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Aktualisiert am Dienstag, 15. Oktober 2019 - Gegenwärtig 4 Termine , 24.11.2019 :

www.hiergeblieben.de: Veranstaltungskalender

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Übersicht Veranstaltungen:


- Oktober 2019 -

28.10.2019: Bielefeld: Koordinationstreffen von "Bielefeld stellt sich quer - Bündnis gegen Rechts"


- November 2019 -

02.11.2019: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

17.11.2019: Wewelsburg: Öffentliche Führung: Verschwörungstheorien rund um die Wewelsburg

28.11.2019: Wewelsburg: Vortrag: NS-Arbeitskräftepolitik im besetzten Europa und Geschlecht

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- Montag, 28. Oktober 2019 um 19.30 Uhr -


Koordinationstreffen von "Bielefeld stellt sich quer - Bündnis gegen Rechts"


Veranstaltungsort:

Haus der Kirche
Markgrafenstraße 7
33602 Bielefeld


Folgende (vorläufige) Tagesordnung schlagen wir vor:


Demonstration "Freiheit für Ursula Haverbeck!" am 9. November 2019 in Bielefeld

Aktuelle Informationen und Termine


Aktuelle Informationen unter: www.bielefeldstelltsichquer.wordpress.com

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- Samstag, 2. November 2019 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

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- Sonntag, 17. November 2019 um 11.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung: Verschwörungstheorien rund um die Wewelsburg


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Das Renaissance-Schloss Wewelsburg im gleichnamigen Dorf bei Büren ist heute für viele Besucher und Besucherinnen ein geheimnisvoller Schauplatz, ein energetisch aufgeladener Ort oder eine vermeintliche Kultstätte der SS. Doch die Wewelsburg war in der NS-Zeit kein mystischer Ort, sondern Teil des verbrecherischen SS-Herrschaftssystems. Seit den 1950er Jahren ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien und Mythen rund um das Schloss und seinen Nordturm.

In dieser Führung werden die Mythen und Verschwörungsgeschichten, die mit der Geschichte der SS in Wewelsburg verbunden sind und bis heute nachwirken, durchleuchtet.

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- Donnerstag, 28.11.2019 um 19.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Vortrag von Prof. Dr. Elizabeth Harvey: Nationalsozialistische Arbeitskräftepolitik im besetzten Europa und Geschlecht: Ein Forschungsfeld


Veranstaltungsort:

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
Burgsaal
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


In der Literatur zum "Einsatz" ausländischer Arbeitskräfte und zur Frauenarbeit in der deutschen Kriegswirtschaft stehen die Gründe für die besonders starke Rekrutierung von weiblichen Arbeitskräften aus Osteuropa oder die unterschiedliche Heranziehung von Männern und Frauen für die Arbeit vor Ort in den besetzten Ländern selten im Vordergrund. Waren nichtdeutsche Frauen verschiedener Nationalität - ob Jüdinnen oder Nichtjüdinnen - eine Ressource erster Wahl oder ein "letzter Rest", den es zu mobilisieren galt? Inwieweit galten sie - im Vergleich zu deutschen Frauen und nichtdeutschen Männern - als flexible Manövriermasse innerhalb der ständig wiederholten Auskämmungen und Umsetzungen von Arbeitskräften in der deutschen Kriegswirtschaft? Hatten die Arbeitgeber und die Arbeitsverwaltung Vorstellungen von geschlechtsspezifischen Beschränkungen, die auch für ausländische Arbeiterinnen galten, oder wurden Geschlechtsunterschiede in Bezug auf Frauen "niedrigstehender Rassen" einfach nivelliert?


Elizabeth Harvey ist Professorin für Geschichte an der University of Nottingham und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Instituts für Zeitgeschichte Berlin - München. Außerdem war sie Mitglied der Unabhängigen Historikerkommission zur Aufarbeitung der Geschichte des Reichsarbeitsministeriums 1933 bis 1945. Zu ihren Publikationen zählt unter anderen ""Der Osten braucht dich!" Frauen und nationalsozialistische Germanisierungspolitik" (2010).


Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Britische Blicke auf Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert".

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