www.hiergeblieben.de

Aktualisiert am Donnerstag, 13. Juni 2019 - Gegenwärtig 28 Termine , 16.06.2019 :

www.hiergeblieben.de: Veranstaltungskalender

_______________________________________________


Übersicht Veranstaltungen:


- Juni 2019 -

13.06.2019: Paderborn: Ausstellung: Synagogen in Deutschland - Eine virtuelle Rekonstruktion
13.06.2019: Herford: Vortrag von Rachel Spicker: Antifeminismus und Rechtspopulismus
13.06.2019: Wewelsburg: Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und England im 19. Jahrhundert

14.06.2019: Paderborn: Paderborn für eine offene Gesellschaft - Demonstration gegen AfD-Aufmarsch

16.06.2019: Petershagen: Filmvorführung und Gespräch mit der Holocaust-Überlebenden Erna de Vries

17.06.2019: Detmold: Wach bleiben! - Keine Abschiebungen aus Lippe nach Afghanistan!

18.06.2019: Enger: Friedhelm Schäffer: Der DSC Arminia während der Zeit des Nationalsozialismus

19.06.2019: Bielefeld: Filmvorführung: "Iuventa. Seenotrettung - Ein Akt der Menschlichkeit"

22.06.2019: Eschede: Gemeinsam gegen die Neonazi-Treffen in Eschede!

23.06.2019: Detmold: "Auf jüdischen Spuren" - Stadtrundgang mit Gudrun Mitschke-Buchholz
23.06.2019: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"

27.06.2019: Wewelsburg: Vortrag von Sandra Franz: "Strange people in a strange, enemy country"

29.06.2019: Paderborn: Abschiebehaft: Filme und Gespräche mit Betroffenen

30.06.2019: Detmold: Führung über den jüdischen Friedhof mit Volker Buchholz


- Juli 2019 -

09.07.2019: Detmold-Berlebeck: Vorträge: Völkische Landnahme und neonazistische Gewalt / HDJ

10.07.2019: Bielefeld: Gedenkveranstaltung am 77. Jahrestag der Auschwitz-Deportation, 10. Juli 1942

11.07.2019: Wewelsburg: Vortrag: 100 Jahre Novemberrevolution: Gedenken, Erinnern, Vergessen

21.07.2019: Wewelsburg: Eröffnung der LWL-Wanderausstellung "Briten in Westfalen"


- August 2019 -

03.08.2019: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

18.08.2019: Wewelsburg: Öffentliche Führung: Verschwörungstheorien rund um die Wewelsburg

26.08.2019: Hameln: Auf jüdischen Spuren - Ein Stadtrundgang mit Hans-Georg Spangenberger

31.08.2019: Büren: Großdemonstration: 100 Jahre Abschiebehaft für immer beenden!


- September 2019 -

07.09.2019: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

08.09.2019: Bad Nenndorf: 16. Kulturtag der Jüdischen Kultusgemeinde im Landkreis Schaumburg e.V.

14.09.2019: Wewelsburg: 11. Symposium: "Demokratie und Diktatur in Deutschland aus britischer Sicht"

19.09.2019: Wewelsburg: Deutsche Orchester, "Volksgemeinschaft", Verfolgung der Jüdinnen und Juden


- Oktober 2019 -

10.10.2019: Wewelsburg: Die britischen Nachrichtendienste im besetzten Deutschland (1945 - 1955)


- November 2019 -

02.11.2019: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

17.11.2019: Wewelsburg: Öffentliche Führung: Verschwörungstheorien rund um die Wewelsburg

28.11.2019: Wewelsburg: Vortrag: NS-Arbeitskräftepolitik im besetzten Europa und Geschlecht

_______________________________________________


- Donnerstag, 13. Juni 2019 von 10.00 bis 18.00 Uhr -


Ausstellung: Synagogen in Deutschland - Eine virtuelle Rekonstruktion


Veranstaltungsort:

Stadtmuseum Paderborn
Am Abdinghof 11
33098 Paderborn

www.paderborn.de/stadtmuseum


Ausstellungsdauer: Vom 30. März bis 30. Juni 2019, dienstags bis sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr.


Das Projekt: virtuelle Rekonstruktion zerstörter Synagogen

An der Technischen Universität Darmstadt werden seit 1995 Synagogen, die 1938 von den Nationalsozialisten zerstört worden sind, am Computer rekonstruiert. Mit den Rekonstruktionen, die unter der Leitung von Dr.-Ing. Marc Grellert erfolgen, soll der kulturelle Verlust aufgezeigt werden. Gleichzeitig gilt es, die bauhistorische Bedeutung der Bauwerke in Erinnerung zu rufen, die Teil deutscher Städte und Straßenbilder waren, Teil der deutschen Kultur. Das Projekt geht der Frage nach, wie mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien neue Formen des kulturellen Gedächtnisses gebildet werden können. Über 60 Studierende der Technischen Universität Darmstadt haben bisher an den Rekonstruktionen gearbeitet und durch ihren Einsatz das Projekt zum Erfolg getragen.

Die Zerstörung der Paderborner Synagoge

1882 weihte die Jüdische Gemeinde mit Beteiligung der Öffentlichkeit eine neue Synagoge mitten in der historischen Altstadt ein. Ein sichtbares Zeugnis der Integration in die Stadtgesellschaft. Sie war bis zur Pogromnacht das Zentrum der circa 300 Personen starken Jüdischen Gemeinde. In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in Deutschland mehr als 1.000 Synagogen zerstört, Häuser geplündert und Menschen in Konzentrationslager verschleppt.

So auch in Paderborn, wo sich eine Menschenmenge versammelte und zusah, wie SS-Männer die Synagoge in Brand setzten. Die anwesende Feuerwehr verhinderte lediglich das Übergreifen des Feuers auf die Nachbarhäuser. Wenige Wochen später wurde die ausgebrannte Ruine abgebrochen. Heute erinnert ein Mahnmal an das Geschehen und die ermordeten Paderborner Jüdinnen und Juden.

Die Rekonstruktion der Paderborner Synagoge

Einige wenige Postkarten sowie Fotos der Zerstörung zeigen die Paderborner Synagoge. Baupläne oder detaillierte Zeichnungen sind nicht mehr erhalten. Der Innenraum ist nur durch Fotos dokumentiert, die das Feuer der Pogromnacht zeigen.

Dennoch ist es dem Team von Architectura Virtualis, Kooperationspartner der Technischen Universität Darmstadt mit Unterstützung des Stadt- und Kreisarchivs Paderborn gelungen, grundlegende Informationen für die Rekonstruktion zu sammeln. Hierbei spielten auch die Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen eine Rolle, zum Beispiel für die Farbgebung der Außenfassade. Der Innenraum konnte in seiner farbigen Ausgestaltung nicht mehr ermittelt werden, so dass hier eine monochrome Fassung gewählt wurde.

Die Ausstellung

Im Zentrum der Ausstellung stehen 17 rekonstruierte Synagogen aus ganz Deutschland. Hinzu kommt ganz aktuell die Paderborner Synagoge, die für das Stadtmuseum rekonstruiert wurde und erstmals als 3 D-Architekturmodell gezeigt wird. Eingeleitet wird die Ausstellung durch einen Bereich "Wahrnehmung", der die zunehmende Ausgrenzung der deutschen Jüdinnen und Juden 1933 bis 1938 darstellt. Anschließend kommt der Bereich "Eskalation".

Fotos von in der Reichspogromnacht zerstörten Synagogen sowie die über 1.000 Namen der Städte sind dort zu sehen.

