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Aktualisiert am Mittwoch, 20. September 2017 - Gegenwärtig 39 Termine , 22.09.2017 :

www.hiergeblieben.de: Veranstaltungskalender

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Übersicht Veranstaltungen:


- September 2017 -

20.09.2017: Herford: Kundgebung: Sofortige Einstellung aller HudL-Prozesse!
20.09.2017: Detmold in der NS-Zeit - Stadtrundgang des Antifaschistischen Arbeitskreises Detmold
20.09.2017: Bad Salzuflen: Die Bedeutung des "modernen" und "neuzeitlichen" KZ Sachsenhausen ...
20.09.2017: Bünde: Buchvorstellung mit Dr. Stephan Grigat: AfD und FPÖ - Antisemitismus ...

21.09.2017: Bielefeld: Szenische Lesung: Die "Alten Kämpferinnen" - Frauen in der NSDAP vor 1933
21.09.2017: Minden: Filmvorführung: "Hannah Arendt. Ihr Denken veränderte die Welt" (2012)

23.09.2017: Eschede: Demonstration gegen das so genannte Erntefest auf Hof Nahtz
23.09.2017: Bünde: Demonstration: Bünde bleibt bunt statt Braun! - Der rechten Hetze entgegentreten!

24.09.2017: Detmold: Auf den Spuren der jüdischen Familie Herzberg: Mit Gudrun Mitschke-Buchholz
24.09.2017: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS

25.09.2017: Bielefeld: Lesung mit Lutz Taufer: "Über Grenzen: Vom Untergrund in die Favela"

27.09.2017: Petershagen: Vortrag von Julian Feldmann, Kiel: Die "Ahnenstätte" Petershagen-Seelenfeld
27.09.2017: Detmold: Weg sein - hier sein: "Eine Lesung über Flucht und Ankunft"

28.09.2017: Bielefeld: Vortrag und Diskussion: Militarisierung der Polizei


- Oktober 2017 -

07.10.2017: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

08.10.2017: Detmold: Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold mit Volker Buchholz
08.10.2017: Porta Westfalica: Grabsteine erzählen: Führung über den jüdischen Friedhof in Hausberge
08.10.2017: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS

13.10.2017: Hamm: Tagung der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus NRW in Westfalen

15.10.2017: Detmold: Auf jüdischen Spuren - Stadtrundgang mit Gudrun Mitschke-Buchholz

16.10.2017: Petershagen: Thomas Gabelin: "Wenn das Leben in - und trotz - Theresienstadt beginnt"
16.10.2017: Bielefeld: 17.07.2017: Bielefeld: FLTI*Kneipe

17.10.2017: Petershagen: Jüdischer Liederabend
17.10.2017: Bielefeld: Konzert: Früchte des Zorns

19.10.2017: Minden: Vortrag von Dr. Karsten Wilke: Lifestyle, Zeichen und Codes der extremen Rechten

22.10.2017: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS

29.10.2017: Stukenbrock: Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne


- November 2017 -

04.11.2017: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

05.11.2017: Bielefeld: "Herzkeime" - Eine szenische Reise

09.11.2017: Hüllhorst: Vortrag von Norbert Ellermann: Die Konzentrationslager in Porta Westfalica

11.11.2017: Minden: "Solange wir dichten und schreiben, geschieht uns nichts"

12.11.2017: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS
12.11.2017: Petershagen: "Solange wir dichten und schreiben, geschieht uns nichts"

15.11.2017: Minden: Ausstellung: "Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof am Ner "

16.11.2017: Bielefeld: Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof - Geschichte und Erinnerung

26.11.2017: Stukenbrock: Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne
26.11.2017: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS


- Januar 2018 -

22.01.2018: Bielefeld: Lesung: Erben des Holocaust: Leben zwischen Schweigen und Erinnerung


- März 2018 -

14.03.2018: Bielefeld: Vortrag: Der evangelische Pfarrer und Christ jüdischer Herkunft Hans Ehrenberg

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- Mittwoch, 20. September 2017 um 11.00 Uhr -


Kundgebung: Sofortige Einstellung aller HudL-Prozesse!


- Aktuelle Informationen: www.sids.blogsport.de


Veranstaltungsort:

Amtsgericht Herford
Auf der Freiheit 7
32052 Herford


1. Prozesstag

Am 20. September 2017 findet um 12.15 Uhr am Amtsgericht Herford der erste Prozess bezüglich des antifaschistischen Protestes im Februar 2017 gegen die AfD im Haus unter den Linden (HudL) statt.

Um uns mit unserem Genossen zu solidarisieren, ist ab 11.00 Uhr vor dem Amtsgericht Herford eine Kundgebung angemeldet. Des Weiteren tragen wir somit unsere Forderung auf die Straße: Sofortige Einstellung aller HudL-Prozesse!

Nach der Kundgebung werden wir gemeinsam den Prozess verfolgen.

Wir freuen uns über zahlreiche Unterstützung!


Aufruf: Solidarität ist der Schlüssel - gegen Repression und Nationalismus

Am 28.02.2017 hatte die AfD im Haus unter den Linden (HudL) in Herford eine Wahlkampfveranstaltung für die Landtagswahlen in NRW angekündigt, um unter dem Deckmantel einer demokratischen Partei ungestört ihren völkischen Nationalismus und ihre rassistischen Positionen unter die Leute bringen zu können. Doch daraus wurde zunächst nichts, denn AntifaschistInnen protestierten unter dem Motto "Kein Raum für rechte Hetze" friedlich mit einer Sitzblockade auf den Treppen zu den Veranstaltungsräumen. Die DemonstrantInnen forderten von der Stadt Herford als Betreiberin des Bürgerzentrums eine Absage der Veranstaltung. Dieser Forderung schlossen sich über 150 Menschen vor dem HudL an, die dem Demonstrationsaufruf des Herforder "Bündnis gegen Rechts" gefolgt waren.

Trotz des friedlichen Charakters der Sitzblockade gingen die Beamten der Einsatzhundertschaft aus Dortmund unter Leitung des Herforder Hauptkommissars Rainer Koch mit unverhältnismäßiger Härte gegen die Demonstrierenden vor. Nachdem die Presse durch die Polizei vom Ort des Geschehens verwiesen wurde, räumte die Polizei durch Tritte und gezielte Faustschläge der AfD den Weg frei! AktivistInnen wurden unter menschenverachtenden Beleidigungen durch die Beamten aus dem Gebäude geschleift. Die vor dem Haus protestierenden BürgerInnen waren vom brutalen Vorgehen der Polizei schockiert und solidarisierten sich mit den Betroffenen. Kritische Stimmen zum Einsatz der Polizei fanden auch VertreterInnen der Partei Die Linke und des DGB bei einer anschließenden Pressekonferenz.

In Anbetracht von rassistischer Hetze, Anschlägen auf Geflüchtete und deren Unterkünfte sowie der unmenschlichen EU-Abschottungspolitik ist ein entschlossener Protest gegen diese Zustände notwendiger denn je! Trotzdem wird einzelnen BlockiererInnen der "HudL-Aktion" jetzt der Prozess gemacht. Diese Kriminalisierung linken Protestes und die damit einhergehende Legitimierung von Polizeigewalt werden wir nicht hinnehmen! Deshalb solidarisieren wir uns mit den von Repression betroffenen AntifaschistInnen und fordern die sofortige Einstellung aller Prozesse! Unterstützt uns und lasst die Leute nicht alleine!

