www.hiergeblieben.de

Aktualisiert am Freitag, 16. November 2018 - Gegenwärtig 54 Termine , 04.12.2018 :

www.hiergeblieben.de: Veranstaltungskalender

_______________________________________________


Übersicht Veranstaltungen:


- November 2018 -

16.11.2018: Bielefeld: Ausstellung: "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht"
16.11.2018: Borchen: Vortrag von Martin Kolek, Delbrück: Katastrophe Mittelmeer
16.11.2018: Bielefeld: Antifa-Weekend OWL - 1. Tag

17.11.2018: Bielefeld: Ausstellung: "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht"
17.11.2018: Bielefeld: Antifa-Weekend OWL - 2. Tag
17.11.2018: Herford: Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma
17.11.2018: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS

18.11.2018: Herford: Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma
18.11.2018: Bielefeld:Lesung: Jenny und Ruth - Zwei jüdische Autorinnen aus Ostwestfalen-Lippe
18.11.2018: Bielefeld: Lesung mit Rabbinerin Natalia Verzhbovska u.a.: "Nicht nur eine Begegnung"

19.11.2018: Bielefeld: Koordinationstreffen von "Bielefeld stellt sich quer - Bündnis gegen Rechts"

20.11.2018: Bielefeld: Offenes Antifa-Treffen Bielefeld

21.11.2018: Paderborn: Konzert mit Ira Givol und Nare Karoyan: Zwischen den Welten

22.11.2018: Bünde: Vortrag und Buchvorstellung mit Jutta Ditfurth: "Haltung und Widerstand"
22.11.2018: Bielefeld: Treffen von Seebrücke Bielefeld - Für sichere Häfen und solidarische Städte

23.11.2018: Detmold: "Ama la Vita": Lesung und Konzert mit Esther Bejarano und Microphone Mafia

24.11.2018: Porta Westfalica: Rundgang zu den Außenlagern des KZ Neuengamme
24.11.2018: Herford: Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma
24.11.2018: Bielefeld: Konzert mit Esther Bejarano und Microphone Mafia: "La Vita Continua"

25.11.2018: Herford: Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma
25.11.2018: Schloß Holte-Stukenbrock: Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne
25.11.2018: Wewelsburg: Öffentliche Themenführung: Fußball im Nationalsozialismus

27.11.2018: Wewelsburg: Eröffnung der Ausstellung "Justiz und Nationalsozialismus"
27.11.2018: Detmold: Ausstellungseröffnung: "Grenzen des Vergessens"
27.11.2018: Bielefeld: Joachim Käppner: 1918 - Aufstand für die Freiheit: Die Revolution der Besonnenen

28.11.2018: Detmold: Lernen über die Shoah durch Auseinandersetzung mit individuellem Täterhandeln
28.11.2018: Bielefeld: Lesung: "Wie ein Stachel in mir" - Irena Wielgat: Erinnerungen, Lieder, Fotos

29.11.2018: Bielefeld: Treffen von Seebrücke Bielefeld - Für sichere Häfen und solidarische Städte


- Dezember 2018 -

01.12.2018: Herford: Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma

02.12.2018: Herford: Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma
02.12.2018: Bielefeld: Anti-Rassismus-Training

03.12.2018: Bad Driburg: Film "Wir sind Juden aus Breslau" in Anwesenheit der Regisseurin Karin Kaper

04.12.2018: Bad Driburg: Film "Wir sind Juden aus Breslau" in Anwesenheit der Regisseurin Karin Kaper

05.12.2018: Porta Westfalica: Vortrag: Ulrike Jensen: Die spezifische Situation weiblicher KZ-Häftlinge

08.12.2018: Porta Westfalica: Rundgang zu den Außenlagern des KZ Neuengamme
08.12.2018: Herford: Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma

09.12.2018: Bielefeld: Gespräch mit der Holocaust Überlebenden Rozette Kats (Amsterdam)
09.12.2018: Herford: Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma
09.12.2018: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS

12.12.2018: Bielefeld: Verena Schneider: "Leidbilder: Sex-Zwangsarbeit in Erinnerung und Forschung"

13.12.2018: Detmold: Lesung aus den Werken: Ruth Michaelis-Jena, Detmold, Jenny Aloni, Paderborn

15.12.2018: Herford: Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma

16.12.2018: Herford: Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma

18.12.2018: Bielefeld: Offenes Antifa-Treffen Bielefeld

22.12.2018: Porta Westfalica: Rundgang zu den Außenlagern des KZ Neuengamme

23.12.2018: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS


- Januar 2019 -

10.01.2019: Bielefeld: Lesung: "Germaine Tillion, ein Leben im Widerstand"

11.01.2019: Bielefeld: Film: "Ein Lebender geht vorbei" (Claude Lanzmann, 1997, 65 Minuten)

17.01.2019: Bielefeld: "Lebensspuren ... " - Daniel Hoffmann im Gespräch mit Raphaela Kula

20.01.2019: Bielefeld: Rundgang auf den Spuren der Bielefelder Deportationen von 1941 bis 1945

22.01.2019: Bielefeld: Vortrag und Diskussion mit Klaus Gietinger: Eine Leiche im Landwehrkanal

26.01.2019: Lage: Jüdischer Friedhof vom 17. Jahrhundert bis heute: Begehung mit Erläuterungen

27.01.2019: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Ausstellung "Justiz und Nationalsozialismus"


- Februar 2019 -

24.02.2019: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Ausstellung "Justiz und Nationalsozialismus"

_______________________________________________


- Freitag, 16. November 2018 von 10.00 bis 18.00 Uhr -


Ausstellung: "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht"


- Wanderausstellung basierend auf Post aus Lagern des Nationalsozialismus


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Kleiner Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Ausstellungsdauer: 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019; täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, zu den Veranstaltungsterminen und nach Vereinbarung. Ausstellungsführungen auch für Schulklassen nach Vereinbarung. Kontakt über die Volkshochschule Bielefeld, Gerd Kurbjuhn (0521) 513490 oder r.kula@t-online.de.


Die niederländisch-deutsche Wanderausstellung "Waarom schrijf je me niet" / "Warum schreibst du mir nicht" handelt vom Leben von fünf Menschen vor und während des Zweiten Weltkriegs: Wanda Verduin, Jules Schelvis, Nico Peeters, Wolfgang Maas und Thea Windmüller - eine jüdische Jugendliche, ein jüdischer junger Mann, ein Widerstandskämpfer, ein Flüchtling aus Deutschland und seine Freundin.

Wir folgen ihnen durch Deutschland, die Niederlande, die Lager und Ghettos in Polen bis zu ihrem Tod oder der Befreiung. Die Ausstellung verdeutlicht, wie ihnen ihre Privatsphäre und ihre Identität genommen wurde, dass sie keine Ahnung hatten, was sie erwarten würde und keine Chance hatten, ihrem Schicksal zu entkommen.

Die Lebensgeschichten der Hauptpersonen werden in kurzen Filmen durch vier Erzähler aufgezeigt. Sie gehen dabei auch darauf ein, welche Bedeutung die Geschichten für uns heute haben. Am Ende der Ausstellung steht die Beantwortung aktueller Fragen über Freiheit, Kommunikation, Meinungsfreiheit, Privatsphäre damals und Privatsphäre heute im Internet, Widerstand, Flüchtlinge. Das sind keine einfachen Fragen, und es gibt keine vorgefertigten Antworten.

Das deutsch-niederländische Konzept zu dieser Ausstellung wurde von der Lotty Veffer Foundation in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Untertauchermuseum Markt 12 in Aalten und dem Zentrum für Niederlande-Studien in Münster realisiert und durch Unterstützung von Interreg, der Provinz Gelderland, dem vfonds und der Mondriaan-Stiftung ermöglicht.

- Weitere Informationen unter: www.pudv.nl/?lang=de


Sie riskieren ihr Leben für mich

Einer der Erzähler ist der deutsche Schauspieler Rauand Taleb. Als fünfjähriger Junge flüchtete er mit seiner Familie nach Deutschland. Er erzählt über den jungen Wolfgang Maas, einem jüdischen Jungen, der als 16-Jähriger 1936 von Gelsenkirchen aus in die Niederlande flüchtet, und zwar nach Winterswijk, direkt hinter der Grenze. Einige Jahre später verliebt er sich in ein jüdisches Mädchen, Thea Windmüller. Was als eine schöne, romantische Geschichte beginnt, endet schrecklich. Gemeinsam erleben sie die Verfolgung der Jüdinnen und Juden in den Niederlanden, die sie letztendlich zwingt, unter zu tauchen.

Thea schreibt 1943 in ihrem Tagebuch über die Widerstandsbewegung: "Wie gut sind diese Menschen, bei denen ich jetzt bin! Sie riskieren ihr Leben für mich. Welche Strafe erwartet die Menschen, die uns beherbergen? Die Todesstrafe? Die Kugel?"

Wir können uns kaum vorstellen, was zwischen 1933 und 1945 geschehen ist, wie so etwas geschehen konnte. Hätten wir unser eigenes Leben und das unserer Nächsten in die Waagschale geworfen? Was die Ausstellung erreichen möchte, ist, dass wir auf jeden Fall über die Entscheidungen nachdenken, die wir jetzt treffen, wenn es um Freiheit, Demokratie und Mitmenschlichkeit geht.


Veranstalterinnen:

Fritz Bornemeyer und Raphaela Kula in Kooperation mit der Volkshochschule Bielefeld, Arbeit und Leben Bielefeld e.V. - DGB / VHS, Atelier-Ostbahnhof, Buchladen Eulenspiegel, Buchladen Die Kronenklauer, Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld, DGB-Arbeitskreis "Zwangsarbeit in Bielefeld", "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." - Sektion Bielefeld, Digitalcourage e.V., Künstlerinnenforum Bielefeld-OWL e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V., Offkino Bielefeld, Projektgruppe Ravensbrück.


Dank für die Unterstützung an:

Deutsches Jugendherbergs-Werk - Landesverband Westfalen-Lippe e.V., Internationales Autonomes Feministische Referat für Frauen Lesben Transgender an der Universität Bielefeld, Gruppe "Lebenslaute", Trio Fain.

_______________________________________________


- Freitag, 16. November 2018 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Martin Kolek, Delbrück: Katastrophe Mittelmeer


Veranstaltungsort:

Mallinckrodthof
Mallinckrodtstraße 12
33178 Borchen


Martin Kolek aus Delbrück berichtet von seinem Einsatz auf der Sea-Watch, über die Situation von Helferinnen und Helfern, Geflüchteten und Geretteten - auf See und auf Land. Der Referent war selbst auf See im Einsatz und erzählt in seiner Dokumentation mit unveröffentlichten Aufnahmen von seinen Einsätzen in den internationalen Gewässern vor Libyen; für die gesamte Schiffsbesatzung war es eine Reise ans Limit. Er wird dazu auch sein Buch "Neuland" vorstellen, das die Lage auf dem Mittelmeer und die Notwendigkeit des verstärkten Engagements aus vielen Perspektiven beleuchtet.


