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Nachrichten / Veranstaltungen , 12.03.2010 :

Tages-Chronologie von Freitag, 12. März 2010

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Artikel-Einträge in der Datenbank:










Herforder Kreisblatt / Westfalen-Blatt, 12.03.2010:
"Ich empfinde große Freude und Dankbarkeit" / Synagogen-Einweihung am Sonntag: Interview mit Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden


Wochenspiegel Paderborn Online, 12.03.2010:
Demokratie braucht Erinnerung / Geschichte entdecken


Westfälisches Volksblatt / Westfalen-Blatt, 12.03.2010:
Kreismuseum ausgezeichnet


Herforder Kreisblatt / Westfalen-Blatt, 12.03.2010:
Thiele zu Gast bei Oberschlesiern


Neue Osnabrücker Zeitung, 12.03.2010:
Neonazi-Symbol irrtümlich tätowiert?


indi-rex - Informationsdienst Rechtsextremismus, 12.03.2010:
Lippe: Rechtsrock-Konzert verboten


Neue Westfälische Online, 12.03.2010:
Lage: Stadt verbietet Konzert rechter Rockbands


WDR-Nachrichten aus Ostwestfalen-Lippe, 12.03.2010:
Rock-Konzert verboten


Mindener Tageblatt, 12.03.2010:
"Braune Gefahr" besteht in OWL weiter / Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus in Vlotho zieht Bilanz / Aktive Szene


Vlothoer Zeitung / Westfalen-Blatt, 12.03.2010:
"Bürger müssen wachsam bleiben" / Netzwerke gegen Rechtsextremismus: Grüne Liste, AKE und Ute Koczy (MdB) ziehen Bilanz


Blick nach Rechts, 12.03.2010:
Randale mit den "Autonomen"


Ahlener Zeitung Online, 12.03.2010:
Samstag Kundgebung der Rechten


Antifa Ahlen, 12.03.2010:
Neonazi-Aktion am 11. März 2010 in Ahlen


NRW rechtsaußen, 12.03.2010:
Warendorf: Drei Neonazis im Polizeigewahrsam - Kundgebung angemeldet


Ahlener Zeitung Online, 12.03.2010:
Polizei beendet Demonstration


Ahlener Tageblatt / Die Glocke, 12.03.2010:
Mahnwache der Rechten löst Großeinsatz der Polizei aus


Ahlener Zeitung, 12.03.2010:
Film ab: Animiert gegen Rechts


Flüchtlingshilfe Lippe e.V., 12.03.2010:
Pressemitteilung / Mahnwache gegen die Abschiebungen von Roma in das Kosovo


Lippe 1, 12.03.2010:
"Senne ohne Militär" - Vortrag mit B. Übel, Initiative "Kein Bombodrom"


Wochenspiegel Paderborn Online, 12.03.2010:
Gegen neue Kampfdörfer in der Senne: pro grün eröffnet Spendenkonto


Lippische Landes-Zeitung, 12.03.2010:
"Wir lassen uns keinesfalls entmutigen" / Gegner der Kampfdörfer-Planung in der Senne richten Fonds für einen Gerichtsprozess ein


Neue Westfälische, 12.03.2010:
Umweltschützer rechnen mit langem Klageweg


Salzekurier.de, 12.03.2010:
"Ich musste mich nicht verbiegen" / Salzekurier-Interview mit dem Marburger Politik-Professor Georg Fülberth


Lippische Landes-Zeitung, 12.03.2010:
Theater für WG-Erfahrene / Zwei Vorstellungen in der "alten Pauline"

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Veranstaltungskalender:








Freitag, 12. März 2010 von 08.00 bis 13.00 Uhr:

Ausstellung: Deserteure an Front und Heimatfront? - NS-Justiz in Westfalen-Lippe

Ausstellungsort:

Landesarchiv Nordrhein-Westfalen
Abteilung Ostwestfalen-Lippe
Willi-Hofmann-Straße 2
32756 Detmold

Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:

Vom 4. Februar bis zum 1. April 2010, montags von 08.00 bis 19.00 Uhr, dienstags bis donnerstags von 08.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 08.00 bis 13.00 Uhr.

