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Nachrichten , 30.12.2023 :

Tages-Chronologie von Samstag, 30. Dezember 2023

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Pressespiegel überregional


Neue Westfälische, 30./31.12.2023:
Mehr antisemitische Straftaten

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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Samstag, 30. Dezember 2023


In der vierten Dezemberwoche 2023 erschien - u.a. über "Kriegsgefangene, Zwangs- und Fremdarbeiter in Steinhagen - der "108. Jahresbericht" des "Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg e.V., 2023".

Am 25. Dezember 2023 wurde bei einer Weihnachtsfeier in Bad Wünnenberg-Haaren bei dem Refrain des Liedes "L’amour toujours" (DJ Gigi D’agostino) von einer Gruppe Teilnehmender "Ausländer raus" gerufen.


www.hv-ravensberg.de/neuerscheinungen.html

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Artikel-Einträge in der Datenbank:


Westfalen-Blatt / Bielefelder Zeitung, 30.12.2023:
Erinnern und Gedenken

Neue Westfälische - Paderborner Kreiszeitung, 30./31.12.2023:
Rechte Parolen auf Weihnachtsparty

Neue Westfälische, 30./31.12.2023:
Rechte Parolen bei Party

Westfalen-Blatt / Westfälisches Volksblatt, 30.12.2023:
Staatsschutz ermittelt nach Weihnachtsfeier

Westfalen-Blatt, 30.12.2023:
Staatsschutz ermittelt

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Westfalen-Blatt / Bielefelder Zeitung, 30.12.2023:

Erinnern und Gedenken

Der 108. Jahresbericht des Historischen Vereins ist von sofort an erhältlich

Von Uta Jostwerner

Bielefeld (WB). Die regionale Kriegs- und Nachkriegsgeschichte bildet einen thematischen Schwerpunkt im jüngst erschienenen Jahresbericht 2023 des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg.

So wirft Petra Wissbrock einen Blick auf Major Douglas MacOlive, der von 1945 bis 1951 britischer Stadtkommandant von Bielefeld war. "Die Methoden, die MacOlive anwandte, um als einziger Kreis Resident Officer in der Britischen Zone sechs Jahre lang in dieser Position zu bleiben, waren von Pragmatismus und Menschenfreundlichkeit geprägt", fasst die Autorin zusammen. MacOlives Prämisse war es, mit einfachen Mitteln und der Nutzung vorhandener Ressourcen dringende Probleme zu lösen.

Als sich nach den Kommunalwahlen im Oktober 1948 die Drucker der SPD-nahen Zeitung Freie Presse weigerten, die CDU-nahe Westfalen Zeitung in ihren Druckereien zu drucken, ließ es sich MacOlive nicht nehmen, die Drucker persönlich an ihre Pflichten zu erinnern.

Mit Humor, so berichtet Wissbrock, betrachtete MacOlive die kleinen Reibereien zwischen den führenden Parteien in OWL. Als etwa der Paderborner Erzbischof Dr. Lorenz Jaeger eine Kampagne gegen die SPD als eine angeblich "nicht-christliche" Partei startete, weigerte sich die SPD-Mehrheit im Bielefelder Rat, einer Bitte der dortigen katholischen Marienschule nachzukommen, 3.500 Mark für die Renovierung des Schulgebäudes bereitzustellen.

Einen erschütternden Bericht über den Umgang mit Kriegsgefangenen, Zwangs- und Fremdarbeitern in Steinhagen steuert Jürgen Büschenfeld bei. In den Fokus gerät hier besonders Eduard Meyer zu Hoberge, der von 1929 bis 1945 Amtsbürgermeister, von 1945 bis 1963 Amtsdirektor des Amtes Halle war. Büschenfeld kommt nach Quellenstudie zu der Erkenntnis, dass Meyer zu Hoberge in seinem drakonischen Handeln gegenüber Zwangsarbeitern Ermessensspielräume nicht nutzte, sondern sein Amt - anders als er es nach 1945 glauben machen wollte - "ganz im Sinne der Partei wahrgenommen haben dürfte".

Ein weiteres dunkles Kapitel des Umgangs mit Kriegsgefangenen handelt vom Kriegsgefangenenlager Stalag 326 in der Senne. Unter dem Titel "Eine lange Geschichte von Erinnern und Gedenken - zum geplanten Ausbau der Gedenkstätte Stalag 326 in Stukenbrock / Senne" beleuchtet Falk Pingel die unmenschlichen Lebensumstände im Lager, in dem zwischen 1941 bis 1945 etwa 65.000 Kriegsgefangene den Tod fanden. Weitere Aspekte sind die Nachnutzung, Erinnerungskultur sowie der gegenwärtige Planungsstand.

Vorgesehen ist ein Ausbau der Gedenkstätte mit einer Investitionssumme von 60 Millionen Euro, wobei die Finanzierung durch die Gebietskörperschaften noch nicht gesichert ist.

Der 108. Jahresbericht ist im Stadtarchiv Bielefeld erhältlich.

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Neue Westfälische - Paderborner Kreiszeitung, 30./31.12.2023:

Rechte Parolen auf Weihnachtsparty

Es ist eigentlich ein Liebeslied, doch nun wird der Song von Rechten als Hymne missbraucht

Phyllis Frieling

Bad Wünnenberg-Haaren. Eine Weihnachtsparty in Haaren zieht jetzt Ermittlungen nach sich: Der Staatsschutz ermittelt wegen Volksverhetzung. Das bestätigte Polizei-Pressesprecherin Sarah Siedschlag auf Anfrage. Es liege ein Video vor, auf dem rechte Parolen skandiert werden. Zuerst hatte "Radio Hochstift" berichtet.