Der Eintritt beträgt 5 Euro, die Einnahmen gehen an den Referenten für das Projekt "Neuland" und den Ausbau des Friedhofs für Ertrunkene in Armo bei Reggio Calabria


Eine Veranstaltung in Kooperation mit den Katholischen öffentlichen Büchereien und der Volkshochschule Borchen.

_______________________________________________


- Freitag, 16. November 2018 ab 20.00 Uhr -


Antifa-Weekend OWL: 16. / 17.11.2018


- www.antifaweekendowl.wordpress.com

- www.facebook.com/antifaweekendowl/


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Filmvorführung um 20.00 Uhr: "Im Inneren Kreis" (2017, 86 Minuten) - www.iminnerenkreis-doku.de

Iris P. führte enge Freundschaften und ging intime Beziehungen mit Menschen ein, die sie zugleich ausspionierte. Als Verdeckte Ermittlerin "Iris Schneider" forschte sie jahrelang die linke Szene und die "Rote Flora" in Hamburg aus. Nach ihrer medienwirksamen Enttarnung im Jahr 2014 flogen innerhalb von 18 Monaten zwei weitere Verdeckte Ermittlerinnen in Hamburg auf: Maria B. (Tarnname "Maria Block") und Astrid O. (alias Astrid Schütt). Auch sie arbeiteten mit ähnlichen Methoden wie Iris P. und waren viele Jahre undercover in der linken Szene unterwegs.

Und auch im idyllischen Heidelberg hat sich der Polizist Simon B. 2010 eigens an der Universität immatrikuliert, um linke Studierende auszuspähen, die nicht im Traum damit gerechnet hätten, einmal ins Fadenkreuz staatlicher Überwachung zu geraten.

Eindrucksvoll erzählen die Protagonisten aus ganz unterschiedlichen Perspektiven ihre Geschichten. Überwachte Menschen aus dem Umfeld der "Roten Flora" in Hamburg und junge Studierende aus Heidelberg, aber auch politisch und juristisch Verantwortliche kommen zu Wort, wie der frühere Generalbundesanwalt Kay Nehm.

Was bedeutet die meist abstrakt scheinende Überwachung wirklich? "Im Inneren Kreis" nähert sich dieser aktuellen gesellschaftlichen Fragen auf eine sehr persönliche und konkrete Art: Welche Folgen hat Überwachung für den Einzelnen und für die gesamte Gesellschaft? Wie frei können überwachte Menschen sein?

Mitwirkende: Überwachte Menschen aus der Roten Flora in Hamburg und aus Heidelberg, der Generalbundesanwalt a.D. Kay Nehm, der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum und viele andere.


"Antifa-Weekend OWL"

Über uns: Wir sind eine Gruppe von Menschen, die bis 2015 das "Antifa-Workcamp" am ehemaligen Kriegsgefangenenlager Stalag 326 in Stukenbrock organsierte. Seit 2016 veranstalten wir nun zweimal im Jahr, im Mai und November, das "Antifa-Weekend OWL" im AJZ Bielefeld. Dort bieten wir neben Workshops und Vorträgen zu antifaschistischer Theorie und Praxis einen Raum zur Vernetzung und Diskussion.

Wir verstehen das Wochenende als Mitmach-Veranstaltung, die durch das Engagement aller Beteiligten geprägt wird. So freuen wir uns neben tatkräftiger Unterstützung in der Umsetzung des Wochenendes vor allem über inhaltliche Beiträge, beispielsweise in Form von eigenen Workshops, denn das Antifa-Weekend soll den Wünschen und Bedürfnissen aller Beteiligten entsprechend zur Weiterentwicklung der antifaschistischen Bewegung beitragen.

_______________________________________________


- Samstag, 17. November 2018 von 10.00 bis 18.00 Uhr -


Ausstellung: "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht"


- Wanderausstellung basierend auf Post aus Lagern des Nationalsozialismus


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Kleiner Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Ausstellungsdauer: 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019; täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, zu den Veranstaltungsterminen und nach Vereinbarung. Ausstellungsführungen auch für Schulklassen nach Vereinbarung. Kontakt über die Volkshochschule Bielefeld, Gerd Kurbjuhn (0521) 513490 oder r.kula@t-online.de.


Die niederländisch-deutsche Wanderausstellung "Waarom schrijf je me niet" / "Warum schreibst du mir nicht" handelt vom Leben von fünf Menschen vor und während des Zweiten Weltkriegs: Wanda Verduin, Jules Schelvis, Nico Peeters, Wolfgang Maas und Thea Windmüller - eine jüdische Jugendliche, ein jüdischer junger Mann, ein Widerstandskämpfer, ein Flüchtling aus Deutschland und seine Freundin.

Wir folgen ihnen durch Deutschland, die Niederlande, die Lager und Ghettos in Polen bis zu ihrem Tod oder der Befreiung. Die Ausstellung verdeutlicht, wie ihnen ihre Privatsphäre und ihre Identität genommen wurde, dass sie keine Ahnung hatten, was sie erwarten würde und keine Chance hatten, ihrem Schicksal zu entkommen.

Die Lebensgeschichten der Hauptpersonen werden in kurzen Filmen durch vier Erzähler aufgezeigt. Sie gehen dabei auch darauf ein, welche Bedeutung die Geschichten für uns heute haben. Am Ende der Ausstellung steht die Beantwortung aktueller Fragen über Freiheit, Kommunikation, Meinungsfreiheit, Privatsphäre damals und Privatsphäre heute im Internet, Widerstand, Flüchtlinge. Das sind keine einfachen Fragen, und es gibt keine vorgefertigten Antworten.

Das deutsch-niederländische Konzept zu dieser Ausstellung wurde von der Lotty Veffer Foundation in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Untertauchermuseum Markt 12 in Aalten und dem Zentrum für Niederlande-Studien in Münster realisiert und durch Unterstützung von Interreg, der Provinz Gelderland, dem vfonds und der Mondriaan-Stiftung ermöglicht.

- Weitere Informationen unter: www.pudv.nl/?lang=de


Sie riskieren ihr Leben für mich

Einer der Erzähler ist der deutsche Schauspieler Rauand Taleb. Als fünfjähriger Junge flüchtete er mit seiner Familie nach Deutschland. Er erzählt über den jungen Wolfgang Maas, einem jüdischen Jungen, der als 16-Jähriger 1936 von Gelsenkirchen aus in die Niederlande flüchtet, und zwar nach Winterswijk, direkt hinter der Grenze. Einige Jahre später verliebt er sich in ein jüdisches Mädchen, Thea Windmüller. Was als eine schöne, romantische Geschichte beginnt, endet schrecklich. Gemeinsam erleben sie die Verfolgung der Jüdinnen und Juden in den Niederlanden, die sie letztendlich zwingt, unter zu tauchen.

Thea schreibt 1943 in ihrem Tagebuch über die Widerstandsbewegung: "Wie gut sind diese Menschen, bei denen ich jetzt bin! Sie riskieren ihr Leben für mich. Welche Strafe erwartet die Menschen, die uns beherbergen? Die Todesstrafe? Die Kugel?"

Wir können uns kaum vorstellen, was zwischen 1933 und 1945 geschehen ist, wie so etwas geschehen konnte. Hätten wir unser eigenes Leben und das unserer Nächsten in die Waagschale geworfen? Was die Ausstellung erreichen möchte, ist, dass wir auf jeden Fall über die Entscheidungen nachdenken, die wir jetzt treffen, wenn es um Freiheit, Demokratie und Mitmenschlichkeit geht.


Veranstalterinnen:

Fritz Bornemeyer und Raphaela Kula in Kooperation mit der Volkshochschule Bielefeld, Arbeit und Leben Bielefeld e.V. - DGB / VHS, Atelier-Ostbahnhof, Buchladen Eulenspiegel, Buchladen Die Kronenklauer, Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld, DGB-Arbeitskreis "Zwangsarbeit in Bielefeld", "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." - Sektion Bielefeld, Digitalcourage e.V., Künstlerinnenforum Bielefeld-OWL e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V., Offkino Bielefeld, Projektgruppe Ravensbrück.


Dank für die Unterstützung an:

Deutsches Jugendherbergs-Werk - Landesverband Westfalen-Lippe e.V., Internationales Autonomes Feministische Referat für Frauen Lesben Transgender an der Universität Bielefeld, Gruppe "Lebenslaute", Trio Fain.

_______________________________________________


- Samstag, 17. November 2018 ab 10.00 Uhr -


Antifa-Weekend OWL: 16. / 17.11.2018


- www.antifaweekendowl.wordpress.com

- www.facebook.com/antifaweekendowl/


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Über uns: Wir sind eine Gruppe von Menschen, die bis 2015 das "Antifa-Workcamp" am ehemaligen Kriegsgefangenenlager Stalag 326 in Stukenbrock organsierte. Seit 2016 veranstalten wir nun zweimal im Jahr, im Mai und November, das "Antifa-Weekend OWL" im AJZ Bielefeld. Dort bieten wir neben Workshops und Vorträgen zu antifaschistischer Theorie und Praxis einen Raum zur Vernetzung und Diskussion.

Wir verstehen das Wochenende als Mitmach-Veranstaltung, die durch das Engagement aller Beteiligten geprägt wird. So freuen wir uns neben tatkräftiger Unterstützung in der Umsetzung des Wochenendes vor allem über inhaltliche Beiträge, beispielsweise in Form von eigenen Workshops, denn das Antifa-Weekend soll den Wünschen und Bedürfnissen aller Beteiligten entsprechend zur Weiterentwicklung der antifaschistischen Bewegung beitragen.

_______________________________________________


- Samstag, 17. November 2018 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung


Ausstellungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer: Vom 31. August bis zum 16. Dezember 2018, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr, sowie für Gruppen / Schulklassen etc. nach Vereinbarung: info@zellentrakt.de


Ausgangs- und Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Den Täter-Dokumenten werden historische Privat- und Familienfotos der von Verfolgung betroffenen Menschen entgegengesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Er zeigt, welchen maßgeblichen Anteil die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma daran hatte, die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des "Dritten Reiches" zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte zu machen.

Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti- und Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.


Die Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, wird in Herford um lokale Verfolgungsbeispiele ergänzt.

Zu dieser Ausstellung gibt es in der Gedenkstätte pädagogische Begleitmaterialien und Bildungsangebote.

_______________________________________________


- Samstag, 17. November 2018 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" - in Deutscher Gebärdensprache


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

_______________________________________________


- Sonntag, 18. November 2018 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung


Ausstellungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer: Vom 31. August bis zum 16. Dezember 2018, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr, sowie für Gruppen / Schulklassen etc. nach Vereinbarung: info@zellentrakt.de


Ausgangs- und Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Den Täter-Dokumenten werden historische Privat- und Familienfotos der von Verfolgung betroffenen Menschen entgegengesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Er zeigt, welchen maßgeblichen Anteil die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma daran hatte, die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des "Dritten Reiches" zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte zu machen.

Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti- und Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.


Die Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, wird in Herford um lokale Verfolgungsbeispiele ergänzt.

Zu dieser Ausstellung gibt es in der Gedenkstätte pädagogische Begleitmaterialien und Bildungsangebote.

