Nachrichten ,
01.03.2025 :
Tages-Chronologie von Samstag, 1. März 2025
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Pressespiegel überregional
Mitteldeutscher Rundfunk, 01.03.2025:
Parteitag in Sachsen-Anhalt / AfD plant Strafen für parteiinternen Streit vor Gericht
Mitteldeutscher Rundfunk, 01.03.2025:
Parteitag in Sachsen-Anhalt / AfD plant Strafen für parteiinternen Streit vor Gericht
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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Samstag, 1. März 2025
Am 2. März 2025 (15.00 Uhr) bietet das Historische Museum Bielefeld eine Führung durch die Ausstellung "Martha - die Geschichte einer Bielefelder Jüdin" - im Rahmen der "Aktionswoche gegen Rassismus" - an.
www.historisches-museum-bielefeld.de
Am 6. März 2025 berichten der Borgentreicher Stadtarchivar Klaus Jürgens wie Markus Moors im Pfarrheim Körbecke über die Spurensuche nach jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in Körbecke in der NS-Zeit.
www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/a-b/443-borgentreich-nordrhein-westfalen
Am 1. März 2025 lud der extrem rechte Influencer Tim Kellner aus Horn-Bad Meinberg, für den Abend (ab 19.00 Uhr) zur als "Privatveranstaltung" bezeichneten "Party" der "Männer-WG" in Tintrup, Vogtweg 6, ein.
Am 26. Februar 2025 luden die "Brothers Guard MC Germany" um ihren extrem rechten "Präsidenten" Tim Kellner für den 26. April 2025 in Barntrup ("Frettholz 19") ab 15.00 Uhr zu einer "Ausfahrt" wie "Feier" ein.
Am 26. Februar 2025 berichtete der extrem rechte Influencer Tim Kellner aus Horn-Bad Meinberg über die "Politische Sammelanklage" wegen Beleidigung, zweimaliger Volksverhetzung, Verstoß gegen § 86a StGB.
www.blomberger-buendnis.org
Am 28. Februar 2025 schrieb die "Neue Westfälische" über Neonazi-Etiketten in der Paderborner Südstadt, "Antifafotzen", die zu "attackieren" seien, zu einem Paderborner die Aufforderung, ihn "Ins Koma boxen".
Am 28. Februar 2025 schrieb die "Neue Westfälische" über Neonazi-Etiketten in der Paderborner Südstadt, wo Paderbornerinnen wie Paderborner mit (vollständigen) Namen, zum Teil mit Adressen genannt werden.
Wohl in der Nacht auf den 21. Januar 2022, wurden in der Paderborner Südstadt Aufkleber ("Femizid statt Feminismus", "Frauen wollen vergewaltigt werden"), unter manchen befanden sich Rasierklingen, geklebt.
www.buendnisdemokratietoleranz.wordpress.com
www.bgr-paderborn.de
www.vielfalt-lieben.de
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Artikel-Einträge in der Datenbank:
Neue Westfälische - Bielefelder Tageblatt, 01./02.03.2025:
Szenische Führung im Museum
Neue Westfälische - Kreiszeitung für Höxter und Warburg, 01./02.03.2025:
Gegen das Vergessen der NS-Opfer im Dorf
Neue Westfälische - Paderborner Kreiszeitung, 01./02.03.2025:
Erneut Hass-Aufkleber in der Südstadt - Staatsschutz ermittelt
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Neue Westfälische - Bielefelder Tageblatt, 01./02.03.2025:
Szenische Führung im Museum
Mitte. In einer szenischen Führung durch das Historische Museum erleben Besucher die Zeit der Weimarer Republik und des Zweiten Weltkriegs. Die Führung am Sonntag, 2. März, ab 15 Uhr, beleuchtet das Schicksal der Bielefelder Jüdin Martha. Ihre Deportation nach Riga und Erinnerungen an prägende Ereignisse ihrer Zeit werden thematisiert. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Aktionswoche gegen Rassismus statt. Anmeldungen unter Tel. (0521) 513635 oder auf der Website des Museums. Die Teilnahme kostet 6 Euro.
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Neue Westfälische - Kreiszeitung für Höxter und Warburg, 01./02.03.2025:
Gegen das Vergessen der NS-Opfer im Dorf
Die Spurensuche nach jüdischen Mitbürgern in Körbecke geht weiter
Körbecke. Ein Vortrag zum Thema "Stolpersteine - Spurensuche nach jüdischen Mitbürgern" findet am Donnerstag, 6. März, im Pfarrheim in Körbecke statt. Er beginnt um 19 Uhr. Die Veranstaltung widmet sich der Erinnerung und den Schicksalen der jüdischen Mitbürger in Körbecke, die während des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. In den vergangenen Monaten haben sich mehrere Körbeckerinnen und Körbecker intensiv mit der Vergangenheit auseinandergesetzt und eine Stolperstein-Initiative gegründet.
Berichten werden der Borgentreicher Stadtarchivar Klaus Jürgens und Markus Moors, der bereits vor 25 Jahren in der von ihm verfassten Chronik dem Schicksal der jüdischen Mitbürger nachgespürt hat. Im Mittelpunkt stehen die Stolpersteine, die als Erinnerungsorte an die Opfer des Nationalsozialismus verlegt werden sollen. Doch der Vortrag geht noch weiter. Durch eine Spurensuche wird die Geschichte der jüdischen Mitbürger der Stadt lebendig gemacht und ihre Lebenswege nachgezeichnet.
"Stolpersteine sind mehr als nur Gedenktafeln auf dem Gehweg. Sie sind eine Einladung zur Auseinandersetzung mit der Geschichte und zur Erinnerung an das Unrecht, das vielen unschuldigen Menschen zugefügt wurde", so die Stolperstein-Initiative Körbecke.
