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Ahlener Zeitung , 02.07.2009 :

Gegen Rechts: Deutliche Erwiderung auf dumm-dreiste Parolen

Ahlen. "Dumm, schädlich, beleidigend!" Deutlich bewertet Bürgermeister Benedikt Ruhmöller Mittwochmittag die Parolen einer Gruppe Rechtsextremer beim Volkslauf "Flagge zeigen für Integration". Rechte, "dumm-dreiste" Äußerungen dürften nicht unerwidert bleiben, betonte Ruhmöller, der sich freute, dass sich kurzfristig viele Akteure der lokalen Integrationsarbeit treffen, um eine Resolution gegen Rechts zu unterschreiben. Und sich damit zu verpflichten, rechtsradikalen Aktivitäten vehement entgegenzutreten.

"Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt auf, Zivilcourage zu zeigen", heißt einer der Schlüsselsätze, den Anne Kost-Ateser (AWO) besonders im Bewusstsein sehen möchte. Adem Tükoglu, Vorsitzender des Ausländerbeirats, spricht im Namen aller Migranten, als er für friedliches Zusammenleben plädiert. Vertreter der Moscheen und der türkischen Vereine sind bei der Unterzeichnung ebenso dabei wie Integrations-, Senioren- und Jugendarbeiter, wie Repräsentanten von Stadtteilbüro, Wohlfahrtsverbänden, Bildungseinrichtungen und Schulen.

Timo Abel vertritt die Schülervertretung (SV) der Fritz-Winter-Gesamtschule. Er berichtet von Aktivitäten seiner SV, die das Gespräch mit der Bezirksschülervertretung gesucht hat. Dietmar Zöller, als Geschäftsführer von Pari-Sozial auch Initiator des Volkslaufes, bringt es so auf den Punkt: "Wir müssen aktiv was machen. Von alleine wird das nicht verschwinden."

Warum die politischen Parteien Mittwoch nicht dabei sind, begründet Ruhmöller damit, dass die sich bereits in der vorletzten Ratssitzung gegen Rechts positioniert haben: "Heute sind die Adressaten in erster Linie die Migrantenselbstorganisationen und die Lenkungsgruppe."

Unterschreiben dürfen aber alle Bürger. Die Resolution soll im Rathaus zugänglich gemacht werden.

Bildunterschrift: Mit ihrer Unterschrift können die Ahlener eintreten gegen rechtsextreme Aktivitäten.


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