Nach einer kurzen Information über die Geschichte jüdischer Sakralbauten betreten die Besuchenden den Hauptbereich "Rekonstruktion". Die Besuchenden können hier in einer simulierten Arbeitsatmosphäre die Arbeitsschritte und Ergebnisse der Rekonstruktion erfahren.

Die Ausstellung wurde vom Institut für Auslandsbeziehungen realisiert und von der Kulturstiftung der Deutschen Bank finanziell gefördert. Ein Begleitband dokumentiert die Ausstellung.

Museumspädagogik

Zur Ausstellung werden Programme für Schulklassen der Sekundarstufe I und II angeboten mit den Schwerpunkten "Paderborn in der NS-Zeit" beziehungsweise "Synagoge und Jüdische Gemeinde in Paderborn". Die Programme können um einen Stadtrundgang erweitert werden.

Kontakt:

Carolin Ferres
Telefon: (05251) 881695
E-Mail: c.ferres@paderborn.de

_______________________________________________


- Donnerstag, 13. Juni 2019 um 18.00 Uhr -


Vortrag von Rachel Spicker: Antifeminismus und Rechtspopulismus


Veranstaltungsort:

Haus unter den Linden
Unter den Linden 12
32052 Herford

www.herford.de/B%25C3%25BCrgerzentrum-HudL


Neben rassistischen, antisemitischen und völkischen Positionen rücken Familien- und Geschlechterpolitiken vermehrt ins Zentrum rechtsextremer und rechtspopulistischer Mobilisierungen. Die rechten Akteurinnen, Akteure bekämpfen Gleichstellungspolitik und Feminismus, greifen Frauen- und Geschlechterforschung ebenso an, wie die Gleichberechtigung von LSBT*I* (kurz für: Lesbische, Schwule, Bisexuelle, Trans-, Inter-Personen).

Diese Themenfelder bilden eine zentrale Klammer zwischen Akteurinnen, Akteure aus dem Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und der Neuen Rechten. Und sie finden Anschluss in der Gesamtgesellschaft. Frauen erscheinen dabei präsenter und sichtbarer als je zuvor.

Gemeinsam wollen wir uns mit Geschlechterbildern, familien- und geschlechterpolitischen Positionen sowie den aktuellen Rollen und Strategien von Frauen befassen. Außerdem gehen wir der Frage nach, wie
eine feministische Positionierung und mögliche Gegenstrategien aussehen können.


Rachel Spicker arbeitet bei der Fachstelle Gender und Rechtsextremismus der Amadeu Antonio Stiftung.


Eine Veranstaltung in Kooperation der Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford und der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Herford im Rahmen der zweiten "Aktionswochen gegen Rassismus im Kreis Herford" vom 23. Mai bis zum 11. Juli 2019, organisiert von der Fachstelle "NRWeltoffen" im Kreis Herford.


www.gegenrechts.info

www.gegenrechts.info/aktionswochen.html

_______________________________________________


- Donnerstag, 13. Juni 2019 um 19.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Vortrag von Prof. Dr. David Blackbourn: "Aufeinander angewiesen wie Mann und Weib" - Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und England im 19. Jahrhundert


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
Burgsaal
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


"Diese beiden Nationen sind auf einander angewiesen wie Mann und Weib." So schrieb 1883 der evangelische Pastor Otto Funcke aus Bremen. David Blackbourn beleuchtet in seinem Vortrag die Kulturbeziehungen und den kulturellen Austausch zwischen Großbritannien und Deutschland während des "langen 19. Jahrhunderts" (1789 bis 1914). Von Literatur, Musik und Philosophie bis hin zu Sport und Architektur reicht die Spannweite der angesprochenen Aspekte. Was waren die Quellen für die wechselseitige Faszination und wo stieß sie an ihre Grenzen?


David Blackbourn ist Mitglied der British Academy und einer der führenden internationalen Experten für die deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts.


Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Britische Blicke auf Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert".

_______________________________________________


- Freitag, 14. Juni 2019 um 17.30 Uhr -


Paderborn für eine offene Gesellschaft - Demonstration gegen AfD-Aufmarsch


Aktuelle Informationen: www.facebook.com/paderbornerbuendnisgegenrechts/


Auftaktkundgebung:

Rathausplatz
33098 Paderborn


Hintergrundinformation:

Für den 14. Juni 2019 bewirbt der völkisch-nationalistische "Kreisverband Paderborn" der "Alternative für Deutschland" um 18.00 Uhr eine Kundgebung mit Alexander Gauland, Thomas Röckemann, Christian Blex, Jens Kestner und Corinna Miazga vor der Herz-Jesu Kirche am Westerntor in Paderborn.


Paderborner Bündnis gegen Rechts: Aufruf: Paderborn für eine offene Gesellschaft

Am Freitag, den 14. Juni 2019 um 18.00 Uhr will die AfD mit Frontmann Gauland in Paderborn den öffentlichen Raum einnehmen. Wir als Bündnis treten ein für eine offene und solidarische Gesellschaft. In der Menschenrechte, die individuellen Freiheiten und andere Grundsätze geschützt werden.

Dies ist mit der AfD, die ein ganz anderes - autoritäres und ausgrenzendes - Gesellschaftsmodell anstrebt, nicht zu vereinbaren. Deshalb wollen wir der rechten Propaganda nicht unwidersprochen Raum geben und am 14. Juni um 17.30 Uhr auf dem Rathausplatz gegen die AfD und ihr Fans demonstrieren.

Wir haben ein breites Spektrum an Themen, welches wir dieser Hetze entgegensetzen können: Umweltschutz, Feminismus und Antirassismus. Wir sind breit aufgestellt.

Und wir bleiben dabei: Nationalismus ist keine Alternative! Die befreite Gesellschaft schon!


Veranstalterinnen: Paderborner Bündnis gegen Rechts und Paderborner Bündnis für Demokratie und Toleranz.


www.buendnisdemokratietoleranz.wordpress.com

_______________________________________________


- Sonntag, 16. Juni 2019 um 15.00 Uhr -


Filmvorführung und Gespräch mit der Holocaust-Überlebenden Erna de Vries


Veranstaltungsort:

Altes Amtsgericht
Mindener Straße 16
32469 Petershagen


Filmvorführung: "Erna de Vries: Ich wollte noch einmal die Sonne sehen" (Projekts Zeitlupe e.V., Deutschland 2007, 40 Minuten)


Mit Erna de Vries im anschließenden Gespräch

Erna de Vries wurde 1923 in Kaiserslautern geboren. Als ihre Mutter 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert wurde, wollte die damals 19-jährige Erna ihre Mutter auf keinen Fall allein lassen und begleitete sie - freiwillig - dorthin. Ihre Mutter wurde in Auschwitz ermordet. Erna wurde in das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück verlegt und am 27. April 1945 von dort aus mit allen weiblichen KZ-Häftlingen auf einen Todesmarsch geschickt. Sie überlebte ihn nur unter Aufbietung letzter Kraftreserven.

Nach der Heirat mit Josef de Vries, der ebenfalls mehrere Konzentrationslager überlebt hatte, zog sie mit ihm in dessen emsländischen Heimatort Lathen.

"Du wirst überleben und erzählen, was man mit uns gemacht hat", hatte ihr die Mutter auf der Lagerstraße in Auschwitz noch zugerufen. Diesem Vermächtnis folgend berichtet Erna de Vries seit 1998, unter anderen in Schulen, über ihr Schicksal.

Am 12. Februar 2016 sagte Erna de Vries vor dem Landgericht Detmold als Zeugin im Prozess gegen den ehemaligen SS-Unterscharführer Reinhold Hanning aus, der als Wachmann in Auschwitz arbeitete.


Eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen e.V.


www.synagoge-petershagen.de

www.facebook.com/synagoge.petershagen

_______________________________________________


- Montag, 17. Juni 2019 von 20.00 bis 21.30 Uhr -


Wach bleiben! - Keine Abschiebungen aus Lippe nach Afghanistan!


- Informationen unter: www.wachbleiben.info


Veranstaltungsort:

Versöhnungskirche
Martin-Luther-Straße 39
32756 Detmold


In regelmäßigen Abständen werden aus Afghanistan Anschläge und Attentate bekannt. Sie treffen hauptsächlich die Zivilbevölkerung und machen dieses Land zu einem der gefährlichsten Aufenthaltsorte der Welt. Trotzdem ist ein weiterer Abschiebeflug für Dienstag, den 18. Juni 2019, geplant.

Wie immer am Vorabend einer Abschiebung, wird aus diesem Anlass zu einer Mahnwache eingeladen. Die Besucherinnen und Besucher teilen in Friedensgebet und anschließendem Beisammensein die Sorge um die von der Abschiebung bedrohten oder betroffenen Menschen.


Zu der Mahnwache laden neben der der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Detmold-West, das Ökumenische Forum Flüchtlinge in Lippe, die Lippische Landeskirche, der Afghanische Kulturverein Lippe e.V., die Flüchtlingshilfe Lippe e.V. und die Initiative Fluchtpunkt ein.

Aktuelle Informationen werden unter www.wachbleiben.info zur Verfügung gestellt. Hier kann sich auch in eine Mailingliste für weitere Termine eintragen werden.

_______________________________________________


- Dienstag, 18. Juni 2019 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Friedhelm Schäffer: "Vergessen, vergessen - der Lederball rollte weiter" - Der DSC Arminia während der Zeit des Nationalsozialismus


Veranstaltungsort:

Sportpark Enger
Freizeitweg 3
32130 Enger

www.sportpark-enger.de


Das Aufarbeiten und Reflektieren der NS-Vergangenheit in Sportvereinen wurde lange Zeit vernachlässigt. Mittlerweile bildet die Problematik ein aktuelles Thema für Vereine, deren Museen, Fanclubs und Fanprojekte.

Über den DSC Arminia Bielefeld lassen sich insbesondere wegen der Figur des ehemaligen Vereinsführers Karl Demberg einige Facetten aus der Geschichte des Vereins in der Zeit von 1933 bis 1945 darstellen. Ein interessanter Aspekt bildet der Umgang mit ausgeschlossenen jüdischen Vereinsmitgliedern und die Reflexion der Vereinsgeschichte während der Nachkriegszeit und in der Gegenwart.


Friedhelm Schäffer ist Mitarbeiter der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945 und dort zuständig für die Ausstellung "Fußball im Nationalsozialismus. Mehr als nur ein Spiel".


Eine Veranstaltung in Kooperation der Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford und Kreissportbund Herford e.V. im Rahmen der zweiten "Aktionswochen gegen Rassismus im Kreis Herford" vom 23. Mai bis zum 11. Juli 2019, organisiert von der Fachstelle "NRWeltoffen" im Kreis Herford.


www.gegenrechts.info

www.gegenrechts.info/aktionswochen.html

www.ksb-herford.de

_______________________________________________


- Mittwoch, 19. Juni 2019 um 18.30 -


Filmvorführung: "Iuventa. Seenotrettung - Ein Akt der Menschlichkeit" (Deutschland 2017, Regie: Michele Cinque, 92 Minuten) in Anwesenheit von "Jugend Rettet e.V."


- www.iuventa-film.de
- www.jugendrettet.org/de


Veranstaltungsort:

Universität Bielefeld
Universitätsstraße 25
Hörsaal 2
33615 Bielefeld

www.uni-bielefeld.de


Wir möchten mit unserer Veranstaltung auf die unhaltbare Situation im Mittelmeer aufmerksam machen. Die behördliche Beschlagnahmung der zivilen Seenotrettungsschiffe, die strafrechtliche Verfolgung und systematische Kriminalisierung ihrer Crew-Mitglieder sowie eine europäische Außenpolitik, die auf Abschottung statt auf Rettung setzt, tragen dazu bei, dass das Mittelmeer zu einer der tödlichsten Außengrenzen der Welt geworden ist.

Der Film

Eine Gruppe junger engagierter Menschen gründet im Herbst 2015 in Berlin die Initiative "Jugend Rettet e.V.". Über eine Crowdfunding-Kampagne kaufen sie einen umgebauten Fischkutter und taufen ihn auf den Namen "Iuventa". Im darauffolgenden Jahr startet ihr Schiff zu seiner ersten Mission und schließt sich den Schiffen verschiedener Nichtregierungsorganisation (NGO), der italienischen Küstenwache sowie der Marine an.

Nach fast zwei Jahren Einsatz und circa 14.000 auf hoher See geretteter Menschen wurde im August 2017 das Schiff plötzlich beschlagnahmt und von den italienischen Behörden in Lampedusa festgesetzt. Seitdem kursiert unter anderen der Vorwurf der Kooperation mit Schlepperbanden. Eine Anklage ist jedoch bis heute nicht erfolgt.

Die bewegende Geschichte wurde von Regisseur Michele Cinque festgehalten. Über ein Jahr lang verfolgt der Film das Leben der jungen Protagonistinnen und Protagonisten, fängt die gesamte Spanne der Mission ein, beginnend mit dem Moment, in dem sie in See stechen und ihr unglaubliches Vorhaben wahr wird, bis zu dem Punkt, an dem dieser mit der politischen Realität kollidiert.


Im Anschluss an die Filmvorstellung laden wir zum gemeinsamen Gespräch und Nachfragen mit "Jugend Rettet e.V." ein.


Veranstalterinnen: amnesty international - Hochschulgruppe Bielefeld und Seebrücke Bielefeld:

www.facebook.com/seebrueckeBi/

_______________________________________________


- Samstag, 22. Juni 2019 ab 13.00 Uhr -


Gemeinsam gegen die Neonazi-Treffen in Eschede!


Informationen unter: www.netzwerk-südheide.de


- Auftaktkundgebung um 13.00 Uhr:

Nördlich des Bahnhofs
Hermannsburger Straße 1
29348 Eschede


- Kundgebung um 15.45 Uhr mit Redebeiträgen, Musik, Mitmach-Aktionen, Kaffee, Kuchen:

Kreuzung
Am Dornbusch /
Zum Finkenberg
29348 Eschede


Klar und deutlich gegen Neonazis!

Die NPD, deren Jugendorganisation, die JN, sowie die "Düütschen Deerns" feiern am 22. Juni 2019 auf dem Hof des NPD-Mannes Joachim Nahtz in Eschede das "Fest der Volksmusik" als Teil ihres so genannten "Brauchtumsfests", der Sonnwendfeier. Es soll sich um eine Privatveranstaltung des NPD-Landesverbandes Niedersachsen handeln.

Was sich nach harmlosen Schunkeln anhört ist Teil der völkischen und nationalen Politik der NPD. Volksmusik und völkische Musik in ihrer Funktion scheinbar allgemein erwünschte Tugenden, wie beispielsweise "Heimatliebe" oder reaktionäre Geschlechterrollen, zu etablieren und zu festigen, ist nicht eine Frage schlechten Geschmacks, Volksmusik wirkt harmlos hat aber immer etwas Nationalistisches und etwas Ausgrenzendes.

