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Nachrichten: Razzien bei "Staatsanwälten" der "Justiz-Opfer-Hilfe" ,
11.01.2024 :
Tages-Chronologie von Donnerstag, 11. Januar 2024
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Pressespiegel überregional
Südwestrundfunk, 11.01.2024:
Nach Vertreibungsplan: Jetzt die AfD verbieten?
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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Donnerstag, 11. Januar 2024
Am 9. Februar 2024 stellt Ulrike von der Linden im "Technikum" in Lage, aus Anlass des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus, das Buch "Alma" vor - Veranstalterin: Förderverein Stadtbücherei Lage.
Vom 22. Januar an, bis einschließlich 26. Februar 2024, findet in Detmold eine Veranstaltungsreihe mit elf Veranstaltungen, unter dem Titel ""Erinnern und Gedenken" - an die Opfer des Nationalsozialismus" statt.
Am 11. Januar 2024 veranlasste die Staatsanwaltschaft in Bückeburg in Rinteln, Porta Westfalica, Herford, Vlotho, Bielefeld, Detmold Razzien bei "Staatsanwälten" der ("Reichsbürger"-Gruppe) "Justiz-Opfer-Hilfe".
Am 11. Januar 2024 veranlasste die Staatsanwaltschaft in Bückeburg in Rinteln, Porta Westfalica, Herford, Vlotho, Bielefeld und Detmold Razzien bei "Staatsrichtern" der "Reichsbürger"-Gruppe "Justiz-Opfer-Hilfe".
Am 11. Januar 2024 veranlasste die Staatsanwaltschaft Bückeburg die Durchsuchung bei Friedrich-Wilhelm Schmeding in Porta Westfalica, "Bestallter staatlicher Einzelrichter" der Gruppe "Justiz-Opfer-Hilfe", "JOH".
Am 11. Januar 2024 veranlasste die Staatsanwaltschaft Bückeburg die Durchsuchung bei Axel Thiesmeier, "Ermittlungsbeamter" und "Staatsrichter" in Vlotho der "Reichsbürger"-Gruppe "Justiz-Opfer-Hilfe" ("JOH").
Am 11. Januar 2024 veranlasste die Staatsanwaltschaft Bückeburg eine Durchsuchung bei Rüdiger Drewski in Herford, ein "Bestallter staatlicher Einzelrichter" der "Reichsbürger"-Gruppe "Justiz-Opfer-Hilfe" ("JOH").
Am 11. Januar 2024 veranlasste die Staatsanwaltschaft in Bückeburg eine Durchsuchung bei Dirk Laufer in Bielefeld, ein "Bestallter staatlicher Einzelrichter" der ("Reichsbürger"-Gruppe) "Justiz-Opfer-Hilfe" ("JOH").
Am 11. Januar 2024 veranlasste die Staatsanwaltschaft Bückeburg in Detmold eine Durchsuchung bei Jörg Reckmeyer (1967), ein "Bestallter staatlicher Einzelrichter" der "Reichsbürger"-Gruppe "Justiz-Opfer-Hilfe".
Am 11. Januar 2024 forderte der völkisch-nationalistische "AfD"-"Kreisverband Minden Lübbecke", mit der xenophoben Überschrift "Remigration statt "Einzelfälle"!": "2024 muss das Jahr der Remigration werden!"
Am 1. März 2020 veröffentlichte der rechte "Rocker" Tim Kellner aus Horn-Bad Meinberg auf YouTube den "Polit-Talk" vom 28. Februar 2020 "Tim Kellner und Martin Sellner", Sprecher der "Identitären Bewegung".
Am 10. November 2023 verkündete die (extrem rechte) Gruppe "Bielefeld steht auf!" ("BSA"), dass Martin Sellner am 9. November 2023 für "BSA" " ... lobende Worte" für die Kritik an der "Massenmigration" fand.
Am 9. November 2023 fand die Abendveranstaltung "Zeitenwende: Neue Wege für die Rechte" (mit Martin Sellner) vom "Alternativen Kulturkongress" ("AKD") nicht im "Raum Paderborn", sondern in Bielefeld statt.
