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Aktualisiert am Dienstag, 27. Juni 2017 - Gegenwärtig 39 Termine , 28.06.2017 :

www.hiergeblieben.de: Veranstaltungskalender

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Übersicht Veranstaltungen:


- Juni 2017 -

27.06.2017: Bielefeld: Buchvorstellung "Farbe bekennen" und Gespräch mit Katharina Oguntoye
27.06.2017: Herford: Lesung: KZ-Aufseherinnen - Frauen ohne Moral und ohne Herz
27.06.2017: Detmold: Vortrag von Dr. Eva Lettermann: "Onkel Franz doch nicht!"
27.06.2017: Bielefeld: Vortrag von Dr. Matthias Küntzel: Deutschland zwischen Israel und Iran
27.06.2017: Bielefeld: Vortrag: Mexico - Rio - Hamburg: Kapital total ...
27.06.2017: Bielefeld: Tunnel-Theater: "Hier und Jetzt" - Theaterstück von Roland Schimmelpfennig

28.06.2017: Bielefeld: Vortrag: Die Furchtbürger - Rassismus, Sexismus und Klassismus der AfD
28.06.2017: Bünde: Vortrag von Barbara Frey über den Reichswehrgeneral Paul Emil von Lettow-Vorbeck

29.06.2017: Osnabrück: Demonstration: Als Menschen wollen wir leben!
29.06.2017: Bielefeld: Letztes offenes Bündnistreffen von "Anti-G20-Bündnis OWL"

30.06.2017: Bielefeld: Filmvorführung: "Fernand Pelloutier und die Arbeitsbörsen" (Frankreich 2015)


- Juli 2017 -

01.07.2017: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

05.07.2017: Bielefeld: Vortrag von Andrea Röpke: Organisierte rechte Kindererziehung in der HDJ

09.07.2017: Bielefeld: Führung durch das Museum Wäschefabrik mit Film zur jüdischen Geschichte
09.07.2017: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS

10.07.2017: Paderborn: Diskussionsveranstaltung: Was bedroht die demokratische Gesellschaft heute?

12.07.2017: Bielefeld: Buchvorstellung mit Stephan Grigat: AfD und FPÖ

13.07.2017: Detmold: Lesung mit Feridun Zaimoglu aus seinem Buch "Siebentürmeviertel"

16.07.2017: Detmold: Gedenkveranstaltung für Karla Raveh

17.07.2017: Bielefeld: FLTI*Kneipe

23.07.2017: Detmold: Auf jüdischen Spuren - Stadtrundgang mit Gudrun Mitschke-Buchholz
23.07.2017: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS

30.07.2017: Stukenbrock: Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne


- August 2017 -

05.08.2017: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

10.08.2017: Detmold: Vortrag von Prof. Dr. Cord Berghahn: Leopold Zunz

13.08.2017: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS

27.08.2017: Detmold: Auf jüdischen Spuren - Stadtrundgang mit Gudrun Mitschke-Buchholz
27.08.2017: Stukenbrock: Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne
27.08.2017: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS


- September 2017 -

02.09.2017: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

07.09.2017: Minden: Dr. Daimagüler: Was bedeutet der NSU-Prozess für den Zustand der Gesellschaft?

10.09.2017: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS

14.09.2017: Minden: Vortrag von Eric Hattke: Horrorstadt? Dresden - zwischen Albtraum und Alltag
14.09.2017: Wewelsburg: Adolf Haas als KZ-Kommandant in Niederhagen-Wewelsburg / Bergen-Belsen

24.09.2017: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS


- Oktober 2017 -

07.10.2017: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

29.10.2017: Stukenbrock: Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne


- November 2017 -

04.11.2017: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

26.11.2017: Stukenbrock: Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne

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- Dienstag, 27. Juni 2017 um 18.00 Uhr -


Buchvorstellung "Farbe bekennen" und Gespräch mit Katharina Oguntoye


Veranstaltungsort:

Universität Bielefeld
Universitätsstraße 25
Seminarraum X-E0-218
33615 Bielefeld

www.uni-bielefeld.de


1986 in der ersten Auflage erschienen, befasste sich das Werk erstmals mit der Geschichte afrodeutscher Menschen. Die 2016 in der vierten überarbeiteten Auflage erschienene Textsammlung enthält sehr persönliche wie auch einnehmende Berichte zum Leben afrodeutscher Frauen im Kontext des historischen Wandels. Sie reichen von der Weimarer Republik über den Nationalsozialismus und die Nachkriegszeit bis ins aktuelle Deutschland und beschäftigen sich auf biografischer Spurensuche mit gesellschaftlichen Zusammenhängen von Rassismus und deren Offenlegung.

In ihrer Präsentation wird es der Aktivistin und Frauenrechtlerin Katharina Oguntoye außerdem um die begriffliche Definition und Einordnung sowie aktive Auseinandersetzung mit Rassismus im Jahr 2017 gehen.


Katharina Oguntoye, Jahrgang. 1959. Die deutsch-nigerianische Historikerin und Autorin hat die afro-deutsche Bewegung mitgeprägt, so zum Beispiel als eine der Herausgeberinnen des Buches "Farbe bekennen - Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte" (1986), dem ersten Buch zu Schwarzen Deutschen, sowie als Gründungsmitglied und Aktivistin der "Initiative Schwarze Menschen in Deutschland" und der ADEFRA. Seit 1996 leitet sie den ihr mitbegründeten Verein Joliba - Interkulturellen Netzwerk Berlin e.V. (www.joliba.de). 1997 erschien ihre historische Untersuchung zum Thema: "Eine afro-deutsche Geschichte: Zur Lebenssituation von Schwarzen Menschen in Deutschland 1884 - 1950".