Und das passt hervorragend in das Programm der Leute, die sich bei Nahtz seit Jahren treffen. Die Sonnenwendfeier ist kein reines "Brauchtumsfest", sie ist ein Neonazi-Treffen, das sich folkloristisch gibt. Diese völkisch-germanischen Feste sind Ideologie bildend und identitätsstiftend. Das Treffen auf Hof Nahtz ist für die Neonazi-Szene ein Koordinierungstreffen, bei dem Kontakte gepflegt und geknüpft werden, Aktionen vorbereitet werden aber auch beim Feuer mit entsprechenden Reden das Neonazi-Lebensgefühl ausgelebt wird. Auch dieses Jahr wird wieder ein Kinderprogramm angeboten, was die Befürchtung aufkommen lässt, dass Kinder und Jugendliche in diese rechte Lebenswelt eingebunden werden, dass sie indoktriniert werden.

Dies alles passiert auf dem Hof Nahtz nun seit weit über 20 Jahren.

Wir müssen weiter wachsam bleiben und immer wieder auf die Treffen in Eschede und deren Bedeutung hinweisen. Wegschauen hilft nicht: da wo Neonazis ungestört sind und ihre Ruhe haben, machen sie sich breit.

Diese Ruhe wollen wir ihnen nehmen. Darum laden wir euch ein am 22. Juni 2019 nach Eschede zu kommen, um mit uns gemeinsam gegen dieses erneute Neonazi-Treffen zu demonstrieren.

Schluss mit den Neonazi-Treffen!


Eine gemeinsame Veranstaltung der im "Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus" organisierten Gruppen.

_______________________________________________


- Sonntag, 23. Juni 2019 um 15.00 Uhr -


"Auf jüdischen Spuren" - Stadtrundgang durch Detmold mit Gudrun Mitschke-Buchholz


Treffpunkt:

Rathaus
Marktplatz 5
32756 Detmold


Im Mittelpunkt dieser Führung stehen Stätten der religiösen Kultur, Orte der öffentlichen Erinnerung an das jüdische Leben in Detmold und ehemalige jüdische Wohn- und Geschäftshäuser. Gezeigt werden auch die jüdische Volksschule, einige der so genannten Judenhäuser, sowie Orte der NS-Institutionen, die in Detmold für die Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.


Am 4. Dezember 2017 wurde das - "Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold" - der Historikerin Gudrun Mitschke-Buchholz aus Detmold, als digitale Fassung freigeschaltet:

www.gedenkbuch-detmold.de


2008 veröffentlichte Gudrun Mitschke-Buchholz zudem den Band "Auf jüdischen Spuren - Zwei Stadtrundgänge durch Detmold", 2013 das Buch "Lebenslängliche Reise: Briefe der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold".


Gudrun Mitschke-Buchholz: "Lebenslängliche Reise: Briefe der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold 1939 - 1946", Verlag für Regionalgeschichte, Gütersloh, 18. November 2013 (Panu Derech - Bereitet den Weg. Schriften der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V., Band 28.) ISBN: 9783895349287.


Der Rundgang wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. angeboten:

www.gfcjz-lippe.de

_______________________________________________


- Sonntag, 23. Juni 2019 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

_______________________________________________


- Donnerstag, 27. Juni 2019 um 19.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Vortrag von Sandra Franz: "Strange people in a strange, enemy country": Das britische Deutschlandbild 1945 - 1953


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
Burgsaal
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Die britisch-deutschen Beziehungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren einerseits geprägt durch die Erfahrungen von zwei Weltkriegen und den daraus resultierenden Feindbildern, andererseits durch die Realität einer zunehmenden gegenseitigen Abhängigkeit nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Bisher hat sich die Forschung vorrangig auf Militärgeschichte, politische Strategien und die Pläne für den Wideraufbau Deutschlands fokussiert. Diese Ansätze vernachlässigen den Blickwinkel der Personen im Zentrum der Besatzungszone: Britische Soldaten, die tagtäglich mit Deutschen konfrontiert waren. Der Hauptfokus des Vortrages liegt dabei auf dem vermittelte Deutschlandbild durch die britische Regierung und das Militär im Kontrast zu den Reaktionen der Soldaten, basierend unter anderen auf den Unterlagen des Civil Affairs Staff Colleges, des Control Commission Colleges, Artikeln der "British Zone Review" und Egodokumenten britischer Soldaten.

Der transnationale Ansatz des Forschungsprojektes stellt dar, vergleicht und kontrastiert zwei Nationen in ihrem Versuch, sich nach den gewalttätigen Erfahrungen des Krieges neu zu definieren. Großbritanniens Verbindung zu und Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten von Amerika führte zu Reibungen zwischen globalen Zielen im Hinblick auf den Kalten Krieg und Großbritanniens eigener Agenda und Identität. Ein zusätzlicher Reibungspunkt waren die Erfahrungen der Soldaten von zuvor germanophilen Familien. Sie waren nun konfrontiert mit Bildern und Eindrücken, die im krassen Gegensatz zu ihren familiären Narrativen standen. In diesem Spannungsfeld zwischen alten und neuen politischen Interessen auf der einen Seite und einem Feindbild auf der anderen Seite - was war der Standpunkt der Soldaten?

Welche Probleme waren dringender aus ihrem Blickwinkel: die Erfahrung mit dem vorherigen "Dritten Reich" oder die Zukunft, in der Verbündete benötigt wurden? Wie berichteten Soldaten über ihre Erfahrungen in der Besatzungszone? Welches Level von Mitschuld wurde der deutschen Bevölkerung grundsätzlich zugesprochen? Gab es unter den Soldaten ein Gefühl der Benachteiligung angesichts der sich bessernden Lage im besetzten Deutschland, während sie gleichzeitig über wirtschaftliche- und Versorgungsprobleme in ihrem Heimatland lasen?


Sandra Franz ist Leiterin der NS-Dokumentationsstelle Villa Merländer in Krefeld - www.villamerlaender.de - und promoviert an der Universität Düsseldorf zum Thema ihres Vortrags.


Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Britische Blicke auf Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert".

_______________________________________________


- Samstag, 29. Juni 2019 von 14.00 bis 16.30 Uhr -


Abschiebehaft: Filme und Gespräche mit Betroffenen


Veranstaltungsort:

Kulturwerkstatt
Bahnhofstraße 64
33102 Paderborn


Im Film des Medienprojekts Wuppertal "Warum werde ich eigentlich abgeschoben?" (2009, 105 Minuten) werden vier Häftlinge aus dem Abschiebegefängnis in Büren vorgestellt, die Deutschland verlassen sollen und deshalb eingesperrt worden sind. Sie erzählen vom Alltag im Gefängnis und wie sie dorthin gekommen sind. Aktive von "Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V." berichten über die aktuelle Situation.

Im direkten Gespräch mit Betroffenen geht es ebenfalls um Abschiebehaft und um einen Perspektivwechsel: Wie erfahren eigentlich Geflüchtete die Situation in Deutschland, die Einschränkungen durch ständig verschärfte Gesetze und im Extremfall die Inhaftierung und Abschiebung? Wie kann praktische Solidarität und Protest organisiert werden?

Der zweite Filmbeitrag des Medienprojektes Wuppertal "Nur geduldet" (2009, 105 Minuten) beschreibt die Geschichte eines in Deutschland aufgewachsenen Jugendlichen, der mit 18 Jahren seine Duldung verliert. Die Situation in Marokko steht im Mittelpunkt des Films.


