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Herforder Kreisanzeiger / Neue Westfälische , 09.03.2010 :

Hochrangige Gäste kommen zur Einweihung der Synagoge / Festakt am Sonntag, 14.März, im neuen Gotteshaus an der Komturstraße

Herford (bra). Die Jüdische Gemeinde Herford-Detmold wird am Sonntag, 14. März, ihre neue Synagoge einweihen. An dem Festakt werden Charlotte Knobloch, die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, sowie der NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers teilnehmen.

Das im neogotischen Stil errichtete Gebäude ist auf dem Gelände der früheren Synagoge entstanden. Sie war 1852 erbaut und während der Reichspogromnacht, 9. November 1938, zerstört worden. Der zweigeschossige Neubau verfügt über einen Versammlungsraum mit 150 Plätzen und diversen Funktionräumen.

Das Tonnengewölbe des Betsaals mit seinen 90 Plätzen ist mitternachtsblau gestaltet. Darin eingelassene Lampen zeigen den Sternenhimmel über Jerusalem zur jüdischen Neujahrszeit, Rosh Hashana.

Seit den 1990-er Jahren hatte sich die Zahl der Gemeindemitglieder wegen der Zuwanderer aus Osteuropa fest vervierfacht auf nunmehr 106. So hatte sich die Kultusgemeinde seit mehr als zehn Jahren um ein neues Gebetshaus bemüht.

Ein Drittel der Baukosten, zwei Millionen Euro, hat die Gemeinde aus Spenden bezahlt. Ein weiteres Drittel teilen sich die Städte Herford und Detmold sowie die Kreise Herford und Lippe. Das Land Nordrhein-Westfalen trägt das dritte Drittel.

Bildunterschrift: Kommen nach Herford: Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, und NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers.


lok-red.herford@neue.westfaelische.de

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