Am 9. November 2023 bewarb der völkische "Alternative(r) Kulturkongress" in dem "Raum Paderborn" ein Gespräch ("Zeitenwende: Neue Wege für die Rechte") mit: Martin Sellner, Armin-Paul Hampel, Peter Feist.
Am 30. Oktober 2023 bewarb der "Alternative Kulturkongress" (im "Raum Paderborn") eine Veranstaltung (Martin Sellner, Armin-Paul Hampel, Peter Feist) - Moderation: Matthias Tegethoff, am 9. November 2023.
Am 22. Januar 2024 (18.30 Uhr) bewirbt die "AfD" im "Schützenhof" in Paderborn, einen "Bericht aus dem Bundestag" (Zacharias Schalley, Eugen Schmidt, Roger Beckamp, Rüdiger Lucassen sowie Jörg Schneider).
Am 11. Januar 2024 bewarb die "AfD" am 22. Januar 2024 im "Schützenhof" Paderborn einen "Bericht aus dem Bundestag" (Zacharias Schalley, Eugen Schmidt, Roger Beckamp, Rüdiger Lucassen, Jörg Schneider).
www.foerderverein-buecherei-lage.de
www.detmold.de
www.mbr-owl.de
www.minden-luebbecke.de/Service/Integration/NRWeltoffen
www.blomberger-buendnis.org
www.demokratie-und-toleranz-hx.de
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Artikel-Einträge in der Datenbank:
Lippische Landes-Zeitung, 11.01.2024:
Lesung mit Musik im Lagenser Technikum
Lippische Landes-Zeitung, 11.01.2024:
"Antisemitismus ist kein Thema der Vergangenheit"
Radio Westfalica, 11.01.2024:
Razzia in der Reichsbürger-Szene in OWL: Ermittlungen gegen sechs Verdächtige
Radio Bielefeld, 11.01.2024:
Razzia gegen "Reichsbürger", auch Bielefeld betroffen
Radio Lippe, 11.01.2024:
OWL: Wieder Razzia gegen Reichsbürger
Neue Westfälische Online, 11.01.2024:
"Reichsbürger"-Razzia in OWL: Polizei findet Waffen und gefälschte Ausweise
Neue Westfälische Online, 11.01.2024:
"Reichsbürger"-Razzia in OWL
Blomberger Bündnis, 11.01.2024:
Pressemitteilung / Blomberger Bündnis warnt vor zunehmender Unterwanderung durch die extreme Rechte
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Lippische Landes-Zeitung, 11.01.2024:
Lesung mit Musik im Lagenser Technikum
Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus stellt Ulrike von der Linden das Buch "Alma" vor
Lage. Der Förderverein Stadtbücherei Lage lädt für Freitag, 9. Februar, auf 19 Uhr zu einer Lesung mit Musik in das Kulturzentrum Technikum, Lange Straße, ein. Ulrike von der Linden wird aus dem Buch "Alma" von Dagmar Fohl lesen.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungen anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus statt, schreibt der Förderverein. Der Roman schildert die berührende Geschichte der jüdischen Musiker-Familie Stern während des Nationalsozialismus. Aaron Stern muss 1939 Deutschland ohne seine kleine Tochter Alma verlassen. Eine jahrelange verhängnisvolle Odyssee beginnt. Aaron Stern hat nur ein Ziel: Alma wieder zu finden.
Begleitet wird die Lesung durch den professionellen Cellisten Marko Simic, der unter anderem Stücke von Tschaikowsky, Klengel und Debussy spielt.
Der Eintritt kostet 5 Euro. Karten gibt es in der Buchhandlung Brückmann, Lange Straße 79, und der Stadtbücherei, Bergstraße 6.
Bildunterschrift: Ulrike von der Linden liest in Lage.