_______________________________________________


- Sonntag, 18. November 2018 um 16.00 Uhr -


Lesung: Jenny und Ruth - Zwei jüdische Autorinnen aus Ostwestfalen-Lippe


Veranstaltungsort:

BI Bürgerwache e.V.
Raum 007, Erdgeschoss
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld

ww.bi-buergerwache.de


Stimme: Oona Kastner - Musik: Lothar Henkenjohann


Selbst Kennerinnen und Kenner der westfälischen sowie der deutsch-jüdischen Literatur wissen so gut wie nichts über jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Westfalen.

Doch es gab diese Autorinnen und Autoren. Ihre Spuren wurden oftmals übersehen, vergessen, verdrängt, vertilgt.

Mit der Lesung "Jenny und Ruth - Zwei jüdische Autorinnen aus Ostwestfalen-Lippe" soll das Leben und Werk dieser Autorinnen vorgestellt, sowie auf ein dunkles Kapitel Heimatgeschichte aufmerksam gemacht werden.

Die aus Paderborn stammende Jenny Aloni wanderte nach Israel aus und Ruth Michaelis-Jena aus Detmold emigrierte nach Schottland. Die aus Paderborn stammende Jenny Aloni wanderte nach Israel aus und Ruth Michaelis-Jena aus Detmold emigrierte nach Schottland.

Am Beispiel von Jenni Aloni und Ruth Michaelis-Jena wird exemplarisch auf jene Schwierigkeiten eingegangen, mit denen Literatinnen und Literaten in der neuen Heimat und im Exil zu kämpfen hatten.

Die Veranstaltung setzt sich aus Kurzbiographien, Lyrik und Prosatexten der Autorinnen zusammen, die von der professionellen Sprecherin Oona Kastner vorgetragen werden. Der Klarinettist Lothar Henkenjohann begleitet sie musikalisch mit Klezmer-Musik.


Eine Veranstaltung des Literaturzirkel OWL e.V. in Kooperation mit der Bürgerinitiative Bürgerwache e.V., gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW im Rahmen der Lesereihe "Erinnern in OWL".

_______________________________________________


- Sonntag, 18. November 2018 um 17.00 Uhr -


Lesung mit Rabbinerin Natalia Verzhbovska, Pfarrerin Dorothee Schaper, Kantor Paul Yuval Adam: "Nicht nur eine Begegnung"


Veranstaltungsort:

Synagoge Beit Tikwa
Detmolder Straße 107
33604 Bielefeld

www.juedische-gemeinde-bielefeld.de


Die performative Lesung "Regina und Ina" ist die respektvolle Würdigung einer unerschrockenen und entschlossenen Rabbinerin und einer Pfarrerin des 20. Jahrhunderts und das aktuelle schonungslose Gespräch zwischen einer heutigen Rabbinerin und Pfarrerin, zwischen Jüdin und Christin. Sie erinnern für die Zukunft und leuchten die Gegenwart auf der Bühne aus.

In der heutigen Zeit kämpft die deutsche Gesellschaft für die Stärkung der demokratischen Werte. Die Lebensgeschichten von Rabbinerin Regina Jonas und Pfarrerin Ina Gschlössl können zu einem Vorbild für Treue und Ideale werden. Es ist leicht, sie sich als unsere Nachbarinnen vorzustellen, weil Menschen ihnen in ihren Städten begegnen könnten - sie gingen zur Schule, trafen sich mit ihren Freundinnen und Freunden, kauften Lebensmittel in einem Laden oder Markt ein oder gingen zu einer Bibliothek, um dort Bücher auszuleihen. Aber ihre innerliche Kraft, ihr Glaube und ihr Mut, ihr Verständnis über das Gute und das Böse, ihre Bereitschaft, für die Werte ihrer Religionen zu kämpfen, geben uns die Gelegenheit, über unsere politische und religiöse Position nachzudenken und diese in der heutigen Gesellschaft zu entwickeln.


Veranstalterinnen: Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld und Landesverband Progressiver Jüdischer Gemeinden in Nordrhein-Westfalen e.V.

_______________________________________________


- Montag, 19. November 2018 um 18.00 Uhr -


Koordinationstreffen von "Bielefeld stellt sich quer - Bündnis gegen Rechts"


Veranstaltungsort:

Haus der Kirche
Markgrafenstraße 7
33602 Bielefeld


- Nachbereitung: Antifaschistische Demonstrationen und Mahnwachen am 10. November 2018

- Aktuelles / Termine


Weitere Informationen unter: www.bielefeldstelltsichquer.wordpress.com

_______________________________________________


- Dienstag, 20. November 2018 um 18.00 Uhr -


Offenes Antifa-Treffen Bielefeld - www.offenesantifatreffenbi.noblogs.org


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Die "Alternative für Deutschland" (AfD) in den Parlamenten, "Pegida" auf den Straßen und Rechtsrock-Großevents. Der braune Mob fühlt sich sicher und die rechte Mobilmachung wirkt: Ausgrenzung und Gewalt gegen alle, die nicht in das rechte Weltbild passen, sowie ein autoritärer Staat, der sich gegen jeglichen linken Protest wendet, sind die Folgen.

Anstatt den Ausgegrenzten und Drangsalierten solidarisch Beiseite zu stehen, wird nach oben gebuckelt und nach unten getreten. Frauen wird das Recht auf Selbstbestimmung abgesprochen und Rechte sehnen sich traditionelle Geschlechterrollen zurück.

Auch in Bielefeld und Umgebung treffen wir auf sie. Rechte Burschenschafter und "Identitäre" organisieren einen rechten Kongress, die AfD führt Kundgebungen und Veranstaltungen durch. Neonazis und völkische Siedler treiben im Umland ihr Unwesen. Und mit der ZAB ("Zentrale Ausländerbehörde") gibt es in Bielefeld eine wesentliche Akteurin des deutschen Abschiebe-Regimes.

Uns macht das alles ziemlich wütend. Geht es dir auch so? Möchtest du Leute kennenlernen und dich mit ihnen organisieren? Dann komm zum Offenen Antifa-Treffen!

Das Offene Antifa-Treffen soll besonders eine Anlaufstelle für junge Menschen sein, die sich gegen den Rechtsruck organisieren wollen. Denn Neonazismus kann nur organisiert wirksam bekämpfen werden. Wir wollen hier gemeinsam Aktionen planen, Informationen und praktische Tipps austauschen. Das Offene Antifa-Treffen soll aber vor allem auch euer Treffen sein! Bringt deswegen gerne eigene Ideen und Wünsche und natürlich eure Freundinnen und Freunde mit.

Wir sehen uns beim offenen Antifa-Treffen!

Ab dem 19. Juni 2018 jeden dritten Dienstag im Monat um 18.00 Uhr im AJZ Bielefeld.

_______________________________________________


- Mittwoch, 21. November 2018 um 19.30 Uhr -


Konzert mit Ira Givol und Nare Karoyan: Zwischen den Welten


Veranstaltungsort:

Deelenhaus
Krämerstraße 8 - 10
33098 Paderborn


Der Israeli Ira Givol (Cello) und die Armenierin Nare Karoyan (Klavier) gestalten mit dem Konzert "Zwischen den Welten" einen armenisch-jüdischen Abend.


Nare Karoyan wuchs umgeben von zeitgenössischer Kunst und Dutzenden von Vinyl-Platten in Jerewan auf. Sie hat bereits mit vielen einzigartigen Künstlerpersönlichkeiten zusammengearbeitet und mit Ira Givol eine erfolgreiche Konzertreise nach Armenien unternommen.


Ira Givol hat nach seinem Studium an der Musikhochschule in Köln als Mitglied des Tel-Aviv-Trios und des Trios VIS zahlreiche Preise der Kammermusikwelt gewonnen.


Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Paderborn e.V.

www.gcjz-paderborn.de

_______________________________________________


- Donnerstag, 22. November 2018 um 19.00 Uhr -


Vortrag und Buchvorstellung mit Jutta Ditfurth: "Haltung und Widerstand - Eine epische Schlacht um Werte und Weltbilder"


Veranstaltungsort:

Dolbi Musikkneipe
Bahnhofstraße 83
32257 Bünde

www.dolbi-musikkneipe.de


"Sie haben sich immer wieder gefragt, wie es zum Faschismus kommen konnte - da schlittert man doch nicht einfach hinein? Sie haben Recht! Sehen Sie sich um. Die Enthemmung dieser Gesellschaft ist so sichtbar wie gefährlich weit fortgeschritten. Die Bastionen der bürgerlichen Demokratie zeigen Risse."

Mit kühlem Blick benennt und analysiert die Autorin, welche Kräfte hier am Werk sind und warum sich diese Entwicklung beschleunigen wird. Jutta Ditfurth fragt: Wer löste die Lawine aus? Wer und was begünstigt ihr Wachstum? Welche Freiheiten, welche Menschen fallen ihr zum Opfer? Und die Gegenwehr? Wem ist zu trauen, wenn der Rassismus bis weit in die bürgerliche Mitte verankert ist und wenn der Antisemitismus auch in Teilen der Linken Anhänger findet?

Geschichte wiederholt sich nicht. Aber menschenfeindliche Werte und inhumane Weltbilder kehren wieder, wenn wir ihre verheerenden Konsequenzen vergessen, und sie bergen neue Formen autoritärer, faschistischer Gesellschaften in sich. "Wir müssen sie sehen wollen, um sie zu bekämpfen", sagt die Autorin, "denn Völkische und Nazis werden tun, was sie sagen".


Jutta Ditfurth: "Haltung und Widerstand - Eine epische Schlacht um Werte und Weltbilder", Hoffmann und Campe Verlag, ISBN: 978-3-455-00351-2, 144 Seiten.


Jutta Ditfurth studierte Soziologie, Politik, Wirtschaftsgeschichte, Kunstgeschichte und Philosophie in Heidelberg, Hamburg, Freiburg, Glasgow und Bielefeld. Sie forschte und lehrte als Soziologin an verschiedenen Hochschulen. Sie arbeitete in den USA und in Deutschland für Rundfunkanstalten und reiste als Auslandsreporterin unter anderem für den "stern", das Zeit-Magazin, das Süddeutsche Magazin, die Weltwoche und andere Medien unter anderem in die Sowjetunion, die USA, nach China, Algerien und Kuba.

Seit 1970 ist Jutta Ditfurth in der außerparlamentarischen Linken aktiv, darunter gegen den Vietnam-Krieg, in undogmatischen linken Basisgruppen, der Abtreibungsparagrafen-218-Bewegung und Frauenbewegung, seit 1975 in der Anti-AKW-Bewegung, ab 1976 für einige Jahre im Sozialistischen Büro (SB) und ab 1981 in der Bewegung gegen die Startbahn West.

1978 gründete sie mit anderen die "Grüne Liste Hessen" (GLH), 1979 co-organisierte sie die antifaschistische Demonstration und das Festival "Rock gegen Rechts", als 30.000 bis 40.000 Antifaschistinnen und Antifaschisten die Neonazis aus Frankfurt am Main verjagten. 1979 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern von "Die Grünen Hessen" und im Januar 1980 gründete sie die Bundespartei "Die Grünen" mit. 1991 trat sie wegen der Rechtsentwicklung der Grünen aus der Partei aus und beteiligte sich an der Aufklärung und Aktionen gegen die rassistischen Pogrome in Rostock-Lichtenhagen, Solingen und anderswo.

