionen thematisiert, die für die Entrechtung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.


Am 4. Dezember 2017 wurde das - "Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold" - der Historikerin Gudrun Mitschke-Buchholz aus Detmold, als digitale Fassung freigeschaltet:

www.gedenkbuch-detmold.de


2008 veröffentlichte Gudrun Mitschke-Buchholz zudem den Band "Auf jüdischen Spuren - Zwei Stadtrundgänge durch Detmold", 2013 das Buch "Lebenslängliche Reise: Briefe der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold".


Gudrun Mitschke-Buchholz: "Lebenslängliche Reise: Briefe der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold 1939 - 1946", Verlag für Regionalgeschichte, Gütersloh, 18. November 2013 (Panu Derech - Bereitet den Weg. Schriften der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V., Band 28.) ISBN: 9783895349287.


Der Rundgang wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. angeboten:

www.gfcjz-lippe.de

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- Sonntag, 23. September 2018 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung


Ausstellungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer: Vom 31. August bis zum 18. Dezember 2018, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr, sowie für Gruppen / Schulklassen etc. nach Vereinbarung: info@zellentrakt.de


Ausgangs- und Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Den Täter-Dokumenten werden historische Privat- und Familienfotos der von Verfolgung betroffenen Menschen entgegengesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Er zeigt, welchen maßgeblichen Anteil die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma daran hatte, die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des "Dritten Reiches" zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte zu machen.

Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti- und Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.


Die Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, wird in Herford um lokale Verfolgungsbeispiele ergänzt.

Zu dieser Ausstellung gibt es in der Gedenkstätte pädagogische Begleitmaterialien und Bildungsangebote.

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- Sonntag, 23. September 2018 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Dienstag, 25. September 2018 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Bernhard Gelderblom: Jüdisches Leben im Flecken Polle


Veranstaltungsort:

Grundschule Polle
Hintere Straße 15
37647 Polle


In Polle finden sich die frühesten Spuren jüdischen Lebens im 16. Jahrhundert. Die Zahl der jüdischen Familien lag zwischen vier und sechs. Jüdinnen und Juden bildeten damit eine bedeutende religiöse Minderheit im Ort. Seit 1943 war Polle mit der Stadt Bodenwerder zu einem Synagogenverband zusammengeschlossen. Sitz der Synagoge und Schule war in Polle. Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Blütezeit der Gemeinde. Das Zusammenleben von Christinnen, Christen und Jüdinnen, Juden gestaltete sich harmonisch. Als Händler, Kaufleute und Geldverleiher leisteten Jüdinnen und Juden einen wichtigen Beitrag zum Wirtschaftsleben des Ortes.

Zur Zeit des Nationalsozialismus lebte nur noch die Familie Nachmann im Ort. Max Nachmann betrieb in der Burgstraße eine Manufaktur- und Modewarenhandlung. Die Familie musste die judenfeindlichen Maßnahmen des Regimes und den Juden-Hass der Bevölkerung erleiden. Max Nachmann starb 1940 im israelitischen Krankenhaus in Hannover. Im Juli 1942 wurden Witwe Minna Nachmann und ihr Bruder Julius Rothenberg aus Polle nach Hannover und weiter in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Dort fanden beide den Tod. Das einzige Überbleibsel des jüdischen Lebens in Polle ist heute der hoch über dem Ort liegende Friedhof. Nur wenige Bruchstücke von Grabsteinen haben sich erhalten.


Bernhard Gelderblom

Nach dem Studium der Fächer Evangelische Theologie, Geschichte und Politik war Bernhard Gelderblom bis 2006 am Albert-Einstein-Gymnasium in Hameln als Lehrer tätig. Er hat sich intensiv mit der jüdischen und der NS-Geschichte der Region beschäftigt und zahlreiche Darstellungen verfasst. Im Jahr 2010 gründete er den Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V., dessen Vorsitz er seitdem innehat.

www.geschichte-hameln.de


Eine Veranstaltung der Kreisvolkshochschule Holzminden: www.kvhs-holzminden.de

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- Dienstag, 25. September 2018 um 19.30 Uhr -


Konzert mit dem Duo Barazik: "Erew Schel Schoschanim"


Veranstaltungsort:

Synagoge Beit Tikwa
Detmolder Straße 107
33604 Bielefeld

www.juedische-gemeinde-bielefeld.de


Die israelische Klarinettistin Dana Barak und der Gitarrist Flavio Virzi aus Süditalien präsentieren einen Abend voller Rosen, "Erew Schel Schoschanim". Mit traditionellen, spirituellen Niggunim, beliebten jiddischen Liedern, populären israelischen Songs werden Dana Barak und Flavio Virzi mit ihren eigenen Bearbeitungen das Publikum elektrisieren.

Dana Barak wurde 1987 in Israel geboren. Zuletzt war sie Stipendiatin und Mitglied der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt am Main. Mehrfach ausgezeichnet trat sie auch schon als Solistin bei einigen Orchestern auf, zum Beispiel Israeli Chamber Orchestra, Israeli Stage Orchestra und der Jungen Philharmonie Rhein-Neckar. Flavio Virzi stammt aus Palermo. Der italienische Gitarrist und Multi-Instrumentalist beherrscht ein weites Spektrum der Musikstile. Als Solist oder Mitglied verschiedener Ensembles tritt er in ganz Europa auf.


Ein Konzert in Kooperation mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland im Rahmen des Jubiläumsprogramms "10 Jahre Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld Beit Tikwa an der Detmolder Straße" vom 13. September bis zum 3. Oktober 2018.

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- Mittwoch, 26. September 2018 um 19.00 Uhr -


Filmvorführung ""Bei uns nichts Neues" - Menschen von heute lesen Briefe einer jüdischen Familie in Berlin 1940 - 1943" (Israel / Deutschland 2016, Regie: Shimon Lev, Astrid Vehstedt, 60 Minuten) in Anwesenheit von Astrid Vehstedt


Veranstaltungsort:

Altes Amtsgericht
Mindener Straße 16
32469 Petershagen


Mit dem filmischen Projekt "Bei uns nichts Neues" erinnert die Schriftstellerin Astrid Vehstedt zusammen mit dem in Israel lebenden Shimon Lev an das Schicksal der jüdischen Familie Löw, die im Jahr 1943 aus dem heimischen Moabit ins Vernichtungslager Ausschwitz deportiert und dort ermordet wurde.

Alt-Moabit. Seit mehr als zwei Jahren arbeitet ein ganzer Kiez gemeinsam an der Aufarbeitung seiner traurigen Vergangenheit. Die Stolperstein-Initiative Thomasiusstraße verlegte insgesamt 20 neue Gedenkquader - und erinnerte in einem ganz besonderen Film an das Schicksal der jüdischen Familie Löw, die 1943 aus ihrer Heimat Berlin ins Vernichtungslager Auschwitz transportiert wurde.

Erarbeitet wurde das filmische Projekt von Regisseurin und Schriftstellerin Astrid Vehstedt, wohnhaft in der Thomasiusstraße, und Shimon Lev, dem Enkel von Nuchem und Erna Löw. Letztere wurden gemeinsam mit ihrer Tochter Liane am 17. Mai 1943 mit dem "38. Transport Ost" ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Einzig der Sohn Willy überlebte: Er war mit einem der letzten Kindertransporte nach England geschickt worden und gelangte über Umwege nach Kanada. Auch über die große Entfernung hinweg bemühte sich die Familie bis zuletzt, den Kontakt aufrechtzuerhalten. Aus den zahlreichen erhaltenen Briefen und Rotkreuz-Postkarten, die der Leserin und dem Leser das Schicksal der Familie Löw vor Augen führen, haben Vehstedt und der in Israel lebende Shimon Lev - wiederum in enger Zusammenarbeit über alle Ländergrenzen hinweg ihren Film erarbeitet.


Eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen e.V.

www.synagoge-petershagen.de

www.facebook.com/synagoge.petershagen

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- Donnerstag, 27. September 2018 um 19.00 Uhr -


Eröffnung der Wanderausstellung "1938 Projekt: Posts from the Past"


Veranstaltungsort:

Synagoge Beit Tikwa
Detmolder Straße 107
33604 Bielefeld

www.juedische-gemeinde-bielefeld.de


Wie kaum ein anderes Jahr markiert 1938 eine Zäsur in der deutsch-jüdischen Geschichte: im März erfolgte der "Anschluss" Österreichs, die Konferenz von Évian tagte im Juli und tausende Jüdinnen und Juden wurden Ende Oktober im Rahmen der "Polenaktion" deportiert. Die Ausschreitungen der Novemberpogrome zerstörten binnen weniger Stunden prächtige Synagogen, etablierte Geschäfte sowie private Wohnhäuser und viele Familien versuchten, angesichts der erlebten Verheerung und schwindenden Fluchtmöglichkeiten, mit den danach einsetzenden "Kindertransporten" wenigstens ihren größten Schatz in Sicherheit zu bringen.

Es ist daher unmöglich, die Schrecken vor 80 Jahren in ihrer Gesamtheit zu erfassen, ohne nüchternen Zahlen individuelle Geschichten und private Eindrücke gegenüberzustellen. Mit Hilfe der Archiv-Bestände des Leo Baeck Institut (LBI) New York / Berlin werden in einer multimedialen Kabinettausstellung Einzelschicksale geschildert und in den Kontext historischer Daten eingebettet. Täglich digital hinzugefügte Dokumente bringen die Erlebnisse vergangener Generationen, deren Träume und Hoffnungen sich oftmals nur noch in ihren Aufzeichnungen widerspiegeln, in die Gegenwart und verleihen ihnen erneut eine Stimme.


Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten des Gemeindebüros besichtigt werden.


Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland im Rahmen des Jubiläumsprogramms "10 Jahre Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld Beit Tikwa an der Detmolder Straße" vom 13. September bis zum 3. Oktober 2018.

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- Donnerstag, 27. September 2018 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Dr. phil. Natasha A. Kelly: Rassismus und Sprache - Wie Rassismus aus Wörtern spricht


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Sprache ist kein neutrales, passives Medium, mit dem gesellschaftliche Wirklichkeiten "objektiv" abgebildet werden. Stattdessen stellen Menschen unter anderem durch ihre Wortwahl und ihren Sprechstil unterschiedliche Sichtweisen und Realitäten aktiv her. Auch wenn die diskriminierende Wirkung von Sprache in der öffentlichen Wahrnehmung oft auf Schimpfwörter beschränkt wird, kommt sprachliche Diskriminierung weit häufiger vor, als es zunächst scheint. Während manche Begriffe in jeder Verwendung im deutschsprachigen Raum heute rassistisch sind, werden andere erst im Kontext und die Art ihrer Verwendung rassistisch aufgeladen.