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Lippische Landes-Zeitung, 11.01.2024:
"Antisemitismus ist kein Thema der Vergangenheit"
79 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus gibt es in Detmold eine zentrale Gedenkfeier und weitere Veranstaltungen / Der Holocaust-Überlebende Ivar Buterfas-Frankenthal spricht mit Schülern
Detmold. Der 27. Januar ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Weltweit erinnern Menschen an die Opfer der NS-Diktatur sowie an jene, die Widerstand leisteten und NS-Verfolgte schützten. Die zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt Detmold am Samstag, 27. Januar, steht unter dem Titel "Von Widerstand und Mitläufern - Erinnern, um zu mahnen." Sie beginnt um 17 Uhr im August-Hermann-Francke-Gymnasium in der Georgstraße 24, teilt die Stadt mit. Im Mittelpunkt des von Schülern und Lehrern gemeinsam ausgerichteten Nachmittags steht eine Collage aus Theater, Film, Livemusik und Kunstausstellung.
Eine ganze Reihe von Veranstaltungen rankt sich bereits vor und danach rund um das Thema. "Das vergangene Jahr hat uns sehr schmerzlich vor Augen geführt, dass Antisemitismus kein Thema der Vergangenheit ist. Mehr denn je brauchen wir dieses mahnende Gedenken, um an das unfassbare Geschehene und die vielen ausgelöschten Menschenleben zu erinnern", wird Bürgermeister Frank Hilker in der Mitteilung zitiert. Er erneuert besonders anlässlich des anstehenden Gedenktages seine klare Botschaft: "Detmold steht für ein friedliches und tolerantes Miteinander. Für Hass und Fremdenfeindlichkeit ist hier kein Platz."
Die Woche des Gedenkens beginnt am Montag, 22. Januar, auf Einladung des August-Hermann-Francke-Gymnasium mit einem Gespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ivar Buterfas-Frankenthal. Der 1933 in Hamburg geborene Unternehmer hat es sich zur Aufgabe gemacht, über den Terror des NS-Regimes Zeugnis abzulegen. Er ist von 10 bis 12 Uhr in der Stadthalle zu Gast und berichtet Schülern aus seinem Leben.
Am darauffolgenden Dienstag hält von 19.30 Uhr an im Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Ioana Jimborean vom Kunsthaus Zürich einen Vortrag. Thema ist die Sammlung des Waffenindustriellen Emil Bührle, die seit Herbst 2021 als Dauerleihgabe im Kunsthaus zu sehen ist und von kontroversen Debatten begleitet wird. Im Mittelpunkt des Vortrags steht der "Umgang mit ehemaliger Raubkunst und NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut". Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit lädt ein.
Am Donnerstag, 25. Januar, referiert von 19 Uhr an im Kleinen Saal der Stadthalle Prof. Jürgen Zimmerer, Professor für Globalgeschichte an der Universität Hamburg. Sein Thema: Erinnerungskämpfe, Koloniales Erbe, NS-Gewaltverbrechen und deutsche Erinnerungskultur. Organisiert wird der Abend von der VHS Detmold-Lemgo und dem Stadtarchiv Detmold.
In der Martin-Luther-Kirche, Schülerstraße 12, beginnt am Freitag, 26. Januar, 19.30 Uhr, ein Konzert. Die Chorgemeinschaft cantus novus und Freunde singen Werke von Gabriel Fauré, Johannes Brahms, Paul Dessau und Jean Goldenbaum.
Am Montag, 29. Januar, ist im Landesarchiv in der Willi-Hofmann-Straße 2 ein Solo-Theaterstück von Michael Grunert und Regina Berges über das Leben eines polnischen Zwangsarbeiters zu sehen. Am Dienstag, 30. Januar, eröffnet im Gymnasium Leopoldinum eine Ausstellung über die Deportation der Detmolder Juden nach Riga. In einem Vortrag erläutert Am selben Tag bietet die Stadtbibliothek eine Lesung mit Autorin Bettina Storks an, die aus ihrem historischen Roman "Die Kinder von Beauvallon" lesen wird.
Ab 12. Februar ist im Rathaus die Ausstellung "Ein vergessener Oberbürgermeister - Dr. Emil Peters (1882 - 1934" zu sehen. Für den 26. Februar ist im Grabbe-Gymnasium eine Lesung samt Vortrag und Diskussion mit der Zeitzeugin Edith Erbrich und dem Autor Louis Pawellek geplant. Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei. Das ganze Programm gibt es unter www.detmold.de im Internet.
Bildunterschrift: Im Gedenken an die Opfer der NS-Zeit wird es in Detmold demnächst viele Veranstaltungen geben.
