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1 Artikel ,
03.10.2024 :
Pressespiegel überregional
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Übersicht:
Neue Westfälische - Bielefelder Tageblatt, 03./04.10.2024:
Deutlich mehr antisemitische Straftaten
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Neue Westfälische - Bielefelder Tageblatt, 03./04.10.2024:
Deutlich mehr antisemitische Straftaten
Hass und Hetze gegen Juden nehmen in NRW zu / Zum Jahrestag des Massakers in Israel wird der Schutz jüdischer Einrichtungen verstärkt
Düsseldorf (dpa/epd). Nordrhein-Westfalen verzeichnet einen deutlichen Anstieg antisemitischer Straftaten. Im ersten Halbjahr 2024 gab es im bevölkerungsreichsten Bundesland 245 Fälle, wie das NRW-Innenministerium mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Anstieg um mehr als 85 Prozent. Im ersten Halbjahr 2023 waren laut Innenministerium 132 antisemitische Straftaten gemeldet worden.
Die meisten der registrierten Straftaten in diesem Jahr werden dabei mit 119 dem so genannten Phänomenbereich der "Politisch motivierten Kriminalität (PMK) rechts", also rechter und rechtsextremistischer Kriminalität, zugeordnet. 46 Straftaten sind der "PMK - religiöse Ideologie" zugeordnet. Bei diesen Straftaten liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass eine religiöse Ideologie entscheidend für die Tatbegehung war und die Religion zur Begründung der Tat instrumentalisiert wurde. 43 Delikte sind unter "PMK ausländische Ideologie" geführt. Außerdem gab es sechs Gewaltdelikte.
Die Antisemitismus-Beauftragte des Landes, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, hatte bereits Ende vergangenen Jahres nach dem Massaker der islamistischen Hamas in Israel einen starken Anstieg antisemitischer Vorfälle in NRW registriert. Im gesamten Jahr 2023 gab es in NRW laut Innenministerium 547 antisemitische Straftaten. Ein Jahr zuvor waren es noch 331.
Zum Jahrestag der Terroranschläge gegen Israel wird in NRW die Sicherheit jüdischer Einrichtungen verstärkt. Wie NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) mitteilte, sind verstärkte polizeiliche Maßnahmen an Synagogen und anderen jüdischen Einrichtungen um den 7. Oktober angeordnet worden.
OWL und NRW
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