In meinem Vortrag werde ich aufzeigen, welche unterschiedlichen Dimensionen Rassismus hat, auf welche Art und Weise Rassismus kontinuierlich realisiert wird - sowohl im Sprechen als auch im Schweigen - und wie Rassismus (auch unbewusst) aus Wörtern spricht.


Schülerinnen und Schüler des Goerdeler-Gymnasiums (ausgezeichnet als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage") in Paderborn präsentieren ihre Arbeitsergebnisse aus dem morgendlichen Workshop, den Frau Dr. Natasha A. Kelly dort durchgeführt hat.
Mit diesen kurzen Theaterperformances wird der Abend abgerundet.


Dr. phil. Natasha A. Kelly ist Kommunikationssoziologin mit den Forschungsschwerpunkten visuelle Kommunikation, (Post-)Kolonialismus und Feminismus. Die in London geborene und in Deutschland sozialisierte Autorin, Dozentin und Kuratorin hat an zahlreichen Institutionen in Deutschland und Österreich gelehrt und referiert.

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- Donnerstag, 27. September 2018 um 19.00 Uhr -


Offenes Treffen von Seebrücke Bielefeld - Für sichere Häfen und solidarische Städte


- www.facebook.com/seebrueckeBi/

- http://sb-bi.apgw.de/


Veranstaltungsort:

Welthaus Bielefeld e.V.
August-Bebel-Straße 62
33602 Bielefeld

www.welthaus.de


Offenes Organisationstreffen der Bewegung "Seebrücke" in Bielefeld. Wir planen mögliche Aktionen, um die Solidarität mit der Seenotrettung zu zeigen oder auch den Druck auf die Politik zu erhöhen.

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- Donnerstag, 27. September 2018 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Fred Kaspar, LWL-Amt Denkmalpflege: Das vergessene jüdische Bethaus in Detmold von 1633


Veranstaltungsort:

Haus Münsterberg
Hornsche Straße 38
32756 Detmold

www.gfcjz-lippe.de


Hinter den Häusern Krumme Straße 26 und 28 stand die erste Synagoge von Detmold. Sie war von der Straße aus nicht zu erkennen und nur durch das Haus Krumme Straße 28 zugänglich. Heute ist sie als verfallendes Haus von der Bruchmauerstraße aus zu sehen.

Der Bau der Synagoge / des Bethauses erfolgte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, als es (wieder) eine wohlhabendere Gruppe jüdischer Bürgerinnen und Bürger gab. Ihr Dasein wurde vom Fürstenhaus unterstützt.

Dr. Fred Kaspar ist es zu verdanken, dass die Bedeutung der Synagoge beziehungsweise des Bethauses "als einzigartiges historisches Zeugnis" in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangte. Er hat als Bauhistoriker im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe das Hinterhaus an der Bruchmauerstraße baugeschichtlich untersucht und erforscht.

Der erkennbare ursprüngliche Bau des Hauses sowie weitere Quellen lassen seiner Meinung nach keinen Zweifel daran aufkommen, dass es als Bethaus, erste Synagoge in Detmold genutzt wurde. Vor dem erschlossenen historischen Hintergrund erweist sich das Gebäude heute als ein zentrales und schützenswertes Zeugnis der jüdischen Bevölkerung in Detmold und steht damit für einen wesentlichen Aspekt der Stadtgeschichte.


Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.

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- Samstag, 29. September 2018 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung


Ausstellungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer: Vom 31. August bis zum 18. Dezember 2018, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr, sowie für Gruppen / Schulklassen etc. nach Vereinbarung: info@zellentrakt.de


Ausgangs- und Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Den Täter-Dokumenten werden historische Privat- und Familienfotos der von Verfolgung betroffenen Menschen entgegengesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Er zeigt, welchen maßgeblichen Anteil die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma daran hatte, die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des "Dritten Reiches" zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte zu machen.

Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti- und Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.


Die Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, wird in Herford um lokale Verfolgungsbeispiele ergänzt.

Zu dieser Ausstellung gibt es in der Gedenkstätte pädagogische Begleitmaterialien und Bildungsangebote.

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- Sonntag, 30. September 2018 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung


Ausstellungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer: Vom 31. August bis zum 18. Dezember 2018, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr, sowie für Gruppen / Schulklassen etc. nach Vereinbarung: info@zellentrakt.de


Ausgangs- und Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Den Täter-Dokumenten werden historische Privat- und Familienfotos der von Verfolgung betroffenen Menschen entgegengesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Er zeigt, welchen maßgeblichen Anteil die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma daran hatte, die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des "Dritten Reiches" zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte zu machen.

Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti- und Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.


Die Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, wird in Herford um lokale Verfolgungsbeispiele ergänzt.

Zu dieser Ausstellung gibt es in der Gedenkstätte pädagogische Begleitmaterialien und Bildungsangebote.

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- Sonntag, 30. September 2018 um 17.00 Uhr -


Jenny Aloni: " … man müsste einer späteren Generation Bericht geben"


Veranstaltungsort:

Historisches Rathaus
Rathausplatz 1
33098 Paderborn


Cornelia Schönwald liest zum 25. Todestag aus Texten von Jenny Aloni.

Prof. Dr. Hartmut Steinecke stellt bedeutende Lebensstationen dar.


Jenny Aloni, geborene Rosenbaum, emigriert 1939 nach Palästina. Schon in Deutschland beginnt sie zu schreiben, in Israel wird sie zur Schriftstellerin. Von Heinrich Böll ermuntert entstehen Romane, Kurzgeschichten und Gedichte in denen sie Erlebnisse aus ihrem Leben in Paderborn, aus der Zeit des Neubeginns in Israel und ihr skeptisches Verhältnis zu Deutschland in der Nachkriegszeit reflektiert. Ihre Tagebücher sind Zeitzeugnis.

1967 erhält sie den Kulturpreis der Stadt Paderborn, 1991 den westfälischen Droste-Preis und den Merseburger Droste-Preis für Dichterinnen. 1993 stirbt sie in Israel und gilt dort als die bekannteste Dichterin deutscher Sprache.


Cornelia Schönwald, studierte Schauspiel in Ulm und lebt in Berlin. Sie ist Sprecherin bei WDR, SWR, RBB und für Hörbuchproduktionen. Sie gibt Workshops und tritt mit musikalisch-literarischen Abenden und Lesungen auf.


Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Paderborn e.V.

www.gcjz-paderborn.de

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- Montag, 1. Oktober 2018 um 20.00 Uhr -


Vortrag und Diskussion: Neue Lager braucht das Land?


Veranstaltungsort:

Extra Blues Bar
Siekerstraße 20
33602 Bielefeld

www.extrablues.wordpress.com


Über Missstände und die Situation von Geflüchteten jenseits der "Willkommenskultur"

Es werden pauschal ganze Länder als sicher definiert. Menschen werden ungeachtet ihrer persönlichen, individuellen Fluchtgeschichte nur unter dem Aspekt des Herkunftslandes sortiert. Gesellschaftliche Teilhabe, Integrationsmöglichkeiten, Zugang zu Schule und Bildung - steht nur denen zur Verfügung, die die vorherige Selektion überstanden haben.

Betroffene sagen, das ist ein Lager - das ist nicht Deutschland.

Der Vortrag bietet einen Einblick in eine "Schwerpunkteinrichtung Westbalkan", er zeigt auf wie strukturelle Diskriminierung, finanzielle Interessen und eine politisch gewollte Außendarstellung ineinander greifen und was das für Betroffene bedeutet.

In der anschließenden Diskussion soll es um Ideenentwicklung gehen, welche Aufgabe der Einzelne und eine Gesellschaft im Umgang mit Schutzsuchenden haben und wie Demokratie auch bei diesen Menschen effektiv gelebt werden kann.


Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Roter Montag":

www.facebook.com/pages/Roter-Montag/121215931303394

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- Mittwoch, 3. Oktober 2018 ab 14.00 Uhr -


Tag der offenen Synagoge


Veranstaltungsort:

Synagoge Beit Tikwa
Detmolder Straße 107
33604 Bielefeld

www.juedische-gemeinde-bielefeld.de


Bereits im ersten Jahr führte die Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld einen Tag der offenen Tür in der Synagoge durch, der von zahlreichen Besucherinnen und Besuchern wahrgenommen wurde. Nach zehn Jahren gibt es sicher auch neue Aspekte der heutigen Gemeinde, die für die Besucherinnen und Besucher von Interesse sind.

Die Gemeinde lädt herzlich ein, sich über die Synagoge und die Gemeinde zu informieren. In Bielefeld findet gleichzeitig der vom "Bielefelder Trialog" zwischen Jüdinnen, Juden, Christinnen, Christen und Musliminnen, Muslimen regelmäßig veranstaltete "Interreligiöse Stadtgang" statt, der natürlich auch in die Synagoge führen wird.


Eine Veranstaltung im Rahmen des Jubiläumsprogramms "10 Jahre Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld Beit Tikwa an der Detmolder Straße" vom 13. September bis zum 3. Oktober 2018.

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- Mittwoch, 3. Oktober 2018 um 18.00 Uhr -


Lesung mit Igal Avidan: "Mod Helmy" - Wie ein arabischer Arzt in Berlin Jüdinnen und Juden vor der Gestapo rettete


Veranstaltungsort:

Synagoge Beit Tikwa
Detmolder Straße 107
33604 Bielefeld

www.juedische-gemeinde-bielefeld.de


Bei einem Besuch der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem stutzt der Berliner Journalist Igal Avidan. Auf der Liste der "Gerechten unter den Völkern" liest er den Namen eines Ägypters. Für den gebürtigen Israeli Avidan wird dies Auslöser einer Jahre andauernden Recherche nach der Geschichte von Mod (Mohamed) Helmy, einem muslimischen Arzt, der während des nationalsozialistischem Regimes in Berlin Jüdinnen und Juden rettete.

Avidan nimmt die Leserinnen und Leser mit auf Entdeckungsreise. Er verherrlicht nicht, ordnet seine Recherchen zunächst ein, ohne dabei auf eine gewisse Herzlichkeit zu verzichten. Von der ersten Realisierung des Außergewöhnlichen in Yad Vashem, bis hin zu dem Moment, als Avidan 2014 bei der Enthüllung einer Gedenktafel die Laudatio auf Mod Helmy hält, ist der Leser in der Gegenwart. Vornehmlich begleitet man Helmy selbst durch sein Leben in Deutschland als junger Arzt vor dem Krieg, schikaniert und erniedrigt während des Krieges und schließlich einem altruistischen Deutschen, ägyptischer Herkunft. Nicht unbedingt ein Held, aber ein Mensch.


Igal Avidan: Mod Helmy: Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete, dtv Sachbuch, 13. Oktober 2017, 248 Seiten, ISBN 978-3-423-28146-1.