Veranstalterin: Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V. in Kooperation mit amnesty international - Gruppe Paderborn und afrique-europe-interact (Transnationales Netzwerk zwischen Afrika und Europa für Bewegungsfreiheit und gerechte Entwicklung).


www.gegenabschiebehaft.de

www.facebook.com/Hilfe-f%C3%BCr-Menschen-in-Abschiebehaft-eV-1437428186488593/

_______________________________________________


- Sonntag, 30. Juni 2019 um 11.00 Uhr -


Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold mit Volker Buchholz


Treffpunkt:

Eingang des Friedhofes
Spitzenkamptwete 33
32756 Detmold


- Die männlichen Teilnehmenden denken bitte an eine Kopfbedeckung.


Die Jüdische Gemeinde Detmold besaß vor dem Lemgoer Tor einen Friedhof, der schon 1724 zu klein geworden war und 1726 mit der Erlaubnis des lippischen Grafen vergrößert wurde, indem ein Stück Land dazu gekauft wurde.

1883 wurde dann der Friedhof an der Spitzenkamptwete angelegt. Dieses 1.447 Quadratmeter große Areal mit altem Baubestand und einer Einfriedigung mit Eisentoren dokumentiert als Ruhestätte der jüdischen Detmolder Mitbürgerinnen und Mitbürger die Existenz einer großen Jüdischen Gemeinde in der Stadt.

Der Friedhof ist das letzte bauliche Zeugnis der Jüdischen Gemeinde, deren 1907 erbaute Synagoge am 9. November 1938 zerstört wurde. 162 Jüdinnen und Juden aus Detmold wurden während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft umgebracht

Die dicht nebeneinander angeordneten Grabstätten bezeugen mit ihren typischen Grabmonumenten das anspruchsvolle kulturelle Niveau dieser Detmolder Bürgerinnen und Bürger. Darüber hinaus ist dieser jüdische Friedhof geeignet, eine Vorstellung von Bestattungen nach israelitischem Ritus zu vermitteln.


Die Führung wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. angeboten:

www.gfcjz-lippe.de

_______________________________________________


- Dienstag, 9. Juli 2019 um 19.00 Uhr -


Vorträge: Völkische Landnahme und neonazistische Gewalt - "Heimattreue Deutsche Jugend"


Veranstaltungsort:

Haus des Gastes Berlebeck
"Papiermühle"
Paderborner Straße 165
32760 Detmold

www.papiermuehle-berlebeck.de


Im ersten Teil der Veranstaltung wird die Journalistin Andrea Röpke aus ihrem neuen Buch "Völkische Landnahme: Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos" vortragen. Im zweiten Teil liefert der Autor Jan Raabe Einblicke in die regionale Szene und ihre Aktivitäten.

Ende Mai 2019 erschien das Buch "Völkische Landnahme: Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos" der Fachjournalistin Andrea Röpke und des Fachjournalisten Andreas Speit. Diese arbeiten in ihrem Werk die Bedeutung der "nationalen Graswurzelarbeit" völkischer Großfamilien für die extreme Rechte in Deutschland heraus. Sie analysieren die überkommenen Geschlechterbilder, die autoritären Erziehungsmuster und die gegen die Demokratie gerichteten Positionen in der extremen Rechten. Die Akteurinnen und Akteure dieses Milieus sind seit Generationen in der neonazistischen Szene aktiv und widmen sich der Hintergrundarbeit: Der "Weltanschauungsschulung", der Kindererziehung und der Kulturarbeit. Im Schatten des positiv besetzen Begriffs "Ökologie" breiten sich diese Strukturen von der Öffentlichkeit wenig beachtet aus. Dabei bilden sie das ideologische und organisatorische Rückgrat der organisierten Szene zwischen NPD und militantem Neonazismus.

"Heimattreue Deutsche Jugend"

2009 wurde die "Heimattreue Deutsche Jugend" (HDJ) in der ideologischen Nachfolge der Hitler-Jugend verboten. Die Aktivistinnen und Aktivisten erzogen nicht nur Kinder im Sinne des Nationalsozialismus, sondern waren auch in Waffenhandel und andere Straftaten verwickelt. Die Einheit "Hermannsland" der HDJ in Lippe war eine der aktivsten Gruppen in ganz Deutschland. Dieser Personenkreis macht auch nach dem Verbot weiter. Ohne Namen aber mit ungebremster Aktivität.

Fast jedes Wochenende finden Treffen mit den Kindern der ostwestfälischen Neonazi-Szene statt. Als Organisation im Hintergrund dient dabei die "Artgemeinschaft", eine neofaschistische / germanophile Religionsgemeinschaft.


Das Buch:

Andrea Röpke, Andreas Speit:
"Völkische Landnahme: Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos"
Ch. Links Verlag
ISBN: 978-3-86153-086-5
2018 Seiten
18,00 Euro


Ausschlussklausel:

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.


Eine Veranstaltung von "Argumente und Kultur gegen rechts e.V." und "Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold".


www.argumente-und-kultur.org

www.mobile-beratung-owl.de

_______________________________________________


- Mittwoch, 10. Juli 2019 um 18.00 Uhr -


Gedenkveranstaltung am 77. Jahrestag der Auschwitz-Deportation vom 10. Juli 1942


Veranstaltungsort:

Mahnmal zur Erinnerung an die Deportation
der ostwestfälischen Jüdinnen und Juden
Am Bahnhof 1b
33602 Bielefeld


Wir erinnern an die einzige Bielefelder Deportation, die niemand überlebte, und lesen die Namen der Deportierten dieses Transportes sowie Postkarten, die von den Deportierten im Sammellager und im Deportationszug geschrieben wurden. Jede(r) ist herzlich eingeladen, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen, spontan eine Seite vorzulesen oder einfach zuzuhören.


Erstmals erinnern am Mahnmal vor dem Hauptbahnhof die Jüdische Kultusgemeinde, christliche Gruppen, säkulare Verbände und der muslimische Verein KIgA Bielefeld gemeinsam an die Ermordeten der Shoa.


Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld K.d.ö.R.
Initiative Mahnmal - Friedensgruppe der Evangelischen Altstädter Nicolaigemeinde
Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld
Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld
Evangelischer Kirchenkreis Bielefeld
KIgA Bielefeld - Initiative gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit


Schirmherrschaft: Der Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld.


Die Gedenkveranstaltung wird circa eine Stunde dauern.

_______________________________________________


- Donnerstag, 11. Juli 2019 um 19.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Vortrag von Dr. Mark Jones: 100 Jahre Novemberrevolution: Gedenken, Erinnern, Vergessen


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
Burgsaal
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Was bleibt in der Erinnerung und wie? In seinem Vortrag betrachtet Mark Jones die Geschichte der Deutschen Revolution von 1918 / 1919 und das Gedenken daran 100 Jahre später. Er behandelt in seinem Vortrag die Beziehungen zwischen der Geschichte, dem Erinnern und der politischen Situation von heute und fragt nach den Lehren die aus der Weimarer Republik für gegenwärtige Herausforderungen zu ziehen sein könnten.


Dr. Mark Jones ist Assistant Professor am University College Dublin und Autor von "Am Anfang war Gewalt: Die deutsche Revolution 1918 / 19 und der Beginn der Weimarer Republik" (2016, Bundeszentrale für politische Bildung 2017).


Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Britische Blicke auf Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert".

_______________________________________________


- Sonntag, 21. Juli 2019 um 11.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Eröffnung der LWL-Wanderausstellung "Briten in Westfalen"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
Burgsaal
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Ausstellungsdauer: Bis Sonntag, 8. September 2019.


Befreier, Besatzer, Verbündete, Freunde und was noch? Über siebzig Jahre lebten britische Militärangehörige und Deutsche in Westfalen nebeneinander und miteinander. Die Ausstellung fragt danach, wie Militärfamilien in Westfalen lebten, wo sich Briten und Deutsche begegneten und was sie voneinander dachten.

