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Lippische Landes-Zeitung Online , 21.10.2024 :

Nach erneuter Sachbeschädigung: Bürger halten Mahnwache vor Detmolder Hofsynagoge ab

21.10.2024 - 19.13 Uhr

Raphael Bartling

Detmold. An der Hofsynagoge in der Bruchmauerstraße in Detmold hat am Montagabend eine stille Mahnwache stattgefunden. Rund 40 Menschen versammelten sich vor dem denkmalgeschützten Gebäude, um ein Zeichen für dessen Erhalt zu setzen. Wortbeiträge oder Parolen waren nicht zu hören. Einige der Teilnehmer trugen ein großes weißes Banner mit der Aufschrift "Für den Erhalt der Hofsynagoge in Detmold" zur Schau, um ihren Wunsch nach dem Erhalt des Denkmals zu unterstreichen. Die stille Mahnwache wurde von Bürgern in Absprache mit der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold infolge wiederholter Sachbeschädigung organisiert. Auch Vertreter der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe waren dabei.

Am Sonntag rückte die Polizei an der Hofsynagoge an, nachdem ihr eine zerstörte Eingangstür gemeldet worden war. In den vergangenen Jahren stand die Hofsynagoge immer wieder im Fokus von Debatten um dessen Restaurierung und Nutzung. Das Gebäude aus dem Jahr 1633 steht seit 1988 unter Denkmalschutz. Der Eigentümer des Gebäudes, Rechtsanwalt Hendrik Schnelle aus Detmold, will das Gebäude seit Jahren abreißen und dort einen Parkplatz errichten. Es gab bereits mehrere Gerichtsverfahren.

Bildunterschrift: Etwa 40 Personen haben sich am Montagabend zu einer stillen Mahnwache an der ehemaligen Hofsynagoge in Detmold zusammengefunden.

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Mutmaßlich in der Nacht zum 20. Oktober 2024 wurde bei der Hofsynagoge in Detmold - die sich im Besitz von Szene-Anwalt Hendrik Schnelle befindet - die Holztür erneut zerstört (zuvor am 25. September 2024).

In der Nacht auf den 27. September 2024 wurden bei der Hofsynagoge in Detmold, die sich im Besitz des Szene-Anwalts Hendrik Schnelle befindet, fast alle Scheiben des denkmalgeschützten Bauwerkes zerstört.

Am 25. September 2024 (in der Abendzeit) wurde bei der Hofsynagoge in Detmold, die sich im Besitz des Szene-Anwalts Hendrik Schnelle befindet, die Kassette der Holztür - mutmaßlich mit einem Tritt - zerstört.

Am 19. September 2024 bestimmte das OVG für das Land NRW, dass Szene-Anwalt Hendrik Schnelle - als Eigentümer der Detmolder Hofsynagoge - keine Genehmigung für deren Beseitigung beanspruchen kann.

Am 19. September 2024 verhandelte das Oberverwaltungsgericht (OVG) NRW die Klage vom Szene-Anwalt Hendrik Schnelle auf Erteilung einer baurechtlichen Abbruchgenehmigung für die Hofsynagoge in Detmold.

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