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Die Glocke , 12.01.2006 :

(Harsewinkel) Hauptversammlung / Grüne wollen Flüchtlinge weiterhin unterstützen

Harsewinkel (men). Ein weiteres Jahr Sprecherin des Harsewinkeler Ortsverbands der Grünen bleibt Dorothee Schmitz-Wehmöller. Einstimmig wurde die Lehrerin und Sozialpolitikerin bei der jüngsten Hauptversammlung im Gasthaus Poppenborg bestätigt. Fünf Frauen und Männer, die Hälfte des Ortsverbands, nahmen teil. Im Amt bestätigt wurde auch Schriftführerin Brunhilde Leßner.

Nach mehr als zehn Jahren im Amt verzichtete Kassierer Andreas Faulhaber auf eine erneute Kandidatur. Zu seinem Nachfolger bestimmte die Versammlung einstimmig den Greffener Klaus Hanfgarn. Der Telekom-Techniker engagiert sich seit dem Herbst 2004 für die Harsewinkeler Grünen. Dorothee Schmitz-Wehmöller hatte in ihrer Begrüßung betont, dass der Ortsverband die beiden Wahlkämpfe im vergangenen Jahr aktiv gestaltet habe, von acht auf zehn Mitglieder gewachsen sei und viel Geld für soziale Aktivitäten in Harsewinkel gespendet habe. Sie bedauerte, dass sich wegen des knappen "Personals" Partei- und Fraktionsarbeit kaum trennen ließen.

Fast 5.000 Euro habe der grüne Ortsverband Harsewinkel für den Arbeitskreis Rövekamp, das Kanuprojekt des Jugendhauses "Die Villa", für "Harsewinkel international", die Flüchtlingsarbeit und weitere soziale Aktivitäten in Harsewinkel gespendet, erklärte Andreas Faulhaber in seinem Kassenbericht. Alle Anwesenden betonten, dass von den Grünen die Unterstützung von Flüchtlingen und Asylbewerbern fortgesetzt werden solle, nachdem wegen fehlender Landesmittel die Arbeit der Harsewinkeler Flüchtlingsberaterin zum Jahresende 2005 eingestellt worden sei. "Wir haben zwar deutlich weniger Asylbewerber als in früheren Jahren, aber die brauchen einen Ansprechpartner vor Ort", hob Dorothee Schmitz-Wehmöller hervor.

"Das war eine der fürchterlichsten Sitzungen in meiner 20-jährigen kommunalpolitischen Tätigkeit", kommentierte die Greffenerin die Sitzung des Sozialausschusses, in der die "Wiederbelebung" des Jugendparlaments vorläufig gescheitert war. "Das war wieder ein Paradebeispiel dafür, wie weit die Politik von den Jugendlichen entfernt ist", bedauerte sie, dass es nicht möglich gewesen sei, "im Ausschuss den kleinsten Kompromiss herzustellen". Die Grünen begrüßen, dass die Harsewinkeler Evangelische Kirchengemeinde jetzt einen Experten für die "Cliquenarbeit" eingestellt hat, allerdings vermissen sie noch ein Konzept für seine Arbeit.

Gemeinsam mit der Lokalen Agenda wollen die Grünen das Projekt "Fahrradfreundliche Stadtgestaltung" weiter fördern. Am 4. und 5. Februar sollen wahrscheinlich in der Realschule mit einer Referentin und Moderatorin von der Heinrich-Böll-Stiftung Strategien für die konkrete Umsetzung der Maßnahmen entwickelt werden.


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