Von 1989 bis 1995 war sie Mitglied im Bundesvorstand der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) / IG Medien, sie waren deren Bundesvorsitzende sowie Mitglied im Hauptvorstand der IG Medien. Sie ist seit 1978 Gewerkschaftsmitglied.

1991 wurde sie Mitgründerin der "Ökologischen Linken", der sie bis heute angehört. 2001 war sie Mitgründerin der Wählerinnen- und Wählergemeinschaft von "ÖkoLinX - Antirassistische Liste".


Eine Veranstaltung der Initiative 9. November Bünde im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Erinnern heißt Partei ergreifen" vom 3. Oktober bis zum 22. November 2018.

www.facebook.com/9NovemberBuende/

_______________________________________________


- Donnerstag, 22. November 2018 um 19.00 Uhr -


Offenes Treffen von Seebrücke Bielefeld - Für sichere Häfen und solidarische Städte


- www.facebook.com/seebrueckeBi/

- http://sb-bi.apgw.de/


Veranstaltungsort:

Welthaus Bielefeld e.V.
August-Bebel-Straße 62
33602 Bielefeld

www.welthaus.de


Offenes Organisationstreffen der Bewegung "Seebrücke" in Bielefeld. Wir planen mögliche Aktionen, um die Solidarität mit der Seenotrettung zu zeigen oder auch den Druck auf die Politik zu erhöhen.

_______________________________________________


- Freitag, 23. November 2018 um 19.00 Uhr -


"Ama la Vita" - Liebe das Leben: Lesung und Konzert mit Esther Bejarano und Microphone Mafia


Veranstaltungsort:

Geschwister-Scholl-Schule
Sprottauer Straße 9
32756 Detmold

www.gss-dt.de/wordpress


Esther Bejarano wurde 1924 in Saarlouis geboren. Sie wurde nach Auschwitz deportiert und überlebte mit viel Glück die Todesmärsche. Sie spielte im Mädchenorchester von Auschwitz. Mit ihrem Sohn Joram Bejarano und der Band Microphone Mafia rappt die Zeitzeugin auf der Bühne und liest aus ihrem Buch "Erinnerung".

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.


Eine Veranstaltung der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Lippe-Detmold e.V. in Kooperation mit der Stadt Detmold im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Erinnern und Gedenken" zum Novemberpogrom 1938 vom 9. bis zum 27. November 2018.

www.dig-lippe.de

www.gfcjz-lippe.de

www.gedenkbuch-detmold.de

_______________________________________________


- Samstag, 24. November 2018 von 11.00 bis 14.00 Uhr -


Rundgang zu den Außenlagern des KZ Neuengamme an der Porta Westfalica


Treffpunkt:

Parkplatz Kaiserhof
Freiherr-vom-Stein-Straße 1
32457 Porta Westfalica


Gästeführer: Gernot Schiller


Der Verein "KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica e.V." bietet im Jahr 2018 sechs Über-Tageführungen zu den Arbeits- und Unterbringungsorten der KZ-Häftlinge an. Aufklärung der Öffentlichkeit und Schaffung einer Gedenkstätte sind die Ziele des Vereins.

Am 13. Oktober 2018 fand die erste der ab dann regelmäßig an jedem 2. und 4. Samstag angebotenen Führungen statt, die jeweils um 11.00 Uhr am Parkplatz des ehemaligen Hotels Kaiserhof in Porta Westfalica beginnen. Die Termine für die letzten Führungen bis zum Jahresende sind entsprechend am 24. November sowie am 8. und 22. Dezember 2018. Vom Parkplatz aus geht es über die Weserbrücke zu den ehemaligen Arbeitsorten der Häftlinge am Jakobsberg. Der Rundgang endet am Mahnmal am Grünen Markt in Hausberge. Da es ein Stück des Weges den Jakobsberg hinauf und wieder hinunter geht, sollten die Teilnehmenden trittsicher auf Wanderwegen sein und über gutes Schuhwerk verfügen.

In der etwa zwei bis zweieinhalb Stunden dauernden Führung erhalten die Teilnehmenden an den Orten des Geschehens fundierte Informationen über die drei Außenlager mit der Untertageverlagerung Dachs 1 im Jakobsberg und das Leiden der KZ-Häftlinge, die in den Lagern an der Porta Westfalica unter grausamen Bedingungen zur Arbeit gezwungen wurden und in erschütterndem Ausmaß Hunger, Krankheiten und Gewalt ausgesetzt waren. Der Verein bietet diese Führungen durch hierfür speziell qualifizierte Gästeführer an, die sich eingehend mit der Thematik auseinandergesetzt haben und kontinuierlich auch im Hinblick auf wissenschaftlich gesicherte Fakten weitergebildet werden. Die Routen des Vereins sowie die Inhalte der Führungen sind entsprechend wissenschaftlich fundiert.

Für die Führungen des Vereins wird gern eine Spende entgegengenommen, da die Arbeit des Vereins sehr kostenintensiv ist im Hinblick darauf, im Jakobsberg in der ehemaligen Untertageverlagerung Dachs 1 regelmäßig für die Öffentlichkeit Führungen durchführen zu können und dort langfristig eine Gedenkstätte einzurichten. Über die Arbeit des Vereins informiert die Internetseite www.gedenkstaette-porta.de.

Eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich, aber aus organisatorischen Gründen erwünscht, um die Teilnehmerzahl einschätzen zu können. Eine Mitteilung über die Teilnahme kann gesendet werden an info@gedenkstaette-porta.de.

_______________________________________________


- Samstag, 24. November 2018 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung


Ausstellungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer: Vom 31. August bis zum 16. Dezember 2018, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr, sowie für Gruppen / Schulklassen etc. nach Vereinbarung: info@zellentrakt.de


Ausgangs- und Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Den Täter-Dokumenten werden historische Privat- und Familienfotos der von Verfolgung betroffenen Menschen entgegengesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Er zeigt, welchen maßgeblichen Anteil die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma daran hatte, die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des "Dritten Reiches" zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte zu machen.

Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti- und Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.


Die Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, wird in Herford um lokale Verfolgungsbeispiele ergänzt.

Zu dieser Ausstellung gibt es in der Gedenkstätte pädagogische Begleitmaterialien und Bildungsangebote.

_______________________________________________


- Samstag, 24. November 2018 von 16.00 bis 19.00 Uhr -


Konzert mit Esther Bejarano und Microphone Mafia: "La Vita Continua"


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Kleiner Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Die Familie Bejarano triff Microphone Mafia: ein musikalisches Experiment, das unterschiedliche kulturelle und musikalischen Ansichten über Altersgrenzen hinweg verbindet.

Esther Bejarano überlebte im Mädchenorchester das Konzentrationslager Auschwitz. Auch wenn manche Stücke betroffen machen - "La Vita Continua" - ein uneingeschränktes "Ja" zum Leben!

Eintritt frei, Spende erbeten.


Eine Konzert mit Unterstützung des Kulturamts Bielefeld und der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" im Rahmen der Ausstellung "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht" vom 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019 in der Volkshochschule Bielefeld.

_______________________________________________


- Sonntag, 25. November 2018 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung


Ausstellungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer: Vom 31. August bis zum 16. Dezember 2018, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr, sowie für Gruppen / Schulklassen etc. nach Vereinbarung: info@zellentrakt.de


Ausgangs- und Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Den Täter-Dokumenten werden historische Privat- und Familienfotos der von Verfolgung betroffenen Menschen entgegengesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Er zeigt, welchen maßgeblichen Anteil die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma daran hatte, die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des "Dritten Reiches" zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte zu machen.

Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti- und Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.


Die Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, wird in Herford um lokale Verfolgungsbeispiele ergänzt.

Zu dieser Ausstellung gibt es in der Gedenkstätte pädagogische Begleitmaterialien und Bildungsangebote.

_______________________________________________


- Sonntag, 25. November 2018 von 14.45 bis 16.15 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Das ehemalige Kriegsgefangenenlager Stalag 326 (VI K) Senne und der Ehrenfriedhof für Sowjetische Kriegstote stehen für viele Todesopfer des Zweiten Weltkrieges.

Welchen Faktor spielt "Macht" in der Kriegsgefangenschaft? Wo fängt sie an und wo hört sie auf? Die Gedenkstätte gibt die Möglichkeit, das Stalag in seinem System, in Hierarchie und Machtstrukturen von einer anderen Seite zu sehen.

Die Führung beinhaltet den Besuch der zeitgenössischen Ausstellung im ehemaligen Arrestgebäude (heutige Gedenkstätte des Stalag 326 (VI K) Senne) und den Besuch des Ehrenfriedhofs Sowjetischer Kriegstoter.


Veranstaltung des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne e.V. in Kooperation mit der Volkshochschule Verl - Harsewinkel - Schloß Holte-Stukenbrock.

www.stalag326.de

_______________________________________________


- Sonntag, 25. November 2018 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Themenführung: Fußball im Nationalsozialismus


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Fußball in Deutschland hat eine über hundert Jahre alte Tradition. Schon in den 1920er Jahren wurden die Spiele zu einem Magneten für Zuschauende. Es gab eine große Vielfalt an Vereinen und Wettbewerben. Diese Tradition wurde mit der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 zerschlagen. Viele Sportvereine wurden verboten und Mitglieder und Fans ausgeschlossen. In den "gleichgeschalteten" Vereinen sollte sich die "deutsche Volksgemeinschaft" zeigen. Fußball musste sich der Politik und Ideologie des Nationalsozialismus unterordnen. Die zwölf Jahre NS-Herrschaft haben die Kultur des Fußballs in Deutschland nachhaltig verändert.

Bei der öffentliche Führung steht der Fußball in der Zeit des Nationalsozialismus im Mittelpunkt. Wie haben sich die Vereine in der Zeit verhalten? Was ist mit den Fußballern passiert? Und wie spiegelt sich diese Zeit noch heute in der Verbandsstruktur und einzelnen Begriffen wider?

_______________________________________________


- Dienstag, 27. November 2019 um 10.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Eröffnung der Ausstellung "Justiz und Nationalsozialismus"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
Sonderausstellungsraum
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Ausstellungsdauer: Vom 27. November 2018 bis zum 3. März 2019, dienstags bis freitags von 10.00 bis 17.00 Uhr, samstags und sonntags sowie an Feiertagen von 10.00 bis 18.00 Uhr.


"Der Dolch des Mörders war unter der Robe des Richters verborgen." Dieser Schlüsselsatz aus dem Urteil im Juristen-Prozess, einem der zwölf Nachfolgeprozesse des Nürnberger Kriegsverbrechertribunals, macht deutlich, welche Schuld Juristen während der NS-Diktatur auf sich geladen haben. Unter dem Deckmantel einer unabhängigen Justiz sprachen sie ihre Urteile "im Namen des deutschen Volkes", dienten jedoch einem verbrecherischen System. Als Ministerialbeamte wirkten Juristen an der Ausarbeitung von Rechtsvorschriften mit, die allein die Diskriminierung und Entrechtung von Menschen zum Ziel hatten, um sie aus der Mehrheitsgesellschaft auszuschließen. Als Staatsanwälte verfolgten Juristen Unschuldige; als Richter verhängten sie ungerechte und unmenschlich harte Strafen gegen Andersdenkende.

