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Nachrichten / Veranstaltungen , 09.03.2010 :

Tages-Chronologie von Dienstag, 9. März 2010

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Artikel-Einträge in der Datenbank:










Zeitung für den Altkreis Lübbecke / Neue Westfälische, 09.03.2010:
Grausame Folgen für Opfer / Historiker spricht über NS-Gefangenenlager in OWL


Lübbecker Kreiszeitung / Westfalen-Blatt, 09.03.2010:
Wegen Zigarettendiebstahls ins Zuchthaus / Dr. Jörg van Norden berichtet im Heimathaus Hüllhorst über Justiz im Nationalsozialismus


Radio Lippe, 09.03.2010:
Neue Synagoge vor der Einweihung


Herforder Kreisanzeiger / Neue Westfälische, 09.03.2010:
Hochrangige Gäste kommen zur Einweihung der Synagoge / Festakt am Sonntag, 14.März, im neuen Gotteshaus an der Komturstraße


Neue Westfälische, 09.03.2010:
Charlotte Knobloch kommt nach Herford


Westfalen-Blatt, 09.03.2010:
Herford: Rüttgers weiht Synagoge ein


Warburger Kreisblatt / Westfalen-Blatt, 09.03.2010:
Realschüler in Buchenwald


Spenger Nachrichten / Westfalen-Blatt, 09.03.2010:
Ältere Vertriebene tagen im Stadtcafé


Lippische Landes-Zeitung, 09.03.2010:
BdV versammelt sich


Antifaschistische Praxis in Bielefeld , 09.03.2010:
Antifaschistische Kundgebung gegen den Bismarck-Kommers


Bielefelder Zeitung / Westfalen-Blatt, 09.03.2010:
Der Kirche neue Impulse geben / Werner Braune und Jörg Schönbohm Gäste bei Initiative "Paul Gerhardt"

Höxtersche Kreiszeitung / Neue Westfälische, 09.03.2010:
Für den Rat untragbar geworden


Neue Westfälische Online, 09.03.2010:
Online-Petition gegen Annas Abschiebung / 12-Jährige erfährt Unterstützung im Internet


WDR-Nachrichten aus Ostwestfalen-Lippe, 09.03.2010:
Bürger starten Online-Petition


Lippische Landes-Zeitung, 09.03.2010:
Lesung in der "Pauline"


Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V., 09.03.2010:
Pressemitteilung / Jugendlicher starb in Abschiebehaft nach Hungerstreik


Radio Hochstift, 09.03.2010:
Minarett: Gemeinde denkt an Verzicht


Neue Westfälische, 09.03.2010:
Forum der Leser / Es geht auch ohne Kirchturm


Westfälisches Volksblatt / Westfalen-Blatt, 09.03.2010:
Bürger entscheiden über Minarett-Bau / Moschee-Gemeinde will Antrag zurückziehen, wenn die Stimmen der Kritiker überwiegen


Westfälisches Volksblatt / Westfalen-Blatt, 09.03.2010:
Reservisten-Treffen am Flughafen


Radio Herford, 09.03.2010:
Baustopp für Kampfdörfer beantragt


Schlänger Zeitung / Westfalen-Blatt, 09.03.2010:
Förderverein Nationalpark kritisiert das Militär / "Baubeginn innerhalb der Widerspruchsfrist strapaziert Gastfreundschaft unerträglich"


Westfalen-Blatt, 09.03.2010:
"Kampfdörfer-Bau sofort stoppen"


Neue Westfälische, 09.03.2010:
Baustopp für Kampfdörfer beantragt


radio aktiv e.V., 09.03.2010:
Linke will keine MOX Brennelemente-Transporte


radio aktiv e.V., 09.03.2010:
Etwa 40 Menschen bei Mahnwache vor Kreistagssitzung


radio aktiv e.V., 09.03.2010:
Linke will keine MOX Brennelemente-Transporte


Deister- und Weserzeitung, 09.03.2010:
Brennelemente aus Schweden - Gegner mobilisieren


Schaumburger Zeitung, 09.03.2010:
Neue Brennelemente - Atomkraftgegner mobilisieren


Lippische Landes-Zeitung, 09.03.2010:
Krise des Kapitalismus'

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Veranstaltungskalender:








Dienstag, 9. März 2010 von 08.00 bis 16.00 Uhr:

Ausstellung: Deserteure an Front und Heimatfront? - NS-Justiz in Westfalen-Lippe

Ausstellungsort:

Landesarchiv Nordrhein-Westfalen
Abteilung Ostwestfalen-Lippe
Willi-Hofmann-Straße 2
32756 Detmold

Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:

Vom 4. Februar bis zum 1. April 2010, montags von 08.00 bis 19.00 Uhr, dienstags bis donnerstags von 08.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 08.00 bis 13.00 Uhr.

Deserteure an Front und Heimatfront? - NS-Justiz in Westfalen-Lippe

Die regionalhistorische Ausstellung dokumentiert das Gefangenenlager Oberems und das Schicksal von zwanzig Männern und Frauen aus Westfalen, die dort ihre Haftstrafen wegen "Wehrkraftzersetzung" verbüßen mussten. Ihre "Delikte" waren zum Beispiel kritische Äußerungen zum nationalsozialistischen Staat, Sabotage in Rüstungsbetrieben und Beihilfe zur unerlaubten Entfernung von der Truppe. An der so genannten Heimatfront "kämpften" die Sondergerichte mit harten Urteilen gegen angebliche "Wehrkraftzersetzung". Die Verurteilten aus dem Raum Westfalen und Lippe wurden zum Teil im Gefangenenlager Oberems inhaftiert, das aus verschiedenen Außenarbeitsstellen bestand. Sie mussten dort in der Rüstung und landwirtschaftlichen Rekultivierungsmaßnahmen arbeiten. Der Arbeitseinsatz war so hart, dass sich einige der männlichen Häftlinge freiwillig zur Front meldeten.