Etwa 200 Menschen - Briten und Deutsche - haben durch Wissen, Erinnerungen, Objekte und Fotos dazu beigetragen, ein facettenreiches Bild der deutsch-britischen Geschichte in Westfalen zu zeichnen.

Nicht zuletzt fragt die Ausstellung danach, was von der gemeinsamen Zeit in Westfalen bleibt und welche Erinnerungen und Andenken mit nach Großbritannien gehen. Was ist wichtig und was darf nicht vergessen werden?


Begleitprogramm

Veranstaltungsreihe "Britische Blicke auf Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert" im Burgsaal der Wewelsburg vom 13. Juni bis zum 28. November 2019:

Donnerstag, 13. Juni 2019 um 19.00 Uhr:
Vortrag von Prof. Dr. David Blackbourn: "Aufeinander angewiesen wie Mann und Weib" - Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und England im 19. Jahrhundert

Donnerstag, 27. Juni 2019 um 19.00 Uhr:
Vortrag von Sandra Franz: "Strange people in a strange, enemy country": Das britische Deutschlandbild 1945 - 1953

Donnerstag, 11. Juli 2019 um 19.00 Uhr:
Vortrag von Dr. Mark Jones: 100 Jahre Novemberrevolution: Gedenken, Erinnern, Vergessen

Samstag, 14. September 2019 von 14.00 bis 18.00 Uhr:
11. Wissenschaftliches Symposium: "Demokratie und Diktatur in Deutschland aus britischer Sicht"

Donnerstag, 19. September 2019 um 19.00 Uhr:
Vortrag von Prof. Dr. Neil Gregor: Deutsche Orchester, die "Volksgemeinschaft" und die Verfolgung der Jüdinnen und Juden 1933 - 1945

Donnerstag, 10. Oktober 2019 um 19.00 Uhr:
Vortrag von Dr. Paul Maddrell: Die britischen Nachrichtendienste im besetzten Deutschland (1945 - 1955), ihre deutschen Quellen und ihr sowjetisches Ziel

Donnerstag, 28.11.2019 um 19.00 Uhr:
Vortrag von Prof. Dr. Elizabeth Harvey: Nationalsozialistische Arbeitskräftepolitik im besetzten Europa und Geschlecht: Ein Forschungsfeld

_______________________________________________


- Samstag, 3. August 2019 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

_______________________________________________


- Sonntag, 18. August 2019 um 11.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung: Verschwörungstheorien rund um die Wewelsburg


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Das Renaissance-Schloss Wewelsburg im gleichnamigen Dorf bei Büren ist heute für viele Besucher und Besucherinnen ein geheimnisvoller Schauplatz, ein energetisch aufgeladener Ort oder eine vermeintliche Kultstätte der SS. Doch die Wewelsburg war in der NS-Zeit kein mystischer Ort, sondern Teil des verbrecherischen SS-Herrschaftssystems. Seit den 1950er Jahren ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien und Mythen rund um das Schloss und seinen Nordturm.

In dieser Führung werden die Mythen und Verschwörungsgeschichten, die mit der Geschichte der SS in Wewelsburg verbunden sind und bis heute nachwirken, durchleuchtet.

_______________________________________________


- Montag, 26. August 2019 um 16.00 Uhr -


Auf jüdischen Spuren - Ein Stadtrundgang mit Hans-Georg Spangenberger


Treffpunkt:

Haspelmathturm / Ecke Kastanienwall
31785 Hameln


Voranmeldung: Jüdische Gemeinde Hameln e.V. - www.JGHReform.org

_______________________________________________


- Samstag, 31. August 2019 um 11.00 Uhr -


Großdemonstration: 100 Jahre Abschiebehaft für immer beenden!


Aktuelle Informationen unter:


www.100-jahre-abschiebehaft.de

www.facebook.com/100JahreAbschiebehaft/

www.twitter.com/100JahreAHaft


Veranstaltungsorte:


11.00 Uhr:

Vor der
Abschiebehaftanstalt Büren
Am Stöckerbusch 1
33142 Büren

Shuttlebusse nach Büren ab Hauptbahnhof Paderborn: shuttle@100-jahre-abschiebehaft.de

15.00 Uhr:

Vor dem
Hauptbahnhof Paderborn
Bahnhofstraße 29
33102. Paderborn


Aufruf: 100 Jahre Abschiebehaft für immer beenden!

Seit 100 Jahren …

werden Ausländerinnen, Ausländer inhaftiert - nicht wegen einer Straftat sondern nur, um den Behörden ihre Abschiebung zu erleichtern

Seit 25 Jahren …

ist in Büren der größte Abschiebeknast Deutschlands, in dem außerdem über die Hälfte der Gefangenen unrechtmäßig inhaftiert ist

Vor 20 Jahren …

starb Rashid Sbaai unter nicht endgültig geklärten aber in jedem Fall skandalösen Umständen in Büren!

Das ist Unrecht - das ist Rassismus!

Diese Menschenverachtung darf nicht länger fortbestehen!

Abschiebehaft abschaffen!

Von der Weimarer Republik bis in die Gegenwart

Die zermürbende Praxis der Abschiebehaft stellt eine grausame Tradition in Deutschland dar: Bereits vor 100 Jahren wurden vor allem Jüdinnen und Juden, die hier vor Pogromen in Osteuropa Schutz suchten, willkürlich eingesperrt - mit dem Ziel, sie aus dem Land zu vertreiben.

Mit der von Heinrich Himmler verfassten "Ausländerpolizeiverordnung" wurde die Abschiebehaft 1938 massiv ausgeweitet.

Dieses NS-Gesetz wurde 1951 von der BRD wörtlich übernommen und erst 1965 überarbeitet. Die Gesetzgebung wurde als Reaktion auf die rassistischen Pogrome Anfang der 1990er Jahren weiter verschärft und erneut massiv zur Anwendung gebracht. Gemeinsam mit der Aushebelung des Grundrechts auf Asyl durch den "Asylkompromiss" wurde 1993 die Einrichtung der Abschiebehaft in Büren beschlossen.

Die grundrechtsverletzende Praxis heute

Allein der Verdacht, sich möglicherweise einer Abschiebung zu entziehen, reicht aus, um einen Menschen für bis zu anderthalb Jahre einzusperren. Haft - der massivste Eingriff in die Freiheit des Einzelnen - wird damit von einer Maßnahme gegen verurteilte Straftäterinnen, Straftäter zu einem simplen Verwaltungsakt gegen Unschuldige. Folglich ist Abschiebehaft heute ein gängiges Instrument der Ausländerbehörden und wird routinemäßig angewandt, um den Behörden eine gemütliche Abschiebung zu ermöglichen. Das ungeheure Elend der Betroffenen wird dabei mitleidlos in Kauf genommen.

Anwältinnen, Anwälte, die sich regelmäßig mit Abschiebehaft beschäftigen, stellten fest, dass über die Hälfte der Menschen in Abschiebehaft unrechtmäßig inhaftiert waren.

Betroffenen wird häufig der Zugang zu einem Rechtsbeistand erschwert oder gar verwehrt. Unabhängige Beschwerdestellen oder übergeordnete Kontrollinstanzen existieren nicht. Auch die medizinische Versorgung und psychologische Betreuung wird auf das Nötigste beschränkt. Isolierhaft und Fesselungen sind an der Tagesordnung.

