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Deister- und Weserzeitung ,
14.11.2005 :
(Bodenwerder) Mahnendes Gedenken / Zahlreiche Kranzniederlegungen zum Volkstrauertag
Bodenwerder (ts). Volkstrauertag - das ist die Erinnerung an die unzähligen Toten von Weltkriegen, Terror und Gewalt.
"Die Fähigkeit und Bereitschaft um die Toten zu trauern, ist ein unteilbarer Teil der Würde des Menschen. Dazu gehört auch die Trauer um die, die wir nicht persönlich kennen", betonte Karl-Heinz Bülter, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Bodenwerder, gestern während der Kranzniederlegung am Ehrenmal am Mühlentor. "Wenn die Toten vergessen werden, sterben sie zum zweiten Mal", sagte Bülter. Der Monat November erinnere mehr als jede andere Zeit des Jahres "an das irdische Vergehen". "Wir halten Zwiesprache mit allen, die einmal vor uns und mit uns gelebt und die wir nicht vergessen haben." Mit Blick auf die Weltkriege erinnerte Bülter an die jungen, hoffnungsvollen Menschen, "die das Leben, von dem sie geträumt haben, nicht leben durften". Die Zahlen seien ernüchternd: 10 Millionen Tote während des Ersten Weltkriegs, 55 Millionen im Zweiten Weltkrieg und seit 1945 rund 160 weitere Kriege im kleinen Maßstab mit nicht minder geringerem Leid. "Krieg ist die Bankrotterklärung der Politik", betonte Bülter und legte gemeinsam mit Ortsbrandmeister Ronald Hübner zwei Kränze nieder. Pastor Günter Klein rief die Besucher auf, für den Frieden zu beten, um "Gewalt und Krieg zu dämpfen". Musikalisch begleitet wurde der Volkstrauertag in Bodenwerder vom örtlichen Feuerwehrmusikzug. Im ähnlichen Rahmen fanden im gesamten Verbreitungsgebiet der Dewezet Kranzniederlegungen statt.
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