Vortrag im Rahmen des "Antiracism Festival" vom 14. Juni bis zum 1. Juli 2017 in Bielefeld:

www.facebook.com/antirafestivalbielefeld

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- Dienstag, 27. Juni 2017 um 19.00 Uhr -


Lesung von Helga Kohne und Sandra Bentlage: KZ-Aufseherinnen - Frauen ohne Moral und ohne Herz


Veranstaltungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Im Mittelpunkt der Lesecollage stehen Berichte der einstigen Kinder von Auschwitz über Gräueltaten des weiblichen Aufsichtspersonals: Wie haben diese Kinder die Frauen wahrgenommen? Waren es "weibliche Bestien" in Uniform, Frauen ohne Gefühl? Handelten sie aus reiner Pflichterfüllung oder aus Überzeugung? Und hat dies alles heute noch etwas mit uns zu tun?


Eine Veranstaltung im Rahmen des Begleitprogramm zur Ausstellung "Vergiss Deinen Namen nicht - Die Kinder von Auschwitz" vom 7. April bis 16. Juli 2017 in der Gedenkstätte Zellentrakt.


Die heutige Gedenkstätte Zellentrakt, das frühere Herforder Polizeigefängnis, war von 1933 bis 1945 ein Ort der Verfolgung und Angst auch für viele jüdische Menschen aus Herford auf dem Weg in die Lager und den Tod.

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- Dienstag, 27. Juni 2017 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Dr. Eva Lettermann: "Onkel Franz doch nicht!"

Entscheidungs- und Handlungsspielräume in Lebensgeschichten unterschiedlicher Täter - Historisches Lernen über die Shoa durch die Auseinandersetzung mit individuellem Täterhandeln


Veranstaltungsort:

Haus Münsterberg
Hornsche Straße 38
32756 Detmold


Die Tatsache, dass ihr Großonkel Franz Fischer als NS-Verbrecher fast 44 Jahre inhaftiert war, im Familiennarrativ aber stets als "Kriegsgefangener" bezeichnet wurde, bildet den familienbiografischen Ausgangspunkt der Forschungen Eva Lettermanns.

Ausgehend von der kritischen Aufarbeitung der Biografie ihres Großonkels setzt sich die Detmolder Lehrerin und Fachleiterin in ihrer Dissertation sowohl fachwissenschaftlich, fachdidaktisch als auch familienbiografisch mit individuellem Täterhandeln auseinander. Aufbauend auf den theoretischen Erkenntnissen konzipiert sie ein Unterrichtsmodell zum historischen Lernen über die Shoa und reflektiert ihre Unterrichtserfahrungen. In ihrem Detmolder Vortrag wird sie insbesondere die Entscheidungs- und Handlungsspielräume unterschiedlicher Täter thematisieren.


Dr. Eva Lettermann:

Die Detmolder Lehrerin und Fachleiterin für Geschichte trägt Auszüge aus ihrer Dissertation vor, in der sie sich mit unterschiedlichen Täterprofilen auseinandergesetzt hat und den Gründen für diese Unterschiedlichkeit nachgeht. In Kooperation mit der Gedenkstätte Yad Vashem hat sie faszinierende neue Formen des Lernens über diesen dunklen Teil der Geschichte entwickelt.


Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.:

www.gfcjz-lippe.de

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- Dienstag, 27. Juni 2017 um 20.00 Uhr -


Vortrag von Dr. Matthias Küntzel: Deutschland zwischen Israel und Iran


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Raum 240
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Wie kann es sein, dass Deutschland von allen EU-Staaten die mit Abstand engsten Beziehungen - wirtschaftlich, politisch und kulturell - zu einem Land unterhält, dessen ersten außenpolitisches Ziel darin besteht, den Staat Israel auszulöschen?

"Deutschland und Israel sind immer auf besondere Weise durch die Erinnerung an die Shoa verbunden", versprach Angela Merkel 2008 in ihrer Knesset-Rede.

Ganz anders jedoch der frühere deutsche Botschafter in Teheran, Bernd Erbel: "Es gibt nicht viele Völker, die wie Deutsche und Iraner über Jahrhunderte Freundschaft, Vertrauen und enge Beziehungen entwickelt haben. Dies stellt einen historischen Schatz dar, den es zu bewahren gilt." Die Freundschaftsbekundung erfolgte am 3. Oktober 2011, als Mahmud Ahmadinedschad noch iranischer Präsident war und die Leugnung des Holocaust und die antisemitische Anstachelung auf die Spitze trieb.

Mit Präsident Rohani hat das Regime zwar sein Image verändert, nicht aber seine Politik. So kamen während des letzten Gaza-Kriegs die lautstärksten Anfeuerungsrufe für die Hamas aus Teheran.

Warum also hält Deutschland seine Beziehungen mit dem Land, das Israel liquidieren will, weiter aufrecht statt sie zu überdenken oder gar abzubrechen? Diesen Fragen geht Matthias Küntzel in seinem Vortrag nach.