Igal Avidan, 1962 in Tel Aviv geboren, hat Englische Literatur und Informatik studiert. Seit 1990 arbeitet er als freier Journalist aus Berlin für verschiedene israelische und deutsche Zeitungen, Hörfunksender und Nachrichtenagenturen.


Eine Lesung in Kooperation mit dem Landesbüro NRW der Friedrich-Ebert-Stiftung e.V. im Rahmen des Jubiläumsprogramms "10 Jahre Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld Beit Tikwa an der Detmolder Straße" vom 13. September bis zum 3. Oktober 2018.

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- Freitag, 5. Oktober 2018 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Dr. Philipp Sonntag: Die Unruhe der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Holocaust


Veranstaltungsort:

Alte Synagoge Petershagen
Goebenstraße 5 / 7
32469 Petershagen

www.synagoge-petershagen.de


Vom 4. bis zum 7. Oktober 2018 findet in Petershagen die Herbsttagung der Child Survivors Deutschland e.V. - Überlebende Kinder der Shoah unter dem Motto "Bittere Vergangenheit! - Bessere Zukunft?" statt:

www.child-survivors-deutschland.de


Dr. Philipp Sonntag wird über die Aktivitäten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen berichten. Szabine Adamek umrahmt den Vortrag mit engagierten Liedern.


Eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen e.V.

www.synagoge-petershagen.de

www.facebook.com/synagoge.petershagen

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- Samstag, 6. Oktober 2018 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Eine Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

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- Sonntag, 7. Oktober 2018 um 11.00 Uhr -


Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold mit Volker Buchholz


Treffpunkt:

Eingang des Friedhofes
Spitzenkamptwete 33
32756 Detmold


- Die männlichen Teilnehmenden denken bitte an eine Kopfbedeckung.


Die Jüdische Gemeinde Detmold besaß vor dem Lemgoer Tor einen Friedhof, der schon 1724 zu klein geworden war und 1726 mit der Erlaubnis des lippischen Grafen vergrößert wurde, indem ein Stück Land dazu gekauft wurde.

1883 wurde dann der Friedhof an der Spitzenkamptwete angelegt. Dieses 1.447 Quadratmeter große Areal mit altem Baubestand und einer Einfriedigung mit Eisentoren dokumentiert als Ruhestätte der jüdischen Detmolder Mitbürgerinnen und Mitbürger die Existenz einer großen Jüdischen Gemeinde in der Stadt.

Der Friedhof ist das letzte bauliche Zeugnis der Jüdischen Gemeinde, deren 1907 erbaute Synagoge am 9. November 1938 zerstört wurde. 162 Jüdinnen und Juden aus Detmold wurden während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft umgebracht

Die dicht nebeneinander angeordneten Grabstätten bezeugen mit ihren typischen Grabmonumenten das anspruchsvolle kulturelle Niveau dieser Detmolder Bürger. Darüber hinaus ist dieser jüdische Friedhof geeignet, eine Vorstellung von Bestattungen nach israelitischem Ritus zu vermitteln.


Die Führung wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. angeboten:

www.gfcjz-lippe.de

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- Mittwoch, 10. Oktober 2018 um 18.00 Uhr -


Prof. Dr. Andreas Zick: Jüdische Perspektiven auf den Antisemitismus und die Risse in der Gesellschaft


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Historischer Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Der Vortrag wird Ergebnisse aus empirischen Studien berichten und dabei zwei Perspektiven einnehmen: Einerseits berichtet er über die Verbreitung, Ursachen und Folgen von antisemitischen und anderen menschenfeindlichen Meinungen und Verhaltensweisen. Dabei soll gefragt werden: Welche Blick wirft die Mehrheitsgesellschaft auf jüdische Menschen und das Judentum. Im Anschluss wird die Perspektive gewechselt und gefragt: Welche Perspektive haben jüdische Menschen auf den Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit?

Beide Perspektiven geben eine Grundlade für die Frage: Welche Bildung tut Not angesichts der Mehrheitsmeinungen und einer jüdischen Perspektive?

Dazu werden Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zum historischen Gedächtnis der Deutschen eingebunden. Sie zeigen, wie unsere Erinnerung getrübt ist und daher eine einfache Bildung nicht mehr funktioniert. Wir müssen neue Wege der Vermittlung von Gleichwertigkeit gehen.


Prof. Dr. Andreas Zick ist Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) und Professor für Sozialisation und Konfliktforschung an der Fakultät für Erziehungswissenschaften der Universität Bielefeld. Seine Forschungsinteressen umfassen die Schwerpunkte Vorurteile und Diskriminierung.

www.uni-bielefeld.de/ikg


Eine Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld in Kooperation mit der Volkshochschule Bielefeld.

www.dig-bielefeld.de

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- Mittwoch, 10. Oktober 2018 um 19.00 Uhr -


Übergabe der Dokumentation und Edition des jüdischen Friedhofs in Herford durch das Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte

- Mit einem Gastvortrag von Nathanja Hüttenmeister


Veranstaltungsort:

Synagoge der
Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold
Komturstraße 21 - 23
32052 Herford

www.jg-hf-dt.de


Hintergrundinformationen unter: www.steinheim-institut.de:50580/her_all.html


Die Veranstaltung wird umrahmt mit Klaviermusik israelischer Komponisten - gespielt von Prof. Matitjahu Kellig, Vorsitzender Jüdische Gemeinde Herford-Detmold.


Der jüdische Friedhof an der Friedhofstraße wurde zwischen 1647 und 1679 auf einem Grundstück aus dem Lehensbesitz der ehemaligen Fürstabtei von Herford angelegt. Der Friedhof wurde mehrfach erweitert, zuletzt vermutlich im Jahr 1908. 1909 wurde gegenüber des Eingangs zum jüngeren Friedhofsteil eine Trauerhalle errichtet. Während der NS-Zeit wurden die Grabsteine des älteren Teils von Zwangsarbeitern, die in der Trauerhalle einquartiert waren, abgeräumt, um auf der Freifläche Gemüse anzupflanzen. 1944 musste das Friedhofsgelände an die Stadt Herford verkauft werden, wurde jedoch 1945 restituiert. Die alten Grabsteine waren erhalten geblieben und konnten in den 1960er Jahren wieder aufgestellt werden. Seit 1989 ist der Friedhof in die Denkmalliste der Stadt Herford eingetragen. Er wird heute noch von der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold belegt.


Der jüdische Friedhof in Herford wurde in den Jahren 2016 und 2017 im Auftrag der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold und mit Förderung durch den Jüdischen Landesverband Westfalen-Lippe und dem Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V., Herford mit Unterstützung durch die Sparkasse Herford dokumentiert.

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- Montag, 15. Oktober 2018 um 19.30 Uhr -


Vortrag und Diskussion von und mit Alex Feuerherdt, Köln: Dämonisiert und delegitimiert - Über die negative Darstellung Israels in großen deutschen Medien


Veranstaltungsort:

Ernst-Lohmeyer-Haus
Stiftbergstraße 33
32049 Herford


"Die Posse von Arte und dem WDR rund um die Dokumentation "Auserwählt und ausgegrenzt - der Hass auf Juden in Europa" hat es einmal mehr gezeigt: Sobald unumwunden benannt wird, dass der Antisemitismus nicht nur bei Neonazis ein Zuhause hat - sondern auch bei Islamisten, linken Organisationen und der bürgerlichen Mitte - und die so genannte "Israelkritik" eine seiner modernen Erscheinungsformen ist, setzt das große Abwehren und Relativieren ein. Dann distanziert sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen plötzlich geräuschvoll von seiner eigenen Sendung und stellt einen "Faktencheck" online, der seinem Namen nichts als Hohn spricht. Auch andere große Medien tragen regelmäßig zur Dämonisierung und Delegitimierung des jüdischen Staates bei. Kein anderer Staat der Welt wird, wie die Linguistin Monika Schwarz-Friesel analysiert hat, hierzulande so oft und so heftig medial unter Beschuss genommen wie Israel. Es herrscht, wie der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch an Hand der Schlagzeilen zum Gaza-Krieg des Jahres 2014 dargelegt hat, eine systematische Asymmetrie zulasten des jüdischen Staates." (Alex Feuerherdt)

Warum das so ist, welche Medien dazu in besonderem Maße beitragen und wie die negative Darstellung des jüdischen Staates in deutschen Medien oft aussieht, wird Alex Feuerherdt in seinem Vortrag erörtern.


Alex Feuerherdt ist freier Publizist und lebt in Köln. Er schreibt regelmäßig für verschiedene Zeitschriften und Online-Medien über die Themen Antisemitismus, Nahost und Fußball, unter anderem für die Jüdische Allgemeine, die Jungle World, n-tv.de, Konkret, MENA-Watch und Audiatur Online.

Internet: www.lizaswelt.net


Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V. in Kooperation mit der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Herford.

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- Dienstag, 16. Oktober 2018 um 18.00 Uhr -


Offenes Antifa-Treffen Bielefeld


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Die "Alternative für Deutschland" (AfD) in den Parlamenten, "Pegida" auf den Straßen und Rechtsrock-Großevents. Der braune Mob fühlt sich sicher und die rechte Mobilmachung wirkt: Ausgrenzung und Gewalt gegen alle, die nicht in das rechte Weltbild passen, sowie ein autoritärer Staat, der sich gegen jeglichen linken Protest wendet, sind die Folgen.

Anstatt den Ausgegrenzten und Drangsalierten solidarisch Beiseite zu stehen, wird nach oben gebuckelt und nach unten getreten. Frauen wird das Recht auf Selbstbestimmung abgesprochen und Rechte sehnen sich traditionelle Geschlechterrollen zurück.

Auch in Bielefeld und Umgebung treffen wir auf sie. Rechte Burschenschafter und "Identitäre" organisieren einen rechten Kongress, die AfD führt Kundgebungen und Veranstaltungen durch. Neonazis und völkische Siedler treiben im Umland ihr Unwesen. Und mit der ZAB ("Zentrale Ausländerbehörde") gibt es in Bielefeld eine wesentliche Akteurin des deutschen Abschiebe-Regimes.

Uns macht das alles ziemlich wütend. Geht es dir auch so? Möchtest du Leute kennenlernen und dich mit ihnen organisieren? Dann komm zum Offenen Antifa-Treffen!

Das Offene Antifa-Treffen soll besonders eine Anlaufstelle für junge Menschen sein, die sich gegen den Rechtsruck organisieren wollen. Denn Neonazismus kann nur organisiert wirksam bekämpfen werden. Wir wollen hier gemeinsam Aktionen planen, Informationen und praktische Tipps austauschen. Das Offene Antifa-Treffen soll aber vor allem auch euer Treffen sein! Bringt deswegen gerne eigene Ideen und Wünsche und natürlich eure Freundinnen und Freunde mit.

