1 Veranstaltung - Nachrichten ,
20.02.2025 :
Tages-Chronologie von Donnerstag, 20. Februar 2025
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Veranstaltungskalender:
- Donnerstag, 20. Februar 2025 um 18.00 Uhr -
Vortrag von Avner Ofrath: Die Gewalt in Nahost und ihre Echos in Europa
Veranstaltungsort:
Jüdische Kultusgemeinde Minden
Kampstraße 6
32423 Minden
www.jkgminden.wixsite.com
Hinweis:
Anmeldung bitte unter:
glashuette-gernheim-anmeldung@lwl.org
Mit dem Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 und der militärischen Reaktion Israels erreichte der Israel-Palästina-Konflikt neue Dimensionen der Gewalt - insbesondere an Zivilisten. Dabei gehört das Angreifen, Einschüchtern und Vertreiben von Zivilbevölkerung seit einem Jahrhundert zur Realität des Konflikts und prägt auch seine globalen Schockwellen.
Der Vortrag beleuchtet die aktuelle Gewalt vor dem Hintergrund des Hamas-Angriffs. Er fragt nach Brüchen und Kontinuitäten - und nach Wegen, mit den Echos des Konflikts in Deutschland zukünftig umzugehen.
Dr. Avner Ofrath ist Alfred Landecker Lecturer in Globalgeschichte an der Freien Universität Berlin. Er forscht zu den Themen Staatsangehörigkeit, Sprache und Öffentlichkeit im Mittelmeerraum der Moderne. Hier setzt er sich aktuell mit Transformationsprozessen innerhalb der jüdisch-muslimischen Beziehungen im osmanischen Reich sowie im Zeitalter des Kolonialismus auseinander.
Der Vortrag von Avner Ofrath ist eine Kooperationsveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Minden e.V., der Jüdischen Kultusgemeinde Minden, der KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica, des LWL-Museums Glashütte Gernheim, des Mindener Geschichtsvereins und der Volkshochschule Minden.
www.minden.deutscher-koordinierungsrat.de
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Pressespiegel überregional
MiGAZIN, 20.02.2025:
Eine notwendige Zumutung / Doku "Das Deutsche Volk" über die Attentate von Hanau
Zeit Online, 20.02.2025:
Heimattreue Deutsche Jugend / Der Oberstaatsanwalt und der "Jungadler"
MiGAZIN, 20.02.2025:
Offizielle Zahlen / 1.500 Rechtsextremisten besitzen knapp 4.000 Waffen
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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Donnerstag, 20. Februar 2025
In der zweiten Februarwoche 2025 befassten sich Schülerinnen, Schüler vom Grabbe-Gymnasium Detmold (Israel-AG) mit dem Juden Fritz Herzberg, ein Schüler aus Detmold, welcher in der NS-Zeit fliehen musste.
www.lippischer-heimatladen.de/Lebenslaengliche-Reise-Briefe-der-juedischen-Familie-Herzberg-aus-Detmold-1939-1946/1219
Am 21. Februar 2025, von 15.00 bis 16.00 Uhr, hat der völkische Neonazi Gerd Ulrich eine neue "Schilder-Aktion in Detmold" ("Paulinenstraße, Abzweig Neustadt / Allee"), für "Frieden mit Russland!" angekündigt.
Am 20. Februar 2025 kündigte der völkische Neonazi Gerd Ulrich für den 21. Februar 2025 - von 15.00 bis 16.00 Uhr - abermals eine "Schilder-Aktion in Detmold" - "Paulinenstraße, Abzweig Neustadt / Allee" - an.
www.hiergeblieben.de
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Artikel-Einträge in der Datenbank:
Lippische Landes-Zeitung, 20.02.2025:
Zeichen gegen das Vergessen
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Lippische Landes-Zeitung, 20.02.2025:
Zeichen gegen das Vergessen
Detmolder Schüler erinnern das Schicksal von Fritz Herzberg
Detmold. Eine Woche lang haben sich Schüler der Israel-AG des Grabbe-Gymnasiums mit dem Leben von Fritz Herzberg beschäftigt. Der ehemalige Schüler aus Detmold musste auf Grund seiner jüdischen Herkunft während der NS-Zeit Deutschland verlassen. Sein Vater und seine Großmutter starben in Theresienstadt, seine Mutter und Schwester wurden in Auschwitz ermordet.
Geleitet wurde das Projekt des Schulreferates der Lippischen Landeskirche von der Theaterpädagogin Bettina Frank. Sie ermöglichte durch theaterpädagogische Methoden einen besonderen Zugang zur Thematik, schreibt das Landeskirchenamt. "Die Entwicklungen der letzten Monate zeigen deutlich, wie wichtig es ist, jungen Menschen die Verbrechen des NS-Terror-Regimes nahezubringen. Theater hat dabei eine besondere Kraft: Es verwandelt Gedanken in Bilder und ermöglicht eine aktive Auseinandersetzung - sowohl für die Spielenden als auch für das Publikum", erklärt Bettina Frank.
Unterstützt wurde das Projekt von der Historikerin Gudrun Mitschke-Buchholz sowie den Lehrkräften Elisabeth Hecker und Jan-Christian Ritz. "Eine besondere Bereicherung war die Begleitung durch Joanne Herzberg, Tochter von Fritz Herzberg. Ihre persönlichen Einblicke verliehen der Auseinandersetzung zusätzliche Tiefe. Bei der Aufführung zeigten sich Eltern, Lehrer und Mitschüler beeindruckt von dem, was erarbeitet worden war."
Andreas Mattke, Landespfarrer für Kirche und Schule, betonte die Bedeutung solcher Initiativen: "Die Schülerinnen und Schüler haben eindrucksvoll an das Leben von Fritz Herzberg erinnert. Dieses Projekt zeigt, wohin Rassismus, Antisemitismus und menschenverachtende Ideologien führen können. Erinnerung ist kein Selbstzweck - sie ist eine Verpflichtung, damit sich die Vergangenheit nicht wiederholt."
Das Projekt sei ein wichtiges Zeichen gegen das Vergessen. Es war nicht nur eine historische Auseinandersetzung, sondern auch ein aktueller Appell für eine Gesellschaft, in der niemand ausgegrenzt wird.
Bildunterschrift: Schülerinnen und Schüler erarbeiteten Theaterszenen zum Leben des Detmolders Fritz Herzberg. Links im Bild dessen Tochter, Joanne Herzberg.
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