In Büren führte diese Praxis unlängst im Sommer 2018 erneut zum Suizid eines Gefangenen

Kein Ende in Sicht

Statt sich von einer Praxis mit so einer Geschichte zu verabschieden, soll sie sogar noch ausgeweitet werden:

25 Jahre nach Eröffnung der Haftanstalt in Büren möchte Nordrhein-Westfalen die Haftbedingungen weiter verschärfen. Bereits jetzt werden die Aufschlusszeiten massiv eingeschränkt und Hilfsorganisationen der Zugang zu den Gefangenen erschwert. Es gibt Kollektivstrafen und Zwangsmaßnahmen, um den Sicherheitskräften ihre Arbeit auf Kosten der Menschenrechte zu erleichtern.

Auch andere Bundesländer planen Verschärfungen der Haftbedingungen.

Deutschlandweit werden neue Abschiebehaftanstalten geplant. Allein in Passau soll ein neues "Super"-Gefängnis mit über 200 Haftplätzen entstehen.

Die praktischen Konsequenzen der Abschiebehaft:

Rechtswidrige Inhaftierungen, Menschenrechtsverletzungen ohne Aufarbeitung, Brüche von gesetzlich festgelegten Regelungen, Repressionsmaßnahmen ohne Kontrollinstanzen, Isolierhaft und Fesselungen, Trennung von Familien und Zerstörung von Existenzen.

Es wird daher höchste Zeit, sich von dieser tief ins "Dritte Reich" verankerten Gesetzgebung und rassistischen Praxis endgültig zu verabschieden.

Daher verlangen wir:

Keine Sondergesetze, keine unkontrollierte behördliche Praxis mehr!

Abschaffung der Abschiebehaft!

Sofortige Schließung aller Abschiebeknäste!


Unterstützerinnen des Aufrufes bitte im Newsletter eintragen:

www.100-jahre-abschiebehaft.de/de/?page_id=1443

_______________________________________________


- Samstag, 7. September 2019 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

_______________________________________________


- Sonntag, 8. September 2019 um 14.30 Uhr -


16. Kulturtag der Jüdischen Kultusgemeinde im Landkreis Schaumburg e.V.


Veranstaltungsort:

Wandelhalle
Hauptstraße 4
31542 Bad Nenndorf


Informationen unter: www.bad-nenndorf-ist-bunt.com

_______________________________________________


- Samstag, 14. September 2019 von 14.00 bis 18.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: 11. Wissenschaftliches Symposium: "Demokratie und Diktatur in Deutschland aus britischer Sicht"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
Burgsaal
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten, Telefon: (02955) 7622-0 oder info@wewelsburg.de.


Wie haben britische Frauen die Jahre der ersten Demokratie und der beginnenden Diktatur in Deutschland erlebt? Welche Berührungspunkte gab zwischen nationalsozialistischem und britischem Elitenachwuchs in den 1930er Jahren? Wie stellt sich der Umgang der Deutschen mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit seit 1945 aus britischer Sicht dar?

Beim diesjährigen Symposium richten vier britische Historikerinnen ihren Blick auf zumeist bislang wenig beachtete Aspekte des deutsch-britischen Beziehungsgeflechts von der Weimarer Republik bis heute.


Alle Vorträge sind in deutscher Sprache.


Dr. Helen Boak (University of Hertfordshire): British Women’s Views on Germany, 1918 - 1939

Helen Boaks Vortrag beschäftigt sich mit den Eindrücken und Erfahrungen britischer Frauen, die zwischen 1918 und 1939 Deutschland besuchten oder hier lebten. Einige waren mit deutschen Männern verheiratet. Andere kamen als Angehörige der britischen Besatzungssoldaten nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ins Land, manche arbeiteten als Journalistinnen oder sie nutzten als Touristinnen die günstigen Wechselkurse der 1920er Jahre. An Hand ihrer Tagebücher, Briefe, Artikel und Memoiren stellt Boak britische Frauen vor, die sich für den Alltag der Deutschen während der alliierten Besetzung des Rheinlandes interessierten, oder die erfahren wollten, wie es sich in Berlin lebt, der Heimat der "Neuen Frau", berühmt für seine Modernität, Experimentierfreude und Dekadenz. Nicht zuletzt wollten Britinnen mit eigenen Augen sehen und erleben, welche politischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten sich ihren deutschen Geschlechtsgenossinnen durch die Novemberrevolution 1918 und die Weimarer Verfassung vom August 1919 eröffnet hatten.

Am Ende stellt sich die Referentin die Frage, wie britische Frauen bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs den Einfluss wahrnahmen, den die nationalsozialistische Diktatur auf das Leben der deutschen Frauen nahm.


Prof. Dr. Helen Roche (Durham University): "Zwischen Freundschaft und Feindschaft": Exchange programmes between the Nationalpolitische Erziehungsanstalten and British public schools during the 1930s

Zwischen 1934 und 1939 fanden eine Reihe von Schüleraustauschen zwischen zwei sich als elitär verstehenden Schulformen in Deutschland und Großbritannien statt: den nationalsozialistischen Nationalpolitischen Erziehungsanstalten (Napola) auf der einen Seite und den privat finanzierten Public Schools auf der anderen.

Unter Verwendung von zeitgenössischen Quellen und den Augenzeugenberichten ehemaliger beteiligter Schüler analysiert Helen Roche, wie sich die wechselseitigen Sichtweisen der deutschen und britischen Jungen aufeinander in diesem Zeitraum entwickelten. An Hand dieser Detailstudie möchte sie die britisch-deutschen Beziehungen vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs beleuchten. Auch werden die ideologischen Hintergründe des Austauschprogramms erläutert.


Dr. Caroline Pearce (Institut für Zeitgeschichte, München - Berlin): Die Auseinandersetzung mit der "dunklen Vergangenheit" des Nationalsozialismus in Touristenzielen in Deutschland

Mit dem Begriff des "dark tourism" sind Reiseziele verbunden, deren Anziehungskraft auf Besucherinnen und Besucher auf eine scheinbar geheimnisvolle, meist gewalttätige oder verbrecherische Vergangenheit des Ortes zurückzuführen ist.

Dieser Vortrag befasst sich mit der Entwicklung und den Herausforderungen des "dark tourism" in touristischen Zielen in Ostdeutschland, die mit der Geschichte der nationalsozialistischen Verbrechen verbunden sind:

Die Festung Sonnenstein oberhalb von Pirna in Sachsen war während des Zweiten Weltkriegs eine der Tötungsanstalten im Rahmen der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde. In dem nationalsozialistischen "Musterdorf" Alt-Rehse (Mecklenburg-Vorpommern) befand sich die "Führerschule der Deutschen Ärzteschaft", wo Ärzte, Hebammen und weitere Gesundheitsfunktionäre in Themen wie Rassenhygiene "weltanschaulich" geschult wurden.


Prof. Dr. Mary Fulbrook (University College London): Die NS-Vergangenheit in Ost und West: Juristische Aufarbeitung, Erinnerungslandschaften und intergenerationelle Auswirkungen

Dieser Vortrag stellt folgende Thesen vor:

Unter ehemaligen Tätern, Mittätern, Mitläufern und Mitwissern fand in den ersten Nachkriegsjahren eine breitere Aufarbeitung der NS-Vergangenheit statt, als üblicherweise dargestellt wird. In den Nachkriegsjahrzehnten wurden aber die meisten ehemaligen NS-Anhänger zu guten Demokraten im Westen und DDR-Bürgern im Osten. Und im Laufe der Zeit wurde der Begriff dessen, was es heißt, ein "Täter" zu sein, immer enger definiert. Für Opfer und Überlebende von NS-Verfolgung war aber das Schaffen eines neuen Lebens viel schwieriger.