Wir sehen uns beim offenen Antifa-Treffen!

Ab dem 19. Juni 2018 jeden dritten Dienstag im Monat um 18.00 Uhr im AJZ Bielefeld.

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- Mittwoch, 17. Oktober 2018 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Rainer Fröbe, Hannover: Hans Kammler - Ein Technokrat im Vernichtungsprozess


Veranstaltungsort:

Bürgerhaus Porta Westfalica e.V.
Am Park 1
32457 Porta Westfalica

www.buergerhaus-porta.de


Der Architekt Dr. Hans Kammler (1901 - 1945) war seit 1941 Leiter der Bauabteilung des Wirtschafts-Verwaltungshauptamtes der SS. Er war verantwortlich für den Bau von Konzentrations- und Vernichtungslagern und den Einsatz von Häftlings-Zwangsarbeitern auf den Baustellen der SS. Eines der zahlreichen von Kammlers Dienststelle beaufsichtigten Projekte war die Wewelsburg. Bereits 1942 forcierte Kammler den Einsatz von KZ-Häftlingen in der Rüstungsproduktion. Ab August 1943 verantwortete er die Untertage-Verlagerung der V-Waffen-Fertigung und die Errichtung des KZ-Lagers Dora, seit dem Frühjahr 1944 auch die Verlagerung der Luftrüstung in unterirdische Bauten. Nach der Invasion 1944 leitete er als kommandierender General den Kriegseinsatz der V-Waffen. Die nicht restlos aufgeklärten Umstände seines Todes (Suizid) im Raum Prag am 9. Mai 1945 haben Kammler zu einer vielschichtigen Projektionsfläche der rechtsgerichteten Szene werden lassen.

Der Vortrag wird die Rolle von Hans Kammler im Rahmen des deutschen Vernichtungskriegs an Hand von drei Beispielen thematisieren: dem Krieg gegen Russland (Massenmord an sowjetischen Kriegsgefangenen, Kolonisierung des "Neuen Ostraums"), seiner Beteiligung an der Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden (Bau der Krematorien und Gaskammern in Auschwitz-Birkenau und Lublin) und dem Ausbau von unterirdischen Räumen für Rüstungszwecke (Raketen, Flugzeuge etc.).


Rainer Fröbe M. A., Studium der Geschichte, Germanistik und Romanistik in Hannover. Seit 1978 Forschungen zu Biographie und Tätigkeit von SS-Obergruppenführer Dr. Hans Kammler mit den folgenden Schwerpunkten: Untertage-Verlagerung der deutschen Industrie 1943-1945; Zusammenarbeit zwischen Rüstungsministerium (Albert Speer) und SS bei der Zwangsrekrutierung von KZ-Häftlingen; Selektion von Häftlings-Facharbeitern für unterirdische Rüstungsbetriebe; Baugeschichte des Vernichtungskomplexes Auschwitz-Birkenau. Seit dem Jahr 2000 Mitarbeiter der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur mit dem Forschungsschwerpunkt "Zwangsarbeit im Reemtsma-Konzern". Zahlreiche Veröffentlichungen zur Zwangs- und KZ-Arbeit, darunter:

Dr. Hans Kammler - Technokrat der Vernichtung. In: Ronald Smelser / Enrico Syring (Hrsg.), Die SS. Elite unter dem Totenkopf, Paderborn 2000, Seiten 305 bis 319.

"Vernichtung durch Arbeit"? KZ-Häftlinge in Rüstungsbetrieben an der Porta Westfalica in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs. In: Joachim Meynert / Arno Klönne (Hrsg.), Verdrängte Geschichte. Verfolgung und Vernichtung in Ostwestfalen 1933 - 1945, Bielefeld 1986, Seiten 221 bis 320.

Bauen und Vernichten. Die Zentralbauleitung Auschwitz und die "Endlösung". In: Durchschnittstäter. Handeln und Motivation, hrsg. von Christian Gerlach u. a., Berlin 2000 (Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus, Bd. 16), Seiten 155 bis 209.


Eine Veranstaltung der KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica e.V.

www.gedenkstaette-porta.de

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- Montag, 29. Oktober 2018 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Michael Rubinstein: Jude sein angesichts des Antisemitismus in Deutschland heute


Veranstaltungsort:

Haus Münsterberg
Hornsche Straße 38
32756 Detmold

www.gfcjz-lippe.de


Michael Rubinstein versteht sich als deutscher Jude oder Deutscher jüdischen Glaubens. Er ist Geschäftsführer des "Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein" (LVNR) und erlebt, wie sich jüdisches Leben in Deutschland verändert.


Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. im Rahmen der Reihe "Religionen im Gespräch".

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- Sonntag, 4. November 2018 von 11.30 bis 13.45 Uhr -


Öffentlicher Stadtrundgang: "Auf den Spuren der Lemgoer Heimatfront während des Ersten Weltkrieges"


Treffpunkt:

Rathaus der Alten Hansestadt
Marktplatz 1
- Eingang Mittelstraße -
32657 Lemgo


Anlässlich des Endes des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren (1918) bietet das Stadtarchiv Lemgo einen öffentlichen Stadtrundgang auf den Spuren der Lemgoer Heimatfront an. Treffpunkt ist das Rathaus (Laube, Eingang Mittelstraße). Bei schlechtem Wetter führt ein Bildervortrag im Rathaus virtuell zu den Orten des Rundganges.


Anschließend kann die aktuelle Archivausstellung "Heimatfront - Lemgo in Krieg und Niederlage (1914 - 1919)" (vom 31. Oktober bis zum 21. Dezember 2018) im Stadtarchiv, Rampendal 20 a besucht werden.

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- Montag, 5. November 2018 um 19.00 Uhr -


Eröffnung der Ausstellung: "Warum schreibst du mir nicht"


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Kleiner Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Ausstellungsdauer: 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019; montags bis mittwochs von 08.00 bis 16.00 Uhr, donnerstags von 08.00 bis 18.00 Uhr, freitags von 08.00 bis 12.00 Uhr.


- Einführung in die Ausstellung durch Mirjam Huffener, Projektleiterin, Lotty Veffer Foundation

- Musikalische Begleitung durch die Gruppe "Lebenslaute"


Die niederländisch-deutsche Wanderausstellung "Waarom schrijf je me niet" / "Warum schreibst du mir nicht" handelt vom Leben von fünf Menschen vor und während des Zweiten Weltkriegs: Wanda Verduin, Jules Schelvis, Nico Peeters, Wolfgang Maas und Thea Windmüller - eine jüdische Jugendliche, ein jüdischer junger Mann, ein Widerstandskämpfer, ein Flüchtling aus Deutschland und seine Freundin.

Wir folgen ihnen durch Deutschland, die Niederlande, die Lager und Ghettos in Polen bis zu ihrem Tod oder der Befreiung. Die Ausstellung verdeutlicht, wie ihnen ihre Privatsphäre und ihre Identität genommen wurde, dass sie keine Ahnung hatten, was sie erwarten würde und keine Chance hatten, ihrem Schicksal zu entkommen.

Die Lebensgeschichten der Hauptpersonen werden in kurzen Filmen durch vier Erzähler aufgezeigt. Sie gehen dabei auch darauf ein, welche Bedeutung die Geschichten für uns heute haben. Am Ende der Ausstellung steht die Beantwortung aktueller Fragen über Freiheit, Kommunikation, Meinungsfreiheit, Privatsphäre damals und Privatsphäre heute im Internet, Widerstand, Flüchtlinge. Das sind keine einfachen Fragen, und es gibt keine vorgefertigten Antworten.

Das deutsch-niederländische Konzept zu dieser Ausstellung wurde von der Lotty Veffer Foundation in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Untertauchermuseum Markt 12 in Aalten und dem Zentrum für Niederlande-Studien in Münster realisiert und durch Unterstützung von Interreg, der Provinz Gelderland, dem vfonds und der Mondriaan-Stiftung ermöglicht.

- Weitere Informationen unter: www.pudv.nl/?lang=de


Sie riskieren ihr Leben für mich

Einer der Erzähler ist der deutsche Schauspieler Rauand Taleb. Als fünfjähriger Junge flüchtete er mit seiner Familie nach Deutschland. Er erzählt über den jungen Wolfgang Maas, einem jüdischen Jungen, der als 16-Jähriger 1936 von Gelsenkirchen aus in die Niederlande flüchtet, und zwar nach Winterswijk, direkt hinter der Grenze. Einige Jahre später verliebt er sich in ein jüdisches Mädchen, Thea Windmüller. Was als eine schöne, romantische Geschichte beginnt, endet schrecklich. Gemeinsam erleben sie die Verfolgung der Jüdinnen und Juden in den Niederlanden, die sie letztendlich zwingt, unter zu tauchen.

Thea schreibt 1943 in ihrem Tagebuch über die Widerstandsbewegung: "Wie gut sind diese Menschen, bei denen ich jetzt bin! Sie riskieren ihr Leben für mich. Welche Strafe erwartet die Menschen, die uns beherbergen? Die Todesstrafe? Die Kugel?"

Wir können uns kaum vorstellen, was zwischen 1933 und 1945 geschehen ist, wie so etwas geschehen konnte. Hätten wir unser eigenes Leben und das unserer Nächsten in die Waagschale geworfen? Was die Ausstellung erreichen möchte, ist, dass wir auf jeden Fall über die Entscheidungen nachdenken, die wir jetzt treffen, wenn es um Freiheit, Demokratie und Mitmenschlichkeit geht

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- Montag, 5. November 2018 um 20.00 Uhr -


Vortrag und Diskussion mit "Redical M": Kritik der Konsumkritik


Veranstaltungsort:

Extra Blues Bar
Siekerstraße 20
33602 Bielefeld

www.extrablues.wordpress.com


Um etwas gegen die schlimmen Zustände (Hunger, Ausbeutung, Umweltverschmutzung etc.) auf dieser Welt zu unternehmen, ändern manche Menschen ihren Konsum: Es soll weniger und wenn, dann Bio, Fairtrade oder nicht bei bestimmten Konzernen gekauft werden. "Unechte" Bedürfnisse sollen erkannt werden, back to basics.

Wir wollen diskutieren, warum diese Antwort notwendigerweise zu kurz greift und Strategien besprechen, um wirklich endlich Schluss zu machen mit Armut, Hunger und Krieg.

Der Vortrag ist so konzipiert, dass kein Vorwissen nötig ist, sondern jede und jeder kommen und mitdiskutieren kann.


www.redicalm.org:

"Redical M" ist eine kommunistische und antinationale Gruppe aus Göttingen: "Seit 2004 setzen wir uns kritisch mit dem Kapitalismus innewohnenden Macht- und Herrschaftsverhältnissen auseinander. Neben klassisch antifaschistischen Aktionsfeldern wie Rassismus und Nationalismus befassen wir uns jedoch auch mit Themen wie etwa Feminismus, Gesundheit im Kapitalismus, gesellschaftlicher Reproduktion oder der Frage nach bezahlbarem Wohnraum.

