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2 Veranstaltungen - Nachrichten , 02.02.2024 :

Tages-Chronologie von Freitag, 2. Februar 2024

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Veranstaltungskalender:



- Freitag, 2. Februar 2024 um 14.30 Uhr -


Kundgebung: Gemeinsam gegen Rechts - für Toleranz und Vielfalt!


Veranstaltungsort:

Sommerfelder Platz
32602 Vlotho


Vlotho schließt sich den bundesweiten Protesten gegen Rechtsextremismus, völkisches Denken und Verschwörungsmythen an und tritt für Toleranz, Vielfalt und Verteidigung der Demokratie ein.

Das "Vlothoer Bündnis gegen das Collegium Humanum - für Toleranz und Vielfalt" ruft zur Demonstration mit Kundgebung auf. Mehrere hundert Personen unabhängig von Alter, Beruf oder Herkunft werden erwartet. Plakate, Spruchbänder und Trillerpfeifen sind willkommen. Der Aufruf richtet sich auch an die sonst schweigende Mehrheit.

Hintergrund ist das Erstarken rechtsextremen Gedankengutes in Deutschland. Das Treffen von AfD-Mitgliedern mit Rechtsextremen, bei dem es um die massenhafte Deportation von Millionen Menschen mit Migrationshintergrund ging, habe das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht. Das Vlothoer Bündnis: "Wir wollen am 2. Februar 2024 mitten in unserer Stadt ein deutliches Bekenntnis für Toleranz und Vielfalt ablegen. Rechtsextremes Gedankengut hat in Vlotho wie überall in Deutschland keinen Platz. Es geht nun darum, unsere Demokratie zu stärken und vehement für eine offene, tolerante und vielfältige Gesellschaft einzutreten."

Geplant sind verschiedenste Redebeiträge. Die "Dirty Chucks" begleiten die Kundgebung mit Musik.


Veranstalterin: Vlothoer Bündnis gegen das Collegium Humanum - für Toleranz und Vielfalt


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- Freitag, 2. Februar 2024 um 18.00 Uhr -


Kundgebung: Neonazis in Bielefeld entgegentreten!


Veranstaltungsort:

Gegenüber dem Rathaus
33602 Bielefeld


Monat für Monat marschieren mehrere hundert Neonazis, Reichsbürger und Verschwörungsgläubige durch Bielefeld. Was als "Lichterspaziergang" in der Corona-Zeit begann, ist mittlerweile einer der größten regelmäßigen Aufmärsche der Region. Entlang der aktuellen Themen der AfD heizen die Redner dem Publikum ein. Im November jubelten sie dem lokalen AfDler Maximilian Kneller zu. Hinter den Veranstaltungen steht die Gruppe "Bielefeld steht auf". Auf deren Internetpräsenz werden täglich rassistische und antisemitische Ressentiments und extrem rechte Verschwörungsmythen verbreitet.

Wir wollen nicht nur für die Demokratie einstehen, sondern auch da aktiv werden, wo Faschisten ihre Propaganda verbreiten. Zeigen wir den Fußtruppen der AfD, dass sie hier nicht erwünscht sind!


Veranstalterinnen:

Aktion für Demokratie und Respekt (ADuR) Bielefeld
Bielefelder Bündnis gegen Rechts
Antifa West
Integrationsrat der Stadt Bielefeld
Omas gegen Rechts - Ortsgruppe Bielefeld
Wir sind mehr - Bielefeld

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Pressespiegel überregional


Jüdische Allgemeine Online, 02.02.2024:
Umfrage: So denken die Deutschen über die AfD

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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Freitag, 2. Februar 2024


Für den 2. Februar 2024 hatte der - völkisch-nationalistische - "Kreisverband Minden-Lübbecke" der Partei "AfD" ab 19.00 Uhr einen "Stammtisch in Rahden" ohne eine Nennung des Veranstaltungsortes beworben.

Am 25. Januar 2024 kündigte "Bad Oeynhausen Erhebt Sich" ("Telegram") am 3. Februar 2024, um 12.00 Uhr - "einen Protestmarsch durch die Bad Oeynhausener Innenstadt" -, für ein "sicheres Deutschland" an.

Am 2. Februar 2024 (gegen 20.00 Uhr) erhielt die Hicret-Moschee in Bielefeld zahlreiche Bestellungen von "Lieferando" mit anonymen Morddrohungen ("Dönermord wird Volkssport!", "Ausrottung der Sandnigger").

Am 16. Dezember 2023 gegen 20.00 Uhr platzierten Unbekannte an der Hicret-Moschee in Bielefeld nicht georderte "Lieferando"-Bestellungen, begleitet von menschenverachtenden, islamfeindlichen Botschaften.

