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Paderborner Kreiszeitung / Neue Westfälische ,
15.11.2005 :
(Paderborn) Dramatischer Wandel seit 1945? / Bilanz zu den christlich-jüdischen Beziehungen
Paderborn. Am Mittwoch, 16. November laden die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und die Jüdische Kultusgemeinde Paderborn um 19.30 Uhr zu Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Hubert Frankemölle in die Paderborner Synagoge, Pipinstraße 32, ein.
Am 10. September 2000 erschien in zwei großen amerikanischen Zeitungen die Erklärung "Dabru emet – Redet Wahrheit" mit den Unterschriften von mehr als 200 Frauen und Männern der jüdischen Wissenschaft und des synagogalen Lebens in den USA. Mit dem Titel forderten die Verfasser in acht Thesen dazu auf, die tiefgehenden positiven Entwicklungen im Christentum und den "dramatischen und unvorhersehbaren Wandel in den christlich-jüdischen Beziehungen" wahrzunehmen und anzuerkennen.
Diese Stellungnahme führte in den vergangenen fünf Jahren weltweit zu intensiven und auch kontroversen Diskussionen innerhalb der jüdischen Gemeinden wie auch im jüdisch-christlichen Dialog. Zeit also für eine erste Bilanz: Hat sich in der christlichen Theologie nach 1945 tatsächlich eine Abkehr von tief verwurzelten antijudaistischen und teilweise auch antisemitischen Positionen vollzogen, und wie wurden sie in der christlichen Gemeinden und in der Judenheit aufgenommen?
Vortragsreihe auch als Buch erschienen
In der Vortragsreihe "Juden im Gespräch mit Christen" bezogen im vergangenen Winter namhafte Referenten zu den einzelnen Thesen Stellung. Ihre Beiträge sind in dem Buch "Juden und Christen im Gespräch über Dabru Emet – Redet Wahrheit!" (Herausgeber: Prof. Dr. H. Frankemölle) zur diesjährigen Frankfurter Buchmesse erschienen.
lok-red.paderborn@neue-westfaelische.de
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