Die erschreckende Bilanz: Über 16.000 Todesurteile, davon allein 5.000 des Volksgerichtshofs. In vielen Fällen handelte es sich um nichts anderes als Justizmord auf Geheiß der Führung des NS-Staates. Diese Morde blieben nach dem Ende der Diktatur ungesühnt. Kein einziger Richter eines Sondergerichts oder des Volksgerichtshofs ist in der Bundesrepublik Deutschland zur Rechenschaft gezogen worden. Dafür sorgten Richter und Staatsanwälte, die schon während der Zeit des Nationalsozialismus in der Justiz Dienst taten, und ihre Karrieren im neuen Rechtsstaat zumeist unbehelligt fortsetzen konnten.

Die Wanderausstellung der Dokumentations- und Forschungsstelle "Justiz und Nationalsozialismus" NRW. lädt dazu ein, sich mit den vielfältigen Verstrickungen der Justiz in das von den Nationalsozialisten begangene Unrecht selbständig zu beschäftigen. Sie zeigt auch die Nachwirkungen der Diktatur von der Gründung der Bundesrepublik bis in die heutige Zeit auf. Darüber hinaus wird deutlich, wie bereits die Justiz der Weimarer Republik dem nationalsozialistischen Unrechtsregime den Weg ebnete und mit welcher Selbstverständlichkeit nach der Machtübernahme die Gleichschaltung der Justiz gelang.

Es wird deutlich, dass mit dem Justizpersonal des NS-Staates ein echter "Neuanfang" nach dem Ende des Terror-Regimes und eine schonungslose Aufarbeitung der NS-Vergangenheit nicht gelingen konnten. Schließlich wird der mühevolle Weg der Ahndung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen in den Konzentrationslagern nachgezeichnet, der noch immer nicht zu Ende ist.

_______________________________________________


- Dienstag, 27. November 2019 um 17.00 Uhr -


Ausstellungseröffnung: "Grenzen des Vergessens"


Veranstaltungsort:

Rathaus Detmold
Marktplatz 5
32756 Detmold


Fotografien aus Detmold von Bernd Lange

Vor 75 Jahren wurde der Warschauer Ghetto-Aufstand niedergeschlagen. Jürgen Stroop, ein Detmolder, war als SS-General verantwortlich für die Zerstörung des Ghettos, die grausame Ermordung von über 60.000 Menschen und für die Deportation der Überlebenden in die Vernichtungslager.

Auch 32 jüdische Menschen aus Detmold waren in das Warschauer Ghetto deportiert worden. Sie überlebten den Holocaust nicht.

Orte, an denen die Opfer, aber auch der Täter lebten und wirkten, lassen sich heute noch in Detmold finden. Bernd Lange (Detmold) dokumentiert mit seinen Fotografien diese historischen Orte in ihrem Zustand im Jahr 2018 und verbindet sie mit Orten des öffentlichen Gedenkens.


Eine Präsentation der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lippe e.V. in Kooperation mit der Stadt Detmold im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Erinnern und Gedenken" zum Novemberpogrom 1938 vom 9. bis zum 27. November 2018.

www.gfcjz-lippe.de

www.gedenkbuch-detmold.de

_______________________________________________


- Dienstag, 27. November 2019 um 19.00 Uhr -


Vortrag und Diskussion mit Joachim Käppner: 1918 - Aufstand für die Freiheit: Die Revolution der Besonnenen


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Historischer Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Die Revolution der Arbeiter und Soldaten von 1918 war eine historische Chance - dafür, ein demokratisches Deutschland zu schaffen, das stärker gewesen wäre als die Weimarer Republik. In wenigen Tagen erreichen sie, was der Sozialdemokratie in Jahrzehnten nicht gelungen war: die überlebte, autoritäre Ordnung des Kaiserreichs zu stürzen. Es ist die Tragödie der Revolution, dass ihre eigenen Führer sie fürchteten - zu Unrecht. Denn das Ziel der meisten Revolutionäre war nicht, wie es in der Rückschau oft erschien, ein kommunistisches Regime wie in Russland zu errichten. Das Aufbegehren in Deutschland hatte vor allem die Absicht, die alten Eliten der Kaiserzeit zu entmachten, besonders das Militär und die Kriegstreiber von 1914.

Für einige wenige Wochen hat die Revolutionsregierung, geführt von der SPD, die Gelegenheit dazu - und nutzt sie nur halbherzig. So bleiben die Todfeinde der deutschen Demokratie mächtig, mit fatalen Folgen für die junge Republik. Joachim Käppner wertet Quellen und neueste Forschungsergebnisse aus und zeichnet ein gerechteres Bild der Arbeiter und Matrosen, die eine Welt aus den Angeln hoben.


Joachim Käppner: "1918 - Aufstand für die Freiheit: Die Revolution der Besonnenen", Piper Verlag, München November 2017, 528 Seiten, ISBN 9783492057332.


Joachim Käppner ist Redakteur und Autor bei der Süddeutschen Zeitung. Der promovierte Historiker veröffentlichte unter anderem "Erstarrte Erinnerung. Der Holocaust im Spiegel der DDR-Geschichtswissenschaft" (1999) und ist Herausgeber und Mitautor von "Die letzten 50 Tage: 1945 - als der Krieg zu Ende ging" (2005) und "Befreit, besetzt, geteilt. Deutschland 1945 - 1949" (2006). Im Berlin Verlag erschienen von ihm "Die Familie der Generäle. Eine deutsche Geschichte" (2007) und "Berthold Beitz" (2010). Joachim Käppner lebt in München.


Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Novemberrevolution - Die Geburt der deutschen Demokratie"; ein Kooperationsprojekt der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., des Rosa-Luxemburg-Clubs Bielefeld, der Arbeitsgemeinschaft für Zeitgeschichte des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg e.V., der Volkshochschule Bielefeld, Arbeit und Leben Bielefeld e.V. DGB / VHS und dem DGB Ostwestfalen-Lippe.

_______________________________________________


- Mittwoch, 28. November 2018 um 18.00 Uhr -


Vortrag von Dr. Eva Lettermann: "Onkel Franz doch nicht!" - Historisches Lernen über die Shoah durch die Auseinandersetzung mit individuellem Täterhandeln


Veranstaltungsort:

Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung
für Lehrämter an Schulen Detmold
Bruchstraße 38a
32756 Detmold

www.zfsl-detmold.nrw.de


- Gäste sind willkommen.


Die Tatsache, dass ihr Großonkel Franz Fischer als NS-Verbrecher fast 44 Jahre inhaftiert war, im Familiennarrativ aber stets als "Kriegsgefangener" bezeichnet wurde, bildet den familienbiografischen Ausgangspunkt der Forschungen Eva Lettermanns.

Ausgehend von der kritischen Aufarbeitung der Biografie ihres Großonkels setzt sich die Detmolder Lehrerin und Fachleiterin in ihrer Dissertation sowohl fachwissenschaftlich, fachdidaktisch als auch familienbiografisch mit individuellem Täterhandeln auseinander. Aufbauend auf den theoretischen Erkenntnissen konzipiert sie ein Unterrichtsmodell zum historischen Lernen über die Shoah und reflektiert ihre Unterrichtserfahrungen.


In ihrem Vortrag wird sie insbesondere die Entscheidungs- und Handlungsspielräume unterschiedlicher Täter thematisieren.

_______________________________________________


- Mittwoch, 28. November 2018 um 19.30 Uhr -


Lesung: "Wie ein Stachel in mir" - Irena Wielgat: Erinnerungen, Lieder, Fotos


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Kleiner Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Irena Wielgat wurde 1941 aus dem besetzten Polen nach Bielefeld zur Zwangsarbeit in der Spinnerei Vorwärts in Brackwede verschleppt.

Erst 1946 konnte sie nach Hause zurückkehren. Im Zentrum der Lesung stehen Irena Wielgats Erinnerungen, von ihr aufbewahrte Fotos aus der Zeit der Zwangsarbeit und eine Film-Aufzeichnung, in der sie Lieder singt, die sie und ihre Schicksalsgefährtinnen gedichtet haben.

Irena Wielgat starb am 19. Dezember 2016 mit 91 Jahren.


Eine Lesung im Rahmen der Ausstellung "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht" vom 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019 in der Volkshochschule Bielefeld.

_______________________________________________


- Donnerstag, 29. November 2018 um 19.00 Uhr -


Offenes Treffen von Seebrücke Bielefeld - Für sichere Häfen und solidarische Städte


- www.facebook.com/seebrueckeBi/

- http://sb-bi.apgw.de/


Veranstaltungsort:

Welthaus Bielefeld e.V.
August-Bebel-Straße 62
33602 Bielefeld

www.welthaus.de


Offenes Organisationstreffen der Bewegung "Seebrücke" in Bielefeld. Wir planen mögliche Aktionen, um die Solidarität mit der Seenotrettung zu zeigen oder auch den Druck auf die Politik zu erhöhen.

_______________________________________________


- Samstag, 1. Dezember 2018 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung


Ausstellungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer: Vom 31. August bis zum 16. Dezember 2018, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr, sowie für Gruppen / Schulklassen etc. nach Vereinbarung: info@zellentrakt.de


Ausgangs- und Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Den Täter-Dokumenten werden historische Privat- und Familienfotos der von Verfolgung betroffenen Menschen entgegengesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Er zeigt, welchen maßgeblichen Anteil die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma daran hatte, die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des "Dritten Reiches" zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte zu machen.

Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti- und Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.


Die Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, wird in Herford um lokale Verfolgungsbeispiele ergänzt.

Zu dieser Ausstellung gibt es in der Gedenkstätte pädagogische Begleitmaterialien und Bildungsangebote.

_______________________________________________


- Sonntag, 2. Dezember 2018 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung


Ausstellungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer: Vom 31. August bis zum 16. Dezember 2018, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr, sowie für Gruppen / Schulklassen etc. nach Vereinbarung: info@zellentrakt.de


Ausgangs- und Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Den Täter-Dokumenten werden historische Privat- und Familienfotos der von Verfolgung betroffenen Menschen entgegengesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Er zeigt, welchen maßgeblichen Anteil die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma daran hatte, die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des "Dritten Reiches" zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte zu machen.

Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti- und Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.


Die Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, wird in Herford um lokale Verfolgungsbeispiele ergänzt.

Zu dieser Ausstellung gibt es in der Gedenkstätte pädagogische Begleitmaterialien und Bildungsangebote.

_______________________________________________


- Sonntag, 2. Dezember 2018 von 14.00 bis 17.00 Uhr -


Anti-Rassismus-Training


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Raum 240
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Menschenverachtende Einstellungen sind keine Randphänomene, sie finden sich auch in der Mitte der Gesellschaft. Doch was bedeutet es, tolerant zu sein? In wie weit bestimmen Vorurteile das eigene Denken? Und wann beginnt Rassismus?

