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Nachrichten: Vier Kundgebungen von "Die Rechte" am Samstag in OWL , 21.04.2017 :

Tages-Chronologie von Freitag, 21. April 2017

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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Freitag, 21. April 2017


Am 4. Juni 2009 wurden in der Innenstadt von Petershagen die ersten elf - von aktuell in der Gesamtheit 36 - Stolpersteine für Familie Devries, Familie Oppenheim, Erich Hertz, Therese Jacob, Frieda Poli verlegt.

Am 2. Mai 1945 wurde der Sowjetische Ehrenfriedhof in Stukenbrock-Senne direkt neben dem Stalag 326 (VI K) Senne eingeweiht, am 7. Mai 1945 begannen ehemalige Gefangene mit dem Bau eines Obelisken.

Für den 22. April 2017 hat Sascha Krolzig, Vorsitzender des Kreisverband Ostwestfalen-Lippe der Neonazi-Partei "Die Rechte" (DR), eine Kundgebung, für 15.30 Uhr, auf dem Kolbeplatz in Gütersloh angemeldet.

Für den 22. April 2017 hat Sascha Krolzig, Vorsitzender des Kreisverband Ostwestfalen-Lippe der Neonazi-Partei "Die Rechte", eine Kundgebung (14.00 Uhr), am Reichowplatz in Bielefeld-Sennestadt angemeldet.

Für den 22. April 2017 hat Sascha Krolzig, Vorsitzender des Kreisverband Ostwestfalen-Lippe der Neonazi-Partei "Die Rechte" (DR), eine Versammlung (für 12.30 Uhr), "An der Reegt" in Schildesche, angemeldet.

Für den 22. April 2017 hat Sascha Krolzig, Vorsitzender des Kreisverband Ostwestfalen-Lippe der Neonazi-Partei "Die Rechte" (DR), eine Versammlung, ab 11.00 Uhr, Alte Bielefelder Straße, Werther, angemeldet.

Am 20. April 2017 hat Sascha Krolzig, Vorsitzender im Kreisverband OWL der Neonazi-Partei "Die Rechte", Versammlungen für den 22. April 2017 in Werther, Schildesche, Sennestadt sowie Gütersloh angemeldet.


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Artikel-Einträge in der Datenbank:


Mindener Tageblatt, 21.04.2017:
Die Stolpersteine glänzen

Westfalen-Blatt / Zeitung für Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg und Harsewinkel, 21.04.2017:
"Hier ruhen so viele stolze Herzen"

Gütersloher Volkszeitung / Die Glocke Online, 21.04.2017:
Kundgebung aus dem rechten Spektrum

Neue Westfälische Online, 21.04.2017:
Das "Bündnis gegen Rechts" kündigt Proteste gegen Neonazi-Veranstaltungen an

Westfalen-Blatt Online, 21.04.2017:
Polizei ist am Samstag mit einem größeren Aufgebot vor Ort

Polizei Gütersloh, 21.04.2017:
Versammlungen am Samstag, 22.04.2017

Westfalen-Blatt / Zeitung für Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg und Harsewinkel, 21.04.2017:
Rechte Demo angemeldet

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Mindener Tageblatt, 21.04.2017:

Die Stolpersteine glänzen

Die Erinnerungen an die Opfer des Nationalsozialismus waren verfärbt und verblasst - jetzt haben Hauptschüler dafür gesorgt, dass die Namen wieder lesbar sind

Von Ulrich Westermann

Petershagen (Wes). Jungen und Mädchen der Hauptschule Petershagen und ihr inzwischen pensionierter Lehrer Richard Stellhorn haben vor sieben Jahren die Pflegepatenschaft für Stolpersteine übernommen. Bei diesen kleinen Denkmälern handelt es sich um zehn mal zehn Zentimeter große Betonsteine, die auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft "Alte Synagoge Petershagen" in der Innenstadt niveaugleich in das Pflaster der Gehwege eingelassen worden sind.

Namen und Daten auf den Messingplatten dieser Steine erinnern an jüdische Einwohner aus Petershagen, die von den Nationalsozialisten verschleppt und ermordet wurden. Die insgesamt 36 Stolpersteine hat die AG in Zusammenarbeit mit dem Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt. Die Aktionen fanden in den Jahren 2009, 2010, 2011 und 2012 statt. Demnig war nur 2010 auf Grund eines Todesfalls in der Familie nicht in Petershagen anwesend. Die Witterungseinflüsse hatten die Verfärbung der Messingplatten zur Folge. Nach und nach ist die Oberfläche so dunkel geworden, dass die Schriftzeichen kaum noch zu erkennen waren.