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Radio Westfalica, 11.01.2024:
Razzia in der Reichsbürger-Szene in OWL: Ermittlungen gegen sechs Verdächtige
Bei uns in der Region hat es in den frühen Morgenstunden eine Razzia bei mutmaßlichen Anhängern der Reichsbürger-Szene gegeben. Insgesamt wurden zeitgleich sechs Gebäude in Porta Westfalica, Vlotho, Herford, Rinteln, Detmold und Bielefeld durchsucht.
Mutmaßliche Reichsbürger sollen sich als Staatsanwälte ausgegeben haben.
Die Ermittlungen richten sich gegen sechs Verdächtige im Alter von 56 bis 67 Jahren. Sie sollen sich laut Polizei und Staatsanwaltschaft in Briefen oder auch Mails als Staatsanwälte ausgegeben haben. Bei den Durchsuchungen wurden unter anderem gefälschte Ausweise, Datenträger und auch Waffen sichergestellt.
An der Razzia waren auch Kräfte von Sondereinsatzkommandos und der Bereitschaftspolizei aus NRW und Niedersachsen beteiligt.
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Radio Bielefeld, 11.01.2024:
Razzia gegen "Reichsbürger", auch Bielefeld betroffen
Bei einer Razzia in der so genannten "Reichsbürger"-Szene hat die Polizei mit Hilfe eines SEK sechs Objekte in Rinteln und OWL untersucht, darunter auch eines in Bielefeld.
Die sechs Beschuldigten im Alter von 56 bis 67 Jahren haben sich als Staatsanwälte ausgegeben, und das auch in Schriftstücken, die per Mail und Fax versandt wurden.
Bei den Durchsuchungen wurden gefälschte Ausweise, Datenträger, mutmaßliche Betäubungsmittel sowie Stichwaffen, Schlagringe und Taser sichergestellt.
Geleitet wurde die Razzia von der Polizeidirektion Nienburg / Schaumburg. Neben Bielefeld waren in Ostwestfalen-Lippe auch Herford, Vlotho, Detmold und Porta Westfalica von der Razzia betroffen.
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Radio Lippe, 11.01.2024:
OWL: Wieder Razzia gegen Reichsbürger
OWL: Die Polizei hat am Donnerstag erneut eine Razzia gegen die so genannten Reichsbürger durchgeführt. Sechs Objekte unter anderem in Detmold, Herford, Bielefeld und Porta Westfalica wurden durchsucht.
Beschuldigte hatten sich als Staatsanwälte ausgegeben
Grund für die Durchsuchung: Es sollten Beweise sichergestellt werden, weil sich sechs Beschuldigte aus der Szene als Staatsanwälte ausgegeben hatten. Diesen Titel nutzten sie auch in E-Mails. Die Polizei stellte zudem Stichwaffen und Schlagringe sicher.
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Neue Westfälische Online, 11.01.2024:
"Reichsbürger"-Razzia in OWL: Polizei findet Waffen und gefälschte Ausweise
11.01.2024 - 14.05 Uhr
Falsche Titel genutzt
Polizisten haben mehrere Objekte in der Region durchsucht. Führungspersonen der Justiz-Opfer-Hilfe sollen im Visier der Ermittler stehen.
Von Lukas Brekenkamp
"Reichsbürger"-Razzia in Ostwestfalen-Lippe: Am Donnerstagmorgen haben Polizisten mehrere Objekte in der Region sowie im niedersächsischen Rinteln durchsucht. Grund für die Untersuchungen waren nach Informationen dieser Redaktion die missbräuchliche Nutzung von Titeln durch die "Reichsbürger". Die zuständige Polizei in Nienburg bestätigte das mittlerweile.
Nach Recherchen dieser Redaktion waren von den Durchsuchungen Führungspersonen der bekannten "Reichsbürger"-Gruppe Justiz-Opfer-Hilfe betroffen. Die insgesamt sechs Beschuldigten im Alter von 56 bis 67 Jahren haben sich demnach als "Staatsanwälte" ausgegeben. Diese Bezeichnung nutzten sie auch in Faxen oder in E-Mails, die die Anhänger verschickten. Laut Polizei stelle dies eine Straftat dar - der Missbrauch von Titeln.