Arbeit und Leben Bielefeld e.V. bietet an, sich diesen Fragen in einem Workshop anzunähern. Anmeldung: Volkshochschule Bielefeld, Telefon: (0521) 513490, E-Mail: gerd.kurbjuhn@bielefeld.de. Drei weitere Workshops sind für Schulen möglich.


Eine Anti-Rassismus-Training im Rahmen der Ausstellung "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht" vom 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019 in der Volkshochschule Bielefeld.

_______________________________________________


- Montag, 3. Dezember 2018 um 19.00 Uhr -


Filmvorführung: "Wir sind Juden aus Breslau" in Anwesenheit der Regisseurin Karin Kaper


Veranstaltungsort:

Kino Bad Driburg
Rathausstraße 1
33014 Bad Driburg

www.kinodriburg.de


"Wir sind Juden aus Breslau - Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933" (Deutschland 2016, Regie: Karin Kaper und Dirk Szuszies, 108 Minuten)


Protagonistinnen und Protagonisten: Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg sowie eine deutsch-polnische Jugendgruppe aus Bremen und Wrocław.


Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten Jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Jüdinnen und Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

14 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

Eine Rolle im Film spielt auch der Wiederaufbau einer Jüdischen Gemeinde in Wrocław. Diese Einbindung macht die Fallhöhe deutlich, der Kontrast zum Vergangenen, zum unwiderruflich Verlorenen, wird schmerzhaft größer und deutet doch die Möglichkeit eines zarten Neubeginns an.


Veranstaltung des Kinos Bad Driburg in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum Kreis Höxter.

_______________________________________________


- Dienstag, 4. Dezember 2018 um 19.00 Uhr -


Filmvorführung: "Wir sind Juden aus Breslau" in Anwesenheit der Regisseurin Karin Kaper


Veranstaltungsort:

Kino Bad Driburg
Rathausstraße 1
33014 Bad Driburg

www.kinodriburg.de


"Wir sind Juden aus Breslau - Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933" (Deutschland 2016, Regie: Karin Kaper und Dirk Szuszies, 108 Minuten)


Protagonistinnen und Protagonisten: Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg sowie eine deutsch-polnische Jugendgruppe aus Bremen und Wrocław.


Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten Jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Jüdinnen und Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

14 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

Eine Rolle im Film spielt auch der Wiederaufbau einer Jüdischen Gemeinde in Wrocław. Diese Einbindung macht die Fallhöhe deutlich, der Kontrast zum Vergangenen, zum unwiderruflich Verlorenen, wird schmerzhaft größer und deutet doch die Möglichkeit eines zarten Neubeginns an.


Veranstaltung des Kinos Bad Driburg in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum Kreis Höxter.

_______________________________________________


- Mittwoch, 5. Dezember 2018 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Ulrike Jensen: "Da war keine Ähnlichkeit zu unserem alten Selbst" - Die spezifische Situation weiblicher KZ-Häftlinge


Veranstaltungsort:

Bürgerhaus Porta Westfalica e.V.
Am Park 1
32457 Porta Westfalica

www.buergerhaus-porta.de


Ulrike Jensen, Historikerin und Pädagogin an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme berichtet über die spezifische Situation von Frauen in Konzentrationslagern sowie in den Frauenaußenlagern von Neuengamme in Hamburg und Wedel.

Die Situation weiblicher KZ-Häftlinge, ihre spezifischen Probleme und Überlebensstrategien im Lager sowie ihr Leben nach dem "Überleben" stehen im Mittelpunkt des Vortrages. Darin kommen die betroffenen Frauen selbst zu Wort. Sie schildern sexualisierte Gewalt durch Wachpersonal, den Verlust ihrer Weiblichkeit durch Hunger und entwürdigende Behandlung, aber auch den engen Zusammenhalt der so genannten "Lagerschwestern", ihre spezifischen Überlebensstrategien und ihr Leben nach der Befreiung.


Eine Veranstaltung der KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica e.V.

www.gedenkstaette-porta.de

_______________________________________________


- Samstag, 8. Dezember 2018 von 11.00 bis 14.00 Uhr -


Rundgang zu den Außenlagern des KZ Neuengamme an der Porta Westfalica


Treffpunkt:

Parkplatz Kaiserhof
Freiherr-vom-Stein-Straße 1
32457 Porta Westfalica


Der Verein "KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica e.V." bietet im Jahr 2018 sechs Über-Tageführungen zu den Arbeits- und Unterbringungsorten der KZ-Häftlinge an. Aufklärung der Öffentlichkeit und Schaffung einer Gedenkstätte sind die Ziele des Vereins.

Am 13. Oktober 2018 fand die erste der ab dann regelmäßig an jedem 2. und 4. Samstag angebotenen Führungen statt, die jeweils um 11.00 Uhr am Parkplatz des ehemaligen Hotels Kaiserhof in Porta Westfalica beginnen. Die Termine für die letzten Führungen bis zum Jahresende sind entsprechend am 8. und 22. Dezember 2018. Vom Parkplatz aus geht es über die Weserbrücke zu den ehemaligen Arbeitsorten der Häftlinge am Jakobsberg. Der Rundgang endet am Mahnmal am Grünen Markt in Hausberge. Da es ein Stück des Weges den Jakobsberg hinauf und wieder hinunter geht, sollten die Teilnehmenden trittsicher auf Wanderwegen sein und über gutes Schuhwerk verfügen.

In der etwa zwei bis zweieinhalb Stunden dauernden Führung erhalten die Teilnehmenden an den Orten des Geschehens fundierte Informationen über die drei Außenlager mit der Untertageverlagerung Dachs 1 im Jakobsberg und das Leiden der KZ-Häftlinge, die in den Lagern an der Porta Westfalica unter grausamen Bedingungen zur Arbeit gezwungen wurden und in erschütterndem Ausmaß Hunger, Krankheiten und Gewalt ausgesetzt waren. Der Verein bietet diese Führungen durch hierfür speziell qualifizierte Gästeführer an, die sich eingehend mit der Thematik auseinandergesetzt haben und kontinuierlich auch im Hinblick auf wissenschaftlich gesicherte Fakten weitergebildet werden. Die Routen des Vereins sowie die Inhalte der Führungen sind entsprechend wissenschaftlich fundiert.

Für die Führungen des Vereins wird gern eine Spende entgegengenommen, da die Arbeit des Vereins sehr kostenintensiv ist im Hinblick darauf, im Jakobsberg in der ehemaligen Untertageverlagerung Dachs 1 regelmäßig für die Öffentlichkeit Führungen durchführen zu können und dort langfristig eine Gedenkstätte einzurichten. Über die Arbeit des Vereins informiert die Internetseite www.gedenkstaette-porta.de.

Eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich, aber aus organisatorischen Gründen erwünscht, um die Teilnehmerzahl einschätzen zu können. Eine Mitteilung über die Teilnahme kann gesendet werden an info@gedenkstaette-porta.de.

_______________________________________________


- Samstag, 8. Dezember 2018 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung


Ausstellungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer: Vom 31. August bis zum 16. Dezember 2018, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr, sowie für Gruppen / Schulklassen etc. nach Vereinbarung: info@zellentrakt.de


Ausgangs- und Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Den Täter-Dokumenten werden historische Privat- und Familienfotos der von Verfolgung betroffenen Menschen entgegengesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Er zeigt, welchen maßgeblichen Anteil die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma daran hatte, die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des "Dritten Reiches" zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte zu machen.

Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti- und Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.


Die Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, wird in Herford um lokale Verfolgungsbeispiele ergänzt.

Zu dieser Ausstellung gibt es in der Gedenkstätte pädagogische Begleitmaterialien und Bildungsangebote.

_______________________________________________


- Sonntag, 9. Dezember 2018 um 11.00 Uhr -


Gespräch mit der Holocaust Überlebenden Rozette Kats (Amsterdam)


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Kleiner Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Musikalischer Beitrag: Trio Fain


Die Niederländerin Rozette Kats, Jahrgang 1942, erfährt am Vorabend ihres sechsten Geburtstages, dass sie das Kind jüdischer Eltern ist, die den Holocaust nicht überlebt haben. Ihr Onkel, der einzige weitere Überlebende der Familie, vermag nicht über die ermordeten Verwandten zu sprechen. Ihren Rettern und Pflegeeltern spielt Rozette das fröhliche Kind vor, doch es plagen sie Ängste und mit zunehmendem Alter auch Fragen über das Leben und Sterben ihrer Eltern.

Erst Mitte der 1980er Jahre bekommt sie von ihrem Onkel, der schwer erkrankt ist, das Hochzeitsbild ihrer Eltern. Später findet sie heraus, dass circa drei Monate vor der Deportation der Eltern von Westerbork nach Auschwitz-Birkenau ihr Bruder geboren wurde. Es ist ein langer und schmerzlicher Prozess für Rozette Kats, mit dem Schatten der Vergangenheit leben zu lernen, der ihr vor allem durch ein vielfältiges Engagement in der Erinnerungsarbeit auf beeindruckende Weise gelungen ist. Sie spricht persönlich und offen über ihr Leben, geprägt von der Suche nach der eigenen Identität.


Eine Veranstaltung mit Unterstützung der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" im Rahmen der Ausstellung "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht" vom 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019 in der Volkshochschule Bielefeld.

_______________________________________________


- Sonntag, 9. Dezember 2018 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung


Ausstellungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer: Vom 31. August bis zum 16. Dezember 2018, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr, sowie für Gruppen / Schulklassen etc. nach Vereinbarung: info@zellentrakt.de


Ausgangs- und Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Den Täter-Dokumenten werden historische Privat- und Familienfotos der von Verfolgung betroffenen Menschen entgegengesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Er zeigt, welchen maßgeblichen Anteil die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma daran hatte, die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des "Dritten Reiches" zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte zu machen.

Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti- und Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.


Die Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, wird in Herford um lokale Verfolgungsbeispiele ergänzt.

Zu dieser Ausstellung gibt es in der Gedenkstätte pädagogische Begleitmaterialien und Bildungsangebote.

_______________________________________________


- Sonntag, 9. Dezember 2018 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

_______________________________________________


- Mittwoch, 12. Dezember 2018 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Verena Schneider: "Leidbilder: Sex-Zwangsarbeit in Erinnerung und Forschung"


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Kleiner Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Die Darstellung des Schicksals der Sex-Zwangsarbeiterinnen unterliegt bis heute der Deutungshoheit eines dominanten Überlebenden-Kollektivs, die von den meisten Historikerinnen und Historikern fortgeführt wird.


Verena Schneider legt in ihrer Studie "Leidbilder: Sex-Zwangsarbeit in nationalsozialistischen Lagerbordellen in Erinnerung und Forschung" (Marta Press UG, Oktober 2017) das Netz von Ausschlussmechanismen und Diskreditierungen offen, das die Erinnerung an das Leben und Schicksal der Sex Zwangsarbeiterinnen nach Ende des Zweiten Weltkrieges nachhaltig formte.


