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1 Artikel , 20.09.2024 :

Pressespiegel überregional

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Wolfsburger Allgemeine Zeitung Online, 20.09.2024:
Gifhorner Bündnis Bunt statt Braun ruft zur Kundgebung auf - alle Infos zur Demo

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Wolfsburger Allgemeine Zeitung Online, 20.09.2024:

Gifhorner Bündnis Bunt statt Braun ruft zur Kundgebung auf - alle Infos zur Demo

20.09.2024 - 12.00 Uhr

Nach organisierten Verabredungen mutmaßlicher Nazis in Gifhorn ruft das Bündnis Bunt gegen Braun zur Demonstration auf. Los geht es am Samstag, 21. September. Das ist geplant und hier die genauen Hintergründe.

Nina Schacht

Gifhorn. Hakenkreuze, rechtsextreme Symbole wie 88, szgf-Schmierereien sowie Nazi-Aufkleber sind zuletzt in Gifhorn aufgetaucht - das berichtet Martin Wrasmann, Sprecher des Bündnis Bunt gegen Braun. Doch eine bekannte Organisationsstruktur von Rechtsradikalen in Gifhorn hätte es bislang nicht gegeben. Das änderte sich am vergangenen Samstag: "Auf Einladung von Gifhorner Neonazis trafen sich Mitglieder der Gruppierung "Jugend rechts Niedersachsen" in Gifhorn, so der Sprecher. Das Bündnis Bunt gegen Braun möchte nun ein Zeichen setzen und ruft zu einer Kundgebung auf. Stattfinden wird diese am Samstag, 21. September, um 19 Uhr an der Bushaltestellte Eysselheideweg, Braunschweiger Str. 139 (gegenüber von Teves-Parkplatz). Die Kundgebung hat das Motto "Stop -keine organisierten Neonazis in Gifhorn und Umgebung". "Wir nehmen diesen Entwicklungen wahr und wehren uns gegen jede Form von rechtsradikalen Aktivitäten in dieser Stadt, schon im Entstehen", heißt es aus dem Bündnis Bunt statt Braun.

Worum geht es bei der Demo?

Der Hintergrund: Am Samstagabend gab es - möglicherweise in Folge des Christopher-Street-Days (CSD) in Wolfsburg - in einem Bus in Gifhorn eine Schlägerei. Vier Männer und zwei Frauen waren beteiligt. Die Polizei sagt zu den Vorfällen: "Im Rahmen des polizeilichen Einsatzes zum Christopher-Street-Day am Samstag in Wolfsburg stellten Einsatzkräfte am Mittag eine 19-köpfige Personengruppe fest. Die Beamten deklarierten die Personengruppe zu einer Versammlung. Diese Versammlung wurde gegen 14 Uhr durch den Versammlungsleiter beendet. Anschließend reisten die ehemaligen Teilnehmer auf unterschiedlichen Wegen, teils auch mit dem Zug, nach Gifhorn", heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Polizei.

Die noch 15-köpfige Gruppe habe sich in Gifhorn in einem Waldgebiet und am Rande eines Industriegebiets aufgehalten, beobachtet von Gifhorner Polizeibeamten. Gegen 19.30 Uhr traten die Personen laut Polizei die Heimreise an. "Eine Kleingruppe bestieg dazu einen Linienbus. Im Bus kam es zunächst zur wechselseitigen verbalen und schließlich körperlichen Auseinandersetzung", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Auseinandersetzung zwischen vier Männern im Alter von 17 bis 24 Jahren sowie einer Frau im Alter von 38 Jahren seien Bestandteil der Ermittlungen, die vom zuständigen Fachkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Gifhorn übernommen wurden. Dabei wird auch die Frage geklärt, ob es sich um eine politisch motivierte Hetzjagd oder eine einfache Schlägerei handelt. Dazu sollen Zeugen vernommen werden.

Im Vorfeld des Christopher-Street-Day: Chat auf Telegram mitgelesen

Bei der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung hat sich derweil eine Person gemeldet, die sich in der Chat-Gruppe "Jugend Rechts" angemeldet hatte und Meldungen in der Gruppe von mutmaßliche Nazis mitgelesen hatte. Teilnehmer der Gruppe gaben an, den CSD in Wolfsburg stören zu wollen. Dieses Vorhaben hatten sie dann auch am Samstag umgesetzt. Die Person, die unerkannt bleiben möchte, berichtet von zwischenzeitlich über 80 Mitglieder in der Telegram-Gruppe. Die meisten Mitglieder seien männlich, es soll vier weibliche Mitglieder geben. Nach Angaben Chat-Mitleserin kursierte auch ein Video von der Prügelei in Gifhorn in dem Chat. Dieses wurde auch in der Gruppe "Jugend Rechts" gezeigt. Einige Mitglieder seien verärgert gewesen, weil sie darauf gut zu erkennen gewesen seien.

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