Deserteure an Front und Heimatfront? - NS-Justiz in Westfalen-Lippe

Die regionalhistorische Ausstellung dokumentiert das Gefangenenlager Oberems und das Schicksal von zwanzig Männern und Frauen aus Westfalen, die dort ihre Haftstrafen wegen "Wehrkraftzersetzung" verbüßen mussten. Ihre "Delikte" waren zum Beispiel kritische Äußerungen zum nationalsozialistischen Staat, Sabotage in Rüstungsbetrieben und Beihilfe zur unerlaubten Entfernung von der Truppe. An der so genannten Heimatfront "kämpften" die Sondergerichte mit harten Urteilen gegen angebliche "Wehrkraftzersetzung". Die Verurteilten aus dem Raum Westfalen und Lippe wurden zum Teil im Gefangenenlager Oberems inhaftiert, das aus verschiedenen Außenarbeitsstellen bestand. Sie mussten dort in der Rüstung und landwirtschaftlichen Rekultivierungsmaßnahmen arbeiten. Der Arbeitseinsatz war so hart, dass sich einige der männlichen Häftlinge freiwillig zur Front meldeten.

"Deserteure an Front und Heimatfront? - NS-Justiz in Westfalen-Lippe" stellt durch neueste Forschungsergebnisse eine Erweiterung der Wanderausstellung "Was damals Recht war ... - Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht" dar.

Sie entstand unter Federführung Dr. Jörg van Nordens und wurde mit Hilfe des Historischen Museums Bielefeld und dem Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V. von Studierenden an der Universität Bielefeld erarbeitet.







Freitag, 12. März 2010 von 08.30 bis 12.30 Uhr:

Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"

Ausstellungsort:

Rathaus
Am Rathausplatz 2
33014 Bad Driburg

Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:

Vom 9. (Eröffnung) bis zum 26. März 2010, montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr sowie dienstags zusätzlich von 14.00 bis 16.00 Uhr und donnerstags zusätzlich von 14 bis 17 Uhr

Wanderausstellung "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"

Neue Impulse für die Erinnerungskultur und die Gedenkarbeit in Ostwestfalen-Lippe bietet ein gemeinsames Ausstellungsprojekt des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen Staats- und Personenstandsarchiv Detmold im Verbund mit kommunalen und kirchlichen Archiven der Region: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe", das 2007 erarbeitet worden ist.

Der 9. November ist ein Schicksalsdatum der deutschen Geschichte. 2008 jährt sich zum 70. Mal die Reichspogromnacht. Das Jahr 1938 markiert einen Wendepunkt des Antisemitismus in Deutschland während der NS-Zeit: Den Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung der deutschen Jüdinnen und Juden hin zur systematischen Verfolgung, die in den Holocaust mündete.

Seit der Jahreswende 1937/38 erreichten die Verfolgungsmaßnahmen vor dem Hintergrund einer ungesicherten Finanzierung der Aufrüstung für den Krieg neue Dimensionen. Den Israelitischen Kultusgemeinden erkannte man den Status von Körperschaften des öffentlichen Rechts ab, Juden wurden zur Offenlegung ihres Vermögens gegenüber dem Finanzamt gesetzlich verpflichtet, Kennkarten und gesondert gekennzeichnete Ausweispapiere für Juden verbindlich eingeführt, Konzentrationslager ausgebaut und erste Massenabschiebungen durchgeführt.

In dieser Situation nutzte das Regime propagandistisch das Attentat eines polnischen Juden auf den Legationsrat vom Rath in Paris zum notdürftig als "Ausbruch des spontanen Volkszorns" kaschierten, tatsächlich längst für Mitte November geplanten Schlag gegen die jüdische Bevölkerung und deren Eigentum. Die Welle der Plünderung und Zerstörung von Synagogen, der Konfiszierung und weitgehenden Vernichtung des Inventars, der Schändung jüdischer Friedhöfe, der Verwüstung jüdischer Gemeinde-, Geschäfts- und Privathäuser, der Inhaftierung und der Deportation in Konzentrationslager, der Misshandlungen bis hin zu Ermordungen erreichte am 9. und 10. November 1938 ihren Höhepunkt.