Ab Ende der 1970er Jahre aber rückte die Auffassung vom "Holocaust" - welcher nun als solcher explizit konzipiert wurde - infolge des wachsenden öffentlichen Interesses an den Vernichtungslagern und der Vernichtung im Osten in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Und just zu diesem Zeitpunkt wurde es vielerseits einfacher, für ehemalige Täter und Mitläufer die eigene Mitschuld oder Verstrickung herunterzuspielen. Immerhin: das Gefühl einer belasteten Vergangenheit plagte manche Mitglieder jüngerer Generationen, die selber nicht an NS-Gewalt beteiligt gewesen waren. Gequält von Gewissensbissen standen sie hinter immer neuen Versuchen, Opfergeschichten zu sammeln, Gedenksteine zu setzen, eine erweiterte Erinnerungslandschaft zu gestalten. Nach der Vereinigung ist Deutschland zum Weltmeister des sichtbaren Gedenkens an die Opfer geworden. Aber die Täter und Mittäter bleiben immer noch etwas im Schatten.

In den ersten und zweiten Generationen war die NS-Vergangenheit auf verschiedenen Weisen unvermeidlich; in der dritten Generation war man schon emotionell etwas ferner davon, konnte sich also etwas leichter an die NS-Vergangenheit annähern und Fragen stellen ohne sich selbst irgendwie in Gefahr zu stellen. Aber mit der vierten oder fünften Generation werden andere Herangehensweisen nötig sein, wenn die NS-Vergangenheit noch irgendwie nah bleiben soll.


Ein Symposium in Kooperation mit dem Förderverein Kreismuseum Wewelsburg e.V. im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Britische Blicke auf Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert" zur Sonderausstellung "Briten in Westfalen".

_______________________________________________


- Donnerstag, 19. September 2019 um 19.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Vortrag von Prof. Dr. Neil Gregor: Deutsche Orchester, die "Volksgemeinschaft" und die Verfolgung der Jüdinnen und Juden 1933 - 1945


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
Burgsaal
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Der Vortrag beleuchtet, auf welche Weise sich während der nationalsozialistischen Diktatur Antisemitismus im deutschen Konzert-Leben manifestierte. An Hand vieler Beispiele von prestigeträchtigen städtischen Institutionen wie den Münchner Philharmonikern bis hin zu kleinen Provinztheater-Orchestern zeigt Neil Gregor auf, wie auch das Erlebnis eines Symphoniekonzerts von der rassistischen Agenda der Nationalsozialisten infiziert wurde.


Neil Gregor ist Professor für Moderne Europäische Geschichte an der Universität von Southampton. Er ist Autor zahlreicher Publikationen zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert, unter anderen: Daimler-Benz in the Third Reich (1998; deutsch: Stern und Hakenkreuz. Daimler-Benz im Dritten Reich, Berlin 1997); Haunted City: Nuremberg and the Nazi Past (2008). Der Titel seines neuesten Buches lautet: Dreams of Germany. Musical Imaginaries from the Concert Hall to the Dance Floor, Co-Herausgeber: Thomas Irvine (2019).


Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Britische Blicke auf Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert".

_______________________________________________


- Donnerstag, 10. Oktober 2019 um 19.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Vortrag von Dr. Paul Maddrell: Die britischen Nachrichtendienste im besetzten Deutschland (1945 - 1955), ihre deutschen Quellen und ihr sowjetisches Ziel


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
Burgsaal
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Nach der Niederlage des deutschen Reiches im Mai 1945 wurde die Sowjetunion zur größten Gefahr für Großbritannien. Eine noch größere militärische Macht als Hitler-Deutschland entstand nur 500 Kilometer entfernt von der britischen Küste. Jedoch hat die Zeit als Besatzungsmacht in Deutschlands von 1945 bis 1955 den britischen Nachrichtendiensten ein wertvolles Mittel gegeben, mehr über die Sowjetunion zu erfahren und dadurch ihr Land auf die neue Herausforderung vorzubereiten - deutsche Informanten und Quellen.

In dem Vortrag wird erklärt, wie die britischen Nachrichtendienste die Möglichkeit ergriffen haben, sowjetische Ziele mittels deutscher Quellen zu unterwandern und wie die so gewonnenen Informationen Großbritannien bei diesem Vorhaben geholfen haben.


Paul Maddrell ist Dozent für neuere deutsche Geschichte an der Universität-Loughborough, Großbritannien. Seine bekanntesten Bücher sind: "Spying on Science: Western Intelligence in Divided Germany, 1945 - 1961" (2006) sowie (als Herausgeber) "The Image of the Enemy: Intelligence Analysis of Adversaries since 1945" (2015) und "Spy Chiefs" (2018).


Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Britische Blicke auf Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert".

_______________________________________________


- Samstag, 2. November 2019 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

_______________________________________________


- Sonntag, 17. November 2019 um 11.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung: Verschwörungstheorien rund um die Wewelsburg


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Das Renaissance-Schloss Wewelsburg im gleichnamigen Dorf bei Büren ist heute für viele Besucher und Besucherinnen ein geheimnisvoller Schauplatz, ein energetisch aufgeladener Ort oder eine vermeintliche Kultstätte der SS. Doch die Wewelsburg war in der NS-Zeit kein mystischer Ort, sondern Teil des verbrecherischen SS-Herrschaftssystems. Seit den 1950er Jahren ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien und Mythen rund um das Schloss und seinen Nordturm.

In dieser Führung werden die Mythen und Verschwörungsgeschichten, die mit der Geschichte der SS in Wewelsburg verbunden sind und bis heute nachwirken, durchleuchtet.

_______________________________________________


- Donnerstag, 28.11.2019 um 19.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Vortrag von Prof. Dr. Elizabeth Harvey: Nationalsozialistische Arbeitskräftepolitik im besetzten Europa und Geschlecht: Ein Forschungsfeld


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
Burgsaal
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


In der Literatur zum "Einsatz" ausländischer Arbeitskräfte und zur Frauenarbeit in der deutschen Kriegswirtschaft stehen die Gründe für die besonders starke Rekrutierung von weiblichen Arbeitskräften aus Osteuropa oder die unterschiedliche Heranziehung von Männern und Frauen für die Arbeit vor Ort in den besetzten Ländern selten im Vordergrund. Waren nichtdeutsche Frauen verschiedener Nationalität - ob Jüdinnen oder Nichtjüdinnen - eine Ressource erster Wahl oder ein "letzter Rest", den es zu mobilisieren galt? Inwieweit galten sie - im Vergleich zu deutschen Frauen und nichtdeutschen Männern - als flexible Manövriermasse innerhalb der ständig wiederholten Auskämmungen und Umsetzungen von Arbeitskräften in der deutschen Kriegswirtschaft? Hatten die Arbeitgeber und die Arbeitsverwaltung Vorstellungen von geschlechtsspezifischen Beschränkungen, die auch für ausländische Arbeiterinnen galten, oder wurden Geschlechtsunterschiede in Bezug auf Frauen "niedrigstehender Rassen" einfach nivelliert?


Elizabeth Harvey ist Professorin für Geschichte an der University of Nottingham und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Instituts für Zeitgeschichte Berlin - München. Außerdem war sie Mitglied der Unabhängigen Historikerkommission zur Aufarbeitung der Geschichte des Reichsarbeitsministeriums 1933 bis 1945. Zu ihren Publikationen zählt unter anderen ""Der Osten braucht dich!" Frauen und nationalsozialistische Germanisierungspolitik" (2010).


Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Britische Blicke auf Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert".

_______________________________________________


zurück