Betroffen sind Einzelne - Gemeint sind wir Alle!

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- Mittwoch, 20. September 2017 von 16.00 bis 18.00 Uhr -


Detmold in der NS-Zeit - Stadtrundgang des Antifaschistischen Arbeitskreises Detmold


- Aktuelle Informationen: www.antifa-detmold.de


Treffpunkt:

Landestheater
Theaterplatz 1
32756 Detmold

www.landestheater-detmold.de


In circa zwölf Stationen wird die NS-Zeit in Detmold den Teilnehmenden des Rundgangs vor Augen geführt - Gebäude, Bilder und Texte erzählen vom Widerstand, von der Verfolgung der Jüdinnen und Juden, Kommunistinnen und Kommunisten, anderen Gegnerinnen und Gegnern … und von den Tätern … der damaligen Zeit.

Heutiger Rassismus, Neonazismus und andere Menschenfeindlichkeit kommen zur Sprache - was können wir tun?

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- Mittwoch, 20. September 2017 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Prof. Dr. Günter Morsch: Die Bedeutung des "modernen" und "neuzeitlichen" KZ Sachsenhausen im System der Konzentrationslager von 1936 bis 1945


Veranstaltungsort:

Kur- und Stadttheater
Parkstraße 26
32105 Bad Salzuflen


- Der Eintritt ist kostenlos: Es wird um Spenden für das "Kuratorium - Erinnern, Forschen, Gedenken e.V.", Herford - und die "KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica e.V." gebeten.


Innerhalb des Systems der nationalsozialistischen Konzentrationslager nahm das 1936 von Häftlingen errichtete KZ Sachsenhausen als erster großer, von einem SS-Architekten durchgeplanter KZ-Komplex eine besondere Stellung ein. Der Baubeginn des nur acht Kilometer von der Reichshauptstadt Berlin entfernten Lagers erfolgte im Juli 1936, etwa zwei Wochen bevor in Berlin die Olympischen Spiele eröffnet wurden. Das Lager war zugleich Modell für den weiteren Ausbau des KZ-Systems und SS-Ausbildungsstätte. Vom "Reichsführer SS" Heinrich Himmler wurde es als "ein vollkommen neues, jederzeit erweiterungsfähiges, modernes und neuzeitliches Konzentrationslager" bezeichnet.


Prof. Dr. Günter Morsch, 1952 geboren, ist Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen sowie Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte des Nationalsozialismus und der "Erinnerungskultur" vorgelegt.


Veranstalterinnen: Lions Club Bad Salzuflen und Rotary Club Bad Salzuflen.

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- Mittwoch, 20. September 2017 um 19.30 Uhr -


Buchvorstellung mit Dr. Stephan Grigat: AfD und FPÖ - Antisemitismus, völkischer Nationalismus und Geschlechterbilder


Veranstaltungsort:

JZ Villa Kunterbunt
Kaiser-Wilhelm-Straße 2
32257 Bünde

www.facebook.com/villabuende/


Die Beiträge des Bandes diskutieren Politik und Ideologie der "Alternative für Deutschland" und der "Freiheitlichen Partei Österreichs" vor dem Hintergrund der Asyl-, Flüchtlings- und Islamdebatte in den Nachfolgestaaten des Nationalsozialismus. Die vergangenheitspolitischen Diskussionen über den Umgang mit dem Nationalsozialismus in den beiden Parteien werden ebenso beleuchtet wie die Positionierungen zum Antisemitismus, zu Israel und zur muslimischen Einwanderung.

Die Beiträge thematisieren die völkischen, aggressiv-nationalistischen Positionierungen von AfD und FPÖ, die von beiden Parteien proklamierten Geschlechterbilder und Gesellschaftsvorstellungen, die Rolle von studentischen Burschenschaften und die Entwicklungen in einzelnen Landesverbänden. Begriffe wie "Rechtspopulismus" und "Rechtsextremismus" werden vor dem Hintergrund der Erfahrung des Nationalsozialismus ebenso diskutiert wie Strategien gegen Antisemitismus und Rechtsradikalismus in Zeiten des Erstarkens islamistischer Bewegungen.

Mit Beiträgen von: Julius H. Schoeps, Stephan Grigat, Samuel Salzborn, Marc Grimm und Bodo Kahmann, Juliane Lang, Christoph Kopke und Alexander Lorenz, Heribert Schiedel, Bernhard Weidinger, Karin Stögner, Gerhard Scheit und Franziska Krah.

Das Werk ist Teil der Reihe Interdisziplinäre Antisemitismusforschung / Interdisciplinary Studies on Antisemitism, Band 7, erschienen im Nomos-Verlag.


Dr. Stephan Grigat, geb. 1971 in Berlin, ist Politikwissenschaftler mit den Schwerpunkten kritische Gesellschaftstheorie, Antisemitismus, Nahost-Konflikt und Iran. Nach dem Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Philosophie in Berlin und Wien promovierte er 2006 an der FU Berlin zu Marx’ Fetischkritik und ihrer Bedeutung für die Kritik des Antisemitismus.

Nach Lehrtätigkeit an den Universitäten Wien und Graz sowie Forschungsaufenthalten in Israel war er zuletzt Gastprofessor für kritische Gesellschaftstheorie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. 2016/17 ist er Gastprofessor für Israel Studies am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam / Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg


Veranstalterin: Initiative 9. November Bünde: www.facebook.com/9NovemberBuende/

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- Donnerstag, 21. September 2017 um 19.00 Uhr -


Szenische Lesung: Die "Alten Kämpferinnen" - Frauen in der NSDAP vor 1933

- Mit einer Einführung von Dr. Katja Kosubek


Veranstaltungsort:

Historisches Museum
Ravensberger Park 2
33607 Bielefeld

www.historisches-museum-bielefeld.de


Im Sommer 1934 verfassten Nationalsozialistinnen der ersten Stunde, auch "Alte Kämpferinnen" genannt, ihre Lebensgeschichten. Der Hintergrund war ein Aufsatzwettbewerb unter der Fragestellung "Warum ich vor 1933 der NSDAP beigetreten bin". Von insgesamt 600 Zuschriften stammten 36 aus der Feder von Frauen. Die Frage nach den Ursachen des Nationalsozialismus beschäftigt uns bis heute. Hier geben die damals Mitlebenden eine Antwort.

Dr. Katja Kosubek hat diese autobiographischen Essays erstmals vollständig veröffentlicht. Ihr Buch zeigt, warum sich Frauen der NS-Bewegung anschlossen - Nationalismus, der Wunsch nach Gerechtigkeit und Abenteuerlust sind nur einige Gründe - und es beschreibt, wie Frauen den Aufstieg Hitlers unterstützten. Dr. Katja Kosubek wird in das Thema einführen, anschließend folgt eine szenische Lesung aus den Quellen.


Dr. Katja Kosubek studierte Geschichte und Germanistik an der Universitäten Bielefeld und Hamburg. Ihr besonderes Interesse gilt Erinnerungen und Autobiographien, vor allem den Lebensgeschichten von Frauen. Neben der wissenschaftlichen Mitarbeit in Museen in Hamburg und Bielefeld promovierte über das Thema "Die Alten Kämpferinnen der NSDAP vor 1933". Katja Kosubek arbeitet heute als freiberufliche Historikerin.

