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2 Veranstaltungen - Nachrichten , 23.08.2024 :

Tages-Chronologie von Freitag, 23. August 2024

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Veranstaltungskalender:



- Freitag, 23. August 2024 um 17.30 Uhr -


19. Mahnwache gegen Antisemitismus

Schutz und Solidarität für die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger


Veranstaltungsort:

Synagoge Beit Tikwa
Detmolder Straße 107
33604 Bielefeld

www.juedische-gemeinde-bielefeld.de


Nein zu Antisemitismus - Nie wieder ist jetzt!


Die Mahnwache findet vor dem Gottesdienst in der Synagoge statt, um den Gemeindemitgliedern die klare Botschaft zu vermitteln: "Ihr seid in Bielefeld gewollt und wir stehen an eurer Seite!"


Veranstalterin: "Bielefeld stellt sich quer - Bündnis gegen Rechts"

www.bielefeldstelltsichquer.wordpress.com

www.facebook.com/BielefeldStelltSichQuer


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- Freitag, 23. August 2024 um 19.00 Uhr -


Ausstellungseröffnung: Frauen im Widerstand.

Deutsche politische Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück: Geschichte und Nachgeschichte


Veranstaltungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer:

Vom 23. August bis zum 27. Oktober 2024, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr.


Grußwort: Joachim Jennrich, Vorstandsvorsitzender Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V.

Redebeitrag: Raphaela Kula


Wir zeigen die Ausstellung: "Frauen im Widerstand. Deutsche politische Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück: Geschichte und Nachgeschichte" erarbeitet für die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück von Dr. Henning Fischer. Zur Ausstellungseröffnung laden wir sie herzlich ein! Nach einer Einführung durch Joachim Jennrich und Raphaela Kula, laden wir zu gemeinsamen Gesprächen ein und Sie können die Ausstellung besuchen.

Die Ausstellung widmet sich den Biografien von deutschen politischen Häftlingen des Frauen-KZ Ravensbrück. Beginnend in der prägenden Zeit der Weimarer Republik, werden die Lebensgeschichten über den Widerstand und die Verfolgung nach 1933 bis in die Zeit in den Gefängnissen und Lagern des NS-Regimes nachgezeichnet.

Eingebunden in die politische Geschichte des 20. Jahrhunderts stehen im Zentrum der Ausstellung Porträts von acht Frauen aus der Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung: Kommunistinnen, Sozialdemokratinnen, Sozialistinnen, solche ohne Parteibindung und Anarchistinnen. Ihre Lebenswege in DDR und BRD sind in ihren beeindruckenden wie widersprüchlichen Momenten beschrieben und in Verbindung und Kontrast dargestellt.


Veranstalterin: Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V.

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Pressespiegel überregional


tagesschau.de, 23.08.2024:
Europa-Parlament / AfD will Europäische Partei gründen

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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Freitag, 23. August 2024


Bis 27. Oktober 2024 zeigt die Gedenkstätte Zellentrakt, Herford, die Ausstellung "Frauen im Widerstand. Deutsche politische Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück: Geschichte und Nachgeschichte" (Ravensbrück).


www.zellentrakt.de

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Artikel-Einträge in der Datenbank:


Neue Westfälische - Herford und Enger / Spenge, 23.08.2024:
Widerstand im Nationalsozialismus war auch weiblich

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Neue Westfälische - Herford und Enger / Spenge, 23.08.2024:

Widerstand im Nationalsozialismus war auch weiblich

Die Ausstellung "Frauen im Widerstand" in der Gedenkstätte Zellentrakt beleuchtet das politische Wirken von Frauen, die im KZ Ravensbrück inhaftiert waren

Ralf Bittner

Herford. Die Gedenkstätte Zellentrakt im Rathaus zeigt ab heute, Freitag, 23. August, die Sonderausstellung "Frauen im Widerstand. Deutsche politische Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück: Geschichte und Nachgeschichte". Am Beispiel der Lebensläufe von acht politisch aktiven Frauen, die im KZ Ravensbrück inhaftiert waren, wirft sie einen neuen Blick auf das dortige Konzentrationslager. Dargestellt wird auch das Wirken der Frauen in der Weimarer Republik, im Dritten Reich und in den beiden deutschen Nachkriegsstaaten.

