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Nachrichten , 31.07.2024 :

Tages-Chronologie von Mittwoch, 31. Juli 2024

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Pressespiegel überregional


die tageszeitung, 31.07.2024:
Völkisches Lager aufgeflogen

Spiegel Online, 31.07.2024:
Hitlergruß-Andeutung? / Staatsanwaltschaft prüft AfD-Plakat in Frankfurt an der Oder

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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Mittwoch, 31. Juli 2024


In der zweiten Juliwoche 2024 erhob die Staatsanwaltschaft Detmold eine Reihe Anklagen gegen Neonazis aus völkischen Familien (Fromhausen, Berlebeck und Lippstadt) wegen Gewalt- und Propaganda-Delikten.


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Artikel-Einträge in der Datenbank:


Der Patriot - Lippstädter Zeitung Online, 31.07.2024:
Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Neonazi (20) aus Lippstadt

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Der Patriot - Lippstädter Zeitung Online, 31.07.2024:

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Neonazi (20) aus Lippstadt

31.07.2024 17.56 Uhr

Lippstadt/ Detmold. Er soll im Sommer vergangenen Jahres gemeinsam mit Freunden das seit 1998 verbotene Lied "Sturmführer" der ehemaligen Neonazi-Band "Landser" in einem Detmolder Park gehört und mitgesungen haben. Außerdem soll die Gruppe den Arm zum Hitlergruß gehoben haben. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Detmold Anklage gegen den 20-jährigen Lippstädter und seine drei Kumpels erhoben. Wann der Fall vor dem Amtsgericht Detmold verhandelt wird, steht noch nicht fest. "Ein Termin zur Hauptverhandlung liegt uns noch nicht vor", so Staatsanwalt Alexander Görlitz.

Der Lippstädter und seine Familie gehören zu einer Gruppe von Neonazis (wir berichteten). Laut Recherche-Kollektiv Ostwestfalen ist die Lippstädter Familie in der völkisch-neonazistischen Szene aktiv, nahm auch an Treffen der "Artgemeinschaft" teil, wo sich der Vater im Vorstand engagierte. Vor dem im September 2023 erfolgten Verbot hatte die neonazistische, rassistische und demokratiefeindliche Vereinigung rund 150 Mitglieder. Innenministern Nancy Faeser nannte den Verein damals "sektenartig".

Zu einem ähnlichen Schluss kommt das Recherche-Kollektiv: "In den meisten Fällen haben die Eltern über Jahre hinweg ihre Kinder strikt auf Linie erzogen. In den hierarchisch und streng nach heteronormativen Gesichtspunkten organisierten Familienverbänden hatten die Kinder genau genommen nie eine Wahl. Für sie war durch die elterliche Erziehung der Weg vorbestimmt. Ein Ausstieg aus dieser Szene ist selten und besonders schwer, denn er bedeutet nicht nur ein radikales Umdenken und eine Abkehr von alten Kameraden und Kameradinnen, sondern den Bruch mit der eigenen Familie und dem gesamten sozialen Umfeld. Und wie es aktuell ausschaut, sind die Kinder dort angekommen, wo ihre Eltern sie haben wollen. Sie sorgen für die gewünschte Kontinuität des völkischen Neonazismus und werden in eigener Verantwortung zu neonazistischen Täterinnen, Tätern." Im Gegenzug zu seinen Kumpels, die bereits wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt waren, stand der Lippstädter bisher anscheinend noch nicht vor Gericht.

Bildunterschrift: Die Staatsanwaltschaft Detmold hat Anklage gegen einen 20-jährigen Lippstädter erhoben. Er soll das verbotenes Lied "Sturmführer" in einem Park gesungen und den Hitlergruß gezeigt haben.

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