Die Pflegepatenschaft wurde nun von Jungen und Mädchen der 9. und 10. Jahrgangsstufe der Petershäger Hauptschule an der Mindener Straße fortgesetzt. Sie gehören der Arbeitsgemeinschaft "Grüne Schule" an, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Außenanlagen zu pflegen. Auch eine Aktion "Saubere Landschaft" stand bereits auf dem Stundenplan. Nun wurde das Betätigungsfeld von Cindy, Nesrin, Brunhild, Timobuddy, Maik, Björn und Fabian unter der Leitung ihrer Lehrerin Gabi Hachmeister in die Petershäger Altstadt verlegt. Neben Eimern kamen Bürsten, Putzlappen und weitere Reinigungsgeräte zum Einsatz.

Begleitet wurden die Angehörigen der Hauptschule von der 1. Vorsitzenden der AG "Alte Synagoge Petershagen", Marianne Schmitz-Neuland. Sie erinnerte an die Verbrechen, die an den jüdischen Einwohnern begonnen worden sind und betonte, dass sich diese schrecklichen Taten aus den 30er- und 40er-Jahren niemals wiederholen dürften.

Nach der Grundreinigung wurden die Messingplatten so lange mit einer Metallpolitur bearbeitet, bis sie wieder glänzten. Eine Station der Pflegeaktion war der Einmündungsbereich Mindener Straße / Alte Fährstraße. Dort sind Stolpersteine für die Familie Hertz verlegt worden.

Im Informations- und Dokumentationszentrum für jüdische Orts- und Regionalgeschichte, das von der AG "Alte Synagoge Petershagen" in der Goebenstraße getragen und betreut wird, ist in einer Dauerausstellung ein Vermächtnis zu sehen. Bei dem Exponat handelt es sich um eine Brotschneidemaschine aus dem Haushalt von Viktor und Grete Hertz. Die Familie wohnte in der Alten Fährstraße. Am 30. Juli 1942 war Grete Hertz, einen Tag vor ihrer Deportation nach Theresienstadt, mit dem Brotschneider in die benachbarte Werkstatt des Schmiedemeisters Carl Ballhaus gegangen. Von ihm wusste die Frau, dass er ihr wohlgesonnen war. Sie bat ihn, das Haushaltsgerät bis zur Rückkehr der Familie aufzubewahren. Grete Hertz hat Petershagen nicht wiedergesehen. Die Brotschneidemaschine wurde von Carl Ballhaus und seinen Nachkommen in Ehren gehalten. Auf Umwegen ist dieses Erinnerungsstück an die Familie Hertz vor einigen Jahren zurück nach Petershagen gekommen und dann im Informations- und Dokumentationszentrum ausgestellt worden.

Mathilde Goldberg wurde als Älteste deportiert und in Treblinka ermordet

Ein einzelner Stolperstein wurde 2010 für Mathilde Goldberg auf der Westseite der Mindener Straße verlegt. Auch dorthin führte die Pflegeaktion der Schüler. Über Mathilde Goldberg waren bisher wenige Einzelheiten bekannt. Wie Wolfgang Battermann von der AG "Alte Synagoge Petershagen" in Recherchen mit Unterstützung des Arbeitskreises "Jüdisches Leben in Rahden" nun herausgefunden hat, war sie die älteste Petershäger Bürgerin, die von den Nazis verschleppt worden ist. Mathilde Goldberg wurde am 19. Januar 1858 in Rahden geboren und wohnte in Petershagen in der ehemaligen Hindenburgstraße 42 (heute Mindener Straße). Das Haus ist nicht mehr da. Mathilde Goldberg war ledig. Die Familienwurzeln liegen in Rahden. Allerdings sind ihre Vorfahren eindeutig mit Petershagen in Verbindung zu bringen. Ihre Eltern waren Philipp Goldberg und Jettchen Block, geboren 1829 in Petershagen als Tochter des jüdischen Handelsmannes und Viehhändlers Daniel Block und dessen Ehefrau Hannchen Philippstal. Mathilde Goldberg wurde am 28. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert. Am 23. September 1942 erfolgte der Weitertransport in das Vernichtungslager Treblinka. Zu diesem Zeitpunkt war die Petershäger Bürgerin 84 Jahre alt. Was mit ihr in Treblinka genau geschehen ist, kann heute nicht mehr nachvollzogen werden. Ihr Todesdatum ist unbekannt, am 8. November 1949 wurde sie für tot erklärt.