Dr. Matthias Küntzel ist Politikwissenschaftler und Publizist. Er wirkte von 1984 bis 1988 als Nonproliferations- und Atomexperte der Bundestagsfraktion der Grünen und promovierte über den Atomwaffensperrvertrag und die nukleare Option. In den letzten zehn Jahren publizierte er mehrere Bücher über den Iran und die deutsch-iranischen Beziehungen auf Englisch, Farsi und Deutsch. Er ist unter anderem Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik sowie Mitglied im Advisory Board der amerikanischen Organisation "United Against Nuclear Iran" (UANI).


Eine Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld.

www.dig-bielefeld.de

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- Dienstag, 27. Juni 2017 um 20.00 Uhr -


Vortrag: Mexico - Rio - Hamburg: Kapital total ...


Veranstaltungsort:

Welthaus Bielefeld e.V.
August-Bebel-Straße 62
33602 Bielefeld

www.welthaus.de


... oder warum wir in Hamburg gegen G20 auf der Straße sind

Was haben unsere Proteste in Hamburg mit dem Rest der Welt zu tun? Warum ist es eine Frage der Solidarität mit den Verdammten dieser Erde oder mit all denjenigen, die in ihren Ländern für die gleiche Sache kämpfen wie wir, aber nicht nach Hamburg fahren können?

Es geht um die Rolle Lateinamerikas im Gesamtkonzept der Weltunordnung. Eine Ära linker Regierungen und damit auch vieler Hoffnungen geht zu Ende, Brasilien erlebte einen "kalten Putsch" unter Jubel der Eliten. Die linksliberale Regierung unter Bachelet in Chile wird im Herbst diesen Jahres mit Sicherheit nicht wiedergewählt, Mexico versinkt im Strudel von Korruption und Gewalt.

Die sozialen Bewegungen stehen vor ungeheuren Herausforderungen und müssen teilweise bei Null anfangen. Dennoch gibt es Proteste und Widerstand. Lasst uns über gemeinsame Strategien internationalistischer Politik im 21. Jahrhundert diskutieren.


Die Referentin ist organisiert in der Interventionistischen Linke (iL) Münster und arbeitet am Institut für Theologie und Politik der Uni Münster.


Es wird die Möglichkeit geben, Tickets für die gemeinsame Busanreise von Bielefeld nach Hamburg zu kaufen.

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- Dienstag, 27. Juni 2017 um 20.00 Uhr -


Tunnel-Theater: "Hier und Jetzt" - Theaterstück von Roland Schimmelpfennig


Veranstaltungsort:

Begegnungszentrum Bültmannshof
Jakob-Kaiser-Straße 2
33615. Bielefeld


- Eintritt: 12.00 Euro - ermäßigt 7.00 Euro


Eine Hochzeit - viele Geschichten. Von dem was ist, was früher war und was spät sein könnte. Die Stimmungen wechseln wie die Jahreszeiten: Liebe und Verzweiflung, Tragik und Komik - Jetzt oder Nie!


Regie: Barbara Margarethe Frey

Es spielen: Kordula Marzinzik, Ilka Schulte, Ulrike Urban, Claudia Vogt, Dietlind Wild, Walter Arnold, Hagen Barth, Jörg Maß, Michael Pattberg, Bernd Respondek, Heiner Wild


"Das macht doch nichts, dass wir die Geschichte schon kennen. Im Gegenteil! Dafür sind Geschichten doch da - dass man sie wieder und wieder erzählt und dass man sie wieder und wieder hört."

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- Mittwoch, 28. Juni 2017 um 18.00 Uhr -


Vortrag von Andreas Kemper: Die Furchtbürger - Anmerkungen zum Rassismus, Sexismus und Klassismus der AfD


Veranstaltungsort:

Fachhochschule Bielefeld
Interaktion 1
Hörsaal B3
33619 Bielefeld

www.fh-bielefeld.de


Die AfD macht sich selber Mut: zu Deutschland, zur "Wahrheit", usw. Sie hat es nötig, denn sie ist angetrieben von einer "Furcht vor der Freiheit". Erich Fromm hatte mit diesem Titel bereits in den 1940ern das kleinbürgerliche Milieu untersucht, aus dem sich die NSDAP rekrutierte. Furcht haben diese "Mutbürger" jedoch nicht nur vor der Freiheit der Sexualität und offener Grenzen, sondern vor allem auch vor der Gleichheit, dem Verlust eigener Privilegien. Entsprechend entwickeln diese Milieus Abwehrstrategien und basteln an politischen Netzwerken Gleichgesinnter.

In der vorliegenden Untersuchung "Die Furchtbürger: Anmerkungen zum Rassismus, Sexismus und Klassismus der AfD" (Taschenbuch - 1. Juni 2017) werden die Netzwerke, Kampagnen und Ideologien des Furchtbürgertums von Andreas Kemper untersucht. Welche Verbindung bestehen zwischen den Pegida-Demonstrationen und den "Demos für alle"? Aus welchen Klassenfraktionen rekrutiert sich das Furchtbürgertum?


Andreas Kemper (1963 in Nordhorn) ist ein deutscher Publizist und Soziologe mit den Themenschwerpunkten Bildungsbenachteiligung, Klassismus, antifeministische Männerrechtsbewegung sowie Alternative für Deutschland.


Vortrag im Rahmen des "Antiracism Festival" vom 14. Juni bis zum 1. Juli 2017 in Bielefeld:

www.facebook.com/antirafestivalbielefeld

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- Mittwoch, 28. Juni 2017 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Barbara Frey über den Reichswehrgeneral Paul Emil von Lettow-Vorbeck (1870 - 1964)


Veranstaltungsort:

Gemeindehaus der St. Josef-Kirche
Philippstraße 2 - 4
32257 Bünde


Hintergrund sind die anhaltenden Diskussionen in Bünde, ob die Lettow-Vorbeck-Straße in Bünde ihren Namen behalten soll.

