|
Neue Westfälische ,
18.01.2006 :
(Bielefeld) Migrantinnen fördern, Region stärken / Fachforum informiert über Möglichkeiten
Bielefeld (tig). "Migrantinnen werden meist unterschätzt", sagt Rainer Radloff, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Regionalen Personalentwicklungsgesellschaft (Rege) in Bielefeld. Auf dem Fachforum "Migrantinnen stärken OWL" informierte gestern die Rege zusammen mit der Regionalagentur OWL und dem Regionalverbund Frau und Beruf über Situation und Möglichkeiten.
"Migrantinnen werden von ihren Mitmenschen meist mit kulturellen und sprachlichen Defiziten behaftet." Im Berufsleben hätten sie oft weniger Chancen als deutsche Frauen mit gleicher Ausbildung. Ihre Fähigkeiten würden nicht erkannt, manchmal herrschten bei Arbeitgebern Vorurteile. Projekte mit Migrantinnen hätten jedoch gezeigt, dass viele von ihnen hoch qualifiziert seien, viele zwei Sprachen perfekt beherrschten.
"Wir müssen diese Frauen unterstützen, ihnen eine Chance geben und damit auch die Region stärken." Über die Frauen öffne sich außerdem der Weg in die Familie, sie seien Vorbilder für nachrückende Generationen.
In Ostwestfalen-Lippe leben rund 450.000 Frauen, 20 Prozent von ihnen sind Migrantinnen. Nur 4 Prozent der Migrantinnen sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt, ihr Anteil an der Arbeitslosenquote beträgt indes 20 Prozent.
redaktion@neue-westfaelische.de
|