Verena Schneider, MA, Studium der Kulturwissenschaft, Gender Studies und Holocaust Studies, lebt und arbeitet als Historikerin in Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Gender und Sexualität im Nationalsozialismus, sexualisierte Gewalt während des Zweiten Weltkriegs sowie Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Sie engagiert sich in queer-feministischen Initiativen in Berlin.


Eine Vortrag im Rahmen der Ausstellung "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht" vom 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019 in der Volkshochschule Bielefeld.

_______________________________________________


- Donnerstag, 13. Dezember 2018 um 19.30 Uhr -


Lesung aus den Werken von Ruth Michaelis-Jena, Detmold, und Jenny Aloni, Paderborn


Veranstaltungsort:

Haus Münsterberg
Hornsche Straße 38
32756 Detmold

www.gfcjz-lippe.de


Ein Projekt des Literaturzirkels Bielefeld mit Musik des Jazz-Klarinettisten Lothar Henkenjohann


Die aus Detmold stammende Buchhändlerin und Autorin Ruth Michaelis-Jena wurde durch ihren autobiografischen Bericht "Auch wir waren des Kaisers Kinder" bekannt. Sie gibt hier anschauliche Einblicke in das Leben eines sehr wachen jüdischen Mädchens zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Schleichender Antisemitismus eskalierte in dem Beschmieren ihres Buchladens bereits im März 1933 - eine Erfahrung, die sie schnellstens Detmold verlassen ließ. Sie lebte bis 1989 in Edinburg.


Jenny Aloni wurde 1917 in Paderborn geboren und verließ auf Grund antisemitischer Anfeindungen schon als Schülerin und gegen den Willen ihrer Eltern Paderborn. Sie wollte nach Israel emigrieren. Das gelang ihr schließlich noch gerade rechtzeitig mit Hilfe eines Kindertransportes im Jahr 1939. In Israel arbeitete sie in unterschiedlichen sozialen Berufen und schrieb gleichzeitig literarische Texte - weiterhin in ihrer deutschen Muttersprache. Eine Fülle von Romanen, Erzählungen, Gedichten und Tagebucheinträgen sind überliefert und inzwischen auch zugänglich. Jenny Aloni starb 1993 in Ganei Yehuda.


Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.

_______________________________________________


- Samstag, 15. Dezember 2018 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung


Ausstellungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer: Vom 31. August bis zum 16. Dezember 2018, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr, sowie für Gruppen / Schulklassen etc. nach Vereinbarung: info@zellentrakt.de


Ausgangs- und Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Den Täter-Dokumenten werden historische Privat- und Familienfotos der von Verfolgung betroffenen Menschen entgegengesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Er zeigt, welchen maßgeblichen Anteil die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma daran hatte, die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des "Dritten Reiches" zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte zu machen.

Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti- und Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.


Die Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, wird in Herford um lokale Verfolgungsbeispiele ergänzt.

Zu dieser Ausstellung gibt es in der Gedenkstätte pädagogische Begleitmaterialien und Bildungsangebote.

_______________________________________________


- Sonntag, 16. Dezember 2018 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Letzter Tag der Ausstellung: "Rassendiagnose: Zigeuner" - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung


Ausstellungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer: Vom 31. August bis zum 16. Dezember 2018, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr, sowie für Gruppen / Schulklassen etc. nach Vereinbarung: info@zellentrakt.de


Ausgangs- und Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Den Täter-Dokumenten werden historische Privat- und Familienfotos der von Verfolgung betroffenen Menschen entgegengesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Er zeigt, welchen maßgeblichen Anteil die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma daran hatte, die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des "Dritten Reiches" zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte zu machen.

Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti- und Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.


Die Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, wird in Herford um lokale Verfolgungsbeispiele ergänzt.

Zu dieser Ausstellung gibt es in der Gedenkstätte pädagogische Begleitmaterialien und Bildungsangebote.

_______________________________________________


- Dienstag, 18. Dezember 2018 um 18.00 Uhr -


Offenes Antifa-Treffen Bielefeld - www.offenesantifatreffenbi.noblogs.org


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Die "Alternative für Deutschland" (AfD) in den Parlamenten, "Pegida" auf den Straßen und Rechtsrock-Großevents. Der braune Mob fühlt sich sicher und die rechte Mobilmachung wirkt: Ausgrenzung und Gewalt gegen alle, die nicht in das rechte Weltbild passen, sowie ein autoritärer Staat, der sich gegen jeglichen linken Protest wendet, sind die Folgen.

Anstatt den Ausgegrenzten und Drangsalierten solidarisch Beiseite zu stehen, wird nach oben gebuckelt und nach unten getreten. Frauen wird das Recht auf Selbstbestimmung abgesprochen und Rechte sehnen sich traditionelle Geschlechterrollen zurück.

Auch in Bielefeld und Umgebung treffen wir auf sie. Rechte Burschenschafter und "Identitäre" organisieren einen rechten Kongress, die AfD führt Kundgebungen und Veranstaltungen durch. Neonazis und völkische Siedler treiben im Umland ihr Unwesen. Und mit der ZAB ("Zentrale Ausländerbehörde") gibt es in Bielefeld eine wesentliche Akteurin des deutschen Abschiebe-Regimes.

Uns macht das alles ziemlich wütend. Geht es dir auch so? Möchtest du Leute kennenlernen und dich mit ihnen organisieren? Dann komm zum Offenen Antifa-Treffen!

Das Offene Antifa-Treffen soll besonders eine Anlaufstelle für junge Menschen sein, die sich gegen den Rechtsruck organisieren wollen. Denn Neonazismus kann nur organisiert wirksam bekämpfen werden. Wir wollen hier gemeinsam Aktionen planen, Informationen und praktische Tipps austauschen. Das Offene Antifa-Treffen soll aber vor allem auch euer Treffen sein! Bringt deswegen gerne eigene Ideen und Wünsche und natürlich eure Freundinnen und Freunde mit.

Wir sehen uns beim offenen Antifa-Treffen!

Ab dem 19. Juni 2018 jeden dritten Dienstag im Monat um 18.00 Uhr im AJZ Bielefeld.

_______________________________________________


- Samstag, 22. Dezember 2018 von 11.00 bis 14.00 Uhr -


Rundgang zu den Außenlagern des KZ Neuengamme an der Porta Westfalica


Treffpunkt:

Parkplatz Kaiserhof
Freiherr-vom-Stein-Straße 1
32457 Porta Westfalica


Der Verein "KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica e.V." bietet im Jahr 2018 sechs Über-Tageführungen zu den Arbeits- und Unterbringungsorten der KZ-Häftlinge an. Aufklärung der Öffentlichkeit und Schaffung einer Gedenkstätte sind die Ziele des Vereins.

Am 13. Oktober 2018 fand die erste der ab dann regelmäßig an jedem 2. und 4. Samstag angebotenen Führungen statt, die jeweils um 11.00 Uhr am Parkplatz des ehemaligen Hotels Kaiserhof in Porta Westfalica beginnen. Vom Parkplatz aus geht es über die Weserbrücke zu den ehemaligen Arbeitsorten der Häftlinge am Jakobsberg. Der Rundgang endet am Mahnmal am Grünen Markt in Hausberge. Da es ein Stück des Weges den Jakobsberg hinauf und wieder hinunter geht, sollten die Teilnehmenden trittsicher auf Wanderwegen sein und über gutes Schuhwerk verfügen.

In der etwa zwei bis zweieinhalb Stunden dauernden Führung erhalten die Teilnehmenden an den Orten des Geschehens fundierte Informationen über die drei Außenlager mit der Untertageverlagerung Dachs 1 im Jakobsberg und das Leiden der KZ-Häftlinge, die in den Lagern an der Porta Westfalica unter grausamen Bedingungen zur Arbeit gezwungen wurden und in erschütterndem Ausmaß Hunger, Krankheiten und Gewalt ausgesetzt waren. Der Verein bietet diese Führungen durch hierfür speziell qualifizierte Gästeführer an, die sich eingehend mit der Thematik auseinandergesetzt haben und kontinuierlich auch im Hinblick auf wissenschaftlich gesicherte Fakten weitergebildet werden. Die Routen des Vereins sowie die Inhalte der Führungen sind entsprechend wissenschaftlich fundiert.

Für die Führungen des Vereins wird gern eine Spende entgegengenommen, da die Arbeit des Vereins sehr kostenintensiv ist im Hinblick darauf, im Jakobsberg in der ehemaligen Untertageverlagerung Dachs 1 regelmäßig für die Öffentlichkeit Führungen durchführen zu können und dort langfristig eine Gedenkstätte einzurichten. Über die Arbeit des Vereins informiert die Internetseite www.gedenkstaette-porta.de.

Eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich, aber aus organisatorischen Gründen erwünscht, um die Teilnehmerzahl einschätzen zu können. Eine Mitteilung über die Teilnahme kann gesendet werden an info@gedenkstaette-porta.de.

_______________________________________________


- Sonntag, 23. Dezember 2018 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagoginnen und Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

_______________________________________________


- Donnerstag, 10. Januar 2019 um 19.30 Uhr -


Lesung mit Leonore Franckenstein und Brigitte Siebrasse: "Germaine Tillion, ein Leben im Widerstand"


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Kleiner Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


In Leben und Werk der französischen Widerstandskämpferin Germaine Tillion (1907 - 2008) verband sich aufgeklärte, klarsichtige Reflexion mit mutigem Handeln. Sie war von der grundsätzlichen Gleichwertigkeit der Menschen überzeugt und dass nur die Gesellschaft eine Zukunft hat, die sich dem Anderen, Neuen, dem Fremden öffnet. Germaine Tillions "instinktive gefühlsmäßige Überwältigung" als Lagerinsassin in Ravensbrück 1943 ist Thema der Lesung.


Eine Lesung im Rahmen der Ausstellung "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht" vom 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019 in der Volkshochschule Bielefeld.

_______________________________________________


- Freitag, 11. Januar 2019 um 20.30 Uhr -


Filmvorführung: "Ein Lebender geht vorbei" (Regie: Claude Lanzmann, Frankreich 1997, 65 Minuten)


Veranstaltungsort:

Offkino im Filmhaus Bielefeld
August-Bebel-Straße 94
33602 Bielefeld

www.offkino.de


Maurice Rossel, ein Offizier der Schweizer Armee, der während des Zweiten Weltkriegs als Delegierter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Berlin stationiert gewesen war, wollte Claude Lanzmann nicht empfangen. So überrumpelte ihn Lanzmann mit einem Überraschungsbesuch, bei dem dies Filmgespräch in höchst gespannter Atmosphäre zustande kam. Als einziger Delegierter hatte Rossel nämlich schon 1943 das Konzentrationslager Auschwitz besucht. 1944 war er dann auf Einladung nach Theresienstadt gereist und den Täuschungsmanövern der SS aufgesessen, wie sein damals verfasster offizieller Bericht über das "Vorzeigelager" beweist.


Eine Filmvorführung im Rahmen der Ausstellung "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht" vom 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019 in der Volkshochschule Bielefeld.

