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Westfalen-Blatt ,
30.01.2024 :
Tausende wollen ein Zeichen gegen Extremismus setzen
Großkundgebung an diesem Dienstag auf dem Jahnplatz in Bielefeld
Bielefeld (WB). Zu der größten Kundgebung gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus werden an diesem Dienstag in Bielefeld bis zu 10.000 Menschen erwartet. Zu der Veranstaltung auf dem Jahnplatz mitten in der Innenstadt haben zahlreiche Organisationen, Institutionen und Einzelpersonen aufgerufen.
Das Bielefelder "Bündnis gegen Rechts" empfiehlt allen Teilnehmern der Kundgebung, sich rechtzeitig auf den Weg zu machen. Der Jahnplatz wird inklusive Zufahrtstraßen ab etwa 16 Uhr weiträumig abgesperrt. Das hat Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr. Alle Busse werden umgeleitet und die Stadtbahnen halten nicht am Jahnplatz. Wer mit der Stadtbahn zur Kundgebung will, sollte daher die Haltestellen Hauptbahnhof und Rathaus nutzen. Die Sperrung des Jahnplatzes wird etwa gegen 21 Uhr wieder aufgehoben.
Von der Sperrung des Platzes sind die Buslinien 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 87, 95, 228 und 369 betroffen. Details zu den Einschränkungen sind im Internet unter www.mobiel.de/demo zu finden.
Die Kundgebung beginnt nach einer musikalischen Einstimmung durch die Band "Flaute" um 18 Uhr mit der Begrüßung der Demonstrationsteilnehmer durch Klaus Rees vom "Bündnis gegen Rechts". Im Anschluss spricht Oberbürgermeister Pit Clausen. Um 18.30 Uhr ist eine kurze Podiumsdiskussion unter anderen mit Prof. Dr. Angelika Epple, Rektorin der Universität Bielefeld, Murisa Adilovic, Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Bielefeld, Angelina Cárdena, Schülersprecherin der Laborschule / Schule gegen Rassismus, und Lina Hones (AK Asyl) geplant. Die Moderation übernimmt Feride Ciftci (DGB OWL). Im Anschluss spricht Anke Unger, stellvertretende Bezirksvorsitzende des DGB, zu den Kundgebungsteilnehmern.
Abgerundet wird das Programm durch musikalische Darbietungen und dem Verlesen von Texten. Die Kundgebung soll gegen 19.30 Uhr enden. Mehrere Bands und Posaunenchöre haben angekündigt, auf den verschiedenen Zugangswegen zum Jahnplatz für Musik zu sorgen.
Die Organisatoren begrüßen es, "wenn Vielfalt und Engagement der Bielefelder Stadtgesellschaft durch zahlreiche kreative Schilder, Transparente oder Fahnen zivilgesellschaftlicher Organisationen sichtbar werden". Sie weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass auf Flaggen von Nationalstaaten verzichtet werden soll.
Der Rettungsdienst Bielefeld (Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter Unfallhilfe, DRK) unterstützt die Kundgebung mit mehreren Sanitätsteams und Rettungswagen.
Die Kundgebung an diesem Dienstag ist die zweite Demonstration gegen Rechtsextremismus in Bielefeld binnen 14 Tagen. Am 19. Januar waren etwa 4.000 Teilnehmer einem Aufruf von zum Teil linksradikalen Bielefelder Jugendverbänden, -gruppen und -organisationen gefolgt.
Bildunterschrift: Für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit: An diesem Dienstag wird wieder auf dem Bielefelder Jahnplatz demonstriert.
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- Dienstag, 30. Januar 2024 um 18.00 Uhr -
Kundgebung: Solidarischer Zusammenhalt statt rechtem Populismus, Rassismus und Antisemitismus
Veranstaltungsort:
Jahnplatz
33602 Bielefeld
Für ein gleichberechtigtes, solidarisches und vielfältiges Miteinander!
Gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form von Diskriminierung!
Für Menschenrechte und Demokratie in Bielefeld, Deutschland und der EU!
Aufruf: Solidarischer Zusammenhalt statt rechtem Populismus, Rassismus und Antisemitismus
Rechtsextreme Parteien erreichen zweistellige Wahlergebnisse, Antisemitismus ist an der Tagesordnung, völkisches Denken und Verschwörungsmythen finden zunehmend Unterstützung. Verschärft wird diese Situation in unserem Land durch eine politische Diskussion auf dem Rücken von gesellschaftlichen Minderheiten, dem Versuch der Ausgrenzung so genannter "irregulärer Migrantinnen / Migranten" und durch den wachsenden Einfluss rechter und rechtsextremistischer Positionen.
Populistische Vereinfachungen, Hass und Hetze gegen Menschen und Verächtlichmachung demokratischer Institutionen schaffen ein gesellschaftliches Klima der Verunsicherung und lösen Zukunftsängste aus. Demokratinnen / Demokraten müssen aufhören, sich beim Thema Migration mit irrealen Bedrohungsszenarien zu überbieten. Davon profitieren rechtspopulistische und rechtsextremistische Parteien und Gruppierungen, wie die AfD.
Als Demokratinnen / Demokraten stehen wir dafür ein, dass auch Geflüchtete ein Recht auf Würde haben. Sie sind weder die Ursache von Bildungs- und Pflegenotstand noch von Wohnungsmangel. Sie sind Menschen in Not und brauchen deshalb weiterhin unsere Unterstützung.
Gefährdet durch politische und gesellschaftliche Rechtsentwicklungen ist nicht nur der soziale und solidarische Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Gefährdet sind auch die Grundwerte und die Grundsätze unserer Demokratie. Dieser Entwicklung stellen wir uns entschieden entgegen. Wir lehnen jede Zusammenarbeit mit rechtsextremen und faschistischen Parteien und Organisationen ab.
Erstunterzeichnerinnen - Einzelpersonen:
Pit Clausen, Oberbürgermeister; Wiebke Esdar, MdB SPD; Britta Haßelmann, MdB Bündnis 90 / Die Grünen; Schahina Gambir, MdB Bündnis 90 / Die Grünen; Christina Kampmann, MdL SPD; Christina Osei, MdL Bündnis 90 / Die Grünen; Karin Schrader, Bürgermeisterin; Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer, Senior Professor; Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung; Christian Bald, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bielefeld, Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen; Ingo Nürnberger, Vorsitzender Sozialverband VdK Bielefeld; Anke Unger, stellvertretende Vorsitzende DGB NRW; Clea Stille, Regionsgeschäftsführerin DGB OWL; Manuela Friebe, Stadtverbandsvorsitzende DGB Bielefeld; Sabine Katzsche-Döring, Bezirksverbandsvorsitzende IG BAU OWL; Martina Schu, Geschäftsführerin ver.di OWL; Ute Herkströter, 1. Bevollmächtigte IG Metall Bielefeld; Annelie Buntenbach, ehemals DGB Bundesvorstand; Sabine Kauer, Geschäftsstellenleiterin EVG-Geschäftsstelle Hamm; Christian Drelmann, Gewerkschaftssekretär EVG-Geschäftsstelle Hamm; Feride Ciftci, DGB Bielefeld; Susanne Bondzio, Vorsitzende Personalrat der Stadt Bielefeld; Matthias Blomeier, Sozialpfarrer; Dr. Ulrich Pfaff, Arzt; Matthias Rotter, Geschäftsführer Der Paritätische Bielefeld; Irith Michelsohn, Vorsitzende Jüd. Kultusgemeinde; Riza Öztürk, Vorsitzender SPD-Fraktion; Hannelore Pfaff, Bezirksbürgermeisterin Gadderbaum; Gerd-Peter Grün, Bezirksbürgermeister Schildesche; Paul John, Bezirksbürgermeister Dornberg; Lisa Marie Krätschmer, Vorsitzende Jusos Bielefeld; Anke Schmidt, Geschäftsführerin "Kurz Um"; Katja Häckel, Geschäftsführerin; Beate Wolff, Geschäftsführerin Welthaus Bielefeld e.V.; Murisa Adilovic, Vorsitzende Integrationsrat; Uwe Günther, Vorsitzender DIG Bielefeld; Jutta Küster, Journalistin und Trägerin Integrationspreis; Erhard Küster, Polizeibeamter i. R.; Klaus Rees, Geschäftsführer i. R.; Michael Gugat, Ratsmitglied; Friederike Vogt, Dipl.-Päd.; Dorothee Günther, Lehrerin i. R.; Dieter Frohloff, Diplom-und Gemeindepädagoge i. R.; Godehard Franzen; Jupp Asdonk; Christine Biermann; Hermann Ostermann; Miriam Köpke; Romy Mamerow; Thomas Krause; Agnieszka Salek; Jochen Vahle, Kulturschaffender; Ingo Börchers, Kulturschaffender.