Wir streben eine alternative Gesellschaft an, ein gutes Leben ohne Kapitalismus. Wir wollen ein freies Leben, in dem alle, ohne Angst haben zu müssen, verschieden sein können. Dieses Konzept nennen wir Kommunismus und meinen damit nicht die bisherigen autoritären Versuche."


Organisiert von der Antinationalen Linken Bielefeld (ALiBi) - www.alibi.noblogs.org

im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Roter Montag":

www.facebook.com/pages/Roter-Montag/121215931303394

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- Dienstag, 6. November 2018 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Bernd Gelderblom: Vom "Reichserntedankfest" auf dem Bückeberg bei Hameln und den Chancen und Schwierigkeiten, daran zu erinnern


Veranstaltungsort:

Ehemalige Synagoge
Gasse zur Alten Synagoge
31655 Stadthagen

www.stadthagen-synagoge.de


Die Reichserntedankfeste auf dem Bückeberg - Die Bedeutung des NS-Kultortes Bückeberg

Der Bückeberg bei Hameln war in den Jahren 1933 bis 1937 ein NS-Versammlungs- und Festort von hohem Rang. Hier versammelten sich 500.000 bis eine Million Menschen, um in einer kultischen Feier auf den "Führer", die "Volksgemeinschaft" und den "Wehrgedanken" eingeschworen zu werden. Der Gedanke des Festes geht auf Josef Goebbels zurück, der Albert Speer mit seiner Ausgestaltung beauftragt hatte.

Der riesige Festplatz, der durch sehr umfangreiche Baumaßnahmen in den Jahren 1933 bis 1937 gestaltet wurde, ist weitgehend erhalten und ein Zeugnis hohen Ranges für die Methoden, mit denen die Nationalsozialisten die Massen zu beeinflussen suchten. Im oberen Bereich des ebenmäßig planierten Geländes sind die Fundamente der "Ehrentribüne" erhalten. Im Umfeld des Festplatzes befinden sich weitere wichtige Relikte wie zahlreiche Straßen, mehrere Bahnhöfe, ein Wasserbehälter etc. Die gesamte Landschaft rings um den Festplatz hat damals eine Gestaltung erfahren.

Die Unfassbarkeit der nationalsozialistischen Massenverbrechen hat im historischen Bewusstsein lange Zeit alle anderen Erscheinungsformen der nationalsozialistischen Diktatur in den Hintergrund gedrängt. Dies hat eine rationale Auseinandersetzung mit dem historischen Geschehen erschwert. Denn wenn der Nationalsozialismus eindimensional mit Auschwitz assoziiert wird, dann können die jetzt lebenden Generationen, insbesondere die jungen Menschen, schwerlich begreifen, warum eine große Mehrheit ihrer Vorfahren Hitler über einen beträchtlichen Zeitraum unterstützt und in Teilen sogar frenetisch gefeiert hat. Für die Attraktivität des Regimes bei den Massen war neben den anfänglichen außenpolitischen, wirtschafts- und sozialpolitischen Erfolgen vor allem sein immenses Verführungspotenzial maßgebend, seine Fähigkeit, sich und seine Politik so zu inszenieren, dass Massen davon ergriffen und fasziniert wurden. Erst beide Seiten zusammen ergeben ein komplettes und überzeugendes Geschichtsbild.

Während "Bergen-Belsen" das furchtbare Ende und die immer vorhandene Zielsetzung des Regimes zeigt, liefert der Bückeberg die Erklärung, warum "Bergen-Belsen" möglich war, warum Hitler so viele Menschen derart blind gefolgt sind. Das letztere ist heute gerade jüngeren Generationen gegenüber immer dringlicher klarzumachen. Insofern liegen im Bückeberg sehr große pädagogische Potentiale.

Seit 2011 steht der Bückeberg unter Denkmalschutz. Damit ist endlich die Voraussetzung dafür geschaffen, diesen Ort von NS-Kult und NS-Propaganda der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Kreistag stimmt für Gestaltungskonzept

Der Kreistag Hameln Pyrmont hat in seiner Sitzung am 13. März 2018 mit 22 zu 27 Stimmen für die Realisierung des Gestaltungsentwurfs der Arbeitsgemeinschaft Jung / Ermisch / Kerck auf dem Bückeberg gestimmt. In der entsprechenden Beschlussvorlage heißt es dazu: "Der Entwurf ist im Hinblick auf eine deutliche Erweiterung barrierefreier Erschließung und die Notwendigkeit einer Sanitäranlage zu überarbeiten. Der Entwurf ist in mindestens zwei kreisweiten Veranstaltungen mit den o.g. Änderungen in einem Bürgerdialog zu präsentieren, an dem das Projekt nicht nur vorgestellt wird sondern auch die Möglichkeit besteht, weitere Anregungen zu platzieren. Ein sich aus den Änderungen ergebender weiterer Finanzierungsbedarf soll über weitere Drittmittel dargestellt werden."


Der Hamelner Historiker Bernhard Gelderblom ist der Leiter des Konzeptionsprojekts "Dokumentation Bückeberg".


Internetseiten zum NS-Kultort Bückeberg:

www.geschichte-hameln.de

www.dokumentation-bueckeberg.de

www.initiativegedenkortbueckeberg.wordpress.com


Eine Veranstaltung des Fördervereins ehemalige Synagoge Stadthagen e.V. in Kooperation mit der "Schaumburger Landschaft".

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- Dienstag, 6. November 2018 um 20.00 Uhr -


Buchpräsentation mit Marc Grimm: "Antisemitismus im 21. Jahrhundert. Virulenz einer alten Feindschaft in Zeiten von Islamismus und Terror"


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Raum 240
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


In den vergangenen Jahren vollzog sich eine deutlich beobachtbare Radikalisierung des Antisemitismus in Europa, die mit den islamistisch motivierten Terroranschlägen von Paris, Toulouse, Brüssel und Kopenhagen auch mörderische Konsequenzen hatte. Als Indikator für eine neue Qualität und Virulenz des Antisemitismus kann jedoch nicht der islamistische Antisemitismus gesehen werden, sondern auch die Zunahme von Antisemitismus in politisch und sozial arrivierten Kreisen und Milieus.

Zugleich ist die Hemmschwelle für die Äußerung und Akzeptanz antisemitischer Ressentiments gesunken, sofern diese als "Israel-Kritik" camoufliert sind. Die Beiträge des vom Herausgeber Marc Grimm präsentieren Sammelbandes untersuchen Aspekte dieser Entwicklungen und befassen sich schwerpunktmäßig mit Antisemitismus in der öffentlichen Kommunikation, islamischen Antisemitismus und Antisemitismus in politischen Bewegungen.


Marc Grimm, Dipl. Pol., Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter der Universität Bielefeld. Forschung zu Sozialisationsbedingungen in Zeiten gesellschaftlicher Krisen, zu Fragen der Gedenkstätten-Pädagogik, Antisemitismus und extremer Rechter.

Zuletzt erschien der mit Bodo Kahmann verfasste Aufsatz: "AfD und Juden-Bild. Eine Partei im Spannungsfeld von Antisemitismus, Schuldabwehr und instrumenteller Israel-Solidarität", in Grigat , Stephan (Hg.): AfD und FPÖ. Antisemitismus, völkischer Nationalismus und Geschlechterbilder, Nomos, 2017.


Eine Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld im Rahmen der Ausstellung "Warum schreibst du mir nicht" vom 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019 in der Volkshochschule Bielefeld.

www.dig-bielefeld.de

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- Mittwoch, 7. November 2018 um 19.30 Uhr -


Bebilderter Vortrag von Jan Raabe, Bielefeld und Dr. Karsten Wilke, Herford: Erscheinungsformen der extremen Rechten in Ostwestfalen-Lippe


Veranstaltungsort:

Altes Amtsgericht
Mindener Straße 16
32469 Petershagen


In Ostwestfalen-Lippe existiert seit Jahrzehnten eine ausdifferenzierte, aber gut vernetzte extrem rechte Szene. Dazu gehören unter anderem militante Neonazis, eine im bürgerlichen Gewande auftretende Holocaust-Leugnung und organisierte Familienzusammenschlüsse, die ihre Kinder im Geiste des Nationalsozialismus erziehen.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Erscheinungsformen der extremen Rechten in Ostwestfalen-Lippe und betrachtet hierbei auch die völkisch-extrem rechte Szene um die "Ahnenstätte Seelenfeld" in Petershagen.

Neben der Darstellung von Organisationen und Szenen geht es auch darum, Politikansätze der extremen Rechten herauszuarbeiten. Hervorzuheben ist hierbei die Agitation gegen Geflüchtete und gegen das Grundrecht auf Asyl, die nicht zuletzt über einen erstarkenden Rechtspopulismus zunehmend Einfluss auf gesellschaftliche Debatten gewinnt.


Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe ""Ahnenstätten", völkische Bewegung und extreme Rechte" vom 27. Juni bis 7. November 2018 im Alten Amtsgericht in Petershagen in Kooperation von LWL-Industriemuseum - Glashütte Gernheim, Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen e.V., Minden - Für Demokratie und Vielfalt e.V., Stadt Petershagen, Mindener Geschichtsverein - Historischer Verein für den Kreis Minden-Lübbecke e.V.

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- Freitag, 9. November 2018 um 14.00 Uhr -


Gedenkveranstaltung zum Novemberpogrom


Veranstaltungsorte:

Standort der ehemaligen Synagoge
Turnerstraße 5
33602 Bielefeld


Im Anschluss:

Neues Rathaus
Großen Saal
Niederwall 23
33602 Bielefeld


In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 begann mit dem organisierten Pogrom die offene Verfolgung der jüdischen Bevölkerung. In Bielefeld ging in den frühen Morgenstunden des 10. November 1938 die Synagoge in der Turnerstraße in Flammen auf und wurde völlig zerstört. Aber auch jüdische Bürgerinnen und Bürger sowie jüdische Geschäfte waren Ziele von Terroraktionen der Nationalsozialisten.


Zur Erinnerung an den Pogrom in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 richtet die Stadt Bielefeld zusammen mit Bielefelder Schulen, der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld, der Evangelischen und Katholischen Kirche, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld diese Gedenkveranstaltung aus.