Bildunterschrift: Jungen und Mädchen der Hauptschule Petershagen haben mit ihrer Lehrerin Gabi Hachmeister (3. v. l.) die Stolpersteine an der Mindener Straße gereinigt. An der Aktion beteiligt war die 1. Vorsitzende der AG "Alte Synagoge Petershagen", Marianne Schmitz-Neuland (l.).

Bildunterschrift: Auch der Stolperstein von Mathilde Goldberg wurde mit Reinigungsgeräten und Politur bearbeitet. Sie war mit 84 Jahren Petershagens älteste jüdische Bürgerin, die 1942 von den Nazis deportiert worden ist.

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Westfalen-Blatt / Zeitung für Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg und Harsewinkel, 21.04.2017:

"Hier ruhen so viele stolze Herzen"

Fotospaziergang über den Sowjetischen Ehrenfriedhof in Stukenbrock-Senne

Von Matthias Kleemann

Kreis Gütersloh (WB). Am 2. April jährte sich der Tag der Befreiung des Stammlagers 326 (VI K) zum 72. Mal. Amerikanische Soldaten nahmen das Lager ohne Widerstand ein, die Führungskräfte des Lagers hatten sich abgesetzt, nur ein Wachdienst sollte die Stellung halten.

Etwa 9.000 Überlebende trafen die Soldaten an. Aber noch viel größer ist die Zahl der Toten, die in der Nähe des Lagers in 36 Massengräbern verscharrt worden waren. Schätzungen zufolge sollen es bis zu 65.000 sein. Etwa 16.000 von ihnen konnten in der Gedenkstätte Stalag 326 schon namentlich identifiziert werden.

Eine Gruppe überlebender Gefangener hat unmittelbar nach der Befreiung damit begonnen, das Gräberfeld in einen würdevollen Friedhof umzuwandeln. Sie haben das Gelände eingezäunt, für jede der 36 Grabreihen einen Gedenkstein aufgestellt und den Obelisken geschaffen. Die Inschriften sind auf kyrillisch, englisch und deutsch.

Am 2. Mai 1945 wurde der Friedhof eingeweiht. Etwa 400 Kriegstote von nahegelegenen Friedhöfen waren exhumiert und auf den Friedhof umgebettet worden.  Ihre Gräber liegen direkt auf der linken Seite, vom Eingang aus gesehen. Es sind vier Grabreihen markiert mit schlichten Stelen, auf denen A, B, C und D steht. In den 60er Jahren wurden noch einmal 809 Personen, darunter auch einige Zwangsarbeiterinnen und Kinder beigesetzt. Deren Gräber befinden sich ganz hinten am Zaun, mit Inschriften in lateinischer Schrift. Die Gräber der übrigen Umgebetteten sind auf der Fläche vor der Ehrenhalle, fünf Grabreihen mit Steinen, auf denen jeweils vier Namen vermerkt sind, je zwei auf Vorder- und Rückseite.

Nach und nach wurde das Gelände umgestaltet. Der Besucher geht durch ein schmiedeeisernes Tor und blickt auf ein zentral positioniertes Mahnmal in Form vieler steinerner Kreuze. Die rote Fahne aus Glaskeramik, die sich ursprünglich auf der Spitze des Obelisken befand, wurde durch ein orthodoxes Kreuz ersetzt. Darüber ist lange gestritten worden.

Gedenktafeln wurden aufgestellt, zuletzt die Glasstelen mit 16.000 Namen. Heute ist der Friedhof ein parkähnliches Gelände, das zu jeder Jahreszeit seinen Reiz hat und zum Verweilen und Gedenken einlädt.

Bildunterschrift: Auf dem Obelisken grüßt das orthodoxe Kreuz.

Bildunterschrift: Narzissen und andere Frühlingsblumen sprießen zurzeit, so wie hier vor einem der 36 Kopfsteine für die Massengräber.

Bildunterschrift: Weiß, blau und rot, die Farben Russlands, auf einem Gebinde, das am Obelisken niedergelegt wurde.

Bildunterschrift: Angehörige reisen von weither an. Einige von ihnen hinterlassen individuelle Zeugnisse des Gedenkens.

Bildunterschrift: Diese Steine stehen hinten am Zaun. Hier sind Zwangsarbeiterinnen und Kinder begraben.

Bildunterschrift: Einer von wenigen individuellen Grabsteinen dort, wo 400 umgebettete Kriegstote liegen.

Bildunterschrift: 16.000 Namen in kyrillischer Schrift auf 17 Glasstelen, die vor kurzem aufgestellt wurden.

Bildunterschrift: Kiefern und Birken wachsen auf dem Ehrenfriedhof, eine Vegetation, wie sie wohl auch in weiten Teilen Russlands ähnlich anzutreffen ist.

