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16.08.2024 :
Pressespiegel überregional
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Übersicht:
Jüdische Allgemeine Online, 16.08.2024:
Berlin / AfD denkt über Ersatz für "Junge Alternative" nach
Der Tagesspiegel Online, 16.08.2024:
Gesichert rechtsextremistisch / AfD will die "Junge Alternative" offenbar ersetzen
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Jüdische Allgemeine Online, 16.08.2024:
Berlin / AfD denkt über Ersatz für "Junge Alternative" nach
16.08.2024 - 13.43 Uhr
Die bisherige Nachwuchsorganisation agiert der Parteispitze zu unabhängig.
In der AfD gibt es Erwägungen, die Jugendorganisation "Junge Alternative" durch eine neue Organisation zu ersetzen. Der Informationsdienst "Table.Briefings" berichtet von konkreten Plänen, die der AfD-Bundesvorstand vorbereite. Demnach könnte eine neue Organisation entstehen, mit einem neuen Namen, der aber noch nicht feststehe.
Eine Bestätigung aus der AfD gab es dafür nicht. "Junge Alternative"-Chef Hannes Gnauck, der auch Mitglied des AfD-Bundesvorstandes ist, sagte der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage, der Meinungsbildungsprozess sei noch nicht abgeschlossen, es gebe verschiedene Überlegungen.
Die "Junge Alternative" trifft sich im Oktober zu einem Bundeskongress. Dort könnte nach Gnaucks Angaben ein Vorschlag zur Zukunft der Jugendorganisation erarbeitet werden, über den dann der nächste Bundesparteitag der AfD im kommenden März entscheiden könnte.
Gesichert rechtsextremistisch
Die "Junge Alternative" ist laut AfD-Satzung die offizielle Jugendorganisation der Partei. Eine Satzungsänderung müsste ein Parteitag mit Zweidrittelmehrheit beschließen.
Aus dem Umfeld des AfD-Vorstands hieß es, die "Junge Alternative" befinde sich aktuell in einer Umorientierung. Kein Geheimnis ist, dass es in der AfD-Spitze Unmut über die Nachwuchsorganisation gibt. Der Verfassungsschutz hat sie als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft. Es gibt Mitglieder, die selbst führenden AfD-Politikern zu radikal sind. Der Mutterpartei fehlt aber das Durchgriffsrecht.
Durchgriff von oben
Die "Junge Alternative" ist aktuell relativ unabhängig. Wer Mitglied ist, muss - bis auf die Vorstände - nicht gleichzeitig in der AfD sein. Das "Juso"-Modell, über das gesprochen wird, würde nach Gnaucks Angaben bedeuten, dass jedes AfD-Mitglied unter 36 Jahren automatisch auch Mitglied der Nachwuchsorganisation wäre.
Die stärkere Verknüpfung würde den entsprechenden Durchgriff von oben ermöglichen, etwa bei Ordnungsmaßnahmen wie Parteiausschlussverfahren.
Außerdem dürfte dann auch die Mitgliederzahl der Nachwuchsorganisation deutlich steigen. Aktuell hat sie etwa 2.000 Mitglieder. Bei der Mutterpartei AfD machen nach deren Angaben fast 50.000 Menschen mit, obwohl bereits drei Landesverbände als rechtsextremistisch eingestuft wurden. Die Bundespartei gilt beim Verfassungsschutz als Verdachtsfall. (dpa/ja)
Bildunterschrift: Hannes Gnauck ist MdB und Chef der rechtsextremistischen "Junge Alternative".
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Der Tagesspiegel Online, 16.08.2024:
Gesichert rechtsextremistisch / AfD will die "Junge Alternative" offenbar ersetzen
16.08.2024 - 08.08 Uhr
Die AfD plant wohl, sich von ihrer bisherigen Jugendorganisation "Junge Alternative" zu trennen. Stattdessen soll eine neue, parteitreue Organisation geschaffen werden.
Die oberste AfD-Ebene arbeitet einem Medienbericht zufolge an Plänen, ihre bisherige Jugendorganisation "Junge Alternative" (JA) aus der Partei herauszulösen.
Stattdessen wolle sie eine neue Jugendorganisation mit anderem Namen gründen, die enger an die Partei angebunden sei und demnach auch stärker in ihrem Sinne handele, berichtete das Portal "Table.Briefings" am Freitag unter Berufung auf Bundesvorstands-Kreise der Partei. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat die JA als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.
Nach dem Vorbild der Jusos
Die neue Organisation soll dem Bericht zufolge wie das "Juso-Modell" funktionieren. Alle AfD-Mitglieder unter 36 Jahren sollen demnach dieser Organisation automatisch angehören.
Im Umkehrschluss müssten alle Mitglieder der Jugendorganisation ein Parteibuch führen und dürften keine Vergangenheit in Organisationen haben, die auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD stehen. (AFP)
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