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- Donnerstag, 21. September 2017 um 19.30 Uhr -


Filmvorführung: "Hannah Arendt. Ihr Denken veränderte die Welt" (Deutschland, Luxemburg, Frankreich, Israel 2012, Regie: Margarethe von Trotta, 113 Minuten)


- www.hannaharendt-derfilm.de


Veranstaltungsort:

Offene Kirche St. Simeonis
Simeonskirchhof / Weingarten
32423 Minden

www.offene-kirche-st-simeonis.de


Barbara Sukowa ("Hildegard von Bingen", "Rosa Luxemburg") in der Rolle der politischen Theoretikerin, Philosophin und Publizistin Hannah Arendt - ihr Begriff "Banalität des Bösen" im Gefolge des Prozesses gegen NS-Verbrecher Adolf Eichmann in Jerusalem 1961 prägt die internationale Debatte bis heute.


Veranstalterinnen: Kirchenkino St. Simeonis in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden ( Westf.) e.V. und Mobiles Kino Niedersachsen e.V.

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- Samstag, 23. September 2017 von 14.00 bis 17.00 Uhr -


Demonstration gegen das so genannte Erntefest auf Hof Nahtz - Schluss mit den Nazi-Treffen in Eschede


- Aktuelle Informationen: www.netzwerk-südheide.de


Auftaktkundgebung:

Kreuzung Am Dornbusch / Zum Finkenberg
29348 Eschede


Seit einem Vierteljahrhundert finden bei Joachim Nahtz in Eschede Nazi-Treffen unterschiedlichster Weise statt. Neben einer Wehrsportübung, einem Nazi-Konzert sowie Stützpunktgründungen der Jugendorganisation der NPD waren und sind es immer wieder die so genannten Brauchtumsfeiern, wie jetzt das Erntefest.

Gerade Monate vor dem Erntefest wurde die so genannte Sonnwendfeier bei Nahtz auf seinem Hof abgefeiert. Das Motto der Veranstaltung bezog sich klar auf die Wehrsportübung bei Nahtz im Oktober 1992: Es wurde25 Jahre Widerstand im Heide(n)land gefeiert, na wenn das keine politische Aussage ist. Dennoch wird von offizieller Seite, zum Beispiel von der Polizei Celle von einer privaten Veranstaltung auf Hof Nahtz gesprochen. Auch wenn die Nazis auf ihrer Einladung betonen, dass es sich um eine private Veranstaltung handeln würde, so haben sie doch öffentlich im Internet geworben.

Das ist nicht neu, aber deswegen noch lange nicht richtig. Für die diesjährige Sonnwendfeier hatten Nahtz und /oder die Organisatoren so etwas wie eine Security-Truppe. Wie im Winter zuvor waren es Leute von der JN (der Jugendorganisation der NPD) aus Braunschweig mit mindestens einem Celler "Kameraden", die Patrouille fuhren und liefen nicht auf dem Privatgelände, sondern auf den öffentlichen Straßen herum. Journalistinnen und Journalisten, die sich dem Nazi-Hof zu dicht annäherten, wurden bedroht, Demonstrantinnen und Demonstranten wurden beleidigt, wobei der so genannte Stinkefinger scheinbar die normale Handhaltung bei Nazis ist.

Nazi-Treffen mit all dem wie Bedrohungen und Beleidigungen müssen wir nun seit Jahren ertragen. Ganz zu schweigen von dem, was auf Hof Nahtz abgeht. "Die Veranstaltungen auf dem Hof Nahtz haben ( … ) den grundsätzlichen Charakter, den Zusammenhalt in der rechtsextremistischen Szene zu fördern", so die Niedersächsische Landesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der Grünen zur Bedeutung von Hof Nahtz.

Das ist genau das, was wir seit Jahren sagen: Der Hof ist wichtig, um dort sinnstiftende, Gemeinschaft fördernde Zusammenkünfte durchzuführen. Es werden Kontakte geknüpft und gepflegt, Termine und Aktionen abgestimmt, aber auch gefeiert.

Wir sind es langsam leid, das jedes Jahr wieder zu erwähnen, ohne dass scheinbar die Verantwortlichen dem Treiben mal ein Ende bereiten wollen, oder wenigstens mal damit anfangen. Es kann doch problemlos dargelegt werden, dass diese Treffen nicht privat sind, dass sie eine Außenwirkung haben und dass von diesen Treffen eine Gefahr ausgeht.

Es muss nur gewollt werden. Wenn ein Journalist bedroht wird und der direkt daneben stehende Polizist das nicht zur Kenntnis nimmt, sehen wir diesen Willen allerdings nicht.

Nun sind allerdings nicht nur diejenigen gefragt, die "von Amts wegen" verantwortlich sind, den Nazi-Treffen einen Riegel vorzuschieben.

Jede und jeder kann daran mitwirken, dass Nazis einfach nichts zu melden haben. Nicht wegschauen bei rechten und rassistischen Sprüchen, solidarischen Umgang miteinander nicht nur propagieren, sondern leben, das ist ein guter Weg.

"Unser Ziel ist eine solidarische Gesellschaft, in der Platz für alle Menschen ist, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, sozialem Status oder Handicap. Wir stellen uns gegen rassistische Erklärungsmuster oder Ausgrenzungen, die gesellschaftlichen Konkurrenzverhältnissen entspringen. In diesem Sinne sind alle Menschen aufgefordert, sich aktiv einzumischen für eine soziale Umgestaltung und Demokratisierung der Gesellschaft, um rassistische und reaktionäre Positionen zurückzudrängen. Für eine Gesellschaft der Solidarität!", so? unsere Freundinnen und Freunde der Antifaschistischen Aktion Lüneburg-Uelzen. Dem können wir uns nur anschließen.

In diesem Sinne:

Lasst uns nach den Rechten schauen! Lasst ihnen keine Ruhe!

Schluss mit den Nazi-Treffen!


Die Demonstration ist angemeldet vom DGB-Nord-Ost-Niedersachsen mit Unterstützung durch die im Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus organisierten Gruppen.

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- Samstag, 23. September 2017 um 15.00 Uhr -


Demonstration: Bünde bleibt bunt statt Braun! - Der rechten Hetze entgegentreten!


- Informationen unter: www.facebook.com/events/2034964226734440


Auftaktkundgebung:

Bahnhof Bünde
Bahnhofstraße 82
32257 Bünde


Ob eine immer offensiver auftretende AfD, deren demokratische Maske mehr und mehr zusammenbricht oder die Aktivitäten der Neonazi- Kleinstpartei "III. Weg": an Bünde gehen die gesellschaftlichen Konflikte nicht vorbei. Dies gipfelte vergangene Woche in der Störung einer Wahlkampf-Veranstaltung der Bünder CDU.

Doch wir haben keine Lust in einer Gesellschaft zu leben, in der Rassisten und Nationalisten immer mehr in den öffentlichen Raum und die Parlamente drängen und den Diskurs bestimmen.

Wir wollen eine Gesellschaft, die offen und tolerant ist und setzen den Hetzern von rechts mit ihren autoritären Lösungsvorschlägen unsere Solidarität und unseren Humanismus entgegen!

Darum rufen wir zur Demonstration am 23.09.2017 um 15.00 Uhr am Bahnhofsvorplatz Bünde auf, um ein starkes Zeichen zu setzen!