"Deserteure an Front und Heimatfront? - NS-Justiz in Westfalen-Lippe" stellt durch neueste Forschungsergebnisse eine Erweiterung der Wanderausstellung "Was damals Recht war ... - Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht" dar.

Sie entstand unter Federführung Dr. Jörg van Nordens und wurde mit Hilfe des Historischen Museums Bielefeld und dem Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V. von Studierenden an der Universität Bielefeld erarbeitet.







Dienstag, 9. März 2010 von 10.00 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 18.00 Uhr:

Ausstellung: "Erinnerung und Mahnung - Zeichnungen und Projektentwürfe zu einem Lebensthema" von Vittore Boccetta

Ausstellungsort:

Volkshochschule Detmold
Krumme Straße 20
Vortragsraum und Flure
32756 Detmold

Internet: www.vhs-detmold.de

Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:

Vom 18. Februar bis 26. März 2010, montags bis donnerstags von 10.00 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 18.00 Uhr und freitags von 10.00 bis 12.00 Uhr.

Vittore Boccetta ist für viele Detmolder und Detmolderinnen kein Unbekannter: Er berichtete bereits im November 2001 als Zeitzeuge bei dem Symposium Thema: "Von Italien nach Auschwitz. Fossoli und Bozen: Stationen der Deportation 1944/45" über den Veroneser Widerstand zwischen 1940 und 1945 im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen.

Die Polizei- und Durchgangslager Fossoli bei Carpi (Modena) und Bozen, dessen ehemaliger Kommandant, Karl Friedrich Titho, in Horn-Bad Meinberg lebte, sind ebenso exemplarische Beispiele für die "Endlösung der Judenfrage in Europa" wie auch für die Vernichtung von Menschen nichtjüdischen Glaubens während der deutschen Besetzung in Italien ab September 1943.

Vittore Bocchettas Schicksal war unmittelbar mit dem Lager Bozen verbunden, von dem aus er mit seinen politischen Freunden zusammen in die Konzentrationslager Flossenbürg und Hersbruck deportiert wurde. Von dort kehrte er als einziger Überlebender seiner Gruppe zurück. Seit seiner Teilnahme am Symposium entwickelte sich zwischen dessen Veranstaltern und ihm eine enge Zusammenarbeit, die der Gründung des Freundeskreises Vittore Bocchetta Non dimenticare e.V. vorausging.

Darüber hinaus ergaben sich weitere Kontakte zwischen Personen und Gruppierungen in Oberitalien und den Detmolder Initiatoren zum Thema "Deutschland und Italien zwischen 1943 und 1945". Dank der Aktivitäten Vittore Bocchettas bildete sich im Laufe der letzten Jahre in Verona eine Gruppe heraus, deren Mitglieder sich dem Freundeskreis anschlossen:

www.non-dimenticare.de/

Dazu haben diverse Veranstaltungen mit ihm zusammen ebenso beigetragen wie 2003 die Ausstellung seiner Kunstwerke in der Landesbibliothek oder die Präsentation seiner Skulptur "Ohne Namen" in der Stadtbücherei im März 2009. Nicht zuletzt auch sein Vorschlag, eine Städtefreundschaft zwischen Verona und Detmold zu gründen.

Zur Person

Vittore Bocchetta, geboren 1918, bekämpfte als junger Student in Verona das faschistische Regime Mussolinis und gehörte zum Widerstand gegen die deutsche Wehrmacht. Nach seiner Verhaftung wurde er 1944 in das Konzentrationslager Flossenbürg und kurz danach in das Außenlager Hersbruck eingeliefert. Hier leistete er Sklavenarbeit für die Rüstungsproduktion und erlebte alle Schrecken der deutschen Konzentrationslager.

1945 konnte Bocchetta entkommen. In einem Nachkriegsitalien, das wenig Interesse an der eigenen Vergangenheit zeigte, fand Bocchetta keinen Platz und wanderte 1949 nach Südamerika aus. In Argentinien, Venezuela und seit 1958 in den USA arbeitete er vor allem als freier Bildhauer. Seit 1959 lehrte er Sprachwissenschaft an verschiedenen Universitäten in Chicago. 1972 gab er die Lehrtätigkeit auf, um ganz seiner Berufung als Maler und Bildhauer zu folgen.

In seinen Skulpturen und in seinen Texten verarbeitete Bocchetta die Erfahrungen aus "jenen fünf verdammten Jahren" des Widerstandes und der Verfolgung.

Seine Erinnerungen an "Jene fünf verdammten Jahre", die in deutscher Übersetzung vorliegen, gehen über die Schilderungen des Erlebten hinaus. Sie sind der bisher einzige ins Deutsche übersetzte Bericht eines Italieners über die Haft in den Konzentrationslagern Flossenbürg und Hersbruck.


Die Ausstellung findet in Kooperation der Volkshochschule Detmold mit dem Freundeskreis Vittore Bocchetta Non dimenticare e.V. und der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Lippe-Detmold statt.

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