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Lippische Landes-Zeitung Online , 27.02.2025 :

Warum der rechte Influencer Tim Kellner erneut vor Gericht erscheinen muss

27.02.2025 - 18.35 Uhr

Marianne Schwarzer

Blomberg-Tintrup. Weil er die noch amtierende Innenministerin Nancy Faeser eine "aufgedunsene Dampfnudel" genannt hat, ist der rechte Influencer Tim Kellner bereits zu einer Geldstrafe von 11.000 Euro verurteilt worden. Jetzt muss er erneut vor Gericht erscheinen, wie er selbst über verschiedene Social-Media-Kanäle mitteilt.

Ihm sei die Anklageschrift zugegangen, in der ihm Beleidigung, zwei Mal Volksverhetzung und die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen vorgeworfen werde. Der vorbestrafte Kellner sieht sich zu Unrecht beschuldigt, für ihn fallen sämtliche Fälle unter satirische Kunst beziehungsweise die freie Meinungsäußerung. Der Prozess soll vor dem Amtsgericht in Detmold stattfinden.

Oberstaatsanwalt Ralf Vetter bestätigte gegenüber der LZ, dass er die Anklageschrift auf den Weg gebracht hat. Eine Terminierung des Prozesses gebe es allerdings noch nicht. In dem Verfahren habe er mehrere Fälle zu einem Sammelverfahren zusammengefasst. Es komme häufiger vor, dass Kellner angezeigt werde, doch nicht jede Anzeige münde wie jetzt in einem Verfahren.

Bildunterschrift: Im Sommer vergangenen Jahres ist Tim Kellner zu einer Geldstrafe verurteilt worden, nun muss er wieder vor Gericht.

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Am 26. Februar 2025 berichtete der extrem rechte Influencer Tim Kellner aus Horn-Bad Meinberg über die "Politische Sammelanklage" wegen Beleidigung, zweimaliger Volksverhetzung, Verstoß gegen § 86a StGB.

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