Erstunterzeichnerinnen:

Verein International Bünde e.V., Jugendzentrum Villa Kunterbunt Bünde, Aleviten Gemeinde Bünde und Umgebung e.V., SPD-Stadtverband Bünde, Bündnis gegen Rechts Kreis Herford, Antifa Bünde, IG Metall Herford, Bündnis 90 / Die Grünen Kreisverband Herford, Die Linke Bünde / Kirchlengern / Rödinghausen, Initiative 9. November Bünde, Nikfen Dorfgemeinschaft Bünde, ver.di Herford, DGB- Kreisvorstand, Olaf Craney (SPD Hiddenhausen), Die Linke Kreisverband Herford, NaturFreunde Herford, DGB-Jugend OWL.

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- Sonntag, 24. September 2017 um 11.00 Uhr -


Auf den Spuren der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold - Stadtrundgang durch Detmold mit Gudrun Mitschke-Buchholz


Treffpunkt:

Rathaus
Marktplatz 5
32756 Detmold


Am Beispiel dieser Familie soll der jüdischen Geschichte von Detmold mit ihren religiösen Stätten und den ehemals jüdischen Geschäfts- und Wohnhäusern nachgegangen werden. Ebenso werden Detmolder NS-Institutionen thematisiert, die für die Entrechtung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.


Gudrun Mitschke-Buchholz ist die Herausgeberin des Werkes "Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold". 2008 veröffentlichte die Detmolder Historikerin zudem den Band "Auf jüdischen Spuren - Zwei Stadtrundgänge durch Detmold", 2013 das Buch "Lebenslängliche Reise: Briefe der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold".


Der Rundgang wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. angeboten:

www.gfcjz-lippe.de

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- Sonntag, 24. September 2017 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Montag, 25. September 2017 um 20.00 Uhr -


Lesung mit Lutz Taufer: "Über Grenzen: Vom Untergrund in die Favela"


Veranstaltungsort:

Eulenspiegel Buchladen
Hagenbruchstr. 7
33602 Bielefeld

www.buchladen-eulenspiegel.de


Lutz Taufer war als Mitglied der RAF an der Besetzung der Deutschen Botschaft in Stockholm beteiligt und verbrachte 20 Jahre im Gefängnis. Anschließend arbeitete er als Kooperant einer brasilianischen NGO in den Favelas von Rio de Janeiro. Seine Autobiografie beschreibt ein Leben voller politischer, kultureller, moralischer und geografischer Grenzüberschreitungen und ist ein fesselnder Beitrag zum Verständnis der RAF und der 68er-Linken.

Die Bilanz seines bewegten Lebens lautet: Ohne entschiedenes politisches Handeln lassen sich die versteinerten Verhältnisse, die für die große Masse der Menschen dieses Planeten keine Perspektive bieten, nicht verändern. Genauso gilt aber: Die Mitteln des Widerstands müssen am Ziel einer befreiten Gesellschaft orientiert sein. Und: Befreiung fängt an der Basis an.

"Lutz Taufer hat in den Extremkonstellationen der linksradikalen Geschichte agiert, und da er darüber ohne jede Beschönigung und in uneingeschränkter Konfrontation mit den begangenen Fehlern schreibt und nachdenkt, wird sein Buch tatsächlich zu einem Schlüsselwerk der 1960er bis 1980er Jahre" (Karl Heinz Roth).


Lutz Taufer: Über Grenzen: Vom Untergrund in die Favela, Verlag Assoziation A, Berlin / Hamburg Juni 2017, 288 Seiten, ISBN 978-3-86241-457-4.


Lutz Taufer wurde 1944 in Karlsruhe geboren. Er politisierte sich in der 68er-Bewegung und schloss sich 1970 dem Sozialistischen Patientenkollektiv (SPK) in Heidelberg an. 1975 beteiligte er sich als Mitglied des Kommandos Holger Meins an der Geiselnahme und Besetzung der deutschen Botschaft in Stockholm. Er wurde 1977 zu zweimal lebenslänglich verurteilt und verbrachte zwanzig Jahre im Gefängnis. Nach seiner Haftentlassung arbeitete er bei einer brasilianischen NGO in den Favelas von Rio de Janeiro. Lutz Taufer ist heute Vorstandsmitglied des Weltfriedensdienstes.

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- Mittwoch, 27. September 2017 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Julian Feldmann, Kiel: Die "Ahnenstätte" Petershagen-Seelenfeld und der rechtsextreme "Bund für Gotterkenntnis"

- Ein politischer Ort unserer Region seit 1929 und seine heutige Bedeutung


Veranstaltungsort:

Altes Amtsgericht
Mindener Straße 16
32469 Petershagen


Die Gründung der "Ahnenstätte" Petershagen-Seelenfeld reicht in die Weimarer Republik zurück. Ihre Wurzeln hat sie bis heute in der Bewegung der so genannten "Ludendorffer".

Angesichts dieses völkischen Hintergrunds und aktueller Berichterstattung in den Medien bedarf es einer erneuten historischen wie politischen Einordnung. Die Veranstalter wollen deshalb einen Anstoß zur historischen Aufklärung leisten und laden dazu die interessierte Öffentlichkeit zu einem Vortrag mit anschließendem Gespräch mit dem Journalisten Julian Feldmann ein. Feldmann berichtete bereits vielfach über dieses Thema in verschiedenen Medien und bereitet zur Zeit eine eigene Publikation dazu vor. Er wird aus seiner journalistischen und publizistischen Recherche und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema berichten.

Vor knapp 90 Jahren wurde die "Ahnenstätte" Seelenfeld gegründet, die sich an vorgeblich germanischen Begräbnisstätten orientierte. Sie wurde zur Gründungszeit durch den explizit völkisch-antisemitischen Geist ihrer Gründer getragen. Heute wird sie durch einen Verein betrieben; das Gräberfeld ist vergrößert worden. Wie die "Ahnenstätte" in Seelenfeld entstand und was sich heute dahinter verbirgt, soll in der Veranstaltung geklärt werden.


Der Journalist Julian Feldmann arbeitet für öffentlich-rechtliche Fernsehsender vor allem zum Themenbereich Rechtsextremismus. Er ist Autor der Jüdischen Allgemeinen und für "bnr", den "Blick nach Rechts". Mit den Ludendorffern - auch in Ostwestfalen-Lippe - befasst er sich seit sieben Jahren.


Veranstalterinnen: Mindener Geschichtsverein in Kooperation mit der AG Alte Synagoge Petershagen, dem LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim und dem Verein "Minden - Für Demokratie und Vielfalt e.V.".

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- Mittwoch, 27. September 2017 um 19.30 Uhr -


Weg sein - hier sein: "Eine Lesung über Flucht und Ankunft"


Veranstaltungsort:

Haus Münsterberg
Hornsche Straße 38
32756 Detmold


- Geflüchtete haben freien Eintritt.


Unter dem Titel "Weg sein - hier sein" tragen Pegah Ahmadi und Rami Al-Asheq ihre in Deutschland entstandenen Gedichte und Texte in ihren Herkunftssprachen vor; die Schauspielerin Grit Asperger rezitiert die deutschen Übersetzungen.

Musikalisch wird der Abend von Erfan Amiri (Herford / Afghanistan; Gesang und Gitarre) und Nahiat Abozid (Detmold / Syrien; Saz und Gesang) begleitet.