Bildunterschrift: Auf diesen Stelen stehen die bekannten Namen der 400 Umgebetteten.

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Gütersloher Volkszeitung / Die Glocke Online, 21.04.2017:

Kundgebung aus dem rechten Spektrum

21.04.2017 - 20.59 Uhr

Gütersloh (din). Für diesen Samstag sind in Gütersloh zwei Kundgebungen angemeldet worden. Außer den Assyrern, die sich um 14 Uhr am Marktplatz treffen, um der getöteten Armenier, Pontos-Griechen und anderen christlichen Minderheiten im Osmanischen Reich zu gedenken, liegt der Kreispolizeibehörde eine weitere Anmeldung vor.

Ein 29-Jähriger, der laut Polizei "dem politisch rechtsorientierten Spektrum zuzuordnen ist", hat für 15.30 Uhr eine Kundgebung auf dem Kolbeplatz angemeldet. Derselbe Mann hat für 11 Uhr eine Versammlung in Werther angemeldet. Worum es dabei geht, teilte die Polizei nicht mit.

Sie weist aber in einer Mitteilung darauf hin, "dass für sie die Pflicht besteht, Versammlungen und Demonstrationen jeglicher Gruppierungen als Ausdruck der verfassungsrechtlich garantierten Versammlungs- und Meinungsfreiheit zu ermöglichen, sofern diese friedlich und ohne Waffen stattfinden und dabei nicht gegen Gesetze oder Auflagen verstoßen wird". Die Polizei habe Neutralität zu wahren und sich einer Wertung der politischen Themen zu enthalten.

Für Werther sei auch eine Gegendemonstration "aus dem bürgerlichen Spektrum" angemeldet worden.

Bildunterschrift: Die Gütersloher Polizei hat an diesem Samstag einiges zu tun.

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Neue Westfälische Online, 21.04.2017:

Das "Bündnis gegen Rechts" kündigt Proteste gegen Neonazi-Veranstaltungen an

Die rechtsextreme Partei "Die Rechte" will am Samstag in Schildesche und in Sennestadt auftauchen / Um 15 Uhr zieht noch eine Anti-Erdogan-Demo durch die Innenstadt

21.04.2017 - 17.03 Uhr

Jens Reichenbach

Bielefeld. Weil die rechtsextreme Partei "Die Rechte" mit ihrem Hauptakteur Sascha Krolzig für Samstag Wahlkampfkundgebungen in den Bielefelder Stadtteilen Schildesche und Sennestadt angekündigt hat, ruft das "Bündnis gegen Rechts" zu entsprechenden Gegendemos auf.

Die Rechte hat bei der Polizei unter dem Motto "Masseneinwanderung stoppen - am 14. Mai "Die Rechte" wählen" jeweils eine Versammlung als stationäre Wahlkampfkundgebung angemeldet, wie Polizeisprecherin Sonja Rehmert bestätigte.

Diese soll am Samstag, 22. April, von 12.30 bis 14 Uhr An der Reegt in Schildesche und von 14 bis 15.30 Uhr am Reichowplatz in Sennestadt passieren. Die Neonazis rechnen jeweils mit 30 Teilnehmern.

Kurzfristiger Aufruf der Bündnis-Organisatoren

Das Bündnis gegen Rechts hat kurzfristig zwei Gegenkundgebungen unter dem Motto "Bielefeld ist und bleibt bunt und weltoffen" angemeldet, um den rechtsextremen Aktivisten ein deutliches Signal zu geben, dass ihre rassistisch-menschenfeindlichen Gedanken in Bielefeld nicht willkommen sind.

Ein entsprechender Aufruf, an diesen Gegenkundgebungen teilzunehmen, soll noch am heutigen Freitag veröffentlicht werden, sagte Wiebke Esdar vom Bündnis.

Die Polizei wird beide Aktionen jeweils begleiten: "Trotzdem gehen wir von einem friedlichen Verlauf aus", sagt Rehmert.

Ab 15 Uhr Anti-Erdogan-Demo in der Innenstadt

Doch damit ist die Arbeit der Polizei am Samstag noch nicht beendet: Ab 15 Uhr sammelt sich vor dem Hauptbahnhof eine Demonstration unter dem Motto "Solidarität für Hungerstreik in der Türkei".

Die Demo der Erdogan-Gegner ("Nein - es ist noch nicht vorbei! Es fängt gerade erst an!") wird vom Hauptbahnhof über Bahnhofstraße, Jahnplatz und Niedernstraße zum Alten Markt verlaufen, anschließend geht es zum Rathaus und über die Herforder Straße zurück zum Hauptbahnhof.