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- Freitag, 9. November 2018 von 18.00 bis 19.30 Uhr -


Stadtführung mit Christoph Reichardt: Die Reichspogromnacht in Beverungen 1938


Treffpunkt:

Cordt-Holstein-Haus
Weserstraße 10 - 12
37688 Beverungen


In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in vielen Städten Deutschlands die Synagogen, wurden jüdische Geschäfte geplündert und Jüdinnen und Juden willkürlich verhaftet. Auch in Beverungen. Zwar wurde die Synagoge nicht angezündet, wohl aber geschändet, mehrere Jüdinnen und Juden wurden im Rathauskeller über Nacht eingesperrt und misshandelt, einige von ihnen kamen auch für Wochen in das Konzentrationslager Buchenwald.

Die Stadtführung beleuchtet die Hintergründe dieses Gewaltausbruchs, stellt die lokalen Ereignisse in den Kontext der allgemeinen Geschehnisse und führt an Orte, die in Beverungen damit verbunden sind.


Eine Veranstaltung der Volkshochschule Beverungen: www.vhs-diemel-egge-weser.de

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- Freitag, 9. November 2018 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Frank Werner: Nationalsozialismus und Novemberpogrom 1938 in Schaumburg


Veranstaltungsort:

Niedersächsisches Landesarchiv
Standort Bückeburg
Schloßplatz 2
31675 Bückeburg


Frank Werner, ehemaliger Chefredakteur der Schaumburger Zeitung und später der Deister- und Weserzeitung; aktuell verantwortet er die Arbeit der "Zeit"-Geschichtsredaktion in Hamburg. Herausgeber des Sammelbandes "Schaumburger Nationalsozialisten: Täter, Komplizen, Profiteure", Verlag für Regionalgeschichte, 2010.


Veranstaltung im Rahmen der von der Historischen Arbeitsgemeinschaft für Schaumburg organisierten Vortragsreihe "Entscheidungsjahre in Schaumburg" vom 12. September bis zum 22. November 2018 in Bückeburg.

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- Freitag, 9. November 2018 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Dr. Ludger Heid: Der Novemberpogrom 1938 und sein Platz in der Geschichte


Veranstaltungsort:

Historisches Rathaus
Rathausplatz 1
33098 Paderborn


Die "Reichskristallnacht", so die zynisch-poetische Zuschreibung für den groß angelegten, monströsen Pogrom vom 9. / 10. November 1938, markiert innerhalb der blutigen Dynamik der NS-Gewaltherrschaft so etwas wie einen Wendepunkt, in dem sich die Weichenstellung für die Vernichtung des europäischen Judentums anzeigte.


Dr. Ludger Heid, Universität Duisburg-Essen, Historiker, Literaturwissenschaftler und Publizist ist vor allem durch Veröffentlichungen zur Sozialgeschichte, zur Arbeiterbewegung und zur deutsch-jüdischen Geschichte bekannt.


Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Paderborn e.V.

www.gcjz-paderborn.de

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- Freitag, 9. November 2018 um 19.30 Uhr -


Lesung mit Andrea von Treuenfeld: Erben des Holocaust: Leben zwischen Schweigen und Erinnerung


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Um ihrer Vernichtung zu entkommen, mussten sie ständig neue Verstecke finden, in den Untergrund gehen, sich Partisanninen und Partisanen anschließen oder in Länder fliehen, deren Kultur ihnen fremd war. Sie verloren Heimat und Familie und durchlitten Ghettos, Arbeitslager und Auschwitz. Sie überlebten, aber sie waren Gezeichnete.

Die Schatten der Vergangenheit begleiteten sie und prägten auch die Kindheit der "Zweiten Generation". Wie sind diese Nachgeborenen mit den Traumata der Eltern umgegangen? Und wie war es für sie, in einem Land aufzuwachsen, das noch wenige Jahre zuvor ihre jüdische Familie auslöschen wollte?


Andrea von Treuenfeld hat prominente Söhne und Töchter befragt. Marcel Reif, Nina Ruge, Ilja Richter, Andreas Nachama, Sharon Brauner, Robert Schindel und andere berichten von der Herausforderung, mit dem Ungeheuerlichen leben zu müssen. Obwohl sie ihn nicht selbst erlebt haben, blieb der Holocaust ein wesentliches Element in ihrer Biografie. In diesem Buch erzählen sie davon - offen und sehr berühren


Andrea von Treuenfeld: Erben des Holocaust: Leben zwischen Schweigen und Erinnerung; Gütersloher Verlagshaus, Februar 2017, 224 Seiten.

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- Samstag, 10. November 2018 -


NS-Verherrlichung stoppen - Keine Solidarität mit der Shoah-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel


Veranstaltungsort:

Hauptbahnhof Bielefeld
Am Bahnhof 1b
33602 Bielefeld


Für den 10. November 2018 wurde bereits seit Mitte Juli 2018 in der Neonazi-Szene eine Demonstration unter dem Motto "Freiheit für alle politischen Gefangenen!" in Bielefeld, zum 90. Geburtstag der notorischen Antisemitin Ursula Haverbeck-Wetzel (8. November 1928) beworben. Nach der polizeilichen Anmeldung wird die Versammlung nun als "Freiheit für Ursula Haverbeck: Geburtstagsdemo am 10. November in Bielefeld!" seit dem 30. Juli 2018 auch öffentlich bundes- und teilweise auch europaweit propagiert.

Die Auftaktkundgebung ist für 13.00 Uhr am Bielefelder Hauptbahnhof anvisiert, die Route einer nachfolgenden Demonstration, beispielsweise zur Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Senne oder durch die Innenstadt, ist noch nicht bekannt.

Hintergrund:

Die 89-Jährige ist eine der Ikonen der neonazistischen Szene, vor allem, weil sie für eine lange rechte Traditionsbildung steht, sie hat in der extremen Rechten den Status einer Heldin. Als überzeugte Nationalsozialistin der so genannten Erlebnisgeneration, die immer wieder offen den Holocaust leugnet, wird sie verehrt. Schon während der Strafprozesse gegen sie in den letzten Jahren reisten aus dem gesamten Bundesgebiet Unterstützer und Unterstützerinnen an.

Nachdem die wegen mehrfacher Holocaust-Leugnung und auch anderer Straftaten inzwischen rechtskräftig zu drei Jahren und zwei Monaten Haft verurteile Haverbeck-Wetzel - zwei Berufungsverfahren in Hamburg und Berlin stehen noch aus - am 7. Mai 2018 festgenommen wurde und in die Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Senne überstellt wurde, organisierte die militante Neonazi-Partei "Die Rechte" im Bündnis mit bekannten Akteuren aus den Kameradschaften und der NPD bereits mehrfach Solidaritäts-Kundgebungen.

Bereits am 10. Mai 2018 demonstrierten im Bielefelder Ortsteil Quelle 450 Neonazis gegen die Inhaftierung Haverbeck-Wetzels.

Kolumne von Norbert Frei:

www.sueddeutsche.de/politik/holocaust-leugner-hitlerliebe-1.4062821

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- Samstag, 10. November 2018 um 17.00 Uhr -


Vortrag von Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard: Der Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963 bis 1965


Veranstaltungsort:

Bildungszentrum Mer Ketne
Königstraße 3
32423 Minden

www.sintiroma-minden.de


Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard berichtet über die Aufnahme der Ton- und Schriftaufzeichnungen in das Weltdokumentenerbe (Memory of the World) der UNESCO.


Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden e.V. in Kooperation mit dem Verein Deutsche Sinti e.V. Minden.

www.gcjz-minden.de

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- Sonntag, 11. November 2018 um 18.00 Uhr -


Gedenkkonzert zum 80. Jahrestag des Novemberpogroms


Veranstaltungsort:

Konzerthalle im Kurpark
Parkstraße 20
32105 Bad Salzuflen


- Informationen unter: www.jg-hf-dt.de


Schirmherr: Dr. Felix Klein, Antisemitismus-Beauftragter der Bundesregierung


Werke von Max Bruch, Maurice Ravel und Isaak Tavior:

Ashira Chor (Tel Aviv)
Zamir-Chor Bayreuth
Detmolder Kammerorchester
Isaak Tavior, Dirigent (Tel Aviv)


Eine gemeinsame Veranstaltung der Kreise Lippe und Herford sowie der Städte Herford, Bad Salzuflen und Detmold in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold.

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- Sonntag, 11. November 2018 um 18.00 Uhr -


Vortrag von Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard: Der Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963 bis 1965


Veranstaltungsort:

Altes Amtsgericht
Mindener Straße 16
32469 Petershagen


Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard berichtet über die Aufnahme der Ton- und Schriftaufzeichnungen in das Weltdokumentenerbe (Memory of the World) der UNESCO.


Eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen e.V.

www.synagoge-petershagen.de

www.facebook.com/synagoge.petershagen

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- Dienstag, 13. November 2018 um 19.30 Uhr -


Lesung gegen das Vergessen


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Eine Veranstaltung von "digitalcourage e.V." im Rahmen der Ausstellung "Warum schreibst du mir nicht" vom 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019 in der Volkshochschule Bielefeld.

www.digitalcourage.de

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- Donnerstag, 15. November 2018 um 19.00 Uhr -


Lesung und Diskussion mit Mehmet Daimagüler: Empörung reicht nicht! Der NSU-Prozess


Veranstaltungsort:

Volkshochschule Bad Oeynhausen
Druckerei Saal
Kaiserstraße 14
32545 Bad Oeynhausen

www.vhs-minden.de


Der NSU-Prozess gehört zu den wichtigsten Verfahren der deutschen Nachkriegsgeschichte. Nun ist das Urteil gesprochen. Doch was ist es wert, wenn die Hintergründe der Mordserie nicht lückenlos aufgeklärt werden? Wenn die Opfer das Vertrauen in den Staat verloren haben?

Mehmet Daimagüler analysiert die Rolle der deutschen Behörden bei der Entstehung der Neonazi-Szene. Er belegt Versäumnisse des Sicherheitsapparates und weist nach, wie sehr das Denken staatlicher Institutionen bei den Morden des NSU rassistisch geprägt war. Es wird deutlich: Ohne das eklatante Fehlverhalten unseres Staates wäre diese beispiellose Mordserie nicht möglich gewesen.

Mit seinem Plädoyer richtet sich Daimagüler an uns alle: Die Frage, wie wir miteinander leben wollen, wie Gerechtigkeit verhandelt wird und was "Deutsch-Sein" heute bedeutet, dürfen wir nicht dem Staat überlassen. Mehmet Daimagüler ist überzeugter Verfassungspatriot, der trotz allem sagt: Deutschland ist ein gutes Land. Aber wir müssen uns für unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat einbringen. Jetzt erst recht.


Mehmet Gürcan Daimagüler, 1968 in Siegen als Kind türkischer Arbeiter geboren, ist promovierter Rechtsanwalt, Kolumnist und Buchautor. Regelmäßig schreibt er für Tageszeitungen und juristische Fachmedien. Er ist einer der bekanntesten Opferanwälte in Deutschland. So vertrat er jüdische Mandanten aus Ungarn im Strafverfahren gegen den "Buchhalter von Ausschwitz", den ehemaligen SS-Mann Oskar Gröning.