"Widerstand zur Zeit des Nationalsozialismus habe ich meist als männlichen Widerstand mit der Waffe wie etwa beim 20. Juli, der oft mit dem Tod endete, verstanden", sagt Joachim Jennrich vom Kuratorium bei der Vorstellung. Die Ausstellung stellt den von Frauen getragenen Widerstand ins Zentrum, der sich oft unter anderem durch Solidarität und Unterstützung auszeichnete.

Sie beginnt in der prägenden Zeit der Weimarer Republik und zeichnet dann die Lebensgeschichten über den Widerstand und die Verfolgung nach 1933 bis in die Zeit in den Gefängnissen und Lagern des NS-Regimes nach. Darüber hinaus steht auch das politische Wirken der Frauen in beiden deutschen Staaten nach 1949 im Fokus.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Porträts von acht Frauen aus der Arbeiterinnenbewegung, Kommunistinnen, Sozialdemokratinnen, Sozialistinnen, Anarchistinnen oder ohne Parteibindung. Zu sehen sind Stelltafeln mit Fotografien, Briefen und Dokumenten sowie Lager-Objekten.

In der DDR und der BRD wurde völlig anders mit der Geschichte umgegangen

Der Widerstand von Frauen wird bis heute oft fälschlicherweise als "passiver Widerstand" bezeichnet und ist im öffentlichen Bewusstsein wenig präsent, trotz Jahrzehnten feministischer Bewegung und unzähliger Veranstaltungen zum Thema. Dazu kommt, dass in der BRD und in der DDR völlig anders mit dieser Geschichte umgegangen wurde.

Während in der BRD vor 1989 die Überlebenden aus der Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung, zumindest wenn sie links von der SPD standen, von offizieller und institutioneller Seite wenig Beachtung fanden. Oder mit dem KPD-Verbot von 1956 wie die Ärztin Doris Maase, die 1948 und 1952 für die KPD in den Düsseldorfer Stadtrat gewählt worden war, sogar rückwirkend von der staatlichen Wiedergutmachung ausgeschlossen wurden - auch wenn sie sich nicht ungesetzlich verhalten hatten - galt die Wertschätzung in der DDR in der Regel nur denjenigen, die in die Parteigeschichte der SED einzupassen waren. So erläuterte das jedenfalls der Ausstellungskurator Henning Fischer bei der Vorstellung der Wanderausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück 2019.

Die Ausstellung in Herford bietet vielfältige historische und aktuelle Ansätze zur Auseinandersetzung mit rechter, menschenverachtender, frauenfeindlicher Gewalt und vermeidet es dabei, geglättete, widerspruchsfreie Heldinnen-Geschichte zu erzählen. Sie sagt dabei auch einiges darüber, welche Widerstandsgeschichten im Rückblick je nach Interessenlage im Zentrum des Erinnerns stehen.

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 23. August, um 19 Uhr und ist dort bis zum 27. Oktober zu sehen. Das Grußwort hält Joachim Jennrich, Vorstandsvorsitzender des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken und die Eröffnungsrede Raphaela Kula. Die Gedenkstätte Zellentrakt ist samstags und sonntags von 14 bis 16 Uhr oder nach Vereinbarung unter Tel. 05221 189257 oder E-Mail an info@zellentrakt.de geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Am Samstag, 24 August, ist die Herforder Autorinnen- und Autorengruppe ab 19 Uhr mit einer "Lesung gegen Rechts" zu Gast im Zellentrakt, Rathausplatz 1. Christine Zeides, Ralf Burnicki, Michael Helm, Artur Rosenstern und Norbert Sarhage lesen eigene Texte. Auch hier ist der Eintritt frei.

Bildunterschrift: Joachim Jennrich vom Kuratorium stellt die neue Ausstellung "Frauen im Widerstand. Deutsche politische Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück" in der Gedenkstätte Zellentrakt vor.

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