Die Polizei ging bei den Razzien im niedersächsischen Rinteln sowie in Vlotho, Porta Westfalica, Herford, Detmold und Bielefeld von einer erhöhten Gefährdungslage aus. Unter anderem war ein Spezialeinsatzkommando im Einsatz. Ziel war die Beweissicherung.
Offenbar mit Erfolg: Laut Polizei stellten die Beamten dabei "diverse verfahrensrelevante Asservate" sicher. Darunter gefälschte Ausweise und Datenträger. Doch die Polizei fand noch mehr. So wurden laut einer Mitteilung auch verbotene Stichwaffen, ein Schlagring und Taser beschlagnahmt. Auch mutmaßliche Drogen wurden gefunden. "Selbiges wird im Nachgang durch die Polizei untersucht und hinsichtlich der strafrechtlichen Relevanz bewertet. Sollten sich die Verstöße erhärten, werden zusätzliche Strafverfahren eingeleitet", berichtet eine Polizeisprecherin.
Bildunterschrift: Die Reichsbürger-Organisation hat in Möllbergen ein "Amtsbüro", wie auf dem Postkasten zu sehen ist. Das Haus durchsuchten die Ermittler.
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Polizeiinspektion Nienburg / Schaumburg , 11.01.2024 :
Rinteln / Nordrhein-Westfalen: Durchsuchung von sechs Objekten der Reichsbürger-Szene
11.01.2024 - 13.49 Uhr
Nienburg (ots) (Oth). In den frühen Morgenstunden des 11.01.2024 fanden zeitgleich mehrere, umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen der Polizeiinspektion Nienburg / Schaumburg gemeinsam mit Unterstützungskräften aus Nordrhein-Westfalen statt.
Das Amtsgericht Bückeburg ordnete in einem Verfahren der Staatsanwaltschaft Bückeburg die Durchsuchung, die sich gegen Angehörige der so genannten Reichsbürger-Szene richtete, von sechs Objekten in Rinteln, Vlotho, Porta Westfalica, Herford, Detmold und Bielefeld zum Zweck der Beweissicherung an. Die sechs Beschuldigten im Alter von 56 bis 67 Jahren haben sich als Staatsanwälte ausgegeben und nutzten diese Bezeichnung auch in Schriftstücken, welche per Fax oder E-Mail versandt wurden. Dies stellt eine Straftat nach § 132a StBG (Missbrauch von Titeln) dar.
Die Durchsuchungsmaßnahmen wurden auf Grund eines zum Teil erhöhten Gefährdungsgrades mit einem größeren Kräfteaufkommen unter Beteiligung des Spezialeinsatzkommandos, der Bereitschaftspolizei, diversen Ermittlungskräften aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sowie unter Begleitung der Staatsanwaltschaft durchgeführt.
Insgesamt wurden bei den Maßnahmen durch die eingesetzten Beamtinnen und Beamten eine Vielzahl von Gegenständen sichergestellt. Neben diversen verfahrensrelevanten Asservaten wie z. B. gefälschten Ausweisen und Datenträgern, konnten u.a. auch nach dem Waffengesetz verbotene Stichwaffen, Schlagringe und Taser sowie mutmaßliches Betäubungsmittel aufgefunden werden. Selbiges wird im Nachgang durch die Polizei untersucht und hinsichtlich der strafrechtlichen Relevanz bewertet. Sollten sich die Verstöße erhärten, werden zusätzliche Strafverfahren eingeleitet.
Bei den Durchsuchungen ist es zu keinen Personenschäden gekommen.
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Neue Westfälische Online, 11.01.2024:
"Reichsbürger"-Razzia in OWL
11.01.2024 - 12.34
Polizisten haben mehrere Objekte in der Region durchsucht. Führungspersonen der Justiz-Opfer-Hilfe sollen im Visier der Ermittler stehen.
Die Staatsanwaltschaft Bückeburg ermittelt gegen Reichsbürger in OWL.
Von Lukas Brekenkamp
"Reichsbürger"-Razzia in Ostwestfalen-Lippe: Am Donnerstagmorgen haben Polizisten mehrere Objekte in der Region sowie im niedersächsischen Rinteln durchsucht.