2011 erschien sein Buch "Kein schönes Land in dieser Zeit", ein schonungslos offener Beitrag zur Identitätsdebatte. Im NSU-Verfahren vertrat er die Geschwister von Abdurrahim Özüdogru, der 2001 ermordet wurde, und die Tochter von Ismail Yasar, den der NSU 2005 erschossen hatte. Mehmet Daimagüler setzt sich unermüdlich für die Aufklärung der Morde ein. Regelmäßig spricht er in Schulen, Universitäten, Polizeiakademien und vor Vereinen und wirbt dafür, dass ein Staatsversagen wie im Falle des NSU sich nicht wiederholt.


Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Buchhandlung Fritz Scherer.

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- Donnerstag, 15. November 2018 um 19.00 Uhr -


Lesung und Diskussion mit Tobias Ginsburg: "Die Reise ins Reich: Unter Reichsbürgern"


Veranstaltungsort:

Volkshochschule Herford
Münsterkirchplatz 1
Raum 306, Aula
32052 Herford

www.vhsimkreisherford.de


"Die Reichsbürger - das sind verführte Irre und böse Verführer, Sektierer, Rechtsradikale und Hetzer hinter konservativer Fassade. Sie alle glauben an eine Weltverschwörung gegen das deutsche Volk und bekämpfen diesen vermeintlichen Feind."

Der Autor und Regisseur Tobias Ginsburg begibt sich für dieses Buch undercover unter "Reichsbürger". Er besucht quer durch Deutschland verschiedene Gruppierungen, wird Untertan eines Königreichs, macht mit bei Plänen zum Sturz der BRD GmbH und für ein germanisches Siedlungsprojekt in Russland. Er lernt gewaltbereite Neonazis und friedensbewegte Esoteriker kennen, aber auch Biedermänner, von denen manche heute für die "Alternative für Deutschland" im Bundestag sitzen.

"Die Reise ins Reich: Unter Reichsbürgern" (Verlag: Das Neue Berlin; 2. Auflage: 6. Juli 2018) ist Reportage, Sachbuch und aberwitzige Abenteuergeschichte zugleich. Sie liefert kuriose, komische und bedrückende Auskünfte über eine Bedrohung, die längst die Mitte der Gesellschaft erreicht hat.


Tobias Ginsburg, geboren 1986 in Hamburg, ist Theaterregisseur und Autor.


Veranstaltung in Kooperation mit Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB / VHS e.V.

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- Freitag, 16. November 2018 -


Antifa-Weekend OWL - 1. Tag


- www.antifaweekendowl.wordpress.com

- www.facebook.com/antifaweekendowl/


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Über uns: Wir sind eine Gruppe von Menschen, die bis 2015 das "Antifa-Workcamp" am ehemaligen Kriegsgefangenenlager Stalag 326 in Stukenbrock organsierte. Seit 2016 veranstalten wir nun zweimal im Jahr, im Mai und November, das "Antifa-Weekend OWL" im AJZ Bielefeld. Dort bieten wir neben Workshops und Vorträgen zu antifaschistischer Theorie und Praxis einen Raum zur Vernetzung und Diskussion.

Wir verstehen das Wochenende als Mitmach-Veranstaltung, die durch das Engagement aller Beteiligten geprägt wird. So freuen wir uns neben tatkräftiger Unterstützung in der Umsetzung des Wochenendes vor allem über inhaltliche Beiträge, beispielsweise in Form von eigenen Workshops, denn das Antifa-Weekend soll den Wünschen und Bedürfnissen aller Beteiligten entsprechend zur Weiterentwicklung der antifaschistischen Bewegung beitragen.

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- Samstag, 17. November 2018 -


Antifa-Weekend OWL - 2. Tag


- www.antifaweekendowl.wordpress.com

- www.facebook.com/antifaweekendowl/


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Über uns: Wir sind eine Gruppe von Menschen, die bis 2015 das "Antifa-Workcamp" am ehemaligen Kriegsgefangenenlager Stalag 326 in Stukenbrock organsierte. Seit 2016 veranstalten wir nun zweimal im Jahr, im Mai und November, das "Antifa-Weekend OWL" im AJZ Bielefeld. Dort bieten wir neben Workshops und Vorträgen zu antifaschistischer Theorie und Praxis einen Raum zur Vernetzung und Diskussion.

Wir verstehen das Wochenende als Mitmach-Veranstaltung, die durch das Engagement aller Beteiligten geprägt wird. So freuen wir uns neben tatkräftiger Unterstützung in der Umsetzung des Wochenendes vor allem über inhaltliche Beiträge, beispielsweise in Form von eigenen Workshops, denn das Antifa-Weekend soll den Wünschen und Bedürfnissen aller Beteiligten entsprechend zur Weiterentwicklung der antifaschistischen Bewegung beitragen.

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- Sonntag, 18. November 2018 -


Antifa-Weekend OWL - 3. Tag


- www.antifaweekendowl.wordpress.com

- www.facebook.com/antifaweekendowl/


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Über uns: Wir sind eine Gruppe von Menschen, die bis 2015 das "Antifa-Workcamp" am ehemaligen Kriegsgefangenenlager Stalag 326 in Stukenbrock organsierte. Seit 2016 veranstalten wir nun zweimal im Jahr, im Mai und November, das "Antifa-Weekend OWL" im AJZ Bielefeld. Dort bieten wir neben Workshops und Vorträgen zu antifaschistischer Theorie und Praxis einen Raum zur Vernetzung und Diskussion.

Wir verstehen das Wochenende als Mitmach-Veranstaltung, die durch das Engagement aller Beteiligten geprägt wird. So freuen wir uns neben tatkräftiger Unterstützung in der Umsetzung des Wochenendes vor allem über inhaltliche Beiträge, beispielsweise in Form von eigenen Workshops, denn das Antifa-Weekend soll den Wünschen und Bedürfnissen aller Beteiligten entsprechend zur Weiterentwicklung der antifaschistischen Bewegung beitragen.

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- Sonntag, 18. November 2018 um 17.00 Uhr -


Lesung mit Rabbinerin Natalia Verzhbovska, Pfarrerin Dorothee Schaper, Kantor Paul Yuval Adam: "Nicht nur eine Begegnung"


Veranstaltungsort:

Synagoge Beit Tikwa
Detmolder Straße 107
33604 Bielefeld

www.juedische-gemeinde-bielefeld.de


Die performative Lesung "Regina und Ina" ist die respektvolle Würdigung einer unerschrockenen und entschlossenen Rabbinerin und einer Pfarrerin des 20. Jahrhunderts und das aktuelle schonungslose Gespräch zwischen einer heutigen Rabbinerin und Pfarrerin, zwischen Jüdin und Christin. Sie erinnern für die Zukunft und leuchten die Gegenwart auf der Bühne aus.

In der heutigen Zeit kämpft die deutsche Gesellschaft für die Stärkung der demokratischen Werte. Die Lebensgeschichten von Rabbinerin Regina Jonas und Pfarrerin Ina Gschlössl können zu einem Vorbild für Treue und Ideale werden. Es ist leicht, sie sich als unsere Nachbarinnen vorzustellen, weil Menschen ihnen in ihren Städten begegnen könnten - sie gingen zur Schule, trafen sich mit ihren Freundinnen und Freunden, kauften Lebensmittel in einem Laden oder Markt ein oder gingen zu einer Bibliothek, um dort Bücher auszuleihen. Aber ihre innerliche Kraft, ihr Glaube und ihr Mut, ihr Verständnis über das Gute und das Böse, ihre Bereitschaft, für die Werte ihrer Religionen zu kämpfen, geben uns die Gelegenheit, über unsere politische und religiöse Position nachzudenken und diese in der heutigen Gesellschaft zu entwickeln.


Veranstalterinnen: Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld und Landesverband Progressiver Jüdischer Gemeinden in Nordrhein-Westfalen e.V.

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- Dienstag, 20. November 2018 um 18.00 Uhr -


Offenes Antifa-Treffen Bielefeld


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Die "Alternative für Deutschland" (AfD) in den Parlamenten, "Pegida" auf den Straßen und Rechtsrock-Großevents. Der braune Mob fühlt sich sicher und die rechte Mobilmachung wirkt: Ausgrenzung und Gewalt gegen alle, die nicht in das rechte Weltbild passen, sowie ein autoritärer Staat, der sich gegen jeglichen linken Protest wendet, sind die Folgen.

Anstatt den Ausgegrenzten und Drangsalierten solidarisch Beiseite zu stehen, wird nach oben gebuckelt und nach unten getreten. Frauen wird das Recht auf Selbstbestimmung abgesprochen und Rechte sehnen sich traditionelle Geschlechterrollen zurück.

Auch in Bielefeld und Umgebung treffen wir auf sie. Rechte Burschenschafter und "Identitäre" organisieren einen rechten Kongress, die AfD führt Kundgebungen und Veranstaltungen durch. Neonazis und völkische Siedler treiben im Umland ihr Unwesen. Und mit der ZAB ("Zentrale Ausländerbehörde") gibt es in Bielefeld eine wesentliche Akteurin des deutschen Abschiebe-Regimes.

Uns macht das alles ziemlich wütend. Geht es dir auch so? Möchtest du Leute kennenlernen und dich mit ihnen organisieren? Dann komm zum Offenen Antifa-Treffen!

Das Offene Antifa-Treffen soll besonders eine Anlaufstelle für junge Menschen sein, die sich gegen den Rechtsruck organisieren wollen. Denn Neonazismus kann nur organisiert wirksam bekämpfen werden. Wir wollen hier gemeinsam Aktionen planen, Informationen und praktische Tipps austauschen. Das Offene Antifa-Treffen soll aber vor allem auch euer Treffen sein! Bringt deswegen gerne eigene Ideen und Wünsche und natürlich eure Freundinnen und Freunde mit.

Wir sehen uns beim offenen Antifa-Treffen!

Ab dem 19. Juni 2018 jeden dritten Dienstag im Monat um 18.00 Uhr im AJZ Bielefeld.

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- Mittwoch, 21. November 2018 um 19.30 Uhr -


Konzert mit Ira Givol und Nare Karoyan: Zwischen den Welten


Veranstaltungsort:

Deelenhaus
Krämerstraße 8 - 10
33098 Paderborn


Der Israeli Ira Givol (Cello) und die Armenierin Nare Karoyan (Klavier) gestalten mit dem Konzert "Zwischen den Welten" einen armenisch-jüdischen Abend.


