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Neue Westfälische 01 - Bielefeld West , 31.01.2017 :

Geschichtspreis geht an zwei junge Teams

Verleihung: Arbeiten zur Auswirkung der NS-Zeit in Höxter und Harsewinkel ausgezeichnet

Bielefeld (thom). Alina Feldhaus und Caroline Hanemann wurden für ihre Arbeit "Besatzer, Beschützer, Freunde - Die amerikanische und britische Besatzung in Harsewinkel" mit dem Bielefelder Geschichtspreis ausgezeichnet. Den mit 1.000 Euro dotierten Preis teilen sie sich mit Ellen Iffland, Lea Wagner und Timon Schmitz für ihre Arbeit "In Höxter tut man mir doch nichts". Die Beiträge von Nina Brinzing, Mira Schlüter, Shirin Kossack und Celine Nikelowski bedachte die Jury mit lobenden Anerkennungen.

"Der wissenschaftliche Anspruch der Arbeiten wurde dabei berücksichtigt und der Umgang mit dem Material", sagt Jurymitglied Jürgen Büschenfeld von der Uni Bielefeld. Die Teilnehmer betrachteten besonders die lokalen Auswirkungen der NS-Zeit. "Im Geschichtsunterricht haben wir natürlich davon gehört", sagt Caroline Hanemann. "Da wurde aber nicht besprochen, welche Auswirkungen das bis heute in unserer Region hat."

Seit 2004 vergibt der Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur alle zwei Jahre den Geschichtspreis. Die Dotierung wird finanziert aus dem Überschuss der Bielefelder Wehrmachts-Ausstellung, die 2002 tausende Menschen anlockte. Verliehen wird der Preis für Arbeiten, die sich mit der Zeit des Zweiten Weltkrieges in OWL beschäftigen. Seit 2014 beteiligt sich der Bielefelder Verein für Demokratisches Handeln an der Ausschreibung. Die Vereine fördern so die Erforschung der Zeit des Zweiten Weltkrieges und seiner Auswirkungen bis heute.

Bildunterschrift: Sieger-Teams: Caroline Hanemann (vorne v. l.), Alina Feldhaus, Ellen Iffland und Lea Wagner mit Ausrichtern und Jury.


bielefeld@nw.de

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