Am 2. Februar 2024 führte die extrem rechte Gruppe "Bielefeld steht auf!" mit etwa 195 Anwesenden zwei Kundgebungen am Rathaus und eine Demonstration in der Innenstadt auch "Für sichere Grenzen!" durch.

Am 19. Januar 2024 kündigte die (extrem rechte) Gruppe "Bielefeld steht auf!" zum 2. Februar 2024 eine Kundgebung / Demonstration ("Für direkte Demokratie und Politiker-Haftung!", "Für sichere Grenzen!) an.

Am 2. Februar 2024 führten 6 "Friedens-Aktivisten" um Versammlungsleiter Gerd Ulrich in Pivitsheide, von 15.00 bis 16.00 Uhr, eine "Schilder-Aktion" gegen die NATO sowie für "Deutschland braucht Bauern" durch.

Am 1. Februar 2024 kündigte der völkische Neonazi Gerd Ulrich, Berlebeck, am 2. Februar 2024 von 15.00 bis 16.00 Uhr, in Detmold-Pivitsheide eine "Schilder-Aktion" gegen die NATO und die "BRD Regierung" an.


www.minden-luebbecke.de/Service/Integration/NRWeltoffen

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Artikel-Einträge in der Datenbank:


Neue Westfälische Online, 02.02.2024:
Demo- und Gegendemo am Wochenende in Bad Oeynhausen

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Neue Westfälische Online, 02.02.2024:

Demo- und Gegendemo am Wochenende in Bad Oeynhausen

02.02.2024 - 13.43 Uhr

Protest-Hotspot

Ein Mann ruft zum "Demo-Aufzug" gegen die Regierungspolitik auf. Das Bündnis für Vielfalt hält das für eine Aktion der Neuen Rechten und organisiert Protest.

Von Ulf Hanke

Bad Oeynhausen. Die Kurstadt wird am Samstagmittag wahrscheinlich zum Schauplatz zweier gegeneinander gerichteter Demonstrationen. Ein junger Mann aus Bad Oeynhausen hat bereits vor über einer Woche für Samstag, 12 Uhr, einen "Demo-Aufzug" durch die Innenstadt angemeldet. Ihm geht es um Protest gegen die aktuelle Politik der Bundesregierung. Auf dem Flugblatt, das er auch der NW geschickt hat, ist zu lesen: "Die Ampel treibt uns in den Ruin" und "Uns reicht’s! So geht es nicht weiter". Außerdem wird "Politik fürs eigene Volk" gefordert. Gegen diesen "Demo-Aufzug" hat sich Widerstand aus dem Bündnis für Vielfalt gebildet.

Das Bündnis sieht in diesem Aufruf eine schlecht getarnte Aktion der Neuen Rechten. Sprecher Rüdiger Beinroth vermutet dahinter den Versuch der Querdenker-Szene, Protest-Stimmung zu schüren oder auf dem Trittbrett der Bauern-Proteste zu fahren. Er verweist darauf, dass der Aufruf zur Demo über einschlägige Telegram-Gruppen der Querdenker- und Corona-Leugner-Szene geteilt worden ist. Das Bündnis für Vielfalt ruft deshalb zur Gegendemonstration "Bad Oeynhausen ist bunt" vor der Auferstehungskirche ab 11.30 Uhr auf. Gerechnet wird mit rund 100 Teilnehmern.

Der "Demo-Aufzug" startet dagegen am Samstag um 12 Uhr auf dem Inowroclaw-Platz. Danach solle es einen "Marsch durch die Stadt" mit etwa 500 Teilnehmern geben, so der Veranstalter. Über ihn persönlich ist kaum etwas bekannt. Trotz mehrerer Anfragen der NW zu einem Gespräch über die politischen Hintergründe stand der Anmelder des "Demo-Aufzugs" dafür aber nicht zur Verfügung. Nach Auskunft der Polizei ist der Anmelder ein 21-jähriger Mann aus Bad Oeynhausen. In E-Mails hat der Veranstalter auf Fragen der NW die Inhalte des Flugblatts wiederholt und erklärt: "Wir sind Privatpersonen".

Wofür steht die "Uns reicht’s!"-Demo?

Auf seinem Flugblatt ist die Abbildung einer Verkehrsampel zu sehen, die auf dem Kopf steht. Dazu ist zu lesen: "Uns reicht’s" und "Die Ampel treibt uns in den Ruin". Die politischen Forderungen lauten: "Steuersenkungen, Politik fürs eigene Volk, ein sicheres Deutschland und Entlastungen für die Landwirtschaft" außerdem "Arbeiten soll sich wieder lohnen". In seinem Schreiben an die Redaktion hat der Veranstalter außerdem "eine bessere Rente" und "Entlastungen für die Logistik" ergänzt.