Im Jahr 1937 wurde in Bünde die Heidestraße in Lettow-Vorbeck-Straße umbenannt, 1946 fand die Rückbenennung und gleichzeitig die Umbenennung der Klinkenkolkstraße in Lettow-Vorbeck-Straße statt. Während der Veranstaltung wird die Person Lettow-Vorbeck und auch sein geschichtliches Umfeld vorgestellt.

Außerdem vermittelt die Expertin, wie in der NS- und in der Nachkriegszeit an ihn gedacht und über ihn geurteilt wurde. In den vergangenen Wochen haben in Bünde die Diskussionen zugenommen, ob die Lettow-Vorbeck-Straße ihren Namen behalten soll oder nicht.


Die Historikerin Barbara Frey ist die Leiterin der Geschichtswerkstatt der Volkshochschule in Bielefeld.


Veranstaltung in Kooperation von SPD-Stadtverband Bünde, Bündnis 90 / Die Grünen - Stadtverband Bünde und Katholische Kirche St. Josef - Stadt Bünde.

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- Donnerstag, 29. Juni 2017 um 13.30 Uhr -


Demonstration: Als Menschen wollen wir leben!


- Aktuelle Informationen: www.facebook.com/No-Lager-Osnabr%C3%BCck-679988105444275/


Auftaktkundgebung:

Marktplatz vor dem Rathaus
Markt 30
49074 Osnabrück


Wir, Bewohner der Unterkunft im Ickerweg 120, protestieren gegen die Lebensumstände in der alten Limberg-Kaserne (Dodesheide). Unser Leben hier ist geprägt vom endlosem Warten, der ständigen Angst vor drohender Abschiebung sowie den zusätzlich belastenden repressiven und mangelhaften Zuständen in der Unterkunft.

Um uns gegen die Missstände im Ickerweg 120 zu wehren und diese öffentlich zu machen, haben wir einen Offenen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück, dem Direktor des Sozialamts, dem Direktor der Ausländerbehörde und dem Direktor der Johanniter verfasst. Hierin werden die derzeitigen Probleme aufgezeigt und mögliche Lösungsvorschläge dargelegt. Im Zuge der Demonstration wird der Offene Brief laut vorgelesen, verteilt und an die genannten Stellen übergeben.

Euer zahlreiches Kommen als Einzelpersonen und Organisationen ist wichtig, um zu einem funktionierenden Zusammenleben in unserer Stadt beizutragen, in der alle Menschen in Frieden und Sicherheit leben können.

Seid solidarisch und kommt zahlreich!

- Das Komitee der Geflüchteten im Ickerweg 120 -

Wir wollen keine Angst vor Abschiebung haben müssen!
Wir wollen gleiche Rechte für alle!
Wir wollen als Menschen hier leben!

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- Donnerstag, 29. Juni 2017 um 19.00 Uhr -


Letztes offenes Bündnistreffen von "Anti-G20-Bündnis OWL"


- Aktuelle Informationen: www.facebook.com/AntiG20OWL/


Veranstaltungsort:

Lydia-Kirchengemeinde
Johanniskirchplatz 5
Saal C1
33615 Bielefeld

www.lydia-bielefeld.de


Anti-G20-Bündnis OWL: In OWL wie auch in Hamburg gegen den G20-Gipfel

Für das gute Leben für Alle streiten

Am 7. und 8. Juli 2017 treffen sich die Vertreterinnen / Vertreter der G20, der reichsten und mächtigsten Staaten dieser Welt, in Hamburg. Trotz aller Widersprüche und unterschiedlicher Interessen gibt es ein großes gemeinsames Ziel: Sie verhandeln dort die Geschäftsbedingungen des globalen Kapitalismus.

Die herrschende Weltordnung, für die die G20 stehen, ist eine Welt-un-ordnung von brutaler sozialer Ungleichheit, strukturell verankertem Sexismus und Rassismus, ökologischer Verwüstung und sich ausbreitenden Kriegen. Millionen Menschen sind auf der Flucht, kämpfen ums bloße Überleben und stetig mehr Menschen sind weltweit, auch hier in Deutschland, von Armut betroffen. Zugleich wird eine kleine globale Oberschicht fortwährend reicher und reicher.

Und die Stadt Hamburg wird zu einer toten Kulisse, die Bewohnerinnen / Bewohner sollen für diese Inszenierung der Macht weichen.

Wir haben dieser globalen "Ordnung", die für Ausbeutung, Inhumanität, Wachstum um jeden Preis und Hoffnungslosigkeit steht, etwas entgegenzusetzen: Unseren Protest, unseren Widerstand, unser Nein, unsere Hoffnung und unser Wissen darum, dass es Alternativen gibt. Diese fallen aber nicht vom Himmel, sondern müssen erkämpft werden. Wir setzen internationale Solidarität gegen den globalen Kapitalismus!

Auf dem Bündnis-Treffen wollen wir den Stand der Vorbereitungen in Hamburg vorstellen und Einzelpersonen die Möglichkeit geben, sich miteinander zu vernetzen um gesammelt anzureisen.

