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Neue Westfälische ,
31.01.2024 :
Über 25.000 bei Mega-Demo für Demokratie in Bielefeld
Friedlicher Protest gegen Rechtsextremismus und für eine offene Gesellschaft / Unter den Teilnehmern sind Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gewerkschaften
Maximilian Hampel
Bielefeld. Angemeldet waren 3.000 Menschen, gekommen sind mehr als 25.000, eine genaue Zahl sei nicht messbar, so die Polizei. Auf dem Bielefelder Jahnplatz und in den Seitenstraßen stehen am Dienstagabend Menschen dicht an dicht, um friedlich gegen Rechtsextremismus und für eine offene Gesellschaft zu demonstrieren.
Bereits eine Stunde vor dem Beginn um 18 Uhr begann sich der Platz langsam und schließlich immer schneller zu füllen. Aus allen Himmelsrichtungen strömten viele Menschen, darunter Ältere mit Rollatoren, Eltern mit Kindern, Bauern oder Studierende direkt aus dem Seminar auf den Jahnplatz. Sie alle sind hier, um lautstark klar zu machen, dass: Wer AfD wählt, Faschismus bekommt. Alarmiert von Deportationsplänen, die Rechtsextreme mit AfD-Politikern auf einem heimlichen Treffen in Potsdam geplant haben.
Viele haben selbst gemachte Plakate und Banner dabei. "Menschenrechte statt rechte Menschen" steht auf einem. Andere erinnern daran, dass auch die Ampel-Parteien abschieben oder werden deutlich: "Fuck AfD" steht auf einem Schild. Gemeinsam wird "Alle zusammen gegen den Faschismus" skandiert. Der Oberbürgermeister von Bielefeld, Pit Clausen, betont: "Nie war der Jahnplatz schöner". Clausen wird deutlich: "Es sind die Extremisten und Populisten insbesondere der AfD, gegen die wir heute demonstrieren."
Unter den Teilnehmern sind Vertreter aus Wirtschaft, Politik und von den Gewerkschaften, aber auch das Präsidium sowie Spieler von Arminia Bielefeld und die Rektorin der Universität Bielefeld, Angelika Epple, die gemeinsam mit Vertretern der Zivilgesellschaft sowie der Vorsitzenden des Bielefelder Integrationsrats, Murisa Adilovic, auch an einer Podiumsdiskussion auf der Bühne teilnahm.
"Wir überlassen - heute und in Zukunft - den Rechtsextremen und der AfD nicht das Feld, wir zeigen Haltung für Toleranz und Vielfältigkeit", versprach Anke Unger, die stellvertretende DGB-Vorsitzende in NRW, in ihrer Rede.
Mit der Großdemonstration hat sich Bielefeld der bundesweiten Protestwelle, die bereits in die dritte Woche geht, angeschlossen. Wie auch in vielen anderen Städten sind deutlich mehr Menschen gekommen als die Veranstalter erwartet hatten. Es handelt sich dabei bereits jetzt, um eine der größten Protestbewegungen in Deutschland.
Bildunterschrift: Menschen, so weit das Auge reicht: Nicht nur auf dem Jahnplatz, sondern auch in den benachbarten Straßen demonstrierten Zehntausende in Bielefeld gegen Rechtsextremismus und für Vielfalt.
Bildunterschrift: Viele Menschen haben selbst gemachte Plakate und Banner mitgebracht.
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- Dienstag, 30. Januar 2024 um 18.00 Uhr -
Kundgebung: Solidarischer Zusammenhalt statt rechtem Populismus, Rassismus und Antisemitismus
Veranstaltungsort:
Jahnplatz
33602 Bielefeld
Für ein gleichberechtigtes, solidarisches und vielfältiges Miteinander!
Gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form von Diskriminierung!
Für Menschenrechte und Demokratie in Bielefeld, Deutschland und der EU!
Aufruf: Solidarischer Zusammenhalt statt rechtem Populismus, Rassismus und Antisemitismus
Rechtsextreme Parteien erreichen zweistellige Wahlergebnisse, Antisemitismus ist an der Tagesordnung, völkisches Denken und Verschwörungsmythen finden zunehmend Unterstützung. Verschärft wird diese Situation in unserem Land durch eine politische Diskussion auf dem Rücken von gesellschaftlichen Minderheiten, dem Versuch der Ausgrenzung so genannter "irregulärer Migrantinnen / Migranten" und durch den wachsenden Einfluss rechter und rechtsextremistischer Positionen.
Populistische Vereinfachungen, Hass und Hetze gegen Menschen und Verächtlichmachung demokratischer Institutionen schaffen ein gesellschaftliches Klima der Verunsicherung und lösen Zukunftsängste aus. Demokratinnen / Demokraten müssen aufhören, sich beim Thema Migration mit irrealen Bedrohungsszenarien zu überbieten. Davon profitieren rechtspopulistische und rechtsextremistische Parteien und Gruppierungen, wie die AfD.
Als Demokratinnen / Demokraten stehen wir dafür ein, dass auch Geflüchtete ein Recht auf Würde haben. Sie sind weder die Ursache von Bildungs- und Pflegenotstand noch von Wohnungsmangel. Sie sind Menschen in Not und brauchen deshalb weiterhin unsere Unterstützung.
Gefährdet durch politische und gesellschaftliche Rechtsentwicklungen ist nicht nur der soziale und solidarische Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Gefährdet sind auch die Grundwerte und die Grundsätze unserer Demokratie. Dieser Entwicklung stellen wir uns entschieden entgegen. Wir lehnen jede Zusammenarbeit mit rechtsextremen und faschistischen Parteien und Organisationen ab.