Erstunterzeichnerinnen - Organisationen:
Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld K.d.ö.R.; Verein Jüdische Kulturtage Bielefeld; Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld; Deutsch-Ukrainische Gesellschaft Bielefeld; SPD-Unterbezirk Bielefeld; Bündnis 90 / Die Grünen, Ratsfraktion und Kreisverband Bielefeld; Die Linke, Kreisverband Bielefeld; Grüne Jugend Bielefeld; Grüne Liste Vlotho; Lokaldemokratie in Bielefeld; Geflüchtete willkommen in Bielefeld; Initiative für eine menschenfreundliche Aufnahme Geflüchteter (IMAG e.V.); Bielefelder Jugendring e.V.; Stolperstein-Initiative Bielefeld; Initiative "Lesen gegen das Vergessen Bielefeld"; IBZ Friedenshaus e.V.; Welthaus Bielefeld e.V.; DIDF-Bielefeld e.V.; Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld; Haus Neuland e.V.; AStA der Universität Bielefeld; Arbeit und Leben Bielefeld e.V.; Regionale Arbeitsgruppe Bielefeld von "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V."; DGB-Arbeitskreis "Zwangsarbeit in Bielefeld"; Der Paritätische Bielefeld; GEW-Stadtverband Bielefeld; Bund der Frauenvereine Bielefeld e.V.; Feministisches Netzwerk für Mädchen und Frauen Bielefeld; Psychologische Frauenberatung e.V.; Mädchenhaus Bielefeld e.V.; Parents for Future Bielefeld; AIDS-Hilfe Bielefeld e.V.; BieQueer e.V.; Bielefeld United e.V.; Wilde Liga Bielefeld; Bunker Ulmenwall e.V.; Shademakers Carnival Club e.V.; Integrationsrat der Stadt Bielefeld; SJD- Die Falken, Kreisverband Bielefeld;
Naturfreundejugend Teutoburger Wald e.V.; AWO-Kreisverband Bielefeld e.V.; Omas gegen Rechts Bielefeld; MediNetz Bielefeld; Uni ohne Vorurteile; Förderverein Gedenkstätte Stalag 326 e.V.; Verein Alt und Jung Soziales e.V.; Praxis Heilpädagogik und Lerntherapie; Aktion für Demokratie und Respekt (ADuR); Participolis Akademie.
Veranstalterin: Bielefelder Bündnis gegen Rechts
www.bielefeldstelltsichquer.wordpress.com
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Am 30. Januar 204 nahmen in Bielefeld bei der - Kundgebung "Solidarischer Zusammenhalt statt rechtem Populismus, Rassismus und Antisemitismus" - vom "Bündnis gegen Rechts" - über 25.000 Menschen teil.
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