Wer geflüchtet ist, hat keine Heimat mehr, die diesen Namen verdient.

Viel wird seit Jahren über das Thema "Geflüchtete" diskutiert - wobei die Metapher "Das Boot ist voll" oft argumentativ eingesetzt wird. Wir denken dabei eher an die übervollen Boote von hilflos auf dem Mittelmeer treibenden Elenden, für die das Meer die unsichtbare Mauer vor Europas Küsten ist.

Weniger wird mit Migrantinnen und Migranten gesprochen, und viel zu Wenige tun es. Eine Grundregel jeder demokratischen Debatte, dass nämlich die Betroffenen daran teilnehmen, wird oft ignoriert, wenn wir die Geflüchteten als die unmittelbar und oft brutal Betroffenen begreifen wollen. Ein merkwürdiges Phänomen, das mit den neuen Nachbarn so wenig gesprochen wird über die vielen Themen zwischen Fremdheit, Trauer und Ankommen. Das ist nicht immer Ablehnung, sondern oft auch Fremdheit und Scheu.

Literatur ist ein Medium, etwas über die Anderen - und über sich - zu erfahren. Wir haben Pegah Ahmadi und Rami Al-Asheq eingeladen, zu und mit uns zu sprechen.

Die Musiker Erfan Amiri und Nahiat Abozid bilden mit ihren Beiträgen den Rahmen dieser besonderen Veranstaltung, bei der Sie in einen künstlerischen und menschlichen Dialog treten können.


Pegah Ahmadi ist eine aus dem Iran stammende Dichterin, Literaturkritikerin und Übersetzerin. Im Iran veröffentlichte sie neun Gedichtbände; ihr Buch "Fehlersuche" liegt seit 2008 bei der Zensurbehörde.

Rami Al-Asheq ist ein syrisch-palästinensischer Lyriker, Schriftsteller und Journalist. Er ist der Chefredakteur der ersten arabischsprachigen Zeitschrift Deutschlands, "Abwab", die einmal im Monat kostenlos in Flüchtlingsunterkünften in ganz Deutschland verteilt wird.


Eine Veranstaltung der Buchhandlung "Kafka & Co" in Kooperation mit der Lippischen Landeskirche und dem Netzwerk "Literaturland Westfalen".

www.kafka-detmold.de

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- Donnerstag, 28. September 2017 um 20.00 Uhr -


Vortrag und Diskussion: Militarisierung der Polizei


Veranstaltungsort:

Infoladen Anschlag
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.infoladenanschlag.wordpress.com


Der G20-Gipfel in Hamburg und die begleitenden Proteste, Demonstrationen und Auseinandersetzungen auf der Straße haben große öffentliche Aufmerksamkeit und teils hitzige Debatten hervorgerufen. Auch der Polizeieinsatz wird und wurde heftig diskutiert. Dabei gingen zwar auch die Bilder von Polizisten durch Internet und Medien, die mit Schnellfeuerwaffen im Anschlag ins Schanzenviertel einrückten, die Bedeutung dieses Einsatzes wird aber kaum wahrgenommen.

Tatsächlich sind in diesen Tagen in Hamburg zum ersten Mal seit mindestens 20 Jahren vollbewaffnete und paramilitärisch vorgehende Spezialeinheiten bei politischen Unruhen in Deutschland eingesetzt worden. Wie kam es zu diesem massiven Aufgebot? Ist das womöglich ein Bild, an das wir uns in Zeiten polizeilicher Aufrüstung im Namen der Terrorismus-Bekämpfung auch in Deutschland gewöhnen müssen? Und welche Rolle spielt dabei die europäische Zusammenarbeit der Polizeien?

Diese und andere Fragen wollen wir nach einem Input gemeinsam diskutieren.

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- Samstag, 7. Oktober 2017 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

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- Sonntag, 8. Oktober 2017 um 11.00 Uhr -


Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold mit Volker Buchholz


Treffpunkt:

Eingang des Friedhofes
Spitzenkamptwete 33
32756 Detmold


- Die männlichen Teilnehmenden denken bitte an eine Kopfbedeckung.


Die Jüdische Gemeinde Detmold besaß vor dem Lemgoer Tor einen Friedhof, der schon 1724 zu klein geworden war und 1726 mit der Erlaubnis des lippischen Grafen vergrößert wurde, indem ein Stück Land dazu gekauft wurde.

1883 wurde dann der Friedhof an der Spitzenkamptwete angelegt. Dieses 1.447 Quadratmeter große Areal mit altem Baubestand und einer Einfriedigung mit Eisentoren dokumentiert als Ruhestätte der jüdischen Detmolder Mitbürgerinnen und Mitbürger die Existenz einer großen Jüdischen Gemeinde in der Stadt.

Der Friedhof ist das letzte bauliche Zeugnis der Jüdischen Gemeinde, deren 1907 erbaute Synagoge am 9. November 1938 zerstört wurde. 162 Jüdinnen und Juden aus Detmold wurden während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft umgebracht

Die dicht nebeneinander angeordneten Grabstätten bezeugen mit ihren typischen Grabmonumenten das anspruchsvolle kulturelle Niveau dieser Detmolder Bürger. Darüber hinaus ist dieser jüdische Friedhof geeignet, eine Vorstellung von Bestattungen nach israelitischem Ritus zu vermitteln.


Die Führung wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. angeboten:

www.gfcjz-lippe.de


Die Anzahl ist für diese Führung begrenzt. Anmeldungen sind im Büro der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit möglich: Telefon (05231) 29758 (Anrufbeantworter) oder per Mail an gfcjz-lippe@t-online.de.

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- Sonntag, 8. Oktober 2017 um 15.00 Uhr -


Wenn Grabsteine erzählen: Führung über den jüdischen Friedhof in Hausberge


- Informationen unter: www.juedischer-friedhof-hausberge.de


Treffpunkt:

Jüdischer Friedhof Hausberge
Kempstraße 11
32457 Porta Westfalica


- Die männlichen Teilnehmenden denken bitte an eine Kopfbedeckung.


Die Arbeitsgemeinschaft "Jüdischer Friedhof Hausberge" der Gesamtschule Porta Westfalica erklärt Grabsteinsymbole, schildert das Schicksal einiger jüdischer Familien und berichtet über ihre Arbeit auf dem Friedhof.

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- Sonntag, 8. Oktober 2017 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung in Deutscher Gebärdensprache durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Freitag, 13. Oktober 2017 von 14.00 bis 18.30 Uhr -


Vernetzungstagung der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus NRW in Westfalen


- Aktuelle Informationen: www.mobile-beratung-nrw.de


Veranstaltungsort:

Volkshochschule Hamm
Platz der Deutschen Einheit 1
59065 Hamm

- Verbindliche Anmeldung bitte an: kontakt@mobim.info


Aktiv sein! Aber wie? Rassistischen Positionen etwas entgegensetzen

Ob Proteste vor Lokalen, in denen rechtspopulistische Parteien Stammtische oder Veranstaltungen abhalten, Wahlkampfstände oder Mini-Kundgebungen extrem rechter Parteien, Auseinandersetzung mit rassistischen Positionen in den eigenen Vereinen und Institutionen oder so genannte Hass-Kommentare in den Sozialen Netzwerken - rassistische und extrem rechte Positionen begegnen uns in allen Lebensbereichen und fordern uns immer wieder bis an unsere Grenzen heraus. In Westfalen bestehen vielfältige Zusammenschlüsse - Initiativen, Bündnisse und Vereine -, die sich gegen rechte und rassistische Aktivitäten engagieren und sich auf diese Weise für eine demokratische Gesellschaft einsetzen. Gleiches gilt für die Vielzahl an Haupt- und Ehrenamtlichen in Verbänden und behördlichen Institutionen, die sich sehr engagiert mit den Phänomenen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit beschäftigen.