In unmittelbarer Folge zu den Ereignissen stieg die Zahl der Vertreibungen und Auswanderungen sprunghaft an, wurden Ghettohäuser ("Judenhäuser") eingerichtet, jüdische Schülerinnen und Schüler der öffentlichen Schulen verwiesen und die Jüdinnen und Juden schließlich noch systematisch zur finanziellen "Sühne" für die ihnen zugefügten Sach- und Versicherungsschäden herangezogen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Ereignisse, Täter und Opfer der Novemberpogrome in Ostwestfalen-Lippe, eingebettet in das Geschehen des "Wendejahrs 1938" und mit Ausblicken auf die Aufarbeitung der Reichspogromnacht nach 1945 durch die bundesdeutsche Justiz, durch Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur sowie auf moderne Formen des Antisemitismus.

Ziel des gemeinsamen Ausstellungsprojekts kommunaler und kirchlicher Archive in Ostwestfalen-Lippe im Verbund mit dem Landesarchiv NRW, Abteilung Ostwestfalen-Lippe, ist es, der langjährigen Arbeit von Schulen, Geschichtswerkstätten, Geschichtsvereinen, Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Museen, anderen Kultureinrichtungen und Privatinitiativen vor Ort im Rahmen von Gedenkveranstaltungen zum 9. November 1938 durch den vergleichenden Blick auf die Ereignisse in der Region neue Impulse zu geben.

Zur Ausstellung ist eine 48-seitige Broschüre erschienen, die im Rathaus für 4 Euro erworben werden kann.







Freitag, 12. März 2010 von 10.00 bis 12.00 Uhr:

Ausstellung: "Erinnerung und Mahnung - Zeichnungen und Projektentwürfe zu einem Lebensthema" von Vittore Boccetta

Ausstellungsort:

Volkshochschule Detmold
Krumme Straße 20
Vortragsraum und Flure
32756 Detmold

Internet: www.vhs-detmold.de

Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:

Vom 18. Februar bis 26. März 2010, montags bis donnerstags von 10.00 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 18.00 Uhr und freitags von 10.00 bis 12.00 Uhr.

Vittore Boccetta ist für viele Detmolder und Detmolderinnen kein Unbekannter: Er berichtete bereits im November 2001 als Zeitzeuge bei dem Symposium Thema: "Von Italien nach Auschwitz. Fossoli und Bozen: Stationen der Deportation 1944/45" über den Veroneser Widerstand zwischen 1940 und 1945 im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen.

Die Polizei- und Durchgangslager Fossoli bei Carpi (Modena) und Bozen, dessen ehemaliger Kommandant, Karl Friedrich Titho, in Horn-Bad Meinberg lebte, sind ebenso exemplarische Beispiele für die "Endlösung der Judenfrage in Europa" wie auch für die Vernichtung von Menschen nichtjüdischen Glaubens während der deutschen Besetzung in Italien ab September 1943.

Vittore Bocchettas Schicksal war unmittelbar mit dem Lager Bozen verbunden, von dem aus er mit seinen politischen Freunden zusammen in die Konzentrationslager Flossenbürg und Hersbruck deportiert wurde. Von dort kehrte er als einziger Überlebender seiner Gruppe zurück. Seit seiner Teilnahme am Symposium entwickelte sich zwischen dessen Veranstaltern und ihm eine enge Zusammenarbeit, die der Gründung des Freundeskreises Vittore Bocchetta Non dimenticare e.V. vorausging.

Darüber hinaus ergaben sich weitere Kontakte zwischen Personen und Gruppierungen in Oberitalien und den Detmolder Initiatoren zum Thema "Deutschland und Italien zwischen 1943 und 1945". Dank der Aktivitäten Vittore Bocchettas bildete sich im Laufe der letzten Jahre in Verona eine Gruppe heraus, deren Mitglieder sich dem Freundeskreis anschlossen:

www.non-dimenticare.de/

Dazu haben diverse Veranstaltungen mit ihm zusammen ebenso beigetragen wie 2003 die Ausstellung seiner Kunstwerke in der Landesbibliothek oder die Präsentation seiner Skulptur "Ohne Namen" in der Stadtbücherei im März 2009. Nicht zuletzt auch sein Vorschlag, eine Städtefreundschaft zwischen Verona und Detmold zu gründen.