Außerdem bieten wir aus Bielefeld zwei gemeinsame Anreisen per Bus an: Entweder Donnerstag hin und Sonntag wieder zurück oder Samstag hin und am gleichen Tag wieder zurück. Tickets könnt ihr bei unseren Veranstaltungen oder online unter www.busse.g20-demo.de erwerben. Für weitere Informationen könnt ihr uns auf Facebook folgen oder auf der bundesweiten Webseite der Gegenproteste vorbeischauen - www.g20hamburg.org.

Lasst uns im Juli gemeinsam nach Hamburg zu den Gegenprotesten des G20-Gipfels fahren: Am 5. und 6. Juli auf den Gipfel für globale Solidarität, zum Aktionstag am 7. Juli und der internationalen Großdemonstration am 8. Juli 2017.

Denn es bleibt dabei: Grenzenlose Solidarität statt G20!

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- Freitag, 30. Juni 2017 um 20.00 Uhr -


Filmvorführung: "Fernand Pelloutier und die Arbeitsbörsen" (Frankreich 2015, 59 Minuten, Regie: Patrice Spadoni)


Veranstaltungsort:

Gewerkschaftsbüro der FAU
Metzer Straße 20
33607 Bielefeld

www.fau.org/ortsgruppen/bielefeld/


Fernand Pelloutier, der 1901 im Alter von 33 Jahren starb, war einer der wichtigsten Organisatoren eines außergewöhnlichen Experiments in Frankreich: der Arbeitsbörsen. Der Film bringt den Reichtum dieses großen kollektiven Werks ans Licht, und zwar durch die Lebensgeschichte eines der bedeutendsten Aktivisten der aufstrebenden, anarchistischen, bisweilen poetischen Gewerkschaftsbewegung.

Die Arbeitsbörsen waren vieles zugleich: Versammlungsort der unterschiedlichsten Gewerkvereine, Freiraum einer alternativen Gegenkultur, Arbeitsvermittlungsbüro, Platz für Kulturveranstaltungen und Berufsbildungskurse sowie ein Ort der gelebten Solidarität zwischen Beschäftigten und Arbeitslosen.

In wenigen Jahren sind zu Beginn des 20. Jahrhunderts zahlreiche Arbeitsbörsen entstanden, die rasch zu Zentren des Widerstands wurden und deren Ziel, so sagte Pelloutier, kein geringeres war als die "Revolution durch den Generalstreik".


Veranstaltung des Anarchistische Forums OWL im Rahmen des "Schwarzen Freitags" in Kooperation mit FAU Bielefeld.

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- Samstag, 1. Juli 2017 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

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- Mittwoch, 5. Juli 2017 um 18.00 Uhr -


Vortrag von Andrea Röpke: Organisierte rechte Kindererziehung in der "Heimattreuen Deutsche Jugend"


Veranstaltungsort:

Fachhochschule Bielefeld
Interaktion 1
Hörsaal B3
33619 Bielefeld

www.fh-bielefeld.de


Seit dem Jahr 2009 ist die "Heimattreue Deutsche Jugend" (HDJ) verboten. Das Innenministerium begründete das Verbot mit dem Ziel der HDJ der "Heranbildung einer neonazistischen "Elite"" sowie der "ideologischen Einflussnahme auf Kinder und Jugendliche durch Verbreitung völkischer, rassistischer, nationalistischer und nationalsozialistischer Ansichten im Rahmen vorgeblich unpolitischer Freizeitangebote."

In der Tradition von der Hitlerjugend wurde in ihren Zeltlagern die völkische Erziehung und der militärischer Drill von Neonazi-Nachwuchs betrieben.


Die Journalistin Andrea Röpke sagt, dass die verbotene "Heimattreue Deutsche Jugend" längst im Verborgenen weitergeführt wird. Als ein Indiz sieht sie die Treffen bei dem Neonazi Gerd Ulrich in Detmold-Berlebeck.


Andrea Röpke ist 1965 geboren, Politologin und Publizistin. Sie schreibt seit den Neunzigern gegen Rechts. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat ihr 2015 den Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage verliehen. Die AfD schloss sie 2016 als Berichterstatterin vom Parteitag aus.

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- Sonntag, 9. Juli 2017 von 11.30 bis 13.00 Uhr -


Führung durch das Museum Wäschefabrik mit Medienpräsentation zur jüdischen Geschichte


Veranstaltungsort:

Museum Wäschefabrik
Viktoriastraße 48a
33602 Bielefeld

www.museum-waeschefabrik.de


1913 eröffnete der jüdische Unternehmer Hugo Juhl diese Wäschefabrik, wo er Bett-und Tischwäsche, Nacht- und Unterwäsche, sowie Damenblusen und Herrenhemden fertigen ließ. Gezwungen durch die Nationalsozialisten verkaufte er das Unternehmen 1938 an die Brüder Theodor und Georg Winkel. 1980 stellte die Wäschefabrik ihre Produktion offiziell ein.

Die Führung informiert über das Leben und Arbeiten in der Fabrik. Dabei bieten sich besondere Einblicke: Die Kraftarbeitstische im historischen Nähsaal werden in Betrieb genommen. Alle Arbeitsschritte der Wäscheherstellung wie Zuschneiden, Nähen, Sticken und Bügeln sind im Museum Wäschefabrik nachvollziehbar.

Die Teilnehmenden gehen auch in die Unternehmerwohnung, die nicht immer zugänglich ist. Dort wird ein Film über die Geschichte der jüdischen Familie Juhl gezeigt, die von 1913 bis 1938 die Bielefelder Wäschefabrik Juhl und Helmke betrieb. Bis auf den Schwiegersohn überlebte niemand aus der engeren Familie die NS-Zeit.

