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Avanti ! e.V. ,
01.01.2006 :
Gut besuchte Versammlung gegen die Silvesterfeier der NPD in Bad Essen
Über 100 Menschen aus Bad Essen und Umgebung zeigten am Silvesterabend ihre Präsenz in der Nähe des Parkhotels, um deutlich zu machen, dass jegliche Aktivität der Nazis unerwünscht ist. Zur angekündigten Silvesterfeier der Nazis kamen lediglich 50 Personen.
Eggerking wollte ein "nationales" Silvester feiern und hatte dazu auch den rechtsextremen Liedermacher Frank Rennicke geladen. Frank Rennicke gilt als Integrationsfigur des Rechtsextremismus, weil er bei seinen Konzerten die verschiedenen Strömungen der Nazis vereinigen kann.
Das Konzert der Nazis musste ausfallen, weil die Gemeinde Bad Essen ein Verbot der Veranstaltung beantragte. Dieses Verbot hatte vor dem Oberverwaltungsgericht insgesamt keinen Bestand, jedoch der Auftritt von Rennicke wurde untersagt.
Es ist sehr begrüßenswert, dass die Gemeinde Bad Essen mit der Verbotsverfügung ein weiteres Mal ein Zeichen gesetzt hat, dass es der Ort nicht hinnehmen will, dass ein Funktionär der NPD sich mit der Pachtung einer Immobilie in Bad Essen festsetzen will.
Zwar versucht Eggerking auch immer wieder mit plumper Meinungsmache auf Flugblättern sich bei den BewohnerInnen von Bad Essen anzubiedern, das Parkhotel will er aber offensichtlich vor allem für rechtsextreme (Partei)aktivitäten etablieren. Die frühere Kundschaft des Hotels bleibt mittlerweile sowieso aus und ist auch nicht gewünscht, denn Eggerking hat vor dem Hotel die Fahnen der NPD und die Reichsfahne gehisst.
Geholfen hat ihm das für seine Silvesterfeier nicht, denn auch die rechtsextreme Kundschaft blieb am Silvesterabend größtenteils aus.
Die Resonanz bei der Mahnwache gegen die erneute Ansammlung von Nazis, die aus der größeren Region um Osnabrück herum angereist waren, war dagegen beeindruckend. Trotz des kurzfristigen Aufrufs, sich an einer Versammlung gegen die Nazis zu beteiligen, kamen über 100 Leute aus Bad Essen und Umgebung zusammen und auch fast die vollständige Gemeindeverwaltung einschließlich des Bürgermeisters war vertreten. Jugendliche hatten ein Transparent gemalt und es gab "Glühwein gegen Rechts". Die Stimmung bei der Versammlung war ausgesprochen gut und zeigt, dass innerhalb von nicht einmal zwei Monaten eine Basis geschaffen wurde, um durch vielfältige Aktivitäten die Präsenz der NPD in Bad Essen wieder zu beenden.
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