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Mindener Tageblatt Online , 30.07.2024 :

Symbole mit Bezug zur NS-Zeit

30.07.2024 - 17.38 Uhr

Größerer Polizeieinsatz an der Ringstraße: Mann mit verfassungswidrigen Tattoos kommt in Psychiatrie

Ilja Regier

Minden. Ein 33-Jähriger hat am Montagabend für einen größeren Polizeieinsatz in der Ringstraße gesorgt. Nach Angaben von Polizeisprecher Thomas Bensch kündigte er einen Raubüberfall auf die easyApotheke neben dem WEZ an und wehrte sich beim Eintreffen der Beamten. Am Ende des Tages landete der Mindener im Krankenhaus Lübbecke und dort im Medizinischen Zentrum für Seelische Gesundheit.

Gegen 18.20 Uhr betrat der Mann die Apotheke. "Hier machte er wirre Angaben zu einem mutmaßlich folgenden Raub auf das Geschäft und sagte, dass die Angestellten alles wegräumen sollten", so Bensch. Zudem habe er an den Monitoren der Kasse geruckelt, anschließend das Geschäft verlassen und sich davor gesetzt.

Die hinzugerufenen Beamten eines Streifenwagens kontrollierten den alkoholisierten Mann und sprachen ihm einen Platzverweis aus. Daraufhin entfernte sich der 33-Jährige, kehrte dann aber zurück. Nach Angaben des Polizeisprechers soll er dann eine bedrohliche Haltung gegenüber den Einsatzkräften eingenommen haben.

Danach forderten die Beamten Verstärkung an, sie setzten Pfefferspray ein, wodurch sie ihn zu Boden brachten und in Gewahrsam nahmen. Auf dem Transport zur Mindener Dienststelle probierte er offenbar wieder, sich zu wehren, was die Beamten unterbanden.

Auf der Wache musste der Mann eine Blutprobe abgeben. Zudem untersuchte ein Arzt den Mann auf Grund einer akuten Eigengefährdung. Schließlich ließ das Mindener Ordnungsamt ihn ins Krankenhaus Lübbecke einweisen.

MT-Informationen zufolge hat der Mann auch mehrere verfassungswidrige Tattoos am Körper, wie die Polizei auf Nachfrage bestätigt. Unter anderem befindet sich die Wolfsangel unter der Haut. Das Symbol verwendeten in der Zeit des Nationalsozialismus beispielsweise SS-Einheiten. Es gilt inzwischen als verboten, ist aber nach wie vor ein Erkennungszeichen unter Neonazis. Aus diesem Grund wollten die Mindener Polizisten Kontakt mit dem Staatsschutz in Bielefeld aufnehmen.

Bildunterschrift: In der easyApotheke kam es zu einem Vorfall am Montagabend (MT-Archivfoto).

Bildunterschrift: Der Mann wurde ins Krankenhaus Lübbecke gebracht (Archivfoto).


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Am 29. Juli 2024 wurde in Minden ein 33-Jähriger mit verfassungswidrigen Tattoos (auch eine Wolfsangel) nach Androhung eines Raubüberfalls und Widerstand gegen Polizeikräfte, in eine Psychiatrie eingewiesen.

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