Erstunterzeichnerinnen - Einzelpersonen:
Pit Clausen, Oberbürgermeister; Wiebke Esdar, MdB SPD; Britta Haßelmann, MdB Bündnis 90 / Die Grünen; Schahina Gambir, MdB Bündnis 90 / Die Grünen; Christina Kampmann, MdL SPD; Christina Osei, MdL Bündnis 90 / Die Grünen; Karin Schrader, Bürgermeisterin; Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer, Senior Professor; Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung; Christian Bald, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bielefeld, Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen; Ingo Nürnberger, Vorsitzender Sozialverband VdK Bielefeld; Anke Unger, stellvertretende Vorsitzende DGB NRW; Clea Stille, Regionsgeschäftsführerin DGB OWL; Manuela Friebe, Stadtverbandsvorsitzende DGB Bielefeld; Sabine Katzsche-Döring, Bezirksverbandsvorsitzende IG BAU OWL; Martina Schu, Geschäftsführerin ver.di OWL; Ute Herkströter, 1. Bevollmächtigte IG Metall Bielefeld; Annelie Buntenbach, ehemals DGB Bundesvorstand; Sabine Kauer, Geschäftsstellenleiterin EVG-Geschäftsstelle Hamm; Christian Drelmann, Gewerkschaftssekretär EVG-Geschäftsstelle Hamm; Feride Ciftci, DGB Bielefeld; Susanne Bondzio, Vorsitzende Personalrat der Stadt Bielefeld; Matthias Blomeier, Sozialpfarrer; Dr. Ulrich Pfaff, Arzt; Matthias Rotter, Geschäftsführer Der Paritätische Bielefeld; Irith Michelsohn, Vorsitzende Jüd. Kultusgemeinde; Riza Öztürk, Vorsitzender SPD-Fraktion; Hannelore Pfaff, Bezirksbürgermeisterin Gadderbaum; Gerd-Peter Grün, Bezirksbürgermeister Schildesche; Paul John, Bezirksbürgermeister Dornberg; Lisa Marie Krätschmer, Vorsitzende Jusos Bielefeld; Anke Schmidt, Geschäftsführerin "Kurz Um"; Katja Häckel, Geschäftsführerin; Beate Wolff, Geschäftsführerin Welthaus Bielefeld e.V.; Murisa Adilovic, Vorsitzende Integrationsrat; Uwe Günther, Vorsitzender DIG Bielefeld; Jutta Küster, Journalistin und Trägerin Integrationspreis; Erhard Küster, Polizeibeamter i. R.; Klaus Rees, Geschäftsführer i. R.; Michael Gugat, Ratsmitglied; Friederike Vogt, Dipl.-Päd.; Dorothee Günther, Lehrerin i. R.; Dieter Frohloff, Diplom-und Gemeindepädagoge i. R.; Godehard Franzen; Jupp Asdonk; Christine Biermann; Hermann Ostermann; Miriam Köpke; Romy Mamerow; Thomas Krause; Agnieszka Salek; Jochen Vahle, Kulturschaffender; Ingo Börchers, Kulturschaffender.
Erstunterzeichnerinnen - Organisationen:
Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld K.d.ö.R.; Verein Jüdische Kulturtage Bielefeld; Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld; Deutsch-Ukrainische Gesellschaft Bielefeld; SPD-Unterbezirk Bielefeld; Bündnis 90 / Die Grünen, Ratsfraktion und Kreisverband Bielefeld; Die Linke, Kreisverband Bielefeld; Grüne Jugend Bielefeld; Grüne Liste Vlotho; Lokaldemokratie in Bielefeld; Geflüchtete willkommen in Bielefeld; Initiative für eine menschenfreundliche Aufnahme Geflüchteter (IMAG e.V.); Bielefelder Jugendring e.V.; Stolperstein-Initiative Bielefeld; Initiative "Lesen gegen das Vergessen Bielefeld"; IBZ Friedenshaus e.V.; Welthaus Bielefeld e.V.; DIDF-Bielefeld e.V.; Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld; Haus Neuland e.V.; AStA der Universität Bielefeld; Arbeit und Leben Bielefeld e.V.; Regionale Arbeitsgruppe Bielefeld von "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V."; DGB-Arbeitskreis "Zwangsarbeit in Bielefeld"; Der Paritätische Bielefeld; GEW-Stadtverband Bielefeld; Bund der Frauenvereine Bielefeld e.V.; Feministisches Netzwerk für Mädchen und Frauen Bielefeld; Psychologische Frauenberatung e.V.; Mädchenhaus Bielefeld e.V.; Parents for Future Bielefeld; AIDS-Hilfe Bielefeld e.V.; BieQueer e.V.; Bielefeld United e.V.; Wilde Liga Bielefeld; Bunker Ulmenwall e.V.; Shademakers Carnival Club e.V.; Integrationsrat der Stadt Bielefeld; SJD- Die Falken, Kreisverband Bielefeld;
Naturfreundejugend Teutoburger Wald e.V.; AWO-Kreisverband Bielefeld e.V.; Omas gegen Rechts Bielefeld; MediNetz Bielefeld; Uni ohne Vorurteile; Förderverein Gedenkstätte Stalag 326 e.V.; Verein Alt und Jung Soziales e.V.; Praxis Heilpädagogik und Lerntherapie; Aktion für Demokratie und Respekt (ADuR); Participolis Akademie.
Veranstalterin: Bielefelder Bündnis gegen Rechts
www.bielefeldstelltsichquer.wordpress.com
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Am 30. Januar 204 nahmen in Bielefeld bei der - Kundgebung "Solidarischer Zusammenhalt statt rechtem Populismus, Rassismus und Antisemitismus" - vom "Bündnis gegen Rechts" - über 25.000 Menschen teil.
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