Im Anschluss an den Vortrag gibt es eine offene Diskussion. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei. Der Vortrag richtet sich an alle, die sich für Geschichte, Erinnerungskultur und den Erhalt der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus interessieren. Es ist eine Gelegenheit, mehr über die jüdischen Körbecker Mitbürger zu erfahren und ein Stück ihrer Geschichte lebendig zu halten, so die Organisatoren.
Bildunterschrift: Heike Bandner-Wappler (v. l.), Uta Häberle, Josef Jacobi, Monika Lange und Hedi Jakubeit von der Stolperstein-Initiative Körbecke wollen die Erinnerung an jüdische Schicksale wach halten.
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Neue Westfälische - Paderborner Kreiszeitung, 01./02.03.2025:
Erneut Hass-Aufkleber in der Südstadt - Staatsschutz ermittelt
Bereits im Jahr 2022 sind in Paderborn Etiketten mit Hass-Botschaften, Beleidigungen und Aufrufen zur Gewalt aufgetaucht / Die Ermittler gehen von demselben Täter aus / Diesmal werden oft auch Namen genannt
Holger Kosbab
Paderborn. Déjà-vu mit Schrecken in der Paderborner Südstadt: Wie schon vor knapp drei Jahren hat ein Unbekannter Etiketten mit Hass-Botschaften, Beleidigungen und Aufrufen zur Gewalt an verschiedene Stellen des Stadtteils geklebt. In Großbuchstaben sind dabei Paderbornerinnen und Paderborner mit ihrem vollständigen Namen und zum Teil auch mit Adressen genannt - für die Betroffenen ein Albtraum. Der Staatsschutz ermittelt in der Sache.
Ganz rum ist das Thema noch nicht, aber langsam zieht es wieder größere Kreise. Bereits für große Diskussionen sorgen die Aufkleber und auch Graffitis etwa in einer WhatsApp-Gruppe in der Südstadt, in der auch die Partnerin von Bäckermeister Andreas Hermisch ist. Er und sein Bäckerei-Team können nur mit dem Kopf schütteln angesichts der unfassbaren Botschaften.
Die selbstklebenden Etiketten prangten an Laternen- und Verkehrsschild-Masten oder Mülleimern. Darauf werden Betroffene mehrfach als "Antifafotzen" beleidigt, die zu "attackieren" seien. "Ins Koma boxen" steht unter dem Namen eines Paderborners und auf einer Hauswand wird jemand als "Hurensohn" beschimpft.
"Ich kriege das immer mit und habe Freunde, die mir das schreiben, und die Aufkleber entfernen", sagt einer der Betroffenen. Seinen Namen möchte er verständlicherweise nicht nennen. "Meines Wissens habe ich niemandem etwas getan und es ist für mich ganz unverständlich, weshalb mir so viel Hass entgegenschlägt."
"Man ist hilflos, muss aber auch irgendwie darüberstehen", sagt er und habe auch mit einigen anderen Betroffenen gesprochen. "Das sind alles ganz normale, liebe Leute." Und alle fragten sich: Wer macht so etwas und wieso?
Während es eine solche Hass-Aufkleber-Welle in einem größeren Maße länger nicht gab, hätten die Hass-Tiraden ihm gegenüber nie ganz aufgehört. "Es war nur etwas weniger." Wie auch andere Betroffene habe er bei der Polizei auf Grund der Bedrohungen Anzeige gestellt. Die Paderborner Polizei übergab die Fälle an den Staatsschutz.
Beim Staatsschutz gibt es mehrere Anzeigen
"Bei der Kriminalinspektion Staatsschutz werden derzeit eine Reihe von Anzeigen bearbeitet, die Hass-Botschaften in Form von Aufklebern und Graffitis in der Paderborner Südstadt zum Inhalt haben", teilt Sonja Rehmert, Sprecherin der Polizei Bielefeld und der dort ansässigen Abteilung Staatsschutz, mit.
Wie Rehmert erklärt, lägen die Tatorte unter anderem an der Husener Straße, am Querweg, am Jahnplatz, an der Kilianstraße, Im Samtfeld und in der Winfriedstraße. Ähnlich wie bei den Vorfällen im Jahr 2022. "Der Staatsschutz geht in all diesen Fällen von demselben Täter aus", so die Polizeisprecherin. "Ein Tatverdächtiger wurde bislang nicht ermittelt, allerdings sind die Ermittlungen auch noch nicht abgeschlossen."
Die Hass-Botschaften und Gewaltaufrufe aus dem Frühjahr 2022 unterscheiden sich dabei offenbar etwas. Damals dominierten vor allem frauenverachtenden Botschaften, wobei "Frauenrechte hahahaha" und "Fette Frauen sind eklig" noch zu den dezenteren Beschimpfungen gehörten. Auch die Grünen wurden damals bedroht ("Hängt die Grünen"). Unter einem der Aufkleber von vor drei Jahren befand sich sogar eine Rasierklinge. Im Gegensatz zu diesen eher allgemeinen Hass-Ergüssen zielt die aktuelle Welle offenbar eher auf einzelne Personen ab. Zugleich sind auch diesmal wieder diffamierte Personen aus politischen Gründen - "Antifafotzen" - das Ziel.
Vor drei Jahren hatten Südstadt-Bewohnerinnen übrigens das Vorgehen umgedreht. An ihren Häusern hängten sie Zettel mit positiven Botschaften auf: Wohlfühlen zum Abreißen.
Bildunterschrift: Diese Etiketten mit Botschaften haben auf Laternenmasten, Straßenschildern und Mülleimern in der Paderborner Südstadt geklebt. Die ursprünglich lesbaren vollständigen Namen - teils mit der Adresse - sind zum Schutz der Personen gepixelt.
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