Das Ziel unserer Tagung ist es, Aktive und Interessierte aus Verwaltung, Verbänden, Vereinen, Initiativen und Bündnissen zusammenzubringen, um gemeinsam über Möglichkeiten und Strategien im Umgang mit Rechtspopulismus, Rassismus und der extremen Rechten zu diskutieren. Dazu wird es neben einem einleitenden Vortrag fünf Thementische geben, an denen dieser notwendigen Diskussion ein Raum gegeben wird:

Müssen wir als Bündnis "über jedes Stöckchen springen", das Rechte einem hinhalten?

Wie gehen wir mit Sozialen Medien um, die zunehmend als Echokammern des partei- und bewegungsförmigen Rechtspopulismus fungieren?

Wie politisch darf und kann Verwaltung im Umgang mit Rechtsextremismus und -populismus sein?

Wie gehen wir mit Rassismus in den eigenen Verbänden um?

Und welche Rolle spielt Empowerment von Betroffenen für das Engagement "gegen Rechts"?

Mit diesen dringenden Fragen möchten wir uns beschäftigen, um konkrete Handlungsstrategien für den Umgang vor Ort sowie in den eigenen Zusammenschlüssen und Verbänden zu entwickeln.

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- Sonntag, 15. Oktober 2017 um 11.00 Uhr -


Auf jüdischen Spuren - Stadtrundgang durch Detmold mit Gudrun Mitschke-Buchholz


Treffpunkt:

Rathaus
Marktplatz 5
32756 Detmold


Im Mittelpunkt dieser Führung stehen Stätten der religiösen Kultur, Orte der öffentlichen Erinnerung an das jüdische Leben in Detmold und ehemalige jüdische Wohn- und Geschäftshäuser. Gezeigt werden auch einige der so genannten Judenhäuser, sowie Orte der NS-Institutionen, die in Detmold für die Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.


Gudrun Mitschke-Buchholz ist die Herausgeberin des Werkes "Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold". 2008 veröffentlichte die Detmolder Historikerin zudem den Band "Auf jüdischen Spuren - Zwei Stadtrundgänge durch Detmold", 2013 das Buch "Lebenslängliche Reise: Briefe der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold".


Der Rundgang wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. angeboten:

www.gfcjz-lippe.de

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- Montag, 16. Oktober 2017 um 19.30 Uhr -


Gespräch mit Dr. Thomas Gabelin: "Wenn das Leben in - und trotz - Theresienstadt beginnt"


Veranstaltungsort:

Alte Synagoge Petershagen
Goebenstraße 5
32469 Petershagen

www.synagoge-petershagen.de


Der Referent Dr. Thomas Gabelin wurde 1944 im Konzentrationslager Theresienstadt geboren. Was das für sein Leben bedeutet, erzählt er im Gespräch mit Tara Schuch, Minden.


Veranstalterin: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden ( Westfalen) e.V.

www.gcjz-minden.de

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- Montag, 16. Oktober 2017 ab 20.00 Uhr -


FLTI*Kneipe


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Die Frauen-Lesben-Trans*-Inter-Kneipe ist ein Ort zum Treffen, Kontakte knüpfen, einfach Rumhängen, Austauschen, Kickern, Vernetzen, Diskutieren, Aktionen planen, Spielen, lecker vegan Essen …

Heute Abend sind ausschließlich Frauen, Lesben, Trans* und Intersex eingeladen, also Menschen, die von cis-männlichen Privilegien ausgeschlossen sind.

Die Kneipe hat ein queer-feministisches Selbstverständnis. Das bedeutet für uns, einen Schutzraum frei von männlicher Dominanz und jenseits zur Zweigeschlechtlichkeit zu schaffen. Andere Diskriminierungs- und Herrschaftsformen sollen hier auch keinen Platz haben. Wir wünschen uns einen respekt- und rücksichtsvollen Umgang.

Die Kneipe findet jeden 3. Montag im Monat statt. Die Räume (Kneipe und Klo) sind barrierefrei, das heißt ebenerdig und ohne Stufe erreichbar. Komm vorbei! Wenn du darüber hinaus Lust hast dich einzubringen oder Ideen zum Programm hast, mach mit!

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- Dienstag, 17. Oktober 2017 um 19.30 Uhr -


Jüdischer Liederabend


Veranstaltungsort:

Alte Synagoge Petershagen
Goebenstraße 5
32469 Petershagen

www.synagoge-petershagen.de


Karsten Troyke (Gesang, Gitarre) und Daniel Weltlinger (Violine) präsentieren jüdische Lieder zusammen mit Child Survivor Sara Bialas-Tenenberg.


Veranstalterin: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden ( Westfalen) e.V.

www.gcjz-minden.de

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- Dienstag, 17. Oktober 2017 um 20.00 Uhr -


Konzert: Früchte des Zorns - www.fruechtedeszorns.net


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


- Einlass: 20.00 Uhr / Beginn: 21.00 Uhr


"Früchte des Zorns" ist eine Band, ein linksradikales Kollektiv. Unsere Musik ist die Poesie der Subversion. Unser Gesang ist der Gesang der Verweigerung, der Revolte und des Aufbruchs.

Unsere Lieder sind voll Wut, Trauer und Sehnsucht nach einem besseren Leben.

Wir wollen uns nicht mit den Verhältnissen arrangieren. Wir wollen das Schöne und Lebendige, jetzt, sofort und ohne Kompromisse.

Wir wollen die soziale Revolution, und es ist nichts peinlich daran, darüber zu reden und davon zu träumen.


Mit "fallen oder fliegen" haben Früchte des Zorns ein Album veröffentlicht, in dem sie an Themen und Reflexionen vorangehender Alben anknüpfen, in die Tiefe gehen und dennoch ihr Spektrum erweitern und auch musikalisch weiterentwickeln. Ihr akustisches Set besteht aus Geige, Gitarre, Bratsche, Posaune, Glockenspiel, Schlagzeug und viel Gesang. Auch wenn sie nicht die lauteste Band sind, haben ihre Lieder eine große Eindringlichkeit.

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- Donnerstag, 19. Oktober 2017 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Dr. Karsten Wilke: Lifestyle, Zeichen und Codes der extremen Rechten


Veranstaltungsort:

Freie Waldorfschule Minden
Haberbreede 37
32429 Minden

www.waldorfschule-minden.de


Wie erkenne ich frühzeitig Anzeichen einer solchen Beeinflussung?

Die rechte Szene ist vielgestaltig organisiert. Hier finden sich unter anderem Parteien, so genannte "Kameradschaften", Verlags- und Zeitschriften-Projekte, Bands oder Jugendverbände. An Hand ausgewählter Beispiele gibt die Veranstaltung zunächst einen Überblick über extrem rechte Netzwerke in der Region Ostwestfalen-Lippe.

