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Leipziger Volkszeitung , 05.01.2006 :

(Borna) Kaufvertrag für Grundstück wird geprüft

Borna. Im Bemühen, die Errichtung der umstrittenen "Gedächtnisstätte" mit offenkundig rechtsradikalem Hintergrund in Borna zu verhindern, hat die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltung (LMBV) als Verkäufer des Grundstückes jetzt Rechtsanwälte eingeschaltet. Sie sollen prüfen, wie der Kaufvertrag rückabgewickelt werden kann.

Der Sprecher des Unternehmens in Berlin, Uwe Schönhuber, räumte allerdings ein, dass das kompliziert sei, weil das Grundstück über eine Auktion veräußert wurde.

Die Stadt Borna prüft zudem, ob die vom Bauausschuss erteilte Baugenehmigung aufgehoben werden kann. "Dazu wird auch der Eigentümer angehört", erklärte Bornas Bürgermeister Eberhard Kupfer. Auch die LMBV wolle das Gespräch mit Ludwig Limmer suchen, der das Gelände Anfang März 2005 ersteigert hatte. Viele Bornaer befürchten, dass die geplante Gedenkstätte für die deutschen Opfer des Zweiten Weltkrieges ein Wallfahrtsort für Neonazis werden könnte.

Wie Landrätin Petra Köpping (SPD) informierte, hat der Kreis Leipziger Land finanzielle Mittel bereitgestellt, die es Initiativen in kirchlichen Jugendgruppen ermöglichen, Projekte gegen Rechtsextremismus zu starten. Eine entsprechende Anfrage sei von Jugendpfarrer Andreas Bergmann gestellt worden. Köpping: "Auch mit den Schulen wird über das Thema gesprochen."

Thomas Lieb


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