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WebWecker Bielefeld , 18.01.2006 :

(Bielefeld) Denken an die NS-Verbrechen

Die Friedensgruppe der Altstädter Nicolai-Kiche, die Jüdische Kultusgemeinde, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bielefeld und die Deutsch-Israelische Gesellschaft Bielefeld rufen zu einer Gedenkveranstaltung am Freitag, 27. Januar, vor dem Mahnmal am Bielefelder Hauptbahnhof auf. Das Gedenken richtet sich auf die mehr als 500 jüdischen Kinder, Frauen und Männern aus Bielefeld und Umgebung, die Auschwitz nicht überlebt haben. Zugleich soll an das Schicksal von 14 Sinti aus Brackwede erinnert werden, die ebenfalls in Auschwitz ermordet wurden. Die Gedenkveranstaltung findet anläßlich des 61. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz statt.

Am gleichen Tag wird in der Ravensberger Spinnerei in einer Abendveranstaltung der Geschichtspreis 2005/2006 verliehen. Der 'Verein zur Aufarbeitung der Geschichte der deutschen Wehrmacht' verleiht ihn zum zweiten Mal. Den Preis erhalten Schüler, die sich mit einem Wettbewerbsbeitrag mit der regionalen Geschichte des Nationalsozialismus auseinandersetzen.

Im Anschluss an die Verleihung des Preises spricht der Bielefelder Historiker Hans Jörg Kühne über "Böse Orte – unbeachtete Mahnmale des Nationalsozialismus in Bielefeld". Immer noch sind Bauwerke und Prestigeobjekte präsent. Für Kühne sind es "böse Orte", weil sie oft noch besser als andere Gedenkstätten den Geist des so genannten "Tausendjährigen Reichs" transportieren. In Bielefeld finden sich vor allem Zweckbauten dieser Zeit. Der Anblick ist längst Gewohnheit, die Existenz nicht mehr hinterfragt. Kühne nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise zu den "bösen Orten" der Stadt und erklärt ihre Entstehungsgeschichte.

Gedenkveranstaltung am Freitag, 27. Januar 2006, 15 Uhr, am Mahnmal vor dem Bielefelder Hauptbahnhof.

Verleihung des Geschichtspreises, anschließend: "Böse Orte": Freitag, 27. Januar 2006, 19.30 Uhr, Ravensberger Spinnerei.


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