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Nachrichten , 21.08.2024 :

Tages-Chronologie von Mittwoch, 21. August 2024

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Pressespiegel überregional


Neue Westfälische, 21.08.2024:
Die Schuld der KZ-Sekretärin

Mitteldeutscher Rundfunk, 21.08.2024:
Kurz vor Landtagswahl / Demo gegen AfD-Veranstaltung in Jena - Auftritt von Höcke abgesagt

MiGAZIN, 21.08.2024:
Technische Universität Dresden / Ein Semester Lehrpause für Professor nach Rechtsextremismus-Vorwürfen

MiGAZIN, 21.08.2024:
Oldenburg / Mann beleidigt Mutter mit Baby rassistisch und sticht zu

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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Mittwoch, 21. August 2024


Am 15. August 2024 wurden in Rinteln, Seetorstraße 4, Stolpersteine für Ida Stamfort, geborene Uhlmann am 19. Februar 1868 in Driburg sowie Bernhard Stamfort, geboren am 9. März 1865 in Stemmen, verlegt.


www.infostation.synagoge-stadthagen.de/biografien/ort/details/ida-stamfort.html

www.infostation.synagoge-stadthagen.de/biografien/ort/details/bernhard-stamfort.html

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Artikel-Einträge in der Datenbank:


Lippische Landes-Zeitung, 21.08.2024:
Stolpersteine "wichtiger denn je"

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Lippische Landes-Zeitung, 21.08.2024:

Stolpersteine "wichtiger denn je"

Gedenksteine in Rinteln erinnern an Ida und Bernhard Stamfort / Das Ehepaar hatte zuvor in Stemmen gelebt

Rinteln / Kalletal. In Rinteln sind zwei Stolpersteine verlegt worden, die an das jüdische Ehepaar Ida und Bernhard Stamfort erinnern. Vor einem Geschäftshaus in der Seetorstraße 4 fand dazu eine Feierstunde statt. Die Stamforts hatten vor ihrem Umzug nach Rinteln in Stemmen gewohnt. Daran erinnert die Gemeindeverwaltung Kalletal in einer Pressemitteilung.

Die Familie Stamfort betrieb in Stemmen den einzigen Laden des Dorfes sowie einen Hausiererhandel mit Textilien. Im Jahr 1911 siedelten die Stamforts nach Rinteln über, im Jahr 1942 wurden sie ins Konzentrationslager nach Theresienstadt verschleppt. Ida starb dort 1942, Bernhard ein Jahr später.

Der Maintaler Herbert Begemann, dessen Ehefrau Brigitte aus Stemmen stammt, habe die Recherche für diese Stolpersteine betrieben. Die Feierstunde habe der Rintelner Geschichtslehrer Thomas Weißbarth mit Schüler des Gymnasiums Ernestinum Rinteln mitgestaltet. Teilgenommen haben nach Angaben der Gemeindeverwaltung auch Rintelns Bürgermeisterin Andrea Lange und Kalletals Bürgermeister Mario Hecker.

Rintelns Bürgermeisterin sagte, Stolpersteine seien eine sichtbare Form des Gedenkens. Auch heute gebe es wieder antisemitische Tendenzen. Deshalb sei diese Form der Erinnerungsarbeit wichtiger denn je. Sie dankte dem Ehepaar Brigitte und Herbert Begemann für die Recherchen.

"Die Stamforts waren auch deshalb von Stemmen nach Rinteln gezogen, weil sie dort bessere Möglichkeiten für ihre Kinder sahen, weiterführende Schulen zu besuchen. Es kam aber schon in den Jahren 1923 und 1924 zu ersten antijüdischen Aktionen in der früheren Universitätsstadt. Auch das Haus Seetorstraße 4 wurde mit Hakenkreuzen beschmiert. Im August 1938 wurde dieses Haus durch vorsätzliche Brandstiftung vernichtet", erinnert die Gemeinde in der Mitteilung. "Den Stamforts blieb nur eine Notunterkunft in der Krankenhäger Straße", schreibt Herbert Begemann in seiner vierseitigen Broschüre zur Verlegung der Stolpersteine.

Stamforts Söhne Otto, Arthur und Paul retteten ihr Leben durch Flucht ins Ausland. Die Töchter Hildegard und Käthe wurden im Jahr 1941 nach Riga verschleppt. "Sie überlebten nicht", schreibt Herbert Begemann.

Bildunterschrift: Rintelns Bürgermeisterin Andrea Lange und Kalletals Bürgermeister Mario Hecker gedenken dem jüdischen Ehepaar Stamfort.

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