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Aktualisiert am Sonntag, 15. Dezember 2019 - Gegenwärtig 4 Termine , 19.12.2019 :

www.hiergeblieben.de: Veranstaltungskalender

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Übersicht Veranstaltungen:


Dezember 2019:

17.12.2019: Detmold: Vortrag: Unbegleitete minderjährige Geflüchtete in der Türkei

21.12.2019: Eschede: Mahnwache gegen neonazistische Winter-Sonnwendfeier

22.12.2019: Büren: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"

Januar 2020:

23.01.2020: Detmold: Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland vor der Zeit der Industrialisierung

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- Dienstag, 17. Dezember 2019 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Begüm Bilgiler (Istanbul): Unbegleitete minderjährige Geflüchtete in der Türkei - Unterbringung, Familienzusammenführung, Perspektiven


Veranstaltungsort:

Flüchtlingshilfe Lippe e.V.
Lemgoer Straße 2
32756 Detmold

www.fluechtlingshilfe-lippe.de


Begüm Bilgiler hat für verschiedene Flüchtlingsunterstützungsorganisationen, wie MSF, Mercy Corps und Refugee Rights Turkey, gearbeitet. Hierdurch hat sie sich spezialisiert auf unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und den Flüchtlingskinderschutz in der Türkei.

In ihrem Vortrag wird sie Informationen über minderjährige unbegleitete Flüchtlinge in der Türkei geben. Weiterhin wird sie berichten über die Funktionen von Familienzusammenführung, Relocation und den Resettlement Prozess in der EU- und Drittstaaten. Darüber hinaus wird sie auf die generelle Situation für Flüchtlinge eingehen und den damit verbundenen Entwicklungen in der Türkei.

Im Anschluss wird es die Möglichkeit zur Diskussion geben.

Der Vortrag findet in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung statt. Sollten weitere Sprachen benötigt sein, bitte eine E-Mail an umf.beratung@fluechtlingshilfe-lippe.de.


Eine Veranstaltung im Rahmen des Projektes "BeStärkt - Beratung und Stärkung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und ihrem Umfeld" gefördert durch Aktion Mensch.

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- Samstag, 21. Dezember 2019 um 14.00 Uhr -


Mahnwache gegen neonazistische Winter-Sonnwendfeier


- Aktuelle Informationen: www.netzwerk-südheide.de


Veranstaltungsort:

Kreuzung Am Dornbusch / Zum Finkenberg
29348 Eschede


Immer wieder finden auf dem Hof des NPD-Aktivisten Joachim Nahtz (Eschede) Neonazi-Treffen statt. Besonders die "Sonnwendfeiern" und das "Erntefest" haben schon eine lange Tradition. Die Neonazis bezeichnen diese Feste als "Brauchtumsfeiern". Ihr eigentliches Ziel ist es aber, auf diesen Zusammenkünften der norddeutschen Neonazi-Szene Kontakte zu pflegen, Termine abzusprechen und neue Aktionen vorzubereiten. Somit sind diese "Sonnenwendfeiern" alles anderes als harmlos. Deshalb protestieren wir auch vehement gegen diese Treffen.

Wegzuschauen wäre das völlig falsche Signal. Dort, wo Neonazis ungestört handeln können, machen sie sich breit. Ihre Szene verfestigt sich und sie nutzen die Gelegenheit, besonders junge Leute in ihre Kreise zu ziehen.


Zu der Mahnwache rufen die im Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus organisierten Gruppen auf.

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- Sonntag, 22. Dezember 2019 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Donnerstag, 23. Januar 2020 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Margarete Wißmann: Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland vor der Zeit der Industrialisierung


Veranstaltungsort:

Haus Münsterberg
Hornsche Straße 38
32756 Detmold


Zwischen Vertreibung, Duldung und dem Privileg der Niederlassung

Die Beschäftigung mit dem Judentum in Deutschland besteht gesellschaftlich meist in der Aufarbeitung der jüngeren Geschichte - sprich der Zeit des Nationalsozialismus. So dringend notwendig dies auch ist, so überschatten die Gräueltaten des letzten Jahrhunderts den Blick in die ältere Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland. Gehen wir in der Geschichte weiter zurück so stellen wir fest, dass die Menschen jüdischen Glaubens einer ständig wandelnden Akzeptanz ausgesetzt waren. Die Jüdinnen und Juden lebten lange Zeit weitgehend unbehelligt inmitten der christlichen Mehrheitsgesellschaft und hatten eine wichtige Funktion für die Entwicklung der Städte und des Wirtschaftslebens. Trotzdem begannen Verfolgungen, die religiöse, soziale und wirtschaftliche Motive als Ursache hatten. Begriffe wie "Schutzjude", "Kammerknecht", "Hofjude", "Geleitbrief", "Judenordnung" finden in diesem Zusammenhang Verwendung.

Es ist Ziel des Vortrages diese Termini verständlich zu erläutern und die damit verbundene gesellschaftliche Stellung der jüdischen Bevölkerung in Abhängigkeit der jeweiligen Herrscher an Hand von ausgewählten Beispielen zu verdeutlichen.


Margarete Wißmann ist Verwaltungsangestellte bei der Stadt Lage. Seit längerem beschäftigt sie sich mit jüdischer Kultur und jüdischem Leben. So machte sie vor circa zehn Jahren den jüdischen Friedhof an der Flurstraße in Lage der Öffentlichkeit wieder bekannter. Sie veranlasste beispielsweise, dass vergrabene jüdische Grabsteine gehoben und wieder aufgestellt wurden. Auch die Übersetzung der hebräischen Inschriften aller 140 Grabsteine in Lage wurde von ihr initiiert.


Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.

www.gfcjz-lippe.de

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