In einem zweiten Schritt soll für die oftmals geschickten Öffentlichkeitsstrategien der extremen Rechten sensibilisiert werden. Dabei wird insbesondere die Ansprache der Szene an Jugendliche in den Blick genommen, und es wird aufgezeigt, welche Anzeichen Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Angehörige auf eine beginnende Radikalisierung hinweisen können.


Die Veranstaltung ist öffentlich und richtet sich an alle Interessierten wie Eltern, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher oder diejenigen, die einfach allgemein an diesem Thema Interesse haben.


Der Historiker Dr. Karsten Wilke ist für die "Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold" tätig und berät in ganz Ostwestfalen-Lippe Schulen, Kommunen, Vereine oder Familien im Umgang mit extrem rechten Aktivitäten.


Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verein "Minden - Für Demokratie und Vielfalt e.V."

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- Sonntag, 22. Oktober 2017 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Sonntag, 29. Oktober 2017 von 15.00 bis 17.00 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt um 14.45 Uhr:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Dia-Serie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941/42 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräberreihen angelegt. Jede Massengrabreihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstaltung des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne e.V.: www.stalag326.de

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- Samstag, 4. November 2017 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

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- Sonntag, 5. November 2017 um 18.00 Uhr -


"Herzkeime" - Eine szenische Reise durch die Welten der beiden deutsch-jüdischen Dichterinnen Nelly Sachs und Selma Meerbaum-Eisinger


Veranstaltungsort:

Lydia-Kirchengemeinde
Johanniskirche
Johanniskirchplatz
33615 Bielefeld

www.lydia-bielefeld.de


"Herzkeime" ist eine Art imaginäre Begegnung der beiden jüdischen Lyrikerinnen Nelly Sachs und Selma Meerbaum-Eisinger. Die 1924 in Czernowitz geborene und mit 18 Jahren im Lager Michailowka gestorbene Selma Meerbaum-Eisinger und die 30 Jahre ältere spätere Nobelpreisträgerin Nelly Sachs kommunizieren über ihre Texte. In beider Leben gab es früh eine tragisch unerfüllte, in höchstem Maße prägende Liebe. Beide eint der historische Hintergrund : Nationalsozialismus, Ausgrenzung, Verfolgung, Angst.


In die wunden Seelen beider Frauen legen die Schauspielerin Martina Roth und der Gitarrist Johannes Conen behutsame Fährten, bringen dabei ihre melancholische Poesie zum Blühen. Der Blick der Zuschauenden geht durch ein Souterrainfenster hinaus auf die Straße. Diese verändert sich, wird zum träge dahinfließenden Fluss, zur weiten Steppe, zur klirrend kalten Winterlandschaft. Die Zuschauenden werden gefangen genommen von der Magie dieses steten, auf die Texte fein abgestimmten Wandels.


Veranstalterinnen: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld in Kooperation mit der Lydia-Kirchengemeinde und der Erwachsenenbildung im Evangelischen Kirchenkreis Bielefeld.

www.gcjz-bielefeld.de

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- Donnerstag, 9. November 2017 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Norbert Ellermann: Rüstungsproduktion unter Tage gegen Ende des Zweiten Weltkrieges - Die Konzentrationslager in Porta Westfalica


Veranstaltungsort:

Heimatmuseum Hüllhorst
Schnathorster Straße 3
32609 Hüllhorst


1944/45 wurden in Porta Westfalica mehrere Konzentrationslager als Außenkommandos des Konzentrationslagers Neuengamme bei Hamburg errichtet. Die dort befindlichen männlichen und weiblichen Häftlinge erweiterten auf Befehl der SS unter menschenfeindlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen bereits vorhandene Bergbaustollen, damit dort geschützt vor alliierten Luftangriffen die bereits schwer getroffene deutsche Kriegsindustrie ihre Rüstungsproduktion fortsetzen sollte.

Der mit Plänen, Zeichnungen, historischen und aktuellen Fotos sowie Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen versehene Vortrag zeigt die so genannte Unterverlagerung der deutschen Kriegsindustrie und das KZ-Lagersystem am Beispiel von Porta Westfalica auf. Hierbei werden Täter und Opfer aber auch die benachbarte Zivilbevölkerung sowie die spätere Aufarbeitung der Geschichte einschließlich der aktuellen Erinnerungsarbeit vorgestellt.


Norbert Ellermann ist Historiker und Mitarbeiter des Kreismuseums Wewelsburg.


Eine Veranstaltung der Volkshochschule Lübbecker Land.

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- Samstag, 11. November 2017 um 16.00 Uhr -


"Solange wir dichten und schreiben, geschieht uns nichts": Der Briefwechsel von Manuel Goldschmidt und Claus Victor Bock (1945 bis 1951) - Die Freundschaft zweier Exilanten


Veranstaltungsort:

Bildungszentrum Mer Ketne
Königstraße 3
32423 Minden

www.sintiroma-minden.de


Veranstalterin: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden ( Westfalen) e.V.

www.gcjz-minden.de

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- Sonntag, 12. November 2017 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Sonntag, 12. November 2017 um 16.00 Uhr -


"Solange wir dichten und schreiben, geschieht uns nichts": Der Briefwechsel von Manuel Goldschmidt und Claus Victor Bock (1945 bis 1951) - Die Freundschaft zweier Exilanten


Veranstaltungsort:

Alte Synagoge Petershagen
Goebenstraße 5
32469 Petershagen

www.synagoge-petershagen.de


Veranstalterin: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden ( Westfalen) e.V.

www.gcjz-minden.de

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- Mittwoch, 15. November 2017 um 19.30 Uhr -


Ausstellung: "Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof am Ner - Geschichte und Erinnerung"


- Vortrag von Prof. Dr. Peter Kuhn zur Eröffnung der Ausstellung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas


Veranstaltungsort:

Offene Kirche St. Simeonis
Simeonskirchhof / Weingarten
32423 Minden

www.offene-kirche-st-simeonis.de


- Dauer der Ausstellung: 15. November bis 8. Dezember 2017.


Am 8. Dezember 1941 wurden in dem kleinen Ort Kulmhof am Ner (Chełmno nad Nerem) einige hundert Jüdinnen und Juden mit Motorabgasen ermordet, mit der Technik also, die zuvor bei den Euthanasie-Morden in Deutschland angewendet worden war. Kulmhof lag im "Warthegau", dem vom Deutschen Reich annektierten Teil Polens, etwa siebzig Kilometer nordwestlich von Lodz, damals Litzmannstadt.

Die Inbetriebnahme dieser Vernichtungsstätte durch das SS-Sonderkommando Lange ist der Beginn der nationalsozialistischen Massentötung an den europäischen Jüdinnen und Juden durch Giftgas. Im Vernichtungslager Kulmhof wurden bis 1944 mehr als 150.000 jüdische Menschen getötet, die zum Großteil aus dem Ghetto Litzmannstadt kamen. Aus diesem Ghetto kamen auch einige Tausend Menschen, die den Sinti und Roma angehörten.

Die Kulmhof-Prozesse (1962/63 und 1965) fanden fast zeitgleich mit den Frankfurter Auschwitz-Prozessen statt, wurden aber nicht im gleichen Maße in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Die Sonderausstellung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas trägt deshalb auch den Titel: "Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof am Ner - Geschichte und Erinnerung".

Peter Kuhn studierte in den 1960er Jahren in Bonn und erlebte im dortigen Landgericht als Begleiter seines Lehrers Ch. Horowitz die Verhandlungen des Kulmhof-Prozesses in seiner ersten Phase. Prof. Horowitz war als Dolmetscher für Polnisch und Jiddisch zum Prozess gebeten worden.