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- Sonntag, 9. Juli 2017 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Montag, 10. Juli 2017 von 14.00 bis 18.00 Uhr -


Informations- und Diskussionsveranstaltung: Was bedroht die demokratische Gesellschaft heute?


Veranstaltungsort:

Universität Paderborn
Hörsaal O1
Warburger Straße 100
33098 Paderborn

www.uni-paderborn.de


14.00 bis 14.15 Uhr: Begrüßung und Einführung

Birgit Riegraf, Präsidium der Universität Paderborn

Volker Peckhaus, Dekan der Fakultät für Kulturwissenschaften


14.15 bis 16.15 Uhr: Vorträge mit Diskussionen

Alexander Häusler (Hochschule Düsseldorf): Rechte Parteien

Paula Diehl (Universität Bielefeld): Populismus und Massenmedien

Naime Çakir (Universität Frankfurt am Main): Islam-Feindlichkeit

Andreas Kemper (Münster): Rechte Geschlechterpolitik

Moderation: Barbara Rendtorff (Universität Paderborn)


16.15 bis 16.30 Uhr: Pause


16.30 bis 18.00 Uhr: Podiumsdiskussion - Handlungsmöglichkeiten und Aktivitäten

Alexander Häusler
Paula Diehl
Naime Çakir
Andreas Kemper

Moderation: Birgit Riegraf (Universität Paderborn)


Veranstalterinnen: Präsidium der Universität Paderborn, Fakultät für Kulturwissenschaften, Zentrum für Geschlechterstudien, Gleichstellungsbeauftragte der Universität Paderborn.

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- Mittwoch, 12. Juli 2017 um 18.00 Uhr -


Buchvorstellung mit Stephan Grigat: AfD und FPÖ: Antisemitismus, völkischer Nationalismus und Geschlechterbilder


Veranstaltungsort:

Universität Bielefeld
Universitätsstraße 25
Hörsaal 2
33615 Bielefeld

www.uni-bielefeld.de


Der Band "AfD und FPÖ" analysiert die Politik und Ideologie der beiden Parteien vor dem Hintergrund der Asyl-, Flüchtlings- und Islam-Debatte in den Nachfolgestaaten des Nationalsozialismus. Die vergangenheitspolitischen Diskussionen über den Umgang mit dem Nationalsozialismus in den beiden Parteien werden ebenso beleuchtet wie die Positionierungen zum Antisemitismus, zu Israel und zur muslimischen Einwanderung.

Die Beiträge thematisieren die völkischen, aggressiv-nationalistischen Positionierungen von AfD und FPÖ, die von beiden Parteien proklamierten Geschlechterbilder und Gesellschaftsvorstellungen und die Rolle von studentischen Burschenschaften vor dem Hintergrund des Erstarkens islamistischer Bewegungen.


Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter an der Universität Wien. 2016 / 17 war er Gastprofessor am Moses Mendelssohn Zentrum der Universität Potsdam, 2015 / 16 Gastprofessor für kritische Gesellschaftstheorie an der Universität Gießen. Er ist der Herausgeber von "AfD und FPÖ: Antisemitismus, völkischer Nationalismus und Geschlechterbilder" (Nomos-Verlag 2017, 205 Seiten).


Veranstaltung der Antifa-AG an der Universität Bielefeld:

www.facebook.com/Antifa-AG-an-der-Uni-Bielefeld-289631527842463/

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- Donnerstag, 13. Juli 2017 um 19.30 Uhr -


Lesung mit Feridun Zaimoglu aus seinem Buch "Siebentürmeviertel"


Veranstaltungsort:

Haus Münsterberg
Hornsche Straße 38
32756 Detmold


Der Autor wendet sich in diesem Buch der Türkei zu und greift dabei die deutsche Emigration der NS-Zeit auf. Mit großer Sprachkraft und Poesie führt er den Leser in eine Welt, in der Kulturen und Religionen, aber vor allem menschliche Leidenschaften und Sehnsüchte aufeinanderprallen.

Wolf weiß nicht, wie ihm geschieht. Nach dem Tod seiner Mutter hat er bei seinem Vater gelebt, muss mit ihm aber nach einer Warnung vor der Gestapo plötzlich Deutschland verlassen. Es ist das Jahr 1939, und Wolf findet sich in Istanbul wieder, in der Familie von Abdullah Bey, eines ehemaligen Arbeitskollegen seines Vaters. Das Siebentürmeviertel ist einer der schillerndsten Stadtteile der Metropole, in der Religionen und Ethnien in einem spannungsreichen Nebeneinander leben. Was als vorübergehende Maßnahme gedacht war, wird zu einer Dauerlösung, und Wolf muss sich zurechtfinden in diesem überwältigenden Kosmos. Er wird von Abdullah Bey an Sohnes statt angenommen, besucht die Schule und erobert sich seine Stellung unter den Jugendlichen des Viertels. Als er langsam zu begreifen beginnt, welche Rolle Abdullah Bey wirklich spielt, gerät er in große Gefahr.

Nach "Leyla", dem Bestseller über den Weg einer jungen Türkin von Anatolien ins Deutschland der 60er-Jahre, wendet sich Feridun Zaimoglu wieder der Türkei zu und greift dabei die deutsche Emigration auf. Mit großer Sprachkraft und Poesie führt er den Leser in eine Welt, in der Kulturen und Religionen, aber vor allem menschliche Leidenschaften und Sehnsüchte aufeinanderprallen.