Thomas Heilig, zugleich Vorsitzender des Integrationsrates der Stadt Bad Oeynhausen, kennt dieses Flugblatt und hält den Anmelder für einen Strohmann anderer politischer Interessen. Zu der "Politik fürs eigene Volk" und den weiteren auf Deutschland bezogenen Forderungen sagt Heilig: "Das ist für mich völkisch." Wie Beinroth verweist auch Heilig auf Bezüge zur Querdenker-Szene, in der das Flugblatt veröffentlicht, geteilt und kommentiert wurde.

Dieses Flugblatt ist jedoch nicht die einzige Motivation für Thomas Heilig. Er möchte mit der Demonstration vielmehr an den deutschlandweiten Massen-Protest gegen Rechtsextremismus nach dem Geheimtreffen der Neuen Rechten in Potsdam anknüpfen. Dieses Treffen von AfD-Politikern, Neonazis und Unternehmern nennt Heilig schlicht "Wannsee 2.0".

In der Wannseekonferenz am 20. Januar 1942 beschlossen führende Nazis bei einer Frühstücks-Besprechung am Konferenztisch die "Endlösung", die systematische Ermordung von Millionen Juden. Auf dem Geheimtreffen in Potsdam am 25. November 2023 diskutierten die Teilnehmer laut Veröffentlichungen des Recherche-Verbunds "Correctiv" Pläne zur "Remigration" von Ausländern und Deutschen mit Migrationshintergrund.

Schulterschluss aller Demokraten

"Wir sind ein Einwanderungsland", sagt Thomas Heilig: "Ich bin Demokrat und ich möchte, dass meine Kinder und Enkel genauso aufwachsen können, wie ich das konnte." In dem Geheimtreffen von Potsdam sieht er deshalb Anlass genug, aufzustehen. "Wir sind jetzt da, wo unsere Großeltern etwas hätten tun müssen." Heilig fordert den Schulterschluss aller Demokraten.

Rüdiger Beinroth und Annette Bretall vom Bündnis für Vielfalt sind dabei. SPD, Grüne und die Bad Oeynhausener Partei Kompass unterstützen den Aufruf "Bad Oeynhausen ist bunt" ebenso wie der Kirchenkreis Vlotho wie Pressesprecher Kevin Potter bestätigte. Neben Thomas Heilig soll auch Superintendentin Dorothea Goudefroy vor der Auferstehungskirche eine Rede halten.

Nur wenige Hundert Meter entfernt trifft sich der "Demo-Aufzug" auf dem Inowroclaw-Platz. Von dort wollen die "Uns reicht’s!"-Demonstranten über die Herforder Straße, Bahnhofstraße und Bismarckstraße zum Ostkorso und zum Rathaus und weiter über die Morsbachallee, den Westkorso und die Herforder Straße zurück zum Ausgangspunkt gehen.

Mit dem bundesweiten Protest der Landwirte hat der "Demo-Aufzug" in Bad Oeynhausen offenbar nichts zu tun. Rainer Meyer, Kreisvorsitzender des Westfälischen Landwirtschaftsverbands, hat weder von der "Uns reicht’s"-Demo noch von der "Bad Oeynhausen ist bunt"-Demo gehört. Die Landwirte im Mühlenkreis planen an diesem Wochenende in Bad Oeynhausen auch keinen Protest, versichert Meyer. In Hille wird es allerdings Mahn-Feuer geben.

Auf die Frage, ob sich Landwirte einer der beiden Demonstrationen anschließen, erklärt Meyer: "Einer allgemeinen Demonstration gegen Rechtsextremisten könnte ich mich gut anschließen." Allerdings hätte er auch gegen die pauschale Forderung der "Uns reicht’s!"-Demo für Entlastungen der Landwirtschaft nichts einzuwenden. "Wir haben aber keine Umsturzfantasien", sagt Meyer, "sondern klare Forderungen an die Bundesregierung". Der Bauern-Protest sei nicht parteipolitisch motiviert. Es sei letztlich egal, wer an der Regierung ist, Hauptsache die Politik ändere sich.

Bildunterschrift: Sie rufen zur Demo auf und finden: "Bad Oeynhausen ist bunt!". Rüdiger Beinroth (v. l.) und Annette Bretall vom Bündnis für Vielfalt, Integrationsratsvorsitzender Thomas Heilig und Kevin Potter, Pressereferent des Kirchenkreises Vlotho.

Bildunterschrift: Mit diesem Flugblatt ruft ein "Privatmann" zum "Demo-Aufzug" gegen die Politik der Bundesregierung auf.

Bildunterschrift: Mit diesem Flugblatt ruft das Bündnis für Vielfalt zur Demonstration gegen Rechtsextremismus und Vertreibung auf.

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