Zur Person

Vittore Bocchetta, geboren 1918, bekämpfte als junger Student in Verona das faschistische Regime Mussolinis und gehörte zum Widerstand gegen die deutsche Wehrmacht. Nach seiner Verhaftung wurde er 1944 in das Konzentrationslager Flossenbürg und kurz danach in das Außenlager Hersbruck eingeliefert. Hier leistete er Sklavenarbeit für die Rüstungsproduktion und erlebte alle Schrecken der deutschen Konzentrationslager.

1945 konnte Bocchetta entkommen. In einem Nachkriegsitalien, das wenig Interesse an der eigenen Vergangenheit zeigte, fand Bocchetta keinen Platz und wanderte 1949 nach Südamerika aus. In Argentinien, Venezuela und seit 1958 in den USA arbeitete er vor allem als freier Bildhauer. Seit 1959 lehrte er Sprachwissenschaft an verschiedenen Universitäten in Chicago. 1972 gab er die Lehrtätigkeit auf, um ganz seiner Berufung als Maler und Bildhauer zu folgen.

In seinen Skulpturen und in seinen Texten verarbeitete Bocchetta die Erfahrungen aus "jenen fünf verdammten Jahren" des Widerstandes und der Verfolgung.

Seine Erinnerungen an "Jene fünf verdammten Jahre", die in deutscher Übersetzung vorliegen, gehen über die Schilderungen des Erlebten hinaus. Sie sind der bisher einzige ins Deutsche übersetzte Bericht eines Italieners über die Haft in den Konzentrationslagern Flossenbürg und Hersbruck.

Die Ausstellung findet in Kooperation der Volkshochschule Detmold mit dem Freundeskreis Vittore Bocchetta Non dimenticare e.V. und der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Lippe-Detmold statt.







Freitag, 12. März 2010 um 19.30 Uhr:

Lesung von Esther Bejarano aus ihrer Biografie: Wir leben trotzdem: Esther Bejarano - vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Künstlerin für den Friede

- Um 21.00 Uhr: Konzert "Per la vita"

Veranstaltungsort:

Jugendzentrum
Kulturkombinat Kamp e.V.
Niedermühlenkamp 43
33604 Bielefeld

www.jz-kamp.de

Esther Bejarano wird aus ihrer 2007 erschienene Biografie "Wir leben trotzdem: Esther Bejarano - vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Künstlerin für den Frieden" lesen.

Der Eintritt zur Lesung ist frei, die Karten (8 Euro, ermäßigt 5 Euro) für das Konzert gibt es im Vorverkauf in den Buchläden Eulenspiegel und Kronenklauer, der VHS Bielefeld und der Donnerstagskneipe im AJZ Bielefeld zu kaufen.

Esther Bejarano ist mit heute 86 Jahren eine der letzten Überlebenden des so genannten Mädchenorchesters aus dem Konzentrationslager Auschwitz.

Während sie mit der Gruppe Coincidence zuletzt 2007 in der Volkshochschule in Bielefeld aufgetreten ist, war die Microphone Mafia im letzten Jahr gleich zweimal gemeinsam mit anderen Künstlerinnen und Künstlern im AJZ Bielefeld und im JZ Kamp zu sehen und zu hören.

Anschließend Konzert "Per la vita", ein gemeinsames Projekt der Gruppen Coincidence und Mitgliedern der Microphone Mafia. Konzertbeginn: 21.00 Uhr, Einlass: 20.30 Uhr.

Per la Vita - "Für das Leben" - so heißt die 2009 veröffentlichte CD von den MusikerInnen Esther, Edna und Joram Bejarano von der Gruppe Coincidence und Kutlu Yurtseven, Signore Rossi und DJ Önder von der Microphone Mafia.