Veranstaltung der Buchhandlung "Kafka & Co" lädt in Kooperation mit der Lippischen Landeskirche.

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- Sonntag, 16. Juli 2017 um 16.00 Uhr -


Gedenkveranstaltung für Karla Raveh der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.


Veranstaltungsort:

Haus Münsterberg
Hornsche Straße 38
32756 Detmold

www.gfcjz-lippe.de


Am frühen Morgen des 27. Mai 2017 verstarb die Holocaust-Überlebende Karla Raveh (geborene Frenkel am 15. Mai 1927) - aus Kirjat Tiw’on in Israel - in ihrer Geburtsstadt Lemgo - deren Ehrenbürgerin sie ist.

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- Montag, 17. Juli 2017 ab 20.00 Uhr -


FLTI*Kneipe


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Die Frauen-Lesben-Trans*-Inter-Kneipe ist ein Ort zum Treffen, Kontakte knüpfen, einfach Rumhängen, Austauschen, Kickern, Vernetzen, Diskutieren, Aktionen planen, Spielen, lecker vegan Essen …

Heute Abend sind ausschließlich Frauen, Lesben, Trans* und Intersex eingeladen, also Menschen, die von cis-männlichen Privilegien ausgeschlossen sind.

Die Kneipe hat ein queer-feministisches Selbstverständnis. Das bedeutet für uns, einen Schutzraum frei von männlicher Dominanz und jenseits zur Zweigeschlechtlichkeit zu schaffen. Andere Diskriminierungs- und Herrschaftsformen sollen hier auch keinen Platz haben. Wir wünschen uns einen respekt- und rücksichtsvollen Umgang.

Die Kneipe findet jeden 3. Montag im Monat statt. Die Räume (Kneipe und Klo) sind barrierefrei, das heißt ebenerdig und ohne Stufe erreichbar. Komm vorbei! Wenn du darüber hinaus Lust hast dich einzubringen oder Ideen zum Programm hast, mach mit!

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- Sonntag, 23. Juli 2017 um 11.00 Uhr -


Auf jüdischen Spuren - Stadtrundgang durch Detmold mit Gudrun Mitschke-Buchholz


Treffpunkt:

Rathaus
Marktplatz 5
32756 Detmold


Im Mittelpunkt dieser Führung stehen Stätten der religiösen Kultur, Orte der öffentlichen Erinnerung an das jüdische Leben in Detmold und ehemalige jüdische Wohn- und Geschäftshäuser. Gezeigt werden auch einige der so genannten Judenhäuser, sowie Orte der NS-Institutionen, die in Detmold für die Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.


Gudrun Mitschke-Buchholz ist die Herausgeberin des Werkes "Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold". 2008 veröffentlichte die Detmolder Historikerin zudem den Band "Auf jüdischen Spuren - Zwei Stadtrundgänge durch Detmold", 2013 das Buch "Lebenslängliche Reise: Briefe der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold".


Der Rundgang wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. angeboten:

www.gfcjz-lippe.de

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- Sonntag, 23. Juli 2017 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Sonntag, 30. Juli 2017 von 15.00 bis 17.00 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt um 14.45 Uhr:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Dia-Serie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941/42 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräberreihen angelegt. Jede Massengrabreihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstaltung des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne e.V.: www.stalag326.de

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- Samstag, 5. August 2017 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

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- Donnerstag, 10. August 2017 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Prof. Dr. Cord Berghahn: Leopold Zunz


Veranstaltungsort:

Haus Münsterberg
Hornsche Straße 38
32756 Detmold


Vortrag zum 200. "Geburtstag" der Wissenschaft vom Judentum, deren Begründer Leopold Zunz in Detmold geboren wurde und später in Wolfenbüttel lebte.

Herr Berghahn ist ehemaliger Detmolder und inzwischen Germanistikprofessor an der Universität Braunschweig und ein ausgewiesener Zunz-Kenner.


Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.:

www.gfcjz-lippe.de

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- Sonntag, 13. August 2017 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Sonntag, 27. August 2017 um 11.00 Uhr -


Auf jüdischen Spuren - Stadtrundgang durch Detmold mit Gudrun Mitschke-Buchholz


Treffpunkt:

Rathaus
Marktplatz 5
32756 Detmold


Im Mittelpunkt dieser Führung stehen Stätten der religiösen Kultur, Orte der öffentlichen Erinnerung an das jüdische Leben in Detmold und ehemalige jüdische Wohn- und Geschäftshäuser. Gezeigt werden auch einige der so genannten Judenhäuser, sowie Orte der NS-Institutionen, die in Detmold für die Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.


Gudrun Mitschke-Buchholz ist die Herausgeberin des Werkes "Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold". 2008 veröffentlichte die Detmolder Historikerin zudem den Band "Auf jüdischen Spuren - Zwei Stadtrundgänge durch Detmold", 2013 das Buch "Lebenslängliche Reise: Briefe der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold".


Der Rundgang wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. angeboten:

www.gfcjz-lippe.de

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- Sonntag, 27. August 2017 von 15.00 bis 17.00 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt um 14.45 Uhr:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Dia-Serie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941/42 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräberreihen angelegt. Jede Massengrabreihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstaltung des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne e.V.: www.stalag326.de

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- Sonntag, 27. August 2017 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Samstag, 2. September 2017 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

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- Donnerstag, 7. September 2017 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Dr. Mehmet Daimagüler: Was bedeutet der NSU-Prozess für den Zustand unserer Gesellschaft?


