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07.09.2024 :
Pressespiegel überregional
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Spiegel Online, 07.09.2024:
Martialisches TikTok-Video / AfD-Politiker verlässt nach Sturmgewehr-Skandal die Partei
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Spiegel Online, 07.09.2024:
Martialisches TikTok-Video / AfD-Politiker verlässt nach Sturmgewehr-Skandal die Partei
07.09.2024 - 10.44 Uhr
Der hessische Landtagsabgeordnete Maximilian Müger posiert auf TikTok mit einer Waffe und fordert "freie Waffen für freie Bürger". Dann schießt er dreimal. Nun tritt der AfD-Mann aus Partei und Fraktion aus.
Nach Kritik an einem martialischen Video hat der hessische AfD-Landtagsabgeordnete Maximilian Müger nach Angaben der Landespartei-Spitze seine Partei und Fraktion verlassen. Müger sei zum Parteiaustritt aufgefordert worden; dieser Aufforderung sei er nachgekommen, teilte die AfD mit. Er habe zudem seinen Austritt aus der Landtagsfraktion erklärt.
Hintergrund ist ein kurzzeitig bei TikTok zu sehendes Video von Müger mit einem Sturmgewehr. Müger selbst war vorerst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Die beiden Landessprecher Robert Lambrou und Andreas Lichert erklärten weiter: "Mit seinem Austritt aus der Partei hat Maximilian Müger der Partei und der Fraktion den zeitaufwendigen Prozess eines Parteiausschlussverfahrens und eines Fraktionsausschlusses erspart, welche auf Grund seines Verhaltens unweigerlich auf ihn zugekommen wären."
Drei Schüsse
Das Video hat Müger rasch wieder gelöscht, es verbreitete sich dennoch über Soziale Medien. Es zeigt ihn mit einem Sturmgewehr im Anschlag. Er fordert dabei "freie Waffen für freie Bürger!" und schießt dreimal.
Mit Blick auch auf das Messerattentat von Solingen mit drei Toten sagt der bisherige AfD-Abgeordnete: "Man ist in deutschen Städten nicht mehr sicher und muss Angst haben, auf einem Fest oder auf dem Heimweg erstochen oder anderweitig ermordet zu werden."
Müger erklärte später nach Angaben eines AfD-Sprechers, das Video sei "versehentlich" für wenige Minuten auf TikTok veröffentlicht worden. Es sei für den Privatgebrauch gedacht gewesen.
"Das Video wurde auf einem offiziellen Schießplatz in Polen unter der Supervision eines Schießleiters gedreht, und die Leihwaffe unterliegt allen Regularien polnischer Gesetze", teilte Müger weiter mit. Er sei angehender Sportschütze.
Müger hatte nach heftiger Kritik an dem Video schon mehrere andere politische Ämter aufgegeben, unter anderem seinen Posten als Vize-Landeschef der Nachwuchsorganisation "Junge Alternative" (JA). Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) sagte kürzlich zu dem Video: "Offensichtlich soll hier der Einsatz von Waffengewalt in der Migrationspolitik legitimiert werden. Und das ist fürchterlich." Von solchen Aktionen würde ein hohes Risiko ausgehen, "dass es eben auch tatsächlich zu Gewaltausbrüchen kommt".
Bildunterschrift: Maximilian Müger, hier im Jahr 2019 noch als AfD-Abgeordneter.
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