Das Bandprojekt der beiden Musikgruppen schafft mit einer Kombination aus traditionellen antifaschistischen Liedern, Vertonungen von Nazim Hikmet, Mikis Theodorakis, Berthold Brecht und traditionellen jiddischen Liedern Stücke, die betroffen machen und gleichzeitig Optimismus ausstrahlen. Per la vita ist ein musikalisches Bekenntnis - für eine Zukunft ohne Rassismus, Antisemitismus, Ausbeutung und Krieg.

Konzert und Lesung bilden den Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe im Rahmen der Ausstellung "Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern", die vom 9. Mai bis zum 20. Juni 2010 in der Volkshochschule Bielefeld zu sehen sein wird. Die Ausstellung wurde von der Gedenkstätte Ravensbrück in Kooperation mit "Die Aussteller", Wien und dem Institut für Kunst im Kontext, UdK Berlin, erarbeitet und ist momentan als Wanderausstellung in verschiedenen Städten zu sehen.

Die Ausstellung und das facettenreiche Rahmenprogramm setzt sich mit dem lange "vergessenen" und verdrängten Thema Sex-Zwangsarbeit im Nationalsozialismus, in KZ-Bordellen und Kriegen im Allgemeinen auseinander. Die zur Prostitution gezwungenen Frauen stehen dabei im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Das Konzert und die Ausstellung werden von der Projektgruppe Ravensbrück organisiert. In dieser Gruppe arbeiten seit vielen Jahren Feministinnen aus unterschiedlichen politischen Zusammenhängen zu dem Thema Nationalsozialismus.

Im Zentrum unserer Auseinandersetzung stehen die Schicksale derjenigen Menschen, deren Verfolgung und Diskriminierung im Nationalsozialismus durch sexistische und patriarchale Zuschreibungen besonders geprägt war.

Die Projektgruppe hat in Bielefeld bereits im Jahr 1998 die Ausstellung "Schwestern vergesst uns nicht" über das KZ Ravensbrück und im Jahr 2000 die Ausstellung "Wir durften ja nicht sprechen" über das so genannte Schutzhaftlager und Jugend-KZ Uckermark in Bielefeld gezeigt.

Präsentiert von der Projektgruppe Ravensbrück / Bielefeld finden Lesung und Konzert in Kooperation mit dem AStA der Fachhochschule Bielefeld und den Falken Bielefeld statt.







Freitag, 12. März 2010 um 20.00 Uhr:

Aufführung: "Alltag brennt" oder "Nicht den Boden berühren" - ein politisches Theaterstück

Veranstaltungsort:

Autonomes Kultur-
und Kommunikationszentrum
alte Pauline
Bielefelder Straße 3
32756 Detmold

www.myspace.com/altepauline

Philip, Zora, Lina, Hans, Lasse, Flora und Alex sind selbsternannte Linksradikale. Sie halten sich für schwer engagiert und subversiv und ihre WG für eine real existierende Kommune. Erst der Zustand eines frei gewordenen Zimmers und die Suche nach einem, einer neuen MitbewohnerIn offenbart, wie wenig nur übriggeblieben ist, von dem Versuch eines besseren Lebens.

"Wer soll denn hier einziehen?", fragen sie sich und die Antwort ist natürlich leicht: "Jemand wie wir!" Lebenslustig soll er oder sie sein, linksradikal natürlich, antikapitalistisch, emanzipiert, engagiert und offen und und und ...

Die Ansprüche an den, die NeueN wachsen in den Himmel - und über die BewohnerInnen selbst hinaus. Doch wie schwierig ist es für sie, die faulen Kompromisse in ihrem (Zusammen)leben zu erkennen und den Schrei nach Veränderung neu zu formulieren? Der Boden der Tatsachen macht schließlich keinen verlockenden Eindruck ...

Worum geht es? Um die Schwierigkeiten des linken Lebens, um Liebe, um Freundschaft, um Wut und Resignation, um Träume, um Trotz, Revolutionsromantik und Klischees, und um die Maskerade des Alltags, in der jedeR von uns tagtäglich seine, ihre Rolle spielt.

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