Veranstaltungsort:

Kleines Theater am Weingarten
Königswall 97
32423 Minden


Mehmet Daimagüler, Sohn türkischer Einwanderer, wird 1968 in Siegen geboren, studiert zunächst Jura in Bonn, später Volkswirtschaft und Philosophie an den US-Universitäten Harvard und Yale. Er tritt in die FDP ein und gehört von 1997 bis 2005 dem Bundesvorstand an. Mit dem Grünen Cem Özdemir wohnt er eine Zeit lang in einer Wohngemeinschaft. 2007 verlässt er nach seinen Auslandsaufenthalten die Partei und beendet seine politische Karriere.

Daimagüler lebt und arbeitet als Anwalt in Berlin. In seinem 2011 erschienenen Buch "Kein schönes Land in dieser Zeit" beschreibt er "Das Märchen von der gescheiterten Integration".

Mittelständische Unternehmen in Rechtsstreitigkeiten zu vertreten ist eigentlich sein Metier. Dann kommen zwei Frauen auf ihn zu, eine aus Hessen, eine aus dem Ruhrgebiet. Männliche Angehörige von ihnen sind vom "Nationalsozialistischen Untergrund" (SU) ermordet worden. Er nimmt das Mandat an. Am 17. April 2013 beginnt seine Arbeit im Prozess am Oberlandesgericht München als Vertreter der Nebenklägerinnen.

Was bedeutet der NSU-Prozess für den Zustand unserer Gesellschaft? Mehmet Daimagüler hat uns viel zu erzählen.


Eine Veranstaltung der Volkshochschule Minden in Kooperation mit dem Lokalen Aktionsplan Minden:

www.lap-minden.de

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- Sonntag, 10. September 2017 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Donnerstag, 14. September 2017 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Eric Hattke: Horrorstadt? Dresden - zwischen Albtraum und Alltag


Veranstaltungsort:

Kleines Theater am Weingarten
Königswall 97
32423 Minden


Dresden - das sächsische Kleinod im Herzen Europas. Dichter, Maler und Denker priesen einst die Schönheit dieser Stadt, eines der Top-Touristenziele Deutschlands.

Mittlerweile gehen andere Bilder als Frauenkirche oder Zwinger um die Welt: seit Ende 2014 demonstrieren fast wöchentlich Anhänger der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes", kurz Pegida, gegen Asylmissbrauch, lügende Politiker, Rundfunkgebühren und ziemlich alles, was die bürgerliche Seele in Aufruhr versetzen kann.

Statt Eierschecke und Stollen hetzen nun pöbelnde Schreier in einem Bundesland mit einen der niedrigsten Anteile von Migrantinnen und Migranten der Republik gegen alles Fremde. Was macht dies mit einer Stadt? Mit ihrem Selbstverständnis? Mit ihren Bürgern? Mit ihrer Politik?


Eric Hattke, gründete mit Gleichgesinnten Ende 2014 als Reaktion auf die fremdenfeindlichen Demonstrationen ein Netzwerk, dem mehr als 100 Organisationen angehörten, dessen Sprecher er war.

Es wurden verschiedensten Projekte verwirklicht, um mehr als nur dagegen zu sein. Wegen seinem Engagement wurden er und seine Familie angefeindet, mehrere Morddrohungen und Einschüchterungsversuche folgten.

Heute ist Eric Hattke Botschafter der Region Sachsen einer bundesweiten Initiative und Vorsitzender des Dresdner Vereins Atticus e.V.


Eine Veranstaltung der Volkshochschule Minden in Kooperation mit dem Lokalen Aktionsplan Minden:

www.lap-minden.de

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- Donnerstag, 14. September 2017 um 19.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Vortrag von Jakob Saß: Auftragskunst und Massenmord: Adolf Haas als KZ-Kommandant in Niederhagen / Wewelsburg und Bergen-Belsen


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
Filmraum
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Ein erfolgloser Bäcker und aufstrebender SS-Führer. Ein brutaler Lagerkommandant, der erst das Konzentrationslager Niederhagen / Wewelsburg und dann das berüchtigte Lager in Bergen-Belsen aufbaute und leitete. Ein Kunstliebhaber, der einigen Häftlingen das Leben rettete, während er mehr als 3.000 Häftlinge sterben oder ermorden ließ: Das alles war Adolf Haas (1893 -1945).


In seinem Vortrag erläutert Jakob Saß, Zeithistoriker aus Berlin wie ein SS-Mann mit schlechter Schulausbildung bis zum KZ-Kommandanten aufsteigen konnte, welche Motive ihn antrieben und wie Haas vermutlich die letzten Kriegstage verbrachte.

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- Sonntag, 24. September 2017 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Samstag, 7. Oktober 2017 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

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- Sonntag, 29. Oktober 2017 von 15.00 bis 17.00 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt um 14.45 Uhr:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Dia-Serie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941/42 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräberreihen angelegt. Jede Massengrabreihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstaltung des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne e.V.: www.stalag326.de

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- Samstag, 4. November 2017 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

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- Sonntag, 26. November 2017 von 15.00 bis 17.00 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt um 14.45 Uhr:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Dia-Serie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941/42 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräberreihen angelegt. Jede Massengrabreihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstaltung des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne e.V.: www.stalag326.de

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