_______________________________________________


- Donnerstag, 17. Januar 2019 um 19.30 Uhr -


"Lebensspuren ... " - Daniel Hoffmann im Gespräch mit Raphaela Kula


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Kleiner Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Daniel Hoffmann, geboren 1959 in Bielefeld, ist zusammen mit seiner Schwester in einer Nachkriegsfamilie groß geworden, die die mörderische Geschichte des 20 Jahrhunderts geprägt hat: der Vater ein Überlebender der Lager, die Mutter eine Heimat-Vertriebene aus Stettin. Die Erzählungen des Vaters aus dem Lager sowie die Erinnerung an seine in Auschwitz ermordete Verlobte Lotte Windmüller gehören zum Alltag dieser Familie.

Was bedeuten diese Lebensspuren einer vernichteten Vergangenheit für Daniel Hoffmann?


Eine Gespräch im Rahmen der Ausstellung "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht" vom 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019 in der Volkshochschule Bielefeld.

_______________________________________________


- Sonntag 20. Januar 2019 um 11.00 Uhr -


Stadtrundgang auf den Spuren der Bielefelder Deportationen von 1941 bis 1945


Treffpunkt:

Mahnmal zur Erinnerung an die Deportation
der ostwestfälischen Jüdinnen und Juden
Am Bahnhof 1b
33602 Bielefeld


Der Bielefelder Haupt- und Güterbahnhof war von 1941 bis 1945 für weit mehr als 1.800 jüdische Menschen Ausgangspunkt für die Fahrt in den Tod. Spuren in der Stadt Bielefeld erinnern auch heute noch an ihre Ausgrenzung, Ausplünderung, Verfolgung und Deportation. Während des Rundgangs mit Lutz Havemann werden unter anderem Postkarten Deportierter verlesen.


Eine Stadtrundgang im Rahmen der Ausstellung "Waarom schrijf je me niet" - "Warum schreibst du mir nicht" vom 5. November 2018 bis zum 20. Januar 2019 in der Volkshochschule Bielefeld.

_______________________________________________


- Dienstag, 22. Januar 2019 um 19.00 Uhr -


Vortrag und Diskussion mit Klaus Gietinger: Eine Leiche im Landwehrkanal


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Historischer Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ist eine der großen Tragödien des 20. Jahrhunderts. Kaum ein politischer Mord hat so sehr die Gemüter bewegt und das politische Klima in Deutschland verändert wie jener in der Nacht vom 15. auf den 16. Januar 1919 vor dem Hotel mit dem paradiesischen Namen Eden. Der Mord war Auftakt für weitere politische Morde und nicht nur das.

"Da begann jener schauerliche Zug von Toten, fortgesetzt im März 1919 schon und ging weiter die ganzen Jahre und Jahre, Gemordete und Gemordete", wie Paul Levi es in seinem berühmten Plädoyer drei Jahre vor der NS-Herrschaft ausdrückte.


Klaus Gietinger, geboren 1955 in Lindenberg im Allgäu, ist ein deutscher Buchautor, Drehbuchautor, Filmregisseur und Sozialwissenschaftler.


Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Novemberrevolution - Die Geburt der deutschen Demokratie"; ein Kooperationsprojekt der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., des Rosa-Luxemburg-Clubs Bielefeld, der Arbeitsgemeinschaft für Zeitgeschichte des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg e.V., der Volkshochschule Bielefeld, Arbeit und Leben Bielefeld e.V. DGB / VHS und dem DGB Ostwestfalen-Lippe.

_______________________________________________


- Samstag, 26. Januar 2019 von 14.00 bis 16.30 Uhr -


Jüdischer Friedhof in Lage vom 17. Jahrhundert bis heute: Begehung des Geländes mit Erläuterungen


Treffpunkt:

Jüdischer Friedhof
Flurstraße 9
32791 Lage


- Teilnehmende Männer werden gebeten, bei der Besichtigung eine Kopfbedeckung zu tragen.


Im Jahr 2012 / 2013 wurden durch Grabungsarbeiten zahlreiche Grabsteinfragmente mit hebräischen Inschriften freigelegt, restauriert und wieder zu vollständigen Grabsteinen zusammengesetzt. Zwischenzeitlich sind sowohl diese wieder ans Licht geholten sehr alten Grabsteine übersetzt, als auch die 98 Grabsteine des Friedhofteiles zur Flurstraße hin. Die dadurch möglichen Rekonstruktionen der Stammbäume der Familien, die in Lage gewohnt haben und hier beerdigt wurden, sind neuer Bestandteil des Vortrages.


Die Referentin, Dipl.-Ing. Margarete Wißmann von der Stabstelle Umwelt und Klimaschutz der Stadt Lage, kann dabei in die Geschichte des Friedhofs bis ins 17. Jahrhundert zurückblicken. Bei schlechtem Wetter findet nur eine kurze Besichtigung des Friedhofes statt. Der Vortrag würde dann an Hand einer Power-Point-Präsentation im Gemeindehaus der selbst. ev.-luth. Christusgemeinde in der Flurstraße 17 ausführlicher folgen.


Veranstaltung der Volkshochschule Lippe-West anlässlich des Holocaust-Gedenktages in Kooperation mit der Stadt Lage.

www.vhs-lw.de

_______________________________________________


- Sonntag, 27. Januar 2019 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Ausstellung "Justiz und Nationalsozialismus"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
Sonderausstellungsraum
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Ausstellungsdauer: Vom 27. November 2018 bis zum 3. März 2019, dienstags bis freitags von 10.00 bis 17.00 Uhr, samstags und sonntags sowie an Feiertagen von 10.00 bis 18.00 Uhr.


"Der Dolch des Mörders war unter der Robe des Richters verborgen." Dieser Schlüsselsatz aus dem Urteil im Juristen-Prozess, einem der zwölf Nachfolgeprozesse des Nürnberger Kriegsverbrechertribunals, macht deutlich, welche Schuld Juristen während der NS-Diktatur auf sich geladen haben. Unter dem Deckmantel einer unabhängigen Justiz sprachen sie ihre Urteile "im Namen des deutschen Volkes", dienten jedoch einem verbrecherischen System. Als Ministerialbeamte wirkten Juristen an der Ausarbeitung von Rechtsvorschriften mit, die allein die Diskriminierung und Entrechtung von Menschen zum Ziel hatten, um sie aus der Mehrheitsgesellschaft auszuschließen. Als Staatsanwälte verfolgten Juristen Unschuldige; als Richter verhängten sie ungerechte und unmenschlich harte Strafen gegen Andersdenkende.

Die erschreckende Bilanz: Über 16.000 Todesurteile, davon allein 5.000 des Volksgerichtshofs. In vielen Fällen handelte es sich um nichts anderes als Justizmord auf Geheiß der Führung des NS-Staates. Diese Morde blieben nach dem Ende der Diktatur ungesühnt. Kein einziger Richter eines Sondergerichts oder des Volksgerichtshofs ist in der Bundesrepublik Deutschland zur Rechenschaft gezogen worden. Dafür sorgten Richter und Staatsanwälte, die schon während der Zeit des Nationalsozialismus in der Justiz Dienst taten, und ihre Karrieren im neuen Rechtsstaat zumeist unbehelligt fortsetzen konnten.

Die Wanderausstellung der Dokumentations- und Forschungsstelle "Justiz und Nationalsozialismus" NRW. lädt dazu ein, sich mit den vielfältigen Verstrickungen der Justiz in das von den Nationalsozialisten begangene Unrecht selbständig zu beschäftigen. Sie zeigt auch die Nachwirkungen der Diktatur von der Gründung der Bundesrepublik bis in die heutige Zeit auf. Darüber hinaus wird deutlich, wie bereits die Justiz der Weimarer Republik dem nationalsozialistischen Unrechtsregime den Weg ebnete und mit welcher Selbstverständlichkeit nach der Machtübernahme die Gleichschaltung der Justiz gelang.

Es wird deutlich, dass mit dem Justizpersonal des NS-Staates ein echter "Neuanfang" nach dem Ende des Terror-Regimes und eine schonungslose Aufarbeitung der NS-Vergangenheit nicht gelingen konnten. Schließlich wird der mühevolle Weg der Ahndung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen in den Konzentrationslagern nachgezeichnet, der noch immer nicht zu Ende ist.

_______________________________________________


- Sonntag, 24. Februar 2019 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Ausstellung "Justiz und Nationalsozialismus"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
Sonderausstellungsraum
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Ausstellungsdauer: Vom 27. November 2018 bis zum 3. März 2019, dienstags bis freitags von 10.00 bis 17.00 Uhr, samstags und sonntags sowie an Feiertagen von 10.00 bis 18.00 Uhr.


"Der Dolch des Mörders war unter der Robe des Richters verborgen." Dieser Schlüsselsatz aus dem Urteil im Juristen-Prozess, einem der zwölf Nachfolgeprozesse des Nürnberger Kriegsverbrechertribunals, macht deutlich, welche Schuld Juristen während der NS-Diktatur auf sich geladen haben. Unter dem Deckmantel einer unabhängigen Justiz sprachen sie ihre Urteile "im Namen des deutschen Volkes", dienten jedoch einem verbrecherischen System. Als Ministerialbeamte wirkten Juristen an der Ausarbeitung von Rechtsvorschriften mit, die allein die Diskriminierung und Entrechtung von Menschen zum Ziel hatten, um sie aus der Mehrheitsgesellschaft auszuschließen. Als Staatsanwälte verfolgten Juristen Unschuldige; als Richter verhängten sie ungerechte und unmenschlich harte Strafen gegen Andersdenkende.

Die erschreckende Bilanz: Über 16.000 Todesurteile, davon allein 5.000 des Volksgerichtshofs. In vielen Fällen handelte es sich um nichts anderes als Justizmord auf Geheiß der Führung des NS-Staates. Diese Morde blieben nach dem Ende der Diktatur ungesühnt. Kein einziger Richter eines Sondergerichts oder des Volksgerichtshofs ist in der Bundesrepublik Deutschland zur Rechenschaft gezogen worden. Dafür sorgten Richter und Staatsanwälte, die schon während der Zeit des Nationalsozialismus in der Justiz Dienst taten, und ihre Karrieren im neuen Rechtsstaat zumeist unbehelligt fortsetzen konnten.

Die Wanderausstellung der Dokumentations- und Forschungsstelle "Justiz und Nationalsozialismus" NRW. lädt dazu ein, sich mit den vielfältigen Verstrickungen der Justiz in das von den Nationalsozialisten begangene Unrecht selbständig zu beschäftigen. Sie zeigt auch die Nachwirkungen der Diktatur von der Gründung der Bundesrepublik bis in die heutige Zeit auf. Darüber hinaus wird deutlich, wie bereits die Justiz der Weimarer Republik dem nationalsozialistischen Unrechtsregime den Weg ebnete und mit welcher Selbstverständlichkeit nach der Machtübernahme die Gleichschaltung der Justiz gelang.

Es wird deutlich, dass mit dem Justizpersonal des NS-Staates ein echter "Neuanfang" nach dem Ende des Terror-Regimes und eine schonungslose Aufarbeitung der NS-Vergangenheit nicht gelingen konnten. Schließlich wird der mühevolle Weg der Ahndung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen in den Konzentrationslagern nachgezeichnet, der noch immer nicht zu Ende ist.

_______________________________________________


zurück