Prof. Dr. Kuhn berichtet zur Ausstellungseröffnung über die Geschichte des Vernichtungslagers Kulmhof und insbesondere über seine persönlichen Erinnerungen an den Kulmhof-Prozess in Bonn. Er wird seine Eindrücke vom politischen Klima der damaligen Zeit schildern, in dem es erst zwanzig Jahre nach den Verbrechen dazu kam, dass die Täter in Deutschland zur Rechenschaft gezogen wurden.


Prof. Dr. Peter Kuhn studierte Theologie, Philosophie, Semitistik und Judaistik. Von 1991 bis 2013 war er Professor für Judaistik an der Hochschule der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern.


Veranstalterinnen: Katholisches Bildungswerk Minden in Kooperation mit: Evangelische Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Minden, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden ( Westfalen) e.V., Verein Deutscher Sinti e.V. Minden, Volkshochschule Minden, Minden - Für Demokratie und Vielfalt e.V. mit Unterstützung durch das Bundesprogramm "Demokratie leben".

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- Donnerstag, 16. November 2017 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Prof. Dr. Peter Kuhn, München: Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof - Geschichte und Erinnerung


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Historischer Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Am 8. Dezember 1941 wurden in dem kleinen Ort Kulmhof am Ner (Chełmno nad Nerem) einige hundert Jüdinnen und Juden mit Motorabgasen ermordet, mit der Technik also, die zuvor bei den Euthanasie-Morden in Deutschland angewendet worden war. Kulmhof lag im "Warthegau", dem vom Deutschen Reich annektierten Teil Polens, etwa siebzig Kilometer nordwestlich von Lodz, damals Litzmannstadt.

Die Inbetriebnahme dieser Vernichtungsstätte durch das SS-Sonderkommando Lange ist der Beginn der nationalsozialistischen Massentötung an den europäischen Jüdinnen und Juden durch Giftgas. Im Vernichtungslager Kulmhof wurden bis 1944 mehr als 150.000 jüdische Menschen getötet, die zum Großteil aus dem Ghetto Litzmannstadt kamen. Aus diesem Ghetto kamen auch einige Tausend Menschen, die den Sinti und Roma angehörten.

Die Kulmhof-Prozesse (1962/63 und 1965) fanden fast zeitgleich mit den Frankfurter Auschwitz-Prozessen statt, wurden aber nicht im gleichen Maße in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Die Sonderausstellung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas trägt deshalb auch den Titel: "Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof am Ner - Geschichte und Erinnerung".

Peter Kuhn studierte in den 1960er Jahren in Bonn und erlebte im dortigen Landgericht als Begleiter seines Lehrers Ch. Horowitz die Verhandlungen des Kulmhof-Prozesses in seiner ersten Phase. Prof. Horowitz war als Dolmetscher für Polnisch und Jiddisch zum Prozess gebeten worden.

Prof. Dr. Kuhn berichtet zur Ausstellungseröffnung über die Geschichte des Vernichtungslagers Kulmhof und insbesondere über seine persönlichen Erinnerungen an den Kulmhof-Prozess in Bonn. Er wird seine Eindrücke vom politischen Klima der damaligen Zeit schildern, in dem es erst zwanzig Jahre nach den Verbrechen dazu kam, dass die Täter in Deutschland zur Rechenschaft gezogen wurden.


Prof. Dr. Peter Kuhn studierte Theologie, Philosophie, Semitistik und Judaistik. Von 1991 bis 2013 war er Professor für Judaistik an der Hochschule der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern.


Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld in Kooperation mit der Sektion Bielefeld von "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." und der Volkshochschule Bielefeld.

www.gcjz-bielefeld.de

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- Sonntag, 26. November 2017 von 15.00 bis 17.00 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt um 14.45 Uhr:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Dia-Serie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941/42 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräberreihen angelegt. Jede Massengrabreihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstaltung des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne e.V.: www.stalag326.de

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- Sonntag, 26. November 2017 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Montag, 22. Januar 2018 um 19.00 Uhr -


Lesung mit Andrea von Treuenfeld: Erben des Holocaust: Leben zwischen Schweigen und Erinnerung


Veranstaltungsort:

Haus der Kirche
Markgrafenstraße 7
33602 Bielefeld


Um ihrer Vernichtung zu entkommen, mussten sie ständig neue Verstecke finden, in den Untergrund gehen, sich Partisanninen und Partisanen anschließen oder in Länder fliehen, deren Kultur ihnen fremd war. Sie verloren Heimat und Familie und durchlitten Ghettos, Arbeitslager und Auschwitz. Sie überlebten, aber sie waren Gezeichnete.

Die Schatten der Vergangenheit begleiteten sie und prägten auch die Kindheit der "Zweiten Generation". Wie sind diese Nachgeborenen mit den Traumata der Eltern umgegangen? Und wie war es für sie, in einem Land aufzuwachsen, das noch wenige Jahre zuvor ihre jüdische Familie auslöschen wollte?


Andrea von Treuenfeld hat prominente Söhne und Töchter befragt. Marcel Reif, Nina Ruge, Ilja Richter, Andreas Nachama, Sharon Brauner, Robert Schindel und andere berichten von der Herausforderung, mit dem Ungeheuerlichen leben zu müssen. Obwohl sie ihn nicht selbst erlebt haben, blieb der Holocaust ein wesentliches Element in ihrer Biografie. In diesem Buch erzählen sie davon - offen und sehr berühren


Andrea von Treuenfeld: Erben des Holocaust: Leben zwischen Schweigen und Erinnerung; Gütersloher Verlagshaus, Februar 2017, 224 Seiten.


Veranstalterin: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld.

www.gcjz-bielefeld.de

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- Mittwoch, 14. März 2018 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Jens Murken: "Halbe Christen gibt es nicht" - Der evangelische Pfarrer und Christ jüdischer Herkunft Hans Ehrenberg (1883 bis 1958)


Veranstaltungsort:

Haus der Kirche
Markgrafenstraße 7
33602 Bielefeld


Am 31. März 2018 jährt sich der Todestag von Hans Ehrenberg zum 60. Mal. Hans Ehrenberg war der bekannteste Christ und Pfarrer jüdischer Herkunft in der Evangelischen Kirche von Westfalen. Er wurde auf Druck der Nationalsozialisten aus seinem Bochumer Pfarramt gedrängt. Später wurde er im Konzentrationslager Sachsenhausen gefangen gehalten. 1939 konnte er auf Grund einer Intervention von Bischof Bell aus Chichester nach England emigrieren.

Nach seiner Rückkehr aus dem Exil fand er wenig Unterstützung in der Evangelische Kirche von Westfalen. Zuletzt zog er nach Heidelberg, wo er 1958 verstorben ist. 1964 wurde das kirchliche Gymnasium in der Sennestadt nach ihm benannt.


Jens Murken, Leiter des Landeskirchlichen Archivs Bielefeld; Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie / Abteilung Geschichte an der Universität Bielefeld.


Eine Veranstaltung im Rahmen der "Woche der Brüderlichkeit" der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Deutschland (Jahresthema: "Angst überwinden - Brücken bauen") vom 11. bis 18. März 2018.


Veranstalterin: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld.

www.gcjz-bielefeld.de

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