Nach Recherchen dieser Redaktion waren von den Durchsuchungen Führungspersonen der Justiz-Opfer-Hilfe betroffen. Hintergrund sind demnach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bückeburg. Den Reichsbürgern wird vorgeworfen, missbräuchlich bestimmte Titel verwendet zu haben. Die Reichsbürger sollen sich als Staatsanwälte oder Richter bezeichnet haben.
Die Durchsuchungen fanden in OWL in Bielefeld, Detmold, Vlotho, Herford und Porta Westfalica statt.
Weitere Informationen folgen.
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Blomberger Bündnis, 11.01.2024:
Pressemitteilung / Blomberger Bündnis warnt vor zunehmender Unterwanderung durch die extreme Rechte
Martin Sellner arbeitet auch mit Tim Kellner zusammen
Ein Bericht des Recherche-Netzwerks "Correctiv" gibt Anlass zur Sorge und bestätigt unsere Eindrücke vor Ort: Führende AfD-Politiker und Rechtsextremisten trafen sich, um unter anderem über eine so genannte "Musterstadt" zu sprechen, die man in Nordafrika pachten könne, um Millionen Menschen aus Deutschland zu vertreiben. Dies bestätigte der vortragende Martin Sellner, ein bekannter Rechtsextremist. Dem Inhalt der Vorträge zufolge solle Geld "in Influencer-Projekte, in Propaganda ( … )" fließen, so Correctiv. Ein Ziel dieser Projekte sei auch die "Schwächung der Demokratie", man wolle "Wahlen anzweifeln, das Verfassungsgericht diskreditieren, andere Meinungen zurückdrängen, öffentlich-rechtliche Medien bekämpfen".
Mit Martin Sellner arbeitet auch der in Lippe ansässige extrem rechte Influencer Tim Kellner zusammen. Unter anderem veröffentlichte er ein Video mit Sellner, in dem er zu dessen Unterstützung aufruft. Mit seinen regelmäßigen Veranstaltungen in Tintrup versucht Kellner seinerseits zur Vernetzung der extremen Rechten beizutragen. An diesen Treffen nehmen auch Mitglieder der lippischen AfD teil. Doch nicht nur auf diesem Wege dringt extrem rechte Propaganda bereits in viele Bereiche unseres dörflichen Lebens ein. Vereine und Feuerwehren stehen ebenfalls im Fokus. Hier möchte die extreme Rechte an Einfluss gewinnen und sich im besten Fall - zum Beispiel durch die Übernahme wichtiger Ämter - unersetzlich machen.
Folgen dieser rechtsextremen Land- und Einflussnahme sind eine weitere Verrohung des Diskurses, die Bedrohung von Andersdenkenden und Politikern, so wie auch in Blomberg wiederholt geschehen, und die weiter fortschreitende Spaltung unserer Gesellschaft. Dabei sind wir gerade in unseren dörflichen Strukturen auf Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung angewiesen.
Die ersten Monate unserer Bündnisarbeit haben gezeigt, dass das Informationsbedürfnis in der Blomberger Bevölkerung groß ist. Mit unserem überparteilichen, zivilgesellschaftlichen Bündnis wollen wir gemeinsam unseren ländlichen Raum stärken. Wie wir in Zukunft auf dem Land leben wollen, trifft als Frage offensichtlich einen Nerv. Positive Antworten darauf zu finden ist ein fortlaufender Prozess, den wir mitgestalten und unterstützen möchten. Wir laden weiterhin Vereine und Organisationen dazu ein, dem Blomberger Bündnis beizutreten und mit uns gemeinsam unsere Dorfgemeinschaften zu sensibilisieren, zu stärken und so zu erhalten.
Zum Hintergrund:
Das Blomberger Bündnis vereint verschiedenste Vereine und Institutionen aus der Region und tritt für einen solidarischen, vorurteilsfreien und demokratischen Umgang miteinander ein. Mit der Zielsetzung, die Dorfgemeinschaften zu sensibilisieren, zu stärken und zu erhalten, arbeitet das Blomberger Bündnis an Information und Vernetzung der Zivilgesellschaft.
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