Am ersten Weihnachtstag hatte der Sportverein Rot-Weiss Haaren zur Weihnachtsparty in die Schützenhalle geladen. Zum Refrain des Liedes "L’amour toujours" des italienischen DJs Gigi D’Agostino hätten Besucher rechte Parolen wie "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" skandiert, sagt Vereinsvorsitzender Frank Schäfers der "NW". So sei es ihm berichtet worden. Ähnliche Vorfälle hat es in den vergangenen Monaten in ganz Deutschland gegeben, Videos mit den rechten Parolen verbreiten sich auf der Sozialen Plattform Tiktok. Auch der Vorfall in Haaren wurde gefilmt. Das Video liegt dem Staatsschutz vor.

Das Lied sei umgehend abgeschaltet worden. "Wir akzeptieren sowas nicht", sagt Schäfers. "Wir haben selbst integrierte Spieler und distanzieren uns klar von den Inhalten." Als Konsequenz daraus werde das Lied daher von nun an auf vereinseigenen Veranstaltungen nicht mehr gespielt. "Das kommt von diesem Lied", betont Schäfers. "Danach war wieder Ruhe." Schlägereien oder weitere Vorfälle habe es an dem Abend nicht gegeben. Der Staatsschutz wertet derzeit das Video aus, sagt Siedschlag. Ob die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt, ist noch offen.

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Neue Westfälische, 30./31.12.2023:

Rechte Parolen bei Party

Bad Wünnenberg (dpa). Nach einer Anzeige wegen Vorkommnissen auf der Weihnachtsparty eines Sportvereins in Bad Wünnenberg (Kreis Paderborn) ermittelt der Staatsschutz der Polizei in Bielefeld. Es gebe Hinweise darauf, dass auf der Veranstaltung am ersten Weihnachtsfeiertag rechte Parolen gerufen worden seien, sagte eine Polizeisprecherin in Bielefeld. Ermittelt werde wegen des Verdachts auf Volksverhetzung. Es liege ein Video vor, das ausgewertet werde. Auch werde es Befragungen geben.

Gegenüber "Radio Hochstift" distanzierte sich der Vorstand des Sportvereins am Freitag von den Vorfällen.

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Westfalen-Blatt / Westfälisches Volksblatt, 30.12.2023:

Staatsschutz ermittelt nach Weihnachtsfeier

Hinweise auf rechte Parolen

Von Marion Neesen

Haaren (WV). Der Staatsschutz Bielefeld hat nach einer Weihnachtsfeier in Haaren Ermittlungen aufgenommen. Dort sollen rechte Parolen skandiert worden sein.

Wie die Pressesprecherin der Behörde, Sarah Siedschlag, auf Anfrage dieser Zeitung bestätigte, liegen dem Staatsschutz entsprechende Hinweise und eine Anzeige im Nachgang der Weihnachtsfeier vor. Es wurden Ermittlungen zum Straftatbestand der Volksverhetzung eingeleitet.

Außerdem liege dem Staatsschutz ein Video vor, das nun Bestandteil der Ermittlungen sei und ausgewertet werde.

Weitere Details zu dem Vorfall gab der Staatsschutz aus ermittlungstechnischen Gründen nicht bekannt.

Sportverein distanziert sich deutlich

Veranstalter der Weihnachtsfeier mit etwa 1.200 Besuchern am ersten Weihnachtsfeiertag in der Haarener Schützenhalle war der Sportverein Rot-Weiß Haaren. Der Verein distanziert sich deutlich von dem Vorfall. "Das geht gar nicht", sagte der stellvertretende Vorsitzende Christian Müller. Der Verein sei selbst von der Nachricht überrascht worden und habe während der Veranstaltung nichts von dem Vorfall mitbekommen. Dieser habe sich offenbar in einer Ecke der Tanzfläche ereignet.

Dort hatte eine Besuchergruppe beim Refrain des Liedes "L’amour toujours" des italienischen DJs Gigi D’agost "Ausländer raus" gerufen. "So etwas passt überhaupt nicht zu unserem Sportverein", so Müller, "gerade wir leisten durch den Fußball jede Menge Integrationsarbeit".

Bei künftigen Feiern will der Sportverein das Lied, zu dem offenbar in den vergangenen Monaten bundesweit auf Partys rechte Parolen skandiert wurden, von seiner Playlist streichen, um solchen Vorfällen vorzubeugen.

Auch der Haarener Ortsvorsteher Norbert Münster zeigte sich geschockt. "So etwas passt überhaupt nicht zu dieser kleinen friedlichen Feier, die es schon seit Jahren gibt. Und es passt nicht zu Haaren. So etwas wollen wir hier nicht haben", fand Münster auf Anfrage dieser Zeitung deutliche Worte.

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Westfalen-Blatt, 30.12.2023:

Staatsschutz ermittelt

Bad Wünnenberg (WB/sen). Ermittlungen zum Straftatbestand der Volksverhetzung hat der Staatsschutz Bielefeld nach einer Weihnachtsparty im Bad Wünnenberger Ortsteil Haaren im Kreis Paderborn aufgenommen. Während der Party soll eine Besuchergruppe rechte Parolen skandiert haben. Nach Auskunft einer Sprecherin der Behörde liegen dem Staatsschutz ein entsprechendes Video und eine Anzeige vor. Der Veranstalter der Weihnachtsparty am ersten Feiertag, der ortsansässige Sportverein, distanziert sich von dem Vorfall. "So etwas passt überhaupt nicht zu unserem Sportverein", so der stellvertretende Vorsitzende Christian Müller, "gerade wir leisten durch den Fußball jede Menge Integrationsarbeit".

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