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08.01.2006 :
Übersicht
Veröffentlichungen am 08.01.2006:
01.) Lese- und Antifa-Café in der alten Pauline:
(Detmold) Veranstaltung am 25. Januar: "Der 36. Breitengrad" - Dokumentarfilm und Fiktion über die Südgrenze Europas
Nachrichten zu Migration / Rassismus vom 08.01.2006:
01.) Erste Flüchtlingswelle des Jahres erreicht Lampedusa / Überfahrt von Afrika trotz rauer See
(Neue Züricher Zeitung Online)
02.) Zahl der Asylbewerber erreichte 2005 neuen Tiefstand
(Deutsche Presseagentur)
03.) Zahl der Asylbewerber erreichte 2005 neuen Tiefstand
(Rhein Zeitung online)
01.) Erste Flüchtlingswelle des Jahres erreicht Lampedusa / Überfahrt von Afrika trotz rauer See
Die erste Flüchtlingswelle des Jahres hat am Wochenende über das Mittelmeer Süditalien erreicht. Trotz rauer See erreichten etwa 350 illegale Einwanderer in zwei Booten die Insel Lampedusa südlich von Sizilien.
(sda/dpa/afp). Die Boote waren vermutlich in Nordafrika ausgelaufen. Am Sonntag sei ein Boot mit 180 Passagieren in der Nähe des Hafens von Lampedusa gelandet, berichteten die italienischen Behörden.
Die illegalen Einwanderer, unter ihnen ein Kind und neun Frauen, würden in einem Auffanglager versorgt, bevor sie später in ein grösseres Lager auf Sizilien gebracht würden, teilten die örtlichen Behörden mit.
Bereits am Samstag hatte die Küstenwache ein Boot mit 169 Menschen rund 20 Kilometer südöstlich der Insel entdeckt. Das Schiff trieb mit Motorschaden auf dem Meer. Die Flüchtlinge, darunter sieben Frauen und zwei Kinder, wurden in das völlig überfüllte Auffanglager auf Lampedusa gebracht.
Die 100 Kilometer vor Afrika gelegene Insel Lampedusa ist eines der Haupteinfallstore für Flüchtlinge in Italien. Jedes Jahr treffen hier Tausende von Menschen auf Booten und Schiffen ein. Viele verfügen nicht über gültige Papiere. Nach Angaben des italienischen Innenministeriums wurden im vergangenen Jahr mehr als 15.000 illegale Einwanderer auf dieser Route aufgegriffen.
Um der Migrationswelle zu begegnen lässt Italien trotz Protesten von Menschenrechtsorganisationen immer wieder illegale Einwanderer nach Afrika zurückfliegen. Die meisten Boote starten an der Küste Libyens. Die Regierung in Rom fordert seit Jahren Hilfen der anderen europäischen Länder bei der Bekämpfung des Migrantenstroms.
Quelle: Neue Züricher Zeitung Online
02.) Zahl der Asylbewerber erreichte 2005 neuen Tiefstand
Berlin (dpa). Die Zahl der Asylbewerber hat im vergangenen Jahr einen neuen Tiefstand erreicht. Nur noch knapp 29.000 Flüchtlinge hätten 2005 Asyl in Deutschland beantragt, meldet die dpa unter Berufung auf das Innenministerium. Das seien fast 19 Prozent weniger als im Jahr zuvor und der niedrigste Stand seit 1983. Innenminister Wolfgang Schäuble führt das unter anderem auf verbesserte europäische Zusamenarbeit zurück. Die Chance, Asyl zu erhalten, blieb auch 2005 extrem gering. Nicht einmal 1 Prozent der Anträge wurden anerkannt.
Quelle: Deutsche Presseagentur
03.) Zahl der Asylbewerber erreichte 2005 neuen Tiefstand
Berlin. Die Zahl der Asylbewerber hat im vergangenen Jahr einen neuen Tiefstand erreicht.
Nur noch 28.914 Flüchtlinge beantragten Asyl in Deutschland, 18,8 Prozent weniger als 2004. Damit sanken die Anträge auf den niedrigsten Stand seit 1983, erfuhr dpa am Sonntag im Bundesinnenministerium.
Die Chance, in Deutschland Asyl zu erhalten, blieb auch 2005 extrem gering. Lediglich 0,9 Prozent der Anträge wurden anerkannt.
Nach Ansicht von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) habe sich damit im vergangenen Jahr ein Trend fortgesetzt, der bereits seit der von Union und SPD getragenen Asylrechtsreform 1993 zu beobachten war, hieß es. Dazu hätten auch gesetzgeberische Maßnahmen, gesteigerte Effizienz bei der Durchführung der Asylverfahren und fortschreitende europäische Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Asylmissbrauchs beigetragen. Schäuble wolle in Zukunft vor allem die Ausreisepflicht von nicht bleibeberechtigten Personen noch effektiver durchsetzen.
Nach der Jahresübersicht des Ministeriums kamen 2005 jeden Monat weniger Asylbewerber als in den Vergleichsmonaten des Vorjahres. Die bedrohliche Lage im Irak zeigte sich auch in der Statistik. 1983 Flüchtlinge aus dem Zweistromland beantragten Asyl. Mit einem Plus von 53,4 Prozent war dies die größte Steigerung. An erster Stelle der Statistik stehen Serbien und Montenegro mit einer Zunahme der Anträge um 43,2 Prozent auf 5.522. In sieben von zehn Hauptherkunftsländern gingen hingegen die Asylbewerberzahlen deutlich zurück, darunter China, Afghanistan, Iran und die Türkei.
Wer einen Asylantrag stellt, hat aber nur eine geringe Erfolgsaussicht. Von 48.102 Entscheidungen (Vorjahr 61.961) erkannte das Nürnberger Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nur 411 oder 0,9 Prozent an. 2.710 Flüchtlinge durften vorerst dennoch bleiben, weil ihnen bei Abschiebung Gefahr für Leib und Leben gedroht hätte. 9.114 Anträge standen Ende Dezember in Nürnberg noch zur Entscheidung an. Auch dies waren deutlich weniger als im Vorjahr.
Quelle: Rhein Zeitung online
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