www.hiergeblieben.de

Leipziger Volkszeitung , 23.12.2005 :

(Borna) "Hetzartikel und Phantasieprodukte"

Borna. Familie Limmer sieht trotz der Diskussion um ihre Kriegsopfer-Gedenkstätte "keinerlei Anlass zu einer Rechtfertigung". In einem Brief der jetzt in Borna eintraf, schreiben die Eigentümer des früheren LMBV-Grundstückes in Borna, man sei jedoch bereit, "zu den falschen Behauptungen und Verleumdungen Stellung zu nehmen".

Die LVZ-Berichte, in denen sie selbst Kontakte zu rechtsextremistischen Kreisen zugibt, nennt Gisela Limmer "Hetzartikel" und "Phantasieprodukte" - gleichwohl Polizei und Verfassungsschutz diese Verbindungen inzwischen bestätigten. Das riesige Stahlkreuz und der Thingplatz in der Röthaer Straße diene "der privaten Erinnerung". Für Aufmärsche bleibe das Anwesen "hermetisch verschlossen", und von einer Nazi-Wallfahrtsstätte "sind wir so weit entfernt wie vom Mond".

"Wer uns kennt schüttelt den Kopf oder lacht darüber", so die Limmers zu den Befürchtungen vieler Bornaer. Angesichts des schillernden Bekanntenkreises des Meerbuscher Ehepaares ist das nicht mal ausgeschlossen. Immerhin pflegt man nach eigener Aussage Beziehungen zur Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel, zum einstigen Göring-Vertrauten Hajo Herrmann und zur rechtsextremistischen Jungen Landsmannschaft Ostpreußen.

Frank Döring


chefredaktion@lvz.de

zurück