www.hiergeblieben.de

2 Veranstaltungen - Nachrichten , 25.09.2024 :

Tages-Chronologie von Mittwoch, 25. September 2024

_______________________________________________


Veranstaltungskalender:



- Mittwoch, 25. September 2024 um 19.00 Uhr -


Buchvorstellung und Vortrag von Gisbert Strotdrees:

Jüdisches Landleben - Vergessene Welten in Westfalen


Veranstaltungsort:

Ev. Kirchengemeinde Petershagen
Gemeindehaus
Paul-Gerhardt-Haus
Meßlinger Straße 9
32469 Petershagen


Wie sah das Leben auf dem Land für die jüdische Minderheit in Westfalen aus? Mit seinem Buch legt der Autor Gisbert Strotdrees einen wissenschaftlich fundierten Beitrag zur jüdischen Geschichte Westfalens und zu seiner Erinnerungskultur vor. Aufwändig recherchiert und mit zahlreichen historischen und aktuellen Fotos illustriert bietet das Buch eine kulturhistorische Reise in die Vergangenheit Westfalens, die bis heute gegenwärtig ist.

Zum Beispiel werden die jüdischen Landmaschinenhersteller in Westfalen vorgestellt: Den ersten Traktor in Westfalen baute der jüdische Bauunternehmer Michelsohn in Minden. Außerdem geht der Autor auf die "Arisierung" in der NS-Zeit ein: Diese Enteignung durch die Nationalsozialisten betraf nicht nur Industrieunternehmen, Kaufhäuser und Geschäfte jüdischer Eigentümer, sondern auch Land- und Waldbesitz - allein in Westfalen und Lippe rund 2.000 Hektar. Wer waren die Käufer? Was ist mit dem Land heute?

Ein eigenes Kapitel ist der Alten Synagoge in Petershagen gewidmet.


Der Autor ist Historiker und Redakteur beim "Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben", außerdem seit 2004 Lehrbeauftragter an der Universität Münster, Abteilung Landesgeschichte. Er hat zahlreiche Bücher zur Landesgeschichte Westfalens veröffentlicht. Für sein Buch "Flurnamen in Westfalen" wurde er 2021 mit dem "Fritz-Reuter Literaturpreis" ausgezeichnet.


Gisbert Strotdrees: "Jüdisches Landleben: Vergessene Welten in Westfalen. Das Landjudentum von seiner Entstehung seit dem Mittelalter bis zur völligen Zerstörung während des Nationalsozialismus"; Landwirtschaftsverlag Münster, 23. Mai 2024.


Eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen e.V. zum 25-jährigen Jubiläum.

www.synagoge-petershagen.de

www.facebook.com/synagoge.petershagen


----------------------------------------------------------


- Mittwoch, 25. September 2024 um 19.00 Uhr -


Vorträge von Bärbel Sunderbrink sowie Rahel und Dr. Oliver Arnhold:

Riga als Tat- und Gedenkort der Shoa


Veranstaltungsort:

Haus Münsterberg
Hornsche Straße 38
32756 Detmold


Seit dem 31. Januar 2023 gehört die Stadt Detmold zum "Riga-Komitee". Dieser erinnerungskulturelle Städtebund, dem mittlerweile 80 Städte in Deutschland angehören, hat es sich zur Aufgabe gemacht, an die über 25.000 jüdischen Bürgerinnen und Bürger zu erinnern, die in den Jahren 1941 und 1942 aus ihren Städten nach Riga deportiert und ermordet wurden. Dazu zählten auch über 30 Menschen, die in Detmold gelebt haben.

Im Juni 2024 hat eine Delegation der Regierungspräsidentin Katharina Bölling die lettische Hauptstadt besucht. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und die Adenauer-Stiftung hatten dafür ein Programm zusammengestellt, das einerseits die historischen Stätten des Verbrechens ins Bewusstsein bringen, andererseits auf die gegenwärtige Situation des Landes aufmerksam machen sollte. Ein besonderer Höhepunkt der Reise war die Einweihung des Detmolder Gedenksteins auf der Gedenkstätte Bikernieki.


In einem Vortrag erläutert Dr. Bärbel Sunderbrink die historischen Hintergründe der Deportation. Im Anschluss berichten Rahel und Dr. Oliver Arnhold als Teilnehmende der Delegationsreise von ihren Eindrücken und Erfahrungen, die sie auf ihrer Reise nach Riga gewonnen haben. Auch die Regierungspräsidentin Katharina Bölling wird bei der Veranstaltung anwesend sein.


Veranstalterinnen:

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. und Stadtarchiv Detmold.

www.gfcjz-lippe.de

www.stadtarchiv.detmold.de

_______________________________________________


Pressespiegel überregional


Südwest Presse Online, 25.09.2024:
Polizeibericht Sigmaringen / Hakenkreuz auf der Fahrbahn

_______________________________________________


www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Mittwoch, 25. September 2024


Am 25. September 2024 (in der Abendzeit) wurde bei der Hofsynagoge in Detmold, die sich im Besitz des Szene-Anwalts Hendrik Schnelle befindet, die Kassette der Holztür - mutmaßlich mit einem Tritt - zerstört.

Am 19. September 2024 bestimmte das OVG für das Land NRW, dass Szene-Anwalt Hendrik Schnelle - als Eigentümer der Detmolder Hofsynagoge - keine Genehmigung für deren Beseitigung beanspruchen kann.

Am 19. September 2024 verhandelte das Oberverwaltungsgericht (OVG) NRW die Klage vom Szene-Anwalt Hendrik Schnelle auf Erteilung einer baurechtlichen Abbruchgenehmigung für die Hofsynagoge in Detmold.

Am 18. Mai 2022 wies das Verwaltungsgericht Minden eine Klage des Szene-Anwalts Hendrik Schnelle, auf Erteilung der Abbruchgenehmigung für die Hofsynagoge (1633) in der Bruchmauerstraße 37, Detmold, ab.

Für den 5. Oktober 2024 ab 17.00 Uhr ("gemeinsame Ausfahrt" um 15.00 Uhr) bewirbt der extrem rechte Influencer Tim Kellner, eine "Season-End Party" der "Brothers Guard MC Germany", in Tintrup, Vogtweg 6.

Am 25. September 2024 kündigte der extrem rechte Influencer Tim Kellner für den 5. Oktober 2024, eine "Season-End Party" als "Privatveranstaltung" der "Brothers Guard MC Germany" in Tintrup, Vogtweg 6, an.


www.jg-hf-dt.de

www.blomberger-buendnis.org

_______________________________________________


Artikel-Einträge in der Datenbank:




_______________________________________________


zurück