Die Anmelder der Demo rechnen mit 300 Teilnehmern, das Ende der Demo wurde für 17 Uhr angekündigt. Im Innenstadtbereich wird es deshalb zu Behinderungen kommen.

Bildunterschrift: Das Bündnis gegen Rechts will am Samstag in Schildesche und Sennestadt gegen Rechtsextreme protestieren.

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Westfalen-Blatt Online, 21.04.2017:

Polizei ist am Samstag mit einem größeren Aufgebot vor Ort

Neonazi-Demo am Busbahnhof

Werther WB/(mapu). Mit einem größeren Polizeiaufgebot ist an diesem Samstag, 22. April, am Busbahnhof in Werther zu rechnen. Für 11 Uhr plant eine Gruppe Rechtsextremer dort eine Kundgebung.

Anmelder ist ein 29-Jähriger, der laut Polizei "dem politisch rechtsorientierten Spektrum zuzuordnen ist". Nach Informationen dieser Zeitung handelt es sich um den wegen Volksverhetzung vorbestraften Sascha Krolzig, der vor Jahren mit einem Praktikum im Rathaus Werther für Aufsehen sorgte.

Es ist auch eine Gegendemonstration angemeldet. Die Polizei ist vor Ort, um einen friedlichen Ablauf zu gewährleisten.

Weitere Aufmärsche der Rechten sind am Nachmittag in Gütersloh und Sennestadt geplant.

Bereits im vergangenen Jahr hatte eine kleine Gruppe Rechtsextremer um Sascha Krolzig massiven Protest ausgelöst - unter anderem in Halle, wo 350 Gegendemonstranten kamen.

Bildunterschrift: Dieses Bild zeigt eine Gegendemonstration in Halle im vergangenen Jahr. Auch damals hatte eine Gruppe Rechtsextremer eine Kundgebung angemeldet - und bekam Gegenwind.

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Polizei Gütersloh, 21.04.2017:

Versammlungen am Samstag, 22.04.2017

21.04.2017 - 16.02 Uhr

Gütersloh (ots) - Kreis Gütersloh / Gütersloh / Werther (FK). Am Samstagnachmittag (22.04.) finden in Gütersloh und in Werther Versammlungen statt. Um 14 Uhr findet eine Versammlung der Assyrer, ausgehend vom Gütersloher Marktplatz durch den Innenstadtbereich statt.

Unabhängig davon liegen der Kreispolizeibehörde Gütersloh Anmeldungen zu Versammlungen in den Innenstädten Gütersloh und Werther vor. Anmelder ist ein 29-jähriger Mann, der dem politisch rechtsorientierten Spektrum zuzuordnen ist.

Die Polizei Gütersloh weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass für sie die Pflicht besteht, Versammlungen und Demonstrationen jeglicher Gruppierungen als Ausdruck der verfassungsrechtlich garantierten Versammlungs- und Meinungsfreiheit zu ermöglichen, sofern diese friedlich und ohne Waffen stattfinden und dabei nicht gegen Gesetze oder Auflagen verstoßen wird. Dabei hat die Polizei Neutralität zu wahren, eine Wertung der politischen Themen darf nicht erfolgen.

Die Versammlungen finden ab 11 Uhr an der Alten Bielefelder Straße / ZOB Werther und ab 15.30 Uhr auf dem Kolbeplatz in Gütersloh statt.

In Werther ist zudem bisher eine Gegenveranstaltung aus dem bürgerlichen Spektrum angemeldet.

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Westfalen-Blatt / Zeitung für Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg und Harsewinkel, 21.04.2017:

Rechte Demo angemeldet

Gütersloh (WB). Eine Gruppierung aus dem rechten Spektrum hat gestern eine Versammlung in Gütersloh angemeldet. Sie ist für kommenden Samstag, 22. April, geplant und soll in der Innenstadt stattfinden.

Mit näheren Angaben zur Art der Gruppierung, zur Größe des erwarteten Aufmarsches, zum Veranstaltungsort und -zeitpunkt hielt sich die Polizei gestern zurück. "Wir werden jedoch darauf vorbereitet sein", erklärte Polizei-Sprecherin Katharina Felsch. Es soll keinen Zusammenhang geben zu einer Demo, die am Samstag um 14 Uhr am Marktplatz startet und durch die City führen wird. Organisatoren sind der assyrische Mesopotamien-Verein, das Seyfo-Center Deutschland und der Zentralverband der assyrischen Vereinigungen. Sie wollen mit ihrem Demonstrationszug des Völkermordes vor 102 Jahren im osmanischen Reich gedenken.

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