Nare Karoyan wuchs umgeben von zeitgenössischer Kunst und Dutzenden von Vinyl-Platten in Jerewan auf. Sie hat bereits mit vielen einzigartigen Künstlerpersönlichkeiten zusammengearbeitet und mit Ira Givol eine erfolgreiche Konzertreise nach Armenien unternommen.


Ira Givol hat nach seinem Studium an der Musikhochschule in Köln als Mitglied des Tel-Aviv-Trios und des Trios VIS zahlreiche Preise der Kammermusikwelt gewonnen.


Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Paderborn e.V.

www.gcjz-paderborn.de

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- Freitag, 23. November 2018 um ... Uhr -


Vortrag, Lesung und Konzert mit Esther Bejarano und Microphone Mafia


Veranstaltungsort:

Geschwister-Scholl-Schule
Sprottauer Straße 9
32756 Detmold

www.gss-dt.de/wordpress


Veranstalterin: Deutsch-Italienische Gesellschaft Lippe-Detmold e.V.

www.dig-lippe.de

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- Samstag, 24. November 2018 von 16.00 bis 19.00 Uhr -


Esther Bejarano und Microphone Mafia: Lieder und Texte gegen rechts


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Historischer Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Esther Bejarano, 93 Jahre alt und Auschwitz-Überlebende, steht immer noch auf der Bühne. Um im Konzentrationslager zu überleben, meldete sie sich als Akkordeon-Spielerin für das Mädchenorchester in Auschwitz. Später wurde sie in das Konzentrationslager Ravensbrück verlegt und konnte auf einem der Todesmärsche fliehen und überlebte die Shoa.

Mit ihrem Sohn Joram und der Hip-Hop-Gruppe Microphone Mafia ist sie seit zehn Jahren auf Tour und stellt Songs vor, die das Leiden im Nationalsozialismus bearbeiten.


Esther Bejarano berichtet in kurzen Passagen aus ihrer Zeit während des Nationalsozialismus und singt dann zusammen mit der Microphone Mafia historische, zum Teil jiddische Lieder, aber auch aktuelle Songs zur Rechtsentwicklung in Deutschland.


Eine Veranstaltung mit Unterstützung des Kulturamts Bielefeld und der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" im Rahmen der Veranstaltungsreihe zur Ausstellung "Warum schreibst du mir nicht" vom 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019 in der Volkshochschule Bielefeld.

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- Sonntag, 25. November 2018 von 14.45 bis 16.15 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Das ehemalige Kriegsgefangenenlager Stalag 326 (VI K) Senne und der Ehrenfriedhof für Sowjetische Kriegstote stehen für viele Todesopfer des Zweiten Weltkrieges.

Welchen Faktor spielt "Macht" in der Kriegsgefangenschaft? Wo fängt sie an und wo hört sie auf? Die Gedenkstätte gibt die Möglichkeit, das Stalag in seinem System, in Hierarchie und Machtstrukturen von einer anderen Seite zu sehen.

Die Führung beinhaltet den Besuch der zeitgenössischen Ausstellung im ehemaligen Arrestgebäude (heutige Gedenkstätte des Stalag 326 (VI K) Senne) und den Besuch des Ehrenfriedhofs Sowjetischer Kriegstoter.


Veranstaltung des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne e.V. in Kooperation mit der Volkshochschule Verl - Harsewinkel - Schloß Holte-Stukenbrock.

www.stalag326.de

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- Montag, 3. Dezember 2018 um 19.00 Uhr -


Filmvorführung: "Wir sind Juden aus Breslau" in Anwesenheit der Regisseurin Karin Kaper


Veranstaltungsort:

Kino Bad Driburg
Rathausstraße 1
33014 Bad Driburg

www.kinodriburg.de


"Wir sind Juden aus Breslau - Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933" (Deutschland 2016, Regie: Karin Kaper und Dirk Szuszies, 108 Minuten)


Protagonistinnen und Protagonisten: Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg sowie eine deutsch-polnische Jugendgruppe aus Bremen und Wrocław.


Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten Jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Jüdinnen und Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

14 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

Eine Rolle im Film spielt auch der Wiederaufbau einer Jüdischen Gemeinde in Wrocław. Diese Einbindung macht die Fallhöhe deutlich, der Kontrast zum Vergangenen, zum unwiderruflich Verlorenen, wird schmerzhaft größer und deutet doch die Möglichkeit eines zarten Neubeginns an.


Veranstaltung des Kinos Bad Driburg in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum Kreis Höxter.

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- Dienstag, 4. Dezember 2018 um 19.00 Uhr -


Filmvorführung: "Wir sind Juden aus Breslau" in Anwesenheit der Regisseurin Karin Kaper


Veranstaltungsort:

Kino Bad Driburg
Rathausstraße 1
33014 Bad Driburg

www.kinodriburg.de


"Wir sind Juden aus Breslau - Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933" (Deutschland 2016, Regie: Karin Kaper und Dirk Szuszies, 108 Minuten)


Protagonistinnen und Protagonisten: Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg sowie eine deutsch-polnische Jugendgruppe aus Bremen und Wrocław.


Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten Jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Jüdinnen und Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

14 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

Eine Rolle im Film spielt auch der Wiederaufbau einer Jüdischen Gemeinde in Wrocław. Diese Einbindung macht die Fallhöhe deutlich, der Kontrast zum Vergangenen, zum unwiderruflich Verlorenen, wird schmerzhaft größer und deutet doch die Möglichkeit eines zarten Neubeginns an.


Veranstaltung des Kinos Bad Driburg in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum Kreis Höxter.

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- Sonntag, 9. Dezember 2018 um 11.00 Uhr -


Gespräch mit der Holocaust Überlebenden Rozette Kats (Amsterdam)


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Historischer Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Die Niederländerin Rozette Kats, Jahrgang 1942, erfährt am Vorabend ihres sechsten Geburtstages, dass sie das Kind jüdischer Eltern ist, die den Holocaust nicht überlebt haben. Ihr Onkel, der einzige weitere Überlebende der Familie, vermag nicht über die ermordeten Verwandten zu sprechen. Ihren Rettern und Pflegeeltern spielt Rozette das fröhliche Kind vor, doch es plagen sie Ängste und mit zunehmendem Alter auch Fragen über das Leben und Sterben ihrer Eltern.

Erst Mitte der 1980er Jahre bekommt sie von ihrem Onkel, der schwer erkrankt ist, das Hochzeitsbild ihrer Eltern. Später findet sie heraus, dass circa drei Monate vor der Deportation der Eltern von Westerbork nach Auschwitz-Birkenau ihr Bruder geboren wurde. Es ist ein langer und schmerzlicher Prozess für Rozette Kats, mit dem Schatten der Vergangenheit leben zu lernen, der ihr vor allem durch ein vielfältiges Engagement in der Erinnerungsarbeit auf beeindruckende Weise gelungen ist.


Eine Veranstaltung mit Unterstützung der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" im Rahmen der Ausstellung "Warum schreibst du mir nicht" vom 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019 in der Volkshochschule Bielefeld.

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- Dienstag, 18. Dezember 2018 um 18.00 Uhr -


Offenes Antifa-Treffen Bielefeld


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Die "Alternative für Deutschland" (AfD) in den Parlamenten, "Pegida" auf den Straßen und Rechtsrock-Großevents. Der braune Mob fühlt sich sicher und die rechte Mobilmachung wirkt: Ausgrenzung und Gewalt gegen alle, die nicht in das rechte Weltbild passen, sowie ein autoritärer Staat, der sich gegen jeglichen linken Protest wendet, sind die Folgen.

Anstatt den Ausgegrenzten und Drangsalierten solidarisch Beiseite zu stehen, wird nach oben gebuckelt und nach unten getreten. Frauen wird das Recht auf Selbstbestimmung abgesprochen und Rechte sehnen sich traditionelle Geschlechterrollen zurück.

Auch in Bielefeld und Umgebung treffen wir auf sie. Rechte Burschenschafter und "Identitäre" organisieren einen rechten Kongress, die AfD führt Kundgebungen und Veranstaltungen durch. Neonazis und völkische Siedler treiben im Umland ihr Unwesen. Und mit der ZAB ("Zentrale Ausländerbehörde") gibt es in Bielefeld eine wesentliche Akteurin des deutschen Abschiebe-Regimes.

Uns macht das alles ziemlich wütend. Geht es dir auch so? Möchtest du Leute kennenlernen und dich mit ihnen organisieren? Dann komm zum Offenen Antifa-Treffen!

Das Offene Antifa-Treffen soll besonders eine Anlaufstelle für junge Menschen sein, die sich gegen den Rechtsruck organisieren wollen. Denn Neonazismus kann nur organisiert wirksam bekämpfen werden. Wir wollen hier gemeinsam Aktionen planen, Informationen und praktische Tipps austauschen. Das Offene Antifa-Treffen soll aber vor allem auch euer Treffen sein! Bringt deswegen gerne eigene Ideen und Wünsche und natürlich eure Freundinnen und Freunde mit.

Wir sehen uns beim offenen Antifa-Treffen!

Ab dem 19. Juni 2018 jeden dritten Dienstag im Monat um 18.00 Uhr im AJZ Bielefeld.

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- Samstag, 26. Januar 2019 von 14.00 bis 16.30 Uhr -


Jüdischer Friedhof in Lage vom 17. Jahrhundert bis heute: Begehung des Geländes mit Erläuterungen


Treffpunkt:

Jüdischer Friedhof
Flurstraße 9
32791 Lage


- Teilnehmende Männer werden gebeten, bei der Besichtigung eine Kopfbedeckung zu tragen.


Im Jahr 2012 / 2013 wurden durch Grabungsarbeiten zahlreiche Grabsteinfragmente mit hebräischen Inschriften freigelegt, restauriert und wieder zu vollständigen Grabsteinen zusammengesetzt. Zwischenzeitlich sind sowohl diese wieder ans Licht geholten sehr alten Grabsteine übersetzt, als auch die 98 Grabsteine des Friedhofteiles zur Flurstraße hin. Die dadurch möglichen Rekonstruktionen der Stammbäume der Familien, die in Lage gewohnt haben und hier beerdigt wurden, sind neuer Bestandteil des Vortrages.


Die Referentin, Dipl.-Ing. Margarete Wißmann von der Stabstelle Umwelt und Klimaschutz der Stadt Lage, kann dabei in die Geschichte des Friedhofs bis ins 17. Jahrhundert zurückblicken. Bei schlechtem Wetter findet nur eine kurze Besichtigung des Friedhofes statt. Der Vortrag würde dann an Hand einer Power-Point-Präsentation im Gemeindehaus der selbst. ev.-luth. Christusgemeinde in der Flurstraße 17 ausführlicher folgen.


Veranstaltung der Volkshochschule Lippe-West anlässlich des Holocaust-Gedenktages in Kooperation mit der Stadt Lage.

www.vhs-lw.de

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